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	<title>kellerabteil 2.0 &#187; *uuar#rgr%§h*</title>
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	<description>notizen gegen die unaufhaltbarkeit des bewusstseinsstroms</description>
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		<title>#sbsm Besprechung von Radio Stimme</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 15:15:08 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[aus dem off der zauberberghaften exklusion, dem koma des endlich wieder therapieprimats und als lebenszeichen vor allem mir selbst gegenüber, arbeit an der contenance bis der faden der geduldkraft reißt bzw. damit das nicht passiert, um zwischen den alle-zwei-tage-therapieeinheiten rhythmus auch kontraakzente sichtbaren bewusstseins zu setzen, mir wachzustände zu beweisen als bausteine der motivation weitere [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>aus dem off der zauberberghaften exklusion, dem koma des endlich wieder therapieprimats und als lebenszeichen vor allem mir selbst gegenüber, arbeit an der contenance bis der faden der geduldkraft reißt bzw. damit das nicht passiert, um zwischen den alle-zwei-tage-therapieeinheiten rhythmus auch kontraakzente sichtbaren bewusstseins zu setzen, mir wachzustände zu beweisen als bausteine der motivation weitere anstehende arbeiten anzugehen, und weil ich gerade den lang aufgeschobenen <a href="http://re-publica.de/12/call-for-papers/" target="_blank" class="broken_link">re:publica cfp</a> angehe, hier den banner gesetzt habe, also mein eigenes verstaubtes kellerabteil kurz aufgeschlossen habe, na da publizier ich doch gleich was, denke ich mir; publiziere etwas und mach&#8217;s schon, schneller als ich für die einzelaktionen überlegen-vornehmen-entschließen brauchen würde, tipp ich da und lass ein bisschen dampf ab, dampf, der mit der zuerst getippten überschrift und sogar zu aller erst eingefügten embed-code absolut nichts zu tun hat.</p>
<p>sei s drum, it&#8217;s three in one, stimmungsbericht/ventil-post, was eingebettetes und was zum anhören<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2012/01/sbsm-besprechung-von-radio-stimme/#footnote_0_1696" id="identifier_0_1696" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="ach ja, das schnipsel ist teil einer einst&uuml;ndigen radiosendung, dokumentiert hier.">1</a></sup> &#8230;</p>
<p><iframe width="100%" height="166" scrolling="no" frameborder="no" src="http://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F34538452&#038;show_artwork=true"></iframe></p>
<p><em>*juppidoo*</em> (as in &#8220;doo&#8221;)</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1696" class="footnote">ach ja, das schnipsel ist teil einer einstündigen <a href="http://tv.sozialebewegungen.org/2012/01/16/freies-radio-stimme-mit-robert-foltin-und-sbsm/" target="_blank" class="broken_link">radiosendung, dokumentiert hier</a>.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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		<title>Fremdenrecht: Sie beschließen es nicht in unserem Namen</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Feb 2011 11:54:45 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[gesendet1, AN: werner.faymann@bka.gv.at; josef.proell@bmf.gv.at; buero.berlakovich@lebensministerium.at; alois.stoeger@bmg.gv.at; minister.justiz@bmj.gv.at; doris.bures@bmvit.gv.at; norbert.darabos@bmlvs.gv.at; gabriele.heinisch-hosek@bka.gv.at; briefkasten@bmask.gv.at; reinhold.mitterlehner@bmwfj.gv.at; claudia.schmied@bmukk.gv.at; michael.spindelegger@bmeia.gv.at; beatrix.karl@bmwf.gv.at; maria.fekter@bmi.gv.at; josef.ostermayer@bka.gv.at; verena.remler@bmwfj.gv.at; reinhold.lopatka@bmf.gv.at; andreas.schieder@bmf.gv.at CC: office@sosmitmensch.at; direkt@spoe.at; email@oevp.at; office@zara.or.at; mail@borderline-europe.de; heinz.fischer@hofburg.at; office@liga.or.at Datum: 15. Februar 2011 12:38 Betreff: Fremdenrecht: Das ist nicht unser Gesetz, beschließen Sie es nicht. Sie beschließen es nicht in unserem Namen! Herr Bundeskanzler, Herr Vizekanzler, [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>gesendet</em><sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2011/02/fremdenrecht-sie-beschliesen-es-nicht-in-unserem-namen/#footnote_0_1555" id="identifier_0_1555" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="please feel free 2 copy&amp;amp;paste &amp;#8230;">1</a></sup>,</p>
<p style="text-align: left;">AN: werner.faymann@bka.gv.at; josef.proell@bmf.gv.at; buero.berlakovich@lebensministerium.at; alois.stoeger@bmg.gv.at; minister.justiz@bmj.gv.at; doris.bures@bmvit.gv.at; norbert.darabos@bmlvs.gv.at; gabriele.heinisch-hosek@bka.gv.at; briefkasten@bmask.gv.at; reinhold.mitterlehner@bmwfj.gv.at; claudia.schmied@bmukk.gv.at; michael.spindelegger@bmeia.gv.at; beatrix.karl@bmwf.gv.at; maria.fekter@bmi.gv.at; josef.ostermayer@bka.gv.at; verena.remler@bmwfj.gv.at; reinhold.lopatka@bmf.gv.at; andreas.schieder@bmf.gv.at</p>
<p style="text-align: left;">CC: office@sosmitmensch.at; direkt@spoe.at; email@oevp.at; office@zara.or.at; mail@borderline-europe.de; heinz.fischer@hofburg.at; office@liga.or.at</p>
<p>Datum: 15. Februar 2011 12:38</p>
<p>Betreff: Fremdenrecht: Das ist nicht unser Gesetz, beschließen Sie es nicht. Sie beschließen es nicht in unserem Namen! <span id="more-1555"></span></p>
<blockquote><p>Herr Bundeskanzler,<br />
Herr Vizekanzler,<br />
Sehr geehrte Ministerinnen, Minister, Frau Staatssekretärin und Staatssekretäre,</p>
<p>Landauf und landab und international sind sich alle MenschenrechtsexpertInnen einig darin, dass das geplante Fremdenrechtspaket zu den nächsten massiven Verschlechterungen führen wird, nicht nur für die unmittelbar Betroffenen sondern für das Zusammenleben aller Menschen in Österreich.</p>
<p>Die Identität von uns Österreicherinnen und Österreichern wird weiter in die unmenschliche, unzivile, verbitterte und zynische, anderen gegenüber aggressive und xenophobe Richtung gedrängt.</p>
<p>Wenn Kinder von ihren Eltern getrennt, Minderjährige in Schubhaft gesteckt und Ängste und Unsicherheiten bei Menschen, die schon viele Jahre hier leben, geschürt werden, dann bleibt das nicht ohne Auswirkungen auf das Klima im Land.</p>
<p>Daher meine Frage an Sie:<br />
Wollen Sie sich wirklich weiterhin dafür rühmen, dass Sie ein Gesetzespaket beschlossen haben, das Kinder, Jugendliche und Erwachsene unnötig ins Gefängnis sperrt, Familien auseinander reißt und unmotiviert Existenzen gefährdet? Dass sie das nächste Gesetzespaket beschließen, mit dem Sie uns Österreicherinnen und Österreichern Schuld aufladen, uns zu Mittätern des Unrechts an Menschen machen, die unsere Hilfe und unseren Schutz verdienen, wofür Sie Sorge zu tragen hätten und Sie von uns beauftragt sind?</p>
<p>Das kann doch nicht der Grund sein, warum Sie sich entschieden haben, ein wichtiges politisches Amt auszuüben.</p>
<p>Deshalb rufe ich Sie dazu auf, dem Gesetzespaket nicht Ihre Zustimmung zu geben und auch gegenüber Ihren MinisterkollegInnen deutlich zum Ausdruck zu bringen, dass ein destruktives und destabilisierendes Fremdenrecht keinen Platz in einem demokratischen Rechtsstaat hat.</p>
<p>mit wachsamen Grüßen<br />
Mag. Hans Christian Voigt</p></blockquote>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p>Email-Aktion von <strong>SOS MITMENSCH, “<em><a href="http://www.sosmitmensch.at/stories/2744/" target="_blank" class="broken_link">Das ist nicht unser Gesetz!</a></em>&#8220;</strong>.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1555" class="footnote">please feel free 2 copy&amp;paste &#8230;</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Aufzeichnung eines Club2 bei der Ars Electronica mit #unibrennt Beteiligung</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 20:18:01 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[im netz gefunden, sehr interessant, gute ansätze, kluge ideen1 &#8230; jedenfalls: eine Club 2 Aufzeichnung zu einem wichtigen Thema, den Kritiker_Innen in der Gesellschaft, aus der Perspektive der EliteUni ISTA. Live gesendet oder aufgezeichnet direkt von der Ars Electronica 2010 mit dem Motto &#8220;REPAIR &#8211; sind wir noch zu retten&#8221; aus der Tabakfabrik zu Linz: [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>im netz gefunden, sehr interessant, gute ansätze, kluge ideen<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2010/09/aufzeichnung-eines-club2-bei-der-ars-electronica-mit-unibrennt-beteiligung/#footnote_0_1398" id="identifier_0_1398" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="wie die web2.0 dummunity das nennen w&uuml;rde">1</a></sup> &#8230;</p>
