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	<title>kellerabteil 2.0 &#187; pathetisch</title>
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	<description>notizen gegen die unaufhaltbarkeit des bewusstseinsstroms</description>
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		<title>#sbsm Besprechung von Radio Stimme</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 15:15:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[aus dem off der zauberberghaften exklusion, dem koma des endlich wieder therapieprimats und als lebenszeichen vor allem mir selbst gegenüber, arbeit an der contenance bis der faden der geduldkraft reißt bzw. damit das nicht passiert, um zwischen den alle-zwei-tage-therapieeinheiten rhythmus auch kontraakzente sichtbaren bewusstseins zu setzen, mir wachzustände zu beweisen als bausteine der motivation weitere [...]
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<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2011/09/now-landing-sbsm/' rel='bookmark' title='now landing: #sbsm'>now landing: #sbsm</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>aus dem off der zauberberghaften exklusion, dem koma des endlich wieder therapieprimats und als lebenszeichen vor allem mir selbst gegenüber, arbeit an der contenance bis der faden der geduldkraft reißt bzw. damit das nicht passiert, um zwischen den alle-zwei-tage-therapieeinheiten rhythmus auch kontraakzente sichtbaren bewusstseins zu setzen, mir wachzustände zu beweisen als bausteine der motivation weitere anstehende arbeiten anzugehen, und weil ich gerade den lang aufgeschobenen <a href="http://re-publica.de/12/call-for-papers/" target="_blank" class="broken_link">re:publica cfp</a> angehe, hier den banner gesetzt habe, also mein eigenes verstaubtes kellerabteil kurz aufgeschlossen habe, na da publizier ich doch gleich was, denke ich mir; publiziere etwas und mach&#8217;s schon, schneller als ich für die einzelaktionen überlegen-vornehmen-entschließen brauchen würde, tipp ich da und lass ein bisschen dampf ab, dampf, der mit der zuerst getippten überschrift und sogar zu aller erst eingefügten embed-code absolut nichts zu tun hat.</p>
<p>sei s drum, it&#8217;s three in one, stimmungsbericht/ventil-post, was eingebettetes und was zum anhören<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2012/01/sbsm-besprechung-von-radio-stimme/#footnote_0_1696" id="identifier_0_1696" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="ach ja, das schnipsel ist teil einer einst&uuml;ndigen radiosendung, dokumentiert hier.">1</a></sup> &#8230;</p>
<p><iframe width="100%" height="166" scrolling="no" frameborder="no" src="http://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F34538452&#038;show_artwork=true"></iframe></p>
<p><em>*juppidoo*</em> (as in &#8220;doo&#8221;)</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1696" class="footnote">ach ja, das schnipsel ist teil einer einstündigen <a href="http://tv.sozialebewegungen.org/2012/01/16/freies-radio-stimme-mit-robert-foltin-und-sbsm/" target="_blank" class="broken_link">radiosendung, dokumentiert hier</a>.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2011/09/now-landing-sbsm/' rel='bookmark' title='now landing: #sbsm'>now landing: #sbsm</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>tom. tom? let me fall out of the window with confetti in my hair</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Oct 2010 21:51:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[whether cubans, styrians or lieutenants r hittin the floor. whether this night, her night or mad e&#8217;leine albright coughing till she&#8217;s sore. whether she tells me her or we&#8217;re tellin us our secrets or the sun goes down &#8230; or whatevermore .. I tell u all my secrets but I lie about my past &#8230; [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>whether cubans, styrians or lieutenants r hittin the floor. whether this night, her night or mad e&#8217;leine albright coughing till she&#8217;s sore. whether she tells me her or we&#8217;re tellin us our secrets or the sun goes down &#8230; or whatevermore .. I tell u all my secrets but I lie about my past &#8230; don&#8217;t send me off &#8230; no, yes .. not off 2 another town, just</p>
<p>send me off 2 bed forever more</p>
<p style="text-align: center;">
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=VrtE0e9zbF8">www.youtube.com/watch?v=VrtE0e9zbF8</a></p></p>
<p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
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		<title>datenbereinigung. defrag. ich-partikel.</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2010/03/datenbereinigung-defrag-ich-partikel/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 16:16:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
				<category><![CDATA[pathetisch]]></category>
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		<description><![CDATA[symbolische arbeit im ablagesystem. registry cleaning overdue. neu aufsetzen, formatieren und noch x so tun wie neu. für den laptop schon zu spät, reparaturen gescheitert. traurig, aber eine nachrangige front. die adresse fünf layer unter der stabilen dreiecksbeziehung bett &#8211; schreibtisch &#8211; badewanne. ort des gruppenspeichers der hausparteien, access nur für haustorschlüssel berechtigte, pass durch [...]
No related posts.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>symbolische arbeit im ablagesystem. registry cleaning overdue. neu aufsetzen, formatieren und noch x so tun wie neu. für den laptop schon zu spät, reparaturen gescheitert. traurig, aber eine nachrangige front.</p>
<p>die adresse fünf layer unter der stabilen dreiecksbeziehung bett &#8211; schreibtisch &#8211; badewanne. ort des gruppenspeichers der hausparteien, access nur für haustorschlüssel berechtigte, pass durch die gitterstäbesperre zum wendeltreppenpfad. gestampfter boden atmet modrige feuchte aus. staubig-klebrige gänge in eine ungepflegte ordnerstruktur. die orientierung auch durch evozierte unlust angegriffen. fünf stockwerke unter dem lebensmittelpunkt herrscht eine systematische lieblosigkeit wie in temp-ordnern. das ist ein usability fremdes gebiet weit abseits des behaglichen rückzugsgebiets. die arbeit hier ist auch anstrengend, weil unangenehm. und dabei würde simple draufsicht die distanz, den abstand von fünf stockwerken, die wegstrecke in die nur symbolisch entfernte peripherie nicht x abbilden. den abbruch in angehäufte mitgeschleppte tote und lebendige, unbestimmte wie unnötig umleitende datenbestände. weniger sauhaufen als überfrachtung.</p>
<p><span id="more-1196"></span>ich lege ab, dass ich nun ein jahr hier lebe, dh oben im dreieck im vierten stock, zu dem ich die fenster eigentlich hinzu nehmen müsste. drei dreiecke also, zusammen die raute meiner energiepunkte. ich lege also ab, ein gutes jahr distanz zur ehemals gemeinsamen wohnung, zu den wegen durch teile wiens, die sechs jahre lang meine wege waren. ich lege ab das gefühl des erstaunten fassens, dass es schon wieder gut zwei jahre der distanz zur präsenz des zusammenlebens sind und kaum mehr fassbare drei jahre zum leben auf gomera, dem letzten versuch, den mein lebensabschnitt da noch hatte.</p>
<p>ich lege ab, dass es mit dieser kommenden woche nun zwei jahre sein werden, die diese therapie begonnen hat, die mich immer noch und seit dem voll und ganz beschäftigt. das ist nun abgelegt. und auch das kaum fassen können dieser zeit, der distanz, des abstands, des glücks, das die therapie für mich darstellt, der schmerzen.</p>
<p>ich lege ab, dass das 2009 tatsächlich unter hundert stunden therapie gewesen sein sollen, knappe zwei stunden die woche im schnitt, und dass mich das mit einem gefühl von befriedigung und zufriedenheit erfüllt, dass das so viel weniger sind als noch das jahr zuvor, und dass mir die zahl absurd klein vorkommt gegenüber dem gefühl, fast ununterbrochen durch therapie, therapiefolgen, therapienebenwirkungen, therapiegesetzmäßigkeiten, therapieaufgaben, therapietermine, therapiefolgeneinschätzungen gehetzt zu sein.</p>
<p>ich lege ab, dass die begleitenden therapien 2009 in summe noch x dreissig stunden des bearbeitet werdens addiert haben. ich lege ab, dass es mir im herbst schon besser ging, als in den letzten drei monaten, dass ich mit dezember doch noch einmal in eine tiefere depression abgerutscht bin, dass ich den begriff akzeptiere und weiß, dass ich jahrelang depressiv war. ich lege ab, dass ich mir bis ins fortgeschrittene jahr 2009 nicht vorstellen konnte, 2010 noch immer spielball der therapie und des körpers zu sein. ich lege ab, dass sich der fokus von leber, galle und dem brustkorb wieder auf die lendenwirbelsäule und auf den spinalnerv für das segment darm und nieren verschoben hat und niemand sagen kann, wie lange diese phase dauern wird.</p>
<p>ich lege ab, dass ich aus der phase der depression nach drei monaten wieder herausgefunden habe. ich lege ab, dass ich immer noch schmerzen habe, weiterhin auch starke schmerzen, dass meine schmerzen aber nichts mehr mit den schmerzen in vergangenen jahren zu tun haben. ich lege ab, dass ich schmerzen nicht mehr relativere. ich lege ab, dass ich voll und ganz schmerzfrei sein will.</p>
<p>hier etwas zu speichern hat viel von löschen. ist es aber nicht. nicht delete sondern akt des ablegens. matte vorhängeschlösser individualisieren zugänge, separieren zuständigkeiten. privatisieren die entscheidung, ob die daten hier eingeordnet oder vergessen werden. mein kellerabteil ist öffentlich, wo konturen von außen angesehen werden können. elemente sind bis an eine öffentliche oberfläche sichtbar. mein kellerabteil ist privat, weil den access nur ich habe. systematik, gebrauch, bereitschaft zum transitorischn raum sind egomanische launen. kein dialog. ablage in periphäre, in externe speicher zur ich-partikelauslagerung.</p>
<p>ich lege ab, dass ich müde bin und mich hilflos fühle, dass mich die therapie, die intensität, die dauer, länge und permanenz der therapie nahezu permanent am rand der belastbarkeit festhalten. ich lege ab, dass ich in den meisten momenten kaum die energie für den nächsten schritt habe. ich lege ab, dass der kampf des arbeitens am durchhalten mittlerweile zum zentralen schlachtfeld geworden ist, dass ich mittlerweile psychisch größere probleme habe als emotional oder körperlich.</p>
<p>ich lege ab, dass ich erschrocken bin, wie krank ich war. ich lege ab, dass die vergangenheit mich immer noch bindet, dass mir euphorie immer noch riskant verfrüht vorkommt und sich zutrauen immer noch prekär anfühlt. ich lege ab, dass ich ungeduldig bin. ich lege endlich auch ab, dass ich bitterkeit, wut, hass, enttäuschung und verzweiflung hinter mir habe. ich lege ab, dass ich in diese energiezustände nicht mehr zurückfalle.</p>
<p>ich lege ab, dass ich nach vorne schaue. ich lege ab, dass ich vor dem erase memory keine angst mehr habe und bereitwillig ich-partikel meiner vergangenheit löschen kann, löschen mag, löschen werde, ohne das als verlust zu betrauern. ich lege ab, dass es andere ich-partikel gibt, die ich verdrängt habe, dass es immer ich-partikel gibt, die verdrängt werden und dass ich gerne akzeptiere, dass es immer noch verdrängte ich-partikel geben mag, die mich noch herausfordern werden. ich lege ab, dass ich mich auf mein zweites leben uneingeschränkt freue und das ich hocheinverstanden und bereit bin, gesund, lebendig, schmerzfrei, glücklich und lebenslustig zu sein.</p>
<p>weiter damit</p>
<blockquote>
<p style="padding-left: 30px;"><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/10/therapiearbeitsaufwand/">deconstruction<br />
und<br />
re-conglomération<br />
aller instanzen des<br />
ichs<br />
bis hinunter zur ebene der<br />
faszien,<br />
sehnengewebe,<br />
der drainage des lymphsystems,<br />
der geografie der inneren organe,<br />
der topografie des leibs,<br />
des glimmens der augen …<br />
quasi eine ‘all inclusive reconfig’ leistung/<br />
-arbeit.<br />
da ich vorher<br />
immer<br />
dem wahnsinn entsprungen bin,<br />
warum sollte ich den schrein<br />
jetzt<br />
betreten.</a></p>
<p style="padding-left: 30px;"><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/10/therapiearbeitsaufwand/">leben radscha.</a></p>
</blockquote>
<p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>aint no reboot option for life n memory</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2009/10/therapiearbeitsaufwand/</link>
		<comments>http://www.kellerabteil.org/2009/10/therapiearbeitsaufwand/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 10:57:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[deconstruction und re-conglomération aller instanzen des ichs bis hinunter zur ebene der faszien, sehnengewebe, der drainage des lymphsystems, der geografie der inneren organe, der topografie des leibs, des glimmens der augen &#8230; quasi eine &#8216;all inclusive reconfig&#8217; leistung/ -arbeit. da ich vorher immer dem wahnsinn entsprungen bin, warum sollte ich den schrein jetzt betreten. leben radscha. [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="padding-left: 30px;">deconstruction<br />
und<br />
re-conglomération<br />
aller instanzen des<br />
ichs<br />
bis hinunter zur ebene der<br />
faszien,<br />
sehnengewebe,<br />
der drainage des lymphsystems,<br />
der geografie der inneren organe,<br />
der topografie des leibs,<br />
des glimmens der augen &#8230;<br />
quasi eine &#8216;all inclusive reconfig&#8217; leistung/<br />
-arbeit.<br />
da ich vorher<br />
immer<br />
dem wahnsinn entsprungen bin,<br />
warum sollte ich den schrein<br />
jetzt<br />
betreten.</p>
<p style="padding-left: 30px;">leben radscha.</p>
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<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2010/03/datenbereinigung-defrag-ich-partikel/' rel='bookmark' title='datenbereinigung. defrag. ich-partikel.'>datenbereinigung. defrag. ich-partikel.</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>ein simples wie klares solidarisches &#8216;Fuck You&#8217;</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2009/06/ein-simples-wie-klares-solidarisches-fuck-you/</link>
		<comments>http://www.kellerabteil.org/2009/06/ein-simples-wie-klares-solidarisches-fuck-you/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 13:33:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Um aus dem Kopfschütteln wieder rauszukommen, ich wiederhole mal meinen Twittereintrag von vor ein paar Minuten: penetrante selbstanmaßung scheint die trendsportart des frühlings zu sein Ansonsten wär ich beinahe sprachlos. Hybris galore. Gestern nacht, nach hause kommend und tweets1 nachlesen, wollte ich ja noch an eine halblustige &#8220;Kunstaktion&#8221; und Intervention im onlinemedialen Bereich glauben. Da [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um aus dem Kopfschütteln wieder rauszukommen, ich wiederhole mal meinen Twittereintrag von vor ein paar Minuten:</p>
<blockquote><p><a href="http://twitter.com/kellerabteil/status/2041795201" target="_blank">penetrante selbstanmaßung scheint die trendsportart des frühlings zu sein</a></p></blockquote>
<p>Ansonsten wär ich beinahe sprachlos. Hybris galore. Gestern nacht, nach hause kommend und <strong><em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Twitter" target="_blank" class="broken_link">tweets</a></em></strong><sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/06/ein-simples-wie-klares-solidarisches-fuck-you/#footnote_0_913" id="identifier_0_913" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Kurznachrichten &uuml;ber den web2.0-Dienst Twitter, der das abonnieren von anderen Benutzern sehr einfach und praktisch m&ouml;glich macht.">1</a></sup> nachlesen, <a href="http://twitter.com/kellerabteil/status/2035251464" target="_blank">wollte ich ja noch an eine halblustige &#8220;Kunstaktion&#8221; und Intervention im onlinemedialen Bereich glauben</a>.</p>
