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	<title>kellerabteil 2.0 &#187; Ideologie</title>
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		<title>Unsere Gesellschaft aus dem Geist der Schulklasse</title>
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		<pubDate>Fri, 20 May 2011 11:36:40 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Heute und morgen wieder mal Diskutieren, Aufstellen, Reflektieren, gemeinsam eine gemütliche, radikale Reise unternehmen, radikal nämlich im Sinne des an die &#8220;Wurzel&#8221;, in den Maschinenraum gesellschaftlicher Operationen schauens, dabei in den Pausen plaudern, für den Unkostenbeitrag von € 5,- gut essen und einen Tag lang interessante Perspektivenverschiebung ausprobieren &#8230; natürlich offen für wer auch immer [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute und morgen wieder mal Diskutieren, Aufstellen, Reflektieren, gemeinsam eine gemütliche, radikale Reise unternehmen, radikal nämlich im Sinne des an die &#8220;Wurzel&#8221;, in den Maschinenraum gesellschaftlicher Operationen schauens, dabei in den Pausen plaudern, für den Unkostenbeitrag von € 5,- gut essen und einen Tag lang interessante Perspektivenverschiebung ausprobieren &#8230; natürlich offen für wer auch immer mag, Politische Bildung also, work shoppen und das endlich wieder mal dazu, was «<a href="http://www.kellerabteil.org/beschlagwortung/bildung/" target="_blank"><strong><em>Bildung</em></strong></a>» so zwischen Selbstbeschreibung und Fremdbeschreibung uns und der Gesellschaft und uns in unserer Gesellschaft ist &#8230; <a href="http://www.gbw-wien.at/article716.htm" target="_blank" class="broken_link">der Ausschreibungstext hier</a>.</p>
<p><strong>Begriffe</strong>, um die es gehen <em>wird</em> und je nach Entwicklung im Workshopverlauf gehen <em>kann</em>: <span id="more-1592"></span></p>
<blockquote><p>Meritokratie, Adoleszenz, Unschooling, Integration, heiße versus kalte Institutionen, hidden Curricula, Funktionäre, demokratische Schule, Ideologischer Staatsapparat, Mode, Leistunggesellschaft, kulturelle Codes, Distinktion, Freuds Theorie der zweizeitigen sexuellen Entwicklung, Leitkultur, Gesellschaft der Individuen, Menschwerdung, kollektives und kulturelles Gedächtnis, Ordnung, Disziplinierung des Körpers, Schichten und Milieus, Latenzphase, Chancengleichheit, imaginierte Gemeinschaften, Gehorsam, Segmentierung und instrumentelle Rationalität, Status, Subjektivierung, Pubertät, subversive Integration, Segregation, autoritären Geist, kulturelles Kapital, &#8230;</p></blockquote>
<p><strong>Bilder</strong>, copy&amp;paste aus einem Vortrag vor 5 Jahren(!), html-Schnipsel Transfer mit etwas Ausmisten und zwei drei ergänzten Bildern:</p>
<p align="center"><a title="Die von Abt Felbinger verfasste allgemeine Schulordnung. Der Stolz Österreichs: die allgemeine Unterrichtspflicht wurde von Maria Theresia bereits 1774 eingeführt!" href="/images/001.jpg"><img src="/images/001k.jpg" alt="" /></a> <a title="Schulen wollen allerdings erst einmal erbaut und eingerichtet, LehrerInnen ausgebildet und bezahlt, Lehrbehelfe entwickelt und bereitgestellt werden, et." href="/images/007.jpg"><img src="/images/007k.jpg" alt="" /></a> <a title="Der lange Weg von einer Verordnung zur flächendeckenden Versorgung ..." href="/images/0012.jpg"><img src="/images/0012k.jpg" alt="" /></a><br />
<a title="Der Beigeschmack der Gleichschaltung, Disziplinierung nicht nur der Körper?" href="http://www.kellerabteil.org/wp-content/dateien/Schulklasse_Unterricht.jpg"><img src="http://www.kellerabteil.org/wp-content/dateien/Schulklasse_Unterricht.jpg" alt="" width="115" height="80" /></a> <a title="Die Organisation der Kohorten, das Zusammenfassen aller Gleichaltrigen in Zwangsgruppen. Ganz unabhängig auch von Unterricht. Was wird hier verhandelt, was gelernt, was trainiert? Und was nicht?" href="http://www.kellerabteil.org/wp-content/dateien/Schulklasse_Pause.jpg"><img src="http://www.kellerabteil.org/wp-content/dateien/Schulklasse_Pause.jpg" alt="" width="115" height="80" /></a> <a title="Was heißt eigentlich Bildung? Alles was man wissen muss?" href="/images/002.jpg"><img src="/images/002k.jpg" alt="" /></a> <a title="Bildung soll für Chancengleichheit in der Gesellschaft sorgen, oder?" href="/images/009.jpg"><img src="/images/009k.jpg" alt="" /></a> <a title="Daher unser Schlachtruf: Bildung für Alle! und: die gleiche Bildung für Alle!" href="/images/010.jpg"><img src="/images/010k.jpg" alt="" /></a> <a title="Aber Achtung: Nicht alles was als Bildung daherkommt ist ein Segen." href="/images/052.jpg"><img src="/images/052k.jpg" alt="" /> </a> <a title="Aber es heißt ja auch Bildung für Alle und nicht Schule für Alle, oder?" href="http://www.kellerabteil.org/wp-content/dateien/Das-Wesen-Bürgerlicher-Schulbildung.gif"><img src="http://www.kellerabteil.org/wp-content/dateien/Das-Wesen-Bürgerlicher-Schulbildung.gif" alt="" width="30" height="80" /> </a> <a title="Nochmals die Frage, Was heißt eigentlich Bildung. Welche Bildung?" href="/images/011.jpg"><img src="/images/011k.jpg" alt="" /></a> <a title="Wie viel Bildung? Und wie viel von was?" href="/images/012.jpg"><img src="/images/012k.jpg" alt="" /></a> <a title="Die Entdeckung: wir brauchen Ingenieure, Erfinder, Techniker ... praktische Ausbildung und nicht nur humanistische." href="/images/013.jpg"><img src="/images/013k.jpg" alt="" /></a> <a title="Strukturierung unserer Lebensläufe durch die soziale Institution Bildung" href="/images/004.jpg"><img src="/images/004k.jpg" alt="" /></a> <a title="Alle müssen durch, alle haben die gleichen Chancen und müssen jede und jeder für sich schauen, was sie mit ihren Chancen tun." href="/images/014.jpg"><img src="/images/014k.jpg" alt="" /></a> <a title="In der Schule und über unsere Bildung legen wir die Grundlage dafür, welche Position wir in der Gesellschaft erreichen können. Oder?" href="/images/015.jpg"><img src="/images/015k.jpg" alt="" /></a> <a title="Oder bedeutet die soziale Institution Bildung, dass uns der Staat so aufstellt, wie die gerade Staatstragenden es sich vorstellen? (Hier die Drillschule.)" href="/images/008.jpg"><img src="/images/008k.jpg" alt="" /></a> <a title="Und hier die Arbeitsschule des Schulreformers des roten Wien: Otto Glöckel" href="/images/016.jpg"><img src="/images/016k.jpg" alt="" /></a> <a title="Der übrigens für die Gesamtschule eingetreten ist (und 1934 ermodet wurde.)" href="/images/017.jpg"><img src="/images/017k.jpg" alt="" /></a> <a title="Das österreichische Schulsystem, differenziert." href="/images/003.png"><img src="/images/003k.png" alt="" /></a> <a title="Das französische Schulsystem, egalisiert UND schottet Eliten ab." href="/images/005.jpg"><img src="/images/005k.jpg" alt="" /></a> <a title="Das finnische Schulsystem, Vorbildwirkung weil?" href="/images/006.jpg"><img src="/images/006k.jpg" alt="" /></a> <a title="Bürgerliche Bildung - Bürgerliche Prinzipen - Bürgerliche Ideologie" href="/images/018.jpg"><img src="/images/018k.jpg" alt="" /></a></p>
<p><strong>Typologie:</strong> Worum es da auch gehen wird, um eine analytische Abgrenzung von Bürgerlicher Bildung als einen Typus, der uns heute aber universell ist, gegenüber anderen grundsätzlichen Modi der Einstellung des gesellschaftlichen Maschinenraums &#8230;</p>
<p><a href="http://www.kellerabteil.org/wp-content/dateien/Idealtypen-Bildung.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-1606" title="Idealtypen Bildung" src="http://www.kellerabteil.org/wp-content/dateien/Idealtypen-Bildung.png" alt="Idealtypen Bildung" width="480" height="480" /></a></p>
<p style="text-align: right;">d/l eines <a href="http://www.kellerabteil.org/wp-content/dateien/Bildung-Typen.pdf" target="_blank"><strong>PDF (8 Seiten, 70kb)</strong></a> mit der Typologie.</p>
<p>&#8230; und weiter mit den Vortragsbilder von 2006 (mannomannomann <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_eek.gif' alt=':shock:' class='wp-smiley' />  ):</p>
<p align="center"><a title="Jeder ist seines (eigenen) Glückes (eigener) Schmied." href="/images/019.jpg"><img src="/images/019k.jpg" alt="" /></a> <a title="Der freie Bildungswettkampf muss natürlich Gewinner und Verlierer kennen." href="/images/020.jpg"><img src="/images/020k.jpg" alt="" /></a> <a title="Die Bildungsabschlüsse zeigen, wer mit Talent und Fleiß wertvolle und gesuchte Kompetenzen erworben hat." href="/images/021.jpg"><img src="/images/021k.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Und das hat alles &#8211; mehr oder weniger &#8211; auch mit dem heutigen/morgigen Workshop zu tun, wenn das auch Schwerpunkte anders gesetzt sind und der Aufbau des Workshops ganz anders ist, zB keinen Dia-Vortrag vorsieht. <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Der Vortrag von damals ist dann so weiter gegangen, was in unserem aktuellen Workshop jedoch sicher nicht behandelt wird:</p>
<p><a title="Matura geschafft: Studienberechtigung. Und jetzt die Kluft zwischen Schule und Hochschule." href="/images/022.jpg"><img src="/images/022k.jpg" alt="" /></a> <a title="Die Schule hat die ihr anvertrauten zur Hochschulreife zu führen, so steht's im Gesetz, aber ..?" href="/images/023.jpg"><img src="/images/023k.jpg" alt="" /></a> <a title="Die Qual der Wahl, was nehmen wir denn?" href="/images/025.jpg"><img src="/images/025k.jpg" alt="" /></a> <a title="... dass, unter dem ich mir noch am ehesten etwas vorstellen kann und am sichersten fühle." href="/images/026.jpg"><img src="/images/026k.jpg" alt="" /></a> <a title="Worunter können sich MaturantInnen eigentlich etwas vorstellen?" href="/images/027.jpg"><img src="/images/027k.jpg" alt="" /></a> <a title="Und wenn ich mich durch die Kluft gekämpft hab, .. fehlt nur mehr da etwas und dort etwas zum Studienabbruch." href="/images/024.jpg"><img src="/images/024k.jpg" alt="" /></a> <a title="Was lernen wir in der Schule zu durchschauen, zu hinterblicken, in seinem Innersten zu verstehen?" href="/images/034.jpg"><img src="/images/034k.jpg" alt="" /></a> <a title="Den Körper." href="/images/035.jpg"><img src="/images/035k.jpg" alt="" /></a> <a title="Biologische Materie bis in die molekularen Strukturen. Das Geheimnis des Lebens?" href="/images/037.jpg"><img src="/images/037k.jpg" alt="" /></a> <a title="Materie bis atomare Strukturen." href="/images/036.jpg"><img src="/images/036k.jpg" alt="" /></a> <a title="Materie bis in die Tiefen der Erde, in die kein Bohrkern vordringen kann." href="/images/039.jpg"><img src="/images/039k.jpg" alt="" /></a> <a title="Bis hin zur Spaltung von Materie. Haben wir in der Schule alles schon gesehen." href="/images/038.jpg"><img src="/images/038k.jpg" alt="" /></a> <a title="Entsorgung. Kein Problem." href="/images/042.jpg"><img src="/images/042k.jpg" alt="" /></a> <a title="Erdöl. Raffineriert unsere ÖMV. Und wir können sogar sehen, wie einfach das ist." href="/images/040.jpg"><img src="/images/040k.jpg" alt="" /></a> <a title="Waschpulver macht alles wieder hygienisch rein." href="/images/041.jpg"><img src="/images/041k.jpg" alt="" /></a> <a title="Mit Düngemittel wird alles grün und saftig und Hunger unbekannt." href="/images/043.jpg"><img src="/images/043k.jpg" alt="" /></a> <a title="Wir lernen einen geradezu selbstverständlichen und selbstsicheren Blick unter die Haut von einigem zu werfen." href="/images/050.jpg"><img src="/images/050k.jpg" alt="" /></a> <a title="Der Querschnitt durch Materie und die Produktion von Stoffen ist quasi das Sinnbild für bürgerliche Bildung." href="/images/051.jpg"><img src="/images/051k.jpg" alt="" /></a> <a title="Allzu selten wird ein Blick hinter den Vorhang sozialer Zusammenhänge und Verhältnisse geworfen." href="/images/044.jpg"><img src="/images/044k.jpg" alt="" /></a> <a title="Der Querschnitt durch gesellschaftlichen Aufbau gehört nicht zum Bildungskanon." href="/images/045.jpg"><img src="/images/045k.jpg" alt="" /></a> <a title="Ausnahmen bestätigen die Regel, die Bilder müssen sich aber erst mal gegen den Materiequerschnitt durchsetztn." href="/images/046.jpg"><img src="/images/046k.jpg" alt="" /></a> <a title="2 approbierte Schulbücher im Vergleich ..." href="/images/028.jpg"><img src="/images/028k.jpg" alt="" /></a> <a title="... beide müssen den gleichen Lehrplan folgen" href="/images/029.jpg"><img src="/images/029k.jpg" alt="" /></a> <a title="Beide müssen z.B. den Mezzogiorno thematisieren." href="/images/030.jpg"><img src="/images/030k.jpg" alt="" /></a> <a title="Die Unterschiede in Inhalt, Form und Wirkung sind riesig." href="/images/031.jpg"><img src="/images/031k.jpg" alt="" /></a> <a title="Beide müssen sich den Multis widmen." href="/images/032.jpg"><img src="/images/032k.jpg" alt="" /></a> <a title="Aber die kann man natürlich so und so sehen ..." href="/images/033.jpg"><img src="/images/033k.jpg" alt="" /></a> <a title="Ein Beispiel von früher, wie man etwas auch zeigen und sehen kann." href="/images/047.jpg"><img src="/images/047k.jpg" alt="" /></a> <a title="Ein Beispiel, was Schule thematisieren könnte, sollte?" href="/images/048.jpg"><img src="/images/048k.jpg" alt="" /></a> <a title="Ende des Vortrags mit einem Rückblick. Einer Erinnerung." href="/images/049.jpg"><img src="/images/049k.jpg" alt="" /></a></p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p>ein paar <strong>Fotos</strong>, nur handypix allerdings:</p>
<p style="text-align: center;"><iframe width="450" height="450" src="http://www.flickr.com/slideShow/index.gne?set_id=72157626669227549" frameBorder="" scrolling=""></iframe></p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p><strong>Empfehlung der Workshop-Teilnehmer_innen</strong>:</p>
<ul>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Alexander_Rauter" target="_blank" class="broken_link">E.A. Rauter</a>: <a href="http://tadema.de/thesen/e_a_rauter.pdf" target="_blank" class="broken_link"><em>Wie eine Meinung in einem Kopf entsteht; oder das Herstellen von Untertanen</em></a> (pdf)</li>
<li><a href="http://www.kellerabteil.org/wp-content/dateien/Good-Future-Alliance.pdf" target="_blank">Präsentation der Good Future Alliance</a> von Günter (pdf)</li>
</ul>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
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		<title>gefährdete parallelgesellschaften</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Feb 2011 15:39:11 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[und dann diese in pose geworfenen phrasenziselierer, die gehobenen wochenends-die-welt-kommentierer mit dem scharfen, analytischen blick aus dem ledersofa bis hin in den zitateschatz des schrumpelbürgerlichen bildungskanons: das feuilleton, verbunden durch den in serifenschrift gesetzten universalistischen code &#8216;koloratur über stringenz&#8217; und das statusmerkmal des tons1, sinn im kunsthandwerk distinktionstriefender synthesen &#8230; mannmannmann, mittlerweile glücklich reduziert darauf, [...]