<p>jedenfalls:</p>
<p>eine Club 2 Aufzeichnung zu einem wichtigen Thema, den Kritiker_Innen in der Gesellschaft, aus der Perspektive der <a href="http://ista.co.at" class="broken_link">EliteUni ISTA</a>.<br />
Live gesendet oder aufgezeichnet direkt von der Ars Electronica 2010 mit dem Motto &#8220;<em>REPAIR &#8211; sind wir noch zu retten</em>&#8221; aus der Tabakfabrik zu Linz:</p>
<p><object width="480" height="270"><param name="movie" value="http://unibrennt.tv/embed_q_id/1009"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://unibrennt.tv/embed_q_id/1009" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="270"></embed></object></p>
<p>weiß nicht wie alt das ist, weil das ja untypisch und selten ist, dass eine orf bildungsauftragsendung im netz aufrufbar ist &#8230; jedenfalls interessant.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1398" class="footnote">wie die web2.0 dummunity das nennen würde</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2010/10/beim-s-w-i-r-zu/' rel='bookmark' title='beim s.w.i.r. zu &#8230;'>beim s.w.i.r. zu &#8230;</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>genug ist schon lang. ich bin dabei.</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jun 2010 13:31:07 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Aufruf zur Demonstration am 1. Juli, 18.30 Heldenplatz Zustand und Gebrauch meines Innenministeriums verletzen meinen Nationalstolz. Wir können uns von rechts-rechten Übermenschen doch nicht unsere Identität und Kultur zerstören lassen, wider die Vernaderung der Menschenrechte. Genug ist Genug. Hab das bei ichmachpolitik.at hochgeladen. Wie wärs, weitere aufrufe im netz wären ein weiteres positives signal und [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aufruf zur <a href="http://www.sosmitmensch.at/stories/2641/" target="_blank" class="broken_link"><strong>Demonstration am 1. Juli</strong></a>, 18.30 Heldenplatz</p>
<p>Zustand und Gebrauch meines Innenministeriums verletzen meinen Nationalstolz. Wir können uns von rechts-rechten Übermenschen doch nicht unsere Identität und Kultur zerstören lassen, wider die Vernaderung der Menschenrechte. Genug ist Genug.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="270" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://ichmachpolitik.at/embed_q_id/732" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="270" src="http://ichmachpolitik.at/embed_q_id/732" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Hab das bei <a href="http://ichmachpolitik.at" target="_blank" class="broken_link">ichmachpolitik.at</a> hochgeladen. Wie wärs, weitere aufrufe im netz wären ein weiteres positives signal und zeichen. Die google-Suche für GENUG IST GENUG muss doch etwas mehr hergeben können als im Moment.</p>
<p>also: <span id="more-1270"></span></p>
<blockquote><p><strong><em>anci anci! angry citoyens in resistence!</em></strong></p></blockquote>
<p><strong>BlogParade GENUG IST GENUG</strong> on the roll, join now: <a href="http://www.misik.at/sonstige/heldenplatz.php" target="_blank" class="broken_link">Robert Misik</a>, <a href="http://bureau.comandantina.com/archivos/2010/06/genug_ist_genug.php" target="_blank" class="broken_link">Andrea Maria Dusl</a>, <a href="http://blog.gpa-djp.at/unity/2010/06/genug-ist-genug/" target="_blank" class="broken_link">GPA-djp Jugend</a>, <a href="http://neuwal.com/index.php/2010/06/24/genug-ist-genug-sosmitmensch-arigona-zogaj-misik/" target="_blank" class="broken_link">neuwal</a>, <a href="http://www.misik.at/sonstige/aufruf-von-elfriede-jelinek-zur-demonstration-am-1-juli-1830-heldenplatz.php" target="_blank" class="broken_link">Elfriede Jelinek</a>, <a href="http://schaetzchen.blogsport.de/2010/06/25/fuer-eine-menschenwuerdige-asylpolitik-in-oesterreich/" target="_blank" class="broken_link">from town to town</a>, <a href="http://ichmachpolitik.at/questions/733" target="_blank" class="broken_link">Georg Schütz</a> (v), <a href="http://ichmachpolitik.at/questions/734" target="_blank" class="broken_link">Klaus Werner Lobo</a> (v), <a href="http://franz-joseph.at/2010/06/25/arigona-zogaj-in-die-heimat-ich-bin-dafur/" target="_blank" class="broken_link">Franz Josef</a>, <a href="http://dienagashi.wordpress.com/2010/06/25/wer-wenn-nicht-wir-wann-wenn-nicht-jetzt-genug/" target="_blank">dieNagashi</a>, <a href="http://bernhardjenny.wordpress.com/2010/06/25/ein-zeichen-fur-menschlichkeit-genug-ist-genug/" target="_blank">Bernhard Jenny</a>, <a href="http://www.linksblog.at/2010/06/25/genug-ist-genug/" target="_blank" class="broken_link">LinksBlog</a>, <a href="http://klauskarlbauer.wordpress.com/2010/06/25/genug-ist-genug-fur-eine-menschenwurdige-asylpolitik/" target="_blank">Klaus Karlbauer</a>, <a href="http://ichmachpolitik.at/questions/735" target="_blank" class="broken_link">Wolfgang Weber</a> (v), <a href="http://nonapartofthegame.eu/?p=723" target="_blank" class="broken_link">Werner Reisinger, Florian Christof und Karl Schönswetter</a>, noch x die <a href="http://bureau.comandantina.com/archivos/2010/06/genug_ist_genug_1.php" target="_blank" class="broken_link">Comandantina Dusilova</a>, <a href="http://klub42.rivido.de/?p=142" target="_blank" class="broken_link">Charles Schönswetter im Karlender</a>, <a href="http://ichmachpolitik.at/questions/736" target="_blank" class="broken_link">Tschulietta</a> (v), <a href="http://ichmachpolitik.at/questions/737" target="_blank" class="broken_link">Kaputtzig</a> (v), <a href="http://ichmachpolitik.at/questions/738" target="_blank" class="broken_link">Darwin</a> (v), <a href="http://ichmachpolitik.at/questions/739" target="_blank" class="broken_link">Franz Josef</a> auch noch mit (v), <a href="http://ichmachpolitik.at/questions/740" target="_blank" class="broken_link">Robert Misik</a> mit (v), <a href="http://superkalifragili.twoday.net/stories/6400233/" target="_blank" class="broken_link">superkalifragili bringt Robert Misiks</a> und <a href="http://superkalifragili.twoday.net/stories/6400317/" target="_blank" class="broken_link">Franz Joseph&#8217; Auffruf</a>, <a href="http://schindlers.at/2010/06/27/genug-ist-wirklich-genug/" target="_blank" class="broken_link">Manfred Schindler</a>, <a href="http://www.andreaslindinger.at/?p=2271" target="_blank" class="broken_link">Andreas Lindinger</a>, <a href="http://www.thinkoutsideyourbox.net/?p=12764" target="_blank">Oliver Ritter</a>, <a href="http://ichmachpolitik.at/questions/741" target="_blank" class="broken_link">Clara Landler</a> (v), <a href="http://kurier.at/interaktiv/kolumnen/2012613.php" target="_blank">Doris Knecht in ihrer Kurierkolumne</a>, <a href="http://sokrates2005.twoday.net/stories/6402011/" target="_blank" class="broken_link">Sokrates2005</a>, <a href="http://www.zib21.com/11203/ebelau/artigona-demonstration-genug-ist-genug/" target="_blank">Eberhard Lauth</a>, <a href="http://farblos.net/2010/06/29/genug-ist-genug/" target="_blank" class="broken_link">Markus Otti</a>, <a href="http://skarrer.wordpress.com/2010/06/29/pladoyer-furs-menschsein/" target="_blank">Skarrer&#8217;s Blog</a>, <a href="http://thematisch.at/realistisch-der-analyse-optimistisch-im-handeln" target="_blank" class="broken_link">Andrea ME</a>,  &#8230;</p>
<p>ps: bald 3 jahre her, die blogparade damals &#8230; &#8216;<a href="http://www.kellerabteil.org/2007/10/kraftiges-rumoren-im-blogwald/" target="_blank">kräftiges Rumoren im BlogWald</a>&#8216;, und es ging so weiter: <a href="http://www.kellerabteil.org/2007/10/blogger-gegen-platter-update/" target="_blank">Blogger-gegen-Platter</a> usf.</p>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>WeltsystemBeschreibung auf einen Blick</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2009/12/weltsystembeschreibung-auf-einen-blick/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Dec 2009 11:29:43 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[thx helga für den link zu diesem bild! Ähnliche Einträge: Elias Bierdel hat den Friedensnobelpreis nicht bekommen Anspruch und Wirklichkeit: Pensionsanpassung 2008 Es gilt das Verursacherprinzip, stupid!
