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	<title>kellerabteil 2.0 &#187; SoziologieBlog</title>
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	<description>notizen gegen die unaufhaltbarkeit des bewusstseinsstroms</description>
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		<title>G&#8217;scheit Reden Termine</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Nov 2011 18:21:11 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzte Woche Berlin zur <a href="http://www.bildungswerk-boell.de/calendar/VA-viewevt.aspx?evtid=10520" target="_blank" class="broken_link">Buchvorstellung im Kulturzentrum Südblock</a> in Kreuzberg, das war nett. Ging alles so schnell nach dem <a href="http://camp.sozialebewegungen.org" target="_blank" class="broken_link">#sbsmCamp</a>, dass sich Ankündigung und Vorbereitung kaum ausgegangen sind. Am Tag nach Berlin beim Workshop dann schon gemerkt, dass etwas mit dem Rachen und Hals nicht stimmt. Seit dem liegen, Tee trinken und schwitzen. Die Nachbearbeitung des Camps muss warten. Ein paar <a href="http://tv.sozialebewegungen.org/kategorie/audio/" target="_blank" class="broken_link">Radio-Interviews</a>, die noch vor oder am Camp selbst entstanden sind, die sind am <a href="http://tv.sozialebewegungen.org/" target="_blank" class="broken_link">#sbsmTV-Blog</a> schon online.</p>
<p>Während ich in Berlin war, ist in der <a href="http://www.jungewelt.de/" target="_blank" class="broken_link">Jungen Welt</a> eine <strong><a href="http://redblog.twoday.net/stories/49607528/" target="_blank" class="broken_link">Rezension von Jonas</a></strong> erschienen, dessen <strong><a href="http://redblog.twoday.net/" target="_blank" class="broken_link">redblog</a></strong> es seit 2006 gibt und das ich schon lange verfolge. Gestern ist ein <strong><a href="http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/thema/2877061/person-kann-andere-nicht-aktivieren.story" target="_blank">Interview in der Kleinen Zeitung</a></strong> erschienen, am Telefon schon etwas fiebrig gekrächzt und paraphrasiert zum Nachlesen. Sehr schön mit Bild vom <a href="http://www.sozialebewegungen.org/blog/2011/10/30/der-zweite-sbsmtaalk-im-zeichen-der-bewegung/" target="_blank" class="broken_link">zweiten #sbsmTaalk</a>.</p>
<p><span id="more-1678"></span></p>
<p><a target="_blank" href="http://www.jungewelt.de/2011/11-07/014.php" class="broken_link"><img class="aligncenter" title="Rezension von Jonas Pohle in der Jungen Welt" src="http://farm7.static.flickr.com/6238/6347375981_615b7293cd.jpg" alt="" width="500" height="357" /></a></p>
<p>Am Freitag geht es wieder nach Frankfurt. So <a href="http://www.kellerabteil.org/2010/10/herbsttermine-buchankundigung/" target="_blank">wie letztes Jahr</a> zur regionalen <strong><a href="http://www.linke-journalisten.de/" target="_blank" class="broken_link">LIMA</a></strong>, zu linken Medienakademie in Hessen, diesmal nicht workshoppened sondern das Eingangsreferat haltend sowie zum Abschluss noch bei der Podiumsdiskussion mitdebattierend. Und so wie vor einem Monat zur Frankfurter Buchmesse. Von letzterer schnellen und hektischen Stippvisite ist gestern vom Verlag ein YouTube Vid online gegangen. Erschreckend wie schnell ich da rede <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_rolleyes.gif' alt=':roll:' class='wp-smiley' /> </p>
<h4>#fbm11 aka Frankfurter Buchmesse</h4>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=5bCthBzx7iA&#038;fmt=18">www.youtube.com/watch?v=5bCthBzx7iA</a></p>
<h4>Linke Medienakademie, Frankfurt</h4>
<p>Am <strong>Sa, 19. November</strong> also dann wieder bei der LIMA in Frankfurt im Einsatz. Ich freu mich, ua ein paar Gesichter von letztem Jahr wieder zu sehen. Mein Eingangsvortrag hat folgenden Titel und Ankündigung:</p>
<blockquote><p><em><strong>Gegenöffentlichkeit(en) im Umbruch</strong></p>
<p>Der Titel kann in zwei Richtungen gelesen werden. Mit Blick auf Geschichte und Organisationsformen von Gegenöffentlichkeit(en) ist zu bemerken, dass sich Bedingungen und Möglichkeiten rasant ändern und auch erweitern. In unserer gesellschaftlichen Situation des Umbruchs lohnt außerdem die Frage, welche Bedeutung Gegenöffentlichkeit gerade jetzt zukommt. &#8220;Umbruch&#8221; scheint der allgegenwärtige Rahmen zu sein, sowohl für die interne Organisation von Gegenöffentlichkeit als auch für die Gesellschaft, in der wir operieren und Wirkung erzielen wollen.<br />
Gegenöffentlichkeit(en) im Umbruch &#8211; Ein Versuch, die aktuellen Herausforderungen, Potentiale und Risiken zu identifizieren und hier ansetzende Taktiken zu entwerfen.</em></p></blockquote>
<p>Das Programm sieht so aus: </p>
<p style="text-align: center;"><a rel="lightbox" href="http://www.linke-journalisten.de/wp-content/uploads/2011/11/Bildschirmfoto-2011-11-10-um-18.43.33.png" target="_blank" class="broken_link"><img class="aligncenter" title="Programm der regionalen LIMA Hessen, November 2011" src="http://www.linke-journalisten.de/wp-content/uploads/2011/11/Bildschirmfoto-2011-11-10-um-18.43.33.png" alt="Programm der regionalen LIMA Hessen, November 2011" width="474" height="249" /></a></p>
<p>Den Abschluss der zweiten LIMA in Frankfurt bildet dann eine Podiumsdiskussion, weil gerade so g&#8217;scheit im Reden überall, wieder unter meiner Beteiligung.</p>
<h4>Die Stadt ist uns nicht egal</h4>
<p>Am <strong>24. November</strong> darf ich gleich wieder auf ein Podium, diesmal in Wien, bei der <strong><a target="_blank" href="http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/dienststellen/ma18/wiener-planungswerkstatt.html" class="broken_link">Wiener Planungswerkstatt</a></strong>. Diese Einladung hat mich zuerst etwas verwirrt. Dann, nach einem Telefonat mit der Organisatorin, hat sie mich vor allem gefreut. Sie würde nämlich schon länger die Gelegenheit für eine Einladung suchen, weil sie das #sbsm Projekt vor allem in seinem Zugang interessiert. Sie verfolgt die verschiedenen Entwicklungsschritte seit geraumer Zeit und hätte gerne, dass ich von diesem Prozess und der Prozessdokumentation via Social Media als Fallbeispiel für einen partizipativ offenen Prozess berichte. Die Podiumsdiskussion hat den Titel <a href="https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/veranstaltungen/ausstellungen/2011/partizipation/20111124-solidaritaet.html">&#8220;<em>Solidarität neu (er)finden?</em>&#8220;</a> und ist im Programm von <a href="https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/veranstaltungen/ausstellungen/2011/partizipation/index.html">«<em>Die Stadt ist uns nicht egal</em>»</a> eingebettet.</p>
<h4>RUN AGAINST</h4>
<p>Am <strong>2. Dezember</strong> geht es dann nach Wels. Dort haben ein paar engagierte Personen ein wirklich faszinierendes und eindrucksvolles Programm zusammen gestellt. <a href="http://www.reizend.or.at/run-against/run-against/" target="_blank">«<strong>RUN AGAINST</strong>»</a> geht über vier Tage, von 1. bis 4.12. und «<em>sucht nach Strategien, die das Potential haben, Diskurse über Gerechtigkeit, und damit meinen wir soziale Gerechtigkeit, anzustiften»</em>. Ich darf wieder bei der Podiumsdiskussion «<em><a href="http://www.reizend.or.at/run-against/212--mkh-fabrik/">Protestkultur in Österreich</a></em>» ran, die wunderbar besetzt ist, inkl. Moderator that is. Leider muss ich direkt nach der Podiumsdiskussion noch in der Nacht nach Fürstenfeld weiter, die nächsten eineinhalb Tage wieder workshoppend zu Medienpolitik und -kritik. &#8220;Adventzeit&#8221;, immer schon synonym für hektisch &#8230;</p>
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		<title>people &amp; power</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Feb 2011 12:31:42 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>wie schon <a href="http://twitter.com/#!/sozBewegungen/status/36400082332942336">getweetet</a>, ausgezeichnete + <a href="http://english.aljazeera.net/programmes/peopleandpower/2011/02/201128145549829916.html" class="broken_link">lehrreiche 25min doku</a> zu hintergründen, entwicklung, organisationsformen d sozialen bewegung #jan25.</p>
<p>yeah, now guess who:</p>
<p align="center">
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=QrNz0dZgqN8&#038;fmt=18">www.youtube.com/watch?v=QrNz0dZgqN8</a></p>
</p>
<p><span id="more-1544"></span></p>
<blockquote><p><em>Let’s look at the emerging coalition, in its parts.</em></p>
<p><em>First, by all accounts, is the April 6 Youth Movement. Leftists, socialists and pro-labor people know that the movement takes its name from April 6, 2008, when a series of strikes and labor actions by textile workers in Mahalla led to a growing general strike by workers and residents and then, on April 6, faced a brutal crackdown by security forces. A second, allied movement of young Egyptians developed in response to the killing by police of Khaled Said, a university graduate, in Alexandria. Both the April 6 group and another group, called We Are All Khaled Said, built networks through Facebook, and according to one account the April 6 group has more than 80,000 members on Facebook. The two groups, which work together, are nearly entirely secular, pro-labor and support the overthrow of Mubarak and the creation of a democratic republic.</em></p></blockquote>
<p>Robert Dreyfuss, <em><a href="http://www.thenation.com/blog/158159/whos-behind-egypts-revolt" class="broken_link">Who&#8217;s Behind Egypt&#8217;s Revolt?</a></em>, 31.1.2011</p>
<blockquote><p><em>This revolt began gradually at the convergence of two parallel forces: the movement for workers&#8217; rights in the newly revived factory towns and micro-sweatshops of Egypt &#8211; especially during the past two years &#8211; and the movement against police brutality and torture that mobilised every community in the country for the past three years. Both movements feature the leadership and mass participation of women of all ages and youth of both genders. There are structural reasons for this.</em></p>
<p>[..]<em>The so-called &#8220;Facebook revolution&#8221; is not about people mobilising in virtual space; it is about Egyptian internet cafes and the youth and women they represent, in real social spaces and communities, utilising the cyberspace bases they have built and developed to serve their revolt.</em></p></blockquote>
<p>Paul Amar, <em><a href="http://english.aljazeera.net/indepth/opinion/2011/02/20112101030726228.html" class="broken_link">Why Egypt&#8217;s progressives win</a></em>, 10.2.2011</p>
<blockquote><p><em>Perhaps the most overlooked factor in the demise of the authoritarian Ben Ali regime in Tunisia, and the weakening of Hosni Mubarak&#8217;s grip on state power in Egypt, has been the trade unions in both countries.</em></p>
<p><em>While the media has reported on social networks such as Twitter and Facebook as revolutionary methods of mobilisation, it was the old-fashioned working class that enabled the pro-democracy movements to flourish.</em></p></blockquote>
<p>Eric Lee &amp; Benjamin Weinthal, <em><a href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2011/feb/10/trade-unions-egypt-tunisia" class="broken_link">Trade unions: the revolutionary social network at play in Egypt and Tunisia</a></em>, 10.2.2011</p>
<blockquote><p><em>Some Western media outlets dwelled on the novelty of social media while under-reporting the longer-term social forces that precipitated protests in Egypt. But others, criticized for having credited the Internet with ushering in the wave of protests in Iran, have downplayed social media’s role in bringing down Mubarak.</em> [..]</p>
<p><em>A veteran opposition leader told Sedra, “The youth have done in six days what we’ve been trying to do for thirty years.”</em></p></blockquote>
<p>Sam Graham-Felsen, <em><a href="http://www.thenation.com/article/158498/how-cyber-pragmatism-brought-down-mubarak" class="broken_link">How Cyber-Pragmatism Brought Down Mubarak</a></em>, 11.2.2011</p>
<blockquote><p><em>Sie nahmen Kontakt zu den kampferprobten berüchtigten „Ultras“ des Fußballklubs al Ahli auf. Diese sind zwar unpolitisch, aber sie hatten in zahlreichen Straßenschlachten mit der ägyptischen Polizei wertvolle Erfahrungen gesammelt. Während der Kämpfe auf dem Tahrir-Platz sicherten mehr als zehntausend von ihnen vor allem den östlichen Teil des Tahrir-Platzes.</em></p>
<p>[..] <em>Die Aktivisten hatten auf gewaltfreien Protest gesetzt und waren dabei auf die serbische Jugendbewegung Otpor gestoßen, die in Serbien am Sturz des Diktators Milosevic beteiligt war und sich vom amerikanischen Politologen Gene Sharp hatte inspirieren lassen. Der hatte den gewaltfreien Widerstand als Mittel entwickelt, um Polizeistaaten zu untergraben. Die „Bewegung des 6. April“, die der Blogger und Kifaya-Aktivist Ahmad Maher ins Leben gerufen hatte, übernahm sogar das Logo von Otpor. Maher hatte im Internet über die gewaltsam niedergeschlagenen Arbeiterstreiks vom 6. April 2008 im ägyptischen Mahalla al Kubra berichtet.</em></p></blockquote>
<p>Rainer Hermann, <em><a href="http://www.faz.net/s/Rub87AD10DD0AE246EF840F23C9CBCBED2C/Doc~E08EF25A51BC34003A0F39A3A783AA1DC~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Revolution nach Plan</a></em>, 15.2.2011</p>
<blockquote><p><em>The Muslim Brotherhood leadership did not endorse the call for the January 25th demonstration. They usually don&#8217;t support actions that they don&#8217;t initiate and control. But as it became clear after the first day that a revolution was underway, they decided to participate.</em></p>
<p><em>They played an important role in Tahrir and elsewhere, especially on the day, February 2, when the government sent its thugs on horses and with Molotov cocktails to attack the demonstrators.</em></p>
<p><em>It wasn&#8217;t necessarily their numbers that made a difference&#8211;they don&#8217;t have more than 15 or 20 percent political support on the street, and only one out of the 13 martyrs that day was a member of the Brotherhood. Rather, it was their level of organization that helped. They act in a highly disciplined manner, and that helped in defending the square.</em></p>
<p><em>They now intend to announce the formation of a new political party. Some want it formed on a civilian and non-religious basis. Others from the conservative old guard will oppose that. In other words, we expect to see divisions in their ranks.</em></p>
<p><em>We have seen the formation of a more liberal group, Etilaf Shabab Althawra, the Coalition of the Youth of the Revolution, which formulated a number of political demands and negotiated with the army last Monday.</em></p>
<p><em>This formation includes a number of activists who participated in the revolution. But they represent a middle-class liberal wing that would like to limit the revolution to a political revolution for democratic reforms, without questioning or challenging the basic capitalist system. These liberals see their role as advising and pressuring the army to replace this or that corrupt person with this or that honest technocrat.</em></p>
<p><em>Many of these liberals are now opposed to workers&#8217; strikes. They say workers are selfish. Some are launching an attack on strikers on Facebook. As I said, they simply want political reforms. They oppose class struggle.</em></p></blockquote>
<p>Interview of Sameh Naguib with Mostafa Omar, <a href="http://socialistworker.org/2011/02/23/interview-with-egyptian-socialist" target="_blank" class="broken_link"><em>Conversation with an Egyptian socialist</em></a>, 23.2.2011</p>
<blockquote><p><em>And despite the claims of Tunisia being a Twitter revolution – or inspired by WikiLeaks – neither played much of a part. In Tunisia, pre-revolution, only around 200 active tweeters existed out of around 2,000 with registered accounts. The WikiLeaks pages on Tunisian corruption, says Koubaa, who with his friends attempted to set up sites where his countrymen could view them, were blocked as soon as they appeared – and anyway, the information was hardly news to Tunisians. However, &#8220;Facebook was huge,&#8221; he says. Koubaa argues that social media during Ben Ali&#8217;s dictatorship existed on two levels. A few thousand &#8220;geeks&#8221; like him communicated via Twitter, while perhaps two million talked on Facebook. The activism of the first group informed that of the latter.</em></p>
<p><em>All of which left a peculiar loophole that persisted until December, when the regime finally launched a full-scale attack against Facebook. This in in a country that already tortured and imprisoned bloggers, and where the country&#8217;s internet censors at the Ministry of the Interior were nicknamed &#8220;Amar 404&#8243; after the 404 error message that appeared when a page was blocked.</em></p>
<p><em>&#8220;Social media was absolutely crucial,&#8221; says Koubaa. &#8220;Three months before Mohammed Bouazizi burned himself in Sidi Bouzid we had a similar case in Monastir. But no one knew about it because it was not filmed. What made a difference this time is that the images of Bouazizi were put on Facebook and everybody saw it.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Peter Beaumont, <em><a href="http://www.guardian.co.uk/world/2011/feb/25/twitter-facebook-uprisings-arab-libya?intcmp=239" target="_blank" class="broken_link">The truth about Twitter</a>, Facebook and the uprisings in the Arab world</em>, 25.2.2011</p>
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		<title>Buchankündigung: &#8216;Soziale Bewegungen und Social Media&#8217;</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Nov 2010 21:19:44 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[gerade auf der zukünftigen Buchwebsite veröffentlicht, beziehungsweise jetzt noch am &#8220;provisorischen Buchproduktionsprozessblog&#8221; (und hier copy&#38;paste auch eingestellt), mein Projekt der letzten Monate &#8230; &#8230; und auch noch der nächsten mindestens zwei: Die Vorschau: Inhalt und Struktur des Buches Das sticky post1 unseres Blogs vermeldet seit gut drei Monaten: Sowohl für die knapp gehaltene Ankündigung als auch [...]