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mannmannmann, mittlerweile glücklich reduziert darauf, eine vorderbühnig ausgestellte autistische parallelgesellschaft abzugeben, &#8230;</p></blockquote>
<p>&#8230; auch dafür sollten wir dem internet die schuld zuschreiben</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1560" class="footnote">der ton,  der halt nicht für die belletristik oder geisteswissenschaft reicht, die  man selbst gerne abgeben möchte und dem immer zuerst die sehnsucht nach  der überdeckung dieser stillen sehnsucht anzuhören ist</li></ol><p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Fremdenrecht: Sie beschließen es nicht in unserem Namen</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2011/02/fremdenrecht-sie-beschliesen-es-nicht-in-unserem-namen/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Feb 2011 11:54:45 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[gesendet1, AN: werner.faymann@bka.gv.at; josef.proell@bmf.gv.at; buero.berlakovich@lebensministerium.at; alois.stoeger@bmg.gv.at; minister.justiz@bmj.gv.at; doris.bures@bmvit.gv.at; norbert.darabos@bmlvs.gv.at; gabriele.heinisch-hosek@bka.gv.at; briefkasten@bmask.gv.at; reinhold.mitterlehner@bmwfj.gv.at; claudia.schmied@bmukk.gv.at; michael.spindelegger@bmeia.gv.at; beatrix.karl@bmwf.gv.at; maria.fekter@bmi.gv.at; josef.ostermayer@bka.gv.at; verena.remler@bmwfj.gv.at; reinhold.lopatka@bmf.gv.at; andreas.schieder@bmf.gv.at CC: office@sosmitmensch.at; direkt@spoe.at; email@oevp.at; office@zara.or.at; mail@borderline-europe.de; heinz.fischer@hofburg.at; office@liga.or.at Datum: 15. Februar 2011 12:38 Betreff: Fremdenrecht: Das ist nicht unser Gesetz, beschließen Sie es nicht. Sie beschließen es nicht in unserem Namen! Herr Bundeskanzler, Herr Vizekanzler, [...]
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<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2010/07/genug-ist-genug/' rel='bookmark' title='genug ist genug'>genug ist genug</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>gesendet</em><sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2011/02/fremdenrecht-sie-beschliesen-es-nicht-in-unserem-namen/#footnote_0_1555" id="identifier_0_1555" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="please feel free 2 copy&amp;amp;paste &amp;#8230;">1</a></sup>,</p>
<p style="text-align: left;">AN: werner.faymann@bka.gv.at; josef.proell@bmf.gv.at; buero.berlakovich@lebensministerium.at; alois.stoeger@bmg.gv.at; minister.justiz@bmj.gv.at; doris.bures@bmvit.gv.at; norbert.darabos@bmlvs.gv.at; gabriele.heinisch-hosek@bka.gv.at; briefkasten@bmask.gv.at; reinhold.mitterlehner@bmwfj.gv.at; claudia.schmied@bmukk.gv.at; michael.spindelegger@bmeia.gv.at; beatrix.karl@bmwf.gv.at; maria.fekter@bmi.gv.at; josef.ostermayer@bka.gv.at; verena.remler@bmwfj.gv.at; reinhold.lopatka@bmf.gv.at; andreas.schieder@bmf.gv.at</p>
<p style="text-align: left;">CC: office@sosmitmensch.at; direkt@spoe.at; email@oevp.at; office@zara.or.at; mail@borderline-europe.de; heinz.fischer@hofburg.at; office@liga.or.at</p>
<p>Datum: 15. Februar 2011 12:38</p>
<p>Betreff: Fremdenrecht: Das ist nicht unser Gesetz, beschließen Sie es nicht. Sie beschließen es nicht in unserem Namen! <span id="more-1555"></span></p>
<blockquote><p>Herr Bundeskanzler,<br />
Herr Vizekanzler,<br />
Sehr geehrte Ministerinnen, Minister, Frau Staatssekretärin und Staatssekretäre,</p>
<p>Landauf und landab und international sind sich alle MenschenrechtsexpertInnen einig darin, dass das geplante Fremdenrechtspaket zu den nächsten massiven Verschlechterungen führen wird, nicht nur für die unmittelbar Betroffenen sondern für das Zusammenleben aller Menschen in Österreich.</p>
<p>Die Identität von uns Österreicherinnen und Österreichern wird weiter in die unmenschliche, unzivile, verbitterte und zynische, anderen gegenüber aggressive und xenophobe Richtung gedrängt.</p>
<p>Wenn Kinder von ihren Eltern getrennt, Minderjährige in Schubhaft gesteckt und Ängste und Unsicherheiten bei Menschen, die schon viele Jahre hier leben, geschürt werden, dann bleibt das nicht ohne Auswirkungen auf das Klima im Land.</p>
<p>Daher meine Frage an Sie:<br />
Wollen Sie sich wirklich weiterhin dafür rühmen, dass Sie ein Gesetzespaket beschlossen haben, das Kinder, Jugendliche und Erwachsene unnötig ins Gefängnis sperrt, Familien auseinander reißt und unmotiviert Existenzen gefährdet? Dass sie das nächste Gesetzespaket beschließen, mit dem Sie uns Österreicherinnen und Österreichern Schuld aufladen, uns zu Mittätern des Unrechts an Menschen machen, die unsere Hilfe und unseren Schutz verdienen, wofür Sie Sorge zu tragen hätten und Sie von uns beauftragt sind?</p>
<p>Das kann doch nicht der Grund sein, warum Sie sich entschieden haben, ein wichtiges politisches Amt auszuüben.</p>
<p>Deshalb rufe ich Sie dazu auf, dem Gesetzespaket nicht Ihre Zustimmung zu geben und auch gegenüber Ihren MinisterkollegInnen deutlich zum Ausdruck zu bringen, dass ein destruktives und destabilisierendes Fremdenrecht keinen Platz in einem demokratischen Rechtsstaat hat.</p>
<p>mit wachsamen Grüßen<br />
Mag. Hans Christian Voigt</p></blockquote>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p>Email-Aktion von <strong>SOS MITMENSCH, “<em><a href="http://www.sosmitmensch.at/stories/2744/" target="_blank" class="broken_link">Das ist nicht unser Gesetz!</a></em>&#8220;</strong>.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1555" class="footnote">please feel free 2 copy&amp;paste &#8230;</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2010/07/genug-ist-genug/' rel='bookmark' title='genug ist genug'>genug ist genug</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Demokratie oder Mediokratur</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2010/11/demokratie-oder-mediokratur/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Nov 2010 18:32:54 +0000</pubDate>
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Workshop, das ich diesen Samstag in der Grünen Bildungswerkstatt (gbw) insubordinieren darf, angekündigt mit obigem Titel und der eigentlich relevanten, fortführenden Frage &#8220;<strong><em>Wie demokratisch dürfen (Massen-)Medien sein?</em></strong>&#8220;.</p>
<p>Der weitere<strong> <a href="http://gbw-wien.at/article659.htm" target="_blank" class="broken_link">Ankündigungstext auf der gbw-Seite</a></strong>:</p>
<blockquote><p>In der Selbstbeschreibung sehen die Massenmedien sich als notwendige Kontrollinstitution und Bedingung für das Funktionieren des demokratischen Systems. Die Kommunikationswissenschaften postulieren seit Jahrzehnten die soziale Orientierungs-, Bildungs-, Kritik- und Kontrollfunktion der Massenmedien.</p>
<p>Auf der anderen Seite der Medaille stehen die, auch bald ein Jahrhundert alten Analysen Karl Kraus‘, unsere Erfahrungen von systematischen Lügen und zuletzt Studien, die den klassischen Medien weniger Glaubwürdigkeit als Facebook oder Google zubilligen.</p></blockquote>
<p><span id="more-1467"></span></p>
<blockquote><p>Im Workshop gehen wir von dieser Ambivalenz und dem Wissen aus: Medien sind in unserer kapitalistischen Gesellschaft nicht wegzudenken. Doch welche Rolle und Funktion haben sie? Wie definieren sie unsere Kultur und welche gesellschaftlich(en) Gruppe(n) stützen sie? In welchem Spannungsverhältnis arbeiten JournalistInnen? Wie demokratisch können Medien sein?</p>
<p>Wir arbeiten uns zum Kern des Mediensystems vor und gehen von der inneren Logik dann wieder ein Stück hin zu den Spielräumen. Was könnten öffentlich-rechtliche Medien sein? Wie könnten freie Medien gestaltet sein? Was ist Gegenöffentlichkeit und wie kann sie funktionieren? Wie lernen und lehren wir jene Medienkompetenz, bei der die Mediokratur ins Leere läuft?</p></blockquote>
<p>Ist eigentlich nicht irgendein Workshop sondern mein Lieblingsworkshop.</p>
<p>Und eines, das ich jetzt schon wieder 3 Jahre nicht gehalten hab. Freu mich also schon sehr drauf, ist immer recht spannend mit systemischer Aufstellung, kleinen phänomenologischen Analysespielen und sicher sehr viel Debatten. <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Werden uns die Gegenstände der Begriffe erarbeiten für:</p>
<p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Manufacturing_Consent:_The_Political_Economy_of_the_Mass_Media" target="_blank" class="broken_link"><em>Massenmedien</em></a><em>, <a href="http://www.kellerabteil.org/2009/04/sozi-1409-die-zerstreute-gesellschaft/" target="_blank">fascistische Medien</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96ffentlich-rechtlich" target="_blank" class="broken_link">öffentlich-rechtliche</a> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Medium" target="_blank" class="broken_link">Medien</a>, <a href="http://michaelschmid.at/tag-der-freien-medien-ohne-freie-medien/" target="_blank" class="broken_link">Freie</a> oder <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Alternative_media" target="_blank" class="broken_link">Alternative Medien</a><sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2010/11/demokratie-oder-mediokratur/#footnote_0_1467" id="identifier_0_1467" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="nein, das ist nicht schwierig und &amp;#8220;das geht nur schwammig&amp;#8221; zu definieren">1</a></sup>, <a href="http://www.kellerabteil.org/2007/07/rupert-murdochs-krieg-gegen-den-journalismus/" target="_blank">Privatmedien</a>, <a href="http://www.kellerabteil.org/2008/05/informations-dienst-zur-verbreitung-unterbliebener-nachrichten/" target="_blank">Gegenöffentlichkeit</a>, <a href="http://www.kellerabteil.org/2009/05/aktiv-im-politischen-feld/" target="_blank">bürgerliche Öffentlichkeit und politische Debatte</a>, <a href="http://www.kellerabteil.org/2008/05/1-mai-die-traditionelle-folklore/" target="_blank">kulturelles Gedächtnis</a>, <a href="http://www.grundrisse.net/grundrisse16/16nemo_klee.htm" target="_blank" class="broken_link">Archiv</a>, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Tactical_media" target="_blank" class="broken_link">Taktische Medien</a>, <a href="http://www.thedailyshow.com/" target="_blank" class="broken_link">Medienkompetenz</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Edward_Bernays" target="_blank" class="broken_link">Werbeindustrie</a>, <a href="http://www.rote-ruhr-uni.com/cms/Kulturindustrie.html" target="_blank" class="broken_link">Kulturindustrie</a> usw.</em> &#8230;</p>
<p>Anmeldungen stehen &#8211; glaub ich &#8211; bei 18 Teilnehmer_innen, also noch Raum für die eine oder andere Interessierte <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1467" class="footnote">nein, das ist nicht schwierig und &#8220;das geht nur schwammig&#8221; zu definieren</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Aufzeichnung eines Club2 bei der Ars Electronica mit #unibrennt Beteiligung</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 20:18:01 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[im netz gefunden, sehr interessant, gute ansätze, kluge ideen1 &#8230; jedenfalls: eine Club 2 Aufzeichnung zu einem wichtigen Thema, den Kritiker_Innen in der Gesellschaft, aus der Perspektive der EliteUni ISTA. Live gesendet oder aufgezeichnet direkt von der Ars Electronica 2010 mit dem Motto &#8220;REPAIR &#8211; sind wir noch zu retten&#8221; aus der Tabakfabrik zu Linz: [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>im netz gefunden, sehr interessant, gute ansätze, kluge ideen<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2010/09/aufzeichnung-eines-club2-bei-der-ars-electronica-mit-unibrennt-beteiligung/#footnote_0_1398" id="identifier_0_1398" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="wie die web2.0 dummunity das nennen w&uuml;rde">1</a></sup> &#8230;</p>
<p>jedenfalls:</p>
<p>eine Club 2 Aufzeichnung zu einem wichtigen Thema, den Kritiker_Innen in der Gesellschaft, aus der Perspektive der <a href="http://ista.co.at" class="broken_link">EliteUni ISTA</a>.<br />
Live gesendet oder aufgezeichnet direkt von der Ars Electronica 2010 mit dem Motto &#8220;<em>REPAIR &#8211; sind wir noch zu retten</em>&#8221; aus der Tabakfabrik zu Linz:</p>
<p><object width="480" height="270"><param name="movie" value="http://unibrennt.tv/embed_q_id/1009"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://unibrennt.tv/embed_q_id/1009" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="270"></embed></object></p>
<p>weiß nicht wie alt das ist, weil das ja untypisch und selten ist, dass eine orf bildungsauftragsendung im netz aufrufbar ist &#8230; jedenfalls interessant.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1398" class="footnote">wie die web2.0 dummunity das nennen würde</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2010/05/the-ubiquitous-unibrennt-cloud-featured-auf-o1/' rel='bookmark' title='the ubiquitous unibrennt cloud featured auf Ö1'>the ubiquitous unibrennt cloud featured auf Ö1</a></li>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2010/04/sozi-1610-the-ubiquitous-unibrennt-cloud/' rel='bookmark' title='SoZi 16|10: the ubiquitous unibrennt cloud'>SoZi 16|10: the ubiquitous unibrennt cloud</a></li>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2010/10/beim-s-w-i-r-zu/' rel='bookmark' title='beim s.w.i.r. zu &#8230;'>beim s.w.i.r. zu &#8230;</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>ein trfflchr kommentar von rainer nowak?</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Jul 2010 21:24:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ja eh, das leben bietet viele überraschungen. Also warum nicht diese? Der anlass, den &#8220;trefflichen kommentar&#8221; zu lesen, der mir des nachmittags allenthalben in der twitter-timeline nahe gelegt wurde, ausgehend von Walter Gröbchen und einige male retweeted, der anlass war letztlich ein facebook-eintrag von Michel Reimon. Der verweist auch auf den Nowakschen kommentar – und [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja eh, das leben bietet viele überraschungen. Also warum nicht diese?</p>
<p>Der anlass, den <a href="http://twitter.com/Groebchen/status/18783878625" target="_blank" class="broken_link">&#8220;trefflichen kommentar&#8221;</a> zu lesen, der mir des nachmittags allenthalben in der twitter-timeline nahe gelegt wurde, ausgehend von Walter Gröbchen und einige male retweeted, der anlass war letztlich ein facebook-eintrag von <a href="http://reimon.net/" target="_blank" class="broken_link">Michel Reimon</a>. Der verweist auch auf den Nowakschen kommentar <em>–</em> und wieder auf Walter Gröbchen als quelle <em>–</em>, und weil des Michels referenz für mich ein qualitätsmerkmal ist, les ich jetzt halt wieder mal Nowak. Nein, wie der einleitung wohl zu entnehmen, mach ich das nicht oft und schon gar nicht in der erwartung einer gewinnbringenden lektüre.</p>
<p><em>touché</em>. Ich bin kein DiePresse fanboy.<br />
Eingestanden.</p>
<p>next: </p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1360" style="margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Bildschirmfoto 2010-07-17 um 21.56.50" src="http://www.kellerabteil.org/wp-content/dateien/Bildschirmfoto-2010-07-17-um-21.56.50.png" alt="Bildschirmfoto 2010-07-17 um 21.56.50" width="495" height="314" /></p>
<p>dh. eigentlich überspringe ich da zwischenschritte: <span id="more-1356"></span><br />
Die abfolge sieht mich zuerst den <a href="http://www.be24.at/blog/entry/643769" target="_blank" class="broken_link">trefflichen kommentar</a> überfliegend, dann bei Michel Reimons facebook-eintrag ein grummeln absetzen, dann in die küche zum pinienkerne anrösten ausweichen &#8230; <em>weitere zwischenschritte bis inkl. das olivenöl aus dem die ravioli verlustig gegangenen teller mit brot auftunken überspringe ich</em> &#8230;, schlußendlich immer noch im modus des unverständigen kopfschüttelns: den novak&#8217;schen erguss noch einmal, also ein zweites mal und genauer lesen. Jetzt erst kommt in der abfolge der geschehnisse der punkt, da mir das einen tweet wert erscheint. Then again, ich tweete auch schon mal über das wetter. Zudem ist alkohol im spiel. What shall&#8217;s ..</p>
<p><strong>Was kommentiert der Nowak also trefflich</strong><br />
Um das analytisch sauber und schritt für schritt zu exemplifizieren: den gleichen alten müll as usual. Tafelklässlergeschichtsklitterung für seinen angehimmelten primus. *<em>achselzuck</em>*</p>