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<p><strong>thx </strong><strong><a href="http://www.eop.at/datenbank/personen/hkoecher/" target="_blank" class="broken_link">helga</a></strong> für den <strong><a href="http://img132.imageshack.us/img132/6093/newcapitalistpyramidnt1.jpg" target="_blank" class="broken_link">link zu diesem bild</a></strong>!</p>
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		<title>SoZi 43&#124;09: Ganz im Gegenteil, Minister Hahn</title>
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		<comments>http://www.kellerabteil.org/2009/10/sozi-4309-ganz-im-gegenteil-minister-hahn/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Oct 2009 10:47:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[aus aktuellem Anlass greife ich für&#8217;s Sonntagszitat mal nicht auf geduldiges Papier zurück, sondern auf ein bemerkenswertes Blog und auf einen dort eben erschienen Artikel. Betitelt mit: Das Imperium schlägt zurück: ÖH soll Schäden zahlen Freilich, zu den diese Woche 43&#124;09 ausgebrochenen Uniprotesten gäbe es viel mehr zu sagen, zu schreiben, zu tippen, zu tweeten, [...]
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<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2009/11/gegenuberstellung-unsereuni-%e2%80%93-gio-hahn/' rel='bookmark' title='Gegenüberstellung #unsereuni – Gio Hahn'>Gegenüberstellung #unsereuni – Gio Hahn</a></li>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2009/10/gegenuberstellung-kaltenegger-%e2%80%93-winckler/' rel='bookmark' title='Gegenüberstellung Kaltenegger – Winckler'>Gegenüberstellung Kaltenegger – Winckler</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>aus aktuellem Anlass greife ich für&#8217;s <strong><a href="http://www.kellerabteil.org/beschlagwortung/sozi/" target="_blank">Sonntagszitat</a></strong> mal nicht auf geduldiges Papier zurück, sondern auf ein bemerkenswertes Blog und auf einen dort eben erschienen Artikel. Betitelt mit:<br />
<strong><a href="http://ug02.wordpress.com/2009/10/25/das-imperium-schlagt-zuruck-oh-soll-fur-schaden-zahlen/" target="_blank">Das Imperium schlägt zurück: ÖH soll Schäden zahlen</a></strong></p>
<p>Freilich, zu den diese Woche <a href="http://www.malen-nach-zahlen.at/" target="_blank" class="broken_link">43|09 ausgebrochenen</a> Uniprotesten gäbe es viel mehr zu sagen, zu schreiben, zu tippen, zu tweeten, zu bloggen.<br />
Nur, folgendes Zitat <em>says it all</em><sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/10/sozi-4309-ganz-im-gegenteil-minister-hahn/#footnote_0_1093" id="identifier_0_1093" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Es stammt von Ass. Prof. Dr. Karl Heimberger, &nbsp;Betriebsrat der MedUni Wien.">1</a></sup>. An die Adresse des Wissenschaftsministers Hahn, ist das das Treffendste, was mir bislang untergekommen ist. Speaks for itself:</p>
<blockquote><p><strong>Erst wenn der Protest der Studierenden ernst genommen wird und zu Konsequenzen, also zu besseren Studienbedingungen aller Bildungshungrigen führt, wird der Schaden, den die Inaktivität der bildungspolitisch verantwortlich Einflussreichen an der Gesellschaft anrichtet, wieder gut gemacht werden können.</strong></p></blockquote>
<p><span id="more-1093"></span>Viel wird wie gesagt getippt, <strong><a href="http://www.twazzup.com/?q=%23unibrennt&amp;l=de" target="_blank" class="broken_link"><em>getwittert</em></a></strong><a href="http://www.twazzup.com/?q=%23unibrennt&amp;l=de" target="_blank" class="broken_link"><em>, auf facebook gruppiert und gebloggt</em></a> (siehe unten).<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/10/sozi-4309-ganz-im-gegenteil-minister-hahn/#footnote_1_1093" id="identifier_1_1093" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Besonders fein, das Getwittere, Geblogge, Produzieren von utubes usw. &amp;#8230; es produziert ein gut zug&auml;ngliches Archiv, wird die Ereignisse, Bruchlinien, Positionen, Behauptungen in der Unterhaltungsindustrie dokumentiert halten. Unlike the massmedia.">2</a></sup><br />
Selbst das traditionelle Mediensystem sieht sich gezwungen, zu berichten.</p>
<p>Zwei Punkte dennoch:</p>
<p><strong>Das sind nicht allein Studentenproteste</strong><br />
Das ist viel mehr als eine allein von StudentInnen getragene Protestbewegung, das war – von Beginn an – eine breite, von mehreren Gruppen getragene Protestbewegung.</p>
<p style="text-align: right;"><strong>Dienstag, 22.10.</strong></p>
<p>Die ersten Aktionen auf der Akademie der bildenden Künste sind bereits gemeinsam von Studierenden und Lehrenden getragen:</p>
<blockquote><p><a href="http://www.malen-nach-zahlen.at/" target="_blank" class="broken_link"><strong>Am Dienstag 20.10. um 12.25 Uhr wurde die Akademie der bildenden Künste von STUDIERENDEN UND LEHRENDEN BESETZT!</strong></a></p>
<p><a href="http://www.malen-nach-zahlen.at/" target="_blank" class="broken_link"><strong>Die Akademie der bildenden Künste befindet sich im Streik. Seit Dienstag 20.Oktober werden Lehrveranstaltungen und Klassenbesprechungen in die Aula am Schillerplatz verlegt. Zudem finden dort auch Veranstaltungen und Aktionen statt. Werden die Forderungen von Lehrenden und Studierenden nicht umgesetzt, folgen weitere Aktionen.</strong></a></p></blockquote>
<p style="text-align: right;"><strong>Mittwoch, 21.10.</strong></p>
<p>Es wird eine Demo für den nächsten Tag angemeldet. Zur angemeldeten Donnerstagsdemo (12.00 Treffpunkt Votivkirche) rufen in Emailaussendungen Studierende <em>und </em>Lehrende auf<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/10/sozi-4309-ganz-im-gegenteil-minister-hahn/#footnote_2_1093" id="identifier_2_1093" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Hallo, zur Info:
Das erste Mal seit 2004 ist in Wien eine Universit&auml;t besetzt!
http://www.malen-nach-zahlen.at/
Gestern (DIENSTAG) wurde beschlossen, HEUTE (MITTWOCH) um 16:00 Uhr ein PLENUM f&uuml;r Menschen der Uni Wien (und alle die sonst hinkommen wollen nat&uuml;rlich!) zu veranstalten. (In der Akademie &amp;#8211; Schillerplatz 3).
Dort wollen wir uns vernetzten und Aktionen f&uuml;r Donnerstag planen. Die Stimmung ist k&auml;mpferisch und motiviert!
Am DONNERSTAG wird um 12:00 Uhr eine Demo an der Votivkirche starten. &amp;#8211; Wo diese endet liegt an uns&amp;#8230;
Zeigen wir Hahn dass die Uni Wien der gleichen Meinung ist wie die&nbsp;Menschen an der Bildenden.
Die neu entflammte Diskussion &uuml;ber Studiengeb&uuml;hren und&nbsp;Zugangsbeschr&auml;nkungen kann und darf nicht die L&ouml;sung sein.
Durchfinanzierung der Universit&auml;ten &amp;#8211; JETZT!
OUR EDUCATION IS NOT FOR SALE! Freie, selbstbestimmte und kritische Bildung f&uuml;r ALLE!
