Archiv für die 'orf' Kategorie

the ubiquitous unibrennt cloud featured auf Ö1

Vor ein paar wochen hier dokumentiert: die “the ubiquitous #unibrennt cloud” – anno dazumal noch nicht so heißend ;-) – ward um einreichung für einen prix ars electronica gebeten worden. Und nun hat die allgegenwärtige wolke von einer sozialen bewegung auch einen preis gewonnen.

Gekommen ist das so, nachzulesen im wiki …

Und Sonja Bettel berichtet in der Sendung Digital.Leben auf Ö1 mit einem schönen beitrag heute so davon:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Die Reaktionen sind freilich unterschiedlich. Während ein kleines grüppchen der die einreichung bestellt habenden wolke sich gestern nacht noch traf1, um vor dem hintergrundrauschen der lüftung des café stein ein video aufzunehmen … ‘the ubiquitous unibrennt cloud featured auf Ö1′ weiterlesen

  1. lyrisch, nicht? []

Gegenüberstellung #unsereuni – Gio Hahn

Nun, nicht dass das jetzt noch allzu relevant erscheint, aber die Forderungen und Wünsche der BesetzerInnen des Audimax und das Programm von ‘lame duck‘ Wissenschaftsminister Hahn scheinen mir nicht unüberbrückbar weit auseinander zu liegen.

Ein Vergleich der Programme
Hier zuerst der Forderungskatalog der BesetzerInnen von #unsereuni, wie er am Freitag, dem 30. November 2009 mit diesem Stand der Forderungen zuletzt beschlossen wurde; basisdemokratisch durch das Plenum des Audimax:

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Chomsky, Agitation und austriarkischer Dumpfbacken-Journalismus

Noam Chomsky begeht heute seinen 80ten Geburtstag; geboren am 7. Dezember 1928.

Dazu bringt ORF.On folgendes auf seiner Titelseite:

Für den Artikel, Klick auf das Bild

Der folgende, freilich anonyme Artikel schwingt sich zum moralischen Urteil über den Agitator” (WIkipedia) auf:

Bis zuletzt hat Chomsky auch nicht aufgehört, seine Kampfschriften verfassen. [..] Schwarz-Weiß-Malerei würde er betreiben, vielfach Plattitüden bis hin zu Verschwörungstheorien verbreiten. Und wirklich neu und überraschend seien mittlerweile die wenigsten seiner Argumente. [..] Seine weiße Weste als moralische Instanz hatte damals einige Flecken abbekommen.

Ja, das ist halt das Standard-Niveau unseres ORF-Journalismus (ha, wie doppelsinnig “Standard-Niveau”! :twisted: ). So gesehen könnte der Eintrag auch lauten ORF-Niveau vs. SRG-Niveau; siehe dann unten.

Agitation ist das Geschäft des Mediensystems
Der Dumpfbackenjournaille ließe sich ja leicht der Spiegel vorhalten.  Wie konsistent ist es denn, einem anerkannten Kritiker, der in Büchern und Zeitschriften publiziert Agitation zu unterstellen, wenn die Massenmedien selbst zu den Kriegen – think z.B. Irak – und Krisen – think z.B. Finanzsystem – aufrufen.

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Fuhrmann: “uns fehlt es an Substanz”

Freudscher Versprecher.
Sagen wollte sollte(?) Silvia Fuhrmann beim gemeinsamen Wahlkampftermin mit Chef Molterer: “uns geht es um Substanz statt Pflanz“. :mrgreen:
An sich schon ein peinsam peinlicher Spruch. Schön im FPÖ-Duktus. Vorzeigephrase. Aber dann stottert die noch Nationalratsabgeordnete im nächsten Satz tatsächlich ihrerseits,

… ich glaube leere Worthülsen ah und ah zerplatzte Seifenblasen, SPÖ-Versprechen haben wir genug gehört …

lol *schnief* Und damit schiesst sie in diesem Soundschnipsel nicht mal den Vogel ab. Lachen musste ich schon vorher. Hier ein kurzer Mitschnitt aus dem Ö1 Mittagsjournal von heute:

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Gusi auf staatstragenden Reisen …

bye bye Gusi, es war schön mit dir, es hat mich sehr gefreut. *kchh kchh*

Der O-Ton aus dem Mittagsjournal, siehe diese Reportagen-Besprechung.1

Schwanengesänge in der Blogosphäre
Nachrufe und weitere Reiseempfehlungen gibt es übrigens allerorts:
Joachim Riedl schafft es trotz optischer Unstimmigkeiten, die intermezzierende Doppelspitze unserer Sozialdemokratie als “Desperate Housewives” zu identifizieren.
Helge basht ausnahmsweise mal die Organisationsform der institutionalisierten Sozialdemokratie -- Anmerk.: heißt “SPÖ” und hat Parteistatus -- und fühlt sich aller Notwenigkeit zum Trotz doch bemüßigt, sich dafür gleichzeitig zu entschuldigen. Was soll ich sagen, I feel the pain.

