hcv

Die Verlogenheit des Springer-Konzerns in x-ter Generation

Die deutsche Boulevardzeitung „Bild“ will Beschwerden ihres „Kontrollorgans“ Bildblog beim Deutschen Presserat unterbinden.

… lese ich gerade auf der orf futurezone.

Die Kritik am Schweinejournalismus ist ja eines, wenn aber der faktische Nachweis von Schweinejournalismus Tag für Tag in einer laufenden Dokumentation (Bild-Blog) erbracht wird, die Klickraten von ~40.000 Seitenaufrufen pro Tag hat, dann müssen die Anwälte des Konzerns ran.

40 Jahre Anti-Springer-Kampagne
40 Jahre zuvor hat die dezidiert undemokratische Unternehmenspolitik und die Pressemacht des Springerkonzerns bereits eine großangelegte Anti-Springer-Kampagne evoziert. Mit wenig Aussichten auf Erfolg, mit wenig Chancen gegen den Konzern, aber mit bedeutenden Auswirkungen für die Ausbildung von Gegenöffentlichkeiten und Konzepten der Gegenöffentlichkeit.

40 Jahre später stehen solche Ereignisse wie dieses – der Springer-Konzern will ein Blog abdrehen lassen – für mich dafür, was Blogs punkto einer ‚Gegenöffentlichkeit2.0‚ potentiell vermögen könnten.

NachDenkSeiten heizen Bild-Zeitung noch viel mehr ein
Die an dieser Stelle schon das eine ums andere mal heftigst beworbenen NachDenkSeiten gehen im Übrigen noch ganz anders mit dem Springer-Konzern und seinem „neoliberalen Kampfblatt“ um und zeigen laufend die Zusammenhänge zwischen Pressekampagnen und Initiativen der Wirtschaftsverbände bzw. der neoliberalen Think Tanks auf.

Die NachDenkSeiten wird Springer allerdings kaum klagen, denn erstens ließen sich die Darstellungen der NachDenkSeiten wohl beweisen und dies wäre fatal nicht nur für die Bild-Zeitung sondern auch für ihre Großkunden. Und zweitens haben die NachDenkSeiten zwar einen Namen und eine bemerkenswerten Reichweite, aber kaum 40.000 Seitenaufrufe pro Tag. Eine Klage würde den NachDenkSeiten zuviel Publicity verschaffen.

Kommentar verfassen