Archiv für die 'gewerkschaftlich' Kategorie

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Gewerkschaft erkämpft ein Debakel?

Ver.di erkämpft ein Debakel und geht mit festem Schritt auf die Selbstabschaffung zu

.. heißt es wenig erfreulich im Untertitel eines Kommentars zum Ausgang des großen ‘Deutsche Telekom-Streiks‘.

Der hat übrigens 6 Wochen gedauert und – korrigiert mich bitte, wenn ich da falsch liege – in österreichischen Medien ein Echo gegen Null gefunden.

Zurück zum Kommentar auf Telepolis, weiter heißt es da u.a.:

Nun ist es natürlich töricht, Herrn Schröder (Anmerk.: Verhandlungsführer seitens der Gewerkschaft) allein für dieses Debakel verantwortlich zu machen, denn jenseits aller persönlichen Motivationen handelt es sich hier um ein strukturelles Problem. Es hat damit zu tun, dass ver.di in der Tradition der Sozialpartnerschaft verwurzelt ist, jenem Nachkriegskonstrukt, das den abhängig Beschäftigten vorgaukeln sollte, sie würden als gleichberechtigte Partner in einem Bündnis zur Beförderung des allgemeinen Wohlstands gesehen.

Wiederaufführung des Stücks bald auch in Österreich?
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Einseitige Interessenspolitik

Die hier gleich zitierte Auflistung spricht Bände!
Gefunden hab’ ich sie im Blog des ‘Besitzstandswahrers’.

Die Liste erzählt die Geschichte eines ziemlichen Überhangs der Arbeitgeberseite in der Interessenspolitik. Und sie ist sicherlich noch um einige Punkte erweiterbar:

  • Verlängerung der Lebensarbeitszeit auf 67 Jahre
  • Verlängerung der Wochenarbeitszeit aller Orts auf z.T. über 40 Stunden
  • Einschränkung des Anspruches auf Arbeitslosengeld und Sozialhilfe
  • Zunahme der ArbeitnehmerInnen ohne Sozialversicherungspflicht
  • Kürzungen bei Wohngeld, sozialen Wohnungsbau sowie Eigenheimzulage
  • Einschränkungen beim Kündigungsschutz
  • Erhöhung der Mehrwertsteuer
  • Streichungen von Weihnachts- und Urlaubsgeld
  • Lohnsteigerungen unterhalb der Inflationsrate
  • Bekämpfung des Einflusses von Arbeitnehmervertretern
  • Privatisierung von Wasser-, Energieversorgern sowie Abfallentsorgern
  • Privatisierung von Krankenhäusern
  • Privatisierung der Bahn
  • Gebühren für Bildung
  • Privatisierung der Bildung
  • Privatisierung von Wohnungen und anderen Immobilien
  • Zahllose Private-Public-”Partnerships” mit Kosten/Risiken für den Staat und Gewinnen für die Privatwirtschaft
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    sozial ist, was Arbeit schafft (repeat)

    Also,

    Sozial ist, was Arbeit schafft.

    … sagt bekanntermaßen Angela Merkel.

    Sozial ist das, was Arbeitsplätze schafft.

    … sagt Guido Westerwelle, der das ja wissen muss.

    Sozial ist in erster Linie, was Arbeit schafft!

    … stammelt Edmund Stoiber nach.

    Aber Hallo! Gemach, Gemach, das können wir in Ösiland aber bitte auch. Also, ein bißchen Haltung, anstrengen und los:

    Sozial ist; was Arbeit schafft.

    … posaunt Wolfgang Schüssel. Ja, der kann’s auch, und geht damit u.a. Krähwinkel heftig auf den Sack. (Die nennen das dann doch glatt ‘Lebenslüge’.)
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    Geld oder Leben

    Wir treten für eine Demokratie ein, die es Menschen gestattet, den politischen Rahmen und ihr Umfeld zu gestalten und mitzubestimmen. Wir treten für eine menschliche, ökologische und soziale Wirtschaft ohne Konzerne und eine solidarische, freie, emanzipatorische Gesellschaft ein.

    Unsere Forderungen richten sich an keine herrschende Elite. Wir rufen zu einem öffentlichen Diskurs und zu einer neuen freien Bewegung auf. Mit dieser Aktion setzen wir ein Zeichen gegen das derzeitige System. Alle, die mit dem Bestehenden unzufrieden ist und die Hoffnung auf eine freie bessere Gesellschaft nicht aufgegeben hat, rufen wir auf, Widerstand zu leisten.

    Geld oder Leben

    Links dazu hier, hier und hier

    respekt

    Seminardoku: Polititsche Praxis in Österreich III

    Seminarserie von Martin Bolkovac (mittlerweile in der Grundlagenabteilung der GPA-djp) ins Leben gerufen und organisiert.

    16.-18. April 2007, Seehotel Hafnersee
    Politische Praxis in Österreich, Teil 3
    Österreichische Politik im internationalen Kontext
    … konzipiert von yours truly hc voigt; mit den Themenschwerpunkten diesmal:
    (1) Bildung (Hauptschwerpunkt),
    (2) Vgl. politischer Systeme, Politikstile und Eliten,
    (3) Vgl. Frauenpolitik,
    (4) Sicherheitspolitik.

