Archiv für die 'imagGemeinschaften' Kategorie

G’scheit Reden Termine

Letzte Woche Berlin zur Buchvorstellung im Kulturzentrum Südblock in Kreuzberg, das war nett. Ging alles so schnell nach dem #sbsmCamp, dass sich Ankündigung und Vorbereitung kaum ausgegangen sind. Am Tag nach Berlin beim Workshop dann schon gemerkt, dass etwas mit dem Rachen und Hals nicht stimmt. Seit dem liegen, Tee trinken und schwitzen. Die Nachbearbeitung des Camps muss warten. Ein paar Radio-Interviews, die noch vor oder am Camp selbst entstanden sind, die sind am #sbsmTV-Blog schon online.

Während ich in Berlin war, ist in der Jungen Welt eine Rezension von Jonas erschienen, dessen redblog es seit 2006 gibt und das ich schon lange verfolge. Gestern ist ein Interview in der Kleinen Zeitung erschienen, am Telefon schon etwas fiebrig gekrächzt und paraphrasiert zum Nachlesen. Sehr schön mit Bild vom zweiten #sbsmTaalk.

‘G’scheit Reden Termine’ weiterlesen

im zeichen der bewegung

Aufzeichnung des “zweiten #sbsmTaalks” am vorabend des zweitägigen #sbsmCamps

und das ö1 matrix feature von Anna Masoner zum camp:

‘im zeichen der bewegung’ weiterlesen

now landing: #sbsm

Mehr als ein jahr arbeit, mit unterbrechungen freilich. Unfreiwillig allerdings.
Die arbeit außerdem von 60+ personen.
Allen big thx.
«Soziale Bewegungen und Social Media», das «Handbuch für den Einsatz von Web 2.0» für politischen Aktivismus ist gedruckt, draußen, erschienen.

+ thx allen voran aber an Werner Drizhal, Gerhard Bröthaler, Clara Landler & Eva Schörkhuber.

Am mi, 21. sept 2011 findet die buchpräsentation statt. Sie wird per live-stream via www verfolgbar sein und auch aufgezeichnet: siehe tv.sozialebewegungen.org dazu.

Unten gleich ein überblick, das inhaltsverzeichnis der 32 beiträge, vorher aber noch bildimpressionen. Diaschau.

‘now landing: #sbsm’ weiterlesen

Unsere Gesellschaft aus dem Geist der Schulklasse

Heute und morgen wieder mal Diskutieren, Aufstellen, Reflektieren, gemeinsam eine gemütliche, radikale Reise unternehmen, radikal nämlich im Sinne des an die “Wurzel”, in den Maschinenraum gesellschaftlicher Operationen schauens, dabei in den Pausen plaudern, für den Unkostenbeitrag von € 5,- gut essen und einen Tag lang interessante Perspektivenverschiebung ausprobieren … natürlich offen für wer auch immer mag, Politische Bildung also, work shoppen und das endlich wieder mal dazu, was «Bildung» so zwischen Selbstbeschreibung und Fremdbeschreibung uns und der Gesellschaft und uns in unserer Gesellschaft ist … der Ausschreibungstext hier.

Begriffe, um die es gehen wird und je nach Entwicklung im Workshopverlauf gehen kann: ‘Unsere Gesellschaft aus dem Geist der Schulklasse’ weiterlesen

gefährdete parallelgesellschaften

und dann diese in pose geworfenen phrasenziselierer, die gehobenen wochenends-die-welt-kommentierer mit dem scharfen, analytischen blick aus dem ledersofa bis hin in den zitateschatz des schrumpelbürgerlichen bildungskanons: das feuilleton, verbunden durch den in serifenschrift gesetzten universalistischen code ‘koloratur über stringenz’ und das statusmerkmal des tons1, sinn im kunsthandwerk distinktionstriefender synthesen …
mannmannmann, mittlerweile glücklich reduziert darauf, eine vorderbühnig ausgestellte autistische parallelgesellschaft abzugeben, …

… auch dafür sollten wir dem internet die schuld zuschreiben

  1. der ton, der halt nicht für die belletristik oder geisteswissenschaft reicht, die man selbst gerne abgeben möchte und dem immer zuerst die sehnsucht nach der überdeckung dieser stillen sehnsucht anzuhören ist []

genug ist schon lang. ich bin dabei.