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  1. Etwas veraltete, diese Perle kritischer Berichterstattung, aber aus gegebenen Anlass noch einmal hervorgekarrt. ;-) []

Schweizer Projektmanagement zur EM

(aus aktuellem Anlass aus dem Archiv hervor geholt,
ursprünglich im Oktober 07 gepostet.)

Die braven Schweizer sind ja berühmt für ihre Gründlichkeit und Genauigkeit. Die ist bekanntermaßen sprichwörtlich! Siehe nur die weltweit verbreiteten Klischees vom typischen Schweizer.1 Und das Bild, dass wir von den nachbarschaftlichen Eidgenossen haben, das trügt nicht. Hier der Beweis!

Minutiöse Planung von … äh … kollektiven Emotionen
Genau, sie haben in einem 4-stufigen Ablaufplan gründlichst vorausgeplant, wie sich im Vorfeld der Fußball-EM die allgemeine Stimmung zu entwicklen hat. Herrlich!!! Dazu hat der Bund eigens einen Projektleiter bestellt. Und der erklärt das noch dazu so rührend, seinen 4-Stufen-Plan.
(4-Stufen-Plan mit Zielvorgabe ‘vibrr-rrra-tiiii-onn‘, genial.)

Das erklärte Ziel dieses Plans? Den legt Projektleiter Benedikt Weibel im Ö1-Interview wie folgt fest:

Die EM solle die Schweiz in Vibration bringen!

Nicht dass Sie denken, dass das nur andere könnten. Die Schweizer können schon auch vibrieren. Sie brauchen halt einen 4-Stufen-Plan dazu, aber dann wird das schon.
Und dann wird vibriert! Und zwar gründlich.

Reinhören, es ist genial. Versprochen.

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  1. Punkto Schweizerinnen fällt mir diesbezüglich übrigens kein bekanntes Klischee ein. Weiß wer warum? Bzw. … mhm … Heidi? []

weiterhin IV-Belangsendungen im Ö1 Inforadio

Hören Sie sich das an!
Atemberaubend was da wieder über den Äther des Öffentlich-rechtlichen geht. Die pure Belangsendung für die österreichische Industrie. Wieder einmal. Plattester PR-Journalismus wie er seit der Amtsübernahme des neuen Chefredakteurs für “Wirtschaft” im Ö1 Inforadio offensichtlich zum Prinzip werden soll. Aber hören Sie selbst. :roll:

Vorgeschichte
… gestern spät und müde nach Hause gekommen. Ich finde u.a. ein email vor, ich solle mir das heutige Mittagsjournal nachhören.
Nebenbei bemerkt, das geht über Webstream ja ganz angenehm und mach ich immer wieder mal gern. Nur in den letzten Monaten hab ich das eigentlich aufgegeben.
Jedenfalls, wir schreiben den 13.5.08 und das entsprechende Mittagsjournal lässt sich idR 24 Std. nachhören; und aufzeichnen.

du musst unbedingt ö1-mittagsjournal nachhören. Den beitrag über UNSEREN KANZLER IN BRASILIEN: verarschen die ihn? verarschen die sich selber? meinen sie diesen beitrag am ende ernst?
Fragen über Fragen – das gehört in das kellerabteil zum immer und immer wieder anhören!
Bei Minute 44:44 …

Der Anlassfall
‘weiterhin IV-Belangsendungen im Ö1 Inforadio’ weiterlesen

Wohin ist der Austrofaschismus verschwunden?

Ich meine, hey, ehrlich. Da war doch was, oder? Und jetzt die letzten Tage klang das ganz so als wär da nichts gewesen. Austrofaschismus?
Ich bin ja nicht Historiker und … aber geht es eigentlich nur mir so? Das muss doch anderen auch aufgefallen sein?

Nicht dass das mein einziges Stirnrunzeln rund um die aktuelle Gedenkjahrberichterstattung und zu den Reden zu 1938, Anschluss und Widerstand wäre … halt, äh, moment mal … Widerstand? Ok, nochmal. Nicht dass das mein einziges Problem mit den Kommentaren, Blurps und Blaahs von ex-höchster Familie bis zu den “kleinen Mann”-Postings wäre. Und überhaupt gibt es andere Probleme. Mein Rücken kann’s wieder. Dann die Fruchtfliegenattacke. Die reale Inflation meines eigenen kleinen Warenkorbs. Etc.

Trotzdem hab ich an der Berichterstattung nicht ganz vorbei hören und lesen können. (Hab v.a. Ö1 Beiträge, orfon science und bißchen derstandard konsumiert.) Und ich frage mich nun seit Tagen immer mehr folgendes:
bringt dieses Gedenken an 1938 nun die Einführung einer neue Sprachregelung, mit der der Rückblick auf die 1930er Jahre vom Begriff “Austrofaschismus” vollkommen gereinigt wird? Bzw. von den Begriffen Austrofaschismus und Klerikalfaschismus?

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Wohin steuert die Demokratie?

… ein ausgezeichnetes Radiofeature von Ö1, welches ich hier teilen möchte:

Wohin steuert die Demokratie?
Ein Radiokolleg von Martin Adel, der für viele ausgezeichnete features verantwortlich ist. Dafür ist ihm und Ö1 zu danken. Bildungsauftrag at its best!
Besonders hervorheben muss ich in diesem Zusammenhang übrigens die Themenauswahl der Radiokollegs von Martin Adel. Die ist erstens nicht selbstverständlich sondern eher außergewöhnlich im Strom der Medienlogik, und zweitens ist sie “to the point”. Gesellschaftlich relevant mit hoher Sensibilität für eine Form der Aktualität, die nichts mit der schnelldrehenden Tagesaktualität zu schaffen hat, aber viel mit dem Gespür für prinzipielle und in die Zukunft weisende Bezogenheit auf gegenwärtige Gegenwart.

hier mein Mit- und Zusammenschnitt (90 Minuten):

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Kopfschütteln über Michael Csoklich

Damn it Janet, dieser Ausfall und Ausrutscher des ORF Wirtschaftsjournalisten Michael Csoklich ist schon wieder eine Woche her. Aber gut, wenigstens kann mir kein Ringen um Tagesaktualität vorgeworfen werden.
Ablegen und archivieren muss ich das jetzt dennoch hier im Kellerabteil, wenn auch knappest und ohne in der Breite und Tiefe auf darauf einzugehen. Aber der Reihe nach, worum geht es.

Vor gut einer Woche wird in Oberösterreich ein geplanter Börsegang abgesagt. An die Börse gebracht werden sollte nach dem Willen der im Lande regierenden VP die landeseigene Energie AG Oberösterreich.
Am 9.1., einen Monat vor dem anvisierten Termin für den Börsegang, sagt Landeshauptmann Pühringer diesen Teilbörsegang ganz ab.

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Zur Geschichte des politischen Verbalradikalismus

Schon wieder Ö1. Heute schlicht Werbung.

Ö1 hat ein Download-Service. Mensch kann dort Sendungen herunterladen, muss dazu allerdings Ö1 Mitglied werden/sein und einen Obolus berappen.

Ums ganz dezidiert zu sagen, ich kann das nur empfehlen!
Es zahlt sich aus.

Also, u.a. als Werbung für dieses Ö1 Service, hier der Zusammenschnitt des fünfteiligen Feature Vom Wort zur Tat – Zur Geschichte des politischen Verbalradikalismus.
Von Paul Sailer-Wlasits.
Dauer: 20 Min.

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yellow press Ö1 Mittagsjournal

Gerade lief ein Beitrag im Ö1 Mittagsjournal, der einem öffentlich-rechtlichen Medienhaus zur Schande gereichen sollte1, geschweige denn dem Inforadio Ö1. Ein Lehrbeispiel für die Peinlichkeit eines scheiternden Qualitätsjournalismus.

Elisabeth Manas berichtet tränenreich im Stil der yellow press, der RegenbogenPresse:

Der General kämpf mit den Tränen. Pervez Musharraf nimmt schweren Herzens Abschied von der Armee, die ihm 46 Jahre lang Heimat und Familie gewesen ist.

… erzählt die Journalistin mit emphatisch mitfühlender Stimme. Dabei sind die obigen zwei Sätze ihr Einstieg. Die fett hervorgehobenen Worte betont sie besonders, ihr Ton ist nicht sachlich sondern eben … yellow press.

Nur einen Satz von Elisabeth Manas später kommt Musharraf im O-Ton selbst das erste Mal zu Wort. Seine Stimme ist erstickt und emotional, hat einen klagenden Ton. Elisabeth Manas spricht leicht zeitversetzt eine Übersetzung ins Deutsche und gibt dem Militärchef ‘der besten Armee der Welt’ damit noch mehr Raum für die Aufführung einer Operette:

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  1. Ich schreibe ’sollte’, weil dem freilich nicht so ist, dass so ein Beitrag als Problem, als unwürdig und peinlich betrachtet wird. Dieser Beitrag ist erstens bei weitem nicht das peinlichste und schlechteste, was der ORF liefert. Bei weitem nicht. Zweitens gereicht so ein Beitrag dem ORF in so ferne nicht zur ‘Schande’, als sich niemand daran stößt. Wir sind Medienmüll gewohnt und nehmen kaum Anstoß. Es gibt so gut wie keine Kultur der Medienkritik in Österreich und die ersten, die darunter leiden, sind die Qualitätsmedien selbst, erst in zweiter Linie wir, die ‘Öffentlichkeit’. []



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