    SeminarDokumentation

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    Haben Sie auch eine Arbeiterklasse?

    Diese Frage wird im Laufe eines Interviews gestellt, das der stv. Chefredakteur des Falter Klaus Nüchtern mit dem Schriftsteller Julian Barnes geführt hat. Ich liebe diese Frage! Sie wird übrigens nicht vom Interviewer sondern vom Interviewten als Rückfrage gestellt. Das ganze Interview ist hier nachlesbar.

    Im Vorfeld zu dieser Frage wird über Sport, Fußball und großartige Spieler geplaudert. Und Nüchtern bemerkt, dass englische Männer sportlicher wären als österreichische. Und dass man das schon in der U-Bahn sehen könne. Klaus Nüchtern stellt dazu auch gleich eine interessante Hypothese auf:
    Vielleicht liegt es daran, dass körperliche Arbeit in England noch eine größere Rolle spielt.

    Darauf entspannt sich ein ebenso schöner wie interessanter Dialog, der mit Barnes herrlichen Rückfrage ansetzt:

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    Fasching & Freistaat vs. Nestroy & Satire

    Es ist höchst an der Zeit in diesem Blog, der sich immerhin dem Hintergrund verdankt, für die gewerkschaftliche Schulung die Möglichkeiten dieses Mediums zu testen, es ist also höchst an der Zeit: endlich einmal einen Link zu einem anderen Blogeintrag in einem anderen Blog zu setzen.
    Warum?
    Weil das verlinken von Blogs zu Blogs zu den Grundideen dieses Mediums gehört und dieses Medium Weblog durch die Interaktion in der Blogosphäre einen Gutteil seiner Wirkungsmächtigkeit erzielt.

    Hier nun ein link zu einem aktuellen Kräwinkel-post. Zum Brüllen komisch und zum Kopfschüttlen peinlich. :-)

    Krähwinkel rules sowieso!
    Sind am besten in Wahlkampfzeiten, und dann ein absolutes Muss!

    PS: hier im Kellerabteil folgt in Kürze ein Eintrag über die komplementäre Seite des aktiven Bloggens, das – vl. ebenso aktive – Abonnieren von Blogs.

    whoa, jetzt geht’s aber los

    Dieses Ding, das B.L.O.G.-Ding, das rennt ja nun schon seit geraumer Zeit. Aber DAS, das bringt’s jetzt natürlich auf ein neues Level: Misik bloggt!

    Ich glaub zumindest, dass es “bloggt” und nicht “blogt” heißt. Robert Misik bloggt also; erstens überhaupt im allgemeinen und er bloggt jetzt im speziellen, dass er morgen ganz exklusiv und ganz früh aus aktuellem Anlass bloggen wird. Und man solle also gleich vorbei schauen, wenn’s Einen interessiert!
    Gebloggtes Blog-Aviso quasi. :-)

    Na, wenn das keine Einladung ist! Und um das gleich klar zu stellen, ich werde morgen gleich vorbei schauen.

    Vor allem aber:
    Wenn das kein Signal für den technologisch-medialen Quantensprung ist, den wir hierzulande gerade teilhaftig werden!

    For the records, die Meldung in dem Misik seinem Blog, dem kick-ass downright hottest Misik-Blog of all the austrian political and intellectual blogs von hier bis Attnang-Puchheim, lautet:

    Es ist verdammt schwierig geworden, eine rationale Position zu Chávez einzunehmen, gerade weil so Viele so eindeutige Meinungen zu seinem „bolivarischen Experiment“ haben. Einen Kommentar zur Venezuela-Wahl finden Sie hier am Montag, 4. Dezember, unmittelbar nach Veröffentlichung des Ergebnisses. Schauen Sie vorbei.
    Tags: Chavez
    Posted by Robert Misik on 03.12.06 18:30 … dann der
    Permalink

    ‘whoa, jetzt geht’s aber los’ weiterlesen

    Solidarität mit den MitarbeiterInnen der ÖGB-Zentrale

    Es ist ein Gebot der Stunde, sich mit den MitarbeiterInnen des Österreichischen Gewerkschaftsbundes zu solidarisieren.

    Man möchte erwidern, wenn das schon ein Gebot ist, dann vielmehr eines der letzten Monate. Nun ist die Situation derer, die tagtäglich im Haus am Schottenring erscheinen mittlerweile besonders trostlos und krankmachend. Seit März/April muss man in den Gängen, Zimmern und Vorzimmern versuchen, ein gewisses Maß an Normalität aufrecht zu erhalten. Schon um nicht in das organisatorische Chaos hinein gezogen zu werden. Damit die sich auflösenden Strukturen nicht auf den eigenen privaten Raum übergreifen. Schon damit die destruktive Atmosphäre und Umgebung nicht zu allzu sehr die eigene Stimmung, Psyche und allgemeine Konstitution in Mitleidenschaft zieht.

    Sie sind wahrlich nicht zu bemitleiden. Nicht einmal jene, die seit geraumer Zeit hauptsächlich daran werken, ihre eigenen Schäfchen ins Trockene zu bringen. Und es gibt natürlich auch KollegInnen, die im Moment primär ihre gewohnten Privilegien verteidigen. Teilweise derart mit Ellbogen und Egoismus, dass ihre direkte kollegiale Umgebung diese Ellbogen abbekommt.

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