Archiv für die 'gewerkschaftlich' Kategorie

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60 Mille Mehrkosten (über 2 Jahre)

Die Hacklerregelung gehört verlängert. Was dabei besonders dramatischer ist: Wir wollten für jene Betroffene, die über die Entgeltszahlung hinaus krank sind, bestimmte Zeiträume für die Pension anrechnen können. Das wären maximale Mehrkosten von 60 Millionen Euro bis 2010. Das ist in diesem Sozialsystem ein Klacks. Das verweigert Bartenstein einfach, er prolongiert einen sozialen Härtefall für die Zukunft.

aus dem Standard, 27.11.2007
Interview von M. Völker
mit Wilhelm Haberzettl

VP blockiert die Regierungsarbeit
Haberzettel meint, Bartenstein mache das aus Prinzip, das Blockieren. Aber aus welchem Prinzip wird nicht verraten. Im Raum steht das Thema der letzten Monate: BLOCKADE in der Regierungskoaliton (ob D oder Aut). Also blockieren um der Blockade willen.
Mmh, ich weiß nicht.

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Lohnnebenkosten erklärt

nein, nicht von einem Ökonomen erklärt sondern richtig. Also von einem Kabarettisten:

Volker Pispers (ganzes Programm)

Das ist jetzt nicht lustig. Nope. Überhaupt nicht.

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AlVG: Arbeitslosenversicherungsgesetz

und jetzt zu etwas ganz anderem.
Ein Schnipsel, das nicht eingebettet sondern zitiert wird. Aus einem internen, nicht ganz öffentlichen Forum. Ich hoffe, ich verärgere niemanden.

Hier eine Einschätzung einer Person, die wie wenige weiß, wovon sie spricht, wenn sie eine solche Einschätzung zu einem in Begutachtung befindlichen Gesetzesentwurf abgibt:

Es ist gerade eine unsägliche Novelle in Diskussion, die neben ein, zwei Verbesserungen im Prinzip die gesamte Judikatur des VwGH zum Schutz Lohnarbeitsloser menschen “overrult”.
1. die so genannten Zumutbarkeitsbestimmungen, ohnehin die schärfsten Europas, werden in sehr extremer weise verschärft,

2. der Rechtsschutz der Betroffenen faktisch eingeschränkt und

3. über einen neuen Arbeitsbegriff bzw. über eine Art Mindestzeiterfordernis Menschen aus der AL-Versicherung verdrängt.

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der Nachricht einen ‘Spin’ geben

Dass es so etwas gibt ‘SpinDoktoren‘, das ist landauf landab seit geraumer Zeit bekannt. Nur, was darunter vorstellen?

Ein Antwortversuch:

Stellen Sie sich vor es ist Wahlkampf. Heiße Phase. Stellen Sie sich vor, es ist gerade das letzte Fernsehduell der beiden SpitzenkandidatInnen. Wir wissen, zum “Duell” ist es hochstilisiert. Dass es das “entscheidende” Duell ist, dafür haben wir null Beleg, aber das wird überall behauptet. Und so schauen wir zu.

Die DuellantInnen schwitzen sich im Fernsehstudio an, die “Menschen” hängen an den Bildschirmen (, weil es ja das herausposaunt “entscheidende” Duell ist, oder?). Ganz gute Einschaltquoten. Die Zeitungen am nächsten Tag werden ebenso ganz gute Auflage haben. Schließlich wird schon im Vorfeld allerorts erklärt, es ginge eigentlich punkto Auswirkung des “entscheidenden Duelles” gar nicht so sehr um das Duell selbst, und wie sich die DuellantInnen da anstellen. Es geht vielmehr (nur) um die Rezeption des Duelles in den Medien. Es geht darum, was nachher geschrieben und gesagt wird, wer denn besser ausgesehen hätte.
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mittlerweile tabuisiertes Wissen

Quelle: US Kongress
(1980er Jahre?)

Ähnliche Einträge:

Anschlag auf Generationen-Solidarität

Die Pensionserhöhungen sind ein Anschlag auf die Generationen – Solidarität!

Das sagt Thomas Kloiber vom Katholischen Familienverband. Und das Ö1 Inforadio macht damit eine Meldung auf. Und von der Aussage her ist es genau das, was sich manche andere Experten, Organisationen und Journalisten ebenfalls hinaus zu posaunen bemüßigt fühlen.

Nun gilt hier im Kellerabteil der Katholische Familienverband nicht gerade als Autorität. Der ist eher so auf dem Niveau von Silvia Fuhrmann von der Jungen ÖVP angesiedelt. Also minus 9 auf der achtteiligen Relevanzskala.