<p>Utl.-Zusammenfassung/-paraphrase:</p>
<p><span style="color: #800000;"><em>Flaggensignal für alle Schüsselgroupies auf &#8216;Distanz zu KHG&#8217;. Der gehört nun endgültig nicht mehr zu uns. Wenn er den Wolferl irgendwie ins image patzt, werden wir böse und weitere maßnahmen ergreifen. Grasser ab jetzt frei zum abschuss</em>.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2010/07/ein-trfflchr-kommentar-von-rainer-nowak/#footnote_0_1356" id="identifier_0_1356" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Bitte, dementsprechend zu formulieren, zu nasalieren und zu agieren. Weitergeben.">1</a></sup></span></p>
<p>Ansonsten &#8230;</p>
<h4>Übliche Satzblüten:</h4>
<blockquote><p><em><strong>Karl-Heinz Grasser wurde schon in hunderten Kommentaren und Aussagen verhaftet, verurteilt und ins Gefängnis gesteckt. In der Realität blieb er bisher hingegen ein freier, zumindest juristisch sauberer Mann.</strong></em></p></blockquote>
<p>&#8230; soll heißen: ich hab in der mittelschule darunter gelitten, <em>– </em>auch wenn ich versucht hab, mir nichts anmerken zu lassen, <em>– </em>dass die eloquenteren und cooleren mitschüler immer etwas mitleidig auf meine sprachbegabung herabgeschaut haben. Denen werd ich s zeigen.</p>
<p style="text-align: right;">&#8212;</p>
<h4>Versuche von Schmäh,</h4>
<p>hilflos:</p>
<blockquote><p><strong><em>Genießt er immerwährende Immunität? War Walter Meischberger gar nicht sein Trauzeuge? Oder ist das alles wirklich nur die Hetzkampagne kleiner Neider gegen den besten Finanzminister aller Zeiten</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; hey, ich hab gerade distanz zwischen mich und die buberlpartie, sowie zum KHG und auch zu dessen hetzenden neidern zusammengebracht. Dabei hab ich noch das schöne wort &#8220;immerwährende&#8221; untergebracht und das alles in zwei zeilen.</p>
<blockquote><p><strong><em>Der Personalmangel in der Staatsanwaltschaft, in der Justiz generell,  Sie verstehen!</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; &#8220;sie verstehen&#8221;, sie verstehen? Haha, jaja, souverän, gell?</p>
<p style="text-align: right;">&#8212;</p>
<h4>Hofhistorismus:</h4>
<blockquote><p><strong><em>Wolfgang Schüssel müsste eigentlich empört über seinen einstigen  Ziehsohn Karl-Heinz Grasser sein</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; aber er steht halt schon souverän über den Dingen, unser zu früh emeritierter Bundeskanzler. Wütend möcht man werden angesichts der undankbarkeit und frechheit des Grassers. Was hat der KHG dem Wolferl nicht alles zu verdanken und dann macht der nur schererein.<br />
Kein wunder wär&#8217;s, gar kein wunder wär&#8217;s nicht, wenn unser Wolferl &#8216;<em>das dreckige oarschloch</em>&#8216; schreien würd, in seinem heiligen zorn. Gerecht wärs! Und angemessen auch. Oh sein heiliger zorn! Aber nein, wir sollten uns nicht aufregen, der Wolferl regt sich auch nicht auf, ganz die staatsmännische contenance, zeigt er uns seine distanz zu diesen niederungen.</p>
<p>Trotzdem, es fuchst mich schon, dass der wolfi da irgendwie reingezogen werden könnt.</p>
<blockquote><p><strong><em>In einem kleinen Teil der Volkspartei, also im Büro Wolfgang Schüssels,  vertritt man eine nicht ganz unplausibel klingende These</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; jaja, dieses aremoricanisch aufrechte kaff hietzing, ich hab exklusiven zugang, ich bin idefix, ok., ich bin troubarix, sehet, welch freunde ich hab, ich will ja nicht prahlen, aber ganz nah am zaubertrank, manchmal bekomm ich auch &#8230;</p>
<blockquote><p><strong><em>Dass es durchaus irrationale und emotionale Vorbehalte gegen diese kurze Ära gibt, weiß jeder, der schon einmal bei Laura Rudas oder Michael Häupl auf Schüssel zu sprechen kam.</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; *schnieffff* .. *schluchz* so kurz &#8230; *räusper* .. ich nehm das mit der &#8220;<em>kurzen Ära</em>&#8221; zurück, das fällt vielleicht doch jemanden auf. Und dann hussen die linkslinken wieder. Was heißt da Ära und so, sagen s dann womöglich und wenn s ganz garstig sind, erklären sie, dass &#8220;Ära&#8221; eigentlich &#8220;Zeitalter&#8221; heißt. Aber echt, es war schon zu kurz zu kurz zu kurz zu kurz *schluchz* &#8230;. WOOOOLFÄÄÄRRL!!!!<br />
Die irrationalen, emotionalen nackerbatzerln!<br />
Was?<br />
Was? Ich dich mit der kleinen jungen Rudas in einem satz, &#8230; ah &#8230; ja &#8230; tschuldige &#8230; WOLFERL &#8230; dein heiliger zorn! Jaaaaa &#8230;. *schluchz*</p>
<blockquote><p><strong><em>Genau wegen dieser gnadenlosen, teils ungerechten Abrechnung der Schüssel-Jahre müsste Grasser das Lachen vergehen.</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; *rääääbäääähhhh*</p>
<blockquote><p><strong><em>Jetzt fehlt nur noch, dass Ernst Strasser in Brüssel einmal ins Büro geht, die Zeitung liest, sich mit seiner unnachahmlichen Zurückhaltung einbringt, und von der alten Schüssel-Mannschaft arbeiten alle mit, ihr politisches Erbe restlos zu zerstören</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; kacke, jetzt nicht mehr schlafen können. Der horror, der horror. Wenn ich keine psychopharmaka bekomm, dreh ich durch, ich halt das nicht mehr aus, ein ventil! Ein kommentar! Eine huldigung! Fleischhacker, ich muss .. ein .. kommentar .. Rudas .. unfähr &#8230;</p>
<p style="text-align: right;">&#8212;</p>
<h4>Singen des Heldenepos:</h4>
<blockquote><p><strong><em>Die aus der Perspektive des Schüssel&#8217;schen Schreibtischs gewaltige vereinte Linke versuche durch die Attacken gegen Grasser die einstige Rechtskoalition und ihre Erfolge – ja, die gab es – zunichtezumachen</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; lassen wir uns durch meine, entschuldigt &#8211; JA MICHAEL! &#8211; UNSERE laufende verächtlich machung der linkslinken chaoten mittig der dollfußverehrer nicht einlullen. Natürlich sind sie gefährlich. Ich bau mal schnell ironie ein.<br />
Die perspektive des schüssel&#8217;schen schreibtisches, ha! Genial. Eine abgrenzung, keiner soll sagen ich wäre irgendwie irgendwo .. ich mein &#8230; unabhängig seit 1848, vertreten wir die unabhängigkeit von politischen parteien &#8230; aber genau da ist ja auch, der Wolferl ist ja nicht, er ist das aufrechte kleine, in der minderheit, das aremoricanische widerstandsnest der aufrechten. Aus der perspektive ist die linke gewaltig, sind alle linke. Gnadenlose Rudase &#8230; scheiße, schon wieder panikattacke!</p>
<blockquote><p><strong><em>Es war ein anderer Kopf der alten schwarz-blauen Expedition, der dies  verhinderte</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; schade immer wieder, dass im printformat die musikalische untermalung nicht fixierbar ist. Aber die worte expedition und verhindert und &#8220;der kopf&#8221; sollten in eurer aller imagination bombastische filmmusiken und heroische chöre zu phantastischen bildern evozieren lassen. Sagt mir nicht, dass meine worte das nicht können. Es gilt! Männer, ihr wisst!</p>
<blockquote><p><strong><em>Nur wenn man Glück hatte, marschierte nicht gleich der Schutzbund auf.</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; hihi *kicher*, das hilft immer gegen meine panikattacken, verlässlich. Hehe. *luftauslass*</p>
<p style="text-align: right;">&#8212;</p>
<h4>Allderweil voll der Ausgewogenheit,</h4>
<p>um nicht gleich von Salomonischer größe zu tippen:</p>
<blockquote><p><strong><em>Sollte Grasser die Käuferentscheidung tatsächlich beeinflusst haben –  wenn nicht, dann verdient Grasser unser volles Mitleid – wäre diese auch ein politischer Verrat.</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; Heilige oder Hure, wir werden entscheiden.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2010/07/ein-trfflchr-kommentar-von-rainer-nowak/#footnote_1_1356" id="identifier_1_1356" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ja, Heilige oder Hure tippe ich gro&szlig;, das sind eigennamen, oder?">2</a></sup></p>
<blockquote><p><strong><em>Wenn genau der Mann, der Privatisierungen zu Recht als politische Notwendigkeit pries und durchsetzte, ebendiese demolierte, ist er der Sargnagel des zarten Wirtschaftsliberalismus in Österreich.</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; wissenschaftlich erwiesen, ich hab s jetzt nicht extra dazugetippt, weil so glasklar, ohne privatisierungen wäre der untergang des abendlandes hier schon angebrochen! Definitiv.</p>
<blockquote><p><strong><em>Andreas Khols einziges wahres Verdienst, wie es die Freund-Feinde der  ÖVP nennen. Die Linien innerhalb der vermeintlich Konservativen sind  dieser Tage nämlich unübersichtlich. Eine Diskussion um ein paar hundert Euro mehr oder weniger Politikergehalt reicht aus, dass Wilhelm Molterer via  „Presse“-Leserbrief eine Attacke gegen seinen Altkollegen und  Kolumnisten Andreas Khol reitet. Weil der sich gegen die  Politiker-Nulllohnrunde ausgesprochen hatte. „Eines ehemaligen  Nationalratspräsidenten unwürdig“, schreibt Molterer da. (Inhaltlich hat  er recht.)</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; das ist für die journalistenschule geschrieben, lehrbeispiel für differenziertheit. Und wie ich da etwaige gräben wunderheile, sehet und lernt, inhaltlich ist das eine, beleidigen etwas anderes und wir sind wir. Uns trennt nichts, wir sind so bewusst, wir können uns sogar in diePresse was ausrichten, untereinander, so wegen ein paar hundert euro, aber das zeigt den luschen da draußen nur unsere differenzierte stärke.</p>
<p>Ich hätte diese beschmutzkübelung einer attacke eines ungerechtfertigten, irrationalen und emotionalen angriffes nicht abgedruckt als leserbrief. Obwohl, inhaltlich stimmt s schon. Jedenfalls der Michael liebt ja die händel. Scheißt sich nichts. Meine güte, wie er sein und nicht so viel schiss haben &#8230; verdammt, jetzt keine panikattacke bitte &#8230;</p>
<p style="text-align: right;">&#8212;</p>
<p>Trefflicher kommentar, ok. <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_rolleyes.gif' alt=':roll:' class='wp-smiley' /> </p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1356" class="footnote">Bitte, dementsprechend zu formulieren, zu nasalieren und zu agieren. Weitergeben.</li><li id="footnote_1_1356" class="footnote">Ja, Heilige oder Hure tippe ich groß, das sind eigennamen, oder?</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Bildungspolitische Notiz: Umfrage zur Neuen Mittelschule und ständige Unkenrufe</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 19:43:54 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[[Gastkommentar von Freund - und Kollegen - Thomas Kreiml 1, der sich grad ziemlich geärgert hat.] Kurz vor Ferienbeginn hat Bildungsministerin Claudia Schmied am 1. Juni 2010 eine vom BMUKK beauftragte und vom Institut für empirische Sozialforschung (IFES) durchgeführte «Elternbefragung zur Zufriedenheit mit der Neuen Mittelschule» präsentiert. Das Ergebnis kurz zusammengefasst: Die Mehrheit ist mit [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><span style="color: #888888;">[Gastkommentar von Freund<br />
- und Kollegen -<br />
Thomas Kreiml </span><span style="color: #888888;"><sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2010/07/bildungspolitische-notiz-umfrage-zur-neuen-mittelschule-und-standige-unkenrufe/#footnote_0_1339" id="identifier_0_1339" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Sekret&auml;r  in der GPA-djp Grundlagenabteilung. Hat sich wie gesagt ge&auml;rgert und seinen &Auml;rger durch eine  Notiz auf Facebook  ausgedr&uuml;ckt hat. Da Facebook eine geschlossene  Plattform ist, haben wir  seinen Kommentar hier auch im Kellerabteil  archiviert.">1</a></sup>,<br />
</span><span style="color: #888888;">der sich grad ziemlich geärgert hat.</span><span style="color: #888888;">]</span></p>
<p>Kurz vor Ferienbeginn hat Bildungsministerin Claudia Schmied am 1. Juni 2010 eine vom BMUKK beauftragte und vom Institut für empirische Sozialforschung (<a href="http://www.ifes.at/" target="_blank" class="broken_link">IFES</a>) durchgeführte «<a href="http://www.bmukk.gv.at/ministerium/vp/20100701.xml" target="_blank" class="broken_link">Elternbefragung zur Zufriedenheit mit der Neuen Mittelschule</a>» präsentiert. Das Ergebnis kurz zusammengefasst:<br />
Die Mehrheit ist mit dem Schulversuch insgesamt zufrieden. 80% der Eltern von Kindern an einer Neuen Mittelschule (NMS) geben dem Schulversuch die &#8220;Schulnoten&#8221; Eins oder Zwei. Gleichzeitig sehen 46% dieser Eltern noch Verbesserungsbedarf und plädieren damit für eine Weiterentwicklung dieses Schulmodells. Dazu gehören bildungspolitisch genauso sinnvolle wie auch notwendige Forderungen derart: noch mehr individuelle Förderung der SchülerInnen, noch mehr Kommunikation zwischen LehrerInnen und Eltern, mehr Nachmittagsunterricht (Ganztagsschule) und noch bessere Ausbildung der LehrerInnen.</p>
<p>Angesichts dieser Bilanz ließ die zu erwartende, typisch anachronistische <a href="http://www.goed.at/16276.html" target="_blank" class="broken_link">Reaktion</a> der <a href="http://www.fcg.at/" target="_blank" class="broken_link">FCG</a>-dominierten AHS-LehrerInnengewerkschaft nicht lange auf sich warten. Die Vorsitzende, Eva Scholik, schmäht die Präsentation des eindeutig positiven Abschneidens der NMS als &#8220;<em>Jubelpropaganda für die Gesamtschule</em>&#8221; [sic]. Angesichts der Tatsache, dass es sich hier um eine Stellungnahme einer <a href="http://www.kellerabteil.org/2007/11/von-den-versuchen-eine-gesamtschule-zu-versuchen-auflosung/" target="_blank">Gegnerin von Schulreformen</a> handelt, die der Allgemeinheit der Bevölkerung zugute kommen sollen, ist dies weder überraschend noch weiter aufsehenerregend. <span id="more-1339"></span></p>
<p>Frappierend ist allerdings die opportunistische Taktik, gegen die Neue Mittelschule als gemeinsamer Schule der 10- bis 14-Jährigen mit dem Hinweis auf &#8220;wissenschaftliche Fakten&#8221; zu argumentieren. Dies erstens deshalb, weil diese wissenschaftlichen Fakten seit vielen Jahren vorliegen, nämlich spätestens seit den OECD-Studien zur Bildung (PISA-Tests), und weil sie gerade <em>für</em> die Gesamtschule bzw. gemeinsame Schule sprechen. Auf diese Studienergebnisse wollte sich die LehrerInnengewerkschaft aber noch nie mit besonderem Eifer beziehen.</p>
<p>Zweitens zeichnet sich der Hinweis auf wissenschaftliche Fakten zur Begründung der Vorteile eines differenzierten Schulsystems durch willkürliches Herausgreifen von Detailergebnissen der deutschen Studie <a href="http://www.iqb.hu-berlin.de/aktuell?pg=a_36" target="_blank" class="broken_link">&#8220;Sprachliche Kompetenzen im Ländervergleich&#8221;</a> aus. In der Studie wird eine Nord-Süd-Gefälle der Leistungen von SchülerInnen in Deutschland festgestellt, wonach in südlichen Bundesländern, insbesondere in Bayern, tendenziell bessere Schulleistungen erzielt werden als in nördlichen.<br />
Der Kurzschluss der AHS-Gewerkschafterin lautet daher: Die &#8220;<em>herausragende Position Bayerns bei den Ergebnissen</em>&#8221; ist auf das dortige differenzierte Schulsystem zurückzuführen.</p>
<p>Das Ergebnis eines derartigen kausalen Zusammenhangs zwischen besseren Schulleistungen und der Struktur des Schulwesens gibt die Studie freilich nicht her. Vielmehr führen die Studienautoren das Leistungsgefälle unter anderem auf länderspezifische Unterschiede in der allgemeinen Leistungsorientierung sowie auf die Zusammensetzung der SchülerInnen, das heißt, den sozialen Hintergrund der SchülerInnen zurück, der vor allem in den nördlichen Großstädten häufiger von problematischen Zuständen gekennzeichnet ist.</p>
<p>Aufschlussreich dazu ist auch folgender Kurzbericht, 3sat &#8211; nano, 23. Juni 2010: <a href="http://www.3sat.de/mediathek/mediathek.php?obj=19197&amp;mode=play" target="_blank" class="broken_link">Der Süden bleibt vorn</a>.</p>
<p>Die Kernaussage, die sich Frau Scholik auf der Zunge zergehen lassen sollte, bevor sie wie wild mit vermeintlich wissenschaftlich belegbaren Kausalitäten in einer mittlerweile für das Verständnis einiger AHS-LeherInnenvertreteInnen und ÖVP-BildungspolitikerInnen viel zu komplex gewordenen Welt herumschlägt, die Kernaussage betrifft gerade die bayrischen Zustände, die sie anscheinend gerne verklären möchte:</p>
