[Gastkommentar von Freund
- und Kollegen -
Thomas Kreiml ,
der sich grad ziemlich geärgert hat.]
Kurz vor Ferienbeginn hat Bildungsministerin Claudia Schmied am 1. Juni 2010 eine vom BMUKK beauftragte und vom Institut für empirische Sozialforschung (IFES) durchgeführte «Elternbefragung zur Zufriedenheit mit der Neuen Mittelschule» präsentiert. Das Ergebnis kurz zusammengefasst:
Die Mehrheit ist mit dem Schulversuch insgesamt zufrieden. 80% der Eltern von Kindern an einer Neuen Mittelschule (NMS) geben dem Schulversuch die “Schulnoten” Eins oder Zwei. Gleichzeitig sehen 46% dieser Eltern noch Verbesserungsbedarf und plädieren damit für eine Weiterentwicklung dieses Schulmodells. Dazu gehören bildungspolitisch genauso sinnvolle wie auch notwendige Forderungen derart: noch mehr individuelle Förderung der SchülerInnen, noch mehr Kommunikation zwischen LehrerInnen und Eltern, mehr Nachmittagsunterricht (Ganztagsschule) und noch bessere Ausbildung der LehrerInnen.
Angesichts dieser Bilanz ließ die zu erwartende, typisch anachronistische Reaktion der FCG-dominierten AHS-LehrerInnengewerkschaft nicht lange auf sich warten. Die Vorsitzende, Eva Scholik, schmäht die Präsentation des eindeutig positiven Abschneidens der NMS als “Jubelpropaganda für die Gesamtschule” [sic]. Angesichts der Tatsache, dass es sich hier um eine Stellungnahme einer Gegnerin von Schulreformen handelt, die der Allgemeinheit der Bevölkerung zugute kommen sollen, ist dies weder überraschend noch weiter aufsehenerregend. ‘Bildungspolitische Notiz: Umfrage zur Neuen Mittelschule und ständige Unkenrufe’ weiterlesen
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25. Oktober 2009 in
*uuar#rgr%§h*, Abschöpfung, Bildung, Managementtools, SoZi, Wien, Willkür2.0, gewerkschaftlich, g|o, kapitalistisch, politisch, social web, watchblog undwebloggen.
aus aktuellem Anlass greife ich für’s Sonntagszitat mal nicht auf geduldiges Papier zurück, sondern auf ein bemerkenswertes Blog und auf einen dort eben erschienen Artikel. Betitelt mit:
Das Imperium schlägt zurück: ÖH soll Schäden zahlen
Freilich, zu den diese Woche 43|09 ausgebrochenen Uniprotesten gäbe es viel mehr zu sagen, zu schreiben, zu tippen, zu tweeten, zu bloggen.
Nur, folgendes Zitat says it all. An die Adresse des Wissenschaftsministers Hahn, ist das das Treffendste, was mir bislang untergekommen ist. Speaks for itself:
Erst wenn der Protest der Studierenden ernst genommen wird und zu Konsequenzen, also zu besseren Studienbedingungen aller Bildungshungrigen führt, wird der Schaden, den die Inaktivität der bildungspolitisch verantwortlich Einflussreichen an der Gesellschaft anrichtet, wieder gut gemacht werden können.
‘SoZi 43|09: Ganz im Gegenteil, Minister Hahn’ weiterlesen
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31. Mai 2009 in
*uuar#rgr%§h*, BlogEmpfehlung, Ideologie, Managementtools, Platter, Willkür2.0, flaches Land, gewerkschaftlich, g|o, instruktiv, politisch, video undwatchblog.
Am vergangenen Mi, 27. 5. fand die öffentliche Lesung der Strasser-Mails “Wie säubert man ein Ministerium?“ durch drei “Liebhaber der angewandten Literatur” statt; ein Kulturtermin, der auch ein wenig von politischer Relevanz war.
Beziehungsweise wäre.
Wie Peter Pilz eingangs der Lesung bemerkt, «Strasser wollte, dass seine Werke veröffentlicht werden».
Seine Computer waren Spenden von Firmen. Der Innenminister ließ sich elektronisch von Firmen aushalten. Ein Teil dieser Computer ist einfach verschwunden, ein anderer Teil wurde ohne professionelle Löschung der Festplatten an die Firmen zurückgegeben.
Als Strasser vom BIA zu seinen e-mails befragt wurde, musste er Peinliches zugeben. Die Festplatte war nicht verschlüsselt. Die Daten waren nicht einmal durch ein password gesichert. Wer zum Computer kam, konnte alles lesen und kopieren. Jeder in seinem Kabinett hatte unbeschränkten Zugriff. Firmen hatte Zugriff. Alle in der ÖVP, die einen herumstehenden Strasser-Computer begegneten, hatten Zugriff.
… schreibt Pilz hierzu in seinem Tagebuch (Eintrag vom 3.4.09). Dass Strasser nun “Diebstahl” riefe, kann also nur als Koketterie und Scham des Autors ob des großen Erfolgs seiner Korrespondenz-Literatur verstanden werden, ist darüber hinaus aber nicht nachvollziehbar:
‘Die Strasser-Emails – der Alltag der Korruption’ weiterlesen
Etwas außerhalb der Reihenfolge gibt es hiermit ein “FeZi”. Statt des Sonntagszitats also ein Feiertagszitat. Letzten Sonntag habe ich ausgelassen, obwohl schon klar war, dass ich mit der Gruppensoziologie Claessens fortsetzen wollte.
Die im SoZi 19|09 zur ’sozialen Gruppe’ begonnene Miniserie widmet sich heute der Bezugs- und der Orientierungsgruppe. Die im SoZi 19|09 dargestellten strukturellen Zwänge gelten weiter und müss(t)en für diese Fortsetzung der Thematik eigentlich weiter gedacht werden.
Mit dem nächsten SoZi möchte ich mich dann der Gruppen zweiter Ordnung zuwenden.

‘FeZi 21|09: Die Bezugsgruppe’ weiterlesen
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28. März 2009 in
*uuar#rgr%§h*, Abschöpfung, IV, Willkür2.0, gewerkschaftlich, g|o, imagGemeinschaften, kapitalistisch, medienkritik, politisch, prekär, visualisierung undwebloggen.
that’s why: Wir zahlen nicht für eure Krise!
Denn warum sollte hier nicht auch das Verursacherprinzip gelten?
Und während die Massenmedien halbtäglich die Aussendungen eines Vereins mit gerade mal 3.500 Mitgliedern in den scheinbar öffentlichen Raum verbreiten, gehen Zehntausend aus verschiedenen, gesellschaftspolitisch wichtigeren Vereinen in den öffentlichen Raum demonstrieren.
Freilich, wenn Vereine wie attac und greenpeace und global 2000 und die grünen und die Gewerkschaften et cetera et cetera et cetera am 28. März zu einer Demo aufrufen, dann ist das den unabhängigen, den ausgewogenen, den privaten und den öffentlich-rechtlichen Massenmedien kaum eine bis keine Meldung wert.
[fotoalbum auf flickr]
Klar, die 3.500 Mitglieder der Industriellenvereinigung haben – wahrscheinlich jedes Mitglied für sich – mehr Kapital zur freien Verfügung als alle an der Demo beteiligten Vereine und deren Mitglieder zusammen.
‘Es gilt das Verursacherprinzip, stupid!’ weiterlesen
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5. März 2009 in
Bildung, Managementtools, SoziologieBlog, gewerkschaftlich, g|o, imagGemeinschaften, instruktiv, kulturelles Gedächtnis, politisch, social web, visualisierung undwebloggen.
Heute, am 5. März darf ich auf der Folge-Konferenz ‘Web2.0 and Online Rights‘ der Uni Europa p&ms einen Vortrag halten; morgen werde ich dann eines von zwei Workshops auf dieser Konferenz leiten.
Hier ist die PowerPoint-Präsentation zum Vortrag, der jetzt gleich mal beginnt:
‘Presentation at the ‘global UNIon’ conference’ weiterlesen
Holy moly. Das allein wäre ja schon einen Aufschrei wert: Über das Ö-Blog der Zeit hat sich ein Beitrag verirrt.
Man stelle sich meinen Schock vor. Sonntag. Marke des ‘verschlafenen Sonntags’. Halsschmerzen verdichten sich zunehmend zu Anzeichen richtigen Krank-Werdens. Hirn hat schöne Aussetzer, was mir bei den Versuchen etwas zu arbeiten, leidlich aufstößt. Nicht tragisch, führt höchstens zu amüsierter Verwirrtheit und stört nicht den lazy sunday. Dann schlägt plötzlich dieser totgeglaubte Feed aus. Ohne Vorwarnung. Wahnsinn!
Joachim Riedl berichtet aus den roten Vorzimmern: Stand der Regierungsvorbereitungen. Hochgradig ambivalentes Thema. Weil einerseits natürlich interessant. Andererseits: oje. Der nächste Gedanke: Was soll das anders als deprimierend werden. Lesen muss ich das dennoch sofort.
Schreibt Riedl:
Hier ein kleiner Round-up, was derzeit so alles im Raum steht. Weil doch nichts schöner ist als politische Seitenblicke. Wie gesagt: Stand Wochenende.
Also wie gesagt, ich will es ja eigentlich gar nicht wissen. Nachdem ich 2 Monate lang immer wieder die Variante Katzian als zukünftiger Sozialminister vernommen habe, übrigens halbwegs neutral mit interessiertem AHA quittierend, durfte ich in den letzten 2 Wochen plötzlich von verschiedenen Seiten erfahren, der Kollege Hundstorfer wird’s machen.
… *schluck* …
… wie soll ich sagen … ähm, *yikes* ??
Bringt’s das auf den Punkt? Nein?
‘Warum Obama so mobilisiert? Er ist offensichtlich kein Lulu.’ weiterlesen
Der Altweibersommer kündigt sich an. (Lieblingsjahreszeit!)
Seit ein paar Tagen wird der erste Sturm der Saison in Kreide auf den Tafeln der Wirtshäuser angeschrieben. (Noch gar keinen getrunken, eh noch zu wenig Gärung.)
Und die Herbstlohnrunden kündigen sich an. (Hab ich letztes Jahr genug dazu geschrieben. Siehe ganz unten. )
Der Kreislauf von Werden und Wachsen, Reifen und Sterben, alles wie gehabt, die ewige Wiederkehr im jahreszeitlichen Rhythmus.
Wie s Amen im Gebet auch: die Interessensvertreter der Arbeitgeberseite “mahnen” (das muss ich schon unter Anführungszeichen setzen) “maßvolle Lohnrunden” ein. Soll heißen,
geht’s Bitte, findet’s euch damit ab, ihr werdet’s nichts rausholen. Es steht euch nichts zu, seid froh mit dem was ihr bekommt und das ist gut so.
Eröffnet hat das jährliche Spiel hierzulande … eh klar … Industrielobbyist (und nebenbei Bundesminister) Bartenstein. Hey, it’s the tradition, stupid!
‘Arbeitgeber vs. Arbeitnehmer: “Lohn-Preis-Spirale”-Argumentation’ weiterlesen
Das Web, das Web, das Web. Manche nennen es Internet. Andere assoziieren das WWW mit Kommunikation.
Ich behaupte immer wieder, es ist viel mehr ein vollkommen neuartiges und einzigartiges Archiv. Hab das vor kurzem mal in dieses Bild gebracht:
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Tja, und wie dem auch sei, jetzt ist gerade ein neues Blog als Archiv einer Diskussion und als Diskussionsarchiv und das Archiv als Blog an den Start gegangen:
► das UG 2002-Novelle, Diskussionsarchiv
Der Umbau der Universitäten
Der Reformation der Hochschulsysteme in den 70er Jahren in Richtung der Öffnung zur Chancengleichheit und Demokratisierung folgte seit den 90er Jahren auch hier zu Lande der allgemeine Rück- und gleichzeitig auch Umbau des tertiären Bildungssektors.
Rückbau der Demokratisierung der 70er in Richtung abgeschottete Elite und Selektion.
‘Dokumentationsarchiv zur Uni/deformation/Reform/reaktion’ weiterlesen
abgelegt am
28. Juni 2008 in
*uuar#rgr%§h*, Abschöpfung, BlogEmpfehlung, IV, gewerkschaftlich, g|o, kapitalistisch, medienkritik, orf, pathetisch, video undwatchblog.
bye bye Gusi, es war schön mit dir, es hat mich sehr gefreut. *kchh kchh*
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Der O-Ton aus dem Mittagsjournal, siehe diese Reportagen-Besprechung.
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Schwanengesänge in der Blogosphäre
Nachrufe und weitere Reiseempfehlungen gibt es übrigens allerorts:
Joachim Riedl schafft es trotz optischer Unstimmigkeiten, die intermezzierende Doppelspitze unserer Sozialdemokratie als “Desperate Housewives” zu identifizieren.
Helge basht ausnahmsweise mal die Organisationsform der institutionalisierten Sozialdemokratie -- Anmerk.: heißt “SPÖ” und hat Parteistatus -- und fühlt sich aller Notwenigkeit zum Trotz doch bemüßigt, sich dafür gleichzeitig zu entschuldigen. Was soll ich sagen, I feel the pain.
‘Gusi auf staatstragenden Reisen …’ weiterlesen
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