Da die Zeit knapp ist: Bitte weiterleiten per E Mail an Verteilerinnen,&nbsp;Freundinnen und Freunde, per SMS schicken, in euren Seminaren und Vorlesungen mobilisieren, H&ouml;rsaaltouren machen!
Mehr Infos, Petition und immer aktuelles Programm jetzt unter:
http://www.malen-nach-zahlen.at/
Rebellische Gr&uuml;&szlig;e!">3</a></sup>. Es ist dies jener Demonstrationszug, der im Audimax der Uni Wien enden wird.</p>
<p style="text-align: right;"><strong>Donnerstag,  22.10.</strong></p>
<p>Eine der ersten Solidaritätsadressen kommt von Seiten der <strong><a href="http://ig-elf.at/" target="_blank" class="broken_link">IG Externe LektorInnen und Freie WissenschafterInnen</a> </strong>, ihr <a href="http://www.wienerzeitung.at/default.aspx?tabID=4152&amp;alias=wzo&amp;cob=446063" target="_blank">Präsident</a> bestätigt der APA umgehend, dass die IG externe LektorInnen hinter den Forderungen der Proteste steht.<br />
Noch am Donnerstag kommt es zum ersten gemeinsamen Vernetzungstermin zwischen StudentInnen, Lehrenden und WissenschafterInnen. Die Treffen werden als gemeinsame Kommunikationsebene weiter fortgeführt.</p>
<p>Es solidarisieren sich bekannte ProfessorInnen, auf den uniinternen Maillisten machen Protestemails an das Rektorat die Runde, wie es angehen könne, dass wegen einer Besetzung des Audimax die Wega zur Räumung gerufen werde.<br />
Das ist nicht weniger als ein Skandal und eine Bankrotterklärung der Unileitung.</p>
<p>So wie obiger Betriebsrat solidarisieren sich viele PersonalvertreterInnen wie <a href="http://www.auge.or.at/cgi-bin/auge2/TCgi.cgi?target=home&amp;P_kat=2&amp;P_katsub=2&amp;P_txt=%20773" target="_blank" class="broken_link">die unabhängigen GewerkschafterInnen in der ÖVP dominierten Neugebauer GöD</a>.</p>
<p>Kurzum &amp; <em>just for the records</em>, die Proteste, wie groß sie nun auch immer schlußendlich werden, sind von Beginn an von mehreren Gruppen getragen:<br />
Studierende, Lehrende, WissenschafterInnen, PersonalvertreterInnen und btw auch weiten Teilen der Zivilgesellschaft!</p>
<p><strong>Hahn nicht nur hilflos sondern niederträchtig</strong><br />
Dass der Minister und <a href="http://bigbrotherawards.at/2009/Hauptseite" target="_blank" class="broken_link">Mitfavorit auf den Big Brother Award</a> morgen, dass das ÖVP-Aushängeschild für 3Tagebart-Struppies als Minister ein Dilettant und verlogen ist, das ist das eine. Das ist das wenig bemerkenswerte, nahezu übliche.<br />
Dass der &#8220;<em><a href="http://bigbrotherawards.at/2009/Hauptseite" target="_blank" class="broken_link">Stehe als Kommisar zur Verfügung</a></em>&#8220;-Minister aber substanzlose und lediglich auf Diffamierung ausgerichtete Aussagen lancieren lässt,</p>
<blockquote><p><em><a href="http://wien.orf.at/stories/398530/" target="_blank"><strong>Der Schaden für die Uni dürfte mittlerweile in die Hunderttausende gehen. Allein der erste halbe Besetzungstag und die erste Nacht hätten Kosten von rund 100.000 Euro verursacht</strong></a></em></p></blockquote>
<p>ist von besonders niederträchtiger Öffentlichkeitsarbeitsqualität.</p>
<p>Das erinnert in Niveau und Substanz doch glatt an <a href="http://www.kellerabteil.org/beschlagwortung/platter/" target="_blank">ÖVP-Innenminister</a> und Hahns Vorgängerin als Wissenschaftsminister.</p>
<p><strong>Der Überblick zu den Uniprotesten</strong></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://unibrennt.at/" class="broken_link"><img class="aligncenter" src="/images/unibrennt.png" alt="unibrennt newsroom" width="494" height="118" /></a></p>
<p>.. und gebloggt:</p>
<p><strong>22. Oktober 09</strong>:</p>
<ul>
<li><a href="http://wientv.org/2009/10/22/generalstreik-an-der-akademie-fur-bildende-kunste/" target="_blank" class="broken_link">WienTV.org: generalstreik an der akademie der bildenden künste</a></li>
<li><a href="http://www.2-blog.net/2009/besetzung-der-uni-wien/" target="_blank" class="broken_link">luca: besetzung der uni wien</a></li>
<li><a href="http://santaprecaria.wordpress.com/2009/10/22/unibrennt-audimax-besetzt/" target="_blank">santa precaria: unibrennt! audimax besetzt!</a></li>
<li><a href="http://www.talkinganthropology.com/2009/10/22/ta04-audimax-revolucion-de-la-universidad/" target="_blank" class="broken_link">talking anthropology: das audimax der uni wien ist besetzt!</a></li>
<li><a href="http://adresscomptoir.twoday.net/stories/6006098/" target="_blank" class="broken_link">adresscomptoir: uniproteste in wien</a></li>
<li><a href="http://www.politwatch.at/stories/das-audi-max-den-studentinnen-und-studenten/" target="_blank" class="broken_link">politwatch: das audimax den studentinnen und studenten</a></li>
<li><a href="http://grauszone.wordpress.com/2009/10/22/uni-brennt-uni-wien-besetzt/" target="_blank">grauzone: uni brennt &#8211; uni wien besetzt</a></li>
<li><a href="http://polilog.wordpress.com/2009/10/22/unibrennt-dieser-horsaal-ist-besetzt/" target="_blank">polilog: #unibrennt &#8230; dieser hörsaal ist besetzt!</a></li>
<li><a href="http://kathiza.wordpress.com/2009/10/22/auf-die-barrikaden-teil-2-audimax-der-uni-wien-besetzt/" target="_blank" class="broken_link">kathiza kommuniziert: auf die barrikaden</a></li>
<li><a href="http://gedanken-in-atlantis.blog.de/2009/10/22/freie-bildung-uni-brennt-7225261/" target="_blank" class="broken_link">gedanken in atlantis: freie bildung &#8211; die uni brennt!</a></li>
</ul>
<p><strong>23. Oktober 09</strong>:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.politwatch.at/stories/uni-besetzung-geht-weiter/" target="_blank" class="broken_link">politwatch: unibesetzung geht weiter</a></li>
<li><a href="http://zurpolitik.com/2009/10/23/die-uni-ist-besetzt-video/" target="_blank" class="broken_link">zur politik: die uni ist besetzt</a></li>
<li><a href="http://michaelthurm.wordpress.com/2009/10/23/gedanken-zur-party-unibrennt-wien/" target="_blank" class="broken_link">michael thurm: gedanken zur party #unibrennt</a></li>
<li><a href="http://wientv.org/2009/10/23/das-audi-max-ist-besetzt/" target="_blank" class="broken_link">WienTV.org: das audimax ist besetzt</a></li>
<li><a href="http://cathy-leaves.blogspot.com/2009/10/untragbare-umstande-und.html" target="_blank" class="broken_link">cathy leaves: untragbare umstände und handlungsmöglichkeiten</a></li>
<li><a href="http://www.andreaslindinger.at/?p=1384" target="_blank" class="broken_link">andreas lindinger: audimax-besetzung: unmut der studierenden am höhepunkt</a></li>
<li><a href="http://karakok.wordpress.com/2009/10/23/studentinnen-besetzen-audimax-der-uni-wien/" target="_blank">karakok: studentinnen besetzen audimax der uni wien</a></li>
<li><a href="http://www.politwatch.at/stories/lokale-proteste/" target="_blank" class="broken_link">politwatch: &#8220;lokale proteste&#8221;</a></li>
<li><a href="http://84.200.212.146/?p=28" target="_blank" class="broken_link">v2.0: #unibrennt</a></li>
<li><a href="http://blog.michaelpollak.org/allgemeines/unibrennt" target="_blank" class="broken_link">michael pollak: #unibrennt</a></li>
<li><a href="http://fabbaz.blogspot.com/2009/10/uni-zundelt.html" target="_blank" class="broken_link">fabian bazant: uni zündelt</a></li>
<li><a href="http://www.politwatch.at/stories/herr-minister-laesst-sich-bitten/" target="_blank" class="broken_link">politwatch: herr minister lässt sich bitten</a></li>
</ul>
<p><strong>24. Oktober 09</strong>:</p>
<ul>