<blockquote><p><em>Besonders in Bayern haben Kinder aus Facharbeiterfamilien bei gleichem IQ und Lernvermögen eine wesentlich geringere Chance auf das Gymnasium zu wechseln. Wenn dann noch ein Migrationshintergrund dazu kommt, sieht es ganz düster aus.</em></p></blockquote>
<p>Hier liegen die Gründe und Notwendigkeiten für ein Ende der Differenzierung bzw. unnötigen Trennung und das Ausschöpfen von Potenzialen aller SchülerInnen durch möglichst individuelle Förderung in einer gemeinsamen Schule. Das kann nur verkennen, wer Lust am Ausselektieren und am Bewahren von Stand und Elite hat, den vorherrschenden Modellen des Mittelalters und der frühen Neuzeit &#8211; und regional vereinzelt auch in der heutigen Moderne noch.</p>
<p><strong>Es ist höchste Zeit für die Abschaffung der AHS-Unterstufe und die flächendeckende Einführung der gemeinsamen Schule der 6 bis 15-Jährigen in Österreich, am besten in Ganztagesform &#8211; wir können auch gerne wieder Gesamtschule dazu sagen.</strong></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1339" class="footnote">Sekretär  in der GPA-djp Grundlagenabteilung. Hat sich wie gesagt geärgert </span><span style="color: #888888;">und seinen Ärger durch eine  Notiz auf Facebook  ausgedrückt hat. Da Facebook eine geschlossene  Plattform ist, haben wir  seinen Kommentar hier auch im Kellerabteil  archiviert.</span><span style="color: #888888;"></li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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		<title>Der Staatsterror bin Ich.</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 10:45:05 +0000</pubDate>
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		<title>Zigeunerschnitzel</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Jul 2009 21:30:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2009/05/fpo-und-neonazis-haben-sich-heftig-blamiert/' rel='bookmark' title='FPÖ und Neonazis haben sich heftig blamiert'>FPÖ und Neonazis haben sich heftig blamiert</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>just for the records</em>, ich plädiere dafür, das Zigeunerschnitzel weiterhin &#8220;Zigeunerschnitzel&#8221; zu nennen.</p>
<p>ok?</p>
<p>Wir müssen doch nicht ernsthaft breit darüber debattieren, ob diese Bezeichnung rassistisch ist! Nicht im ernst, oder? Genau, und dann vielleicht noch abstimmen, wer sich in der Debatte nach Ansicht der &#8220;community&#8221; wackerer geschlagen hat und davon die Antwort auf die Frage ableiten, ja?<br />
Sollen die Pro&#8217;s und Con&#8217;s sich doch im web2.0 präsentieren und wir voten dann. Klick klick macht das kritische Volk.</p>
<p>Nääää, ob ein Ausdruck rassistisch ist oder nichts hat latürnich nichts damit zu tun, ob irgendeine Mehrheit dafür oder dagegen gefunden werden kann. Nope, hat ja nicht einmal was damit zu tun, wer besser schöner schlüssiger stringenter lauter oder nachhaltiger argumentiert, scherzt, echauffiert oder blöggt.</p>
<p>Tell you what, &#8220;<strong>Rassismus ist ein objektives Phänomen</strong>&#8220;. <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_eek.gif' alt=':shock:' class='wp-smiley' /><br />
<em>Soviel mal meine Behauptung</em>.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/07/zigeunerschnitzel/#footnote_0_1017" id="identifier_0_1017" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Nachgetragen: hier ein aktueller Beitrag aus der Blogosph&auml;re mit dieser Sto&szlig;richtung der Behauptung, von Jana Herwig &amp;#8220;Warum mir das Aida Logo aufst&ouml;&szlig;t&amp;#8220;. Ich denke zu mindest, dass hier eine synonyme Sto&szlig;richtung gemeint ist, verstehe aber das &amp;#8220;wider eine positivistische Definition&amp;#8221; nicht. &amp;#8220;Objektives Ph&auml;nomen&amp;#8221; und &amp;#8220;wider positivistische Definition&amp;#8221; scheinen sich doch zu widersprechen und ich bin mir daher nicht sicher, ob meine Annahme der synonymen Sto&szlig;richtung nicht eine Unterstellung ist.">1</a></sup></p>
<p><span id="more-1017"></span>Ja. <strong>Schöne Scheiße</strong>, gell?<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/07/zigeunerschnitzel/#footnote_1_1017" id="identifier_1_1017" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="doch doch, lie&szlig;e sich viel besser formulieren, klar. Ein Begriff, der objektive Verh&auml;ltnisse meint. Eine Begriff, der als Definition objektivierbar evidentes abgrenzbar macht. Sogar ein Begriff, dem nicht nur Deskription sondern auch ein guter Anteil Erkl&auml;rung innewohnt. Alles m&uuml;de Formulierungen, schmecks. Ist ja trotzdem wohl klar, was ich meine.">2</a></sup> Und wen das tatsächlich interessiert, die/der kann das lernen, überprüfen, sich informieren, so wie sich Laien in – sagen wir – <em>Perl</em> bei Leuten mit diesem Knowhow und Erfahrung mit <em>Perl </em>informieren.<br />
So wie Menschen mit Interesse für <em>Photovoaltik</em> neugierig auf das Wissen von ExpertInnen sind. So wie Interessierte an der Sprache <em>Mandarin </em>sich daran machen werden, möglichst mit chinesischer Unterstützung einen langen Lernweg auf sich zu nehmen. Freilich, Wissen kann mensch sich kaum anlesen, es muss &#8220;erarbeitet&#8221; werden.</p>
<p>Mensch könnte z.B. mal bei<strong> <a href="http://www.zara.or.at/index.php/trainings" target="_blank" class="broken_link">Zara</a></strong> vorbei schauen oder <a href="http://phsblog.at/wer-a-tschusch-ist-bestimmen-no-immer-miar/" target="_blank" class="broken_link">Philipp Sonderegger</a> fragen, wenn mensch an der langjährigen Erfahrung von Menschen aus dem Feld interessiert ist, die das sogar auch noch – zusätzlich – wissenschaftlich aufdröseln können.</p>
<p>Sowieso einerlei. Es geht, zumindest mag ich das nicht glauben, kaum darum, ob der &#8220;<strong><em>Mohr im Hemd</em></strong>&#8221; Begriff für eine traditionelle Nachspeise (oder eigentlich egal, ob traditionell oder nicht) rassistisch ist. Ist die Erde Rund? Ist sie älter als 6.000 Jahre? Ist Martin Graf ein Nazi?<br />
Ok, freilich, es erfreut auch mancher Afficionados Herzen zu debattieren, war Maradonas Handspiel beim berühmten &#8220;Hand Gottes&#8221;-Türl wirklich Hand oder nicht.</p>
<p>Realiter geht&#8217;s aber immer darum, finden wir das <em>cool</em>, das &#8220;Hand Gottes&#8221;-Tor &#8230; im Kontext <em>dieser</em> Weltmeisterschaft, der Situation, der Beteiligten, des Ausnahmefussballers Maradona &#8230; oder bringen wir Argumente versus cool. (Foul ist Foul, Sonderbehandlung, moralisch widerlich, &#8230;)</p>
<p><strong>Wie bewerten wir kollektiv?</strong><br />
Wir, das ist beim Maradona-Goal eine distanzierte unbeteiligte Diffusität. Ist ja auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hand_Gottes_(Fußball)" target="_blank" class="broken_link">schon ne Zeit her</a>. Argentinier sind wir auch in der Regel nicht. Engländer ebenso wenig (bzw. – statistisch – in etwa &#8220;ebenso wenig&#8221;). Ja, Zeit macht nen Unterschied. Herrschende Sicht. Auslegung. Interpretation. &#8230;<br />
Wie das die Engländer heute sehen? Wie das die Engländer damals sahen? Wie das die Engländer am Spielfeld damals sahen? Mmh, macht wohl auf jedenfall einen Unterschied. Irgendwie gestehen wir denen, wahrscheinlich, eine andere Betroffenheit zu.</p>
<p>Dem englischen Goalie in <em>face-to-face</em> Interaktion, wer würde da nicht – ihm gegenüber und gerne – zugestehen, ja, natürlich ist Mohr im Hemd ein rassistischer Begriff für schwarzbraune Haselnussmehlspeis. Und Handspiel ist Handspiel.<br />
Dem  Peter Shilton gegenüber wär&#8217;s hohl, mit &#8220;<em>ja aber</em>&#8221; und &#8220;<em>cool</em>&#8221; und &#8220;<em>genial</em>&#8221; zu kommen. Dem alten Shilton Peter gegenüber sitzend würd&#8217; vielen von uns vielleicht sogar dämmern, dass es dem möglicherweise noch weh tut, dass so ein stinknormal irreguläres Tor eigene Wikipediaeinträge hat.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/07/zigeunerschnitzel/#footnote_2_1017" id="identifier_2_1017" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Hoffentlich ist es den Beteiligten mehr wurscht als was anderes. Hier geht s jedoch nur um ein irregul&auml;res Tor in einem Fussballspiel. Nothing more.">3</a></sup></p>
<p><strong>Wen erhitzt eine &#8216;</strong><em><strong>Tor oder nicht Tor</strong></em><strong>&#8216;-Debatte?</strong><br />
Einfache Antwort, den Tor. <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_redface.gif' alt=':oops:' class='wp-smiley' />  Etwas kompliziertere Antwort, &#8220;<em>Ja, das ist jetzt eine interessante Frage!</em>&#8221;<br />
Wer echauffiert sich da diesseits und andererseits der Debatte und <em>warum</em>?</p>
<p>Ich weiß ja – ehrlich gestanden – nicht mehr, wie es mir 1986 im Angesicht der televisionell miterlebten, damals noch nicht so genannten, &#8220;Hand Gottes&#8221; ging. (Obwohl ich mich an das Spiel ganz gut erinnere, nur nicht an meine Reaktion über das Handspiel.) Alles in allem und zumindest für heute gültig ist, es geht mir am Arsch vorbei.<br />
Und zwar so etwas von &#8230;</p>
<p>Ich versteh auch nicht, warum es Vielen schwer fällt zu sagen – oder nur still abzunicken – &#8220;<em>ja klar ist das rassistisch</em>&#8221; und dann weiter im Tagesprogramm.!?<br />
Seltsamerweise ist das ja die umgekehrte Reaktion, wie gegenüber den laufend krepierenden Bootsflüchtlinge an den Rändern der Festung_Europa. Oder den in Lagern eingepferchten AsylantInnen (als hätten unsere jüngere Geschichte &#8220;das Lager&#8221; nicht für alle Zeit markiert als NoNoNo!). Oder den EinEuroJobbern, die mitten in unseren Wohlfahrtsstaaten zu einem eigenen Wirtschaftszweig ausgearbeitet werden. Oder den korrupten wie fachlich dilettantischen PolitikerInnen, die unsere Gesellschaft in aktivster Zusammenarbeit mit analog dilettantischen und korrupten Mediensystemen weiter in die Scheiße reiten. Oder oder oder &#8230;</p>
<p><strong>Conclusio</strong><br />
Ich hab&#8217; persönlich kein Problem mit dem für sich genommen lächerlichen Begriff &#8220;Hand Gottes&#8221; und seiner Anwendung für ein irreguläres Tor, das irgendwann vor mehr als 20 Jahren als regulär gegeben wurde. Wenn ich mich darüber erregte, würde ich doch eine idealisierende Messlatte an die gesellschaftliche Veranstaltung &#8220;Fußball&#8221; anlegen. Die wiederum reichlich lächerlich wäre.</p>
<p>Ich hab auch kein Problem mit dem – klar, objektiv <span style="text-decoration: underline;">rassistischen</span> – Begriff &#8220;Zigeunerschnitzel&#8221;.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/07/zigeunerschnitzel/#footnote_3_1017" id="identifier_3_1017" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Thxs an Klaus Werner Lobo, btw, f&uuml;r seinen ausgezeichneten und wichtigen Eintrag &amp;#8220;Warum ich Rassist bin&amp;#8220;.">4</a></sup><br />
Schließlich sind wir eine ziemlich chauvinistische Gesellschaft und der Begriff dient im Idealfall noch dazu, uns einen Spiegel vorzuhalten. Und streiten und echauffieren hat auch sein gutes.</p>
<p>Freilich, ich hab leicht reden. Ich bin nicht Rom, nicht Sinti, nicht Peter Shilton &#8230;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1017" class="footnote">Nachgetragen: hier ein aktueller Beitrag aus der Blogosphäre mit dieser Stoßrichtung der Behauptung, von Jana Herwig &#8220;<strong><a href="http://digiom.wordpress.com/2009/07/28/warum-mir-das-aida-logo-sauer-aufstoesst-oder-wider-die-positivistische-definition-der-diskriminierung/" target="_blank">Warum mir das Aida Logo aufstößt</a></strong>&#8220;. Ich denke zu mindest, dass hier eine synonyme Stoßrichtung gemeint ist, verstehe aber das &#8220;<em>wider eine positivistische Definition</em>&#8221; nicht. &#8220;Objektives Phänomen&#8221; und &#8220;wider positivistische Definition&#8221; scheinen sich doch zu widersprechen und ich bin mir daher nicht sicher, ob meine Annahme der synonymen Stoßrichtung nicht eine Unterstellung ist.</li><li id="footnote_1_1017" class="footnote">doch doch, ließe sich viel besser formulieren, klar. Ein Begriff, der objektive Verhältnisse meint. Eine Begriff, der als Definition objektivierbar evidentes abgrenzbar macht. Sogar ein Begriff, dem nicht nur Deskription sondern auch ein guter Anteil Erklärung innewohnt. Alles müde Formulierungen, schmecks. Ist ja trotzdem wohl klar, was ich meine.</li><li id="footnote_2_1017" class="footnote">Hoffentlich ist es den Beteiligten mehr wurscht als was anderes. Hier geht s jedoch nur um ein irreguläres Tor in einem Fussballspiel. <em>Nothing more.</em></li><li id="footnote_3_1017" class="footnote">Thxs an Klaus Werner Lobo, btw, für seinen ausgezeichneten und wichtigen Eintrag &#8220;<a href="http://klauswerner.com/2009/07/warum-ich-rassist-bin/" target="_blank" class="broken_link"><strong>Warum ich Rassist bin</strong></a>&#8220;.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>SoZi 26&#124;09: Die Macht und die Kritik</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2009/06/sozi-2609-die-macht-und-die-kritik/</link>
		<comments>http://www.kellerabteil.org/2009/06/sozi-2609-die-macht-und-die-kritik/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 28 Jun 2009 18:46:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer könnte unter dieser Überschrift anderer zu erwarten sein als der Foucault Michel. Also wieder ein Anlass evoziertes Sonntagszitat. Am 25. Juni jährte sich sein Todestag zum 24ten mal, bereits ein Vierteljahrhundert also müssen (u.a.) die Sozialwissenschaften ohne neue Interventionen durch diesen Unbestechlichen, Philosophen, Psychologen, Historiker, Samurai, Rebellen, Empiriker, Archäologen und Forensiker, Vortragenden, Kritiker, Lehrer, [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer könnte unter dieser Überschrift anderer zu erwarten sein als der Foucault Michel.</p>
<p>Also wieder ein Anlass evoziertes <a href="http://www.kellerabteil.org/beschlagwortung/sozi/" target="_blank">Sonntagszitat</a>.</p>
<p>Am 25. Juni jährte sich sein Todestag zum 24ten mal, bereits ein Vierteljahrhundert also müssen (u.a.) die Sozialwissenschaften ohne neue Interventionen durch diesen Unbestechlichen, Philosophen, Psychologen, Historiker, <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/5278.html" target="_blank" class="broken_link">Samurai</a>, Rebellen, Empiriker, Archäologen und Forensiker, Vortragenden, Kritiker, Lehrer, Ideengeber, Theoretiker, &#8230; auskommen;<br />
und ein Vierteljahrhundert arbeiten wir uns quer durchs Gemüsebeet schon an seinem Werk ab und das Werk wird noch lange ausreichend Widerständigkeit an den Tag legen, dass ein Ende des Abarbeitens nicht abzusehen ist.</p>
<p>Hier zwei kurze Passagen aus dem Werk:</p>
<p><span id="more-980"></span></p>
<blockquote><p><span style="text-decoration: underline;">Die</span> Macht gibt es nicht. Ich will damit folgendes sagen: die Idee, das es an einem gegebenen Punkt irgendetwas geben könnte, das eine Macht ist, scheint mir auf einer trügerischen Analyse zu beruhen und ist jedenfalls außerstande, von einer beträchtlichen Anzahl von Phänomenen Rechenschaft zu geben.<br />
Bei Macht handelt es sich in Wirklichkeit um Beziehungen, um ein mehr oder weniger organisiertes, mehr oder weniger organisiertes, mehr oder wenger pyramidalisiertes, mehr oder weniger koordiniertes Bündel an Beziehungen. Folglich besteht das Problem nicht darin, eine Theorie der Macht zu begründen, der die Aufgabe zukäme, zu wiederholen, was schon ein <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Boulainvilliers" target="_blank" class="broken_link">Boulainvilliers</a> oder aber ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Jacques_Rousseau" target="_blank" class="broken_link">Rousseau</a> hat machen wollen. Beide gehen von einem Urzustand aus, in dem alle Menschen gleich sind, und dann – was passiert dann? Ein Einbruch der Geschichte für den einen, das mythisch-juridische Ereignis für den anderen – was auch immer man bevorzugt, stets läuft es so: von irgendeinem Zeitpunkt an haben die Leute keine Rechte mehr gehabt, und die Macht war da.<br />
Wenn man versucht, eine Theorie der Macht aufzustellen, wird man immer gezwungen sein, sie als an einem gegebenen Ort, zu einer gegebenen Zeit auftauchend anzusehen, und man wird genötigt sein, ihre Genese aufzuzeigen und dann ihre Deduktion vorzunehmen. Wenn aber die Macht in Wirklichkeit ein offenes, mehr oder weniger koordiniertes Bündel von Beziehungen ist, dann stellt sich nur das Problem, ein Analyse-Raster zu schmieden, das eine Analytik der Machtbeziehungen ermöglicht.</p></blockquote>