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<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2010/10/herbsttermine-buchankundigung/' rel='bookmark' title='Herbsttermine, Buchankündigung'>Herbsttermine, Buchankündigung</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>gerade auf der zukünftigen Buchwebsite veröffentlicht, beziehungsweise jetzt noch am &#8220;<em>provisorischen Buchproduktionsprozessblog</em>&#8221; (und hier copy&amp;paste auch eingestellt), mein Projekt der letzten Monate &#8230;<br />
&#8230; und auch noch der nächsten mindestens zwei:</p>
<p style="text-align: center;">Die <a href="http://www.sozialebewegungen.org/blog/2010/11/09/vorschau-inhalt-und-struktur-des-buches/" target="_blank" class="broken_link"><strong>Vorschau: Inhalt und Struktur des Buches</strong></a></p>
<p>Das <em>sticky post</em><sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2010/11/buchankundigung-soziale-bewegungen-und-social-media/#footnote_0_1482" id="identifier_0_1482" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="sticky post: ein Blogartikel, der an der Stelle des aktuellsten Blogeintrags &amp;#8220;klebt&amp;#8221;, unabh&auml;ngig von seinem Ver&ouml;ffentlichungsdatum und anderen Artikeln, die vielleicht aktuelleren Datums sind.">1</a></sup> unseres <a href="http://www.sozialebewegungen.org/" target="_blank" class="broken_link">Blogs</a> vermeldet seit gut drei Monaten:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="platzhalter" src="http://farm5.static.flickr.com/4116/4808616465_7e877cb2fd_o.png" alt="" width="346" height="155" /></p>
<p>Sowohl für die knapp gehaltene Ankündigung als auch für das Provisorium dieses Blogs rückt die Zeit näher, dem Platz zu machen, was hier eigentlich angekündigt wird. Und bei dem, was hier angekündigt wird, handelt es sich um ein Buch, das anwendungsorientierte Handbuch &#8220;<em><strong>Soziale Bewegungen und Social Media</strong></em>&#8221; mit dem Untertitel &#8220;<em><strong>Handbuch für den Einsatz von Web 2.0</strong></em>&#8220;. <span id="more-1482"></span><br />
Dass es hier um ein Buch geht, war wohl schon den letzten Einträgen wie z.B. jenem zum <a href="http://www.sozialebewegungen.org/klappentext/" target="_blank" class="broken_link">Klappentext</a> zu entnehmen. Heute möchten wir etwas mehr zur Struktur, zum Aufbau und dem Inhalt dieses Buchs verraten.</p>
<p>In den nächsten Tagen und Wochen hoffen wir noch einige interessante Einzelheiten zum Buchprojekt erzählen und dokumentieren zu können, bevor dieses Blog in dieser Form und an dieser Stelle schließlich einer übersichtlichen Website im Layout des Buches weichen wird. Auch zu der Website und der zu erwartenden Funktionalität gäbe es einiges anzukündigen und zu erzählen, vorerst geht es aber um &#8230;</p>
<h3>Struktur und Aufbau des Buchs</h3>
<p>Die Grundidee für das Buchprojekt findet sich bereits im <a href="http://www.sozialebewegungen.org/klappentext/" target="_blank" class="broken_link">Klappentext</a> kurz zusammengefasst: ein Handbuch für den Einsatz von Social Media zusammen zu stellen, das sich einmal nicht der überall behandelten Frage widmet &#8220;<em>Wie sie Social Media für ihr Unternehmen nützen können</em>&#8220;, sondern die Erfahrungen jener Aktivist_innen und Non Profit Organisationen behandelt, die im Zuge ihres gesellschaftlichen Engagements &#8220;soziale Medien&#8221; zu nutzen begonnen haben.</p>
<p>Das Zielpublikum unseres Handbuchs sind dementsprechend nicht die Professionist_innen, die mit der Aufgabe &#8220;<em>Public Relations</em>&#8221; betraut sind, die professionelle Kampagnen entwerfen und steuern oder die Pressearbeit für Organisationen bestreiten<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2010/11/buchankundigung-soziale-bewegungen-und-social-media/#footnote_1_1482" id="identifier_1_1482" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Diese B&uuml;cher gibt es bereits und diesen Publikationen wollen und k&ouml;nnen wir keine Konkurrenz machen.">2</a></sup>.</p>
<p>Unser &#8220;<strong>Handbuch für den Einsatz von Web 2.0</strong>&#8221; wendet sich an die vielfältige Schar der Aktivist_innen, die sich an diversen Fronten gesellschaftlich progressiv engagieren. Ihre Bedürfnisse liegen in der Dokumentation von Missständen oder im Aufbau schneller Mobilisierungsstrukturen, in der Etablierung einer eigenen Gegenöffentlichkeit oder in transnationaler Vernetzung, in der Organisation autonomer Kommunikationskanäle oder in der Sicherung von Datenschutz und Sicherheit, im besseren Transport ihrer Aktionen oder im partizipativen, kollaborativen Arbeiten an ihren Inhalten.</p>
<p>Um diesen diversen Bedürfnissen gerecht zu werden, versammelt das Buch eine ansehnliche Anzahl von Beitragenden, die Fallbeispiele erzählen, Anleitungen geben und ihre Visionen des Social Media Einsatzes im Feld des politischen Aktivismus entwickeln.</p>
<h3>Fallbeispiele</h3>
<p>Der erste Abschnitt des Buches &#8220;<strong>Sozialen Bewegungen und Social Media</strong>&#8221; bietet Fallbeispiele: vom Watchblog einer einzelnen Person über die lokale Bürgerinitiative bis hin zur Kampagne einer Gewerkschaft und zum Wahlkampf von Barack Obama.</p>
<p>Im Abschnitt der Fallbeispiele widmet sich <span style="color: #000000;"><strong><a href="http://www.misik.at" target="_blank" class="broken_link">Robert Misik</a></strong></span> dem <strong>Yes we can &#8211; Wahlkampf</strong>, berichtet <strong>Anne Roth</strong> von den Hintergründen ihres <strong><a href="http://annalist.noblogs.org/" target="_blank" class="broken_link">Annalist Blogs</a></strong>, gibt es ein Interview mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Lieb" target="_blank" class="broken_link"><strong>Wolfgang Lieb</strong></a> zu den <strong><a href="http://www.nachdenkseiten.de/" target="_blank" class="broken_link">NachDenkSeiten</a></strong>, geben <strong><a href="http://unibrennt.at" target="_blank" class="broken_link">#unibrennt</a></strong> Aktivist_innen aus der Presse AG Tipps für die Pressearbeit einer autonomen selbstorganisierten Bewegung, erzählen Aktivist_innen vom <a href="http://www.erlustigung.org/" target="_blank" class="broken_link"><strong>Widerstand einer kreativen Bürgerinitiative</strong></a> in Wien und andere von ihrem Projekt <strong><a href="http://www.fluegel.tv/" target="_blank" class="broken_link">Flügel.tv</a></strong> in Stuttgart. Weitere Fallbeispiele behandeln die Konflikte von Betriebsräten und Arbeitnehmer_innen mit Unternehmen und Ministern, die Tücken von Online-Kampagnen und manches mehr &#8230;</p>
<h3>Manuals</h3>
<p>Der zweite Abschnitt bietet Einführungen und Anleitungen, ohne weiterhin auf anschauliche Fallbeispiele zu verzichten. Der Manuals-Abschnitt ist nochmals in drei Blöcke unterteilt, einem<br />
(1) zum <strong>Aufbau der eigenen Medienarchitektur</strong> und von Kommunkationskanälen,<br />
(2) einem zum <strong>Bespielen der Sozialen Medien</strong>, zu Aktivitäten und Präsenz und<br />
(3) einem zur <strong>Steuerung</strong>, zum <strong>Monitoring</strong> und zur fortgeschrittenen Bewegung <strong>in den Social Media</strong>.</p>
<p>Die Manuals kommen aus dem Erfahrungsschatz von Social Media Expert_innen, Videofilmern, Organisatoren von Barcamps, erfahrenen Straßentheater Künstler_innen, Jurist_innen, Netzaktivisten und Codern, Journalistinnen und Pressearbeitern, Profis des viralen Marketings &#8230;</p>
<h3>NoBorders</h3>
<p>Ein eigener Abschnitt ist der transnationalen Zusammenarbeit und damit auch der transnationalen Struktur des Netzes gewidmet. Hier führt <strong><a href="http://reimon.net/" target="_blank" class="broken_link">Michel Reimon</a></strong> zu den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ministerkonferenz_der_Wirtschafts-_und_Handelsminister_der_WTO_in_Seattle_1999" target="_blank" class="broken_link">Seattle Protesten 1999</a> und zur Blütehzeit von <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Indymedia" target="_blank" class="broken_link">indymedia</a></strong> zurück, erzählt ein Beitrag die Geschichte von <strong><a href="http://www.attac.at" target="_blank" class="broken_link">Attac Österreich</a></strong> und <a href="http://attac.de/" target="_blank" class="broken_link"><strong>Attac Deutschland</strong></a> als Geschichte des Aufbaus kollaborativer Kommunikationsstrukturen, führt ein Artikel in die grenzüberschreitende und gesamteuropäische Arbeit der Arbeitnehmervertreter_innen ein, geht es um <strong>Antirassismus Arbeit</strong> in und gegen die Festung Europa und um zivilgesellschaftliches und bürgerrechtliches <strong>Engagement für das Netz</strong> selbst.</p>
<h3><strong>Visionen</strong></h3>
<p>Den Abschluss und eine gewisse Abrundung erhält das &#8220;<strong>Handbuch für den Einsatz von Web 2.0</strong>&#8221; durch Aufsätze von <strong><a href="http://antjeschrupp.com/" target="_blank" class="broken_link">Antje Schrupp</a></strong> und <strong><a href="http://phsblog.at/" target="_blank" class="broken_link">Philipp Sonderegger</a></strong> und Betrachtungen zu <strong>Gewerkschaft 2.0</strong> und <strong>Gegenöffentlichkeit 2.0</strong>.</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p>&#8220;<strong>Soziale Bewegungen und Social Media. Handbuch für den Einsatz von Web 2.0</strong>&#8221; erscheint Anfang 2011 im <a href="http://www.oegbverlag.at" target="_blank" class="broken_link">ÖGB Verlag</a>.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1482" class="footnote"><strong>sticky post</strong>: ein Blogartikel, der an der Stelle des aktuellsten Blogeintrags &#8220;klebt&#8221;, unabhängig von seinem Veröffentlichungsdatum und anderen Artikeln, die vielleicht aktuelleren Datums sind.</li><li id="footnote_1_1482" class="footnote">Diese Bücher gibt es bereits und diesen Publikationen wollen und können wir keine Konkurrenz machen.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>beim s.w.i.r. zu &#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Oct 2010 12:16:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Des donnerstags bei sms gewesen, der jetzt in wien bei dr blink war. Fast direkt von der besprechung im verlag gekommen: der stand und die weiterentwicklung des layouts. Mit dem rad die donau rauf, phantastisches herbstlicht, die kreuzfahrtskähne, viele aus dem osten, bis runter zum hilton geschichtet. Mit schnellen happy noddles vom schwedenplatz im sackerln [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Des donnerstags bei <a href="http://twitter.com/sms2sms" target="_blank">sms</a> gewesen, der jetzt in wien bei <a href="http://twitter.com/DrBlink" target="_blank">dr blink</a> war. Fast direkt von der besprechung im verlag gekommen: der stand und die weiterentwicklung des layouts. Mit dem rad die donau rauf, phantastisches herbstlicht, die kreuzfahrtskähne, viele aus dem osten, bis runter zum hilton geschichtet. Mit schnellen happy noddles vom schwedenplatz im sackerln und das bike durch die türe schiebend in das hauptstadtstudio von <a href="http://www.kellerabteil.org/tag/rebelltv/" target="_blank">rebell.tv</a>. Der <a href="http://blog.rebell.tv/swir-no-37-21102010-httpcabaretvoltairech.html" target="_blank" class="broken_link">s.w.i.r.</a> gerade under construction, <a href="http://www.hubsikramar.net" target="_blank" class="broken_link">hubsi kramar</a> erzählend, reflektierend, philosophierend. Hubsi und stefan, haben sich <a href="http://www.kellerabteil.org/2010/09/aufzeichnung-eines-club2-bei-der-ars-electronica-mit-unibrennt-beteiligung/" target="_blank">hier kennen gelernt</a>, meinereiner die finger im spiel, und sich verabredet <a href="http://radio.rebell.tv/p548.html" target="_blank" class="broken_link">und reden jetzt</a> und ich schon wieder hinein. Dabei ist s ein hoch zu schätzendes vergnügen, dem kramar nur zuzuhören. Aber ich wieder dialogsüchtigst und da egoistisch.</p>
<p><span id="more-1458"></span></p>
<p>Dann der slot mit mir.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2010/10/beim-s-w-i-r-zu/#footnote_0_1458" id="identifier_0_1458" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="K&ouml;mmt ganz unten, das mp3. Zuerst noch das mit luc gross und stefan und zwischenrufe.">1</a></sup> Ich würd mit stefan am liebsten über rebell.tv selbst reden, so wie immer. Kaum so ein faszinierendes und unwahrscheinliches projekt irgendwo, nichts vergleichbares, was ich kennen würde. Und gehaltvoll bis über den orkus hinaus. Nur leider auch bald: geschichte. Bitter, wenngleich auch schön. Klar, dass stefan im angesicht des nahen endes nicht über seinen zettelkasten reden will. <a href="http://run.sonance.net/" target="_blank" class="broken_link">Luc</a> wird es in einer stunde derweilen ähnlich gehen. Der <a href="http://radio.rebell.tv/p550.html" target="_blank" class="broken_link">kommt im slot nach mir</a> dran, den muss ich mir auch noch geben, froh über die vertiefende einführung in das <a href="http://traumawien.at/" target="_blank" class="broken_link">trauma projekt</a>, das ich schon <a href="http://www.flickr.com/photos/kellerabteil/sets/72157623659043837/" target="_blank">hier verfolgt</a> habe. Wieder werd ich unfähig bzw. nicht willens sein, die pappen zu halten und publikum zu sein. Aber kudos und selbst schuld. Zu interessant alles. Und lustig, absurd, nett: die einmischung in der abfolge der podcasts bringt mir eine ego erbauende und interesannte kontaktaufnahme via facebook ein. Danke.</p>
<p>Hier nun der podcast, der slot mit mir. War vor drei monaten die hoffnung noch möglich, stefan anlässlich des s.w.i.r.termins <a href="http://www.sozialebewegungen.org/" target="_blank" class="broken_link">&#8220;mein&#8221; buch</a> zu überreichen und über die veröffentlichung von &#8216;soziale bewegungen und social media&#8217; in der vergangenheit zu plaudern, so geht es jetzt um dies und das, um hubsi kramars betrachtungen im slot zuvor, um die 68er generation, um institutionen und das korsett der sozialen zwänge, um #unibrennt, um social media und medienwandel und mediennutzung, um das buch, um den begriff gegenöffentlichkeit, &#8230;</p>
<p>Danke, stefan, für rebell.tv, für alles.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1458" class="footnote">Kömmt ganz unten, das mp3. Zuerst noch das mit luc gross und stefan und zwischenrufe.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Bildungspolitische Notiz: Umfrage zur Neuen Mittelschule und ständige Unkenrufe</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2010/07/bildungspolitische-notiz-umfrage-zur-neuen-mittelschule-und-standige-unkenrufe/</link>
		<comments>http://www.kellerabteil.org/2010/07/bildungspolitische-notiz-umfrage-zur-neuen-mittelschule-und-standige-unkenrufe/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 19:43:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[Gastkommentar von Freund - und Kollegen - Thomas Kreiml 1, der sich grad ziemlich geärgert hat.] Kurz vor Ferienbeginn hat Bildungsministerin Claudia Schmied am 1. Juni 2010 eine vom BMUKK beauftragte und vom Institut für empirische Sozialforschung (IFES) durchgeführte «Elternbefragung zur Zufriedenheit mit der Neuen Mittelschule» präsentiert. Das Ergebnis kurz zusammengefasst: Die Mehrheit ist mit [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><span style="color: #888888;">[Gastkommentar von Freund<br />