<p>Da konstituiert sich ein selbst ernannter &#8220;<a href="http://www.atmedia.at/news/online/Online-Sitten-W%EF%BF%BDchter/05-06-2009/5781/" target="_blank" class="broken_link">Online-Sitten-Wächter</a>&#8220;-Club und Vorstand, ua. mit einem Generalsekretär, der mir noch als Spammer unangenehm in Erinnerung ist.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/06/ein-simples-wie-klares-solidarisches-fuck-you/#footnote_1_913" id="identifier_1_913" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich hatte irgendwann mal&nbsp;Ritchie B. Pettauer als Follower auf Twitter, habe festgestellt, dass dieser mit dem bekannten Datenschmutz-Blog einiges Renom&eacute;e hat und habe daraufhin meinerseits auf &amp;#8216;Follow&amp;#8217; geklickt. Im &uuml;brigen trotz des Eindrucks eher uninteressanter Tweets mit noch dazu einiger EigenPromo. Allerdings bekam ich dann irgendwann bald &amp;#8216;Direct Messages&amp;#8217; mit Eigenwerbung des Herrn Pettauer, den ich ansonsten ja nicht kenne. Ein klarer Fall von Unh&ouml;flichkeit und Spam. Seit dem habe ich diesen Twitter-Account auch wieder entfollowed. Jetzt stellt sich selbige Person als Sittenw&auml;chter f&uuml;r das Internet dar?">2</a></sup> Will die Gruppe humorvoll und mit Techniken der Kommunikationsguerilla auf die zunehmende Dämonisierung des Internet und auf laufende Zensurabsichten durch Regierungen aufmerksam machen, die sich damit zu Erfüllungsgehilfen von Großkonzernen mit klar ökonomischen Absichten machen? Oder was soll das?</p>
<p><strong>Der angemaßte Sitten-Wächter-Auftrag scheint ernst gemeint zu sein</strong><br />
&#8230; und erinnern mich an Karl Rove und Dick Cheney, wie sie für die Klassifikation von guten Demokratien, nicht so guten &#8220;alten Demokratien&#8221; und Achsen der Bösen stehen.<br />
&#8230; erinnern mich an die rassistische FPÖ, wie sie für Bürgerwehren und für Recht und Ordnung eintritt.<br />
&#8230; erinnert mich an die Erfindung von Kontrollinstanzen gegen einen unverantwortlich agierenden Finanzmarkt, die dann mit Investment-Bankern und Apologeten des deregulierten Selbstbedienungskapitalmarkts besetzt werden.<br />
&#8230; erinnert mich an europäische Lebensmittelkontrollbehörden, in denen die Lobbyisten der Pharmaindustrie und Lebensmitteldesigner sitzen.</p>
<p><span id="more-913"></span>Bizarr bis zum geht nicht mehr. Und als Vorbild scheint die Selbstkontrolle einer Branche zu dienen, die wie kaum eine andere ihren Kontrollfunktionen nicht nachkommt. Jep, ich rede vom Massenmediensystem.</p>
<p><strong>In 24Stunden ein katastrophales Bild abliefern</strong><br />
Das haben die selbst ernannten Sittenwächter zumindest bei mir geschafft:</p>
<ul>
<li>Einfach tausend Twitteraccounts abonnieren noch <a href="http://internetrat.at/2009/oesterreichischer-internetrat-unter-beschuss/" target="_blank" class="broken_link">bevor die eigene Webpräsenz auch nur mit Missionstatement</a> und <a href="http://twitter.com/pirchner/status/2016356360" target="_blank">Impressum ausgestattet ist</a>.</li>
<li>Mit dem Begriff <a href="http://twitter.com/internetrat/statuses/2016455316" target="_blank">unethisch herumwerfen</a>; und zwar in einer Art und Weise, dass sich die Vermutung aufdrängt, die handelnden Personen (wer auch immer das ist) haben keinen Tau von dem Begriff. Siehe auch  <a href="http://twitter.com/internetrat/statuses/2028008432" target="_blank">&#8220;Selbstethik&#8221;</a>.</li>
<li>Hauptsache mal e<a href="http://internetrat.at/2009/internetrat-geht-mit-gutem-beispiel-voran-verfuegt-erste-selbsteingabe-spricht-empfehlungen-aus/" target="_blank" class="broken_link">ine hilflose &#8220;Selbsteingabe&#8221; machen</a> und machen müssen, sehr zurecht nämlich.</li>
</ul>
<ul>
<li>Aber der Höhepunkt ist wohl das:</li>
</ul>
<p>Allen möglichen Personen unangenehm auffallen, in Stillosigkeit auf andere Füße steigen und dann <a href="http://internetrat.at/2009/neues-design-autorenbilder-ehrenruehrigkeiten/" target="_blank" class="broken_link">auch noch einen peinsamen Pranger hervor holen</a>, wenn da jemand soweit geht, das peinliche Spektakel angemessen und ungeschminkt zu kommentieren.</p>
<p style="text-align: center;"><a title="ein Pranger im Internet dank angemaßtem 'ZUSTÄNDIGKEITSBEREICH'" rel="lightbox" href="/images/TwitterSkandal um Internetrat.png"><img class="aligncenter" src="/images/TwitterSkandal um Internetrat.png" alt="" width="227" height="232" /></a></p>
<p>&#8230; mensch (bzw. RAT) entblödet sich nicht von einem &#8220;<em><strong>Zuständigkeitsbereich</strong></em>&#8221; zu schreiben und die Andeutung einer Klage wegen &#8220;<em><strong>Beleidigung sowie ruf- und kreditschädigende Äußerungen</strong></em>&#8221; in den Raum zu stellen. <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_rolleyes.gif' alt=':roll:' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Das ist nun nicht mehr nur indiskutabel sondern nur mehr jenseitig, Willkür2.0, und verdient meiner Meinung nach nur eine angegezeigte Reaktion:</p>
<blockquote><p><strong>ein simles wie solidarisches FUCK YOU</strong></p></blockquote>
<p>&#8230; nebst Abbestellung des Abonnements der Twitterkonten der beteiligten Personen, die für diese Intervention verantwortlich zeigen. Das lege ich niemanden nahe und ist nur meine Entscheidung. Twitter verpflichtet schließlich nicht dazu, sich ärgern zu müssen.</p>
<p>Das solidarische FUCK YOU lege ich anderen allerdings schon nahe und finde, das gehörte sich. Ethisch.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/06/ein-simples-wie-klares-solidarisches-fuck-you/#footnote_2_913" id="identifier_2_913" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Dazu muss das Fuck you weder meine Wahl der Ausdrucksform sein, noch hei&szlig;e ich die Ausdrucksweise vom Zwischenrufer recht. Ich habe sogar meine Probleme mit einigen seiner Aussagen via Twitter und der Art, wie er sie formuliert. Allerdings w&uuml;rde ich ihm das pers&ouml;nlich sagen und mich erkl&auml;ren, was mir an diesen Aussagen nicht passt. Die Anma&szlig;ung eines virtuellen Prangers aus der Position moralischer Selbstanma&szlig;ung, noch dazu garniert mit fachlicher Bed&uuml;rftigkeit, kann aber kaum anders beantwortet werden, als sich mit der an den Pranger gestellten Aussage &ouml;ffentlich zu solidarisieren.">3</a></sup></p>
<p><strong>Dennoch auch ein Dank an den Internetrat</strong><br />
Ich habe freilich etwas, das ich diesem sogenannten Internetrat persönlich hoch anrechne. Ich habe keine Meldung erhalten, dass mir diese &#8220;Online-Sitten-Wächter&#8221; nun via Twitter folgen, wie so vielen anderen. Dafür bin ich dankbar und ganz offen, ich hätte eine Benachrichtigung, dass mir dieser Verein folgt als sittenwidrigen Spam betrachtet.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_913" class="footnote">Kurznachrichten über den web2.0-Dienst Twitter, der das abonnieren von anderen Benutzern sehr einfach und praktisch möglich macht.</li><li id="footnote_1_913" class="footnote">Ich hatte irgendwann mal Ritchie B. Pettauer als Follower auf Twitter, habe festgestellt, dass dieser mit dem bekannten Datenschmutz-Blog einiges Renomée hat und habe daraufhin meinerseits auf &#8216;Follow&#8217; geklickt. Im übrigen trotz des Eindrucks eher uninteressanter Tweets mit noch dazu einiger EigenPromo. Allerdings bekam ich dann irgendwann bald &#8216;Direct Messages&#8217; mit Eigenwerbung des Herrn Pettauer, den ich ansonsten ja nicht kenne. Ein klarer Fall von Unhöflichkeit und Spam. Seit dem habe ich diesen Twitter-Account auch wieder entfollowed. Jetzt stellt sich selbige Person als Sittenwächter für das Internet dar?</li><li id="footnote_2_913" class="footnote">Dazu muss das Fuck you weder meine Wahl der Ausdrucksform sein, noch heiße ich die Ausdrucksweise vom Zwischenrufer recht. Ich habe sogar meine Probleme mit einigen seiner Aussagen via Twitter und der Art, wie er sie formuliert. Allerdings würde ich ihm das persönlich sagen und mich erklären, was mir an diesen Aussagen nicht passt. Die Anmaßung eines virtuellen Prangers aus der Position moralischer Selbstanmaßung, noch dazu garniert mit fachlicher Bedürftigkeit, kann aber kaum anders beantwortet werden, als sich mit der an den Pranger gestellten Aussage öffentlich zu solidarisieren.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Farce des degoutanten Poseurertums</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2009/03/die-farce-des-degoutanten-poseurertums/</link>
		<comments>http://www.kellerabteil.org/2009/03/die-farce-des-degoutanten-poseurertums/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 22 Mar 2009 17:24:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bilderstrecke einer Bilderstrecke: Die Bilderstrecke ist ein &#8211; in Werbung eingebetteter &#8211; Bilderstreckenbericht der DiePresse.com von einer Werbeaktion der DiePresse.com für das Unternehmen DiePresse.com unter Beteiligung von Angestellten der DiePresse.com. Bitte kaufen Sie die Die Presse am Sonntag. Fleischhacker, Styria und die Werbewirtschaft werden es Ihnen danken. Noch besser allerdings, wenn Sie über die Die [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bilderstrecke einer Bilderstrecke:</p>
<div style="text-align: center;"><a title="Fleischhacker mag Misik nicht mögen, aber er hat seinen Misik gelesen und verstanden: 'Spiel mit den Symbolen, sinnentleere die Phrasen und bastle dir eine Ästhetik zusammen'. Und was kommt cooler, als wenn ein verzottetes konservatives Blatt sich den Anstrich von 'Revoluzzertum' und 'Aktionismus' gibt, dass mit unverhohlen wehleidiger und aggressiver Reaktion befüllt. Eine Revolution des Qualitätsjournalismus?" rel="lightbox[roadtrip]" href="/images/Demo und Feier 01.png"><img src="/images/Demo und Feier 01.png" alt="" width="480" height="290" /></a></div>
<p><a title="Qualitätsjournalismus heißt ja nicht viel in einer Medienlandschaft und Zeit, in der solcher nur sporadisch als Systemstörung 'passieren' kann. Aber 'Qualitätsjournalismus' durch schiere werbeliniengerechte Behauptung beweisen zu wollen, das ist der blanke Widerspruch zum Anspruch." rel="lightbox[roadtrip]" href="/images/Demo und Feier 02.png"><img src="/images/Demo und Feier 02.png" alt="" width="90" height="50" /></a> <a title="Fleischhacker, der Verantwortliche: Poseur in eigener Angelegenheit und Poseur für die kleine Heerschar der zu kurz gekommenen und leider nur leidlich intelligenten Bourgeoisen." rel="lightbox[roadtrip]" href="/images/Demo und Feier 03.png"><img src="/images/Demo und Feier 03.png" alt="" width="90" height="50" /></a> <a title="Der Poseur, Posierer und Angestellte. Ich frage mich, wie viele der hier versammelten ArbeitnehmerInnen die pseudoaktionistische Marketingfarce insgeheim auch degoutant finden?" rel="lightbox[roadtrip]" href="/images/Demo und Feier 04.png"><img src="/images/Demo und Feier 04.png" alt="" width="90" height="50" /></a> <a title="Und stark fühlt sich, wer anderen die Sprachregelung aufzwingen kann, dass sie 'geschlossen und zusammen stünden'." rel="lightbox[roadtrip]" href="/images/Demo und Feier 05.png"><img src="/images/Demo und Feier 05.png" alt="" width="90" height="50" /></a> <a title="Freudig stehen sie hinter ihrem Fleischhacker; und tun wie Ihnen befohlen." rel="lightbox[roadtrip]" href="/images/Demo und Feier 06.png"><img src="/images/Demo und Feier 06.png" alt="" width="90" height="50" /></a> <a title="Ach ja, mit der Inanspruchnahme des Feuilletons - und dem Outsourcing von Textproduktion an qualifiziertere Kräfte außerhalb der Redaktion - sucht der Journalismus - ebenso trickreich wie verzweifelt - den Anspruch als 'Qualitätsjournalismus' zu retten." rel="lightbox[roadtrip]" href="/images/Demo und Feier 07.png"><img src="/images/Demo und Feier 07.png" alt="" width="90" height="50" /></a> <a title="Das 'Schaufenster' ist wohl auch 'Qualitätsjournalismus'." rel="lightbox[roadtrip]" href="/images/Demo und Feier 08.png"><img src="/images/Demo und Feier 08.png" alt="" width="90" height="50" /></a> <a title="Was sieht die DiePresse.com denn als 'gebührende' Feier an? Dass ein Eigentümervertreter bei einer wichtigen und riskanten Produktvorstellung zu dem Anlass vorbeikommt." rel="lightbox[roadtrip]" href="/images/Demo und Feier 09.png"><img src="/images/Demo und Feier 09.png" alt="" width="90" height="50" /></a> <a title="lol. Ist denn das Poseurertum so ansteckend? Welche Losungen mag der Chef von den umkämpften revolutionären Palisaden gerufen haben? War er Unterberger gleich? War er wertorientiert oder Wert orientiert?" rel="lightbox[roadtrip]" href="/images/Demo und Feier 10.png"><img src="/images/Demo und Feier 10.png" alt="" width="90" height="50" /></a> <a title="Bitte, liebe Mitarbeiterinnen, mir bräucht ma euch als Aufputz für unsere Bilderstrecke ..." rel="lightbox[roadtrip]" href="/images/Demo und Feier 11.png"><img src="/images/Demo und Feier 11.png" alt="" width="90" height="50" /></a> <a title="Und euch bräucht ma auch noch als Aufputz für unsere Bilderstrecke ... Posieren ist nicht mir Poseur zu verwechseln." rel="lightbox[roadtrip]" href="/images/Demo und Feier 12.png"><img src="/images/Demo und Feier 12.png" alt="" width="90" height="50" /></a> <a title="Posieren. Sehr schön." rel="lightbox[roadtrip]" href="/images/Demo und Feier 13.png"><img src="/images/Demo und Feier 13.png" alt="" width="90" height="50" /></a> <a title="Qualitätsjournalismus kostet ... Aber wenn man/Mann sich verpflichtet fühlt ..." rel="lightbox[roadtrip]" href="/images/Demo und Feier 14.png"><img src="/images/Demo und Feier 14.png" alt="" width="90" height="50" /></a></p>
<p><span id="more-574"></span>Die Bilderstrecke ist ein &#8211; in Werbung eingebetteter &#8211; Bilderstreckenbericht der <em>DiePresse.com</em> von einer Werbeaktion der <em>DiePresse.com</em> für das Unternehmen <em>DiePresse.com</em> unter Beteiligung von Angestellten der <em>DiePresse.com</em>. <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_rolleyes.gif' alt=':roll:' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Bitte kaufen Sie die <strong>Die Presse am Sonntag</strong>. Fleischhacker, Styria und die Werbewirtschaft werden es Ihnen danken. Noch besser allerdings, wenn Sie über die Die Presse und über den Fleischhacker reden und noch besser, streiten und sich echauffieren in die eine oder andere Richtung. Dann reihen Sie sich auch noch in die Werbestrategie produktiv ein.</p>
<p><em>ok. hiermit erledigt.</em></p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>notizen zu &#8216;amateure im netz&#8217; buchvorstellung/podiumsdiskussion</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2008/11/notizen-zu-amateure-im-netz-buchvorstellungpodiumsdiskussion/</link>
		<comments>http://www.kellerabteil.org/2008/11/notizen-zu-amateure-im-netz-buchvorstellungpodiumsdiskussion/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 19 Nov 2008 10:36:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[@stormgrass hat mir im vorfeld den auftrag erteilt, die definition von &#8216;amateure im netz&#8216;, die bei der veranstaltung im depot-café bemüht würde, mit zu kartographieren. &#8230; und dann zu twittern &#8230; Well. Had me laptop on my knees and happend to hammer down notices all throughout the presentation and following discussion. Can&#8217;t make that into [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://twitter.com/stormgrass" target="_blank"><strong>@stormgrass</strong></a> hat mir im vorfeld den auftrag erteilt,<br />
die definition von &#8216;<a href="http://www.transcript-verlag.de/ts861/ts861l.php" target="_blank" class="broken_link"><em><strong>amateure im netz</strong></em></a>&#8216;,<br />
die bei der veranstaltung im <a href="http://www.depot.or.at/programm.html" target="_blank" class="broken_link"><strong>depot-café</strong></a> bemüht würde,<br />
mit zu kartographieren.</p>
<p>&#8230; und dann zu twittern &#8230;</p>
<p>Well. Had me laptop on my knees and happend to hammer down notices all throughout the presentation and following discussion. Can&#8217;t make that into 140 characters.<br />
I was pissed of. Only the last 15 minutes made any sense and had me calmed down.</p>
<p>funny thing, this may have been the first such event, where I didn&#8217;t join the discussion. Can&#8217;t keep me mouth shut; normally.<br />
This time, no chance. No idea, where to start, if I had taken the mike. To much on my list of notes &#8230;</p>
<p>&#8230; but that&#8217;s exactly why I now publish my whole remarks here.</p>
<p>So, without further ado, here&#8217;s what I typed down into &#8216;amateure im netz.txt&#8217;. Not edited, not nice. Maybe I&#8217;ll get back to it and will write a little bit more about this evening, the evenings discussion and the dynamic of this talk.</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #888888;">&#8212; amateure im netz.txt &#8212;</span></p>
<p><span id="more-214"></span></p>
<blockquote><p>Moderation: Franz Zeller (matrix; Ö1)</p>
<p>einleitend sofort begriff des &#8220;Mitmachwebs&#8221;</p>
<p>Ramón Reichert Vortrag:<br />
Ausgangspunkte des Buches die Beobachtungen:<br />
2003 Wort des Jahres &#8220;Blog&#8221;<br />
2004 Begriff des Web2.0 (O&#8217;Reilly),<br />
dann Rede vom &#8211;&gt; &#8220;Mitmachweb&#8221;;<br />
Time-Mag-Cover (&#8220;You&#8221;)<br />
Keen&#8217;s &#8220;The Cult of the Amateur&#8221;</p>
<p>Arbeitshypothese:<br />
web2.0 ausrufung fällt genau mit wirtschaftlichmachung &#8220;ecommerce&#8221; zusammen<br />
&#8211;&gt; web2.0 steht für e-commerce-teilnahmezwang</p>
<p>paradigmenwechsel von der rezeption zur produktion -&gt; will von startups kommerziell genutzt werden;</p>
<p>(stellt wikipedia &#8220;editwar&#8221; auf ppt vor: und interpretiert dahin gehend, dass &#8220;unser content&#8221; laufend beurteilt, gerankt, beobachtet, &#8230; wird; ständige statistische evaluationen von sozialkontakten)</p>
<p>&#8220;Das neue Mitmachweb&#8221; &#8211;&gt; dann plötzlich &#8220;im Rahmen des P2P-Verfahrens&#8221;;</p>
<p>&#8220;Framing&#8221; durch die Software &#8211;&gt; der social network-seiten (dann wieder blogs, wikis in einen topf mit social media-netzen)</p>
<p>sieht unterschied zwischen web1.0 und web2.0 darin, dass web1.0 unter vorzeichen von anonymisierung und camouflage gestanden hätte und nun alle user &#8220;data mining&#8221; betreiben würden; als würde jedes profil nun pure gläserne personen zeigen.</p>
<p>web2.0: durchdringung von leistungsdenken und leistungsbeurteilungen</p>
<p>ad begriff &#8220;netz&#8221; (netzmetapher): spricht an, dass netz früher negativ (Mafianetz) konnotiert war und innerhalb von 10 jahren zur vorbildmetapher für gesellschaft geworden sei</p>
<p>verortet web2.0 in der überdeterminierten struktur zum konsumkapitalismus/diskurs der selbsttechnologien/selbstmanagement;</p>
<p>wertet 68 lediglich positiv;</p>
<p>selbstbeschreibung/selbstverwirklichung wird zu &#8220;effektiven imagedesign&#8221; (bild der tabellarischen bewertungen/klassifikationen)</p>
<p>vollkommen verblödete überführung in realanwendung: &#8220;veraltete google map; bis man den liebsten gefunden hat, gibt es das haus schon nicht mehr, steht da schon wieder ein neues hochhaus&#8221;</p>
<p>&#8220;amateur&#8221;: content produzierende subjekte &#8211; herabwürdigung, seltsam pauschalisiert, aller subjekte zu dummen idioten, in totaler purheit ausgeliefert gegenüber der datenbankstruktur des web2.0.</p>
<p>spricht &#8220;matching&#8221; an: singles börse (algorithmen) &#8211; glorifizierung der bürgerlichen liebe??? spricht unterschied zw. ö3 community, chat und flirtline mit &#8220;professionellen partnerinst. datenbanken&#8221; an &#8211; will was sagen damit???</p>
<p>um zur elite der netzarbeiter zu gehören, muss man regelmäßig bei wikipedia mitarbeiten und mitabstimmen und ranken;</p>
<p>mythos des autonomen individuuen eine illusion;<br />
schließt dann mit dem gegenteil dessen, was vorgetragen wurde: &#8220;er wolle weder einen fatalismus noch euphorie propagieren, sondern die these aufstellen, dass zwischen diesen polen ambivalente selbsttechnologien stattfinden&#8221;;</p>
<p>mela mikes (radio orange; monochrom):</p>
<p>kritik im buch an mainstream diskussion an web2.0 teilt sie schon, ABER: tagging, rating, klassifikation etc. hat es vorher schon gegeben: fanzines, conventions, &#8230;</p>
<p>wirkt etwas abgestoßen von vortrag und bisheriger diskussion</p>
<p>susanne lummerding (visuelle kulturen des politischen):<br />
typischer universitärer gestus: &#8220;was sie spannend findet&#8221;; da war nichts spannend.</p>
<p>na no na ned &#8211; geschwafel, kein satz zu ende geführt, keine frage formuliert, minutenlang verworren &amp; ha, jetzt sogar schnippischer einwurf von moderation. das hält sie nicht ab, aber gesicht verzogen.</p>
<p>&#8212;&#8211;<br />
denke mir, hey leute: z.B. der klassenverband, dem das &#8220;noch nicht&#8221;-individuum in kindesalter überantwortet wird, ist auch ein höchst gewalttätiger zwangsapparat.<br />
gut, das lässt sich feststellen und das lässt sich ua. so überspitzt zeichnen, dass nur die brutalität des zwangsapparats übrigbleibt.<br />
gleichzeitig ist dieser gewalttätige zwangsapparat die erste und oft wichtigste soziale gruppe, damit sich die &#8220;noch nicht&#8221;-individuen von dem höchstgradig gewalttätigen zwangsapparat der familie lösen können und erst zu individuum werden. ein bißchen durkheim würde den betrachtungen echt nicht schaden.<br />
&#8212;&#8211;</p>
<p>stellt noch einmal web2.0 2004 in eine abfolge mit der konstitualisierung von e-commerce 2002 (2 jahre vorher) &#8211;&gt; &#8220;e-commerce&#8221; die bedingung für die möglichkeit der blogger</p>
<p>abfolgen, die es immer schon gegeben hat und die zyklisch verschiedene bewegungen erzeugen, werden plötzlich ahistorisiert und in eine linearen abfolge eingefroren;</p>
<p>behauptet, dass man früher in einer tabelle widerständig handeln konnte(?), in dem man ein feld ausgelassen hat, während das heute nicht mehr ginge.</p>
<p>referriert in einer fragebeantwortung nochmals andrew keen;</p>
<p>erst in einer späten Fragebeantwortung die &#8211; auch wieder banale &#8211; Schlussfolgerung, dass es um medienkompetenz ginge, um spielerische umgänge, um das changieren zwischen den medienkanälen;</p>
<p>alles in allem ein vortrag und eine diskussion, die der medialen Struktur des vortrags der zynischen vernunft und der ironischen diskussion folgt, ohne diesen blinden fleck zu sehen/zu reflektieren und diesbezgl. widerständig zu handeln;</p>
<p>wikipedia: fall des kollektiven schreibens? oder des kommunikativen schreibens? (kollektives gedächtnis oder kommunikatives gedächtnis)</p>
<p>laufend ideale konstruiert, die in diffuse kollektive oder akteure projeziert werden, um sie mit zynischer vernunft zu dekonstruieren;</p>
<p>träumen vom &#8220;ort der subversion&#8221; ist das träumen &#8220;von der illusion der experten&#8221; bei keen; wo es &#8211; durch web2.0 strukturalistät &#8211; um laufende entgrenzung und verschiebungen/neusetzungen von grenzen geht, ist die suche nach einem &#8220;ort der subversion&#8221; lustig absurd;</p>
<p>gegen ende die eröffnung, dass es ihm nicht darum ginge, amateure abzuwerten sondern im gegenteil aufzuwerten;<br />
&#8220;habe mich daher mit dem &#8211; anführungszeichen &#8211; gewöhnlichen user beschäftigt&#8221;;</p>
<p>ad vorgetragenen &#8220;zwängen&#8221;:<br />
für mich sinn gemacht hätte, wenn das vorgetragene strukturiert worden wäre in (1) anthropologische/soziale zwänge, (2) zwänge durch die strukturalität der medienkanäle und (3) ökonomische zwänge; während das ständig durcheinander geworfen wurde (die historizität, die für das buch in anspruch genommen wird, kam im buch gerade nicht durch sondern im gegenteil);<br />
in diesem verhältnis der &#8220;zwänge&#8221;, die ja oftmals na no na ned zwänge sind (, wenn man es dabei belässt, ihre existenz anzuführen), wäre die komplementäre seite der handlungsspielräume anzusprechen gewesen;</p>
<p>angesichts der zentralen funktion, die das thema der identitätskonstruktion für den vortrag hatte, finde ich es ein versäumnis, nur von rationalen kategorien, von content und medienstrukturen zu reden und nicht auf die ästhetische dimension des neuen einzugehen; (identitätskonstruktion = ästhetische ab-, ein-, entgrenzung &#8211;&gt; über die mode)</p></blockquote>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
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		<title>Wo is n jetzt die verfickte Pietät?</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Oct 2008 16:20:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Boy oh boy, der Wahlkampf &#8217;08 hat <a href="http://wissenbelastet.com/2008/09/22/wahl08-rueckblick-online-webmontag-zu-web20-und-die-wahl/" target="_blank" class="broken_link"><em>web2.0</em> in Österreich</a> ja einen ziemlichen Boost verschafft. Aber für die Ankurbelung von Vernetzung und <em>traffic</em> in den schönen web2.0-Strukturen, hey, da <strong>geht doch nichts über den Heldentod eines Volkstribunen</strong>, ha? Oder? Ha?<br />
<em>big-time-boost!!</em></p>
<p>War&#8217;s ein Attentat? Und wenn, wer war&#8217;s? <a href="http://www.misik.at/sonstige/die-schonsten-verschworungstheorien-banker-haben-haider-umgebracht.php" target="_blank" class="broken_link">Mossad? Raiffeisen? Die Ostküste?</a></p>
<p>Oder müsste man gut 180km/h mal 1.8 Promille (das treibt den <em>Evil Knievel-Quotienten</em> auf stolze 330) bei einem 58jährigen Pensionsberechtigten eher Selbstmord nennen?</p>
<p>Wie ist der Verunglückte posthum zu würdigen?</p>
<p>Hab ich in meinem Posting, Kommentar oder Blogartikel auch sicher irgendwie die Notwendigkeit der Pietät eingebaut?</p>
<p>Hab ich eh nicht vergessen, der Familie des Verunglückten in jedem hintersten Eck von <a href="http://de.search.wordpress.com/?q=haider" target="_blank"><em>wordpress.org</em></a>, <a href="http://search.twitter.com/search?q=haider" target="_blank"><em>twitter</em></a>, <a href="http://derstandard.at/?id=1220460652139" target="_blank"><em>derstandard.at</em></a> und weißgottnochwo meine Anteilnahme zu versichern?<br />
Hey, sie werden&#8217;s sicher lesen und sich freuen!</p>
<p><span id="more-208"></span>Wer hätte das gedacht, das schnucklig-verträumte Österreich, diese Hochburg des morbiden Katholizismus wird überschwemmt von einem ungeheuren Konformitätsdruck zur <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Bild:Pietro_Perugino_063.jpg&amp;filetimestamp=20050520074501" target="_blank" class="broken_link"><strong><em>pietas</em></strong></a>. Das Volk der Austriarker konvertiert ein halbes Jahrtausend nach der Gegenreformation zum Pietismus und hebt damit auf einen Schlag seine moralische Überlegenheit in schwindelnde Höhen.<br />
&#8220;<em>Steine und Ächtung!</em>&#8221; für alle, die hierin Bigotterie entdecken. <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_redface.gif' alt=':oops:' class='wp-smiley' /> </p>
<h3><strong>Ein Monument für das kollektive Gedächtnis</strong></h3>
<p>Herrschaftszeiten, jetzt ist mal was los.<br />
Wir werden noch in 10 Jahren zurückdenken &#8211; und <em>la massmedia </em>wird zum Anlass sondersenden &#8211; und uns fragen, was ist den da passiert und los gewesen?</p>
<p>Da dastesst sich der &#8216;<a href="http://www.joerghaider.at/" target="_blank" class="broken_link">Karawanken Dr. No</a>&#8216; mit seinem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Phaeton" target="_blank" class="broken_link">Phaeton</a> und was passiert? Es gibt ein kollektives Nachholen des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutschland._Ein_Sommerm%C3%A4rchen" target="_blank" class="broken_link">Sommermärchens</a>, das Österreich schon so lange verwehrt blieb. Ein ganz Österreich und alle Menschen erfassendes Event! So wie Deutschland vom Sommermärchen 2006 erfasst wurde und was in Österreich zur Euro leider ausblieb: umfassende Emotionalität!</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://flickr.com/photos/neelaa/2868253300/in/photostream/"><img class="alignnone size-full wp-image-546 aligncenter" title="wahlplakat_neelaa2" src="http://electrobabe.files.wordpress.com/2008/09/wahlplakat_neelaa2.jpg?w=500&amp;h=178" alt="" width="500" height="178" /></a></p>
<p style="text-align: right;">(via <a href="http://electrobabe.at/2008/09/24/wahlplakate-mal-anders-teil-2/" target="_blank" class="broken_link">elektrobabe</a>)</p>
<p>Notgedrungen läuft das in Österreich anders als beim deutschen Sommermärchen 2006. Die Welle der Emotionen rollt hier nicht anlässlich einer Fussball-WM. Und was da rollt, das ist nicht glückselige Begeisterung und &#8216;<em>Wir sind Deutschland</em>&#8216;-Emotion.<br />
Aber die Gefühle sind ähnlich tief und aufwühlend. Der kollektive Druck, einzustimmen und die Stimmung nicht zu verderben ist ähnlich hoch. Das Erlebnis der Verbindung mit den anderen, dieses Gefühl des gleichschwingenden Kollektivs, das Wir-Erlebnis, das ist nach dem gleichen Muster gestrickt. Und die mediale Inszenierung und Verstärkung laufen genau gleich ab.</p>
<p>Freilich, das ist Österreich. Mit Fussball ist da kein großes Wir-Gefühl zustande zu bringen. Und wenn &#8220;Österreich&#8221; mal Literaturnobelpreisträgerin wird, also das geht in einer Gartenzwergrepublik gar nicht; bzw. nach hinten los.<br />
Aber kleine Nationen haben einen großen Hang zur Tragik. Österreich hat eine Tradition des Morbiden. Und auch abseits dieses Mythos, der Tod und das Todengedenken hat immer schon und überall eine zentrale Rolle in der <a href="http://www.amazon.de/Das-kulturelle-Ged%C3%A4chtnis-Jan-Assmann/dp/3406421075" target="_blank"><em><strong>Organisation des kulturellen Gedächtnisses</strong></em></a> gespielt.</p>
<p>Und darum geht&#8217;s hier ja wohl. Nicht um den Volkstribun, nicht um seine Fett&#8217;n und seine Phaeton, nicht um ein Vermächtnis, das dem tatsächlichen Leben und Wirken des Verunfallten zu tun hätte, sondern um das Vermächtnis, das jetzt gestrickt wird.</p>
<p>Das ist eine große Sache. Jede und jeder kann mitmachen. Und in 10 Jahren zurückdenken und sagen, ich war dabei. Damals, als der Haider sich da&#8217;stessn hat und was los war in Österreich.</p>
<h3><strong>Die Identifikation mit dem Happening</strong></h3>
<p>In den letzten Tagen häufen sich wenigstens die geäußerten Verstörungen über die Ausmaße, die das annimmt. Der österreichische Altweibersommertraum, so zu sagen. &#8216;<strong><em>Wir sind Jörgi</em></strong>&#8216;.</p>
<p>&#8216;<em>Jörg</em>&#8216; war ja immer schon eine Marke, das heißt bald nach 1986. Aber jetzt wo Jörg selber nicht mehr an der Marke basteln kann, jetzt gehört sie anderen und wird noch viel größer. &#8216;<em>Jörg</em>&#8216;: das ist &#8220;unser Lebensmensch&#8221;. &#8216;<em>Jörg</em>&#8216;: das unvergleichliche Talent, der Veränderer von Österreich, der Kämpfer gegen den Proporz, die Etablierten und die große Koalition. (Humbug zwar, aber wen kümmert das. Coca Cola hat ja auch nichts mit &#8220;Freiheit&#8221; zu tun und wird erfolgreich damit konnotiert.)</p>
<p>Vor allem muss &#8216;<em>Jörg</em>&#8216; groß gewesen sein, weil wie wäre sonst das alles zu erklären, was da jetzt an kollektiver Ergriffenheit abgeht.</p>
<blockquote><p><a href="http://www.social-innovation.org/?p=804" target="_blank" class="broken_link">Die Reaktion auf Haiders Tod ist ein soziales Phänomen, das wir analysieren müssen. Diese Hysterie ist eine Warnung. Ihre Gefühlswucht macht im ersten Moment nachgerade fassungslos. [...] Zweierlei ist denkbar. Entweder es gibt eine Identifikation mit dem Angreifer. So erklärt die Psychoanalyse die paradoxe Sympathie, die Opfer von Gewalt mitunter für die Täter fühlen. Das scheint fraglich, denn Basis dieses Mechanismus ist ein Gefühl großer Ohnmacht, die im Fall der Kritik an Haider nicht gegeben war.</a></p></blockquote>
<p>Nope, ich hab da einen anderen Zugang, einen anderen Erklärungsansatz. Siehe oben, Stichwort &#8216;<em>Sommermärcheneuphorie</em>&#8216; bzw. &#8216;<em>Altweibersommertrauerspiel</em>&#8216;.</p>
<p>Um das, was da abgeht zu verstehen, braucht es keine Analyse der Marke &#8216;<em>Jörg</em>&#8216; und auch keine Psychoanalyse der österreichischen Seele. Das aktuell stattfindende Happening hat vor allem nicht viel damit zu tun, was der &#8216;<em>Jörg</em>&#8216; irgendwelchen Menschen bedeutet hat. (Klar, das spielt wohl mit, reicht aber als Erklärung nicht aus.)<br />
Es hat viel mehr mit der Dynamik des Happenings selbst zu tun, mit der Eigendynamik der kollektiven Betroffenheitswelle.</p>
<h3><strong>Betroffenheitswelle lädt zum Surfen ein</strong></h3>
<p>Wie sonst ließe sich erklären, dass seit letzter Woche marodierende Horden von SurferInnen durch das WWW ziehen und herumsuchen, um Orte ausfindig zu machen, wo irgendetwas über des &#8216;<em>Jörg</em>&#8216; Tod geschrieben steht?<br />
Diese Suche hat nichts mit der eigenen Betroffenheit zu tun, sondern mit der Sehnsucht nach dem großen Ereignis in der eigenen kleinen Welt. Mit jedem Satz,</p>
<blockquote><p>unsere Gedanken haben bei der Familie und der Mutter zu sein</p></blockquote>
<p>und mit jeder gelesen Forderung nach Pietät steigert sich das Gefühl der Wichtigkeit des Ereignisses. Und es steigert sich das Gefühl, dass man jetzt selbst irgendwo Pietät einfordern kann. Moral einfordern. Andere kontrollieren. Wichtig sein. Lust an der strukturellen Gewalt haben, die da durch eine absurde Konvention immer mehr und ins Absurde aufgebaut wird.</p>
<p><em>Hehe, da soll nur wer was falsches schreiben, dann poste ich die Pietätskeule. Na warte nur</em>. <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_twisted.gif' alt=':twisted:' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und weiter durchs WWW gesurft, es ist was los. Man muss der Familie das Beileid aussprechen und kontrollieren, ob alle der Familie das Beileid aussprechen.<br />
So war s ja immer schon. Als Douglas Adams gestorben ist, da ist im Netz überall seiner Familie gedacht worden. Als der Sinowatz Fredi von uns gegangen ist, haben wir nicht alle seinen Angehörigen gedacht? Nachdem vorgestern an zwei Stellen im 2. Bezirk an verschiedenen Stellen RadfahrerInnen von LKW&#8217;s niedergerollt wurden, haben da nicht auch alle geschrieben und gepostet, was für ein tragischer Unfall das nicht jeweils war?</p>
<p>Pietät in die letzten Ritzen eines alpinen WWWs zu schreien<br />
und alles nach Verstößen gegen die Pietätsordnung zu durchsuchen<br />
und drohend Ergriffenheit einfordern<br />
&#8230; aaaaahhhh &#8230; <em><strong>was für Hampelmänner</strong></em> <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' /> </p>
<p>alors, ich muss jetzt. Muss aufhören und wieder durch&#8217;s <em>WWW</em> streifen. Auf der Pirsch nach <a href="http://www.freeguestbooks.net/mg/multi.pl?33452" target="_blank" class="broken_link"><strong>Pietätsordnungsverletzern</strong></a>. Abmahnen. Abmahnen. Abmahnen.</p>
<p>Hier übrigens der &#8211; wie ich finde &#8211; beste Beitrag zur Trauerbewältigung so far:</p>
<div style="text-align: center;"><a href="http://de.youtube.com/watch?v=eYGrVTJkS_s" target="_blank"><img src="/images/bassena.png" alt="Ein Volk trauert um seinen Führer" /></a></div>
<p>&#8230; und nachdem der tragisch sich dastessen habende, abgetretene Volkstribun nun dem Ulrichsberge übergeben wurde, lasst uns Mut fassen und im Gedenken fröhlich sein.</p>
<p>dem Andenken gewidmet. &amp; welche Weise könnte hier passender sein:</p>
<p style="text-align: center;">
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=gViaOYgV8yI">www.youtube.com/watch?v=gViaOYgV8yI</a></p>
</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p><strong>ps:</strong> Ich habe mich selbst aufrichtig befragt. Ja, ich wäre auch pietätvoll gewesen. Pietät sehe ich als etwas, das sich nur in konkreten Handlungen gegenüber konkreten Menschen im direkten Kontakt ausdrücken kann.</p>
<p>Und ja, wäre mir des Haider Jörgs Mutter in den letzten Tagen über den Weg gelaufen, ich hätte es mir verbissen, Sie zu fragen, was ihr denn so gefallen hat an der Nazizeit.<br />
Das hätte ich mir dieser Tage aus Pietät verbissen, obwohl ich sie das früher schon gefragt hätte, hätten wir uns getroffen.<br />
Ja, das ist Pietät.</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p><strong>pps:</strong></p>
<h3 style="text-align: center;"><span style="color: #003300;"><strong>Aufgrund der großen Anzahl an pietätlosen, Pietät einfordernden Postings sieht sich das Kellerabteil gezwungen, zu diesem Artikel ausnahmsweise die Kommentarfunktion zu deaktivieren.</strong></span></h3>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
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		<title>Erde an Hausverstand, Erde an Hausverstand!</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Sep 2008 14:57:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lieber Hausverstand, wie oft soll ich es Dir noch sagen, es funktioniert nicht! Wenn auf den Billa Kautschukknödeln noch fünfmal &#8220;Knusprige Laugensemmel&#8221; draufsteht, von allen Adjektiven nämlich &#8220;Knusprige&#8220;!, dann bleiben es deswegen immer noch gatscherte und bis in die Ewigkeit und drei Tage elastische Teigklumpen. Einsatzmöglichkeit sonder Zahl. Auf Anhieb fiele mir etwa Wärmedämmung ein. [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Hausverstand, wie oft soll ich es Dir noch sagen, es funktioniert nicht!</p>
<p>Wenn auf den Billa Kautschukknödeln noch fünfmal &#8220;<strong><em>Knusprige Laugensemmel</em></strong>&#8221; draufsteht, von allen Adjektiven nämlich &#8220;<strong><em>Knusprige</em></strong>&#8220;!, dann bleiben es deswegen immer noch gatscherte und bis in die Ewigkeit und drei Tage elastische Teigklumpen. Einsatzmöglichkeit sonder Zahl. Auf Anhieb fiele mir etwa Wärmedämmung ein. Aber Essen?<br />
Von wegen <strong><em>knusprig</em></strong>, da hilft kein Toasten und kein kein Grillen. Try Holzkohle, try 180° Heißluft, try offenes Lagerfeuer, da hilft nix auch nur ein bißchen. Die Teile kann man vielleicht panieren und herausbacken, aber selbst dann bleibt der Mantsch letschert. Maximal 2 Millimeter Kruste Panier. The rest stays the same.</p>
<p><img style="margin: 2px 2px 5px 20px; float: right;" src="/images/billa.png" alt="ja, natürlich ..." width="200" height="150" />ABER: überhaupt von wegen &#8220;<strong><em>Aktion!</em></strong>&#8220;.<br />
Lieber Hausverstand, es ist keine &#8220;<strong><em>Aktion!</em></strong>&#8220;, wenn vier hatscherte Weckerln zusammen 30 Cent weniger kosten würden als der Multiplikator 4 mal dem Einzelpreis ergibt. Nicht wenn die &#8220;<strong><em>Aktion!</em></strong>&#8221; vierer hatscherter Weckerln auf mehr kommt, als ein halbwegs genießbares Brot kosten sollte.<br />
(Hat sowie so alles die Konsitenz von MacDonalds Food.)</p>
<p><span id="more-202"></span>Übrigens Herr Hausverstand, die superduper Steigerung &#8220;<strong><em>Frisch, Frischer, Superfrisch</em></strong>&#8221; für pasteurisierte und homogenisierte Milchprodukte aus den verschiedenen Ecken Europas &#8230; äh, wie soll ich sagen, <strong>Nein!</strong> Is nicht. Kommt in etwa so fruchtig daher wie das Wort &#8220;Emulgator&#8221;.<br />
Aber ernsthaft, wo kann mensch eigentlich Sprachverwaltigung anzeigen?</p>
<p>Und mit Common Sense, Herr Hausverstand, mit <em>Common Sense</em> haben Sie nichts zu tun. Gar nichts. Glauben Sie nicht, dass sie da irgendjemand verwechselt, weil die Herren von Rewe ihnen penetrante Mengen an Sendezeit und Plakatfläche einräumen.</p>
<p>Potemkin&#8217;sche Kuhaufsteller umschmeissen, ja. Sehr schön. In der Werbung die Werbung kritisieren, voll-kom-men glaub-wür-dig! Jessas, und das zwei Spots nachdem ihr Kollege mit einem Ferkel geredet hat! Das man auf den Almboden raufschaffen musste für den Spot. Im Hintergrund der Hubschrauber, das Kamerateam und ein Artdirector, der sich einen abschwitzt vor so viel Natur. <em>Ja natürlich</em>, sehr schön. Hallo? Erde an Hausverstand, Erde an Hausverstand?</p>
<p>Kommt so lächerlich-sinnig wie der Name, den sich die Werbungsindustrie selbst gibt: &#8220;Kreativwirtschaft&#8221;. Wie sagt der Hausverstand? &#8220;<strong><em>Ja, natürlich</em></strong>.&#8221; <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' /><br />
(Uhh, da fällt mir auch wieder diese kreativwirtschaftliche Kreativitätsdetonation ein, die Anrufung des &#8220;<em><a href="/?p=192" target="_blank">Unternehmergeistes</a></em>&#8220;. Ährg!)</p>
<p>A propos Hausverstand, Du Hausverstand, das geb ich Dir ja gerne zu, eine Mehrwertsteuersenkung würden Deine Auftraggeber und ihre Kollegenschaft der Handelsketteneigner <em><strong>ja, natürlich</strong></em> voll weitergeben. Sicher. Na voll! Das sagt ja schon der Hausverstand. Und der Bruder vom Herrn Hausverstand, der Faymann. Ihr seht&#8217;s euch eh ähnlich.<br />
Selbe Outfit-Berater, mmh? Dacht ich doch.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.raketa.at/index.php?id=7371&amp;rid=293" target="_blank" class="broken_link"><img src="http://www.raketa.at/images/4688f881700076e3a5ad80256d6dd759.JPG" alt="Faymann" width="400" height="185" /></a></p>
<p>Lieber Hausverstand, das mit dem Hausverstand Deines Zwillings geht ja nur deswegen halbwegs rein, weil die &#8220;<strong>Es reicht</strong>&#8220;-Ministrantenclique sowieso den noch schwereren Hieb hat. Quasi &#8220;<em>schwarz, schwerer, gehrerschwerer Hieb</em>&#8220;.<br />
Die nehmen das Wort zwar besonders gerne in den Mund, am liebsten diese <a href="http://karinsweblog.holzweg.com/index.php" target="_blank" class="broken_link">Parade-Almkuh-Kulisse von Karin Hakl</a>, hussen dabei aber aus derart abartigen Regionen des Dumpfsinns, dass eine Mehrwertsteuersenkung dagegen wirklich noch als sinnig durchginge. Die VP erinnert mich Jahr für Jahr mehr an den Bible Belt in den USA. Weiß selber nicht warum, ehrlich.</p>
<p>Ach ja, Wahlkrampf Argumentation 08. Der pure Hausverstand. Weil selbst wenn der Kaviar da irgendeine Rolle spielen würden, wir kaufen pro Monate nämlich alle immer recht gleich viel Kaviar wie Milch und Brot und das schöne Brausepulver, das so kitzelt, wo man immer so lachen muss und 10 Minuten ganz vergisst, was man grad hätt&#8217; machen wollen oder sollen, gell? Also 10 Liter Milch, 10 mal das Aktionsabgebot von 4 Gummiweckerln, 10 Dosen Kaviar und, ok., 12 Packungen Brausetabletten im Monat. Klar, da erspart sich der Hausverstand beim Kaviar am meisten! Weil das <strong><em>ja, natürlich</em></strong> weitergegeben wird.</p>
<p>Irgendwie, irgendwo sollte Sprachvergewaltigung gerächt werden können, damned!</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
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		<title>Wer will mich?</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2008/09/wer-will-mich/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Sep 2008 18:23:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[flaches Land]]></category>
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		<category><![CDATA[pathetisch]]></category>
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		<description><![CDATA[Sein Name ist Willi. Will sucht Sicherheit. Kann ihm bitte jemand helfen? (Wir können diese verängstigten Augen, den hilfesuchenden Blick nicht mehr aushalten. So traurig.) Willi ist ganz harmlos, sauber und ruhig. Er leidet vielleicht hie und da unter Selbstüberschätzung, macht aber keine Probleme &#8230; Wer kann ihm die Sicherheit geben, die er sucht und [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sein Name ist Willi.<br />
Will sucht Sicherheit. Kann ihm bitte jemand helfen? (Wir können diese verängstigten Augen, den hilfesuchenden Blick nicht mehr aushalten. So traurig.)<br />
Willi ist ganz harmlos, sauber und ruhig. Er leidet vielleicht hie und da unter Selbstüberschätzung, macht aber keine Probleme &#8230;</p>
<p>Wer kann ihm die <strong>Sicherheit </strong>geben, die er sucht und braucht?</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/kellerabteil/2853902728/in/set-72157607269739501/" target="_blank"><img class="aligncenter" src="http://farm4.static.flickr.com/3060/2853073349_83596fdde4.jpg" alt="Willi Molterer sucht Sicherheit" /></a></p>
<p>Aber ernsthaft, was soll das? Zuerst diese dümmlichen Plakate mit dümmlichsten Sprüchen auf rotem und blauen Hintergrund. Rot-blauer Hintergrund?<br />
<span id="more-199"></span><a href="http://www.flickr.com/photos/kellerabteil/2853062407/in/set-72157607269739501/" target="_blank"><img style="margin: 2px 2px 5px 20px" class="alignright" src="http://farm4.static.flickr.com/3144/2853062407_2ae99e7d9b_m.jpg" alt="rot-blauer Hintergrund für ÖVP-Plakate?" width="150" height="200" /></a> Hä? Was soll uns denn das vermitteln?</p>
<p>Dann sind die rot-blauen ÖVP-Plakate nach recht kurzer Zeit wieder weg. Haben offensichtlich nicht gefunzt. Alors, so was aber auch.</p>
<p>Und dann kömmt endlich der Spitzenkandidat.<br />
(Siehe oben. Ja, genau der, das ist er.)</p>
<p>ABER mit welch einem Foto, bitte schön? <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  Haben sie keines mit noch verschreckterem Gesichtsausdruck gefunden? <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_rolleyes.gif' alt=':roll:' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: center;"><strong>Bid-de! <em> </em></strong><em>*seufz*</em> <strong><em> </em>Nimm mich!!!</strong></p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Gusi auf staatstragenden Reisen &#8230;</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2008/06/gusi-auf-staatstragenden-reisen/</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Jun 2008 10:45:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[bye bye Gusi, es war schön mit dir, es hat mich sehr gefreut. *kchh kchh* &#8212; www.youtube.com/watch?v=I66_wh-7cuo Der O-Ton aus dem Mittagsjournal, siehe diese Reportagen-Besprechung.1 &#8212; Schwanengesänge in der Blogosphäre Nachrufe und weitere Reiseempfehlungen gibt es übrigens allerorts: Joachim Riedl schafft es trotz optischer Unstimmigkeiten, die intermezzierende Doppelspitze unserer Sozialdemokratie als &#8220;Desperate Housewives&#8221; zu identifizieren. [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>bye bye Gusi</em>, es war schön mit dir, es hat mich sehr gefreut. <span style="color: #696969;"><em>*kchh kchh*</em></span></p>
<div style="text-align: center;">&#8212;</div>
<div style="text-align: center;">
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=I66_wh-7cuo">www.youtube.com/watch?v=I66_wh-7cuo</a></p>
</div>
<p>Der O-Ton aus dem Mittagsjournal, siehe <a href="/?p=162" target="_blank">diese Reportagen-Besprechung</a>.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2008/06/gusi-auf-staatstragenden-reisen/#footnote_0_168" id="identifier_0_168" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Etwas veraltete, diese Perle kritischer Berichterstattung, aber aus gegebenen Anlass noch einmal hervorgekarrt.   ">1</a></sup></p>
<div style="text-align: center;">&#8212;</div>
<p><strong>Schwanengesänge in der Blogosphäre</strong><br />
Nachrufe und weitere Reiseempfehlungen gibt es übrigens allerorts:<br />
<a href="http://blog.zeit.de/oesterreich/autor_riedl" target="_blank">Joachim Riedl</a> schafft es trotz optischer Unstimmigkeiten, die intermezzierende Doppelspitze unserer Sozialdemokratie als &#8220;<a href="http://blog.zeit.de/oesterreich/2008/06/26/desperate-housewives-in-der-spo_646" target="_blank"><strong>Desperate Housewives</strong></a>&#8221; zu identifizieren.<br />
<a href="http://www.helge.at/" target="_blank" class="broken_link">Helge</a> <a href="http://www.helge.at/2008/06/die-spoe-ist-korrupt-bis-auf-die-knochen-unter-faymann-mehr-denn-je/" target="_blank" class="broken_link">basht ausnahmsweise mal die Organisationsform der institutionalisierten Sozialdemokratie</a> &#8211; <em>Anmerk.: heißt &#8220;SPÖ&#8221; und hat Parteistatus</em> &#8211; und fühlt sich aller Notwenigkeit zum Trotz doch bemüßigt, sich dafür gleichzeitig zu entschuldigen. Was soll ich sagen, <em>I feel the pain</em>.</p>
<p><span id="more-168"></span>Selbst einer der <a href="http://www.metaportaldermedienpolemik.net/blog/Blog/2008-04-17/Gusis-Freundeskreis" target="_blank" class="broken_link">treusten Unterstützer</a> hat ein Einsehen ins Unvermeidliche und schreibt seine Hoffnung ab. Freilich nicht ohne dem &#8220;<em>dead man walking</em>&#8221; eine Schlußstrich ziehende Charakterstudie vom &#8220;<strong><a href="http://www.misik.at/texte-aus-der-taz-berlin/ein-toller-hecht-im-idiotenteich.php" target="_blank" class="broken_link">Möchtegern-Hecht</a></strong>&#8221; nachzuschicken.<br />
(Ich glaube, sogar <a href="http://www.misik.at/" target="_blank" class="broken_link">Misik</a> ist mittlerweile <strong><em>nur</em> </strong>mehr angewidert.)</p>
<p>Tom beurteilt zwar die Hintergründe meines Wissens nach falsch, wenn er schreibt, <em>man habe den eigenen Bundeskanzler systematisch abzubauen begonnen, indem man ihm den aalglatten, faden Krone-Liebling Werner Faymann zur Seite stellte</em>. Das war schließlich so nicht geplant und der Arbeiterführer hat den <em>coup d&#8217;etat</em> mit einem eigenen Überraschungscoup noch mal unterlaufen können.<br />
Dafür hat er aber den schlicht treffendsten und pointiertesten Kommentar zur letzten austriarkischen Farce galore. Dieses Bild:</p>
<div style="text-align: center;"><a href="http://zurpolitik.com/?p=624" target="_blank" class="broken_link"><img class="aligncenter" src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/krone_stimmzettel.jpg" alt="Kronen Zeitung Partei - Liste Cato" width="500" height="100" /></a></div>
<p><em>Simply love it!!</em> You have to love it too! Spitzenkandidat Cato, der unheimliche, heimliche Prinzregent Kakaniens. Der Kardinal Richelieu der Alpenrepublik. Ein Schelm, wer da Widersprüche zu entdecken glaubt. <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_rolleyes.gif' alt=':roll:' class='wp-smiley' /><br />
Wie auch immer, der Artikel auf <em><a href="http://zurpolitik.com/" target="_blank" class="broken_link">Zur Politik</a></em>, <strong><a href="http://zurpolitik.com/?p=624" target="_blank" class="broken_link">hier</a></strong>.<br />
Und ins gleiche Horn stößt by the way <a href="http://blog.zeit.de/oesterreich/autor_buerstmayr" target="_blank">Georg Bürstmayr</a>, Gusi schon nur mehr beiläufig abtuend und seinen Kommentar &#8220;<strong><a href="http://blog.zeit.de/oesterreich/2008/06/27/der-alte-revisited_647" target="_blank">dem Alten</a></strong>&#8221; widmend.</p>
<p>Im <strong><a href="http://haftgrund.twoday.net/" target="_blank" class="broken_link">Haftgrund</a></strong> wird die KPÖ (siehe oben) als Organisation einer anderen Partei enttarnt. Vorsicht: <strong><a href="http://haftgrund.twoday.net/stories/5026906/" target="_blank" class="broken_link">schwere Satiregefahr</a>!</strong><br />
Aber klar, wie soll man mit derlei anders umgehen. Nur die Satiretherapie hilft über diese Jammertäler der Realität hinweg.</p>
<p><strong>Darüber hinaus:</strong><br />
Im Adresscomptoir werden <a href="http://adresscomptoir.twoday.net/stories/5025518/" target="_blank" class="broken_link">die wenigen lesenswerten Kommentare</a> im österreichischen Blätterwald archiviert.<br />
Georg kommentiert <a href="http://www.rigardi.org/?p=273" target="_blank" class="broken_link">mit grafischer Ironie</a>;<br />
Laurenz erkennt den eigentlichen Machtkampf <strong><a href="http://laurenzennser.twoday.net/stories/5002207/" target="_blank" class="broken_link">Gusi vs. Häupl</a></strong> (<a href="http://julianschmid.twoday.net/stories/4997350/" target="_blank" class="broken_link">andere halten den designierten Technokraten fälschlicher Weise für einen Intimus von Häupl</a>);<br />
und Markus sagt zum Abschied leise <em><strong><a href="http://hellgruen.at/kolumne/236/adieu-gusi-das-war8217s" target="_blank" class="broken_link">Adieu Gusi, das war’s</a></strong></em>.</p>
<div style="text-align: center;">&#8212;</div>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_168" class="footnote">Etwas veraltete, diese Perle kritischer Berichterstattung, aber aus gegebenen Anlass noch einmal hervorgekarrt. <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  </li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>hey, danke für mein lächeln</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2008/04/hey-danke-fur-mein-lacheln/</link>
		<comments>http://www.kellerabteil.org/2008/04/hey-danke-fur-mein-lacheln/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 Apr 2008 22:01:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Montag, am Montag da waren es die bi-ba-büchereien. (Das Lächeln hab ich immer noch um die Mundwinkel.) Gestern, dienstags, da war es ein Email aus einem BR-Büro aus dieser gut Eisenstadt großen Kleinstadt mitten im .. und am Rande vom 9ten. Das, und der Blick auf das Logbuch am Armaturenbrett (engl.: dashboard) von WordPress. [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Montag, am Montag da waren es die <strong><em>bi-ba-büchereien</em></strong>. <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /><br />
(Das Lächeln hab ich immer noch um die Mundwinkel.)</p>
<p>Gestern, dienstags, da war es ein Email aus einem BR-Büro aus dieser gut Eisenstadt großen Kleinstadt mitten im .. und am Rande vom 9ten.<br />
Das, und der Blick auf das Logbuch am Armaturenbrett (<em>engl.: dashboard</em>) von WordPress.</p>
<p>Heute war es ein <em>lunarisch-qummonistischer </em>Eintrag, der mit einem Zitat Erich Frieds ansetzt und dem Anklang einer positiven Utopie endet.<br />
Eine Utopie, an die ich, ganz bar jeden Zynismus, wirklich glauben kann und mag.</p>
<p><span id="more-159"></span>Dreimal Danke! für das Lächeln. Und in diesem Sinne zurück. <em>I really appreciate it, compañeros</em>.</p>
<p>Vielleicht wäre mir das sonst nicht sooo aufgefallen. Soll heißen, ich hätte die Querverbindung nicht hergestellt. Wenn nicht die Routine dieser drei Tage und der <em>mood-shifting moment</em> das Bindeglied gebildet hätte. Da war das mir verhasste Pendeln und das Autofahren in der Stadt. Früh raus, abends rein. Müde. Ferngesteuerte Mattscheibe und leere Birne. Der sinnentleerte Automatismus, noch dies und das im <em>www </em>machen, nachschauen, erledigen zu wollen.</p>
<p>Montags, und heute wieder, ist das Müdigkeit ablösende <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  unverhofft per <em>feed </em>und via <em>bloglines</em> gekommen. Stumpfheit dahin, durch Lächeln MÜSSEN gerettet:</p>
<p><strong>(Mo) </strong>Das blog heißt <a target="_blank" href="http://haftgrund.net/" class="broken_link"><strong>haftgrund</strong></a>. Läuft auf <em>twoday</em>.<br />
<strong>Thema</strong>: Innenansichten aus einer Wiener Bibliothek. (<em>in my own words</em>) Innenansichten aus der bizarren Praxis eines Universums, das durch viele Jahrzehnte kakanischer Bürokratie er- und gesponnen wurde, durch die Beimengung von homöopathischen Dosen des <a target="_blank" href="/?p=156">Roten Wien</a> (3. Kap.) und durch Überdosierungen des Nachroten Wien verzerrt wurde und nun in den Wehen der neoliberalen <em>public goods</em> &#8211; BWL-Führung brachialisiert wird.</p>
<p>Das letzte Highlight, dieser unschuldig betitelte Beitrag &#8216;<a style="font-weight: bold" target="_blank" href="http://haftgrund.twoday.net/stories/4862029/" class="broken_link">Installer in den Büchereien</a>&#8216;. Um es wohlgestaltet zu formulieren, <span style="font-style: italic">ich hab mich angeschifft vor lauter genial</span>. But then again, was ich lustig finde &#8230; *schnieff*</p>
<p><strong>(Mi)</strong> Das blog heißt <a target="_blank" href="http://qummunismus.at/" class="broken_link"><span style="font-weight: bold">qummunismus</span></a>. Läuft auf <span style="font-style: italic">pinguin</span>.<br />
Der Eintrag heute, <a target="_blank" href="http://qummunismus.at/p/article41.html" class="broken_link"><span style="font-weight: bold">Freiheit herrscht nicht</span></a>. Das oben schon erwähnte Zitat,</p>
<p style="margin-left: 40px"><em class="spip">»Hier herrscht Freiheit« ist immer ein Irrtum oder auch eine Lüge, denn Freiheit herrscht nicht.</em></p>
<p>shout outs! in den 16ten hieb, zum mond, der dort überm wilhelmienernen berg steht und drüber geht.</p>
<p>Dazwischen, am <span style="font-weight: bold">(Di)</span>. Hat auch mit blogs zu tun. Lässt sich schwieriger verlinken, weil: ist alles noch nicht so ganz offiziell. Ist nicht so &#8220;Öffentlichkeit&#8221;, mehr: <a target="_blank" href="http://bloghandbuch.gpa-djp.at/index.php/Kategorie:Gegen%C3%B6ffentlichkeit2.0" class="broken_link"><span style="font-style: italic; font-weight: bold">Gegenöffentlichkeit2.0</span></a>.</p>
<p>Ist die Baustelle Marke: seit gut einem Jahr dafür viel Schweiß und nix Belohnung, wenig Echo und so einige Hackeln ins Kreuz, aber dann eben auch die Tage, an denen solche Mails wie das vorgestern die Wochen ohne sichtbaren Erfolg aufwiegen.<br />
Und nicht nur das Mail, der Blick auf den Überblick in der <span style="font-style: italic">WordPress.com </span>- Benutzeroberfläche, wenn dann an einem Kalendertag in 5 verschiedenen Blogs mannigfaltige kleine Aktivitäten registriert werden, ohne das man selbst etwas dazu unternommen hat.</p>
<p>Schön langsam glaube ich daran, dass es funktionieren wird und nicht mehr nur, dass es &#8216;<em>funktionieren können würde</em>&#8216;.<br />
HEY! <span style="font-style: italic">mond!</span> Schau, <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  meine eigene kleine positive Utopie!</p>
<p>Alors, so ein wirrer Eintrag mit pathetischer Schlagseite braucht noch eine würdige pathetische Abrundung mit genauso wenig Zusammenhang. Am besten nahtlos. <em>Therefore</em><sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2008/04/hey-danke-fur-mein-lacheln/#footnote_0_159" id="identifier_0_159" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="und habt ihr &uuml;brigens gesehen, dict.leo. hat gleich um zwei sprachen erweitert. italienisch und &amp;#8230; chinesisch.">1</a></sup>:</p>
<div align="center">
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=KyZicQe4lj0">www.youtube.com/watch?v=KyZicQe4lj0</a></p>
</div>
<p>jep, das ist das Lächeln, dass ich meine.</p>
<div align="center">&#8212;</div>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_159" class="footnote">und habt ihr übrigens gesehen, dict.leo. hat gleich um zwei sprachen erweitert. italienisch und &#8230; chinesisch.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2009/03/presentation-for-global-union-conference/' rel='bookmark' title='Presentation at the &#8216;global UNIon&#8217; conference'>Presentation at the &#8216;global UNIon&#8217; conference</a></li>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2008/01/visualisierte-weblogrolle/' rel='bookmark' title='visualisierte Blogroll (update)'>visualisierte Blogroll (update)</a></li>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2008/08/blogparade-auf-zwischenrufat/' rel='bookmark' title='BlogParade auf Zwischenruf.at'>BlogParade auf Zwischenruf.at</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Anspruch und Wirklichkeit: Pensionsanpassung 2008</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Mar 2008 15:45:38 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Zwei Bilder, einfach gegenüber gestellt: (Anklicken zum Vergrößern) Die Zahl derer, für die die Pensionsanpassung 2008 ein mageres Plus von brutto 1,7% bringt, weil sie unter die Grenze der Mindestpension fallen: ~ 1 Million Österreicherinnen. (&#8230; und an die 400.000 Frauen haben in Österreich gar keinen Pensionsanspruch. Weil sie zwar wahrscheinlich ihr ganzes Leben gearbeitet [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zwei Bilder, einfach gegenüber gestellt:</strong></p>
<p style="text-align: center;"><a title="Die Pensionsanpassung für 2008 ist im Herbst 2007 so berechnet worden wie sie berechnet wurde, damit eine - angebliche - Pensionserhöhung mit dem Pomp und der Glorie verkauft werden kann wie hier am Plakat zu sehen." href="http://www.flickr.com/photos/kellerabteil/2850591754/" target="_blank"> <img src="/images/PlakatPensionserfolg.jpg" border="0" alt="" width="230" height="190" /></a> <a title="Real kommt dann so etwas heraus. Absurd aber den ProduzentInnen dieser Absurdität wohl reichlich wurscht. Die Plakate zur Verkündigung der herausragenden Erfolge hängen schon und darauf zu lesen: Gewinner sind kleinen und mittleren PensionistInnen." href="http://www.flickr.com/photos/kellerabteil/2850591790/in/photostream/" target="_blank"> <img src="/images/Pensionsanpassung2008.jpg" border="0" alt="" width="240" height="140" /></a></p>
<div style="text-align: right;">(Anklicken zum Vergrößern)</div>
<p>Die Zahl derer, für die die Pensionsanpassung 2008 ein mageres Plus von brutto 1,7% bringt, <em>weil</em> sie unter die Grenze der Mindestpension fallen: <strong>~ 1 Million Österreicherinnen</strong>.</p>
<p><span id="more-155"></span>(<em>&#8230; und an die <strong>400.000 Frauen</strong> haben in Österreich gar keinen Pensionsanspruch. Weil sie zwar wahrscheinlich ihr ganzes Leben gearbeitet habe, aber unglücklicherweise nicht in Erwerbsarbeit.</em>)</p>
<p><strong>ps:</strong><br />
Warum gerade heute? Ich bin gestern wieder an diesem Infoplakat der <em>Marke Negativwerbung</em> vorbeigekommen. Der Beitrag wäre vor 3 Monaten passender gewesen. Da hatt&#8217; ich das nach einigen Beiträgen zur Herbstlohnrunde und den Medienberichten zur Pensionserhöhung (siehe unten) auch vor. Kam dann nicht mehr dazu.</p>
<p><em>Illustrativ </em>ist das Ganze allemal und immer noch, oder?</p>
<div style="text-align: center;">&#8212;</div>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Spindoktoren und Illusionskünstler</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Dec 2007 11:17:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Veit Sorger]]></category>

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		<description><![CDATA[Hallo, wir haben wieder ein Date mit dem Spindoktor! Im Eintrag &#8216;Den Nachrichten einen Spin geben&#8216; – vor einem Monat hier im Kellerabteil – wurde bereits einmal auf des Spindoktor Blog hingewiesen. Mittlerweile sind dort weitere schöne Fallbeispiele vorgeführt worden, so dass ich diese BlogEmpfehlung erneuern muss. Anlass für diesen heutigen Eintrag sind allerdings nicht [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo, wir haben wieder ein Date mit dem Spindoktor!<br />
Im Eintrag &#8216;<a target="_blank" href="/?p=110"><em>Den Nachrichten einen Spin geben</em></a>&#8216; – vor einem Monat hier im Kellerabteil – wurde bereits einmal auf des Spindoktor Blog hingewiesen. Mittlerweile sind dort weitere schöne Fallbeispiele vorgeführt worden, so dass ich diese BlogEmpfehlung erneuern muss.</p>
<p>Anlass für diesen heutigen Eintrag sind allerdings nicht nur die Beispiele des <a target="_blank" href="http://www.spindoktor.de/" class="broken_link"><em>Spindoktor-Blogs</em></a>. Ich möchte ein paar Passagen aus einen amüsanten und interessanten Artikel der aktuellen <a target="_blank" href="http://www.monde-diplomatique.de/pm/.home" class="broken_link"><strong>LE MONDE</strong> <em>diplomatique</em></a> zititeren. Heißt: <em>Weiße Kaninchen aus dem Weißen Haus</em>. Untertitel:<em> Illusionskünstler im Dienste der Bush-Regierung</em>. Thematisch gibt es einen deutlichen Konnex, würde ich sagen, aber das kannst Du gleich selbst beurteilen.</p>
<p><span id="more-132"></span>Die beiden Beispiele aus dem Blog des Spindoktor, auf die hier verwiesen sein soll, haben auf den ersten Blick kaum sichtbar das gleiche Thema. Aber eigentlich ist dieses Thema ein roter Faden durch ziemlich alle Beiträge in diesem Blog des Spindoktor:</p>
<ul>
<li><em>wie die Unternehmensseite – die so genannte &#8220;Wirtschaft&#8221;, das Kapital, die Arbeitgeberseite – die Politik vor sich hertreibt und zum Handeln in ihrem Sinne zwingt bzw. zwingen will und</em></li>
<li><em>wie gleichzeitig die Politik – die Herrschaften Politikerinnen und Politiker – der Öffentlichkeit verkaufen wollen, dass sie tatsächlich an den Schalthebeln sitzen, und dass sie verantwortungsvoll und gerecht mit ihrer Handlungsmacht umgehen</em>.<br />
(Ja, ich meine schon die Handlungsmacht, die sie nicht haben.)</li>
</ul>
<p><strong>Die Verantwortung der Kontrolle</strong><br />
Beispiel eins widmet sich der Verantwortung und in diesem Beitrag stellt der Spindoktor eine verdammt interessante und brisante Frage. Der Beitrag heißt <a target="_blank" href="http://www.spindoktor.de/2007/12/affentrick-nicht-sehen-und-hren-weiter.html" class="broken_link"><em>Affentrick: Nicht sehen und hören &#8211; weiter sagen!</em></a> und handelt davon, dass doch viele große Kapazunder aus Politik und Wirtschaft in Aufsichtsräten sitzen.<br />
Aufsichtsräte sind nun <em>Kontrollgremien</em>, erinnert der Spindoktor. Darin liegt ihre Legitimität, dass Aufsichtsräte kontrollieren sollten, ob alles mit rechten Dingen zu geht.</p>
<p>Wir wissen nur zu gut, dass nicht immer alles <em>mit rechten Dingen</em> zu geht. Schließlich dringt das manchmal sogar glasklar an die Öffentlichkeit und von der viel zitierten Dunkelziffer kann mensch sich selbst ein Bild basteln.<br />
Die Frage ist nun, wie schaffen es die angesprochenen Kapazunder sich aus ihrer Verantwortung als Aufsichtsorgane zu manövrieren? Nämlich sogar in solchen Fällen, wo glasklar an die Öffentlichkeit dringt, dass ihre Kontrolle &#8230; mmh &#8230; entweder versagt oder offen gesprochen nie auch nur als ernsthafter Versuch gegeben war.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2007/12/spindoktoren-und-illusionskunstler/#footnote_0_132" id="identifier_0_132" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ein Schelm, wer hier an &ouml;sterreichische F&auml;lle aus der nahen Vergangenheit denkt. Ist es nicht faszinierend, diese Sittengeschichte der des Bankenuntersuchungsausschusses, des Untersuchungsausschusses zum Eurofighterdeal, die Gerichtsverhandlung zur Verantwortung in der BAWAG-Pleite. Die Herrschaften sind allesamt sich keiner Verantwortung bewusst und ich tendiere dazu, ihnen das sogar zu glauben. Sie sind sich der Verantwortung tats&auml;chlich nicht bewusst. Einer der auff&auml;lligsten und spannendsten Aspekte letzteren Gerichtsverfahrens ist doch aber genau dies, dass manchen Herren nach Monaten und Jahren dann langsam bewusst wird, dass sie eine Verantwortung gehabt h&auml;tten, dass sie diese nicht wahrgenommen haben und dass dies doch aller ernstens ein schuldhaftes Verhalten darstellt. Um das zu kapieren, dazu bedurfte es freilich monatelanger Auseinandersetzung und eines Prozesses des Vor-Augen-F&uuml;hrens, dem die Angeklagten nicht einfach mit Pressemitteilungen wegwischen k&ouml;nnen. Faszinierend.">1</a></sup></p>
<p>Das Beispiel des Spindoktor zerrt niemand geringeren ins symptomatische Licht als den Finanzminister Deutschlands und zeigt, wie dieser seine nicht wahrgenommene Verantwortung als Chef eines Verwaltungsrats der größten staatseigenen Bank locker – <em>mit Spin</em> – abwehrt, ablenkt und umlenkt.<br />
Wie gesagt, ein symptomatisches Beispiel von vielen (im Beitrag selbst gibt es noch ein weiteres). Eine Frage liegt auf der Hand, für viele Kapazunder eine höchst unangenehme Frage, daher wohl auch kaum gestellt:</p>
<blockquote><p><a target="_blank" href="http://www.spindoktor.de/2007/12/affentrick-nicht-sehen-und-hren-weiter.html" class="broken_link"><em>Warum fragt niemand nach, wozu man Kontrollgremien braucht, wenn das Gremium ohnehin nicht kontrolliert und nur Gutachten Dritter abnickt?</em></a></p></blockquote>
<p><strong>Die Verantwortung dem Sachzwang zu folgen</strong><br />
Das zweite Beispiel des Spindoktors, auf das hier verwiesen werden soll, behandelt:</p>
<blockquote><p><a target="_blank" href="http://www.spindoktor.de/2007/12/veb-airbus.html" class="broken_link"><em>wie sich auch die Politik von Spindoktoren übers Ohr hauen lässt</em></a></p></blockquote>
<p>Auch dieses Beispiel – <em>unter dem Link nachzulesen</em> – können wir getrost als <em>symptomatisch </em>behandeln. Ein Unternehmen, eine Industrie spielt das <em>Zuckerbrot und Peitsche</em>-Spiel mit dem Staat und den politischen Repräsentanten. Das Unternehmen hofiert und schmeichelt, um Zuwendung und Förderung zu bekommen, droht und zeigt die kalte Schulter, um Zuwendung und Förderung zu erhalten.</p>
<p>Die Repräsentanten des Staates wollen die Produktivität des Unternehmens (der Industrie) für sich selbst verbuchen können, wollen die Anzahl der Beschäftigten und die Umsätze des Unternehmens auf der eigenen Leistungsbilanz anführen können und als ihre politische Leistung verkaufen. Und so spielen sie mit. Alles für das Image des Machers.</p>
<p>Der Mechanismus ist eintrainiert, funktioniert wie ein Reflex. Das Stichwort lautet Wettbewerb und Standortvorteil. Folgerichtig genügt es manchen Unternehmen (der Industrie), ein Szenario einfach nur zu malen, einfach nur so ein bißchen an die Wand zu werfen, um ihre Zuwendung, die Aufmerksamkeit, die Förderung, Erleichterungen, Gaben zu bekommen.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2007/12/spindoktoren-und-illusionskunstler/#footnote_1_132" id="identifier_1_132" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="In &Ouml;sterreich ist daf&uuml;r, glaube ich, niemand so zust&auml;ndig und aus der Perspektive der Unternehmen und Industrien, denke ich, so verl&auml;sslich wie der Wirtschafts- und Arbeitsminister Bartenstein. Also, das ist meine Einsch&auml;tzung. Nicht mehr.">2</a></sup></p>
<p>Einer Meldung einen Spin geben, dazu reicht halt in der gegenwärtigen Wahrnehmungslage die dezent geflüsterte Andeutung, dies oder jenes könnte Arbeitsplätze kosten. Schon fragt kaum jemand mehr nach, oder?<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2007/12/spindoktoren-und-illusionskunstler/#footnote_2_132" id="identifier_2_132" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die Namen, die mir hier f&uuml;r das Biotop &Ouml;sterreich zuvorderst einfallen, das sind der in der letzten Fu&szlig;note schon genannte Bartenstein, nat&uuml;rlich der sonore Veit Sorger und mein Vorbild Bernhard Felderer. Ich kann nur wiederholen, mensch h&ouml;re sich deren Wortmeldungen genau an. Zu 95% ist die pauschale Aussage gerechtfertigt, dass deren Wortmeldungen zu maximal 3% irgendeinen greifbaren Gehalt haben, der Rest sind die immer gleichen Phrasen. Na stimmt&amp;#8217;s nicht? Wir sollten das empirisch &uuml;berpr&uuml;fen. Was f&uuml;r ein Spass.">3</a></sup></p>
<p><strong>Die Illusionskünstler im Dienste der Regierenden</strong><br />
Der Artikel in der <strong>LE MONDE</strong> <em>diplomatique </em>gehört leider nicht zu jenen, die im Netz zur Verfügung stehen. Daher kein Link sondern ein paar Passagen zur Werbung. Es hat ja einen Sinn, mensch sollte sich die Monatszeitung kaufen. So gesehen schon gut.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2007/12/spindoktoren-und-illusionskunstler/#footnote_3_132" id="identifier_3_132" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und mit etwas Verz&ouml;gerung gibt es sowieso alles im Online-Archiv ganz frei.">4</a></sup></p>
<blockquote><p>Zwei Wochen vor der amerikanischen Präsidentschaftswahl, am 17. Oktober 2004 erschien im <em>New York Magazine</em> eine Titelgeschichte über George W. Bush, die einiges Aufsehen erregt. Darin berichtet der Pulitzer-Preisträger Ron Suskind von einem Gespräch, das er im Sommer 2002 mit einem wichtigen Bush-Berater geführt hatte:<br />
&#8220;Der Mitarbeiter sagte mir, dass Typen wie ich zu denen gehörten, &#8216;<em>die wir als die Realitätsgläubigen [the reality-based community] bezeichnen. Ihr gehört doch zu den Leuten, die glauben, dass Lösungsvorschläge auf der gründlichen Analyse der erkennbaren Wirklichkeit beruhen</em>&#8216;. Ich nickte und murmelte etwas von den Prinzipien der Aufklärung und von Empirie. Er unterbrach mich: &#8216;<em>Aber so funktioniert die Welt heute nicht mehr &#8230; Wir sind jetzt ein Imperium, und wenn wir handeln, schaffen wir unserer eigene Realität. Und während ihr diese Realität mit eurer gewohnten Gründlichkeit untersucht, handeln wir schon wieder und erschaffen weitere neue Realitäten, die ihr wieder untersuchen könnt – so läuft die Sache. Wir sind die Akteure der Geschichte &#8230; und euch, euch allen wird gar nichts anderes übrig bleiben, als das zu untersuchen, was wir machen.</em>&#8216;</p></blockquote>
<p>So leitet dieser schöne Artikel ein.</p>
<p><strong>Realitätsgebundenheit vs. Inszenierierung von Realität</strong><br />
Ich finde die Übersetzung der &#8216;<em>reality-based community</em>&#8216; eher unglücklich. Kein Vorwurf gegenüber dem Übersetzer Michael Adrian, weil selbiger hat uns im Text in eckiger Klammer das englische Original belassen.<br />
Die Gruppe der Menschen, die <em>realitätsverbunden </em>sind oder an die Realität gebunden, das fände ich viel passender.</p>
<p>Kacke nochmal, ein <em>Schmarr</em>n, wenn mensch in seiner Wahrnehmung und Verarbeitung der Welt der Realität verbunden ist. So ist das nun mal. Bist du der Realität verbunden, dann hast Du eine offene Seite gegen jenen, die sich der Realität <em>entbunden </em>sehen.<br />
Wir haben eine verletzbare Flanke gegenüber all jenen, die sich nicht durch das was ist gebunden fühlen.</p>
<p>Diese Ungebundenheit erlaubt das rauschhafte Gefühl, alles zu können. In der eigenen Phantasie mag das schön sein oder ein Fluch. Wer das vor und für andere kann, alles hinbiegen, alles so verdrehen, dass es in den eigenen Kram passt, der oder die hat ein machtvolles Werkzeug im Arsenal.<br />
Allem den richtigen Spin geben zu können, das ist ein mächtiges Instrument. Damit lässt sich Kohle scheffeln, Status erringen, Geschichte machen.</p>
<p><strong>Politikinszenierung? Inszenierung mythischer Dramen!</strong><br />
Die absoluten Profis halten sich nicht mit der Inszenierung von Politik auf. Das hätte bzw. hat den Hacken, dass es immer noch um Politik ginge, das Politik weiter sichtbar und damit weiter diskutierbar wäre. Die Meister der Zunft machen mit ihren Inszenierungen Politik obsolet. Wen interessiert die auch schon wirklich, wen nervt Politik nicht an? Doch doch, sie ödet ja an.</p>
<p>Viel besser, geiler, abgefahrener und bewundernswerter ist es, die Realität als fantastische Fernsehserie in hunderten Folgen in Szene zu setzen, laufen am Abgrund, in jeder Sekunde spannend und groß.</p>
<blockquote><p>Der Religionswissenschaftler Ira Chernus bezeichnete Karl Roves Kommunikationsstrategie als &#8220;Strategie der Scheherazade&#8221;: &#8220;<em>Wenn die Politik Sie zum Toe verurteilt, fangen Sie an, Geschichten zu erzählen: Geschichten, die so sagenhaft, so fesselnd, so bezaubernd sind, dass der König – in diesem Fall die amerikanischen Bürger, die zumindest theoretisch unser Land regieren – nicht mehr daran denken, das Todesurteil auszusprechen.</em>&#8220;</p></blockquote>
<p><a target="_blank" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Karl_Rove" class="broken_link">Karl Rove</a>, in den USA seit längster Zeit ein von Mythen umwobener Kapazunder, &#8220;Architekt&#8221; der Wahlsiege von George Bush und jener Berater, der von den armen Realitätsgebundenen gesprochen hat, die die Zeichen der Zeit nicht erkannt haben, er ist schließlich auch in unseren Breiten bekannt geworden.<br />
<a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Rove" class="broken_link">Karl Rove</a> musste als Vizestabschefs der Regierung Bush gehen, angeblich aus familiären Gründen und obwohl ihn Bush und die Republikaner lange halten konnten. Aber er hat einfach zu viele Gesetze gebrochen.</p>
<div align="center">&#8212;</div>
<p><u>Nachtrag:</u><br />
eine schöne Analyse und Dekonstruktion eines Spendenaufrufes von &#8220;Kirchen-Werbestrategen&#8221; auf der <a target="_blank" href="http://www.splitter-und-balken.de" class="broken_link"><em>Splitter &#038; Balken</em></a>-Seite. Nennt sich: <a target="_blank" href="http://www.splitter-und-balken.de/autoren.php?topic=146" class="broken_link"><strong>… fairgeben, fairblöden</strong></a>.</p>
<div align="center">&#8212;</div>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_132" class="footnote">Ein Schelm, wer hier an österreichische Fälle aus der nahen Vergangenheit denkt. Ist es nicht faszinierend, diese Sittengeschichte der des Bankenuntersuchungsausschusses, des Untersuchungsausschusses zum Eurofighterdeal, die Gerichtsverhandlung zur Verantwortung in der BAWAG-Pleite. Die Herrschaften sind allesamt sich keiner Verantwortung bewusst und ich tendiere dazu, ihnen das sogar zu glauben. Sie sind sich der Verantwortung tatsächlich nicht bewusst. Einer der auffälligsten und spannendsten Aspekte letzteren Gerichtsverfahrens ist doch aber genau dies, dass manchen Herren nach Monaten und Jahren dann langsam bewusst wird, dass sie eine Verantwortung gehabt hätten, dass sie diese nicht wahrgenommen haben und dass dies doch aller ernstens ein schuldhaftes Verhalten darstellt. Um das zu kapieren, dazu bedurfte es freilich monatelanger Auseinandersetzung und eines Prozesses des Vor-Augen-Führens, dem die Angeklagten nicht einfach mit Pressemitteilungen wegwischen können. Faszinierend.</li><li id="footnote_1_132" class="footnote">In Österreich ist dafür, glaube ich, niemand <em>so zuständig</em> und aus der Perspektive der Unternehmen und Industrien, denke ich, <em>so verlässlich</em> wie der Wirtschafts- <strike>und Arbeits</strike>minister Bartenstein. Also, das ist meine Einschätzung. Nicht mehr.</li><li id="footnote_2_132" class="footnote">Die Namen, die mir hier für das Biotop Österreich zuvorderst einfallen, das sind der in der letzten Fußnote schon genannte Bartenstein, natürlich der sonore Veit Sorger und mein Vorbild Bernhard Felderer. Ich kann nur wiederholen, mensch höre sich deren Wortmeldungen genau an. Zu 95% ist die pauschale Aussage gerechtfertigt, dass deren Wortmeldungen zu maximal 3% irgendeinen greifbaren Gehalt haben, der Rest sind die immer gleichen Phrasen. Na stimmt&#8217;s nicht? Wir sollten das empirisch überprüfen. Was für ein Spass.</li><li id="footnote_3_132" class="footnote">Und mit etwas Verzögerung gibt es sowieso alles im Online-Archiv ganz frei.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2008/06/gusi-auf-staatstragenden-reisen/' rel='bookmark' title='Gusi auf staatstragenden Reisen &#8230;'>Gusi auf staatstragenden Reisen &#8230;</a></li>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Tagebucheintrag 24/12.o7a</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2007/12/tagebucheintrag-2412o7a/</link>
		<comments>http://www.kellerabteil.org/2007/12/tagebucheintrag-2412o7a/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 24 Dec 2007 10:11:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
				<category><![CDATA[freudiges Ereignis]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Schleim aus den Stirnhöhlen ist das erste mal seit einigen Tagen deutlich auf Rückzug. Kaum etwas kann der Laune und Stimmung so gut tun! Die eisige Kälte im Nierenbereich und den Füßen, egal wie eingepackt: passé. Gibt nichts genialeres. Tut auch dem Kopf gut, wenn die Energie wieder langsam zurückkommt. Die letzen Tage hab [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Schleim aus den Stirnhöhlen ist das erste mal seit einigen Tagen deutlich auf Rückzug. Kaum etwas kann der Laune und Stimmung <em>so</em> gut tun! Die eisige Kälte im Nierenbereich und den Füßen, egal wie eingepackt: <em>passé</em>. Gibt nichts genialeres.</p>
<p>Tut auch dem Kopf gut, wenn die Energie wieder langsam zurückkommt. Die letzen Tage hab ich mich nur im Kreis gedreht. Hasse das, wenn sich zu viele Gedanken im Kreis drehen und kein einziger festgehalten und <em>gedacht</em> werden kann. Ich schiebe es jetzt mal auf den Schleim in den Stirnhöhlen und die ganzen Gänge hinunter in die Nase und die Bronchien. Jetzt ist das vorbei, glücklich.</p>
<p><strong>Freude ob des nicht leeren Briefkastens<br />
</strong>Schön schließlich auch, dass die Postler (und Postlerinnen, bei mir ein &#8216;Postler&#8217;) auch am 24.12. das Kastl befüllen, obwohl Fenstertag und der dazugehörige Vormittag zur so genannten Stillen Nacht. Eine kartonierte Briefsendung, geradezu wie ein Geschenk!<br />
<span id="more-131"></span> Hatte darauf gehofft, dass sich das ausgeht. Hatte die 2 DVDs von <em>thalia.at</em> erwartet, dh. erhofft, dass diese zwo DVDs noch vor den Feiertagen eintreffen. Breites Grinsen in meinem Gesicht, als diese kartonierte Briefsendung im Kastl auftaucht. <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Nope, nicht die DVDs. Das Quasi-Geschenk am 24/12 kömmt nicht von thalia.at sondern per Germinal Versandbuchhandlung. Das <a target="_blank" href="http://www.prokla.de/aktuell.htm" class="broken_link"><strong>PROKLA 149</strong></a>. Egal und auch schön. Selbst bestellt ist beides.<br />
Im Inhaltsverzeichnis – Themenschwerpunkt ist <em>Globalisierung und Spaltung in den Städten</em> – fällt mir auf, es gibt nicht nur das übliche Editorial der Redaktion sondern darüber hinaus von der Redaktion angehängt noch &#8220;<em>Zu den besonderen Produktionsbedingungen dieses Heftes</em>&#8220;.</p>
<p>Tja, die Augenbrauen angehoben, neugierig geblättert, gleich gelesen. Worum geht&#8217;s?</p>
<blockquote><p><em>Dieses Heft ist insofern unter besonderen Produktionsbedingungen entstanden, als mehrere unserer Autoren mit strafrechtlicher Verfolgung konfrontiert waren.</em></p></blockquote>
<p>Ja, der globale <em>war on terror</em>, nicht gegen den internationalen Terrorismus sondern jener – schnell einmal unter der selbige Klammer verkaufte – Terrorismus gegen den &#8220;Feind im Inneren&#8221;; vulgo &#8216;<em>Bürger</em>&#8216;. Der staatliche Terror des <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberwachen_und_Strafen" class="broken_link">Überwachungsstaates</a>. Siehe oben rechts zur austriarkischen Erscheinungsform.<br />
Ich habe das grimmige Gefühl, wir stehen hier immer noch relativ am Anfang einer Dynamik, die unser aller Leben in den nächsten zwei, drei Jahrzehnten massiv beeinflussen wird.</p>
<p><strong>Stille Tage, Stille Nacht</strong><br />
Nichts für ungut <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> , &#8216;<em>ja genau</em>&#8216;. Schon lange nicht mehr nur Hohetage des Konsums sondern auch des Konsumzwangs. Aber die Bevölkerung ist widerständig und konsumiert zu wenig im Angesicht der Vorgaben der Experten und Interessensvertreter. Das, obwohl die Lohnabschlüsse doch angeblich sooo hoch waren, für die Wirtschaft <em>zu</em> hoch. Laut der selbigen Experten und Interessensvertreter zumindest.<br />
Macht nix. Die Inflation grassiert trotzdem, auch ohne ausreichenden Konsum.</p>
<p><em>&#8230; jetzt bin ich vom Thema ab&#8230;</em></p>
<p>Ich liebe diese Tage ja. Ganz ohne religiöse oder kulturelle Unterbutterung. Die Feste und Feiern hat es für mich zuletzt als Kind gegeben, daran kann es nicht liegen. Und damals war Weihnachten bereits mehr hohl als schön, mehr beschissen als recht. Nochmals, <em>nichts für ungut</em>. Vielen bedeutet es viel, euch<br />
<strong><font color="green">ALLEN EIN SCHÖNES FEST und schöne Feiertage.</font></strong></p>
<p>Ohn&#8217; hierin einen Widerspruch zu meinen, bestehe ich halt drauf: <em>fuck off mit dem Scheiß</em>, wenn das universal verpflichtend sein soll. Die Erwartungshaltung, da mitmachen zu müssen. Sicher nicht.<br />
Viel zu viele, die das hassen. Viel zu viele, denen das nicht ist. Viel zu viele, die das nicht haben können und höchstens lächeln, wenn der kulturelle Druck bei ihnen angreift, sich doch feierlich freuen zu sollen.<br />
Nope, &#8216;<em>lass mi anglahnt mit dem Scheiss</em>&#8216; muss neben den tatsächlich glückseligen Bescherungen auch möglich sein. Beides ist Realität.</p>
<p><strong>Stille = Entschleunigung</strong><br />
Es liegt in der Luft, in der mich umgebenden, die <em>stillen Tage</em>. Nicht in der Beleuchtung der Straßen und Fenster, nicht in der offiziellen Kultur, aber in den Details der direkten Umgebung.</p>
<p>Am Gang im Stiegenhaus sind die alten eisernen Gitter vor manchen Wohnungstüren zugezogen und geschlossen. Dort nämlich, wo die polnischen Gastarbeiter wohnen. Sie fahren über die Feiertage natürlich &#8216;nach Hause&#8217;.<br />
MK ist um diese Tage auch aus der gemeinsamen Wohnungshöhle ins Großmütterliche Warschau entflogen. Die einzigen Fixtage des Jahres, da ich die Wohnung ganz allein für mich habe, obwohl, auch das ist nach einigen Jahren heuer mal anders.</p>
<p>Der Blick aus den Fenstern auf die Straße wirft etwas von der allgemeinen Stille zurück. Es sind so viele Parkplätze frei wie sonst nur im August. Nur dass das in alles eingesickerte kalte Grau nicht zum Licht des Hochsommers passt.<br />
Der Internet- und Egoshooterladen &#8216;<em>yousef</em>&#8216; gegenüber ist nicht vollkommen leer, erinnert aber auch nicht im mindesten an das übliche lebendige Treiben.<br />
Schräg gegenüber, die WG mit den jährlich wechselnden Silhouetten, aus deren Fenster fast immer Licht dringt, mindestens aus der Küche, die so wie in fast jeder WG der Marktplatz der Wohnung ist, auch dort ist alles finster.<br />
Schräg gegenüber in die andere Richtung etwas weiter oben, dort wo seit Wochen das blinkende Licht eines weihnachtlich stimmen sollenden Sternes samt aggressiv leuchtendem Weihnachtsmann dazu zwingt, die eigenen Fensterrollos zuzumachen, weil es sonst derart ins Zimmer blinkt, also dort drüben ist auch aus. Dahinter liegt ein Kinderzimmer, die junge Kleinfamilie dürfte dieser Tage allerdings auch bei einem Familienteil älterer Generation zu Besuch sein.<br />
So ziemlich alle Freunde und Bekannte sind in den nächsten Tagen nicht erreichbar, kaum jemand überhaupt in Wien.<br />
Die jobmäßigen Aktivitäten sind für gut zwei eher drei Wochen eingefroren. Die <em>feeds </em>gewisser abonnierter Seiten und Blogs schlafen seit Tagen immer mehr ein. Das Stimmengewirr der Stadt und jenes des virtuellen Raums senkt sich immer mehr ab.<br />
Im Hinterkopf wirkt sich das Wissen aus, dass, würde ich rausgehen und irgendetwas essen wollen, kaum ein Laden, kaum eine Gaststätten offen hätte, das kaum Leute auf der Straße rumlaufen würden. Sogar der Strich ist höchstens nur mehr eine Provinzveranstaltung.<br />
Duschen kann mensch egal zu welcher Uhrzeit, immer ordentlicher Druck aus der Brause.</p>
<p>Alles zusammen: <em>entschleunigte stille Tage</em>. Im Jahresrhythmus ein mir extrem wichtiges Ritual. Bestandsaufnahme, durchaus schwierig. Konzentration und Selbstbestimmung.</p>
<p><strong>Die Rückkehr zu <em>fm4</em></strong><br />
Ein Fest ist 24/12 für mich dennoch irgendwie. Vorfreude im Jahresrhythmus wegen der lieb- und wertgewonnenen Fixpunkte auf <em><strong>fm4</strong></em>. Meine jährliche Rückkehr &#8216;<em>nach hause</em>&#8216;. <em>You&#8217;re at home baby</em>.<br />
Spätestens seit 9/11<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2007/12/tagebucheintrag-2412o7a/#footnote_0_131" id="identifier_0_131" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Im Umfeld und danach konnte/mochte ich fm4 nicht mehr h&ouml;ren. Die Blumenaus waren ja sehr stolz darauf, wie der Sender mit dem Ereignis umgegangen ist. F&uuml;r mich war es der endg&uuml;ltige Bescheid, dass ich damit nichts bzw. nichts mehr anfangen kann/mag.">1</a></sup> und sicher auch altersbedingt gilt das für mich schon lange nicht mehr, das <em>you&#8217;re at home baby</em>. Aber das jährliche Zusammentreffen von Votava und Willi Resetarits on air! Mit den traumhaften Dialogen, den Anrufungen der Herren <em>Ivaniewicz, Mr. Bottleneck </em>und <em>Van &#8216;The Man&#8217; Morrison</em>, &#8230; ich liebe es.</p>
<p>In fünfzehn Jahren werden wir Mitschnitte wie Kleinode handeln, liebevoll von der kulturellen und zeitgeschichtlichen Bedeutung reden und uns erinnern. Ein bißchen mit Frosch im Hals, so wie bei allen schönen großen Dingen, die nicht groß daher kommen und erst mit der Zeit ihre Bedeutung für ganze Menschengruppen entfalten. (Dh., in fünfzehn Jahren, hoffentlich hat sich das nicht geändert, dass Votava und Dr. Kurt Ostbahn auf <em>fm4</em> Trost und Rat singen, lachen und erzählen.)</p>
<p>in appreciation:</p>
<div align="center">
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=JywEgTm4HAA">www.youtube.com/watch?v=JywEgTm4HAA</a></p>
</div>
<p>Dann das <em>Weihnachten ohne Freunde</em>. Und schließlich der Fixpunkt schon so einiger Jahre, die sich da angesammelt haben. Die <em>Stille Nacht mit Freund Heinz Reich</em>. Ein jahrelanger <em>Freund </em>, ich sag mal, im Sinne kultureller Verbundenheit. Über das Trägermedium Äther.<br />
Shout outs!</p>
<p><strong>Stille Nächte mir Heinz Reich</strong><br />
Diese Nacht ist übrig geblieben und steht also stellvertretend für, <em>sie ist mir Symbol </em>für diese Nächte vor ich glaube sechs bis acht Jahren, als Heinz Reich recht oft die &#8230; keine Ahnung wie das hieß, die Sonntag Nächte ab eins in der Früh moderierte, gestaltete, verzauberte.</p>
<p>An zwei prägende Bilder erinnere ich mich im Besonderen.<br />
Damals noch in einer anderen, in meiner Wohnung drei Stockwerke über der breiten, befahrenen und beleuchteten Straße, der Blick unermesslich weit ins Wiener Becken hinunter, Richtung Anninger. Regelmäßiger Lebensrhythmus bis 4.00 in der Früh, die besten und produktivsten Stunden zwischen 22.00 und 3.00, den Rücken zur Nacht.<br />
Musik. Allein in der nur durch den Bildschirm selektiv erhellten Wohnung. Prototypisch für die Stimmung dieser Nächte und im weiteren dieser ganzen Lebensphase: das geniale &#8216;<em>Nachtschattengewächse</em>&#8216; der Waxos.<br />
Prototypisch für mich und in meiner Erinnerung: die Stimme und das Sprechen von Heinz Reich.</p>
<p>Beides – manchmal gab es das auch zusammen – steht in meiner Erinnerung ungeheuerlich wirkungsmächtig für diese Spannung zwischen &#8216;<em>allein sein</em>&#8216; und der Verbundenheit mit anderen in der Stadt, die zum selben Zeitpunkt an anderer Stelle auch &#8216;<em>allein sitzen</em>&#8216; und alle durch dieses unsichtbare Pulsieren der Stadt verbunden. Durch die Ansicht der Straßenlaternen. Durch die Musik und das Lebensgefühl. Durch den Äther und die Schwingungen, das Timbre der urbanen Nacht. Für mich hatte das den pursten Ausdruck im Timbre der Stimme Heinz Reichs und in dem, was er sprach.</p>
<p>Das andere, das noch intensivere Bild: ich sitze im Auto. Damals hatte ich noch eines in der ersten Zeit, nachdem ich aus Kärnten nach Wien zurück gekommen war. Ich saß dann irgendwann nach eins oder zwei in der Früh im Auto, bereits eingeparkt, meist mit Blick auf die eigenen Wohnungsfenster drei Stockwerke über mir, Perspektivenwechsel also.<br />
Vom damaligen Job als Kellner im Schwulenrestaurant im 5. Hieb zurück. Der typische Studentenjob. Immer so eine Viertelstunde nachdem gerade abgerechnet und zugesperrt haben. Heimfahrt die Wiedner Hauptstraße rauf, über den Matze, Triester usw. <em>fm4</em> im Radio. Heinz Reich. Freilich nicht immer, nonaned, aber daran erinnere ich mich.<br />
Heinz Reichs Timbre erzählt gerade. Etwas. Irgendetwas. Spielt was, erzählt was. Ich schon eingeparkt, bleib sitzen weil: ich will das Autoradio nicht abdrehen. Hab&#8217;s auch nicht eilig. Das Lied noch, die Ansage noch. Alles in der Schwingung der Nachtschattengewächse.</p>
<p align="center">&#8212;</p>
<p><strong>NACHTRAG!!!</strong><br />
Sie haben keinen Van &#8220;the Man&#8221; gespielt!?! Freilich, die Sendung war wunderbar wie immer. Ich hatte manches von dem, was es so herrlich macht, schon ganz vergessen. Das gegenseitige Reinreden, immer wieder sich bestätigend. Das Wetteifern im und um den Sprachstil. Das Lachen. Das herrliche gemeinsame Singen und Drübersingen. Und natürlich war die Hawaiigitarre dabei. </p>
<div align="center">&#8212;</div>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_131" class="footnote">Im Umfeld und danach konnte/mochte ich fm4 nicht mehr hören. Die Blumenaus waren ja sehr stolz darauf, wie der Sender mit dem Ereignis umgegangen ist. Für mich war es der endgültige Bescheid, dass ich damit nichts bzw. nichts mehr anfangen kann/mag.</li></ol><p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
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		<title>yellow press Ö1 Mittagsjournal</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Nov 2007 11:27:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gerade lief ein Beitrag im Ö1 Mittagsjournal, der einem öffentlich-rechtlichen Medienhaus zur Schande gereichen sollte1, geschweige denn dem Inforadio Ö1. Ein Lehrbeispiel für die Peinlichkeit eines scheiternden Qualitätsjournalismus. Elisabeth Manas berichtet tränenreich im Stil der yellow press, der RegenbogenPresse: Der General kämpf mit den Tränen. Pervez Musharraf nimmt schweren Herzens Abschied von der Armee, die [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade lief ein Beitrag im Ö1 Mittagsjournal, der einem öffentlich-rechtlichen Medienhaus zur Schande gereichen sollte<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2007/11/yellow-press-o1-mittagsjournal/#footnote_0_118" id="identifier_0_118" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich schreibe &amp;#8216;sollte&amp;#8217;, weil dem freilich nicht so ist, dass so ein Beitrag als Problem, als unw&uuml;rdig und peinlich betrachtet wird. Dieser Beitrag ist erstens bei weitem nicht das peinlichste und schlechteste, was der ORF liefert. Bei weitem nicht. Zweitens gereicht so ein Beitrag dem ORF in so ferne nicht zur &amp;#8216;Schande&amp;#8217;, als sich niemand daran st&ouml;&szlig;t. Wir sind Medienm&uuml;ll gewohnt und nehmen kaum Ansto&szlig;. Es gibt so gut wie keine Kultur der Medienkritik in &Ouml;sterreich und die ersten, die darunter leiden, sind die Qualit&auml;tsmedien selbst, erst in zweiter Linie wir, die &amp;#8216;&Ouml;ffentlichkeit&amp;#8217;.">1</a></sup>, geschweige denn dem Inforadio Ö1. <em>Ein Lehrbeispiel für die Peinlichkeit eines scheiternden Qualitätsjournalismus</em>.</p>
<p>Elisabeth Manas berichtet tränenreich im Stil der yellow press, der <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Regenbogenpresse" target="_blank" class="broken_link">RegenbogenPresse</a></strong>:</p>
<blockquote><p><em>Der General kämpf mit den <strong>Tränen</strong>. Pervez Musharraf nimmt<strong> schweren Herzens</strong> Abschied von der Armee, die ihm 46 Jahre lang <strong>Heimat</strong> und <strong>Familie </strong>gewesen ist.</em></p></blockquote>
<p>&#8230; erzählt die Journalistin mit emphatisch mitfühlender Stimme. Dabei sind die obigen zwei Sätze ihr Einstieg. Die fett hervorgehobenen Worte betont sie besonders, ihr Ton ist nicht sachlich sondern eben &#8230; yellow press.</p>
<p>Nur einen Satz von Elisabeth Manas später kommt Musharraf im O-Ton selbst das erste Mal zu Wort. Seine Stimme ist erstickt und emotional, hat einen klagenden Ton. Elisabeth Manas spricht leicht zeitversetzt eine Übersetzung ins Deutsche und gibt dem Militärchef &#8216;der besten Armee der Welt&#8217; damit noch mehr Raum für die Aufführung einer Operette:</p>
<p><span id="more-118"></span></p>
<blockquote><p><em>Die Armee ist mein Leben, meine Leidenschaft. Ich bin sehr traurig. Aber so ist das Leben und es muss weitergehen.</em></p></blockquote>
<p>Dann setzt Frau Manas ihren Bericht mit dem Satz fort. &#8220;<em>Musharraf findet überschwengliche Worte</em>&#8220;, sagt sie.<br />
Und sie, die <a href="http://www.journalist.at/heft.cfm?abo_id=Gast&amp;show_jahr=2005&amp;show_ausgabe=2&amp;show_rubrik=port&amp;show_id=1410" target="_blank" class="broken_link">Journalistin</a>, gibt dem Diktator nicht nur – vollkommen unironisch – die Bühne für seine <em>überschwenglichen </em>Worte, sie tut es ihm gleich. Hier der <a href="http://oe1.orf.at/inforadio/84050.html" target="_blank" class="broken_link">InforadioBericht</a>, bitte selbst <a href="http://oe1.orf.at/konsole/otoninfo?id=84050" target="_blank" class="broken_link"><em>reinhören</em></a>.</p>
<p><strong>Ein General und Diktator weint, wir weinen ergriffen mit</strong><br />
Dafür habe ich kein Verständnis. Hinter solchen Bildwelten der ergriffenen und ergreifenden <em>Großen der Welt</em> verschwindet jedweder Blick auf eine Realität, die wir so oder so nur als virtuelle Wirklichkeit medial erfahren.<br />
Vielleicht könnte der traurige Armeechef ja Trost bei Königin Silvia finden. Solche Bilder werden in den imaginären Universen schnell realistischer und &#8216;schöner&#8217; als nur der leiseste Versuch komplexen Verflechtungszusammenhängen unserer grauen und nervigen Realität  nachzuspüren.</p>
<p>Ich habe kein Verständnis. Natürlich auch, weil es sich hier um Ö1 und das von mir so geschätzte Mittagsjournal handelt. Leserinnen und Leser des Kellerabteils haben schon mitbekommen, dass ich der Meinung bin, <strong>Ö1 gehört gehört</strong>.<br />
Auch und erst recht im Webstream das Mittagsjournal, wenn mensch um 12.00 keine Möglichkeit hat, es live zu hören. So geht das:<br />
<a href="http://oe1.orf.at/konsole/journal?type=mittag" target="_blank" class="broken_link">http://oe1.orf.at/konsole/journal?type=mittag</a></p>
<p><strong>Hey Ihr Publizistik-Studentinnen und Studenten da draußen</strong><br />
&#8230; und StudentInnen der Politikwissenschaften und Nicht-Studis und &#8230; EIN AUFRUF.<br />
Wenn ihr euch mit Medien und Journalismus auseinandersetzt, wenn ihr auch der Meinung seid, dass es eigentlich in der Schule stattfinden sollte, solche <em>yellow press</em> &#8211; Beiträge zu zerlegen zu lernen, wenn ihr praktische Medienanalyse machen, üben<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2007/11/yellow-press-o1-mittagsjournal/#footnote_1_118" id="identifier_1_118" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Mhm, der Begriff &amp;#8216;&uuml;ben&amp;#8217; mag hier paternalistisch klingen, f&auml;llt mir gerade auf. Ich versteh&amp;#8217; und meine damit jedoch einfach, es ist immer &Uuml;bung, den heterogenen und &uuml;berbordenden Fluss an Information zu decodieren.">2</a></sup> und dokumentieren wollt, wenn euch an qualitativer Berichterstattung und einem gewissen Standard im Journalismus etwas liegt, <em><strong>dann setzt euch zusammen und macht Blogs (und Wikis) mit Anschauungsbeispielen!</strong></em></p>
<p>Schneidet mit, schneidet zusammen, dokumentiert und kritisiert, analysiert und diskutiert. Diskutieren wir nicht immer nur die Inhalte, die das Mediensystem auswählt und vorgibt, sondern die Techniken, wie Sprache eingesetzt wird, wie Berichte aufgebaut werden, Blödsinn als objektive Information durchgeht, an emotionale Kanäle appelliert und Meinung gemacht wird, wie verschiedene Gruppen nicht zu Wort kommen, <em><a href="/?p=101" target="_blank">dubiosen Experten</a></em> mit ihrer PR aber hofiert wird, wie Aspekte und Perspektiven ausgeblendet werden etc.</p>
<p>Wo sind die anderen relevanten Gruppen in der Musharraf-Seifenoper?<br />
Was ist das für eine Perspektive, die da eingenommen wird? Wo ist da Raum, für relevante Aspekte?</p>
<p>Und was hat die Musharraf-Seifenoper mit der Berichterstattung über Gusenbauer, Schüssel, Herrmann Maier und Veit Sorger zu tun?<br />
(&#8220;Nichts&#8221; wäre nach m.E. die falsche Antwort.)</p>
<div>&#8212;</div>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_118" class="footnote">Ich schreibe &#8216;sollte&#8217;, weil dem freilich nicht so ist, dass so ein Beitrag als Problem, als unwürdig und peinlich betrachtet wird. Dieser Beitrag ist erstens bei weitem nicht das peinlichste und schlechteste, was der ORF liefert. Bei weitem nicht. Zweitens gereicht so ein Beitrag dem ORF in so ferne nicht zur &#8216;Schande&#8217;, als sich niemand daran stößt. Wir sind Medienmüll gewohnt und nehmen kaum Anstoß. Es gibt so gut wie keine Kultur der Medienkritik in Österreich und die ersten, die darunter leiden, sind die Qualitätsmedien selbst, erst in zweiter Linie wir, die &#8216;Öffentlichkeit&#8217;.</li><li id="footnote_1_118" class="footnote">Mhm, der Begriff &#8216;üben&#8217; mag hier paternalistisch klingen, fällt mir gerade auf. Ich versteh&#8217; und meine damit jedoch einfach, es ist immer Übung, den heterogenen und überbordenden Fluss an Information zu decodieren.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>ein Jahr KellerabteilBlog</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Nov 2007 12:13:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
				<category><![CDATA[freudiges Ereignis]]></category>
		<category><![CDATA[pathetisch]]></category>
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		<description><![CDATA[Kein Grund zu feiern. Aber ein Anlass, das zu bemerken. Ja, das schon. Ein Jahr Experiment. Ein Jahr spielerisches Vertraut machen, &#8216;trail and error&#8216;, ein Gefühl für das Medium und gewisse Möglichkeiten bekommen. Erste manifeste Auswirkungen – gemessen am urspünglichen Anlass wohlgemerkt – sind drei Weblogs von Betriebsräten für ihre Kolleginnen und Kollegen. Weiters: deutlich [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Kein Grund zu feiern. Aber ein Anlass, das zu bemerken. Ja, das schon.</p>
<p>Ein Jahr Experiment. Ein Jahr spielerisches Vertraut machen, &#8216;<strong>trail and error</strong>&#8216;, ein Gefühl für das Medium und gewisse Möglichkeiten bekommen. Erste manifeste Auswirkungen – gemessen am urspünglichen Anlass wohlgemerkt – sind drei Weblogs von Betriebsräten für ihre Kolleginnen und Kollegen.<br />
Weiters: deutlich steigendes Bewusstsein und sich verbreitende Neugier diesem Medium gegenüber. Von all dem war unter Vertretern von Arbeitnehmerinteressen vor einem Jahr noch nichts zu spüren.<br />
Und: ein ehrgeiziges Programm für 2008. <em>Let&#8217;s make some noise!</em></p>
<div align="center">&#8212;</div>
<div align="center"><object width="425" height="114"><param name="movie" value="http://songza.com/e/listen"></param>
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<div align="center">&#8212;</div>
<p>Aus Anlass des unangebrachten Feiertags, und weil das Kellerabteil in naher Zukunft wieder in die modrige Ruhe eines Gemeindebaukellers zurück sinken wird: heute ein Tag vieler kurzer Beiträge.</p>
<div align="center">&#8212;</div>
<p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
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		<title>flammenspeiende Drachen symbolisieren die Heuschrecken?</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2007/11/flammenspeiende-drachen-symbolisieren-die-heuschrecken/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Nov 2007 17:20:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[beim Lesen dieses telepolis-Artikels geht es mir in etwa so: ich bin belustigt, n bißchen ratlos und fühl mich angeregt unterhalten. Geht das? Egal. Es handelt sich um eine Filmrezension, so &#8216;Legende von Beowulf&#8216; oder so. Eigentlich vollkommen uninteressanter Gack. Aber : Eine politische Ebene ließe sich allenfalls für das deutsche Publikum ausmachen &#8211; mit [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>beim Lesen dieses <a href="http://www.heise.de/tp/" target="_blank"><em><strong>telepolis</strong></em></a>-Artikels geht es mir in etwa so: ich bin belustigt, n bißchen ratlos und fühl mich angeregt unterhalten. Geht das? Egal.</p>
<p>Es handelt sich um eine Filmrezension, so &#8216;<em>Legende von Beowulf</em>&#8216; oder so. Eigentlich vollkommen uninteressanter Gack.  Aber <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> :</p>
<blockquote><p><em>Eine politische Ebene ließe sich allenfalls für das deutsche Publikum ausmachen &#8211; mit Gerhard Schröder als Hrotgar und der momentan das Land regierenden ehemaligen FDJ-Sekretärin als Beowulf. Als mögliche Monster wären je nach politischer Präferenz Gewerkschaftsführer oder Arbeitgeberpräsidenten vorstellbar.</em></p></blockquote>
<p>Und obig zitierter Absatz steht direkt unter diesem folgenden Bild, für den Autor ist der Film nämlich ein <strong>Kommentar zur großen Koalition in D-Land</strong>:</p>
<div style="text-align: center"><img src="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26610/26610_3.jpg" alt="" /></div>
<p align="right"><span style="color: grey;">(quelle: der <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26610/1.html"><em>telepolis-artikel</em></a>)</span></p>
<p>Tja, und wirklich abgerundet wird das ganze durch den kurz darauf folgenden Schlußsatz:</p>
<blockquote><p><em>Alles in allem ist der Beowulf-Film, der heute in die Kinos kommt, so auf eine rätselhafte Art der perfekte Film für die Woche von Franz Münteferings Rücktritt.</em></p></blockquote>
<p>&#8230; und so bin ich auf rätselhafte Art durch diese Rezension belustigt. <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<div>&#8212;</div>
<p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Wiederaufführung eines vergessenen Klassikers</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2007/11/wiederauffuhrung-eines-vergessenen-klassikers/</link>
		<comments>http://www.kellerabteil.org/2007/11/wiederauffuhrung-eines-vergessenen-klassikers/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 12 Nov 2007 22:08:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
				<category><![CDATA[freudiges Ereignis]]></category>
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		<description><![CDATA[Das kann mensch sich hier basteln, bei notcelebrity.co.uk established some hundred years ago, blocked out through the last two decades, on the verge of becoming hip again. In a theatre near you? NOT IN YOUR CINEMAS, BUT EVERYWHERE ELSE. &#8212; ich weiß schon, das findet aber auch niemand irgendwie lustig außer mir, mais oui , [...]
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<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2010/09/aufzeichnung-eines-club2-bei-der-ars-electronica-mit-unibrennt-beteiligung/' rel='bookmark' title='Aufzeichnung eines Club2 bei der Ars Electronica mit #unibrennt Beteiligung'>Aufzeichnung eines Club2 bei der Ars Electronica mit #unibrennt Beteiligung</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div align="center"><object width="425" height="280"><param name="movie" value="http://www.notcelebrity.co.uk/flashcontent/flashHeader.swf?thename=klassenkampf"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.notcelebrity.co.uk/flashcontent/flashHeader.swf?thename=klassenkampf" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="280"></embed></object><br /><small>Das kann mensch sich hier basteln, bei <a href="http://www.notcelebrity.co.uk" class="broken_link">notcelebrity.co.uk</a></small></div>
<p><em>established some hundred years ago, blocked out through the last two decades, on the verge of becoming hip again. In a theatre near you?</em> <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /><br />
NOT IN YOUR CINEMAS, BUT EVERYWHERE ELSE.</p>
<div align="center">&#8212;</div>
<p>ich weiß schon, das findet aber auch niemand irgendwie lustig außer mir, <em>mais oui</em> <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' /> , what shall&#8217;s.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2007/11/wiederauffuhrung-eines-vergessenen-klassikers/#footnote_0_99" id="identifier_0_99" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="this post is dedicated to mr. rokkermur. in style and content.">1</a></sup></p>
<p><strike>Die Seite</strike> Das Service von &#8216;<em>notcelebrity.co.uk</em>&#8216; übrigens gefunden via <a target="_blank" href="http://siniweler.twoday.net/" class="broken_link">siniweiler</a>! Don&#8217;t forget to pump up the volume, btw!</p>
<p><strong>Draufgabe</strong><br />
Dazu noch ein Zitat, weil s so schön passt zu Bier, Feuerwerk und der Wiederaufführung eines vergessenen Klassikers.<br />
Vom <a target="_blank" href="http://www.google.at/search?q=Baudrillard+Jean&amp;ie=utf-8&amp;oe=utf-8&amp;aq=t&amp;rls=org.mozilla:de:official&amp;client=firefox-a" class="broken_link">Baudrillard Jean</a> (nicht dass der ein vergessener Klassiker wäre, aber das Zitat, das passt zur Wiederaufführung):</p>
<blockquote><p><em>Einst war die Stadt vorrangig der Ort der Produktion und Realisation von Ware, der Ort industrieller Konzentration und Ausbeutung. Heute ist sie vorrangig der Ort der Exekution des Zeichens als eines Urteils über Leben und Tod.<br />
Wir leben nicht mehr in einer von roten Gürteln aus Fabriken und an der Peripherie gelegenen Arbeitersiedlungen umgebenen Stadt. In jene Stadt schrieb sich noch … die historische Dimension des Klassenkampfes ein. Heute ist zwar die Fabrik als Modell der Vergesellschaftung durch das Kapital nicht verschwunden, aber in der allgemeinen Strategie tritt sie ihren Platz ab an die gesamte Stadt als Raum des Codes. Die Matrix des Urbanen ist nicht mehr die der Realisierung einer <u>Kraft</u> (der Arbeitskraft), sondern die der Realisierung einer <u>Differenz</u> (der Operation des Zeichens).</em>
</p></blockquote>
<p align="right">Jean Baudrillard (1978): <a target="_blank" href="http://www.amazon.de/Kool-Killer-oder-Aufstand-Zeichen/dp/3920986989">Kool Killer</a> oder Der Aufstand der Zeichen</p>
<p>&#8230;</p>
<p>well</p>
<p><em><strong>à votre santé</strong></em></p>
<p>cause when <a target="_blank" href="http://foto.esel.at/gallery2/v/dokumentation/wiener-brut/" class="broken_link">we pretend that we&#8217;re dead</a> <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /><br />
(<a href="http://www.youtube.com/watch?v=uFY9DDoRFfM">L7</a>)</p>
<div align="center">&#8212;</div>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_99" class="footnote">this post is dedicated to <a target="_blank" href="http://warteschlange.twoday.net/" class="broken_link">mr. rokkermur</a>. in style and content.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>schmutzige Kampagne der INSM</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2007/10/schmutzige-kampagne-der-insm/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Oct 2007 10:33:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die INSM, think tank und vor allem PR-Organisation deutscher Arbeitgeberverbände fährt wieder einmal eine schmutzige Kampagne, diesmal gegen den Bezug von Arbeitslosengeld. Dazu wird wieder auf Bildwirkung gesetzt Eine offene und freie Autobahn ist im Bild, Symbol von freier Fahrt. Symbol für schnelles Vorwärts kommen, für Geschwindigkeit und Dynamik. Symbol für Freiheit.1 Daneben ein Hinweisschild [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die INSM, <em>think tank</em> und vor allem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Initiative_Neue_Soziale_Marktwirtschaft#Einflussnahme_auf_Medien" target="_blank" class="broken_link"><em>PR-Organisation</em></a> deutscher Arbeitgeberverbände fährt wieder einmal eine schmutzige Kampagne, diesmal <a href="http://www.insm.de/Die_INSM/Anzeigenarchiv/Anzeige_Arbeitsmarktreformen/Anzeige_Arbeitsmarktreformen.html" target="_blank" class="broken_link"><em>gegen den Bezug von Arbeitslosengeld</em></a>.</p>
<p><strong>Dazu wird wieder auf Bildwirkung gesetzt</strong><br />
Eine offene und freie Autobahn ist im Bild, Symbol von freier Fahrt. Symbol für schnelles Vorwärts kommen, für Geschwindigkeit und Dynamik. Symbol für Freiheit.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2007/10/schmutzige-kampagne-der-insm/#footnote_0_95" id="identifier_0_95" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="So wie auch hier in dieser Visualisierung. Aus meinem Beitrag Ideologische Manipulation in Schulb&uuml;chern.">1</a></sup></p>
<p>Daneben ein Hinweisschild wie es auf Autobahnen Verwendung findet. Ein Pfeil weist in die Richtung geradeaus, dorthin, wo der Weg frei ist, wo die Geschwindigkeit hoch gehalten werden kann. Dorthin, wo man sich dem Gefühl und dem Rausch der Freiheit hingeben, am Besten <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,514385,00.html" target="_blank"><em>ohne Tempobeschränkung</em></a>.<br />
Ein Abbiegerpfeil zeigt eine Ausfahrt von der Autobahn an bzw. handelt es sich bei diesem Pfeil nicht nur um einen Abbieger. Der Pfeil deutet eine 180° Grad Umkehr an, weist also zurück.</p>
<p><span id="more-95"></span>Die Bildwirkung belässt es nicht beim Gegensatz &#8216;Tempo &#8211; Fortschritt &#8211; Freiheit&#8217; gegenüber &#8216;Tempo reduzieren &#8211; Pause &#8211; Normalität&#8217; sondern setzt dagegen gleich &#8216;Umkehr &#8211; Rückschritt &#8211; Unfreiheit&#8217;.</p>
<p>Das Ganze sieht das so aus:</p>
<div style="text-align: center"><a href="http://www.insm.de/Downloads/PDF_-_Dateien/Anzeigen/FTD_208x250_ALG1.pdf" target="_blank" class="broken_link"><img title="INSM Kampagne" src="/%7Ea9005396/images/insm_kampagne.jpg" alt="INSM Kampagne" width="245" height="287" /></a></div>
<p>Nun ist dieses Sujet noch dazu geklaut, wie der <strong><em>INSM Watchblog</em></strong> zu berichten weiß. Näheres also unter dieser Adresse, dem INSM Watchblog Eintrag:<br />
&#8216;<a href="http://insmwatchblog.wordpress.com/2007/10/29/aufklarung-vs-propaganda/" target="_blank"><em>Aufklärung vs. Propaganda</em></a>&#8216;.</p>
<p>Hier als Bildstrecke die Beispiele, die der INSM Watchblog dokumentiert (Anklicken zum Durchklicken):</p>
<p align="center"><a title="Die Aussage der INSM-Kampagne, die Empfänger von Arbeitslosengeld und Hartz IV Almosen sollen froh sein, dass sie irgendetwas bekommen. Sie halten uns nur auf. UND: im Subtext, keine Umkehr zum Sozial- und Wohlfahrtsstaat, volle Geschwindigkeit nach Vorne in den neoliberalen Rausch der Geschwindigkeit." rel="lightbox[roadtrip]" href="/images/insm_gegen_alg1.jpg"> <img src="/images/insm_gegen_alg1.jpg" border="0" alt="" width="100" height="130" /></a> » » <a title="Während die INSM blanken Sozialdarwinismus einfordert, predigt und in ihrem Autobahnschild propagiert, stammt die Idee zu dem Sujet des Autobahnhinweisschilds justament aus einer gegengerichteten Weltsicht." rel="lightbox[roadtrip]" href="/images/giordano_bruno_stiftung.jpg"> <img src="/images/giordano_bruno_stiftung.jpg" border="0" alt="" width="100" height="130" /></a> » » <a title="Kritiker der INSM haben nicht lange auf sich warten lassen und das INSM-Kampagnen Sujet konterkariert." rel="lightbox[roadtrip]" href="/images/insm_schild_realitaet.jpg"> <img src="/images/insm_schild_realitaet.jpg" border="0" alt="" width="100" height="130" /></a></p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p><strong>Arbeitslosengeld vs. Arbeitslosengeld</strong><br />
Absolut passend zu dem Thema Arbeitsmarkt und der schmutzigen Kampagne der INSM, ein Beitrag der NachDenkSeiten von heute:<br />
<a href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=2734" target="_blank" class="broken_link"><em>Arbeitsmarkt: 2007 fast wie 1994, aber doch ganz anders</em></a></p>
<div style="text-align: center;">&#8212;</div>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_95" class="footnote">So wie auch <a title="Welch gelungene Gegenüberstellung. Zwei Bilder sagen mehr als eine Bibliothek voller Abhandlungen. Nebenbei und im Vorübergehen ganz elegant findet sich noch dazu das oberste Prinzip der EU dargestellt, der 'freie Warenverkehr per LKW'. Chapeau! Da legst di nieder." href="/images/Protektionismus_Liberalismus.jpg">hier in dieser Visualisierung</a>. Aus meinem Beitrag <em><a href="http://www.kellerabteil.org/?p=85" target="_blank">Ideologische Manipulation in Schulbüchern</a></em>.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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