Ein wenig anders sieht es bei den Herrn und Frauen ExpertInnen, halt streichen wir das, bei den Herrn Experten aus. Wenn etwa ein Theodor Tomandl für den Mediengebrauch zur bildhaften Sprache greift ‘Man sägt hier am Generationvertrag1, oder wenn ein Sozialexperte Bernd Marin die Zahlungsunfähigkeit des österreichischen Staats als nicht mehr abwendbar ansieht, ‘Die Regierung mache dauerhafte Zusagen, die gar nicht bezahlt werden können.‘, nun, dann handelt es sich nicht um das Silvia Fuhrmann – Relevanzniveau sondern um tatsächlich wichtige “Meinungsmacher” und um so genannte “Multiplikatoren“.

Der tatsächliche Anschlag auf die Solidarität
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  1. Die identische Formulierung kommt auch vom Bund der Steuerzahler. Wer da von wem abgeschrieben hat weiß ich nicht. Vielleicht liegen diese Phrasen – eingeübt sind sie ja – schon derart auf der Hand, dass idente Formulierungen sich daraus erklären. Oder man beschäftigt die gleichen Pressetextschreiber? Egal. []

Die Versuche Gesamtschulversuche zu versuchen

Aus aktuellem Anlass, ein Zitat:

Verändert wird innerhalb des bestehenden Systems – aber es wird nicht im System verändert. Nach wie vor werden die 10jährigen nach der Volksschule ihrer “Leistung” entsprechend entweder der Hauptschule oder der AHS zugeordnet. Beim besten Willen ist von einer Integration der getrennten Schultypen nichts zu sehen – trotz der gesetzlich vorgesehenen, lang erprobten sogenannten “Gesamtschulversuche”. Eben: Es waren ja nur sogenannte Gesamtschulversuche, ein “österreichisches Modell”, letztlich ein Etikettenschwindel.

Um wessen Einschätzung und Kritik handelt es sich?
Ich bitte um Abstimmung. (Schließlich hab’ ich extra nach einer Möglichkeit recherchiert, Abstimmungen im Blog zu integrieren und mich 2 Stunden lang mit diesem Plugin gespielt.)

{democracy:2}

Um’s leichter zu machen, bei allen vier vorgeschlagenen Personen handelt es sich um ausgewiesene Unterstützer der “Gesamtschule”.

Die Auflösung folgt in den nächsten Tagen/Wochen.?!
DIE AUFLÖSUNG GIBT ES HIER.

Industriellenvereinigung vor dem Aus

Ab dem 1. November sollten die ArbeitnehmerInnen in der Metallindustrie wohl in den Genuss einer kollektivvertraglichen Lohnerhöhung von 3,6% kommen.
Das heißt, bei einer Inflationsrate von zuletzt immer so um die 2 Prozent kann tatsächlich von einem Reallohnzuwachs für die betroffenen Haushalte ausgegangen werden. Das ist toll!1

Hinzu sollten für einen großen Teil der Arbeiter und Angestellten in der Metall produzierenden und verarbeitenden Industrie Einmalzahlungen von € 150,- oder € 200,- kommen. Einmalige hundertfünfzig Euro brutto sollen es sein, wenn das arbeitgebende Unternehmen mit Gewinn und einer solchen Gewinnmarge zwischen 0% und 6% das Jahr 2008 abschließt, nochmal fünfzig Euro brutto mehr, wenn der Unternehmensgewinn darüber liegt.

Klingt super, allerdings die Steuer frisst
150,- oder 200,- Euro, das waren einmal 2064,- bzw. 2752,- alte austriarkische Schillinge. Aber die gibt es ja schon ne geraume Zeit nicht mehr als gängiges Zahlungsmittel. Und seit dieser Zeit ist auch einiges an Inflation den Lauf der Geschichte hinunter geschwommen.

Wie dem auch sei, 150,- oder 200,- an quasi ‘Prämie‘ werden es netto leider nicht sein. Weil die Steuer frisst die Hälfte, sagt Steuerexperte Karl Bruckner in Ö1. Schmecks.
Also zwischen vl. € 80,- und € 120,- an gewinnabhängiger ‘Prämie’, die da eingestreicht werden können. Kein Urlaub aber ein gutes Essen und Trinken für die ganze Familie in einem gehobenen aber nicht zu teuren Lokal ist das allemal.

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  1. .. und in den letzten Jahren alles andere als selbstverständlich, weshalb dieser explizit und mit Ausrufungszeichen getippte Satz schon seine Berechtigung hat. []

Herbstlohnrunde Metall: Zahlen

Interessante Berichterstattung von Ö1, anlässlich dessen, dass die Metaller-Verhandlungen in die dritte Runde gehen.