- und Kollegen -<br />
Thomas Kreiml </span><span style="color: #888888;"><sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2010/07/bildungspolitische-notiz-umfrage-zur-neuen-mittelschule-und-standige-unkenrufe/#footnote_0_1339" id="identifier_0_1339" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Sekret&auml;r  in der GPA-djp Grundlagenabteilung. Hat sich wie gesagt ge&auml;rgert und seinen &Auml;rger durch eine  Notiz auf Facebook  ausgedr&uuml;ckt hat. Da Facebook eine geschlossene  Plattform ist, haben wir  seinen Kommentar hier auch im Kellerabteil  archiviert.">1</a></sup>,<br />
</span><span style="color: #888888;">der sich grad ziemlich geärgert hat.</span><span style="color: #888888;">]</span></p>
<p>Kurz vor Ferienbeginn hat Bildungsministerin Claudia Schmied am 1. Juni 2010 eine vom BMUKK beauftragte und vom Institut für empirische Sozialforschung (<a href="http://www.ifes.at/" target="_blank" class="broken_link">IFES</a>) durchgeführte «<a href="http://www.bmukk.gv.at/ministerium/vp/20100701.xml" target="_blank" class="broken_link">Elternbefragung zur Zufriedenheit mit der Neuen Mittelschule</a>» präsentiert. Das Ergebnis kurz zusammengefasst:<br />
Die Mehrheit ist mit dem Schulversuch insgesamt zufrieden. 80% der Eltern von Kindern an einer Neuen Mittelschule (NMS) geben dem Schulversuch die &#8220;Schulnoten&#8221; Eins oder Zwei. Gleichzeitig sehen 46% dieser Eltern noch Verbesserungsbedarf und plädieren damit für eine Weiterentwicklung dieses Schulmodells. Dazu gehören bildungspolitisch genauso sinnvolle wie auch notwendige Forderungen derart: noch mehr individuelle Förderung der SchülerInnen, noch mehr Kommunikation zwischen LehrerInnen und Eltern, mehr Nachmittagsunterricht (Ganztagsschule) und noch bessere Ausbildung der LehrerInnen.</p>
<p>Angesichts dieser Bilanz ließ die zu erwartende, typisch anachronistische <a href="http://www.goed.at/16276.html" target="_blank" class="broken_link">Reaktion</a> der <a href="http://www.fcg.at/" target="_blank" class="broken_link">FCG</a>-dominierten AHS-LehrerInnengewerkschaft nicht lange auf sich warten. Die Vorsitzende, Eva Scholik, schmäht die Präsentation des eindeutig positiven Abschneidens der NMS als &#8220;<em>Jubelpropaganda für die Gesamtschule</em>&#8221; [sic]. Angesichts der Tatsache, dass es sich hier um eine Stellungnahme einer <a href="http://www.kellerabteil.org/2007/11/von-den-versuchen-eine-gesamtschule-zu-versuchen-auflosung/" target="_blank">Gegnerin von Schulreformen</a> handelt, die der Allgemeinheit der Bevölkerung zugute kommen sollen, ist dies weder überraschend noch weiter aufsehenerregend. <span id="more-1339"></span></p>
<p>Frappierend ist allerdings die opportunistische Taktik, gegen die Neue Mittelschule als gemeinsamer Schule der 10- bis 14-Jährigen mit dem Hinweis auf &#8220;wissenschaftliche Fakten&#8221; zu argumentieren. Dies erstens deshalb, weil diese wissenschaftlichen Fakten seit vielen Jahren vorliegen, nämlich spätestens seit den OECD-Studien zur Bildung (PISA-Tests), und weil sie gerade <em>für</em> die Gesamtschule bzw. gemeinsame Schule sprechen. Auf diese Studienergebnisse wollte sich die LehrerInnengewerkschaft aber noch nie mit besonderem Eifer beziehen.</p>
<p>Zweitens zeichnet sich der Hinweis auf wissenschaftliche Fakten zur Begründung der Vorteile eines differenzierten Schulsystems durch willkürliches Herausgreifen von Detailergebnissen der deutschen Studie <a href="http://www.iqb.hu-berlin.de/aktuell?pg=a_36" target="_blank" class="broken_link">&#8220;Sprachliche Kompetenzen im Ländervergleich&#8221;</a> aus. In der Studie wird eine Nord-Süd-Gefälle der Leistungen von SchülerInnen in Deutschland festgestellt, wonach in südlichen Bundesländern, insbesondere in Bayern, tendenziell bessere Schulleistungen erzielt werden als in nördlichen.<br />
Der Kurzschluss der AHS-Gewerkschafterin lautet daher: Die &#8220;<em>herausragende Position Bayerns bei den Ergebnissen</em>&#8221; ist auf das dortige differenzierte Schulsystem zurückzuführen.</p>
<p>Das Ergebnis eines derartigen kausalen Zusammenhangs zwischen besseren Schulleistungen und der Struktur des Schulwesens gibt die Studie freilich nicht her. Vielmehr führen die Studienautoren das Leistungsgefälle unter anderem auf länderspezifische Unterschiede in der allgemeinen Leistungsorientierung sowie auf die Zusammensetzung der SchülerInnen, das heißt, den sozialen Hintergrund der SchülerInnen zurück, der vor allem in den nördlichen Großstädten häufiger von problematischen Zuständen gekennzeichnet ist.</p>
<p>Aufschlussreich dazu ist auch folgender Kurzbericht, 3sat &#8211; nano, 23. Juni 2010: <a href="http://www.3sat.de/mediathek/mediathek.php?obj=19197&amp;mode=play" target="_blank" class="broken_link">Der Süden bleibt vorn</a>.</p>
<p>Die Kernaussage, die sich Frau Scholik auf der Zunge zergehen lassen sollte, bevor sie wie wild mit vermeintlich wissenschaftlich belegbaren Kausalitäten in einer mittlerweile für das Verständnis einiger AHS-LeherInnenvertreteInnen und ÖVP-BildungspolitikerInnen viel zu komplex gewordenen Welt herumschlägt, die Kernaussage betrifft gerade die bayrischen Zustände, die sie anscheinend gerne verklären möchte:</p>
<blockquote><p><em>Besonders in Bayern haben Kinder aus Facharbeiterfamilien bei gleichem IQ und Lernvermögen eine wesentlich geringere Chance auf das Gymnasium zu wechseln. Wenn dann noch ein Migrationshintergrund dazu kommt, sieht es ganz düster aus.</em></p></blockquote>
<p>Hier liegen die Gründe und Notwendigkeiten für ein Ende der Differenzierung bzw. unnötigen Trennung und das Ausschöpfen von Potenzialen aller SchülerInnen durch möglichst individuelle Förderung in einer gemeinsamen Schule. Das kann nur verkennen, wer Lust am Ausselektieren und am Bewahren von Stand und Elite hat, den vorherrschenden Modellen des Mittelalters und der frühen Neuzeit &#8211; und regional vereinzelt auch in der heutigen Moderne noch.</p>
<p><strong>Es ist höchste Zeit für die Abschaffung der AHS-Unterstufe und die flächendeckende Einführung der gemeinsamen Schule der 6 bis 15-Jährigen in Österreich, am besten in Ganztagesform &#8211; wir können auch gerne wieder Gesamtschule dazu sagen.</strong></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1339" class="footnote">Sekretär  in der GPA-djp Grundlagenabteilung. Hat sich wie gesagt geärgert </span><span style="color: #888888;">und seinen Ärger durch eine  Notiz auf Facebook  ausgedrückt hat. Da Facebook eine geschlossene  Plattform ist, haben wir  seinen Kommentar hier auch im Kellerabteil  archiviert.</span><span style="color: #888888;"></li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Urbaner öffentlicher Raum. [im Ausverkauf]</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Dec 2009 12:46:00 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Eine tolle Diplomarbeit. Ich freue mich. Und, autsch, gute 300 Seiten stark!1 Dafür mit einer Vielzahl an interessanten Aspekten, für sich stehenden Kapiteln, Inhalten. Da geht es ua. um öffentlichen Raum, halböffentliche Räume, die Fabrikation des Rückzugs ins Private als logische Konsequenz unserer Gesellschaftsstruktur und kapitalistischen Organisation. Kontrolle und Herrschaftsanspruch. Da geht es um die [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine tolle Diplomarbeit. Ich freue mich. Und, <em>autsch</em>, gute 300 Seiten stark!<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/12/urbaner-offentlicher-raum-im-ausverkauf/#footnote_0_1178" id="identifier_0_1178" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Bei all der bemerkenswerten Qualit&auml;t der Diplomarbeit ist die Quantit&auml;t der Seiten freilich ein klares Scheitern der Betreuungsarbeit.   Wiedereinmal. Dreihundert Seiten sind quasi Themenverfehlung f&uuml;r die Anforderung: &amp;#8220;Diplomarbeit&amp;#8221;. Viel zu viel. My bad, mea culpa und sorry Boris.">1</a></sup><br />
Dafür mit einer Vielzahl an interessanten Aspekten, für sich stehenden Kapiteln, Inhalten. Da geht es ua. um öffentlichen Raum, halböffentliche Räume, die Fabrikation des Rückzugs ins Private als logische Konsequenz unserer Gesellschaftsstruktur und kapitalistischen Organisation. Kontrolle und Herrschaftsanspruch.</p>
<p style="text-align: center;"><object style="width:480px;height:339px" ><param name="movie" value="http://static.issuu.com/webembed/viewers/style1/v1/IssuuViewer.swf?mode=embed&amp;documentId=091220122404-48f6a808517d45659b416ede0206771f&amp;docName=diplarbeit_drusowitsch_architektur&amp;username=kellerabteil&amp;loadingInfoText=Relationen%20zwischen%20Gesellschaft%20und%20Urbanem%20Raum&amp;showFlipBtn=true&amp;layout=http%3A%2F%2Fskin.issuu.com%2Fv%2Flight%2Flayout.xml&amp;pageNumber=3" /><param name="allowfullscreen" value="true"/><param name="menu" value="false"/><embed src="http://static.issuu.com/webembed/viewers/style1/v1/IssuuViewer.swf" type="application/x-shockwave-flash" style="width:480px;height:339px" flashvars="mode=embed&amp;documentId=091220122404-48f6a808517d45659b416ede0206771f&amp;docName=diplarbeit_drusowitsch_architektur&amp;username=kellerabteil&amp;loadingInfoText=Relationen%20zwischen%20Gesellschaft%20und%20Urbanem%20Raum&amp;showFlipBtn=true&amp;layout=http%3A%2F%2Fskin.issuu.com%2Fv%2Flight%2Flayout.xml&amp;pageNumber=3" allowfullscreen="true" menu="false" /></object></p>
<p>Da geht es um die Übergänge und <strong>Transitionsräume zwischen dem konkreten privaten und konkreten öffentlichen Raum</strong>. Es geht um die ökonomischen, symbolischen, politischen, architektonischen Eingriffe, wie öffentliche, halböffentliche und TransitionsRäume gestaltet werden, also um die Bedingung der Möglichkeit öffentlichen Raumes selbst.</p>
<p><span id="more-1178"></span>Da geht es um <strong>Stadtplanung und Stadtpolitik</strong> und um die Geschichte dieser Felder. Es geht um die fordistischen und die postfordistischen Bedingungen der Strukturierung urbanen Raums. Es geht um die Großprojekte der Stadtplanung, ihre Ansprüche, Öffentlichkeitsarbeit und Desavouierung der Ansprüche durch die faktische Unterordnung jeder Stadtentwicklung unter private ökonomische Interessen.</p>
<p>Da geht es um die Donau-City als angeblich und vl. sogar scheinbar funktionierenden urbanen Raum, und um die Frage, was die Bedingungen &#8220;<em><strong>funktionierenden urbanen Raums</strong></em>&#8221; seien. Es geht um die Frage, ob das Funktionieren urbanen Raums gemessen und objektiviert und verglichen werden kann, und um die Ausarbeitung und Anwendung von Messkriterien.</p>
<p>Enthalten ist die Entwicklung von Messkriteria, die Erhebung des objektiven<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/12/urbaner-offentlicher-raum-im-ausverkauf/#footnote_1_1178" id="identifier_1_1178" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="also objekthaften">2</a></sup> Ist-Zustands anhand des <strong>Fallbeispiels der Donau-City</strong>, die Bewertung dieses Ist-Zustands nach den Kriterien, die Beurteilung des &#8220;Funktionierens&#8221; und schließlich die Kritik entlang der entwickelten Kriterien für funktionierenden urbanen Raum.<br />
Last but not least enthält die Arbeit <strong>Verbesserungsvorschläge für den Stadtteil der Donau-City</strong>. Verbesserungsvorschläge, die simpel und logisch, ja eigentlich notwendig wären, würden die eigenen Ansprüche der Stadtentwicklung von der Stadtpolitik ernstgenommen.</p>
<p><strong>Herzliche Gratulation an Boris</strong> <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Die Diplomarbeit kann <a href="/dateien/Diplomarbeit_BorisDrusowitsch.pdf">hier auch heruntergeladen werden (pdf, 10mb)</a>.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1178" class="footnote">Bei all der bemerkenswerten Qualität der Diplomarbeit ist die Quantität der Seiten freilich ein klares Scheitern der Betreuungsarbeit. <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_sad.gif' alt=':-(' class='wp-smiley' />  <strong><a href="/2007/06/zygmunt-baumans-soziologie-der-moderne/" target="_blank" class="broken_link">Wiedereinmal</a></strong>. Dreihundert Seiten sind quasi Themenverfehlung für die Anforderung: &#8220;Diplomarbeit&#8221;. Viel zu viel. My bad, mea culpa und sorry Boris.</li><li id="footnote_1_1178" class="footnote">also objekthaften</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>SoZi 50&#124;09: WeltVernichtungsMaschine</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Dec 2009 10:02:23 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[alors, zwischen all die nicht abgetippten Sonntagszitate (vlg. Sozis) der letzten wie auch der kommenden Wochen, zwischen all die nicht abgetippten Passagen zur Festung_Europa, Gruppen zweiter Ordnung, den ISA&#8217;s und der Heimatschutzbewegung, dem Weltsystem im allgemeinen und der Semiperipherie im speziellen, zu Demokratietheorie und UnDemocrazy2.0 etc. etc. etc. &#8230; &#8230; hier zur Abwechslung wieder mal [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>alors</em>, zwischen all die nicht abgetippten Sonntagszitate (vlg. <strong><a href="http://www.kellerabteil.org/beschlagwortung/sozi/" target="_blank">Sozis</a></strong>) der letzten wie auch der kommenden Wochen, zwischen all die nicht abgetippten Passagen zur <a href="http://www.kellerabteil.org/beschlagwortung/festungeuropa/" target="_blank">Festung_Europa</a>, <a href="http://www.kellerabteil.org/tag/gruppensoziologie/" target="_blank">Gruppen zweiter Ordnung</a>, den <a href="http://www.kellerabteil.org/tag/industriellenvereinigung/" target="_blank">ISA&#8217;s</a> und der <a href="http://www.kellerabteil.org/beschlagwortung/kulturelles-gedachtnis/" target="_blank">Heimatschutzbewegung</a>, dem <a href="http://www.kellerabteil.org/tag/immanuel-wallerstein/" target="_blank">Weltsystem im allgemeinen</a> und der <a href="http://www.kellerabteil.org/beschlagwortung/flaches-land/" target="_blank">Semiperipherie im speziellen</a>, zu <a href="http://www.kellerabteil.org/tag/demokratische-kultur/" target="_blank">Demokratietheorie</a> und <a href="http://www.kellerabteil.org/tag/web20/" target="_blank">UnDemocrazy2.0</a> etc. etc. etc. &#8230;</p>
<p>&#8230; hier zur Abwechslung wieder mal ein materialisiertes, abgetipptes, archiviertes SoZi:</p>
<p><span id="more-1162"></span></p>
<blockquote><p>Die Banken sollten aufhören zu behaupten, sie hätten mit einer so schweren Krise nicht rechnen können: Sie haben ja noch nicht einmal die Möglichkeit einer <em>moderaten</em> Rezession einkalkuliert. Die Häuserpreise würden nicht in Kalifornien (da) und Florida (dort) gleichzeitig sinken, dachten sie. Da haben sie sich getäuscht. Die Krise desavouiert auch – wie die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Long-Term_Capital_Management" target="_blank" class="broken_link">LTCM-Pleite 1998</a> – eine Philosophie, der zufolge man mithilfe computergestützer Modelle aus der Vergangenheit die Zukunft vorhersagen kann.</p>