<li><a href="http://socialhack.eu/wp/2009/10/ein-radikaler-gegenentwurf/" target="_blank" class="broken_link">hacking the social web: ein radikaler gegenentwurf?</a></li>
<li><a href="http://koprax.wordpress.com/2009/10/24/social-media-bringt-die-leute-zum-reden-und-zuhoren/" target="_blank">jürgen koprax: social media bringt die leute zum reden!!!</a></li>
<li><a href="http://herrnb.blog.de/2009/10/24/uniproteste-think-global-act-global-zumindest-eu-weit-7236804/" target="_blank" class="broken_link">herr b: uniproteste: think global act global</a></li>
<li><a href="http://digiom.wordpress.com/2009/10/24/was-tun-wenn-die-unibrennt/" target="_blank">digiom: was tun, wenn die #unibrennt</a></li>
<li><a href="http://aheadwork.de/2009/10/24/die-uni-brennt/" target="_blank" class="broken_link">aHeadwork: nachtrag live-stream</a></li>
<li><a href="http://kathiza.wordpress.com/2009/10/24/die-uni-brennt-noch-immer/" target="_blank" class="broken_link">kathiza kommuniziert: die uni brennt noch immer</a></li>
<li><a href="http://zurpolitik.com/2009/10/24/die-uni-bleibt-besetzt-vide/" target="_blank" class="broken_link">zur politik: die uni bleibt besetzt</a></li>
<li><a href="http://parallaxe.wordpress.com/2009/10/24/kraft-der-demokratie/" target="_blank">parallaxe: kraft der demokratie</a></li>
<li><a href="http://ratzplast.wordpress.com/2009/10/24/bewegung-uni-wien-seit-drei-tagen-besetzt-„das-passwort-ist-bildungsstreik“/" target="_blank">ratzplast: bewegung: uni wien seit 3 tagen besetzt</a></li>
<li><a href="http://wientv.org/2009/10/24/die-uni-brennt-teil-2/" target="_blank" class="broken_link">WienTV.org: die uni brennt! teil 2</a></li>
<li><a href="http://digiom.wordpress.com/2009/10/24/tv-web-tv-und-livestreams-aus-dem-audimax/" target="_blank">digiom: tv, web-tv und livestream aus dem audimax</a></li>
<li><a href="http://stylesuxx.baywords.com/2009/10/24/studenten-vereinigt-euch/" target="_blank" class="broken_link">stylesuxx: studenten vereinigt euch</a></li>
<li><a href="http://lahja.wordpress.com/2009/10/24/uni-brennt-until-tomorrow/" target="_blank" class="broken_link">pearls of light: uni brennt until tomorrow!</a></li>
<li><a href="http://www.politwatch.at/stories/spunk-von-der-studienzulassung/" target="_blank" class="broken_link">politwatch: spunk von der studienzulassung</a></li>
<li><a href="http://randomizemylife.livejournal.com/117419.html" target="_blank" class="broken_link">entropy increasing: die uni brennt!</a></li>
</ul>
<p><strong>25. Oktober 09</strong>:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.univie.ac.at/strv-physik/?p=217" target="_blank" class="broken_link">stv physik: die uni brennt!</a></li>
<li><a href="http://b-blog.at/?p=154" target="_blank" class="broken_link">b-blog: die unis bis zum rohbau niederbrennen!</a></li>
<li><a href="http://contentlinkblog.wordpress.com/2009/10/25/digitale-revolte-der-verlinkte-widerstand/" target="_blank">clb: digitale revolte &#8211; der verlinkte widerstand</a></li>
<li><a href="http://www.lutzlandblog.de/2009/10/unibrennt/" target="_blank" class="broken_link">lutzland.blog: #unibrennt &#8211; studentische medienrevolte, netzwerk-protest</a></li>
<li><a href="http://phsblog.at/das-geheime-netzwerk-der-studierenden/" target="_blank" class="broken_link">phsblog: das &#8220;geheime&#8221; netzwerk der studierenden</a></li>
<li><a href="http://queesch.lu/?p=819&amp;lang=en" target="_blank" class="broken_link">queesch: die uni brennt!</a></li>
<li><a href="http://warteschlange.twoday.net/stories/6009454/" target="_blank" class="broken_link">warteschlange: schleichende kriminalisierung der unibesetzung</a></li>
<li><a href="http://digiom.wordpress.com/2009/10/25/vom-flashmob-zu-unibrennt-kollektive-organisation-in-realtime/" target="_blank">digiom: vom flashmob zu #unibrennt</a></li>
<li><a href="http://jeromeswien.blogspot.com/2009/10/die-uni-brennt.html" target="_blank" class="broken_link">jeromes wien: die uni brennt!!</a></li>
<li><a href="http://www.georgholzer.at/blog/2009/10/25/es-brennt-an-den-universitaten/" target="_blank" class="broken_link">georg holzer: es brennt an den universitäten</a></li>
<li><a href="http://www.helge.at/2009/10/die-uni-brennt-nach-ameisenart/" target="_blank" class="broken_link">helge: die uni brennt nach ameisenart</a></li>
<li><a href="http://thecaptainobviousblog.wordpress.com/2009/10/25/pseudointellektuelles-gedankengut/" target="_blank" class="broken_link">the captain obvious blog: (pseudo)intellektuelles gedankengut</a></li>
</ul>
<p><strong>26. Oktober 09:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://zurpolitik.com/2009/10/26/die-studierenden-weichen-nicht-video/" target="_blank" class="broken_link">zur politik: die studierenden weichen nicht</a></li>
<li><a href="http://rigardi.org/?p=1611" target="_blank" class="broken_link">rigardi: 4 tage in unserer uni</a></li>
<li><a href="http://koprax.wordpress.com/2009/10/26/warum-brennt-die-uni-so-gut/" target="_blank">koprax: warum brennt die uni so gut?</a></li>
<li><a href="http://www.politwatch.at/stories/150-millionen-euro-wofuer" target="_blank" class="broken_link">politwatch: 150 millionen wofür?</a></li>
<li><a href="http://www.readers-edition.de/2009/10/26/studentenproteste-in-oesterreich/" target="_blank" class="broken_link">readers edition: studentenproteste in österreich</a></li>
<li><a href="http://www.spreeblick.com/2009/10/26/audimax-besetzung-in-der-uni-wien-unibrennt-unsereuni/" target="_blank" class="broken_link">spreeblick: audimax-besetzung in der uni wien</a></li>
<li><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/10/was-bringt-die-partnerschaft-mit-diepresse-fur-unsereuni" target="_blank">kellerabteil: was bringt die partnerschaft mit die presse?</a></li>
</ul>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1093" class="footnote">Es stammt von Ass. Prof. Dr. Karl Heimberger,  Betriebsrat der MedUni Wien.</li><li id="footnote_1_1093" class="footnote">Besonders fein, das Getwittere, Geblogge, Produzieren von utubes usw. &#8230; es produziert ein gut zugängliches Archiv, wird die Ereignisse, Bruchlinien, Positionen, Behauptungen in der Unterhaltungsindustrie dokumentiert halten. Unlike the massmedia.</li><li id="footnote_2_1093" class="footnote">Hallo, zur Info:</p>
<p>Das erste Mal seit 2004 ist in Wien eine Universität besetzt!</p>
<p>http://www.malen-nach-zahlen.at/</p>
<p>Gestern (DIENSTAG) wurde beschlossen, HEUTE (MITTWOCH) um 16:00 Uhr ein PLENUM für Menschen der Uni Wien (und alle die sonst hinkommen wollen natürlich!) zu veranstalten. (In der Akademie &#8211; Schillerplatz 3).<br />
Dort wollen wir uns vernetzten und Aktionen für Donnerstag planen. Die Stimmung ist kämpferisch und motiviert!</p>
<p>Am DONNERSTAG wird um 12:00 Uhr eine Demo an der Votivkirche starten. &#8211; Wo diese endet liegt an uns&#8230;</p>
<p>Zeigen wir Hahn dass die Uni Wien der gleichen Meinung ist wie die Menschen an der Bildenden.</p>
<p>Die neu entflammte Diskussion über Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen kann und darf nicht die Lösung sein.<br />
Durchfinanzierung der Universitäten &#8211; JETZT!</p>
<p>OUR EDUCATION IS NOT FOR SALE! Freie, selbstbestimmte und kritische Bildung für ALLE!</p>
<p>Da die Zeit knapp ist: Bitte weiterleiten per E Mail an Verteilerinnen, Freundinnen und Freunde, per SMS schicken, in euren Seminaren und Vorlesungen mobilisieren, Hörsaaltouren machen!</p>
<p>Mehr Infos, Petition und immer aktuelles Programm jetzt unter:</p>