<p style="text-align: right;">aus: <strong>Foucault, Michel</strong> (1978):<br />
Dispositive der Macht, S. 126-127</p>
<p>und:</p>
<blockquote><p>In Wirklichkeit lautet die Frage, von der ich Ihnen sprechen wollte und sprechen will: <em>Was ist Kritik? </em>[..]</p>
<p>[..] Es gibt etwas in der Kritik, das sich mit der Tugend verschwägert. Ich möcht Ihnen gewissermaßen von der kritischen Haltung als Tugend im allgemeinen sprechen.</p>
<p>Es gibt ziemlich viele Wege, um die Geschichte dieser kritischen Haltung zu schreiben. Ich möchte Ihnen hier einen möglichen Weg vorschlagen – der von der christlichen Pastoral ausgeht. Die christliche Pastoral bzw. die christliche Kirche, insoferne sie eben eine spezifisch pastorale Aktivität entfaltete, hat die einzigartige und der antiken Kultur wohl gänzlich fremde Idee entwickelt, daß jedes Individuum unabhängig von seinem Alter, von seiner Stellung sein ganzes Leben hindurch und bid ins Detail seiner Aktionen hinein regiert werden müsse und sich regieren lassen müsse: daß es sich zu seinem Heil lenken lassen müsse und zwar von jemanden, mit dem es in einem umfassenden und zugleich peniblen Gehorsamsverhältnis verbunden sei. [..] Man darf nicht vergessen, daß es die Gewissensführung war, die man jahrhundertelang in der griechischen Kirche <em>techne technon</em> und in der römischen Kirche <em>ars artium</em> nannte: es war die Kunst, die Menschen zu regieren. Gewiß ist diese Regierungskunst lange Zeit, auch noch in der mittelalterlichen Gesellschaft, relativ beschränkt geblieben .. .<br />
Aber ich glaube, daß es vom 15. Jahrhundert an, bereits vor der Reformation, eine wirkliche Explosion der Menschenregierungskunst gegeben hat – Explosion in einem zweifachen Sinne.<br />
Zunächst ist diese Kunst über ihre religiöse Herkunft hinausgegangen: sie hat sich also laisiert und in der zivilen Gesellschaft ausgebreitet. Sodann hat sich diese <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gouvernementalität" target="_blank" class="broken_link">Regierungskunst</a> in den verschiedensten Bereichen vervielfältigt: wie regiert man die Kinder, wie regiert man die Armen und die Bettler, wie regiert man eine Familie, ein Haus, wie regiert man die Heere, wie regiert man die verschiedenen Gruppen, die Städte, die Staaten, wie regiert man seinen eigenen Körper, wie regiert man seinen eigenen Geist? Wie regiert man? – ich glaube, daß das <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/18461.html" target="_blank" class="broken_link">eine der grundlegenden Fragen des 15. und  16. Jahrhunderts</a> gewesen ist. [..]</p>
<p>Doch kann von dieser Regierungsentfaltung, die mir für die Gesellschaften des europäischen Abendlandes im 16. Jahrhundert charakteristisch erscheint, die Frage, &#8220;wie man denn nicht regiert wird&#8221;, nicht getrennt werden. .. Ich will sagen, daß sich in jener großen Unruhe um die Regierung und die Regierungsweise auh die ständige Frage feststellen läßt: &#8220;Wie ist es möglich, daß man nicht derartig, im Namen dieser Prinzipien da, zu solchen Zwecken und mit solchen Verfahren regiert wird – daß man nicht so und nicht dafür und nicht von denen da regiert wird?&#8221;</p>
<p>Wenn man diese Bewegung der Regierbarmachung der Gesellschaft und der Individuen historisch angemessen einschätzt und einordnet, dann kann man ihm, glaube ich, das zur Seite stellen, was ich die kritische Haltung nenne.<br />
Als Gegenstück zu den Regierungskünsten, gleichzeitig ihre Partnerin und ihre Widersacherin, als Weise ihnen zu mißtrauen, sie abzulehnen, sie zu begrenzen und sie auf ihr Maß zurückzuführen, sie zu transformieren, ihnen zu entwischen oder sie immerhin zu verschieben zu suchen, &#8230; ist damals in Europa eine Kulturform entstanden, eine moralische und politische Haltung, eine Denkungsart, welche ich nenne:<br />
die Kunst nicht regiert zu werden bzw. die Kunst nicht auf diese Weise und um diesen Preis regiert zu werden.</p></blockquote>
<p style="text-align: right;">aus: <strong>Foucault, Michel</strong> (1992 [1990]):<br />
Was ist Kritik?, S. 7-12</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p>aus der WDR <strong><a href="http://www.wdr5.de/nachhoeren/zeitzeichen.html" target="_blank" class="broken_link"><span style="font-weight: normal;">podcast Reihe </span>ZeitZeichen</a></strong> (thx to <a href="http://karlender.net/post/135683803" target="_blank" class="broken_link">Karl H. Schönswetter</a>)</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
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		<title>ÖffentlichkeitsBeArbeiter und Gruppenselbstbetrug</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Jun 2009 10:16:31 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[es ist weniger Journalisten versus Blogger als vielmehr virtuelle Realität versus Realverhältnisse. like &#8230; Ökonomie des Massenmedialensystems z.B. &#8212; &#8230; aus der Serie 4Feldertafeln zum &#8220;Selbst Befüllen&#8221; Ähnliche Einträge: Weltsicht Aktiv im politischen Feld Gewalt
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		<title>SoZi 25&#124;09: Aberkennung der Menschenwürde</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Jun 2009 21:49:22 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Letzte Woche ausgefallen, diese Woche ohne weitere Einleitung, das Sonntagszitat (SoZi) der Woche. Dies benötigt freilich keine besondere Einleitung des Warum, Wer, Wieso gerade jetzt &#8230; Dehumanisierende Definitionen des Feindes sind nichts Neues in der Menschheitsgeschichte und schwerlich ein eigentümliches Merkmal der modernen Zeit. Sie haben die meisten Kriege begleitet, vielleicht jeden Krieg. Während der [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzte Woche ausgefallen, diese Woche ohne weitere Einleitung, das <strong><a href="http://www.kellerabteil.org/beschlagwortung/sozi/" target="_blank">Sonntagszitat (SoZi)</a></strong> der Woche.<br />
Dies benötigt freilich keine besondere Einleitung des <em>Warum</em>, <em>Wer</em>, <em>Wieso gerade jetzt</em> &#8230;</p>
<blockquote><p>Dehumanisierende Definitionen des Feindes sind nichts Neues in der Menschheitsgeschichte und schwerlich ein eigentümliches Merkmal der modernen Zeit. Sie haben die meisten Kriege begleitet, vielleicht jeden Krieg. Während der Schlacht waren sie wahrscheinlich unverzichtbar. Der Soldat mußte seine Aversion zu töten und zu verstümmeln unterdrücken, wenn er nicht selbst getötet oder verstümmelt werden wollte. [..]</p>
<p>Die alte Tradition, den Feind in der Schlacht zu dehumanisieren, die das Aufkommen der modernen Zeit sichtlich intakt überlebt hat, ist gleichwohl, wie alles übrige, durch die moderne Organisation und Technologie gründlich revolutioniert worden. Der Wettstreit individueller Fähigkeiten in der Schlacht .. wurde durch eine Massenvernichtung aus der Ferne ersetzt. [..] Moderne Waffen erfordern eine vollständige Auslöschung der moralischen Identität ihrer Opfer, bevor sie deren Körper vernichten.</p></blockquote>
<p><span id="more-942"></span><br />
<blockquote>Paul Fussel, Englischprofessor in Pennsylvania und ein Veteran des Pazifik-Krieges, erinnert sich, daß »unter Amerikanern die weitverbreitete Überzeugung herrschte, daß die Japaner wirklich untermenschliche, kleine gelbe Biester seien und die populäre Bildersprache sie als Läuse, Ratten, Fledermäuse, Vipern, Hunde und Affen beschrieb«. Armee- und Marine-Journale schrieben von der »gigantischen Aufgabe der Ausrottung« .. . Die Dehumanisierung des Feindes wurde natürlich von beiden Seiten betrieben. Ihre Fortdauer auf beiden Seiten, das gemeinsame Vergessen der Menschlichkeit auf der anderen Seite machten die Massaker möglich – wie sie auch den Teilnehmern erlaubten, sie eher als sanitäre Operationen denn als Mord anzusehen. [..]</p>
<p>Trotz all seiner modernen Innovationen bleibt der Krieg .. eine Situation, in der die Gegner das Recht auf Selbstdefinition behalten. Der Feind scheint <em>objektiv </em>ein Feind zu sein, wohingegen mein Versuch, ihm sein Recht, durch moralische Gebote geschützt zu sein, zu bestreiten, als eine Übung in <em>Reziprozität </em>erscheint. Anders beim Genozid. Hier wird das Objekt der Ausrottung <em>einseitig </em>definert. Keinerlei Symmetrie wird in irgendeiner Form angewendet oder unterstellt. Man mag seine Phantasie noch so anstrengen, die andere Seite ist kein Feind, sondern ein Opfer. Es ist für die Vernichtung freigegeben, weil die Logik der Ordnung, die die stärkere Seite zu etablieren wünscht, keinen Platz für seine Anwesenheit hat. [..]</p>
<p>Wer erklärt, daß eine bestimmte Kategorie von Menschen keinen Platz in der zukünftigen Ordnung habe, sagt damit, daß diese Kategorie hoffnungslos verloren ist – nicht reformier, angepaßt oder gezwungen werden kann, sich anzupassen. Der Andere ist kein Sünder, der seinen Lebenswandel noch bereuen oder verbessern kann. Er ist ein erkrankter Organismus, »sowohl krank wie ansteckend, beschädigt wie beschädigend«.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/06/sozi-2509-aberkennung-der-menschenwurde/#footnote_0_942" id="identifier_0_942" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Gilman, S.L.: Difference and Pathology, Stereotypes of Sexuality and Madness, 1985; S. 130">1</a></sup> Für ihn ist nur eine chirurgische Operation geeignet; noch besser Vergasung und Vergiftung. Er muß zerstört werden, damit der Rest des Gesellschaftskörpers siene Gesundheit behält. Seine Vernichtung ist eine Sache der Medizin und der Hygiene.</p>
<p>[..] Den Anderen als Ungeziefer zu definieren stellt tiefsitzende Ängste, Widerwillen und Ekel in den Dienst der Ausrottung. Aber es bringt auch, und mit viel weitreichenderen Folgen, den Anderen in eine große geistige Distanz, auf die hin moralische Rechte nicht länger erkennbar sind. Sobald er der Humanität beraubt und als Ungeziefer neu definiert ist, ist der Andere nicht länger ein Objekt moralischer Bewertung.</p>
<p>[..] Aber, fragt sie, »was hätte er denn machen sollen? Er hätte sich dem Teufel verkauft, um Geld für sein Institut und seine Forschung zu bekommen.«<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/06/sozi-2509-aberkennung-der-menschenwurde/#footnote_1_942" id="identifier_1_942" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Vgl. M&uuml;ller-Hill: T&ouml;dliche Wissenschaft; S. 131">2</a></sup> Und er verkaufte sich tatsächlich dem Teufel, und zwar bedenkenlos. Schließlich verteidigte er ja nur die Sache der Wissenschaft, ihre <em>Ressourcen</em>, ihren <em>Fortschritt</em>, die Freiheit der <em>Forschung </em>– und was er als Wissenschaftler tat, war, wie die Wissenschaft selbst, objektiv und deshalb moralischen Einwände gegenüber immun; es war gar kein moralisches Problem. [..]</p>
<p>[..] Wissenscahftler begrüßen Objektivität. Sie lehnen Werturteile ab und vermeiden sie. Wenn sie erst einmal soweit sind, ist der Rest eine Sache <strong>instrumenteller Rationalität</strong>. Wenn das Töten von Geisteskranken ökonomisch sinnvoll und technisch machbar ist, warum um Himmels willen sollte man es nicht tun? Oder warum sollte man die Chancen zur Förderung der Wissenschaft dadurch mindern, daß man sich weigert, das »Juden- und Zigeunermaterial« als Versuchstiere zu behandeln?</p>
<p>Unterstützt wird diese haltung dadurch, daß moderne Wissenschaftler selbst in einer bürokratischen Struktur organisiert sind mit ihrer vertikalen und horizontalen Arbeitsteilung .. . Selten beobachten die Experten die letzten Konsequenzen ihrer Handlungen. Noch seltener verfolgen sie ihre Entscheidungen bis zum logischen Ende. Ihre Beiträge stellen nur Teilfunktionen in einem komplexen Netzwerk verwobener Aktivitäten dar; als Funktionäre, als Einheiten in einer Totalität, die viel größer ist als ein einzelner von ihnen, fühlen sie sich eminent austauschbar; wenn sie nicht dieses oder jenes tun, tut es irgendein anderer. Auf diese Weise wird die personalität ihrer Handlungen zusammen mit der persönlichen Verantwortung so gut wie ausgelöscht. Vor allem stellen sie sich kaum jemals den Endergebnissen. Wenn sie wollen, können sie diese Resultate sogar ignorieren.</p></blockquote>
<p style="text-align: right;">aus: <strong><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Zygmunt_Bauman" target="_blank" class="broken_link">Bauman, Zygmunt</a></strong> (2005 [1991]):<br />
Moderne und Ambivalenz. Das Ende der Eindeutigkeit; S81f.</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_942" class="footnote">Gilman, S.L.: <em>Difference and Pathology, Stereotypes of Sexuality and Madness</em>, 1985; S. 130</li><li id="footnote_1_942" class="footnote">Vgl. Müller-Hill: Tödliche Wissenschaft; S. 131</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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		<title>Fekter: Hinterfotzigkeit im Namen des Staates</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Jun 2009 12:40:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Mittwoch, 10. Juni findet eine Pressekonferenz der BMI Fekter statt. (Ja, diese Fekter.) Die PK ist kurzfristig angesetzt und noch dazu für einen seltsamen Zeitpunkt: 18.00 Uhr. Schnell informierte JournalistInnen zweifeln. Hektische Telefonate, ist das sicher? Um 18.00 ist der Redaktionsschluss der Zeitungen vorbei. Der nächste Tag ist ein Feiertag. Im Internet ist nichts [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Mittwoch, 10. Juni findet eine Pressekonferenz der BMI Fekter statt. (Ja, <a href="http://www.kellerabteil.org/2009/05/die-provokation-ist-maria-fekter/" target="_blank">diese Fekter</a>.)</p>
<p>Die PK ist kurzfristig angesetzt und noch dazu für einen seltsamen Zeitpunkt: 18.00 Uhr. Schnell informierte JournalistInnen zweifeln. Hektische Telefonate, ist das sicher? Um 18.00 ist der Redaktionsschluss der Zeitungen vorbei. Der nächste Tag ist ein Feiertag. Im Internet ist nichts zu finden.</p>
<p>Allerdings, es soll um nicht weniger als die Präsentation des Entwurfs des neuen Asyl- bzw. Fremdenrechtsgesetzes gehen. Die Ministerin präsentiert so eine heikle Materie also kurzfristig, fast heimlich um 18:00 vor einem Feiertag?</p>
<p><strong>Skandalöse Pseudo-Pressekonferenz</strong><br />
Vor dem Innenministerum ist es ungewöhnlich still. Wo sind die Massen an JournalistInnen, die sonst reihenweise zu einer solchen Veranstaltung strömen?</p>
<p>Beim Eingang gibt es dann eine Überraschung. Der Portier, kümmert sich diesmal nicht um die Presseausweise der JournalistInnen, sondern vielmehr um die Namen. Er geht eine Liste durch. Wer nicht darauf steht, wird zurückgewiesen.<br />
Also, kein Zutritt, keine Fotos und keine Presseunterlagen für jene JournalistInnen, die nicht geladen wurden. Es gibt keinen Verhandlungsspielraum, Interventionen bei Zeitungen und Parteibüros helfen nichts.</p>
<p><span id="more-934"></span>Die Pressekonferenz eines Mitglieds der Bundesregierung dieses Staats, die Pressekonferenz der österreichischen Bundesinnenministerin zu einem wichtigen die Allgemeinheit beschäftigenden Gesetz, sie ist tatsächlich eine geschlossene Veranstaltung.<br />
Spätestens jetzt wird klar, warum die PK so kurzfristig angesetzt ist, entgegen allen Regeln nirgends im Internet angekündigt war, um diese seltsame Zeit nach Redaktionsschluss und vor einem Feiertag stattfinden muss. Man will nur ausgewählte JournalistInnen. Die mediale Öffentlichkeit soll präpariert werden, die umfangreichen Unterlagen zu der Pressekonferenz und zum Entwurf eines Bundesgesetzes sollen möglichst lange vor der Summe der JournalistInnen zurückgehalten werden, so dass die willfährigen einen Vorsprung erhalten und die Stimmung für die Ministerin aufbereiten können.</p>
<p><strong>Die Hinterfotzigkeit ist Maria Fekter</strong><br />
Der Höhepunkt der Chuzpe ist damit aber noch gar nicht erreicht. Aus dem Skandälchen<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/06/fekter-hinterfotzigkeit-im-namen-des-staates/#footnote_0_934" id="identifier_0_934" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wir haben uns an dieses Social Engeneering von Seiten der Regierenden ja schon gew&ouml;hnt, oder? Wen &uuml;berrascht ein solches Vorgehen noch, zumal bei dieser &Ouml;VP, zumal im Innenministerium?">1</a></sup> wird noch ein Skandal. Und es zeigt sich noch klarer, dass die unübliche und für ein Staatsorgan indiskutable Vorgangsweise genau geplant war. Es zeigt sich genau, warum das Innenministerium nur geladenen JournalistInnen die Informationen in die Hand gibt und andere sogar aussperrt.</p>
<p>Zuerst kommen am Donnerstag, Fronleichnahm, tröpfeln die ersten kritischen Presseaussendungen und Stimmen zum Entwurf der Frau Minister ein. Am Freitag, dem Fenstertag, hagelt es dann Kritik von Seiten der NGO&#8217;s. (Sicherlich haben es die einen oder anderen schon geschafft, das 200 Seiten Konvolut, das auf der PK nur &#8220;ausgesucht&#8221; und beschränkt weitergegeben wurde, über irgendwelche Kanäle und durch aufwändiges Telefonieren und Organisieren zu beschaffen.)</p>
<p>Spät, aber doch meldet sich am Freitag um 20:49 die Innenministerin in einer Presseaussendung zu Wort; und zwar unter dem Titel &#8220;<em>Offener Brief der Innenministerin Maria Fekter zur Fremdenrechtsnovelle</em>&#8220;.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/06/fekter-hinterfotzigkeit-im-namen-des-staates/#footnote_1_934" id="identifier_1_934" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ein &amp;#8220;Offener Brief&amp;#8221;, allein schon Chuzpe galore, wenn von einem Regierungsmitglied im Zuge ihrer eigentlichen T&auml;tigkeit als d&auml;mliche &Uuml;berschrift gew&auml;hlt. Dieses Versteckspiel und dieser Pathos wird aber leider immer mehr und &uuml;berall zum &uuml;blichen Manipulationsmittel der medialen &Ouml;ffentlichkeit.">2</a></sup><br />
Was vermeldet nun die Bundesministerin in einem &#8220;öffentlichen Brief&#8221; kurz vor Wochenende? Sie wendet sich an die bösen JournalistInnen:</p>
<blockquote><p><a href="http://www.ots.at/presseaussendung.php?mabo=1&amp;schluessel=OTS_20090612_OTS0222" target="_blank" class="broken_link">Sehr geehrte Damen und Herren,<br />
sehr geehrte Mitglieder der Redaktionen!</a></p>
<p><a href="http://www.ots.at/presseaussendung.php?mabo=1&amp;schluessel=OTS_20090612_OTS0222" target="_blank" class="broken_link">Ich habe ein klares Ziel: Österreich &#8211; das sicherste Land der Welt mit der höchsten Lebensqualität.</a></p></blockquote>
<p>&#8230; und dass sollen die Damen und Herren JournalistInnen auch gefälligst so an das Volk weitergeben!<br />
Und die Damen und Herren JournalistInnen sollen nicht auf NGO&#8217;s und ExpertInnen hören. Man wisse nämlich, dass die den Entwurf und die Presseunterlagen ja noch gar nicht in Händen halten können:</p>
<blockquote><p><a href="http://www.ots.at/presseaussendung.php?mabo=1&amp;schluessel=OTS_20090612_OTS0222" target="_blank" class="broken_link">Ich bitte die Kommentatoren und Berichterstatter sich tatsächlich mit den konkreten Vorschlägen auseinanderzusetzen und nicht Expertenmeinungen heranzuziehen, die den Begutachtungsentwurf noch nicht einmal in Händen hatten.</a></p></blockquote>
<p><strong>Taktische Spielchen um den Menschenrechtsbeirat auszustechen</strong><br />
Das Tarnen und Täuschen soll jedoch einem weiteren, unschönen Zweck dienen; und offensichtlich ist das der eigentliche. Bereits länger gepant und abzusehen soll nämlich am Dienstag dem 16. Juni eine Pressekonferenz des <a href="http://www.menschenrechtsbeirat.at/" target="_blank" class="broken_link">Menschenrechtsbeirats (MRB)</a> im Innenministerium stattfinden. Das passt der Ministerin und ihrem Kabinett freilich gar nicht, gehören diesem doch diese Nerv tötenden unbelehrbaren und aus einem unerfindlichen Grund kritischen ExpertInnen an.</p>
<p>Im Angesicht dieses anstehenden Termins, zu dem solche Personen des MRB wie der <a href="http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3856&amp;Alias=WZO&amp;cob=410726" target="_blank">UN-Sonderbeauftragte über Folter</a> oder bekannte Rechtsanwalt Georg Bürstmayr und ein Ersatzmitglied der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Venedig-Kommission" target="_blank" class="broken_link">Venedigkommission des Europarates</a> anlässlich des 10jährigen Bestehens des MRB eine Bilanz ziehen werden, im Angesicht eines solchen Termins dachte sich das menschenrechtsferne Kabinett wohl, wir müssen diese Menschenrechtsfuzzis vor vollendete Tatsachen stellen.</p>
<p><strong>Was sollte bei der PK des Menschenrechtsbeirats erörtert werden?</strong></p>
<blockquote><p><a href="http://www.ots.at/presseaussendung.php?mabo=1&amp;schluessel=OTS_20090612_OTS0203" target="_blank" class="broken_link">Welche Schwerpunkte hat der MRB in dieser Zeit gesetzt? Inwieweit hat das Bundesministerium/der Bundesminister auf seine Empfehlungen reagiert? Welche strukturellen Veränderungen aus dem Gesichtspunkt der Menschenrechte sind in dieser Zeit in der Polizei zu beobachten gewesen? Inwieweit hat sich die Einrichtung bewährt und könnte sie als Modell für andere Ministerien dienen?</a></p></blockquote>
<p>Nun, das kann die Schottermitzi natürlich nicht wollen. Mit ihren neuen, zuerst an ihr wohlgefällige Medienvertreter verteilten Entwürfen stellt das BMI den Menschenrechtsbeirat vor vollendete Tatsachen und lenkt die Diskussion vor Ort bei der PK des MRB in eine andere Richting als dieser wohl geplant hatte.</p>
<p>Das alles erinnert manche hinter den Kulissen frappant an die Taktik, die das BMI schon einmal in der Materie Fremden- und Asylgesetze angewandt hat. Damals hatte das Pressechor der BMI die kurzfristig angesetzte eigene PK allerdings noch ordnungsgemäß über die APA und die eigene Homepage angekündigt.<br />
Diesen &#8220;taktischen Schnitzer&#8221; hat das Kabinett Fekter diesmal nicht mehr gemacht. Mensch ist ja lernfähig im Manipulieren der Öffentlichkeit.</p>
<p>So sehr diese Provokation namens Fekter nur <a href="http://www.kellerabteil.org/beschlagwortung/platter/" target="_blank">eine logische Konsequenz ihrer VorgängerInnen</a> ist, so sehr mensch sich an diese Hinterfotzigkeit im Namen des Staates schon gewöhnt hat, <strong>diese Frau ist rücktrittsreif und ein Affront für unser Land, die Republik, unsere Demokratie</strong>.</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p><strong>Anhang:</strong><br />
In der Zwischenzeit sind die Gestzesvorschläge öffentlich zugänglich: <a href="http://www.bmi.gv.at/cms/bmi_begutachtungen/" target="_blank" class="broken_link">Gesetzesvorschlag zur Begutachtung</a>.<br />
Und das, was das Pressechor der Innenministerin den ausgesuchten eingeladenen JournalistInnen in die Hände gedrückt hat, das findet sich im Nachhinein auch <a href="http://www.bmi.gv.at/cms/BMI/aus_dem_inneren/files/Fremdenwesen.pdf" target="_blank" class="broken_link">auf der Website des BMI hier (PDF)</a>.</p>
<p>&#8230; und wenn irgend jemand auf die Idee kommen sollte, sich per Email, Telefon oder Brief informieren zu wollen; oder auch zu protestieren:</p>
<p><strong>Pressesprecher der Bundesministerin<br />
<span style="font-weight: normal;">Mag. Martin Brandstötter<br />
Telefon: +43-(0)1-53126-2027</span></strong></p>
<p>Mag. Gregor Schütze<br />
Telefon: +43-(0)1-53126-2017</p>
<p><strong>Abteilung Öffentlichkeitsarbeit<br />
<span style="font-weight: normal;">Telefon: +43-(0)1-53126 &#8211; 2488<br />
E-Mail: infopoint@bmi.gv.at</span></strong></p>
<p><strong>Sprecher des Ministeriums</strong></p>
<p>Mag. Rudolf Gollia, Oberst<br />
Telefon: +43-(0)1-53126 &#8211; 2490<br />
Mobil: +43 (0)664-183 39 38<br />
E-Mail: rudolf.gollia@bmi.gv.at</p>
<p>Mag. Alexander Marakovits<br />
Telefon: +43-(0)1 53126 &#8211; 2358<br />
Mobil: +43-(0)664-813 21 00<br />
E-Mail: alexander.marakovits@bmi.gv.at</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_934" class="footnote">Wir haben uns an dieses Social Engeneering von Seiten der Regierenden ja schon gewöhnt, oder? Wen überrascht ein solches Vorgehen noch, zumal bei dieser ÖVP, zumal im Innenministerium?</li><li id="footnote_1_934" class="footnote">Ein &#8220;Offener Brief&#8221;, allein schon Chuzpe galore, wenn von einem Regierungsmitglied im Zuge ihrer eigentlichen Tätigkeit als dämliche Überschrift gewählt. Dieses Versteckspiel und dieser Pathos wird aber leider immer mehr und überall zum üblichen Manipulationsmittel der medialen Öffentlichkeit.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2009/05/die-provokation-ist-maria-fekter/' rel='bookmark' title='Die Provokation ist Maria Fekter'>Die Provokation ist Maria Fekter</a></li>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>SoZi 23&#124;09: Legitimation betrifft nicht die Massen, sondern die Kader</title>
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		<comments>http://www.kellerabteil.org/2009/06/legitimation-betrifft-nicht-die-massen-sondern-die-kader/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 07 Jun 2009 09:31:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; gestern Nacht beim Lesen von <a href="http://www.kellerabteil.org/2009/04/sozi-1509-die-prabendale-gesellschaft/" target="_blank">Immanuel Wallersteins berühmter Studie</a> über diese Passage gestolpert. Sie zeigt knapp und präzis einen entscheidendes Kriterium von Macht und Legitimität an, das sich wohl auch bei Max Weber nirgends so konzis dargestellt findet.</p>
<p>Der erste relevante und banal erscheinende Schritt ist, <a href="http://www.kellerabteil.org/2009/05/gewalt/" target="_blank">Legitimität</a> als <em>immer </em>partielle Legitimität zu begreifen:</p>
<blockquote><p>Politische Organismen sind immer stabiler, sofern sie wenigstens <strong>partielle Legitimität</strong> erreichen. In den Analysen über den Prozeß der Legitimation wird das Problem oft eher verdunkelt, weil der Blick fast ausschließlich auf das Verhältnis von Regierungen zu der Masse der Bevölkerung gerichtet wird.</p></blockquote>
<p>Die daran anschließenden Sätze sind typische Beispiele Wallerstein&#8217;scher Nüchternheit. Sie erscheinen sarkastisch, wie von (schwarzem?) Humor getragen und sind doch eher nur nüchterne, von euphemistischen Anflügen freie Darstellung<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/06/legitimation-betrifft-nicht-die-massen-sondern-die-kader/#footnote_0_921" id="identifier_0_921" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="ich muss bei solchen Passagen trotzdem grinsen &amp;#8230;">1</a></sup>:</p>
<blockquote><p>Es ist fraglich, ob in der Geschichte der Menschheit sehr viele Regierungen von der Mehrheit derer, die von ihren Regierungen ausgebeutet, unterdrückt und mißhandelt wurden, für »legitim« gehalten wurden. Die Massen mögen sich ihrem Schicksal überlassen oder trotzig widerspenstig sein, sich über ihr zeitweiliges Wohlergehen wundern oder sich aktiv auflehnen. Regierungen aber werden in der Regel ertragen, weder geschätzt noch bewundert, noch geliebt, noch nicht einmal unterstützt.</p></blockquote>
<p>Es folgt die analytische Differenz: <span id="more-921"></span></p>
<blockquote><p>Legitimation betrifft nicht die Massen, sondern die Kader. Bei der <strong>Frage der politischen Stabilität</strong> geht es darum, wieweit die kleine Gruppe der Leiter der Staatsmaschinerie die größere Gruppe des zentralen Stabes und der regionalen Potentaten überzeugen kann, und zwar sowohl im Hinblick darauf, daß das Regime auf der Grundlage irgendwelcher allgemeiner Werte, deren Existenz diesen Kadern glaubhaft gemacht werden kann, errichtet ist und funktioniert, als auch, daß es im Interesse dieser Kader läge, wenn das Regime auch weiterhin ohne größere Störung funktioniert. Wenn solche Umstände vorherrschen, können wir ein Regime »legitim« nennen.</p></blockquote>
<p>Der Kontext diese Ausflugs von Wallerstein in die Frage der politischen Stabilität ist seine Analyse, inwieweit der Absolutismus als Absolutismus zu verstehen sei; nämlich nicht als Systembeschreibung der Sozialstruktur sondern als Ideologie.<br />
Und inwieweit der Absolutismus als <em>absolut </em>verstanden werden sollte. Dazu bringt er ua. diesen Vergleich ins Spiel:</p>
<blockquote><p>In vielerlei Hinsicht war die Macht des Königs sehr viel geringer als die der Exekutive in einer liberalen Demokratie des 20. Jahrhunderts, trotz der institutionellen und moralischen Beschränkungen, die es für letztere gibt. <strong>Denn der Staatsapparat des 20. Jahrhunderts verfügt über einen hohen Grad von Organisationskapazität, der die vermehrten Beschränkungen schon mehr als wettmacht</strong>.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/06/legitimation-betrifft-nicht-die-massen-sondern-die-kader/#footnote_1_921" id="identifier_1_921" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Btw., die Hervorhebungen sind jeweils von mir">2</a></sup></p></blockquote>
<p>Wallerstein sagt hier also nicht weniger, als dass es in der heutigen liberalen Demokratieform westlicher Staaten Dank der hohen Organisationskapazität der instrumentellen Rationalität: deutlich mehr staatliche Repression in der Sozialstruktur gibt als in z.B. absoluten Monarchien des sagen wir mal 17. Jahrhunderts.</p>
<p>Ich frage mich, wie eine Debatte zwischen Foucault<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/06/legitimation-betrifft-nicht-die-massen-sondern-die-kader/#footnote_2_921" id="identifier_2_921" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Pastoralmacht, Biopolitik, Gouvernementalit&auml;t, &amp;#8230;">3</a></sup> und Wallerstein zu solchen Fragen ausgesehen hätte &#8230;</p>
<p>Jedenfalls denke ich – für mich –, dass ich diese Überlegungen und dass die analytische Differenz samt dem Begriff der <em>Organisationskapazität des Apparats</em> gut in die historische Analyse von großen Organisationen passt. Freilich darf hier nicht von einem vulgären Dualismus «Elite–Masse» zu einem Dualismus «Elite–Kader» übergegangen werden (den es schließlich auch gibt). Aber es ist lohnend, sich auf jeder Ebene – der Eliten, der Kader, der Stäbe, der Bezugsgruppen usw. – anzusehen, wie es um die Organisationskapazitäten der einzelnen Gruppen bestellt ist, und wie es um die Organisationkapazitäten einer Gruppe in Bezug auf konkrete andere Bezugsgruppen bestellt ist.<br />
(Womit ich wieder bei der <a href="http://www.kellerabteil.org/tag/gruppensoziologie/" target="_blank">Gruppensoziologie </a>gelandet wäre <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  )</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_921" class="footnote">ich muss bei solchen Passagen trotzdem grinsen &#8230;</li><li id="footnote_1_921" class="footnote">Btw., die Hervorhebungen sind jeweils von mir</li><li id="footnote_2_921" class="footnote">Pastoralmacht, Biopolitik, Gouvernementalität, &#8230;</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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		<title>Die Strasser-Emails – der Alltag der Korruption</title>
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		<pubDate>Sun, 31 May 2009 13:03:19 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Am vergangenen Mi, 27. 5. fand die öffentliche Lesung der Strasser-Mails <a href="http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20090525_OTS0247&amp;ch=politik" target="_blank" class="broken_link">&#8220;</a><strong><a href="http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20090525_OTS0247&amp;ch=politik" target="_blank" class="broken_link">Wie säubert man ein Ministerium?</a></strong><a href="http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20090525_OTS0247&amp;ch=politik" target="_blank" class="broken_link">&#8220;</a> durch drei &#8220;<em>Liebhaber der angewandten Literatur</em>&#8221; statt; ein Kulturtermin, der auch ein wenig von politischer Relevanz war.<br />
Beziehungsweise <em>wäre</em>.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/05/die-strasser-emails-der-alltag-der-korruption/#footnote_0_892" id="identifier_0_892" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Der Umstand, dass Ernst Strasser allem Anschein und aller Evidenz nach, sowohl als Innenminister unf&auml;hig war und Korruption im eigenen Kabinett bef&ouml;rderte, als auch als Lobbyist fragw&uuml;rdige Gesch&auml;fts- und Abgrenzungspraktiken pflegt, dass wird freilich nichts daran &auml;ndern, dass er in das Europ&auml;ische Parlament gew&auml;hlt werden wird.">1</a></sup></p>
<p>Wie Peter Pilz eingangs der Lesung bemerkt, «<em>Strasser wollte, dass seine Werke veröffentlicht werden</em>».</p>
<blockquote><p>Seine Computer waren Spenden von Firmen. Der Innenminister ließ sich elektronisch von Firmen aushalten. Ein Teil dieser Computer ist einfach verschwunden, ein anderer Teil wurde ohne professionelle Löschung der Festplatten an die Firmen zurückgegeben.<br />