<p>Was wäre gewesen, wenn der Staat besser beaufsichtigt hätte und die Banken vernünftiger gewesen wären? Es ist schwer, sich etwas Derartiges vorzustellen, das der Erfahrung völlig entgegengesetzt ist. [..]</p>
<p>Die Staatsschulden explodieren, gleichzeitig stehen immer mehr erfolglose Unternehmer Schlange, um sich beim Staat neues Kapital zu besorgen. Dabei wird eine Kleinigkeit übersehen: Staaten haben gar kein Kapital, da sie nichts produzieren. Sie können kein Kapital schaffen, sondern lediglich das vorhandene umverteilen, z.B. durch Steuern. Irgendjemand muss für all diese unsinnigen Staatsausgaben bezahlen, deshalb wird es nicht mehr lange dauern, bis in Deutschland die Mehrwertsteuer erhöht wird – und 25 Prozent sind erst der Anfang. In der Zwischenzeit borgt der Staat an den Kapitalmärkten. Aber auch dies ist kein Schaffen von Kapital, sondern bloß ein Umverteilen. Wenn der Staat 500 Milliarden Euro an den Kapitalmärkten aufnimmt, um es den Banken zu geben, steht diese Summe nicht mehr für Investitionen zur Verfügung.</p>
<p>[..]</p>
<p>Obwohl Konjunkturprogramme ökonomisch unsinnig sind, haben sie in der gegenwärtigen Lage vielleicht doch einen kleinen Nutzen: Wenn das Geld für sinnvolle Zwecke ausgegeben würde (ein großes Wenn), wären sie ein Mittel, Geld vor den Banken in Sicherheit zu bringen. Denn die Finanzindustrie ist wie das löchrige Fass der Danaiden. Nie wird es voll werden; was der Staat einfüllt, fließt im selben Augenblick wieder heraus. Bei der Drucklegung dieses Buches hatte allein die Hypo Real Estate schon über 100 Milliarden Euro verschlungen. Man diskutiert, ob der Staat Banken »enteignen« solle, obwohl es offensichtlich ist, dass die Banken es sind, die den Staat enteignen.</p></blockquote>
<p style="text-align: right;">aus: <strong>Frank, Stefan</strong> (2009):<br />
<a href="http://www.perlentaucher.de/buch/32264.html" target="_blank" class="broken_link"> Die Weltvernichtungsmaschine. Vom Kreditboom zur Wirtschaftskrise</a>; S. 190f.</p>
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		<title>Was bringt die Partnerschaft mit DiePresse für #unsereuni?</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2009/10/was-bringt-die-partnerschaft-mit-diepresse-fur-unsereuni/</link>
		<comments>http://www.kellerabteil.org/2009/10/was-bringt-die-partnerschaft-mit-diepresse-fur-unsereuni/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 15:48:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In diesen Stunden bekommt diepresse.com wieder eine erkleckliche Anzahl an Klicks geschenkt. Weil es scheinbar gilt, eine &#8220;Abstimmung&#8221; zu Gunsten der Uniproteste zu beeinflussen. Die Tage davor haben die der katholischen Kirche1 gehörende DiePresse und ihr Chefredakteurpopsternchen wieder viel Aufmerksamkeit und Erwähnungen in ua. der Blogosphäre generieren können. Warum? Weil der Chefredakteur mit dem rebellischen [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In diesen Stunden bekommt <em><strong>diepresse.com</strong></em> wieder eine erkleckliche Anzahl an Klicks geschenkt. Weil es scheinbar gilt, eine &#8220;Abstimmung&#8221; zu Gunsten der Uniproteste zu beeinflussen.</p>
<p>Die Tage davor haben die der katholischen Kirche<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/10/was-bringt-die-partnerschaft-mit-diepresse-fur-unsereuni/#footnote_0_1122" id="identifier_0_1122" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die &amp;#8216;Styria Medien AG&amp;#8216; &nbsp;geh&ouml;rt dem &amp;#8216;Katholischen Medien Verein&amp;#8216;, dieser wiederum der &amp;#8216;Katholischer Medien Verein Privatstiftung&amp;#8216; und die dem Vernehmen nach der &amp;#8220;Katholischen Kirche in der Steiermark&amp;#8220;, der Di&ouml;zese Graz-Seckau.">1</a></sup> gehörende <em><strong>DiePresse</strong></em> und ihr Chefredakteurpopsternchen wieder viel Aufmerksamkeit und Erwähnungen in ua. der Blogosphäre generieren können.<br />
Warum? Weil der Chefredakteur mit dem rebellischen Schick die freilich erwartbare Linie des konservativen Blatts – wie bei ihm üblich – in scheinbar differenzierten und fast irgendwie wohl gesonnenen Humbug verpackt?</p>
<p>Ich frage mich ernsthaft, ob es für <strong><a href="http://unibrennt.at/" target="_blank" class="broken_link">#unsereuni</a></strong> sinnvoll ist, die &#8220;Diskursangebote&#8221; von <em>DiePresse</em> anzunehmen?</p>
<p><span id="more-1122"></span>Steht das nicht im Widerspruch zu der Form der selbstbewussten und selbstorganisierten Proteste?</p>
<p>Warum spielen wir da mit, was ist das Ziel, was die Chancen?</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 475px"><img title="DiePresse generiert Klicks" src="/images/DiePresse brennt.png" alt="DiePresse generiert Klicks" width="465" height="373" /><p class="wp-caption-text">DiePresse.com (screenshot) generiert Klicks</p></div>
<p>Wäre es nicht vergleichsweise netter, wenn eine Abstimmung in dieser Umgebung klar 0% für &#8220;Ja&#8221; gegenüber 100% für &#8220;Nein&#8221; ausginge, als dass wir alle gemeinsam versuchten, an den Prozentzahlen etwas herumzuschieben?</p>
<p>Würden 0% Zustimmung zu den Protesten die Legitimität der Proteste untergraben oder die Legitimität der Abstimmung, der Fragestellung und der Arena.</p>
<p>Kann die Zeitung <em>DiePresse</em> angesichts ihrer Eigentümerstrukturen und bei ihrer gesellschaftspolitischen Positionierung à la longue den Protesten auf den Hochschulen nur annähernd neutral gegenüber stehen?</p>
<p><strong>Strukturgegensatz</strong><br />
Es würde kaum der Arbeitsgruppe bedürfen, um zu skizzieren wie die Regeln dieses Terrains beschaffen sind, auf das wir uns hier begeben, odr? <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_eek.gif' alt=':shock:' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Es sei mal ein positives Szenario skizziert:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Die Besetzungen halten bereits 3, 4 Wochen an. PolitikerInnen und Medien schreiben dageben an, es hilft nichts. Die Proteste haben sich ausgeweitet, finden in verschiedenen Städten statt, haben sich internationalisiert. Gleichzeitig ist kaum zu übersehen, dass die Besetzung einzelner, im Gesamtkontext des Raumangebots einer Universität sogar kleiner Räume, dass eine solche Besetzung nicht die Uni lahmlegt und normales Studieren problemlos ermöglicht.</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Die Gesellschaft muss sich mit dem Phänomen auseinander setzten, die Interpretationsmacht der Massenmedien nimmt an Relevanz ab, wenn es um die Meinungsbildung geht, was hier abgeht.</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Chefredakteure konservativer Zeitungen sehen sich nicht nur in einer Sprachregelung mit ÖVP-MinisterInnen und Wirtschaftsbossen sondern wieder einmal auch mit der extremen Rechten, die kaum etwas anderes kann, als die Proteste zu diffamieren.</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Das was sich zu verändern beginnt, sind Gruppenidentiäten und Gruppenselbstverständnisse. Das was sich zu ändern beginnt, ist die Siegessicherheit der FPÖ in Hinblick auf die Wahlen in Wien. Denn das Klima in der Stadt verändert sich.</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Das was sich zu ändern beginnt ist der selbstsichere Hohn der Neoliberalen, nach Eigenzuschreibung, Political Incorrecten, weil sie sich einem Phänomen gegenüber sehen, an dem Hohn und Häme abperlt.</strong></p>
<p>Ein solcher Klimawechsel, der sich im Selbstvertrauen von vielen Menschen und in der Stimmung in der Stadt auswirkt, wer hat vor diesem Wetterumschwung am meisten Angst, wer am meisten zu verlieren?</p>
<p><strong>Das ästhetische Feld wird so oder so neu geordnet</strong><br />
Wer besetzt jetzt das ästhetische Feld? Was ist cool, was uncool?</p>
<p>Aktionismus, <a href="http://www.kellerabteil.org/2009/06/sozi-2609-die-macht-und-die-kritik/" target="_blank"><strong>Kritik</strong></a>, Engagement für die &#8220;<em>Verbesserung der Umstände</em>&#8220;, solche Peinlichkeite sind mit Negativbegriffen wie &#8220;<em>Gutmenschentum</em>&#8220;, mit &#8220;<em>nervig</em>&#8220;, mit &#8220;<em>lächerlich und naiv</em>&#8220;, mit &#8220;<em>altlinks bis linkslinks</em>&#8221; und mit &#8220;<em>Unreife</em>&#8221; und &#8220;<em>Rückwärtsgewandheit</em>&#8221; besetzt.</p>
<p>Dagegen ist das hämische Auslachen von kritischem und &#8220;<em>weltverbesserndem</em>&#8221; Engagement ein pauschales Zeichen von &#8220;<em>Reife</em>&#8220;?<br />
Tatsächlich funktioniert das ästhetische Feld <em><span style="text-decoration: underline;">noch</span> </em>so. Reaktion und Revanchismus sind – nun aber auch schon wieder seit den Tagen von Reagen und Thatcher – positiv besetzt und mit der ästhetischen Emphase des Rebellischen konnotiert.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/10/was-bringt-die-partnerschaft-mit-diepresse-fur-unsereuni/#footnote_1_1122" id="identifier_1_1122" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die Anzeichen mehren sich seit geraumer Zeit, dass diese Logik ihren H&ouml;hepunkt &uuml;berschritten hat, ihre letzten Exzesse gebiert und im n&auml;chsten Jahrzehnt wohl wieder in eine andere Richtung kippen wird.">2</a></sup></p>
<p>Was passiert eigentlich mit der Masche der <em>DiePresse</em>-Chefredakteure, wenn das ästhetische Feld neu geordnet wird? Was, wenn ihnen<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/10/was-bringt-die-partnerschaft-mit-diepresse-fur-unsereuni/#footnote_2_1122" id="identifier_2_1122" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Der Vorg&auml;nger des aktuellen Chefredakteurs hat sich vom aktuellen darin ja nicht grundlegend unterschieden, dass beide mit der &Auml;sthetik des unangepassten Rebellen gearbeitet haben, w&auml;hrend sie f&uuml;r marktfundamentalistische und wertreaktion&auml;re Inhalte stehen.">3</a></sup> der rebellische Chic verlustig geht und in einer sich verändernden gesellschaftlichen Wahrnehmung der ungeschminkte reaktionäre Fundamentalismus übrig bleibt?</p>
<p>Das ästhetische Feld wird so oder so in den nächsten Jahren neu geordnet werden. Die gesellschaftspolitischen Pole des &#8220;Coolen&#8221; und des &#8220;Uncoolen&#8221; werden sich bewegen und irgendwann ihre Rochade für die nächsten Jahrzehnte vollzogen haben.<br />
Ereignisse wie jenes, das sich rund um die <strong>#unibrennt</strong> abzuzeichnen beginnen, können hier einen großen Unterschied machen. Einen Unterschied von gut und gerne 5 Jahren, die sich der Wind früher oder später dreht. Oder den Unterschied zwischen mühsam sich durch Häuserschluchten verwirbelnden Lüftchen und einem wohltuend aufrüttelnden, durch die Straßen fegenden Sturm.</p>
<p><strong>Wohlwollende Umarmungen ersticken am erfolgreichsten</strong><br />
Ich überlege, ob es sinnvoll ist, mit z.B. <em>DiePresse</em> zusammenzuarbeiten. Und das tun wir, indem wir ihr Klicks und Legitimität verschaffen. Das tun wir, wenn wir sie als Arena anerkennen, für gerade diese gesellschaftspolitischen Debatten, deren Zentrum jetzt gerade das<strong> Wiener #audimax</strong> zu werden verspricht.</p>
<p>Die Position einer Zeitung wie <em>DiePresse</em> (oder des ÖVP-nahen <em>Kuriers</em>) in Bezug auf diese gesellschaftspolitischen Debatten und Entwürfe ist klar. Sie muss einen Erfolg der <strong>#uniproteste</strong> fürchten wie der Teufel das Weihwasser.<br />
Für <em>DiePresse</em> ist es doppelt naheliegend, die Protestierenden wohlwollend zu umarmen. Diese Umarmung ist für Klicks, Auflagenstärke und Positionierung in der Medienlandschaft ökonomisch sinnvoll. Vor allem ist eine solche Umamrung aber politisch motivierte Kontrolle.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1122" class="footnote">Die &#8216;<em>Styria Medien AG</em>&#8216;  gehört dem &#8216;<em>Katholischen Medien Verein</em>&#8216;, dieser wiederum der &#8216;<em>Katholischer Medien Verein Privatstiftung</em>&#8216; und die dem Vernehmen nach der &#8220;<em>Katholischen Kirche in der Steiermark</em>&#8220;, der Diözese Graz-Seckau.</li><li id="footnote_1_1122" class="footnote">Die Anzeichen mehren sich seit geraumer Zeit, dass diese Logik ihren Höhepunkt überschritten hat, ihre letzten Exzesse gebiert und im nächsten Jahrzehnt wohl wieder in eine andere Richtung kippen wird.</li><li id="footnote_2_1122" class="footnote">Der Vorgänger des aktuellen Chefredakteurs hat sich vom aktuellen darin ja nicht grundlegend unterschieden, dass beide mit der Ästhetik des unangepassten Rebellen gearbeitet haben, während sie für marktfundamentalistische und wertreaktionäre Inhalte stehen.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2009/10/unsereuni-impressionen/' rel='bookmark' title='unsereuni impressionen'>unsereuni impressionen</a></li>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2010/11/buchankundigung-soziale-bewegungen-und-social-media/' rel='bookmark' title='Buchankündigung: &#8216;Soziale Bewegungen und Social Media&#8217;'>Buchankündigung: &#8216;Soziale Bewegungen und Social Media&#8217;</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Strukturwandel der Schaufenster</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 17:30:32 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der ökonomische Strukturwandel hinter den Fassaden der Schaufenster, va. über die Jahre frappierend. Wie war das noch x mit Fordismus zu Postfordismus? &#8212; &#8230; aus der Serie 4Feldertafeln zum &#8220;Selbst Befüllen&#8221; Ähnliche Einträge: Aktiv im politischen Feld Gewalt ÖffentlichkeitsBeArbeiter und Gruppenselbstbetrug
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der ökonomische Strukturwandel hinter den Fassaden der Schaufenster, va. über die Jahre frappierend.<br />
Wie war das noch x mit Fordismus zu Postfordismus?</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="/images/4Feldertafel Wandel der Schaufenster.png" alt="Kreuztabelle Der ökonomische Strukturwandel hinter den Fassaden der Schaufenster" /></p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p>&#8230; aus der Serie <em><a href="http://www.kellerabteil.org/tag/4-felder-tafel/">4Feldertafeln zum &#8220;Selbst Befüllen&#8221;</a></em></p>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Elias Bierdel hat den Friedensnobelpreis nicht bekommen</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Oct 2009 21:42:36 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[hätte ihn aber zweifellos mit seiner ganzen Gruppe und der Organisation borderline-europe verdient. der 1std. 22min Vortrag auf ichmachpoltik.at &#8230; ansonsten ohne Worte, so viel es hier auch zu schreiben, zu schreien, zu verlinken gäbe. Nur noch soviel: (1) Dank an Georg Schütz von ichmachpolitik.at (2) bitte anschauen und weiter verbreiten, darüber reden, verlinken, bloggen [...]
