Archiv für die 'pathetisch' Kategorie

#sbsm Besprechung von Radio Stimme

aus dem off der zauberberghaften exklusion, dem koma des endlich wieder therapieprimats und als lebenszeichen vor allem mir selbst gegenüber, arbeit an der contenance bis der faden der geduldkraft reißt bzw. damit das nicht passiert, um zwischen den alle-zwei-tage-therapieeinheiten rhythmus auch kontraakzente sichtbaren bewusstseins zu setzen, mir wachzustände zu beweisen als bausteine der motivation weitere anstehende arbeiten anzugehen, und weil ich gerade den lang aufgeschobenen re:publica cfp angehe, hier den banner gesetzt habe, also mein eigenes verstaubtes kellerabteil kurz aufgeschlossen habe, na da publizier ich doch gleich was, denke ich mir; publiziere etwas und mach’s schon, schneller als ich für die einzelaktionen überlegen-vornehmen-entschließen brauchen würde, tipp ich da und lass ein bisschen dampf ab, dampf, der mit der zuerst getippten überschrift und sogar zu aller erst eingefügten embed-code absolut nichts zu tun hat.

sei s drum, it’s three in one, stimmungsbericht/ventil-post, was eingebettetes und was zum anhören1

*juppidoo* (as in “doo”)

  1. ach ja, das schnipsel ist teil einer einstündigen radiosendung, dokumentiert hier. []

tom. tom? let me fall out of the window with confetti in my hair

whether cubans, styrians or lieutenants r hittin the floor. whether this night, her night or mad e’leine albright coughing till she’s sore. whether she tells me her or we’re tellin us our secrets or the sun goes down … or whatevermore .. I tell u all my secrets but I lie about my past … don’t send me off … no, yes .. not off 2 another town, just

send me off 2 bed forever more

datenbereinigung. defrag. ich-partikel.

symbolische arbeit im ablagesystem. registry cleaning overdue. neu aufsetzen, formatieren und noch x so tun wie neu. für den laptop schon zu spät, reparaturen gescheitert. traurig, aber eine nachrangige front.

die adresse fünf layer unter der stabilen dreiecksbeziehung bett – schreibtisch – badewanne. ort des gruppenspeichers der hausparteien, access nur für haustorschlüssel berechtigte, pass durch die gitterstäbesperre zum wendeltreppenpfad. gestampfter boden atmet modrige feuchte aus. staubig-klebrige gänge in eine ungepflegte ordnerstruktur. die orientierung auch durch evozierte unlust angegriffen. fünf stockwerke unter dem lebensmittelpunkt herrscht eine systematische lieblosigkeit wie in temp-ordnern. das ist ein usability fremdes gebiet weit abseits des behaglichen rückzugsgebiets. die arbeit hier ist auch anstrengend, weil unangenehm. und dabei würde simple draufsicht die distanz, den abstand von fünf stockwerken, die wegstrecke in die nur symbolisch entfernte peripherie nicht x abbilden. den abbruch in angehäufte mitgeschleppte tote und lebendige, unbestimmte wie unnötig umleitende datenbestände. weniger sauhaufen als überfrachtung.

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aint no reboot option for life n memory

deconstruction
und
re-conglomération
aller instanzen des
ichs
bis hinunter zur ebene der
faszien,
sehnengewebe,
der drainage des lymphsystems,
der geografie der inneren organe,
der topografie des leibs,
des glimmens der augen …
quasi eine ‘all inclusive reconfig’ leistung/
-arbeit.
da ich vorher
immer
dem wahnsinn entsprungen bin,
warum sollte ich den schrein
jetzt
betreten.

leben radscha.

ein simples wie klares solidarisches ‘Fuck You’

Um aus dem Kopfschütteln wieder rauszukommen, ich wiederhole mal meinen Twittereintrag von vor ein paar Minuten:

penetrante selbstanmaßung scheint die trendsportart des frühlings zu sein

Ansonsten wär ich beinahe sprachlos. Hybris galore. Gestern nacht, nach hause kommend und tweets1 nachlesen, wollte ich ja noch an eine halblustige “Kunstaktion” und Intervention im onlinemedialen Bereich glauben.