Als Strasser vom BIA zu seinen e-mails befragt wurde, musste er Peinliches zugeben. Die Festplatte war nicht verschlüsselt. Die Daten waren nicht einmal durch ein password gesichert. Wer zum Computer kam, konnte alles lesen und kopieren. Jeder in seinem Kabinett hatte unbeschränkten Zugriff. Firmen hatte Zugriff. Alle in der ÖVP, die einen herumstehenden Strasser-Computer begegneten, hatten Zugriff.</p></blockquote>
<p>&#8230; <strong><a href="http://www.peterpilz.at/html/tageb.php?jahr=2009&amp;monat=4" target="_blank" class="broken_link">schreibt Pilz hierzu in seinem Tagebuch</a> </strong>(Eintrag vom 3.4.09). Dass Strasser nun &#8220;<em>Diebstahl</em>&#8221; riefe, kann also nur als Koketterie und Scham des Autors ob des großen Erfolgs seiner Korrespondenz-Literatur verstanden werden, ist darüber hinaus aber nicht nachvollziehbar:</p>
<p><span id="more-892"></span>
<p style="text-align: center;">
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=NKv8a1X4USQ">www.youtube.com/watch?v=NKv8a1X4USQ</a></p>
</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p>Zur Kunst und den Aktionen des Lebenskünstlers und &#8216;Hans Dampf in allen Gassen&#8217; Ernst Strasser gibt es weitere interessante wie auch sehenswerte Videos.</p>
<p><strong>Noch aus dem Jahre 2008 ein Schaffensrückblick</strong>:</p>
<p style="text-align: center;">
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=WWJyc8NNSRQ">www.youtube.com/watch?v=WWJyc8NNSRQ</a></p>
</p>
<p>und v.a. eine aktuelle &#8230;<br />
<strong>Würdigung des Schaffens Strassers als Lobbyist</strong>:</p>
<p style="text-align: center;">
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=cpOrh-KrI78">www.youtube.com/watch?v=cpOrh-KrI78</a></p>
</p>
<p>Dazu siehe auch diesen <strong><a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1242317070690" target="_blank">Artikel auf derStandard.at</a></strong> &#8230;</p>
<p>Mir fällt dazu ein, was ich vor nicht allzu langer Zeit getweetet habe (also via <a href="http://twitter.com/kellerabteil" target="_blank">Twitter verzapft</a>):</p>
<blockquote><p><a href="http://twitter.com/kellerabteil/status/1969870657" target="_blank">Consulting Firmen sind das perfekte Vehikel für Korruption. Massig Kohle für die Behauptung, beraten zu haben bzw. zu werden. #Politiker-Job</a></p></blockquote>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p><strong>Die &#8220;<em>Strasser und sein Kabinett Emails</em>&#8220;-Kollektion</strong><br />
Die gesammelten Werke gibt es übrigens weiterhin hauptsächlich beim Peter Pilz Versand unter <a href="http://www.peterpilz.at/" target="_blank" class="broken_link">peterpilz.at</a>; und zwar immerhin auch zum kostenlosen d/l und inkl. booklets und Erklärungen zu den Rahmenbedingungen des Schaffens der Künstler. Dabei konzentriert sich der Kulturkritiker Pilz v.a. auf Strasser und noch eingehender auf <strong>Michael &#8220;Kloibi&#8221; Kloibmüller</strong>, den Vielschreiber und Mann im Hintergrund für die BMI Strasser und Fekter.<br />
Die eingehende Beschäftigung des Kritikers mit dem Werk <a href="http://www.peterpilz.at/html/tageb.php?jahr=2009&amp;monat=1" target="_blank" class="broken_link">beginnt mit Jänner 2009</a> und durchzieht die weiteren Monate.</p>
<p style="text-align: center;"><img src="/images/strasser emails.png" alt="Ernst Strasser tippt" /><br />
beim Tippen geübt, Ex-BMI Ernst Strasser</p>
<p>Eine subjektive <a href="http://www.divshare.com/folder/552168-225" target="_blank" class="broken_link">best-of Sammlung steht hier zum d/l</a> zur Verfügung.</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p>Längere (und bessere) Aufnahmen von der öffentliche Lesung der Strasser-Mails am 27.5.2009 sind auch auf der <strong><a href="http://wahltotal.at/" target="_blank" class="broken_link">wahltotal</a></strong> Plattform &#8216;ICH MACH POLITIK.AT&#8217; gepostet:</p>
<p style="text-align: center;"><embed height="388" width="480" pluginspage="http://www.macromedia.com/go/getflashplayer" allownetworking="all" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" type="application/x-shockwave-flash" bgcolor="111111" scale="noscale" src="http://wahltotal.at/swf/FlowPlayerLight.swf?config=%7Bembedded%3Atrue%2CbaseURL%3A%27http%3A%2F%2Fwahltotal%2Eat%2Fswf%27%2CvideoFile%3A%27%2E%2E%2Fflv_embeds%2F427%2Eflv%3Fembed_v%3D20080915%27%2CinitialScale%3A%27fit%27%2CshowMenu%3Afalse%2Cloop%3Afalse%2CautoPlay%3Afalse%2CautoBuffering%3Afalse%2CsplashImageFile%3A%27http%3A%2F%2Fwahltotal%2Eat%2Fflv_thumbs%2F427_480x360%2Ejpg%27%2CcontrolBarGloss%3A%27low%27%7D" /></p>
<p style="text-align: center;"><embed height="388" width="480" pluginspage="http://www.macromedia.com/go/getflashplayer" allownetworking="all" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" type="application/x-shockwave-flash" bgcolor="111111" scale="noscale" src="http://wahltotal.at/swf/FlowPlayerLight.swf?config=%7Bembedded%3Atrue%2CbaseURL%3A%27http%3A%2F%2Fwahltotal%2Eat%2Fswf%27%2CvideoFile%3A%27%2E%2E%2Fflv_embeds%2F426%2Eflv%3Fembed_v%3D20080915%27%2CinitialScale%3A%27fit%27%2CshowMenu%3Afalse%2Cloop%3Afalse%2CautoPlay%3Afalse%2CautoBuffering%3Afalse%2CsplashImageFile%3A%27http%3A%2F%2Fwahltotal%2Eat%2Fflv_thumbs%2F426_480x360%2Ejpg%27%2CcontrolBarGloss%3A%27low%27%7D" /></p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_892" class="footnote">Der Umstand, dass Ernst Strasser allem Anschein und aller Evidenz nach, sowohl als Innenminister unfähig war und Korruption im eigenen Kabinett beförderte, als auch als Lobbyist fragwürdige Geschäfts- und Abgrenzungspraktiken pflegt, dass wird freilich nichts daran ändern, dass er in das Europäische Parlament gewählt werden wird.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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		<title>SchwarzBlau ist keine Emulsion</title>
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		<pubDate>Sat, 16 May 2009 18:43:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[SchwarzBlau hat sich seit 1999 nicht mehr getrennt, wie das bei einer Emulsion längst der Fall hätte sein müssen. Die wenigen liberalen Segmente der ÖVP bleiben kaltgestellt und driften immer weiter in eine innerparteiliche Belanglosigkeit und das Ausgedinge ab; soferne das überhaupt noch geht. Gesellschaftspolitisch hat die weltoffenere und konsensuale Wirtschaftskammer das Heft bereits lange [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>SchwarzBlau</strong> hat sich seit 1999 nicht mehr getrennt, wie das bei einer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Emulsion" target="_blank" class="broken_link">Emulsion</a> längst der Fall hätte sein müssen. Die wenigen liberalen Segmente der ÖVP bleiben kaltgestellt und driften immer weiter in eine innerparteiliche Belanglosigkeit und das Ausgedinge ab; soferne das überhaupt noch geht.</p>
<p>Gesellschaftspolitisch hat die weltoffenere und konsensuale Wirtschaftskammer das Heft bereits lange an die <a href="http://delicious.com/kellerabteil/industriellenvereinigung" target="_blank" class="broken_link">radikale Industriellenvereinigung</a> abgegeben. Die Überraschung, dass die <strong><a href="http://www.kellerabteil.org/2007/10/industriellenvereinigung-vor-dem-aus/" target="_blank">IV</a></strong> durch den Abgang der Schüssel-Junta hier nicht geschwächt und die Wirtschaftskammer nicht gestärkt hervorgegangen ist, zeigt mehr als alles andere die waren Kräfteverhältnisse im konservativen Spektrum.</p>
<p>Dort, wo die ÖVP nicht mit der FPÖ zu einem ideologischen Konglomerat verdichtet ist, dort retardiert sie in Richtung der Christlich-Sozialen der Johann Schober und Ignaz Seipel Epoche.</p>
<p><span id="more-810"></span>Wer sich über die FPÖ erregt und angesichts des Machtzuwachs der Neo-Nazis, der schlagenden Burschenschaften und FPÖ verzweifelt, wer fassunglos die Performance der &#8216;<em><strong><a href="http://www.kellerabteil.org/2008/08/die-soziale-sicherheit-die-sie-meinen/" target="_blank">Wären-gerne-bekennende-Nazis-wenn-das-Verbotsgesetz-nicht-wäre</a></strong></em>&#8216;-Parlamentarier mitverfolgt mit deren gleichzeitigem &#8216;<strong><em>Wir-profitieren-herrlich-von-der-Verbotsgesetz-Drahtseilakt-Ästhetik</em></strong>&#8216;-Grinser : cool: , wer angewidert und ratlos den Kopf schüttelt über die eigene Heimat, die sich da immer weiter zu entfremden scheint, der möge sich daran erinnern, wer dieses blau übermalte Braun in den Porsche geholt hat.</p>
<p><strong>Das SchwarzBlau Amalgam</strong><br />
Das Amalgam wurde im Vorfeld von 1999/2000 gebildet und von der Industriellenvereinigung <a href="http://www.industriemagazin.at/index.php?id=im-artikel&amp;tx_ttnews[tt_news]=2625" target="_blank" class="broken_link">in Netzwerkarbeit gemischt</a>. Damals haben <a href="http://www.kellerabteil.org/2007/06/think-tank-der-industriellenvereinigung-iv/" target="_blank">Lorenz Fritz</a>, <a href="http://www.kellerabteil.org/2007/05/repeat-sozial-ist-was-arbeit-schafft-repeat/" target="_blank">Schüssel und Bartenstein</a> und die Raiffeisen-Paten die Sozialpartnerschaft auf die Prinzhörner genommen, um die roten Anteile aus allen Entscheidungsgremien auszutreiben und deren Widerstand gegen eine Neustrukturierung der österreichischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Governance" class="broken_link"><strong>Governancesphäre</strong></a><strong> </strong>zu verunmöglichen.</p>
<p>Es wurde weniger &#8220;umgefärbt&#8221; als <a href="http://www.kellerabteil.org/2007/06/einseitige-interessenspolitik/" target="_blank">vielmehr neu reguliert</a>; was anschließend freilich auch ziemlich überall andere Farbverhältnisse mit sich brachte<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/05/schwarzblau-ist-keine-emulsion/#footnote_0_810" id="identifier_0_810" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="siehe etwa die zuerst Integration der Zollwache in die&nbsp;Gendarmerie&nbsp;und die anschlie&szlig;ende Polizeireform mit Zusammenlegung von Gendarmerie und Polizei.">1</a></sup>, klar, nur dass dieser Umstand allein die tatsächlich vollbrachte Revolution verharmlost.</p>
<p>Revolution, nur zur Erinnerung, das war ursprünglich ein Begriff aus der Astronomie und meinte, dass die Objekte, die einmal oben waren, durch die <em>revolutio </em>nach unten kämen; also ein Austausch und Wechsel der Körper, die oben und unten waren.</p>
<p><strong>Die Ordnung der Verwaltung auf den Kopf gestellt</strong><br />
Genau solches, die <em>revolutio</em>, ist in vielen Sphären des Landes passiert. Die Sozialversicherungen und das Arbeitsmarktservice werden jetzt von den Arbeitgebern und nicht mehr von den Arbeitnehmern regiert. Für das Hochschulsystem gilt ebenso, dass die Industrie das Sagen hat, in der Forschungspolitik sowieso.</p>
<p>Auch die Unternehmen, die die öffentliche Infrastruktur bestellen sollen, sind mittlerweile nicht mehr dem Staat verantwortlich sondern der Industrie. Etc. etc. etc.</p>
<p>Einen Ausdruck fand diese <em>revolutio </em>ua. in der Zusammenlegung der Ministerien Arbeit und Wirtschaft, wobei angesichts der Wahl des Wirtschafts(- und Arbeits-)Ministers freilich nie ein Zweifel darüber herrschen konnte, was da wem untergeordnet war. Der passende ästhetische Ausdruck muss fast in den ungeschminkt gemeinsamen Pressekonferenzen von <a href="http://www.kellerabteil.org/tag/bartenstein/" target="_blank">Minister Bartenstein</a>, <a href="http://www.kellerabteil.org/tag/bernhard-felderer/" target="_blank">Berni &#8216;the finger&#8217; Felderer</a> und <a href="http://www.kellerabteil.org/tag/veit-sorger/" target="_blank">Veit Sorger</a> im &#8216;<strong><a href="http://www.flickr.com/photos/kellerabteil/3528463909/in/set-72157618101516530/" target="_blank">Haus der Industrie</a></strong>&#8216; gesehen werden.</p>
<p>Das alles ist nun nicht Geschichte, da die ÖVP sich – scheinbar ein wenig – vom giftigen Schüsselkurs abgesetzt und eine Regierung mit der SPÖ gebildet hat. Genauso wenig war die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Amalgam" target="_blank" class="broken_link">Amalgamierung</a> von <strong>SchwarzBlau</strong> nie auf den gemeinsamen Governance-Umbau beschränkt, sondern immer ein gesellschaftspolitisches <em>Gemeinsam-ins-Bett-Gehen</em>.</p>
<p><strong>Kein Deut von Rückbesinnung oder Kurswechsel</strong><br />
Und dabei ist es bis dato geblieben. Die lange Reihe die Menschenrechte verachtende und gleichzeitig kompetenzmäßig grandios dilettierende Innenminister legt Tag für Tag auf s neue Rechnung darüber ab, wo die ÖVP steht. Die <a href="http://www.kellerabteil.org/2009/05/die-provokation-ist-maria-fekter/" target="_blank">stammelnde Provokation Fekter</a> steht dem <a href="http://www.kellerabteil.org/beschlagwortung/platter/" target="_blank">stammelnden Platter</a> um nichts nach, der um nichts besser oder weniger schlimmer als die stammelnde Prokop war.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/05/schwarzblau-ist-keine-emulsion/#footnote_1_810" id="identifier_1_810" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Was &uuml;berhaupt nicht die rechte Politik der SP&Ouml; und der Arbeitnehmervertretungen in vielen Fragen besch&ouml;nigen soll, schon gar nicht das beredte Schweigen der ehemaligen Sozialdemokraten auf gesellschaftspolitischer Ebene. Dennoch ist eines sehr offensichtlich: w&auml;hrend die &Ouml;VP sich radikalisiert, geht die SP&Ouml; eher den Weg in jegliche g&auml;hnende Belanglosigkeit; und das auch noch vorgetragen mit Schlumpfstimme.">2</a></sup></p>
<p>Der stammelnde Innenminister vor Prokop ist all seiner Hypotheken zum Trotz nun auch wieder da. Und erinnert uns alle, so wie auch seine eigene Partei (<a href="http://www.politwatch.at/stories/verpatzter-start/" target="_blank" class="broken_link">think Karas</a>), wo der niederösterreichische Bartl den Most herholt:</p>
<div style="text-align: center;"><a title="Ich frage mich wahrlich: wie kann diese ÖVP im Angesichts solcher - wiederholter! - Entgleisungen bei der eigenen Stammwählerschaft eigentlich noch wählbar sein?" rel="lightbox[roadtrip]" href="/images/OeVP Inserat gegen EU-Asylrichtlinie.jpg"><img src="/images/OeVP Inserat gegen EU-Asylrichtlinie.jpg" alt="" width="451" height="245" /></a></div>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_810" class="footnote">siehe etwa die zuerst Integration der Zollwache in die Gendarmerie und die anschließende Polizeireform mit Zusammenlegung von Gendarmerie und Polizei.</li><li id="footnote_1_810" class="footnote">Was überhaupt nicht die rechte Politik der SPÖ und der Arbeitnehmervertretungen in vielen Fragen beschönigen soll, schon gar nicht das beredte Schweigen der ehemaligen Sozialdemokraten auf gesellschaftspolitischer Ebene. Dennoch ist eines sehr offensichtlich: während die ÖVP sich radikalisiert, geht die SPÖ eher den Weg in jegliche gähnende Belanglosigkeit; und das auch noch vorgetragen mit Schlumpfstimme.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>FPÖ und Neonazis haben sich heftig blamiert</title>
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		<pubDate>Thu, 14 May 2009 21:33:13 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das Verhältnis war in etwa – so meine Schätzung, die der Medien kann ich so wie viele andere nicht nachvollziehen (siehe unten): Polizei zu Summe der GegendemonstrantInnen zu Neonazi-Demo 1 zu ⅔ zu ½ &#8230; und das bei der ganzen Mobilisierung diverser Neonazi-Seiten im Web und der ganzen FPÖ, die so stolz ist, der angeblich unabhängigen [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Verhältnis war in etwa – <em>so meine Schätzung, <a href="http://derstandard.at/?id=1242315891176" target="_blank">die der Medien</a> kann ich so wie viele andere nicht nachvollziehen</em> (siehe unten):</p>
<p style="text-align: center;">Polizei zu Summe der GegendemonstrantInnen zu Neonazi-Demo<br />
1 zu ⅔ zu ½ <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>&#8230; und das bei der ganzen Mobilisierung diverser <a href="http://anonym.to/?http://is.gd/zsDK" target="_blank" class="broken_link">Neonazi-Seiten im Web</a> und der ganzen FPÖ, die so stolz ist, der angeblich unabhängigen &#8220;Bürgerinitiative Dammgasse&#8221; die Homepage zu zahlen.</p>
<p style="text-align: center;"><iframe width="450" height="450" src="http://www.flickr.com/slideShow/index.gne?set_id=72157618154706672" frameBorder="" scrolling=""></iframe></p>
<p style="text-align: right;">Link <a href="http://www.flickr.com/photos/kellerabteil/sets/72157618101516530/" target="_blank"><strong>zum Album inkl. Bildtexten hier</strong></a>.</p>
<p><span id="more-783"></span>&#8230; und um das Verhältnis weiter zu unterteilen:<br />
die BloggerInnen und Twitteria haben in etwa ¼ der GegendemonstrantInnen ausgemacht <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Twitter-Berichterstattung von den Demos</strong><br />
Live <a href="http://twitter.com/augeIug/" target="_blank">gezwitschert hat ua. Klaudia Paiha</a> von der <a href="http://www.auge.or.at/" target="_blank" class="broken_link">auge/ug</a>, live auch von der Abschlusskundgebung der Nazis – der Begriff ist hier angebracht – diese Aussage der Initiatorin der  &#8220;Bürgerinitiative Dammgasse&#8221;. <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_twisted.gif' alt=':twisted:' class='wp-smiley' /><br />
Locker der heftigste Tweet des Tages:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://twitter.com/augeIug/status/1797191442" target="_blank"><img class="aligncenter" src="/images/tweet auge nazi.png" alt="Tweet Auge/UG Nazidemo" /></a></p>
<p>Berichterstattung direkt aus dem Geschehen und per Twitter nachzulesen, das lieferten auch <a href="http://twitter.com/marcoschreuder" target="_blank">Marco Schreuder</a> und <a href="http://twitter.com/chorherr" target="_blank">Christoph Chorherr</a>.</p>
<p><strong>&#8216;Nazi&#8217; &#8230; fast ein Ehrentitel</strong><br />
Die außergewöhnlich bemerkenswerten Tweets kommen aber vom <a href="http://twitter.com/augeIug/" target="_blank">@augeIug</a> &#8211; Account und direkt aus der Menge der Strache-Anhänger.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/05/fpo-und-neonazis-haben-sich-heftig-blamiert/#footnote_0_783" id="identifier_0_783" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="No idea, wie sie sich da dann durch die Absperrungen durch hineingeschmuggelt hat &amp;#8230;">1</a></sup> Neben dem obigen Tweet ist noch dieser bezeichnend:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://twitter.com/augeIug/status/1796923451" target="_blank"><img class="aligncenter" src="/images/tweet auge nazi2.png" alt="Tweet Auge/UG Nazidemo" /></a></p>
<p>So eine Aussage müsste doch zu Konsequenzen führen, oder? Ob sie auch als O-Ton irgendwie aufgezeichnet wurde? Von Medienvolk gehört wurde? Jedenfalls von der Polizei.<br />
<strong>UPDATE!</strong>: oja, meine Hoffnung ist erhöhrt und <a href="http://oesterreich.orf.at/wien/stories/362107/" target="_blank">auf ORF.at gibt einen Bericht</a> und diese Passage sogar als Audio-Datei zum Nachhören. Jetzt auch hier:</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p><strong>Erfolgreicher ziviler Ungehorsam, der einen Unterschied macht</strong><br />
Ich hatte mich zum Treffpunkt begeben, den die Grünen ausgegeben hatte. Die Situation im Vorfeld und auch während der Demos war schließlich ziemlich unklar; welche Versammlungen sind verboten, wo sind die Absperrungen, welchen Weg wird der Neonazi-Zug nehmen, wer versucht wo dagegen zu arbeiten &#8230;?<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/05/fpo-und-neonazis-haben-sich-heftig-blamiert/#footnote_1_783" id="identifier_1_783" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Es ist klar, wer in einer solchen Situation vergleichsweise viel Handlungsspielraum hat, gute Infokan&auml;le und den besten Rechtsschutz bei gleichzeitigem festen und gefassten Vorgehen gegen die Neonazis. Das sind nun mal die Gr&uuml;nen.">2</a></sup></p>
<p>Der Plan war, den Marsch der Neonazis überraschend mit einer Menschenkette zu stoppen, die sich schnell über die Straße erstrecken sollte, wenn die Anti-Islam-Demo am Grünen Parlamentsklub vorbei paradiert wäre. Auf meinen Bildern oben ist zu sehen, wie sich immer mehr Grüne &#8211; Nationalräte, Gemeinderäte, Bezirksräte, MitarbeiterInnen, Sympathisanten &#8211; in den Räumlichkeiten des Klubs versammeln, dann aber zur Gegendemo vor dem Parlament stoßen. Das vor allem, weil schließlich nicht mehr sicher war, welchen Weg die Neonazis nehmen würden.</p>
<p>Einige blieben jedoch in der Schutzzone verteilt, näherten sich schon dem Anti-Islam-Demo Sammelplatz am Ballhausplatz. Diese Gruppe hat es dreimal an drei Stellen verstanden, den Marsch der Rassisten gewaltfrei aufzuhalten. Ein deutliches Signal an die FPÖ und ein wichtiger Dämpfer für ihr Selbstbewusstsein, die Straße beherrschen zu wollen.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/augeug/3533350572/"><img class="aligncenter" src="/images/menschenkette.jpg" alt="Menschenkette gegen Neonazi-Demo" /></a></p>
<p style="text-align: right;">©opyright by Renate <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> ,<br />
weitere <a href="http://www.flickr.com/photos/augeug/sets/72157618093709523/">Demo-Fotos der Auge/UG</a></p>
<p><strong>Zahlenspiele</strong><br />
Ach ja, und was das zahlenmäßige Verhältnis der aufmaschierten Rassisten vs. protestierender AntirassistInnen betrifft, exemplarisch dieses Posting für&#8217;s Archiv:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://derstandard.at/?id=1242273677007" target="_blank"><img class="aligncenter" src="/images/Standard Posting dg5.png" alt="Posting Standard Gegendemo" /></a></p>
<p>Gut, die Polizei schätzt bekanntlich nach einem eigenen System. <a href="http://www.kellerabteil.org/2009/05/wir-verzichten-nicht-demonstration/" target="_blank">Gestern sollten es laut Polizei z.B. nur 15.000 gewesen sein</a>, aber da ist dann der übliche Quotient anzuwenden, wenn mensch nicht selbst Zählungen organisiert hat. Und die <a href="http://www.kellerabteil.org/2009/05/die-provokation-ist-maria-fekter/" target="_blank">Provokation von Innenministerin</a> ist nur die nächste in einer Reihe, die vor &#8220;Linken&#8221; viel mehr Angst hat bzw. sie mehr hasst als (Neo)Nazis. Der &#8220;Marsch auf Wien&#8221; wurde zugelassen, mehrere <a href="http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20090513_OTS0234&amp;ch=politik" target="_blank" class="broken_link">Gegendemos</a> wurden untersagt.</p>
<p>Der <em>standard.at</em> wiederum lebt zu einem gewissen Teil von der Arena, die in seinen Foren der Links-Rechts Auseinandersetzung geboten wird. Siehe auch die vielen freigeschaltenen rassistischen Postings auf <em>standard.at</em> bei gleichzeitiger Blockade vieler kritischer Postings, DASS dieser Dreck online erscheinen darf. (Aber dazu gibt es ja auch Untersuchungen &#8211; mir ist allerdings nur bekannt: in Deutschland -, dass OnlineZeitungen das machen und warum sie das machen.)</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p><strong>Update:</strong><br />
ein <a href="http://www.youtube.com/watch?v=asVzr84glcE" target="_blank">youttube-vid</a> gefunden, welches ziemlich jede Ecke des Gesamtszenarios an diesem 14. Mai 2009 abbildet:</p>
<p style="text-align: center;">
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=asVzr84glcE">www.youtube.com/watch?v=asVzr84glcE</a></p>
</p>
<p>und noch eines:</p>
<p style="text-align: center;">
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=vDS4isNfU-U">www.youtube.com/watch?v=vDS4isNfU-U</a></p>
</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p><strong>Empfehlung am Rande:</strong><br />
BlogPost &#8216;<a href="http://www.politwatch.at/stories/nazi-verharmloser-strache/" target="_blank" class="broken_link">Nazi-Verharmloser Strache</a>&#8216; bei <a href="http://www.politwatch.at/" target="_blank" class="broken_link"><strong>PolitWatch</strong></a>, von einem weiteren Gegendemo-Teilnehmer.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_783" class="footnote"><em>No idea</em>, wie sie sich da dann durch die Absperrungen durch hineingeschmuggelt hat &#8230;</li><li id="footnote_1_783" class="footnote">Es ist klar, wer in einer solchen Situation vergleichsweise viel Handlungsspielraum hat, gute Infokanäle und den besten Rechtsschutz bei gleichzeitigem festen und gefassten Vorgehen gegen die Neonazis. Das sind nun mal die Grünen.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2010/06/genug-ist-schon-lang-ich-bin-dabei/' rel='bookmark' title='genug ist schon lang. ich bin dabei.'>genug ist schon lang. ich bin dabei.</a></li>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Provokation ist Maria Fekter</title>
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		<pubDate>Wed, 13 May 2009 20:30:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf die neonazistischen Schmähungen und Übergriffe bei einer Gedenkfeier in der KZ-Gedenkstätte in Ebensee reagiert die Innenministerin unseres Landes damit, verharmlosend von &#8220;gegenseitigen Provokationen&#8221; zu brabbeln. Ob auch diese Zur-Schau-Stellung von minderbemittelter Intelligenz der Maria Fekter (ÖVP)1 wieder durch ihre bekannterweise mangelhafte Beherrschung der deutschen Sprache erklärt werden soll? Peter Pilz fragt sich ähnliches: Die letzte [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf die <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1241622414594" target="_blank">neonazistischen Schmähungen und Übergriffe bei einer Gedenkfeier</a> in der KZ-Gedenkstätte in Ebensee reagiert die Innenministerin unseres Landes damit, verharmlosend von &#8220;<a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1241622414594" target="_blank">gegenseitigen Provokationen</a>&#8221; zu brabbeln.<br />
Ob auch diese Zur-Schau-Stellung von minderbemittelter Intelligenz der Maria Fekter (ÖVP)<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/05/die-provokation-ist-maria-fekter/#footnote_0_765" id="identifier_0_765" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ist sie nicht beeindruckend die lange Liste der &Ouml;VP-Innenminister?">1</a></sup> wieder durch ihre bekannterweise mangelhafte Beherrschung der deutschen Sprache erklärt werden soll?</p>
<p><a href="http://www.peterpilz.at/perm/2009_5_12/" target="_blank" class="broken_link">Peter Pilz</a> fragt sich ähnliches:</p>
<blockquote><p>Die letzte Frage bleibt offen: Was geht in Fekter vor? Was ist in diesem Kopf? Wolf Biermann hat die Antworten auf diese Frage auf zwei Möglichkeiten eingegrenzt: Dreck oder Stroh. Aber wenn es beides ist?</p></blockquote>
<p>Nun, dazu eine Visualisierung samt Warnhinweis:<br />
<span id="more-765"></span></p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="/images/BMI Maria Fekter.jpg" alt="Kreuztabelle Weltsicht" /></p>
<p>siehe auch die BlogPosts von Peter Steinberger &#8216;<a href="http://petersteinberger.net/2009/05/12/welche-provokation-frau-fekter/" target="_blank" class="broken_link">Welche Provokation Frau Fekter?</a>&#8216; und Dominik Leitner &#8216;<a href="http://polilog.wordpress.com/2009/05/10/neonazis-in-ebensee/" target="_blank">Neonazis in Ebensee</a>&#8216;.</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_765" class="footnote">Ist sie nicht beeindruckend die lange Liste der ÖVP-Innenminister?</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2009/06/fekter-hinterfotzigkeit-im-namen-des-staates/' rel='bookmark' title='Fekter: Hinterfotzigkeit im Namen des Staates'>Fekter: Hinterfotzigkeit im Namen des Staates</a></li>
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<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2009/05/schwarzblau-ist-keine-emulsion/' rel='bookmark' title='SchwarzBlau ist keine Emulsion'>SchwarzBlau ist keine Emulsion</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>SoZi 18&#124;09: Schule und Kindheit</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2009/05/sozi-1809-schule-und-kindheit/</link>
		<comments>http://www.kellerabteil.org/2009/05/sozi-1809-schule-und-kindheit/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 03 May 2009 13:56:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Sonntags Zitat (<a href="http://www.kellerabteil.org/beschlagwortung/sozi/" target="_blank">SoZi</a>) diesmal von einem der ganz wenigen Kritiker der bürgerlichen Bildung und der Schule:</p>
<blockquote><p>Die Schule teilt die Menschen nach ihren Lebensaltern ein. Diese Einteilung beruhrt auf drei Voraussetzungen, die nicht in Frage gestellt werden. Kinder gehören in die Schule. Kinder lernen in der Schule. Nur in der Schule kann man die Kinder lehren. Diese einfach hingenommenen Voraussetzungen verdienen ernstlich in Frage gestellt zu werden.</p></blockquote>
<p><span id="more-739"></span><br />
<blockquote>Wir haben uns an Kinder gewöhnt. Wir haben beschlossen, daß sie zur Schule gehen, gehorchen und weder eigenes Einkommen noch eigene Familie haben sollten. Wir erwarten von ihnen, daß sie wissen, was sich gehört, und sich wie Kinder benehmen. Mit Sehnsucht oder Bitterkeit erinnern wir uns der zeit, als auch wir Kinder waren. Man erwartet von uns, daß wir das kindische Benehmen von Kindern hinnehmen. Fr uns ist die Menschheit eine Spezies, die zugleich dazu verdammt und damit gesegnet ist, für Kinder zu sorgen. Wir vergessen jedoch, daß unser heutiger Begriff «Kindheit» sich in Westeuropa erst in hängerer Zeit, in Amerika noch später herausgebildet hat.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/05/sozi-1809-schule-und-kindheit/#footnote_0_739" id="identifier_0_739" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ari&egrave;s, Philippe: Geschichte der Kindheit">1</a></sup></p>
<p>Den meisten historischen Epochen war Kindheit – im Gegensatz zu Säuglingsalter, Entwicklungsjahren und Jugend – unbekannt. Einige christliche Jahrhunderte hatten nicht einmal einen Blick für die körperlichen Proportionen der Kinheit. Die Künstler stellten das kleine Kind als einen Mini-Erwachsenen auf dem Arm seiner Mutter dar. In Europa tauchten Kinder gleichzeitig mit den Taschenuhren und den christlichen Geldverleihern der Renaissance auf. Vor unserem Jahrhundert wußten weder Arme noch Reiche etwas von besonderer Kinderkleidung, Kinderspielen oder gesetzlicher Straffreiheit von Kindern. Das Stadium «Kindheit» gehörte zum Bürgertum. Das Arbeiterkind, das Bauernkind und das Kind des Edelmannes kleideten sich alle genau so wie ihre Väter, spielten ebenso wie ihre Väter und wurden wie ihre Väter gehängt.</p></blockquote>
<p style="text-align: right;">aus: <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ivan_Illich" target="_blank" class="broken_link">Illich, Ivan</a></strong> (1977 [1970]):<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Entschulung" target="_blank" class="broken_link">entschulung der gesellschaft</a>. entwurf eines demokratischen bildungssystems, S. 39-40</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p style="text-align: center;">
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=nTlUxNzt5Kw">www.youtube.com/watch?v=nTlUxNzt5Kw</a></p>
</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_739" class="footnote"><strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Philippe_Ariès" target="_blank" class="broken_link">Ariès, Philippe: Geschichte der Kindheit</a></strong></li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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		<title>Weltsicht</title>
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		<pubDate>Sun, 03 May 2009 12:30:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[die Perspektive auf das, was Weltsicht genannt wird, wird immer zuerst ästhetisch gewählt; in der Phase der Adoleszenz. Das negiert nicht die vielen Einflüsse des Umfelds, die Wahl findet im Rahmen der Angebote statt. Das mit der Arbeit, das ist dann eine andere Geschichte. &#8212; &#8230; aus der Serie 4Feldertafeln zum &#8220;Selbst Befüllen&#8221; Ähnliche Einträge: [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>die Perspektive auf das, was Weltsicht genannt wird, wird immer zuerst ästhetisch gewählt; in der Phase der Adoleszenz.<br />
Das negiert nicht die vielen Einflüsse des Umfelds, die Wahl findet im Rahmen der Angebote statt.</p>
<p>Das mit der Arbeit, das ist dann eine andere Geschichte.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="/images/4FelderTafel_Weltsicht.png" alt="Kreuztabelle Weltsicht" /></p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p>&#8230; aus der Serie <em><a href="http://www.kellerabteil.org/tag/4-felder-tafel/">4Feldertafeln zum &#8220;Selbst Befüllen&#8221;</a></em></p>
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