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<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2010/07/genug-ist-genug/' rel='bookmark' title='genug ist genug'>genug ist genug</a></li>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2008/02/das-deutsche-%c2%abprekar%c2%bb-ist-nicht-das-gleiche-wie-das-franzosische-%c2%abprecaire%c2%bb/' rel='bookmark' title='Das deutsche «prekär» ist nicht das gleiche wie das französische «précaire»'>Das deutsche «prekär» ist nicht das gleiche wie das französische «précaire»</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>hätte ihn aber zweifellos mit seiner ganzen Gruppe und der Organisation <strong><em><a href="http://borderline-europe.de/" target="_blank" class="broken_link">borderline-europe</a></em></strong> verdient.</p>
<p align="center"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="484" height="388" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://ichmachpolitik.at/embed_q_id/523" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="484" height="388" src="http://ichmachpolitik.at/embed_q_id/523" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p align="right">der <a href="http://ichmachpolitik.at/questions/523" class="broken_link"><strong>1std. 22min Vortrag auf ichmachpoltik.at</strong></a></p>
<p>&#8230; ansonsten ohne Worte, so viel es hier auch zu schreiben, zu schreien, zu verlinken gäbe. Nur noch soviel:<br />
<span id="more-1061"></span>(1) Dank an Georg Schütz von <strong><a href="http://ichmachpolitik.at/" class="broken_link">ichmachpolitik.at</a></strong><br />
(2) bitte anschauen und weiter verbreiten, darüber reden, verlinken, bloggen &#8230; und bei den nächsten Wahlen mal darüber nachdenken, inwieferne das da mit denen da zu tun haben mag, die zur Wahl stehen &#8230;</p>
<p><strong>Update:</strong><br />
Georg Schütz interviewt Bierdel nach dessen Vortrag und siehe da, schwups, wird eine weitere grundlegende, aber mit viel Verdrängungsarbeit kollektiv verleugnete Symptomatik unseren gesamtgesellschaftlichen Systems angesprochen und klar in den Raum gestellt<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/10/elias-bierdel-hat-den-friedensnobelpreis-nicht-bekommen/#footnote_0_1061" id="identifier_0_1061" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="ja, ich rede &uuml;ber die Logik des Massenmediensystems und seines Journalismus&amp;#8217;.">1</a></sup>:</p>
<p align="center"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="484" height="388" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://ichmachpolitik.at/embed_q_id/524" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="484" height="388" src="http://ichmachpolitik.at/embed_q_id/524" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p align="center">&#8212;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1061" class="footnote">ja, ich rede über die Logik des Massenmediensystems und seines Journalismus&#8217;.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2010/06/genug-ist-schon-lang-ich-bin-dabei/' rel='bookmark' title='genug ist schon lang. ich bin dabei.'>genug ist schon lang. ich bin dabei.</a></li>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Zigeunerschnitzel</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Jul 2009 21:30:25 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[just for the records, ich plädiere dafür, das Zigeunerschnitzel weiterhin &#8220;Zigeunerschnitzel&#8221; zu nennen. ok? Wir müssen doch nicht ernsthaft breit darüber debattieren, ob diese Bezeichnung rassistisch ist! Nicht im ernst, oder? Genau, und dann vielleicht noch abstimmen, wer sich in der Debatte nach Ansicht der &#8220;community&#8221; wackerer geschlagen hat und davon die Antwort auf die [...]
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<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2008/09/die-esel-von-der-nvp/' rel='bookmark' title='die Esel von der NVP'>die Esel von der NVP</a></li>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2009/05/fpo-und-neonazis-haben-sich-heftig-blamiert/' rel='bookmark' title='FPÖ und Neonazis haben sich heftig blamiert'>FPÖ und Neonazis haben sich heftig blamiert</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>just for the records</em>, ich plädiere dafür, das Zigeunerschnitzel weiterhin &#8220;Zigeunerschnitzel&#8221; zu nennen.</p>
<p>ok?</p>
<p>Wir müssen doch nicht ernsthaft breit darüber debattieren, ob diese Bezeichnung rassistisch ist! Nicht im ernst, oder? Genau, und dann vielleicht noch abstimmen, wer sich in der Debatte nach Ansicht der &#8220;community&#8221; wackerer geschlagen hat und davon die Antwort auf die Frage ableiten, ja?<br />
Sollen die Pro&#8217;s und Con&#8217;s sich doch im web2.0 präsentieren und wir voten dann. Klick klick macht das kritische Volk.</p>
<p>Nääää, ob ein Ausdruck rassistisch ist oder nichts hat latürnich nichts damit zu tun, ob irgendeine Mehrheit dafür oder dagegen gefunden werden kann. Nope, hat ja nicht einmal was damit zu tun, wer besser schöner schlüssiger stringenter lauter oder nachhaltiger argumentiert, scherzt, echauffiert oder blöggt.</p>
<p>Tell you what, &#8220;<strong>Rassismus ist ein objektives Phänomen</strong>&#8220;. <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_eek.gif' alt=':shock:' class='wp-smiley' /><br />
<em>Soviel mal meine Behauptung</em>.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/07/zigeunerschnitzel/#footnote_0_1017" id="identifier_0_1017" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Nachgetragen: hier ein aktueller Beitrag aus der Blogosph&auml;re mit dieser Sto&szlig;richtung der Behauptung, von Jana Herwig &amp;#8220;Warum mir das Aida Logo aufst&ouml;&szlig;t&amp;#8220;. Ich denke zu mindest, dass hier eine synonyme Sto&szlig;richtung gemeint ist, verstehe aber das &amp;#8220;wider eine positivistische Definition&amp;#8221; nicht. &amp;#8220;Objektives Ph&auml;nomen&amp;#8221; und &amp;#8220;wider positivistische Definition&amp;#8221; scheinen sich doch zu widersprechen und ich bin mir daher nicht sicher, ob meine Annahme der synonymen Sto&szlig;richtung nicht eine Unterstellung ist.">1</a></sup></p>
<p><span id="more-1017"></span>Ja. <strong>Schöne Scheiße</strong>, gell?<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/07/zigeunerschnitzel/#footnote_1_1017" id="identifier_1_1017" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="doch doch, lie&szlig;e sich viel besser formulieren, klar. Ein Begriff, der objektive Verh&auml;ltnisse meint. Eine Begriff, der als Definition objektivierbar evidentes abgrenzbar macht. Sogar ein Begriff, dem nicht nur Deskription sondern auch ein guter Anteil Erkl&auml;rung innewohnt. Alles m&uuml;de Formulierungen, schmecks. Ist ja trotzdem wohl klar, was ich meine.">2</a></sup> Und wen das tatsächlich interessiert, die/der kann das lernen, überprüfen, sich informieren, so wie sich Laien in – sagen wir – <em>Perl</em> bei Leuten mit diesem Knowhow und Erfahrung mit <em>Perl </em>informieren.<br />
So wie Menschen mit Interesse für <em>Photovoaltik</em> neugierig auf das Wissen von ExpertInnen sind. So wie Interessierte an der Sprache <em>Mandarin </em>sich daran machen werden, möglichst mit chinesischer Unterstützung einen langen Lernweg auf sich zu nehmen. Freilich, Wissen kann mensch sich kaum anlesen, es muss &#8220;erarbeitet&#8221; werden.</p>
<p>Mensch könnte z.B. mal bei<strong> <a href="http://www.zara.or.at/index.php/trainings" target="_blank" class="broken_link">Zara</a></strong> vorbei schauen oder <a href="http://phsblog.at/wer-a-tschusch-ist-bestimmen-no-immer-miar/" target="_blank" class="broken_link">Philipp Sonderegger</a> fragen, wenn mensch an der langjährigen Erfahrung von Menschen aus dem Feld interessiert ist, die das sogar auch noch – zusätzlich – wissenschaftlich aufdröseln können.</p>
<p>Sowieso einerlei. Es geht, zumindest mag ich das nicht glauben, kaum darum, ob der &#8220;<strong><em>Mohr im Hemd</em></strong>&#8221; Begriff für eine traditionelle Nachspeise (oder eigentlich egal, ob traditionell oder nicht) rassistisch ist. Ist die Erde Rund? Ist sie älter als 6.000 Jahre? Ist Martin Graf ein Nazi?<br />
Ok, freilich, es erfreut auch mancher Afficionados Herzen zu debattieren, war Maradonas Handspiel beim berühmten &#8220;Hand Gottes&#8221;-Türl wirklich Hand oder nicht.</p>
<p>Realiter geht&#8217;s aber immer darum, finden wir das <em>cool</em>, das &#8220;Hand Gottes&#8221;-Tor &#8230; im Kontext <em>dieser</em> Weltmeisterschaft, der Situation, der Beteiligten, des Ausnahmefussballers Maradona &#8230; oder bringen wir Argumente versus cool. (Foul ist Foul, Sonderbehandlung, moralisch widerlich, &#8230;)</p>
<p><strong>Wie bewerten wir kollektiv?</strong><br />
Wir, das ist beim Maradona-Goal eine distanzierte unbeteiligte Diffusität. Ist ja auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hand_Gottes_(Fußball)" target="_blank" class="broken_link">schon ne Zeit her</a>. Argentinier sind wir auch in der Regel nicht. Engländer ebenso wenig (bzw. – statistisch – in etwa &#8220;ebenso wenig&#8221;). Ja, Zeit macht nen Unterschied. Herrschende Sicht. Auslegung. Interpretation. &#8230;<br />
Wie das die Engländer heute sehen? Wie das die Engländer damals sahen? Wie das die Engländer am Spielfeld damals sahen? Mmh, macht wohl auf jedenfall einen Unterschied. Irgendwie gestehen wir denen, wahrscheinlich, eine andere Betroffenheit zu.</p>
<p>Dem englischen Goalie in <em>face-to-face</em> Interaktion, wer würde da nicht – ihm gegenüber und gerne – zugestehen, ja, natürlich ist Mohr im Hemd ein rassistischer Begriff für schwarzbraune Haselnussmehlspeis. Und Handspiel ist Handspiel.<br />
Dem  Peter Shilton gegenüber wär&#8217;s hohl, mit &#8220;<em>ja aber</em>&#8221; und &#8220;<em>cool</em>&#8221; und &#8220;<em>genial</em>&#8221; zu kommen. Dem alten Shilton Peter gegenüber sitzend würd&#8217; vielen von uns vielleicht sogar dämmern, dass es dem möglicherweise noch weh tut, dass so ein stinknormal irreguläres Tor eigene Wikipediaeinträge hat.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/07/zigeunerschnitzel/#footnote_2_1017" id="identifier_2_1017" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Hoffentlich ist es den Beteiligten mehr wurscht als was anderes. Hier geht s jedoch nur um ein irregul&auml;res Tor in einem Fussballspiel. Nothing more.">3</a></sup></p>
<p><strong>Wen erhitzt eine &#8216;</strong><em><strong>Tor oder nicht Tor</strong></em><strong>&#8216;-Debatte?</strong><br />
Einfache Antwort, den Tor. <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_redface.gif' alt=':oops:' class='wp-smiley' />  Etwas kompliziertere Antwort, &#8220;<em>Ja, das ist jetzt eine interessante Frage!</em>&#8221;<br />
Wer echauffiert sich da diesseits und andererseits der Debatte und <em>warum</em>?</p>
<p>Ich weiß ja – ehrlich gestanden – nicht mehr, wie es mir 1986 im Angesicht der televisionell miterlebten, damals noch nicht so genannten, &#8220;Hand Gottes&#8221; ging. (Obwohl ich mich an das Spiel ganz gut erinnere, nur nicht an meine Reaktion über das Handspiel.) Alles in allem und zumindest für heute gültig ist, es geht mir am Arsch vorbei.<br />
Und zwar so etwas von &#8230;</p>
<p>Ich versteh auch nicht, warum es Vielen schwer fällt zu sagen – oder nur still abzunicken – &#8220;<em>ja klar ist das rassistisch</em>&#8221; und dann weiter im Tagesprogramm.!?<br />
Seltsamerweise ist das ja die umgekehrte Reaktion, wie gegenüber den laufend krepierenden Bootsflüchtlinge an den Rändern der Festung_Europa. Oder den in Lagern eingepferchten AsylantInnen (als hätten unsere jüngere Geschichte &#8220;das Lager&#8221; nicht für alle Zeit markiert als NoNoNo!). Oder den EinEuroJobbern, die mitten in unseren Wohlfahrtsstaaten zu einem eigenen Wirtschaftszweig ausgearbeitet werden. Oder den korrupten wie fachlich dilettantischen PolitikerInnen, die unsere Gesellschaft in aktivster Zusammenarbeit mit analog dilettantischen und korrupten Mediensystemen weiter in die Scheiße reiten. Oder oder oder &#8230;</p>
<p><strong>Conclusio</strong><br />
Ich hab&#8217; persönlich kein Problem mit dem für sich genommen lächerlichen Begriff &#8220;Hand Gottes&#8221; und seiner Anwendung für ein irreguläres Tor, das irgendwann vor mehr als 20 Jahren als regulär gegeben wurde. Wenn ich mich darüber erregte, würde ich doch eine idealisierende Messlatte an die gesellschaftliche Veranstaltung &#8220;Fußball&#8221; anlegen. Die wiederum reichlich lächerlich wäre.</p>
<p>Ich hab auch kein Problem mit dem – klar, objektiv <span style="text-decoration: underline;">rassistischen</span> – Begriff &#8220;Zigeunerschnitzel&#8221;.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/07/zigeunerschnitzel/#footnote_3_1017" id="identifier_3_1017" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Thxs an Klaus Werner Lobo, btw, f&uuml;r seinen ausgezeichneten und wichtigen Eintrag &amp;#8220;Warum ich Rassist bin&amp;#8220;.">4</a></sup><br />
Schließlich sind wir eine ziemlich chauvinistische Gesellschaft und der Begriff dient im Idealfall noch dazu, uns einen Spiegel vorzuhalten. Und streiten und echauffieren hat auch sein gutes.</p>
<p>Freilich, ich hab leicht reden. Ich bin nicht Rom, nicht Sinti, nicht Peter Shilton &#8230;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1017" class="footnote">Nachgetragen: hier ein aktueller Beitrag aus der Blogosphäre mit dieser Stoßrichtung der Behauptung, von Jana Herwig &#8220;<strong><a href="http://digiom.wordpress.com/2009/07/28/warum-mir-das-aida-logo-sauer-aufstoesst-oder-wider-die-positivistische-definition-der-diskriminierung/" target="_blank">Warum mir das Aida Logo aufstößt</a></strong>&#8220;. Ich denke zu mindest, dass hier eine synonyme Stoßrichtung gemeint ist, verstehe aber das &#8220;<em>wider eine positivistische Definition</em>&#8221; nicht. &#8220;Objektives Phänomen&#8221; und &#8220;wider positivistische Definition&#8221; scheinen sich doch zu widersprechen und ich bin mir daher nicht sicher, ob meine Annahme der synonymen Stoßrichtung nicht eine Unterstellung ist.</li><li id="footnote_1_1017" class="footnote">doch doch, ließe sich viel besser formulieren, klar. Ein Begriff, der objektive Verhältnisse meint. Eine Begriff, der als Definition objektivierbar evidentes abgrenzbar macht. Sogar ein Begriff, dem nicht nur Deskription sondern auch ein guter Anteil Erklärung innewohnt. Alles müde Formulierungen, schmecks. Ist ja trotzdem wohl klar, was ich meine.</li><li id="footnote_2_1017" class="footnote">Hoffentlich ist es den Beteiligten mehr wurscht als was anderes. Hier geht s jedoch nur um ein irreguläres Tor in einem Fussballspiel. <em>Nothing more.</em></li><li id="footnote_3_1017" class="footnote">Thxs an Klaus Werner Lobo, btw, für seinen ausgezeichneten und wichtigen Eintrag &#8220;<a href="http://klauswerner.com/2009/07/warum-ich-rassist-bin/" target="_blank" class="broken_link"><strong>Warum ich Rassist bin</strong></a>&#8220;.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>SoZi 26&#124;09: Die Macht und die Kritik</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Jun 2009 18:46:07 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wer könnte unter dieser Überschrift anderer zu erwarten sein als der Foucault Michel. Also wieder ein Anlass evoziertes Sonntagszitat. Am 25. Juni jährte sich sein Todestag zum 24ten mal, bereits ein Vierteljahrhundert also müssen (u.a.) die Sozialwissenschaften ohne neue Interventionen durch diesen Unbestechlichen, Philosophen, Psychologen, Historiker, Samurai, Rebellen, Empiriker, Archäologen und Forensiker, Vortragenden, Kritiker, Lehrer, [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer könnte unter dieser Überschrift anderer zu erwarten sein als der Foucault Michel.</p>