Aufruf zur Demonstration am 1. Juli, 18.30 Heldenplatz

Zustand und Gebrauch meines Innenministeriums verletzen meinen Nationalstolz. Wir können uns von rechts-rechten Übermenschen doch nicht unsere Identität und Kultur zerstören lassen, wider die Vernaderung der Menschenrechte. Genug ist Genug.

Hab das bei ichmachpolitik.at hochgeladen. Wie wärs, weitere aufrufe im netz wären ein weiteres positives signal und zeichen. Die google-Suche für GENUG IST GENUG muss doch etwas mehr hergeben können als im Moment.

also: ‘genug ist schon lang. ich bin dabei.’ weiterlesen

Zigeunerschnitzel

just for the records, ich plädiere dafür, das Zigeunerschnitzel weiterhin “Zigeunerschnitzel” zu nennen.

ok?

Wir müssen doch nicht ernsthaft breit darüber debattieren, ob diese Bezeichnung rassistisch ist! Nicht im ernst, oder? Genau, und dann vielleicht noch abstimmen, wer sich in der Debatte nach Ansicht der “community” wackerer geschlagen hat und davon die Antwort auf die Frage ableiten, ja?
Sollen die Pro’s und Con’s sich doch im web2.0 präsentieren und wir voten dann. Klick klick macht das kritische Volk.

Nääää, ob ein Ausdruck rassistisch ist oder nichts hat latürnich nichts damit zu tun, ob irgendeine Mehrheit dafür oder dagegen gefunden werden kann. Nope, hat ja nicht einmal was damit zu tun, wer besser schöner schlüssiger stringenter lauter oder nachhaltiger argumentiert, scherzt, echauffiert oder blöggt.

Tell you what, “Rassismus ist ein objektives Phänomen“. :shock:
Soviel mal meine Behauptung.1

‘Zigeunerschnitzel’ weiterlesen

  1. Nachgetragen: hier ein aktueller Beitrag aus der Blogosphäre mit dieser Stoßrichtung der Behauptung, von Jana Herwig “Warum mir das Aida Logo aufstößt“. Ich denke zu mindest, dass hier eine synonyme Stoßrichtung gemeint ist, verstehe aber das “wider eine positivistische Definition” nicht. “Objektives Phänomen” und “wider positivistische Definition” scheinen sich doch zu widersprechen und ich bin mir daher nicht sicher, ob meine Annahme der synonymen Stoßrichtung nicht eine Unterstellung ist. []

ÖffentlichkeitsBeArbeiter und Gruppenselbstbetrug

es ist weniger Journalisten versus Blogger
als vielmehr
virtuelle Realität versus Realverhältnisse.
like … Ökonomie des Massenmedialensystems z.B.

Kreuztabelle Öffentlichkeitsarbeiter

… aus der Serie 4Feldertafeln zum “Selbst Befüllen”

Baharestan Platz, Teheran

Das Tian’anmen-Massaker liegt 20 Jahre zurück, zwei Jahrzehnte und ein paar Tage. Eine Generation. Einmal Mündigkeit, Abschluss der Schulbildung, Wehrpflicht. Einmal, in vielen Weltgegenden immer noch die Regel, vor nicht allzuvielen Jahrzehnten sowieso selbstverständlich: einmal von Geburt bis zur Elternschaft.
Die Bilder von Tian’anmen sind nicht vergessen.
Sickert jetzt die Gewißheit ein, dass es sich gerade wiederholt hat? 1