<p>http://www.malen-nach-zahlen.at/</p>
<p>Rebellische Grüße!</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2009/10/dreiervorschlag-studentinnen-wahlen-nachfolger-fur-minister-hahn/' rel='bookmark' title='Dreiervorschlag: StudentInnen wählen Nachfolger für Minister Hahn'>Dreiervorschlag: StudentInnen wählen Nachfolger für Minister Hahn</a></li>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2009/11/gegenuberstellung-unsereuni-%e2%80%93-gio-hahn/' rel='bookmark' title='Gegenüberstellung #unsereuni – Gio Hahn'>Gegenüberstellung #unsereuni – Gio Hahn</a></li>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2009/10/gegenuberstellung-kaltenegger-%e2%80%93-winckler/' rel='bookmark' title='Gegenüberstellung Kaltenegger – Winckler'>Gegenüberstellung Kaltenegger – Winckler</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Der Staatsterror bin Ich.</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2009/09/der-staatsterror-bin-ich/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 10:45:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Diese Bundesministerin kann den Hang zum Totalitarismus immer mehr ausleben. Sie erntet dabei freilich auch die Früchte der Vorarbeiten ihrer VorgängerInnen, die mit dem Abbau der Menschenrechte beispielhaft angefangen haben und staatliche Willkür voranzutreiben begonnen haben." rel="lightbox[roadtrip]" href="/images/Maria_Fekter_Der_Staatsterror_bin_Ich.png"><img class="aligncenter" src="/images/Maria_Fekter_Der_Staatsterror_bin_Ich.png" alt="Maria Fekter" width="400" height="492" /></a></p>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Zigeunerschnitzel</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2009/07/zigeunerschnitzel/</link>
		<comments>http://www.kellerabteil.org/2009/07/zigeunerschnitzel/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 27 Jul 2009 21:30:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[just for the records, ich plädiere dafür, das Zigeunerschnitzel weiterhin &#8220;Zigeunerschnitzel&#8221; zu nennen. ok? Wir müssen doch nicht ernsthaft breit darüber debattieren, ob diese Bezeichnung rassistisch ist! Nicht im ernst, oder? Genau, und dann vielleicht noch abstimmen, wer sich in der Debatte nach Ansicht der &#8220;community&#8221; wackerer geschlagen hat und davon die Antwort auf die [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>just for the records</em>, ich plädiere dafür, das Zigeunerschnitzel weiterhin &#8220;Zigeunerschnitzel&#8221; zu nennen.</p>
<p>ok?</p>
<p>Wir müssen doch nicht ernsthaft breit darüber debattieren, ob diese Bezeichnung rassistisch ist! Nicht im ernst, oder? Genau, und dann vielleicht noch abstimmen, wer sich in der Debatte nach Ansicht der &#8220;community&#8221; wackerer geschlagen hat und davon die Antwort auf die Frage ableiten, ja?<br />
Sollen die Pro&#8217;s und Con&#8217;s sich doch im web2.0 präsentieren und wir voten dann. Klick klick macht das kritische Volk.</p>
<p>Nääää, ob ein Ausdruck rassistisch ist oder nichts hat latürnich nichts damit zu tun, ob irgendeine Mehrheit dafür oder dagegen gefunden werden kann. Nope, hat ja nicht einmal was damit zu tun, wer besser schöner schlüssiger stringenter lauter oder nachhaltiger argumentiert, scherzt, echauffiert oder blöggt.</p>
<p>Tell you what, &#8220;<strong>Rassismus ist ein objektives Phänomen</strong>&#8220;. <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_eek.gif' alt=':shock:' class='wp-smiley' /><br />
<em>Soviel mal meine Behauptung</em>.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/07/zigeunerschnitzel/#footnote_0_1017" id="identifier_0_1017" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Nachgetragen: hier ein aktueller Beitrag aus der Blogosph&auml;re mit dieser Sto&szlig;richtung der Behauptung, von Jana Herwig &amp;#8220;Warum mir das Aida Logo aufst&ouml;&szlig;t&amp;#8220;. Ich denke zu mindest, dass hier eine synonyme Sto&szlig;richtung gemeint ist, verstehe aber das &amp;#8220;wider eine positivistische Definition&amp;#8221; nicht. &amp;#8220;Objektives Ph&auml;nomen&amp;#8221; und &amp;#8220;wider positivistische Definition&amp;#8221; scheinen sich doch zu widersprechen und ich bin mir daher nicht sicher, ob meine Annahme der synonymen Sto&szlig;richtung nicht eine Unterstellung ist.">1</a></sup></p>
<p><span id="more-1017"></span>Ja. <strong>Schöne Scheiße</strong>, gell?<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/07/zigeunerschnitzel/#footnote_1_1017" id="identifier_1_1017" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="doch doch, lie&szlig;e sich viel besser formulieren, klar. Ein Begriff, der objektive Verh&auml;ltnisse meint. Eine Begriff, der als Definition objektivierbar evidentes abgrenzbar macht. Sogar ein Begriff, dem nicht nur Deskription sondern auch ein guter Anteil Erkl&auml;rung innewohnt. Alles m&uuml;de Formulierungen, schmecks. Ist ja trotzdem wohl klar, was ich meine.">2</a></sup> Und wen das tatsächlich interessiert, die/der kann das lernen, überprüfen, sich informieren, so wie sich Laien in – sagen wir – <em>Perl</em> bei Leuten mit diesem Knowhow und Erfahrung mit <em>Perl </em>informieren.<br />
So wie Menschen mit Interesse für <em>Photovoaltik</em> neugierig auf das Wissen von ExpertInnen sind. So wie Interessierte an der Sprache <em>Mandarin </em>sich daran machen werden, möglichst mit chinesischer Unterstützung einen langen Lernweg auf sich zu nehmen. Freilich, Wissen kann mensch sich kaum anlesen, es muss &#8220;erarbeitet&#8221; werden.</p>
<p>Mensch könnte z.B. mal bei<strong> <a href="http://www.zara.or.at/index.php/trainings" target="_blank" class="broken_link">Zara</a></strong> vorbei schauen oder <a href="http://phsblog.at/wer-a-tschusch-ist-bestimmen-no-immer-miar/" target="_blank" class="broken_link">Philipp Sonderegger</a> fragen, wenn mensch an der langjährigen Erfahrung von Menschen aus dem Feld interessiert ist, die das sogar auch noch – zusätzlich – wissenschaftlich aufdröseln können.</p>
<p>Sowieso einerlei. Es geht, zumindest mag ich das nicht glauben, kaum darum, ob der &#8220;<strong><em>Mohr im Hemd</em></strong>&#8221; Begriff für eine traditionelle Nachspeise (oder eigentlich egal, ob traditionell oder nicht) rassistisch ist. Ist die Erde Rund? Ist sie älter als 6.000 Jahre? Ist Martin Graf ein Nazi?<br />
Ok, freilich, es erfreut auch mancher Afficionados Herzen zu debattieren, war Maradonas Handspiel beim berühmten &#8220;Hand Gottes&#8221;-Türl wirklich Hand oder nicht.</p>
<p>Realiter geht&#8217;s aber immer darum, finden wir das <em>cool</em>, das &#8220;Hand Gottes&#8221;-Tor &#8230; im Kontext <em>dieser</em> Weltmeisterschaft, der Situation, der Beteiligten, des Ausnahmefussballers Maradona &#8230; oder bringen wir Argumente versus cool. (Foul ist Foul, Sonderbehandlung, moralisch widerlich, &#8230;)</p>
<p><strong>Wie bewerten wir kollektiv?</strong><br />
Wir, das ist beim Maradona-Goal eine distanzierte unbeteiligte Diffusität. Ist ja auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hand_Gottes_(Fußball)" target="_blank" class="broken_link">schon ne Zeit her</a>. Argentinier sind wir auch in der Regel nicht. Engländer ebenso wenig (bzw. – statistisch – in etwa &#8220;ebenso wenig&#8221;). Ja, Zeit macht nen Unterschied. Herrschende Sicht. Auslegung. Interpretation. &#8230;<br />
Wie das die Engländer heute sehen? Wie das die Engländer damals sahen? Wie das die Engländer am Spielfeld damals sahen? Mmh, macht wohl auf jedenfall einen Unterschied. Irgendwie gestehen wir denen, wahrscheinlich, eine andere Betroffenheit zu.</p>
<p>Dem englischen Goalie in <em>face-to-face</em> Interaktion, wer würde da nicht – ihm gegenüber und gerne – zugestehen, ja, natürlich ist Mohr im Hemd ein rassistischer Begriff für schwarzbraune Haselnussmehlspeis. Und Handspiel ist Handspiel.<br />
Dem  Peter Shilton gegenüber wär&#8217;s hohl, mit &#8220;<em>ja aber</em>&#8221; und &#8220;<em>cool</em>&#8221; und &#8220;<em>genial</em>&#8221; zu kommen. Dem alten Shilton Peter gegenüber sitzend würd&#8217; vielen von uns vielleicht sogar dämmern, dass es dem möglicherweise noch weh tut, dass so ein stinknormal irreguläres Tor eigene Wikipediaeinträge hat.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/07/zigeunerschnitzel/#footnote_2_1017" id="identifier_2_1017" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Hoffentlich ist es den Beteiligten mehr wurscht als was anderes. Hier geht s jedoch nur um ein irregul&auml;res Tor in einem Fussballspiel. Nothing more.">3</a></sup></p>
<p><strong>Wen erhitzt eine &#8216;</strong><em><strong>Tor oder nicht Tor</strong></em><strong>&#8216;-Debatte?</strong><br />
Einfache Antwort, den Tor. <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_redface.gif' alt=':oops:' class='wp-smiley' />  Etwas kompliziertere Antwort, &#8220;<em>Ja, das ist jetzt eine interessante Frage!</em>&#8221;<br />
Wer echauffiert sich da diesseits und andererseits der Debatte und <em>warum</em>?</p>
<p>Ich weiß ja – ehrlich gestanden – nicht mehr, wie es mir 1986 im Angesicht der televisionell miterlebten, damals noch nicht so genannten, &#8220;Hand Gottes&#8221; ging. (Obwohl ich mich an das Spiel ganz gut erinnere, nur nicht an meine Reaktion über das Handspiel.) Alles in allem und zumindest für heute gültig ist, es geht mir am Arsch vorbei.<br />
Und zwar so etwas von &#8230;</p>
<p>Ich versteh auch nicht, warum es Vielen schwer fällt zu sagen – oder nur still abzunicken – &#8220;<em>ja klar ist das rassistisch</em>&#8221; und dann weiter im Tagesprogramm.!?<br />
Seltsamerweise ist das ja die umgekehrte Reaktion, wie gegenüber den laufend krepierenden Bootsflüchtlinge an den Rändern der Festung_Europa. Oder den in Lagern eingepferchten AsylantInnen (als hätten unsere jüngere Geschichte &#8220;das Lager&#8221; nicht für alle Zeit markiert als NoNoNo!). Oder den EinEuroJobbern, die mitten in unseren Wohlfahrtsstaaten zu einem eigenen Wirtschaftszweig ausgearbeitet werden. Oder den korrupten wie fachlich dilettantischen PolitikerInnen, die unsere Gesellschaft in aktivster Zusammenarbeit mit analog dilettantischen und korrupten Mediensystemen weiter in die Scheiße reiten. Oder oder oder &#8230;</p>
<p><strong>Conclusio</strong><br />
Ich hab&#8217; persönlich kein Problem mit dem für sich genommen lächerlichen Begriff &#8220;Hand Gottes&#8221; und seiner Anwendung für ein irreguläres Tor, das irgendwann vor mehr als 20 Jahren als regulär gegeben wurde. Wenn ich mich darüber erregte, würde ich doch eine idealisierende Messlatte an die gesellschaftliche Veranstaltung &#8220;Fußball&#8221; anlegen. Die wiederum reichlich lächerlich wäre.</p>
<p>Ich hab auch kein Problem mit dem – klar, objektiv <span style="text-decoration: underline;">rassistischen</span> – Begriff &#8220;Zigeunerschnitzel&#8221;.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/07/zigeunerschnitzel/#footnote_3_1017" id="identifier_3_1017" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Thxs an Klaus Werner Lobo, btw, f&uuml;r seinen ausgezeichneten und wichtigen Eintrag &amp;#8220;Warum ich Rassist bin&amp;#8220;.">4</a></sup><br />
Schließlich sind wir eine ziemlich chauvinistische Gesellschaft und der Begriff dient im Idealfall noch dazu, uns einen Spiegel vorzuhalten. Und streiten und echauffieren hat auch sein gutes.</p>
<p>Freilich, ich hab leicht reden. Ich bin nicht Rom, nicht Sinti, nicht Peter Shilton &#8230;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1017" class="footnote">Nachgetragen: hier ein aktueller Beitrag aus der Blogosphäre mit dieser Stoßrichtung der Behauptung, von Jana Herwig &#8220;<strong><a href="http://digiom.wordpress.com/2009/07/28/warum-mir-das-aida-logo-sauer-aufstoesst-oder-wider-die-positivistische-definition-der-diskriminierung/" target="_blank">Warum mir das Aida Logo aufstößt</a></strong>&#8220;. Ich denke zu mindest, dass hier eine synonyme Stoßrichtung gemeint ist, verstehe aber das &#8220;<em>wider eine positivistische Definition</em>&#8221; nicht. &#8220;Objektives Phänomen&#8221; und &#8220;wider positivistische Definition&#8221; scheinen sich doch zu widersprechen und ich bin mir daher nicht sicher, ob meine Annahme der synonymen Stoßrichtung nicht eine Unterstellung ist.</li><li id="footnote_1_1017" class="footnote">doch doch, ließe sich viel besser formulieren, klar. Ein Begriff, der objektive Verhältnisse meint. Eine Begriff, der als Definition objektivierbar evidentes abgrenzbar macht. Sogar ein Begriff, dem nicht nur Deskription sondern auch ein guter Anteil Erklärung innewohnt. Alles müde Formulierungen, schmecks. Ist ja trotzdem wohl klar, was ich meine.</li><li id="footnote_2_1017" class="footnote">Hoffentlich ist es den Beteiligten mehr wurscht als was anderes. Hier geht s jedoch nur um ein irreguläres Tor in einem Fussballspiel. <em>Nothing more.</em></li><li id="footnote_3_1017" class="footnote">Thxs an Klaus Werner Lobo, btw, für seinen ausgezeichneten und wichtigen Eintrag &#8220;<a href="http://klauswerner.com/2009/07/warum-ich-rassist-bin/" target="_blank" class="broken_link"><strong>Warum ich Rassist bin</strong></a>&#8220;.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Baharestan Platz, Teheran</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Jun 2009 02:08:53 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das Tian’anmen-Massaker liegt 20 Jahre zurück, zwei Jahrzehnte und ein paar Tage. Eine Generation. Einmal Mündigkeit, Abschluss der Schulbildung, Wehrpflicht. Einmal, in vielen Weltgegenden immer noch die Regel, vor nicht allzuvielen Jahrzehnten sowieso selbstverständlich: einmal von Geburt bis zur Elternschaft. Die Bilder von Tian’anmen sind nicht vergessen. Sickert jetzt die Gewißheit ein, dass es sich gerade [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tian’anmen-Massaker" target="_blank" class="broken_link">Tian’anmen-Massaker</a> liegt 20 Jahre zurück, zwei Jahrzehnte und ein paar Tage. Eine Generation. Einmal Mündigkeit, Abschluss der Schulbildung, Wehrpflicht. Einmal, in vielen Weltgegenden immer noch die Regel, vor nicht allzuvielen Jahrzehnten sowieso selbstverständlich: einmal von Geburt bis zur Elternschaft.<br />
Die Bilder von Tian’anmen sind nicht vergessen.<br />
<em>Sickert jetzt die Gewißheit ein, dass es sich gerade wiederholt hat?</em> <a href="http://iran.whyweprotest.net/news-current-events/2327-green-brief-8-a.html#post18505" target="_blank" class="broken_link">→</a><sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/06/baharestan-platz-teheran/#footnote_0_945" id="identifier_0_945" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="ein Nachtrag: siehe dazu, dh. dazu, was am Folgetag als halbwegs &uuml;berpr&uuml;fbar verifiziert werden konnte die Analyse von NiteOwl.">1</a></sup></p>