<p>Also wieder ein Anlass evoziertes <a href="http://www.kellerabteil.org/beschlagwortung/sozi/" target="_blank">Sonntagszitat</a>.</p>
<p>Am 25. Juni jährte sich sein Todestag zum 24ten mal, bereits ein Vierteljahrhundert also müssen (u.a.) die Sozialwissenschaften ohne neue Interventionen durch diesen Unbestechlichen, Philosophen, Psychologen, Historiker, <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/5278.html" target="_blank" class="broken_link">Samurai</a>, Rebellen, Empiriker, Archäologen und Forensiker, Vortragenden, Kritiker, Lehrer, Ideengeber, Theoretiker, &#8230; auskommen;<br />
und ein Vierteljahrhundert arbeiten wir uns quer durchs Gemüsebeet schon an seinem Werk ab und das Werk wird noch lange ausreichend Widerständigkeit an den Tag legen, dass ein Ende des Abarbeitens nicht abzusehen ist.</p>
<p>Hier zwei kurze Passagen aus dem Werk:</p>
<p><span id="more-980"></span></p>
<blockquote><p><span style="text-decoration: underline;">Die</span> Macht gibt es nicht. Ich will damit folgendes sagen: die Idee, das es an einem gegebenen Punkt irgendetwas geben könnte, das eine Macht ist, scheint mir auf einer trügerischen Analyse zu beruhen und ist jedenfalls außerstande, von einer beträchtlichen Anzahl von Phänomenen Rechenschaft zu geben.<br />
Bei Macht handelt es sich in Wirklichkeit um Beziehungen, um ein mehr oder weniger organisiertes, mehr oder weniger organisiertes, mehr oder wenger pyramidalisiertes, mehr oder weniger koordiniertes Bündel an Beziehungen. Folglich besteht das Problem nicht darin, eine Theorie der Macht zu begründen, der die Aufgabe zukäme, zu wiederholen, was schon ein <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Boulainvilliers" target="_blank" class="broken_link">Boulainvilliers</a> oder aber ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Jacques_Rousseau" target="_blank" class="broken_link">Rousseau</a> hat machen wollen. Beide gehen von einem Urzustand aus, in dem alle Menschen gleich sind, und dann – was passiert dann? Ein Einbruch der Geschichte für den einen, das mythisch-juridische Ereignis für den anderen – was auch immer man bevorzugt, stets läuft es so: von irgendeinem Zeitpunkt an haben die Leute keine Rechte mehr gehabt, und die Macht war da.<br />
Wenn man versucht, eine Theorie der Macht aufzustellen, wird man immer gezwungen sein, sie als an einem gegebenen Ort, zu einer gegebenen Zeit auftauchend anzusehen, und man wird genötigt sein, ihre Genese aufzuzeigen und dann ihre Deduktion vorzunehmen. Wenn aber die Macht in Wirklichkeit ein offenes, mehr oder weniger koordiniertes Bündel von Beziehungen ist, dann stellt sich nur das Problem, ein Analyse-Raster zu schmieden, das eine Analytik der Machtbeziehungen ermöglicht.</p></blockquote>
<p style="text-align: right;">aus: <strong>Foucault, Michel</strong> (1978):<br />
Dispositive der Macht, S. 126-127</p>
<p>und:</p>
<blockquote><p>In Wirklichkeit lautet die Frage, von der ich Ihnen sprechen wollte und sprechen will: <em>Was ist Kritik? </em>[..]</p>
<p>[..] Es gibt etwas in der Kritik, das sich mit der Tugend verschwägert. Ich möcht Ihnen gewissermaßen von der kritischen Haltung als Tugend im allgemeinen sprechen.</p>
<p>Es gibt ziemlich viele Wege, um die Geschichte dieser kritischen Haltung zu schreiben. Ich möchte Ihnen hier einen möglichen Weg vorschlagen – der von der christlichen Pastoral ausgeht. Die christliche Pastoral bzw. die christliche Kirche, insoferne sie eben eine spezifisch pastorale Aktivität entfaltete, hat die einzigartige und der antiken Kultur wohl gänzlich fremde Idee entwickelt, daß jedes Individuum unabhängig von seinem Alter, von seiner Stellung sein ganzes Leben hindurch und bid ins Detail seiner Aktionen hinein regiert werden müsse und sich regieren lassen müsse: daß es sich zu seinem Heil lenken lassen müsse und zwar von jemanden, mit dem es in einem umfassenden und zugleich peniblen Gehorsamsverhältnis verbunden sei. [..] Man darf nicht vergessen, daß es die Gewissensführung war, die man jahrhundertelang in der griechischen Kirche <em>techne technon</em> und in der römischen Kirche <em>ars artium</em> nannte: es war die Kunst, die Menschen zu regieren. Gewiß ist diese Regierungskunst lange Zeit, auch noch in der mittelalterlichen Gesellschaft, relativ beschränkt geblieben .. .<br />
Aber ich glaube, daß es vom 15. Jahrhundert an, bereits vor der Reformation, eine wirkliche Explosion der Menschenregierungskunst gegeben hat – Explosion in einem zweifachen Sinne.<br />
Zunächst ist diese Kunst über ihre religiöse Herkunft hinausgegangen: sie hat sich also laisiert und in der zivilen Gesellschaft ausgebreitet. Sodann hat sich diese <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gouvernementalität" target="_blank" class="broken_link">Regierungskunst</a> in den verschiedensten Bereichen vervielfältigt: wie regiert man die Kinder, wie regiert man die Armen und die Bettler, wie regiert man eine Familie, ein Haus, wie regiert man die Heere, wie regiert man die verschiedenen Gruppen, die Städte, die Staaten, wie regiert man seinen eigenen Körper, wie regiert man seinen eigenen Geist? Wie regiert man? – ich glaube, daß das <a href="http://www.perlentaucher.de/buch/18461.html" target="_blank" class="broken_link">eine der grundlegenden Fragen des 15. und  16. Jahrhunderts</a> gewesen ist. [..]</p>
<p>Doch kann von dieser Regierungsentfaltung, die mir für die Gesellschaften des europäischen Abendlandes im 16. Jahrhundert charakteristisch erscheint, die Frage, &#8220;wie man denn nicht regiert wird&#8221;, nicht getrennt werden. .. Ich will sagen, daß sich in jener großen Unruhe um die Regierung und die Regierungsweise auh die ständige Frage feststellen läßt: &#8220;Wie ist es möglich, daß man nicht derartig, im Namen dieser Prinzipien da, zu solchen Zwecken und mit solchen Verfahren regiert wird – daß man nicht so und nicht dafür und nicht von denen da regiert wird?&#8221;</p>
<p>Wenn man diese Bewegung der Regierbarmachung der Gesellschaft und der Individuen historisch angemessen einschätzt und einordnet, dann kann man ihm, glaube ich, das zur Seite stellen, was ich die kritische Haltung nenne.<br />
Als Gegenstück zu den Regierungskünsten, gleichzeitig ihre Partnerin und ihre Widersacherin, als Weise ihnen zu mißtrauen, sie abzulehnen, sie zu begrenzen und sie auf ihr Maß zurückzuführen, sie zu transformieren, ihnen zu entwischen oder sie immerhin zu verschieben zu suchen, &#8230; ist damals in Europa eine Kulturform entstanden, eine moralische und politische Haltung, eine Denkungsart, welche ich nenne:<br />
die Kunst nicht regiert zu werden bzw. die Kunst nicht auf diese Weise und um diesen Preis regiert zu werden.</p></blockquote>
<p style="text-align: right;">aus: <strong>Foucault, Michel</strong> (1992 [1990]):<br />
Was ist Kritik?, S. 7-12</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p>aus der WDR <strong><a href="http://www.wdr5.de/nachhoeren/zeitzeichen.html" target="_blank" class="broken_link"><span style="font-weight: normal;">podcast Reihe </span>ZeitZeichen</a></strong> (thx to <a href="http://karlender.net/post/135683803" target="_blank" class="broken_link">Karl H. Schönswetter</a>)</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
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		<title>ÖffentlichkeitsBeArbeiter und Gruppenselbstbetrug</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Jun 2009 10:16:31 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[es ist weniger Journalisten versus Blogger als vielmehr virtuelle Realität versus Realverhältnisse. like &#8230; Ökonomie des Massenmedialensystems z.B. &#8212; &#8230; aus der Serie 4Feldertafeln zum &#8220;Selbst Befüllen&#8221; Ähnliche Einträge: Weltsicht Aktiv im politischen Feld Gewalt
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als vielmehr<br />
virtuelle Realität versus Realverhältnisse.<br />
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		<pubDate>Sun, 21 Jun 2009 21:49:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzte Woche ausgefallen, diese Woche ohne weitere Einleitung, das <strong><a href="http://www.kellerabteil.org/beschlagwortung/sozi/" target="_blank">Sonntagszitat (SoZi)</a></strong> der Woche.<br />
Dies benötigt freilich keine besondere Einleitung des <em>Warum</em>, <em>Wer</em>, <em>Wieso gerade jetzt</em> &#8230;</p>
<blockquote><p>Dehumanisierende Definitionen des Feindes sind nichts Neues in der Menschheitsgeschichte und schwerlich ein eigentümliches Merkmal der modernen Zeit. Sie haben die meisten Kriege begleitet, vielleicht jeden Krieg. Während der Schlacht waren sie wahrscheinlich unverzichtbar. Der Soldat mußte seine Aversion zu töten und zu verstümmeln unterdrücken, wenn er nicht selbst getötet oder verstümmelt werden wollte. [..]</p>
<p>Die alte Tradition, den Feind in der Schlacht zu dehumanisieren, die das Aufkommen der modernen Zeit sichtlich intakt überlebt hat, ist gleichwohl, wie alles übrige, durch die moderne Organisation und Technologie gründlich revolutioniert worden. Der Wettstreit individueller Fähigkeiten in der Schlacht .. wurde durch eine Massenvernichtung aus der Ferne ersetzt. [..] Moderne Waffen erfordern eine vollständige Auslöschung der moralischen Identität ihrer Opfer, bevor sie deren Körper vernichten.</p></blockquote>
<p><span id="more-942"></span><br />
<blockquote>Paul Fussel, Englischprofessor in Pennsylvania und ein Veteran des Pazifik-Krieges, erinnert sich, daß »unter Amerikanern die weitverbreitete Überzeugung herrschte, daß die Japaner wirklich untermenschliche, kleine gelbe Biester seien und die populäre Bildersprache sie als Läuse, Ratten, Fledermäuse, Vipern, Hunde und Affen beschrieb«. Armee- und Marine-Journale schrieben von der »gigantischen Aufgabe der Ausrottung« .. . Die Dehumanisierung des Feindes wurde natürlich von beiden Seiten betrieben. Ihre Fortdauer auf beiden Seiten, das gemeinsame Vergessen der Menschlichkeit auf der anderen Seite machten die Massaker möglich – wie sie auch den Teilnehmern erlaubten, sie eher als sanitäre Operationen denn als Mord anzusehen. [..]</p>
<p>Trotz all seiner modernen Innovationen bleibt der Krieg .. eine Situation, in der die Gegner das Recht auf Selbstdefinition behalten. Der Feind scheint <em>objektiv </em>ein Feind zu sein, wohingegen mein Versuch, ihm sein Recht, durch moralische Gebote geschützt zu sein, zu bestreiten, als eine Übung in <em>Reziprozität </em>erscheint. Anders beim Genozid. Hier wird das Objekt der Ausrottung <em>einseitig </em>definert. Keinerlei Symmetrie wird in irgendeiner Form angewendet oder unterstellt. Man mag seine Phantasie noch so anstrengen, die andere Seite ist kein Feind, sondern ein Opfer. Es ist für die Vernichtung freigegeben, weil die Logik der Ordnung, die die stärkere Seite zu etablieren wünscht, keinen Platz für seine Anwesenheit hat. [..]</p>
<p>Wer erklärt, daß eine bestimmte Kategorie von Menschen keinen Platz in der zukünftigen Ordnung habe, sagt damit, daß diese Kategorie hoffnungslos verloren ist – nicht reformier, angepaßt oder gezwungen werden kann, sich anzupassen. Der Andere ist kein Sünder, der seinen Lebenswandel noch bereuen oder verbessern kann. Er ist ein erkrankter Organismus, »sowohl krank wie ansteckend, beschädigt wie beschädigend«.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/06/sozi-2509-aberkennung-der-menschenwurde/#footnote_0_942" id="identifier_0_942" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Gilman, S.L.: Difference and Pathology, Stereotypes of Sexuality and Madness, 1985; S. 130">1</a></sup> Für ihn ist nur eine chirurgische Operation geeignet; noch besser Vergasung und Vergiftung. Er muß zerstört werden, damit der Rest des Gesellschaftskörpers siene Gesundheit behält. Seine Vernichtung ist eine Sache der Medizin und der Hygiene.</p>
<p>[..] Den Anderen als Ungeziefer zu definieren stellt tiefsitzende Ängste, Widerwillen und Ekel in den Dienst der Ausrottung. Aber es bringt auch, und mit viel weitreichenderen Folgen, den Anderen in eine große geistige Distanz, auf die hin moralische Rechte nicht länger erkennbar sind. Sobald er der Humanität beraubt und als Ungeziefer neu definiert ist, ist der Andere nicht länger ein Objekt moralischer Bewertung.</p>
<p>[..] Aber, fragt sie, »was hätte er denn machen sollen? Er hätte sich dem Teufel verkauft, um Geld für sein Institut und seine Forschung zu bekommen.«<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/06/sozi-2509-aberkennung-der-menschenwurde/#footnote_1_942" id="identifier_1_942" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Vgl. M&uuml;ller-Hill: T&ouml;dliche Wissenschaft; S. 131">2</a></sup> Und er verkaufte sich tatsächlich dem Teufel, und zwar bedenkenlos. Schließlich verteidigte er ja nur die Sache der Wissenschaft, ihre <em>Ressourcen</em>, ihren <em>Fortschritt</em>, die Freiheit der <em>Forschung </em>– und was er als Wissenschaftler tat, war, wie die Wissenschaft selbst, objektiv und deshalb moralischen Einwände gegenüber immun; es war gar kein moralisches Problem. [..]</p>
<p>[..] Wissenscahftler begrüßen Objektivität. Sie lehnen Werturteile ab und vermeiden sie. Wenn sie erst einmal soweit sind, ist der Rest eine Sache <strong>instrumenteller Rationalität</strong>. Wenn das Töten von Geisteskranken ökonomisch sinnvoll und technisch machbar ist, warum um Himmels willen sollte man es nicht tun? Oder warum sollte man die Chancen zur Förderung der Wissenschaft dadurch mindern, daß man sich weigert, das »Juden- und Zigeunermaterial« als Versuchstiere zu behandeln?</p>
<p>Unterstützt wird diese haltung dadurch, daß moderne Wissenschaftler selbst in einer bürokratischen Struktur organisiert sind mit ihrer vertikalen und horizontalen Arbeitsteilung .. . Selten beobachten die Experten die letzten Konsequenzen ihrer Handlungen. Noch seltener verfolgen sie ihre Entscheidungen bis zum logischen Ende. Ihre Beiträge stellen nur Teilfunktionen in einem komplexen Netzwerk verwobener Aktivitäten dar; als Funktionäre, als Einheiten in einer Totalität, die viel größer ist als ein einzelner von ihnen, fühlen sie sich eminent austauschbar; wenn sie nicht dieses oder jenes tun, tut es irgendein anderer. Auf diese Weise wird die personalität ihrer Handlungen zusammen mit der persönlichen Verantwortung so gut wie ausgelöscht. Vor allem stellen sie sich kaum jemals den Endergebnissen. Wenn sie wollen, können sie diese Resultate sogar ignorieren.</p></blockquote>
<p style="text-align: right;">aus: <strong><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Zygmunt_Bauman" target="_blank" class="broken_link">Bauman, Zygmunt</a></strong> (2005 [1991]):<br />
Moderne und Ambivalenz. Das Ende der Eindeutigkeit; S81f.</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_942" class="footnote">Gilman, S.L.: <em>Difference and Pathology, Stereotypes of Sexuality and Madness</em>, 1985; S. 130</li><li id="footnote_1_942" class="footnote">Vgl. Müller-Hill: Tödliche Wissenschaft; S. 131</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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		<title>Wienfluss, Höhe Stubentor</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Jun 2009 11:12:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<title>SoZi 23&#124;09: Legitimation betrifft nicht die Massen, sondern die Kader</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Jun 2009 09:31:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230; gestern Nacht beim Lesen von Immanuel Wallersteins berühmter Studie über diese Passage gestolpert. Sie zeigt knapp und präzis einen entscheidendes Kriterium von Macht und Legitimität an, das sich wohl auch bei Max Weber nirgends so konzis dargestellt findet. Der erste relevante und banal erscheinende Schritt ist, Legitimität als immer partielle Legitimität zu begreifen: Politische [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; gestern Nacht beim Lesen von <a href="http://www.kellerabteil.org/2009/04/sozi-1509-die-prabendale-gesellschaft/" target="_blank">Immanuel Wallersteins berühmter Studie</a> über diese Passage gestolpert. Sie zeigt knapp und präzis einen entscheidendes Kriterium von Macht und Legitimität an, das sich wohl auch bei Max Weber nirgends so konzis dargestellt findet.</p>
<p>Der erste relevante und banal erscheinende Schritt ist, <a href="http://www.kellerabteil.org/2009/05/gewalt/" target="_blank">Legitimität</a> als <em>immer </em>partielle Legitimität zu begreifen:</p>
<blockquote><p>Politische Organismen sind immer stabiler, sofern sie wenigstens <strong>partielle Legitimität</strong> erreichen. In den Analysen über den Prozeß der Legitimation wird das Problem oft eher verdunkelt, weil der Blick fast ausschließlich auf das Verhältnis von Regierungen zu der Masse der Bevölkerung gerichtet wird.</p></blockquote>
<p>Die daran anschließenden Sätze sind typische Beispiele Wallerstein&#8217;scher Nüchternheit. Sie erscheinen sarkastisch, wie von (schwarzem?) Humor getragen und sind doch eher nur nüchterne, von euphemistischen Anflügen freie Darstellung<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/06/legitimation-betrifft-nicht-die-massen-sondern-die-kader/#footnote_0_921" id="identifier_0_921" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="ich muss bei solchen Passagen trotzdem grinsen &amp;#8230;">1</a></sup>:</p>
<blockquote><p>Es ist fraglich, ob in der Geschichte der Menschheit sehr viele Regierungen von der Mehrheit derer, die von ihren Regierungen ausgebeutet, unterdrückt und mißhandelt wurden, für »legitim« gehalten wurden. Die Massen mögen sich ihrem Schicksal überlassen oder trotzig widerspenstig sein, sich über ihr zeitweiliges Wohlergehen wundern oder sich aktiv auflehnen. Regierungen aber werden in der Regel ertragen, weder geschätzt noch bewundert, noch geliebt, noch nicht einmal unterstützt.</p></blockquote>
<p>Es folgt die analytische Differenz: <span id="more-921"></span></p>
<blockquote><p>Legitimation betrifft nicht die Massen, sondern die Kader. Bei der <strong>Frage der politischen Stabilität</strong> geht es darum, wieweit die kleine Gruppe der Leiter der Staatsmaschinerie die größere Gruppe des zentralen Stabes und der regionalen Potentaten überzeugen kann, und zwar sowohl im Hinblick darauf, daß das Regime auf der Grundlage irgendwelcher allgemeiner Werte, deren Existenz diesen Kadern glaubhaft gemacht werden kann, errichtet ist und funktioniert, als auch, daß es im Interesse dieser Kader läge, wenn das Regime auch weiterhin ohne größere Störung funktioniert. Wenn solche Umstände vorherrschen, können wir ein Regime »legitim« nennen.</p></blockquote>
<p>Der Kontext diese Ausflugs von Wallerstein in die Frage der politischen Stabilität ist seine Analyse, inwieweit der Absolutismus als Absolutismus zu verstehen sei; nämlich nicht als Systembeschreibung der Sozialstruktur sondern als Ideologie.<br />
Und inwieweit der Absolutismus als <em>absolut </em>verstanden werden sollte. Dazu bringt er ua. diesen Vergleich ins Spiel:</p>
<blockquote><p>In vielerlei Hinsicht war die Macht des Königs sehr viel geringer als die der Exekutive in einer liberalen Demokratie des 20. Jahrhunderts, trotz der institutionellen und moralischen Beschränkungen, die es für letztere gibt. <strong>Denn der Staatsapparat des 20. Jahrhunderts verfügt über einen hohen Grad von Organisationskapazität, der die vermehrten Beschränkungen schon mehr als wettmacht</strong>.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/06/legitimation-betrifft-nicht-die-massen-sondern-die-kader/#footnote_1_921" id="identifier_1_921" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Btw., die Hervorhebungen sind jeweils von mir">2</a></sup></p></blockquote>
<p>Wallerstein sagt hier also nicht weniger, als dass es in der heutigen liberalen Demokratieform westlicher Staaten Dank der hohen Organisationskapazität der instrumentellen Rationalität: deutlich mehr staatliche Repression in der Sozialstruktur gibt als in z.B. absoluten Monarchien des sagen wir mal 17. Jahrhunderts.</p>
<p>Ich frage mich, wie eine Debatte zwischen Foucault<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/06/legitimation-betrifft-nicht-die-massen-sondern-die-kader/#footnote_2_921" id="identifier_2_921" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Pastoralmacht, Biopolitik, Gouvernementalit&auml;t, &amp;#8230;">3</a></sup> und Wallerstein zu solchen Fragen ausgesehen hätte &#8230;</p>
<p>Jedenfalls denke ich – für mich –, dass ich diese Überlegungen und dass die analytische Differenz samt dem Begriff der <em>Organisationskapazität des Apparats</em> gut in die historische Analyse von großen Organisationen passt. Freilich darf hier nicht von einem vulgären Dualismus «Elite–Masse» zu einem Dualismus «Elite–Kader» übergegangen werden (den es schließlich auch gibt). Aber es ist lohnend, sich auf jeder Ebene – der Eliten, der Kader, der Stäbe, der Bezugsgruppen usw. – anzusehen, wie es um die Organisationskapazitäten der einzelnen Gruppen bestellt ist, und wie es um die Organisationkapazitäten einer Gruppe in Bezug auf konkrete andere Bezugsgruppen bestellt ist.<br />
(Womit ich wieder bei der <a href="http://www.kellerabteil.org/tag/gruppensoziologie/" target="_blank">Gruppensoziologie </a>gelandet wäre <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  )</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_921" class="footnote">ich muss bei solchen Passagen trotzdem grinsen &#8230;</li><li id="footnote_1_921" class="footnote">Btw., die Hervorhebungen sind jeweils von mir</li><li id="footnote_2_921" class="footnote">Pastoralmacht, Biopolitik, Gouvernementalität, &#8230;</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>SoZi 22&#124;09: Tabus und Gruppenselbstbetrug</title>
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		<pubDate>Sun, 31 May 2009 20:18:23 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das Sonntagszitat noch einmal als Fortsetzung des SoZi 19&#124;09 und des Feiertagszitats 21&#124;09 zur Gruppensoziologie. Allerdings gibt es noch nicht, wie eigentlich anvisiert und angekündigt, Zitatstellen zur &#8220;Gruppe zweiter Ordnung&#8221; sondern zuvor noch Passagen aus dem Kapitel: 5. Exkurs über &#8220;Gruppen-Tabus&#8221; und Gruppenselbstbetrug Die Analyse einer sich zusammenfindenden und dann aufbauenden Gruppe, dann der gruppe [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das <a href="http://www.kellerabteil.org/beschlagwortung/sozi/">Sonntagszitat</a> noch einmal als Fortsetzung des <strong><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/05/sozi-1909-die-gruppe/" target="_blank">SoZi 19|09</a></strong> und des <strong><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/05/fezi-2109-die-bezugsgruppe/" target="_blank">Feiertagszitats 21|09</a></strong> zur Gruppensoziologie. Allerdings gibt es noch nicht, wie eigentlich anvisiert und angekündigt, Zitatstellen zur &#8220;Gruppe zweiter Ordnung&#8221; sondern zuvor noch Passagen aus dem Kapitel:</p>
<blockquote><p><strong>5. Exkurs über &#8220;Gruppen-Tabus&#8221; und Gruppenselbstbetrug</strong></p>
<p>Die Analyse einer sich zusammenfindenden und dann aufbauenden Gruppe, dann der gruppe in Aktion, bis zum möglichen Zerfall deckt eine Fülle von Feinverläufen auf, durch die Mitgliedsanwärter zu Gruppenmitgliedern, eine Versammlung von Anwärtern zu einer Gruppe gemacht werden. Von diesen Vorgängen treten einige bestimmte durchaus in deas Bewußtsein der Gruppe, das heißt, sie werden von den Gruppenmitgliedern als &#8220;Gruppe&#8221; registriert. Andere werden nur von einzelnen Mitgliedern bemerkt. Ene weitere Reihe von Prozessen wird &#8220;verdrängt&#8221;, darunter wiederum bestimmte stärker &#8220;tabuisiert&#8221;.</p></blockquote>
<p><span id="more-903"></span></p>
<blockquote><p>Tritt ein – zukünftiges – Mitglied in eine bereits bestehende Gruppe ein, dann registrieren einerseits die anderen durchaus genau, wer sich ihnen hier wie &#8220;vorstellt&#8221;. [..] Auch der dann erfolgende Angleichungsvorgang entzieht sich nicht <em>ganz</em> dem Bewußtsein des Neulings. [..] Das Bewußtsein von Machtlosigkeit oder von Einfluß im Gruppenprozeß kann durch aus relativ wach sein. Kleine Differenzen zwischen dem Binnenselbstverständnis der Gruppe und deren Außendarstellung werden der Aufmerksamkeit aller auch nicht entgehen; die Rollenverteilung wird im Prozeß der Bildung eines Rollengefüges beachtet und beobachtet; Solidarität wird bewußt erlebt; Gruppenerfolg freudig registriert; Spaltungstendenzen können und werden meist die Aufmerksamkeit steigern; eine praktisch geschehene Spaltung erzeugt höchste Wachsamkeit.<br />
Und dennoch deckt sich der Schleier einer zunehmenden Tabuisierung von Anfang an über das Gruppengeschehen:<br />
[..] Was da ausgeklammert, das heißt, was praktisch verdrängt wird, wird dem Untersuchenden deutlich, wenn er Gruppenmitglieder auf solche  – zwangsläufigen – Prozesse aufmerksam macht. Ihm schlägt meist  – mindestens zuerst – eine Welle von Ablehnung und/oder Mißtrauen entgegen. Sie zeigt, welch hohen Grad an Selbstverständlichkeit fundamentale und unabweisbare Prozesse in der Gruppe haben. Analog der &#8220;kulturellen Selbstverständlichkeit&#8221; in ganzen Gesellschaften/Kulturen, denen das Sprechen in &#8220;ihrer&#8221; Sprache, das Verhalten nach &#8220;ihren&#8221; Wertvorstellungen und Normen in &#8220;Fleisch und Blut&#8221; übergegangen ist, trifft der Hinweis darauf auf entsprechende Verwunderung und Ablehnung, wird häufig sofort und oft wortreich verdrängt. Gleiches gilt für die weiteren Gruppenprozesse, und zwar in zunehmenden Maße mit der Konsolidierung der Gruppe. [..]</p>
<p>Vehikel dieser Tabuisierungs-Prozesse ist in der Gruppe, wie allen anderen sozialen Formationen, bis hin zu den größten, die Mehrheitsbildung: Hat erst eine Mehrheit &#8220;eine Meinung&#8221;, dann hat auch die Minderheit diese Meinung zu vertreten, und überhaupt der einzelne. Ein &#8220;Terror der Mehrheit&#8221;, wie ihn Alexis de Tocqueville als bedeutende Gefahr für Demokratie warnend sah, ist für Gruppen konstitutiv! [..]</p>
<p>Zugehörigkeit zu einer Gruppe ist heute eine psychische, gesellschaftliche und politische Notwendigkeit. Probleme mangelnder Konfliktfähigkeit des einzelnen und Vereinzelten können in der kleinen Gruppe gelöst werden, Einsicht in Art und Weise des eigenen Verhaltens und seine Wirkungen auf andere kann gewonnen werden, Solidarität kann geübt werden, ein ungesichertes Identitätsverhältnis zu sich selbst kann der einzelne in der Gruppe stabilisieren; zudem ist eine Gruppe u. U. leistungsfähiger als eine Anzahl einzelner. Gerade die großen Möglichkeiten der Gruppe können aber auch der Entwicklung ihrer Mitglieder entgegenstehen. Der in der Gruppe zwangsläufig entstehende Homogenisierungsdruck, die einsetzende Angleichung von Meinungen, Haltungen, Ausdrucksformen, sie können dazu führen, daß sich die Gruppe – sofern das möglich ist – unmerklich von der Realität entfernt und ihre Pseudorealität selbst aufbaut. Je weiter dieser Prozeß, der hier mit &#8220;Gruppen-Selbstbetrug&#8221; bezeichnet werden soll, fortschreitet, desto empfindlicher wird die Gruppe, werden die Gruppenmitglieder gegenüber der Aufforderung reagieren, objektive Realität zu akzeptieren, sich an der Realität zu messen. Über Abwehrhaltungen kann in einer Gruppe schnell Einigkeit erzielt werden, oft auch ohne Worte: Scheinen die Interessen aller berührt zu sein, bedarf es  keiner Abstimmung, die Übereinstimmung ist einfach da. Da solche Abwehrhaltungen auch zugleich Investitionen bedeuten – so wie die Anstrengung des Verdrängens überhaupt –, sind sie um so schwieriger abzubauen, je länger sie sich verfestigt haben.</p></blockquote>
<p style="text-align: right;"><strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Claessens" target="_blank" class="broken_link">Claessens, Dieter</a></strong> (1995 [1977]):<br />
Gruppe und Gruppenverbände. Systematische Einführung in die Folgen von Vergesellschaftung</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
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		<title>Die Emergenz des web2.0 als Bedingung der Möglichkeit neuer politischer Praxen</title>