Im Juni 1989 war ich 17, übergewichtig, Außenseiter in der Sportklasse, wenigstens nicht mehr so im Eck, dass ich die Arschkarte gehabt hätte; aber halt Einzelgänger, unangenehm belesen, freilich null Ahnung in Popkultur, peinlich gewandet, aber Hauptsache mit ein wenig Weltliteratur vertraut, den Anderen ein Horror im Stadt-Land-Spiel, wenn s hoch kommt 3x mal nem Mädel selbst zusammen gestellte Musikkassetten geschenkt, ernsthaft geglaubt, Hippies waren intelligente philosophische Rebellen, meinen Vater verachtet, meine Mutter gehaßt und nicht gemerkt, dass ich sie verehre und es unerwiderte Liebe war, in Globalgeschichte weit über die eurozentristische Schreibung hinaus bewandert und die GymnasiallehrerInnen für fast jedes Fach außer Deutsch und Physik auslachend.
Den Weltschmerz hatte ich schon seit einigen Jahren jongliert, und in der Haltung des Kapitäns von Siegfried Lenz’ Feuerschiff hatte ich eine Position gefunden. Dass überall auf dem Planeten Menschen unterdrückt, gequält und ermordet wurden, nämlich laufend, das war mir bewusst. Und laufend hieß, nämlich auch unabhängig von gerade aktuellen, aber in meiner Jugend (und meiner Erinnerung) sowieso fast alltäglichen Bilder und Berichten von Putschen und Konterputschen in Afrika oder Lateinamerika.

‘Baharestan Platz, Teheran’ weiterlesen

  1. ein Nachtrag: siehe dazu, dh. dazu, was am Folgetag als halbwegs überprüfbar verifiziert werden konnte die Analyse von NiteOwl. []

Die Emergenz des web2.0 als Bedingung der Möglichkeit neuer politischer Praxen

Die Präsentation zu meinem etwas theorielastigen Vortrag vom ersten Tag des PolitCamps 09 in Graz:

Weitere öffentliche Präsentationen auf slideshare von hc voigt.

Hier die pps zum d/l (1,25mb).

… so, und hier *schluck* das Video zum Vortrag: ‘Die Emergenz des web2.0 als Bedingung der Möglichkeit neuer politischer Praxen’ weiterlesen

Die seltsame “Grüne Vorwahlen”-Promo

Es ist der 22. Mai. Seit dem going public der Initiative ‘Grüne Vorwahlen’ am 1. April sind also bald 2 Monate vergangen und tatsächlich fühle ich mich bemüßigt zu erklären, warum ich erst jetzt einen BlogEintrag – eine Analyse der Sprachregelung der Initiative aus den ersten Tagen – zu dieser Geschichte online stelle.

Zum ersten ist da das morgen startende PolitCamp09 in Graz. Ich werde mich jetzt dann gleich mal Richtung Bahnhof begeben und den Zug dorthin nehmen. Für das Programm angekündigt ist auch ein Bericht von Seiten der Initiatoren und ich möchte mein Mißfallen und Unverständnis hier vorher los werden, um es für mich selbst ‘aus dem Weg‘ zu haben und es nicht vorort zu tun.

Zum zweiten, weil ich nun mal schon vor 2 Wochen für mich die im Anschluß folgende Analyse betrieben habe und der Grund, warum ich das getan habe, weiterhin virulent ist. Der Grund ist kurz gesagt die heftige Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit, die ich rund um diese Initiative wahrnehme:

‘Die seltsame “Grüne Vorwahlen”-Promo’ weiterlesen

FeZi 21|09: Die Bezugsgruppe

Etwas außerhalb der Reihenfolge gibt es hiermit ein “FeZi”. Statt des Sonntagszitats also ein Feiertagszitat. Letzten Sonntag habe ich ausgelassen, obwohl schon klar war, dass ich mit der Gruppensoziologie Claessens fortsetzen wollte.

Die im SoZi 19|09 zur ‘sozialen Gruppe’ begonnene Miniserie widmet sich heute der Bezugs- und der Orientierungsgruppe. Die im SoZi 19|09 dargestellten strukturellen Zwänge gelten weiter und müss(t)en für diese Fortsetzung der Thematik eigentlich weiter gedacht werden.1
Mit dem nächsten SoZi möchte ich mich dann der Gruppen zweiter Ordnung zuwenden.

Bezugsgruppe

‘FeZi 21|09: Die Bezugsgruppe’ weiterlesen

  1. ps: dieser Eintrag zur Bezugsgruppe passt nicht nur als Kommentar zur ‘Grünen Vorwahlen’-Initiative wie das letzte SoZi sondern erst recht:
    Allgemein auf unsere aktuelle gesellschaftliche Situation und im Speziellen auf die Parteienmobilisierungen und -demobilisierungen. Das politische Feld ist voller Gruppen, die sich abgrenzen müssen, an einander orientieren und sowohl koalieren als auch im Streit miteinander liegen. []



Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken &handeln! Willst du auch an der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien