Archiv für die 'kapitalistisch' Kategorie

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SoZi 43|09: Ganz im Gegenteil, Minister Hahn

aus aktuellem Anlass greife ich für’s Sonntagszitat mal nicht auf geduldiges Papier zurück, sondern auf ein bemerkenswertes Blog und auf einen dort eben erschienen Artikel. Betitelt mit:
Das Imperium schlägt zurück: ÖH soll Schäden zahlen

Freilich, zu den diese Woche 43|09 ausgebrochenen Uniprotesten gäbe es viel mehr zu sagen, zu schreiben, zu tippen, zu tweeten, zu bloggen.
Nur, folgendes Zitat says it all1. An die Adresse des Wissenschaftsministers Hahn, ist das das Treffendste, was mir bislang untergekommen ist. Speaks for itself:

Erst wenn der Protest der Studierenden ernst genommen wird und zu Konsequenzen, also zu besseren Studienbedingungen aller Bildungshungrigen führt, wird der Schaden, den die Inaktivität der bildungspolitisch verantwortlich Einflussreichen an der Gesellschaft anrichtet, wieder gut gemacht werden können.

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  1. Es stammt von Ass. Prof. Dr. Karl Heimberger,  Betriebsrat der MedUni Wien. []

Strukturwandel der Schaufenster

Der ökonomische Strukturwandel hinter den Fassaden der Schaufenster, va. über die Jahre frappierend.
Wie war das noch x mit Fordismus zu Postfordismus?

Kreuztabelle Der ökonomische Strukturwandel hinter den Fassaden der Schaufenster

… aus der Serie 4Feldertafeln zum “Selbst Befüllen”

Elias Bierdel hat den Friedensnobelpreis nicht bekommen

hätte ihn aber zweifellos mit seiner ganzen Gruppe und der Organisation borderline-europe verdient.

der 1std. 22min Vortrag auf ichmachpoltik.at

… ansonsten ohne Worte, so viel es hier auch zu schreiben, zu schreien, zu verlinken gäbe. Nur noch soviel:
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SoZi 26|09: Die Macht und die Kritik

Wer könnte unter dieser Überschrift anderer zu erwarten sein als der Foucault Michel.

Also wieder ein Anlass evoziertes Sonntagszitat.

Am 25. Juni jährte sich sein Todestag zum 24ten mal, bereits ein Vierteljahrhundert also müssen (u.a.) die Sozialwissenschaften ohne neue Interventionen durch diesen Unbestechlichen, Philosophen, Psychologen, Historiker, Samurai, Rebellen, Empiriker, Archäologen und Forensiker, Vortragenden, Kritiker, Lehrer, Ideengeber, Theoretiker, … auskommen;
und ein Vierteljahrhundert arbeiten wir uns quer durchs Gemüsebeet schon an seinem Werk ab und das Werk wird noch lange ausreichend Widerständigkeit an den Tag legen, dass ein Ende des Abarbeitens nicht abzusehen ist.

Hier zwei kurze Passagen aus dem Werk:

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SchwarzBlau ist keine Emulsion

SchwarzBlau hat sich seit 1999 nicht mehr getrennt, wie das bei einer Emulsion längst der Fall hätte sein müssen. Die wenigen liberalen Segmente der ÖVP bleiben kaltgestellt und driften immer weiter in eine innerparteiliche Belanglosigkeit und das Ausgedinge ab; soferne das überhaupt noch geht.

Gesellschaftspolitisch hat die weltoffenere und konsensuale Wirtschaftskammer das Heft bereits lange an die radikale Industriellenvereinigung abgegeben. Die Überraschung, dass die IV durch den Abgang der Schüssel-Junta hier nicht geschwächt und die Wirtschaftskammer nicht gestärkt hervorgegangen ist, zeigt mehr als alles andere die waren Kräfteverhältnisse im konservativen Spektrum.

Dort, wo die ÖVP nicht mit der FPÖ zu einem ideologischen Konglomerat verdichtet ist, dort retardiert sie in Richtung der Christlich-Sozialen der Johann Schober und Ignaz Seipel Epoche.

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‘Wir verzichten nicht!’-Demonstration

Impressionen von der Demo heute am 13. Mai 2009.

Link zum Album hier.

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best of #mehdorn tweets

Hartmut Mehdorn, Hauptverantwortlicher für Stasi-Bespitzelmethoden, Lug und Trug bei der im Staatsbesitz befindlichen Deutschen Bahn, hatte endlich seinen Rücktritt als Bahnchef bekannt gegeben. Dass er das getan habe, das hatten die Massenmedien berichtet.

Jetzt verlangt Hartmut Mehdorn Millionen Euro als Abfindung, was wohl niemanden überrascht. Und: PolitikerInnen wie BürgerInnen entblöden sich nicht, Mehdorn zu mehr Fingerspitzengefühl zu gemahnen. Als ob Fingerspitzengefühl irgendein relevantes Kriterium dieser Gesellschaft wäre.

Anyway, ich nehm’ die prototypischen Vorgänge rund um Mehdorn, den Managerfeudalismus, die Kontrollgesellschaft und das Kriterium des Fingerspitzengefühls zum Anlass einer persönlichen Best of Tweets‘-Liste zum Stichwort Mehdorn.1

Hier meine Auswahl als Bildstrecke:
‘best of #mehdorn tweets’ weiterlesen

  1. Tweets: Meldungen von Benutzern von Twitter, dem Mikro-Blogging-Dienst der Stunde. Soll heißen, sms-lange Ausrufe, die via www weltweit abrufbar, durchsuchbar und im www archiviert sind. Es gibt Hunderte Tweets – Meldungen via Twitter – zu Mehdorn … []

sollte nicht eigentlich das Verursacherprinzip gelten?

zum letzten Eintrag ‘Es gilt das Verursacherprinzip, stupid!‘ hier eine Fortsetzung:

und sensationell Gerhard Polt: ‘sollte nicht eigentlich das Verursacherprinzip gelten?’ weiterlesen

Es gilt das Verursacherprinzip, stupid!

that’s why: Wir zahlen nicht für eure Krise!
Denn warum sollte hier nicht auch das Verursacherprinzip gelten?1

Und während die Massenmedien halbtäglich die Aussendungen eines Vereins mit gerade mal 3.500 Mitgliedern in den scheinbar öffentlichen Raum verbreiten, gehen Zehntausend aus verschiedenen, gesellschaftspolitisch wichtigeren Vereinen in den öffentlichen Raum demonstrieren.
Freilich, wenn Vereine wie attac und greenpeace und global 2000 und die grünen und die Gewerkschaften et cetera et cetera et cetera am 28. März zu einer Demo aufrufen, dann ist das den unabhängigen, den ausgewogenen, den privaten und den öffentlich-rechtlichen Massenmedien kaum eine bis keine Meldung wert.

[fotoalbum auf flickr]

Klar, die 3.500 Mitglieder der Industriellenvereinigung haben – wahrscheinlich jedes Mitglied für sich – mehr Kapital zur freien Verfügung als alle an der Demo beteiligten Vereine und deren Mitglieder zusammen.

‘Es gilt das Verursacherprinzip, stupid!’ weiterlesen

  1. klar, ‘wir’ müssen die Krise so oder so zahlen und ‘wir’ werden noch eine gute Zeit des ‘Lebens in und mit der Depression‘ brauchen – inklusive der Sozialisierung der Verluste und Risiken -, bis ‘wir’, dh. nennenswerte Segmente der Gesellschaft ernsthaft zu wehren beginnen. I know, I know. []

Die Farce des degoutanten Poseurertums

Bilderstrecke einer Bilderstrecke:

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Chomsky, Agitation und austriarkischer Dumpfbacken-Journalismus

Noam Chomsky begeht heute seinen 80ten Geburtstag; geboren am 7. Dezember 1928.

Dazu bringt ORF.On folgendes auf seiner Titelseite:

Für den Artikel, Klick auf das Bild

Der folgende, freilich anonyme Artikel schwingt sich zum moralischen Urteil über den Agitator” (WIkipedia) auf:

Bis zuletzt hat Chomsky auch nicht aufgehört, seine Kampfschriften verfassen. [..] Schwarz-Weiß-Malerei würde er betreiben, vielfach Plattitüden bis hin zu Verschwörungstheorien verbreiten. Und wirklich neu und überraschend seien mittlerweile die wenigsten seiner Argumente. [..] Seine weiße Weste als moralische Instanz hatte damals einige Flecken abbekommen.

Ja, das ist halt das Standard-Niveau unseres ORF-Journalismus (ha, wie doppelsinnig “Standard-Niveau”! :twisted: ). So gesehen könnte der Eintrag auch lauten ORF-Niveau vs. SRG-Niveau; siehe dann unten.

Agitation ist das Geschäft des Mediensystems
Der Dumpfbackenjournaille ließe sich ja leicht der Spiegel vorhalten.  Wie konsistent ist es denn, einem anerkannten Kritiker, der in Büchern und Zeitschriften publiziert Agitation zu unterstellen, wenn die Massenmedien selbst zu den Kriegen – think z.B. Irak – und Krisen – think z.B. Finanzsystem – aufrufen.

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notizen zu ‘amateure im netz’ buchvorstellung/podiumsdiskussion

@stormgrass hat mir im vorfeld den auftrag erteilt,
die definition von ‘amateure im netz‘,
die bei der veranstaltung im depot-café bemüht würde,
mit zu kartographieren.

… und dann zu twittern …

Well. Had me laptop on my knees and happend to hammer down notices all throughout the presentation and following discussion. Can’t make that into 140 characters.
I was pissed of. Only the last 15 minutes made any sense and had me calmed down.

funny thing, this may have been the first such event, where I didn’t join the discussion. Can’t keep me mouth shut; normally.
This time, no chance. No idea, where to start, if I had taken the mike. To much on my list of notes …

… but that’s exactly why I now publish my whole remarks here.

So, without further ado, here’s what I typed down into ‘amateure im netz.txt’. Not edited, not nice. Maybe I’ll get back to it and will write a little bit more about this evening, the evenings discussion and the dynamic of this talk.

— amateure im netz.txt —

‘notizen zu ‘amateure im netz’ buchvorstellung/podiumsdiskussion’ weiterlesen




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