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		<pubDate>Sun, 24 May 2009 21:37:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Präsentation zu meinem etwas theorielastigen Vortrag vom ersten Tag des PolitCamps 09 in Graz: Weitere öffentliche Präsentationen auf slideshare von hc voigt. Hier die pps zum d/l (1,25mb). &#8212; &#8230; so, und hier *schluck* das Video zum Vortrag: &#8212; Etwas mehr zum diesem meinen ersten BarCamp, zu meinen Eindrücken, den Diskussionen usw. in den [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Präsentation zu meinem etwas theorielastigen Vortrag vom ersten Tag des <strong><a href="http://www.barcamp.at/PolitCamp_Graz_Mai_2009" target="_blank" class="broken_link">PolitCamps 09</a></strong> in Graz:</p>
<p style="text-align: center;">
<div style="width:425px;text-align:center" id="__ss_1480918"><object style="margin:0px" width="425" height="355"><param name="movie" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=dieemergenzdesweb2-0alsbedingungneuermglichkeitenimpolitischen-090524034443-phpapp02&#038;rel=0&#038;stripped_title=die-emergenz-des-web20-als-bedingung-der-mglichkeit-neuer-politischer-felder" /><param name="allowFullScreen" value="true"/><param name="allowScriptAccess" value="always"/><embed src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=dieemergenzdesweb2-0alsbedingungneuermglichkeitenimpolitischen-090524034443-phpapp02&#038;rel=0&#038;stripped_title=die-emergenz-des-web20-als-bedingung-der-mglichkeit-neuer-politischer-felder" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="355"></embed></object>
<div style="font-size:11px;font-family:tahoma,arial;height:26px;padding-top:1px;">Weitere öffentliche Präsentationen auf slideshare von <a href="http://www.slideshare.net/kellerabteil" target="_blank" class="broken_link">hc voigt</a>.</div>
</div>
<p>Hier <strong><a href="/dateien/Emergenz des web2.0 als Bedingung neuer pol Praxen.pps">die pps zum d/l</a></strong> (1,25mb).</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p>&#8230; so, und hier *<em>schluck</em>* das Video zum Vortrag: <span id="more-868"></span></p>
<p style="text-align: center;"><object width="480" height="300"><param name="movie" value="http://make.tv/apploader"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="FlashVars" value="info=http://make.tv/viewer|http://gateway.make.tv/amfphp/gateway.php|8648MTV1243202000&#038;type=9c051539446e9feb97dd76c9c7cb0a2c"><embed src="http://make.tv/apploader" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" allowfullscreen="true" width="480" height="300" FlashVars="info=http://make.tv/viewer|http://gateway.make.tv/amfphp/gateway.php|8648MTV1243202000&#038;type=9c051539446e9feb97dd76c9c7cb0a2c"></embed></object></p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p>Etwas mehr zum diesem meinen ersten BarCamp, zu meinen Eindrücken, den Diskussionen usw. in den nächsten Tagen. Jetzt bin ich mal in der Hauptsache saumüde. Und etwas verzweifelt, dass nun nicht das Wochenende zur Regeneration und Verarbeitung der vielen Eindrücke wartet sondern eine volle Woche.</p>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Aktiv im politischen Feld</title>
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		<pubDate>Fri, 22 May 2009 12:23:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[wer weiß schon die Unterhaltungsindustriesparte1 &#8216;Politik&#8217; von Politik zu unterscheiden. (und wer policy von polity von politics) &#8212; &#8230; aus der Serie 4Feldertafeln zum &#8220;Selbst Befüllen&#8221; aka KulturindustrieÄhnliche Einträge: Gewalt Strukturwandel der Schaufenster ÖffentlichkeitsBeArbeiter und Gruppenselbstbetrug
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>wer weiß schon die Unterhaltungsindustriesparte<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/05/aktiv-im-politischen-feld/#footnote_0_862" id="identifier_0_862" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="aka Kulturindustrie">1</a></sup> &#8216;Politik&#8217; von Politik zu unterscheiden.<br />
(und wer policy von polity von politics)</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="/images/VierFelderTafel_AktivImPolitischenFeld001.jpg" alt="Kreuztabelle Politische Aktivität" /></p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p>&#8230; aus der Serie <em><a href="http://www.kellerabteil.org/tag/4-felder-tafel/">4Feldertafeln zum &#8220;Selbst Befüllen&#8221;</a></em></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_862" class="footnote">aka Kulturindustrie</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>FeZi 21&#124;09: Die Bezugsgruppe</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2009/05/fezi-2109-die-bezugsgruppe/</link>
		<comments>http://www.kellerabteil.org/2009/05/fezi-2109-die-bezugsgruppe/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 21 May 2009 14:02:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
				<category><![CDATA[gewerkschaftlich]]></category>
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		<description><![CDATA[Etwas außerhalb der Reihenfolge gibt es hiermit ein &#8220;FeZi&#8221;. Statt des Sonntagszitats also ein Feiertagszitat. Letzten Sonntag habe ich ausgelassen, obwohl schon klar war, dass ich mit der Gruppensoziologie Claessens fortsetzen wollte. Die im SoZi 19&#124;09 zur &#8216;sozialen Gruppe&#8217; begonnene Miniserie widmet sich heute der Bezugs- und der Orientierungsgruppe. Die im SoZi 19&#124;09 dargestellten strukturellen [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Etwas außerhalb der Reihenfolge gibt es hiermit ein &#8220;FeZi&#8221;. Statt des Sonntagszitats also ein Feiertagszitat. Letzten Sonntag habe ich ausgelassen, obwohl schon klar war, dass ich mit der Gruppensoziologie Claessens fortsetzen wollte.</p>
<p>Die im <strong><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/05/sozi-1909-die-gruppe/" target="_blank">SoZi 19|09</a></strong> zur &#8216;sozialen Gruppe&#8217; begonnene Miniserie widmet sich heute der<strong> Bezugs- und der Orientierungsgruppe</strong>. Die im <strong><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/05/sozi-1909-die-gruppe/" target="_blank">SoZi 19|09</a></strong> dargestellten strukturellen Zwänge gelten weiter und müss(t)en für diese Fortsetzung der Thematik eigentlich weiter gedacht werden.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/05/fezi-2109-die-bezugsgruppe/#footnote_0_838" id="identifier_0_838" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="ps: dieser Eintrag zur Bezugsgruppe passt nicht nur als Kommentar zur &amp;#8216;Gr&uuml;nen Vorwahlen&amp;#8217;-Initiative wie das letzte SoZi sondern erst recht:
Allgemein auf unsere aktuelle gesellschaftliche Situation und im Speziellen auf die Parteienmobilisierungen und -demobilisierungen. Das politische Feld ist voller Gruppen, die sich abgrenzen m&uuml;ssen, an einander orientieren und sowohl koalieren als auch im Streit miteinander liegen.">1</a></sup><br />
Mit dem nächsten <a href="http://www.kellerabteil.org/beschlagwortung/sozi/" target="_blank"><strong>SoZi</strong></a> möchte ich mich dann der Gruppen zweiter Ordnung zuwenden.</p>
<p><img class="aligncenter" title="Bezugsgruppe" src="/images/Bezugsgruppentheorie.jpg" alt="Bezugsgruppe" width="470" height="350" /></p>
<p><span id="more-838"></span></p>
<blockquote><p><strong>c) Stagnation, Zerfall, Spaltung, Polarisierung</strong><br />
Stagnation ist ein Prozeß. Seine eine Seite erscheint als Stabilisierung auf einem erreichten Niveau der Interaktion.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/05/fezi-2109-die-bezugsgruppe/#footnote_1_838" id="identifier_1_838" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Merke, merke, merke: Stabilit&auml;t eines Systems, Hom&ouml;ostase, hat nichts mit &amp;#8216;es passiert nichts&amp;#8217; zu tun. Auch Stabilit&auml;t, Stagnation ist nur durch Arbeit, durch Investitionen erreicht bzw. erhalten. Versuch: in einem stagnierenden System die Arbeitsaufw&auml;nde &amp;#8211; Investitionen &amp;#8211; zu erkennen, separieren, zu erkl&auml;ren, die zur Aufrechterhaltung der scheinbaren oder tats&auml;chlichen Stagnation notwendig sind und setze sie in Beziehung zu den ebenfalls notwendigen, erkennbaren, separierbaren Investitionen, die auf Systemver&auml;nderung dr&auml;ngen und abzielen.">2</a></sup> Insofern hat Stagnation auch attraktive Seiten: Es ist nichts Neues zu befürchten; Investitionen sind bekannt, entsprechend bekannt sind die vom einzelnen zu leistenden Anstrengungen. [..] Der (.. <em>u.a. in der Ambivalenz der Rahmenbedingungen angelegte</em> ..) Veränderungsdruck erfordert für Stagnation soviel Gegenbewegung, daß die erneute Bewegung der Gruppe sozusagen vor der Tür steht; die innere, dauernd laufende Veränderung/Gegenveränderung &#8220;schlägt nach außen durch&#8221;, in der Gruppe wächst das Gefühl, &#8220;das etwas geschehen muß&#8221;. Wird der Gruppe nicht von außen geholfen, so ist diese nächste – sichtbare – Bewegung die auf <em>Zerfall</em> hin.<br />
[..]<br />
Einem &#8220;Zerfall&#8221; als quasi natürlicher Auflösung steht die Auflösung auf Grund innerer, von den Mitgliedern nicht mehr verkraftbarer Spannungen gegenüber. [..]<br />
Ein Sonderfall des Zerfalls ist die <em>Spaltung</em>, deren klassische Variante wiederum die <em>Polarisierung</em> ist. [..]</p>
<p><strong>4. Bezugs- und Orientierungsgruppen</strong><br />
Gruppenprozesse können ohne systematische Berücksichtigung von <em>Bezugs</em>- und <em>Orientierungsgruppen </em>nicht voll verstanden werden. Das Ergebnis eines Spaltungsprozesses in der Form der Polarisierung liefert zur Unterscheidung besonders gute Kriterien. [..]<br />
<em>Bezugsgruppe</em> meint also den unvermeidlichen Bezug auf eine andere Gruppe, mit der man sich notwendigerweise auseinandersetzen muss, ob man will oder nicht. Bezugsgruppen umgeben alle Gruppen, Gruppenverbände, &#8220;Großaggregate&#8221;, wie Unternehmen, Länder, Staaten. Es sind die sozialen Formationen eigener Identität, mit eigenem Souveränitätsanspruch, mit deren Dasein man einfach zu rechnen hat, da sie einen wesentlichen Teil der &#8220;Realität&#8221; darstellen. Eine Gruppe <em>reagiert </em>also auf die Tatsache von Bezugsgruppen; insofern sie selbst Bezugsgruppe für andere Gruppen ist, wirkt sie selbstverständlich auch nach außen. Solange aber die sie umgebenden Gruppen nicht in besonderer Weise auf sie einwirken und sie selbst nicht in das System anderer Gruppen eingreift, bleiben solche Beziehungen innerhalb der als &#8220;Rahmenbedingungen&#8221; zu bezeichnenden Gesamtumstände, in die die Gruppe eingebettet ist. [..]</p>
<p><em>Orientierungsgruppen </em>im eigentlichen Sinn sind dagegen solche Gruppen, von denen eine Gruppe ihre Orientierung <em>grundsätzlich </em>bezieht! Die – notwendige – Orientierung einer Gruppe auf ein Ziel oder mehrere Ziele und die darin enthaltenen emotionalen, sachlichen, informatorischen Dimensionen leitet sich zuerst von den in die Gruppe mitgebrachten Vorstellungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten ab. Mehr oder minder unbewußt, sozusagen im Hintergrund, häufig direkter und bewußter, entnimmt aber eine Gruppe Teile ihrer Syntax einer anderen Gruppe (oder der Vorstellung von ihr), das heißt, sie macht sie zur Orientierungsgruppe. [..]</p>
<p>Gruppen müssen daher in der Regel in zwei Abhängigkeiten gesehen werden, die für ihr Selbstverständins (Binnenselbstverständnis) und ihre Außendarstellung wichtig sind: In der Abhängigkeit von der (oder den) Bezugsgruppe(n) und von der (oder den) Orientierungsgruppe(n). [..]</p>
<p>Die Notwendigkeit von Zusammenarbeit mit anderen, &#8220;gleichgesinnten&#8221; Gruppen bedeutet andererseits eine Unterwerfung unter die – nun gemeinsam verbindliche – Syntax &#8220;Solidarität&#8221; und damit einen <em>Verlust </em>von Selbstständigkeit! Verlust von Selbstständigkeit bedeutet aber auch Verlust von Konfliktfähigkeit im Hinblick auf die je ganz <em>eigenen </em>Interessen der Gruppe, die nun untergeordnet werden müssen. [..]</p>
<p>Diese Ambivalenz, daß die solidarischen Gruppen die Solidarität auch als Selbstständigkeits<em>einbuße</em> erleben müssen, verweist also darauf, daß Gruppensolidarität feine Haarrisse aufweisen <em>muß</em>, gerade solange der innere Zusammenhalt der gegenseitigen Orientierungsgruppen, die hier gemeinsam handeln, <em>nicht </em>in Frage gestellt ist. Andererseits wird die – feindliche – Bezugsgruppe eben unter diesem Aspekt des notwendigen Zusammenhaltes mehrerer Gruppen konstitutiv in dem Sinne, daß an ihrem Erhalten (als Katalysator für Selbstständigkeit) Interesse bestehn <em>muß</em>. Paradoxerweise können also Bezugs- und Orientierungsgruppen auch und gerade im drohenden Konfliktfall den gleichen Stellenwert für eine Gruppe haben, ja der Feind kann mehr geschätzt werden als der Bundesgenosse!</p></blockquote>
<p style="text-align: right;"><strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Claessens" target="_blank" class="broken_link">Claessens, Dieter</a></strong> (1995 [1977]):<br />
Gruppe und Gruppenverbände. Systematische Einführung in die Folgen von Vergesellschaftung</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_838" class="footnote"><strong>ps</strong>: dieser Eintrag zur Bezugsgruppe passt nicht nur als Kommentar zur &#8216;Grünen Vorwahlen&#8217;-Initiative wie das letzte SoZi sondern erst recht:<br />
Allgemein auf unsere aktuelle gesellschaftliche Situation und im Speziellen auf die Parteienmobilisierungen und -demobilisierungen. Das politische Feld ist voller Gruppen, die sich abgrenzen müssen, an einander orientieren und sowohl koalieren als auch im Streit miteinander liegen.</li><li id="footnote_1_838" class="footnote"><strong>Merke, merke, merke:</strong> Stabilität eines Systems, Homöostase, hat nichts mit &#8216;es passiert nichts&#8217; zu tun. Auch Stabilität, Stagnation ist nur durch Arbeit, durch Investitionen erreicht bzw. erhalten. <strong>Versuch:</strong> in einem stagnierenden System die Arbeitsaufwände &#8211; Investitionen &#8211; zu erkennen, separieren, zu erklären, die zur Aufrechterhaltung der scheinbaren oder tatsächlichen Stagnation notwendig sind und setze sie in Beziehung zu den ebenfalls notwendigen, erkennbaren, separierbaren Investitionen, die auf Systemveränderung drängen und abzielen.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2009/05/sozi-2209-tabus-und-gruppenselbstbetrug/' rel='bookmark' title='SoZi 22|09: Tabus und Gruppenselbstbetrug'>SoZi 22|09: Tabus und Gruppenselbstbetrug</a></li>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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