Da konstituiert sich ein selbst ernannter “Online-Sitten-Wächter“-Club und Vorstand, ua. mit einem Generalsekretär, der mir noch als Spammer unangenehm in Erinnerung ist.2 Will die Gruppe humorvoll und mit Techniken der Kommunikationsguerilla auf die zunehmende Dämonisierung des Internet und auf laufende Zensurabsichten durch Regierungen aufmerksam machen, die sich damit zu Erfüllungsgehilfen von Großkonzernen mit klar ökonomischen Absichten machen? Oder was soll das?

Der angemaßte Sitten-Wächter-Auftrag scheint ernst gemeint zu sein
… und erinnern mich an Karl Rove und Dick Cheney, wie sie für die Klassifikation von guten Demokratien, nicht so guten “alten Demokratien” und Achsen der Bösen stehen.
… erinnern mich an die rassistische FPÖ, wie sie für Bürgerwehren und für Recht und Ordnung eintritt.
… erinnert mich an die Erfindung von Kontrollinstanzen gegen einen unverantwortlich agierenden Finanzmarkt, die dann mit Investment-Bankern und Apologeten des deregulierten Selbstbedienungskapitalmarkts besetzt werden.
… erinnert mich an europäische Lebensmittelkontrollbehörden, in denen die Lobbyisten der Pharmaindustrie und Lebensmitteldesigner sitzen.

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  1. Kurznachrichten über den web2.0-Dienst Twitter, der das abonnieren von anderen Benutzern sehr einfach und praktisch möglich macht. []
  2. Ich hatte irgendwann mal Ritchie B. Pettauer als Follower auf Twitter, habe festgestellt, dass dieser mit dem bekannten Datenschmutz-Blog einiges Renomée hat und habe daraufhin meinerseits auf ‘Follow’ geklickt. Im übrigen trotz des Eindrucks eher uninteressanter Tweets mit noch dazu einiger EigenPromo. Allerdings bekam ich dann irgendwann bald ‘Direct Messages’ mit Eigenwerbung des Herrn Pettauer, den ich ansonsten ja nicht kenne. Ein klarer Fall von Unhöflichkeit und Spam. Seit dem habe ich diesen Twitter-Account auch wieder entfollowed. Jetzt stellt sich selbige Person als Sittenwächter für das Internet dar? []

Die Farce des degoutanten Poseurertums

Bilderstrecke einer Bilderstrecke:

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notizen zu ‘amateure im netz’ buchvorstellung/podiumsdiskussion

@stormgrass hat mir im vorfeld den auftrag erteilt,
die definition von ‘amateure im netz‘,
die bei der veranstaltung im depot-café bemüht würde,
mit zu kartographieren.

… und dann zu twittern …

Well. Had me laptop on my knees and happend to hammer down notices all throughout the presentation and following discussion. Can’t make that into 140 characters.
I was pissed of. Only the last 15 minutes made any sense and had me calmed down.

funny thing, this may have been the first such event, where I didn’t join the discussion. Can’t keep me mouth shut; normally.
This time, no chance. No idea, where to start, if I had taken the mike. To much on my list of notes …

… but that’s exactly why I now publish my whole remarks here.

So, without further ado, here’s what I typed down into ‘amateure im netz.txt’. Not edited, not nice. Maybe I’ll get back to it and will write a little bit more about this evening, the evenings discussion and the dynamic of this talk.

— amateure im netz.txt —

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Wo is n jetzt die verfickte Pietät?

Boy oh boy, der Wahlkampf ’08 hat web2.0 in Österreich ja einen ziemlichen Boost verschafft. Aber für die Ankurbelung von Vernetzung und traffic in den schönen web2.0-Strukturen, hey, da geht doch nichts über den Heldentod eines Volkstribunen, ha? Oder? Ha?
big-time-boost!!

War’s ein Attentat? Und wenn, wer war’s? Mossad? Raiffeisen? Die Ostküste?

Oder müsste man gut 180km/h mal 1.8 Promille (das treibt den Evil Knievel-Quotienten auf stolze 330) bei einem 58jährigen Pensionsberechtigten eher Selbstmord nennen?

Wie ist der Verunglückte posthum zu würdigen?

Hab ich in meinem Posting, Kommentar oder Blogartikel auch sicher irgendwie die Notwendigkeit der Pietät eingebaut?

Hab ich eh nicht vergessen, der Familie des Verunglückten in jedem hintersten Eck von wordpress.org, twitter, derstandard.at und weißgottnochwo meine Anteilnahme zu versichern?
Hey, sie werden’s sicher lesen und sich freuen!

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Erde an Hausverstand, Erde an Hausverstand!

Lieber Hausverstand, wie oft soll ich es Dir noch sagen, es funktioniert nicht!

Wenn auf den Billa Kautschukknödeln noch fünfmal “Knusprige Laugensemmel” draufsteht, von allen Adjektiven nämlich “Knusprige“!, dann bleiben es deswegen immer noch gatscherte und bis in die Ewigkeit und drei Tage elastische Teigklumpen. Einsatzmöglichkeit sonder Zahl. Auf Anhieb fiele mir etwa Wärmedämmung ein. Aber Essen?
Von wegen knusprig, da hilft kein Toasten und kein kein Grillen. Try Holzkohle, try 180° Heißluft, try offenes Lagerfeuer, da hilft nix auch nur ein bißchen. Die Teile kann man vielleicht panieren und herausbacken, aber selbst dann bleibt der Mantsch letschert. Maximal 2 Millimeter Kruste Panier. The rest stays the same.

ja, natürlich ...ABER: überhaupt von wegen “Aktion!“.
Lieber Hausverstand, es ist keine “Aktion!“, wenn vier hatscherte Weckerln zusammen 30 Cent weniger kosten würden als der Multiplikator 4 mal dem Einzelpreis ergibt. Nicht wenn die “Aktion!” vierer hatscherter Weckerln auf mehr kommt, als ein halbwegs genießbares Brot kosten sollte.
(Hat sowie so alles die Konsitenz von MacDonalds Food.)

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Wer will mich?

Sein Name ist Willi.
Will sucht Sicherheit. Kann ihm bitte jemand helfen? (Wir können diese verängstigten Augen, den hilfesuchenden Blick nicht mehr aushalten. So traurig.)
Willi ist ganz harmlos, sauber und ruhig. Er leidet vielleicht hie und da unter Selbstüberschätzung, macht aber keine Probleme …

Wer kann ihm die Sicherheit geben, die er sucht und braucht?

Willi Molterer sucht Sicherheit

Aber ernsthaft, was soll das? Zuerst diese dümmlichen Plakate mit dümmlichsten Sprüchen auf rotem und blauen Hintergrund. Rot-blauer Hintergrund?
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Gusi auf staatstragenden Reisen …

bye bye Gusi, es war schön mit dir, es hat mich sehr gefreut. *kchh kchh*

Der O-Ton aus dem Mittagsjournal, siehe diese Reportagen-Besprechung.1

Schwanengesänge in der Blogosphäre
Nachrufe und weitere Reiseempfehlungen gibt es übrigens allerorts:
Joachim Riedl schafft es trotz optischer Unstimmigkeiten, die intermezzierende Doppelspitze unserer Sozialdemokratie als “Desperate Housewives” zu identifizieren.
Helge basht ausnahmsweise mal die Organisationsform der institutionalisierten SozialdemokratieAnmerk.: heißt “SPÖ” und hat Parteistatus – und fühlt sich aller Notwenigkeit zum Trotz doch bemüßigt, sich dafür gleichzeitig zu entschuldigen. Was soll ich sagen, I feel the pain.

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  1. Etwas veraltete, diese Perle kritischer Berichterstattung, aber aus gegebenen Anlass noch einmal hervorgekarrt. ;-) []

hey, danke für mein lächeln

Am Montag, am Montag da waren es die bi-ba-büchereien. :-)
(Das Lächeln hab ich immer noch um die Mundwinkel.)

Gestern, dienstags, da war es ein Email aus einem BR-Büro aus dieser gut Eisenstadt großen Kleinstadt mitten im .. und am Rande vom 9ten.
Das, und der Blick auf das Logbuch am Armaturenbrett (engl.: dashboard) von WordPress.

Heute war es ein lunarisch-qummonistischer Eintrag, der mit einem Zitat Erich Frieds ansetzt und dem Anklang einer positiven Utopie endet.
Eine Utopie, an die ich, ganz bar jeden Zynismus, wirklich glauben kann und mag.

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