Das lief in der zweiten Runde nicht ohne Spannungen ab; überraschend standen Metaller-Chef Erich Foglar, Angestellten-Verhandler Karl Proyer und Arbeitgeber-Verhandler Hermann Haslauer nach zwölf Stunden vom Verhandlungstisch auf. Zu weit auseinander die Standpunkte, sagte Foglar.
Man habe nicht einmal über den Prozentsatz gesprochen, sagte Haslauer. Klar ist, dass die Gewerkschaft das Angebot, das in dieser Nacht auf dem Tisch lag, nicht akzeptieren konnte.

Die Hervorhebung ist von mir. Abseits des Berichts von Ö1 gibt es übrigens vor Verhandlungsstart (11:00 Uhr) noch kaum nennenswerte Berichterstattung.

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Neu! SPD – jetzt NOCH linker!

.. so ätzt der Spiegelfechter in seinem letzten … ich nenn das jetzt mal so: Leitartikler.

Der Spiegelfechter
.. macht keine Blogeinträge. Das was er macht, das sind Analysen. Das sind Kommentare in dem Wortsinn der journalistischen TextsorteKommentar‘. Also nicht im Wortsinn des Kommentars, den mensch unten an einen Blogeintrag dranhängt.
Jens Berger (das Alias des Spiegelfechters oder so) schreibt nun keine quasi additiven Kommentare, die an irgendetwas “drangehängt” sind, sondern ganz schön runde und analytische, auf eigener Recherche basierende Kommentare zu Aspekten des Weltgeschehens. Vorzugsweise mit Deutschland Bezug freilich.
Er macht in dem Sinne also das, was Chefredakteure von Qualitätszeitungen machen, nur dass der Spiegelfechter keine Qualitätszeitung – glücklicherweise – ist sondern ein Qualitätsweblog. Und so besteht das Spiegelfechterblog – konsequenterweise – ausschließlich aus … Leitartikeln.

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Ideologische Manipulation in Schulbüchern (Bsp. 1)

Ich beginne gleich mit dem ersten Beispiel, zuvor nur der Hinweis, dass diesem Beitrag ursprünglich eine Vorbemerkung vorangestellt war. Diese ist nun an das Ende des ersten Anschauungsbeispiels versetzt worden.

Hier das erste Beispiel für Ideologische Manipulation in Schulbüchern:

Schulbuch für Geografie und Wirtschaftskunde
Ein approbiertes Schulbuch für die 8. Schulstufe, dh. die vierte Klasse einer Hauptschule oder AHS. Das Buch ist aus dem Jahre 1997.
Approbierte Schulbücher müssen sich an den staatlich verordneten Lehrplänen orientieren, ihre thematische Struktur bildet jene also ab. Das führt u.a. dazu, dass konkurrierende Schulbücher verschiedener Verlage zum gleichen Lehrplan (gleiche Schulstufe) sehr gut vergleichbar sind. Solche Vergleiche werde ich hier noch an- und darstellen (in dieser Serie, die Bsp. 2, 3, …).

Für dieses Anschauungsbeispiel soll vorerst nur vorausgeschickt werden, dieses Schulbuch ist schlechterdings ein Machwerk. Von Vorne bis Hinten und in jeder Hinsicht. Geschichtsklitterung inklusive. Aber dazu vl. ein ander mal.

‘Europa – Kontinent der Vielfalt’
Hier die Seite 30 unseres Buchs, das vom Lehrplan vorgeschriebene Überthema lautet ‘Europa – Kontinent der Vielfalt’. Sehen wir mal, was unseren Autoren dazu ‘wirtschaftskundliches‘ einfällt:

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Misik ziemlich gerade heraus

Der Mann scheint sauer zu sein. Aber zugegeben, folgt mensch seinem Argumentationsstrang dann ist das auch verdammt verständlich. Also, no offense!
Hier ein Exempel:

Pointiert gesagt:
Es gibt Gewerkschafter in diesem Land, die dafür streiken, dass die neue Unterklasse in ihrem Unterklassendasein festgehalten wird. Könnte es sein, dass die Herrschaften den Gewerkschaftsgedanken ein wenig falsch verstanden haben?

Zuletzt ist mir Misik eigentlich nur mehr mit Eigen-PR aufgefallen und hat bei mir damit jedes potentielle Interesse an seinem neuen Buch im Keim erstickt.
Dass ihn das Buch zuletzt voll und ganz in Anspruch genommen hat, klar, die Promotiontermine im Zuge einer Buchveröffentlichung werden’s in sich haben. Auch diesbezüglich, no offense.

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