<p>Im Juni 1989 war ich 17, übergewichtig, Außenseiter in der Sportklasse, wenigstens nicht mehr so im Eck, dass ich die Arschkarte gehabt hätte; aber halt Einzelgänger, unangenehm belesen, freilich null Ahnung in Popkultur, peinlich gewandet, aber Hauptsache mit ein wenig Weltliteratur vertraut, den Anderen ein Horror im Stadt-Land-Spiel, wenn s hoch kommt 3x mal nem Mädel selbst zusammen gestellte Musikkassetten geschenkt, ernsthaft geglaubt, Hippies waren intelligente philosophische Rebellen, meinen Vater verachtet, meine Mutter gehaßt und nicht gemerkt, dass ich sie verehre und es unerwiderte Liebe war, in Globalgeschichte weit über die eurozentristische Schreibung hinaus bewandert und die GymnasiallehrerInnen für fast jedes Fach außer Deutsch und Physik auslachend.<br />
Den Weltschmerz hatte ich schon seit einigen Jahren jongliert, und in der Haltung des Kapitäns von Siegfried Lenz&#8217; Feuerschiff hatte ich eine Position gefunden. Dass überall auf dem Planeten Menschen unterdrückt, gequält und ermordet wurden, <em>nämlich laufend</em>, das war mir bewusst. Und <em>laufend </em>hieß, nämlich auch unabhängig von gerade aktuellen, aber in meiner Jugend (und meiner Erinnerung) sowieso fast alltäglichen Bilder und Berichten von Putschen und Konterputschen in Afrika oder Lateinamerika.</p>
<p><span id="more-945"></span><strong>Vor dem Ende der Geschichte</strong><br />
Ich bin aufgewachsen mit den Bildern der Militärparaden am Roten Platz, mit Filmen wie &#8216;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Tag_danach" target="_blank" class="broken_link">Der Tag danach</a>&#8216;, mit dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Golfkrieg" target="_blank" class="broken_link">Alltag des Golfkrieges</a> und seinen Bildern vom Gaskrieg aus dem Shat El&#8217;Arab, mit der visuellen Omnipräsenz der Nuklearsprengkörper bestückten Langstreckenraketen in Zeit-im-Bild-Sendungen und mit dem Bewusstsein, dass in den lateinamerikanischen Diktaturen RegimekritikerInnen einfach verschwanden und entweder nach Jahren für Tod erklärt wurden oder Jahre später Fotos auftauchten, die ihren Tod bald nach dem Verschwinden bezeugten.<br />
Und ich bin mit nur zwei Fernsehsendern aufgewachsen, die noch dazu über viele Stunden des Tages Schneegestöber zeigten und von denen einer nur dann vor 9.00 sendete, wenn<a href="http://www.youtube.com/watch?v=TZHIo5ylQA8" target="_blank"> Marvin &#8220;the marvelous&#8221; Hagler</a> boxte, die nach 18.oo kein Kinder- oder Jugendprogramm mehr hatten (von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Barbara_Stöckl" target="_blank" class="broken_link">OKAY </a>am Sonntag und von Sport am Montag abgesehen), und die amerikanische, französische und italienische Spionage-Filme mit einer Plot- und Dialogkomplexität zeigten, die heute von höchstens nur mehr von FilmwissenschaftlerInnen analysiert werden. Ich bin mit den einzig erträglichen Sendungen &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Guglhupf" target="_blank" class="broken_link">Guglhupf</a>&#8221; (<em>wird eben eingestellt</em>) und &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Musicbox" target="_blank" class="broken_link">Musicbox</a>&#8221; (<em>hab ich damals meistens nicht verstanden</em>) im Radio aufgewachsen, in einer Stadt, deren nächste München war, welche wiederum maximal die Spider Murphy Gang gegen den Austro-Pop setzen konnte.<br />
Alles in allem: kalter Krieg.</p>
<p><strong>Der Tian’anmen-Platz</strong><br />
Es ist aus der Distanz nicht einsichtig, warum Tian’anmen in meiner Erinnerung eine hervorragende Stellung einnimmt. Monate später, die Bilder von den unbekannten, höflich-gefasst sich freuenden Menschen, die da am Zaun auftauchten, diese Bilder waren nicht weniger bewegend. Auf der Landkarte in meinem Kopf waren sie in gebrechlichen Kisten durch dieses im Fernsehen immer rot hinter der fetten schwarzen Linie gezeichnete Terrain gefahren, hatten sich als Ungarntouristen innerhalb ihrer Ostblockwelt abgeseilt, ihre Wohnungen und bisherigen Leben zurückgelassen und zuckelten dann schüchtern durch einen frisch aufgeschnitten Stacheldraht.<br />
Etwas später viel die Mauer, viel lauter, heller, greller. Natürlich liefen mir auch da wieder, ebenso wie allen anderen, die Tränen herunter, bei den Bildern der fassungslos durch Brandenburger Tor Strömenden wie sie den fassungslos am Kurfürstendamm Spazierenden in die Arme fallen.</p>
<p>In Moskau wiederholten sich dann, in meinem Kopf traumatisch, aber mit anderem Ergebnis, die Bilder von sich vor Panzer legenden Menschen.<br />
Überhaupt fällt mir auf, dass meine Jugend mit medialen Bildern von vollkommen selbstverständlichen Panzern markiert ist, die dann irgendwann wie spurlos verschwanden.</p>
<p>Tian’anmen war anders. Tian’anmen war anders als Südafrika, anders als die Falklands, anders als El Salvador, anders als Bukarest, als Vietnam, das Nasser-Attentat, Ghandi, die Flugzeugentführungen, die Geiselnahmen, die RAF und die Roten Brigaden, Uganda, die Killing Fields, Chile oder Argentinien, Nicaragua.</p>
<p>Tian’anmen war ungeheuerlich. Tian’anmen war kein Satellitenstaat sondern China, die alte Kulturnation, das rote China, vor dem sich sogar die Sowjets fürchteten. Tian’anmen war kein Putsch, keine ungeklärte politische Situation, keine Protest von hilflosen Verzweifelten, denen man à la longe keine Chance gab, keine Guerillaaktion von Widerständlern, die gegen Gewalt Gegengewalt setzten.<br />
Tian’anmen war die Ahnung von einer Weiche in der Universalgeschichte. Tian’anmen war kein Spielfeld, auf dem schließlich die Systemgegner ihre Marionetten es ausfechten lassen würden. Tian’anmen war ein Erdbeben, das die Welt meiner Generation erbeben ließ; bzw. zumindest meine. Tian’anmen war <em>eine andere Welt ist möglich</em>, bevor ich den Spruch gehört hatte oder auch nur denken hätte können.</p>
<p>Junge Menschen gegen ein altes Regime, das plötzlich wie ein Auslaufmodell der Geschichte wirkt.</p>
<p><strong>Neda, twazzup, der immunisierende flash-back</strong><br />
Bald nach den ersten Bildern aus dem Iran war Tian’anmen wieder da. Bald nach den ersten Bildern aus dem Iran war der Schmerz, das Ohnmachtsgefühl, das Bewusstsein der eigenen Lächerlichkeit wieder da. Natürlich geht da mit den ersten Bildern aus dem Iran auch die Hoffnung einher, dass es anders als am Tian’anmen enden möge. Aber die Hoffnung ist kein vibrierendes Sehnen, nicht das Bitte-Bitte-Lass-es-gut-ausgehen Hoffen, es ist bar der emotionalen Vorauszahlungen auf ein Happy-End. Es ist abgeklärt, fucking realistisch abgeklärt. Wenn, dann ist es prophylaktisch nüchtern kalkulierend: ja, es kann eine friedliche Revolution werden, wahrscheinlicher ist &#8230;</p>
<p>Die Bilder aus dem Iran kamen diesmal nicht via Fernseher, nicht via ZiB. Gäbe gar keinen Fernseher mehr in meinem Haushalt. Fuck die Unterhaltungsindustrie, die virtuelle Welt der Massenmedien, deren Problem qualitativen Nachwuchses jenes der politischen Parteien und Interessensvertretungen noch harmlos erscheinen lässt.</p>
<p>&#8220;<em>Neda</em>&#8221; sehe ich auf dem youtube-Kanal eines iranischen Benutzers sterben. Da steht der Zuseherzähler noch auf knapp über 200. Ein paar Stunden später ist das Video von diesem iranischen Account gelöscht. Benutzerrichtlinienverletzungen schreibt Youtube. Aber da ist das Handycam-Video schon auf mehreren anderen englisch-sprachigen Accounts gespiegelt und ich habe &#8220;Neda&#8221; Sterben auch noch aus anderer Handycamperspektive via Facebookvideo gesehen.<br />
Noch einige Stunden, und CNN wird das Video im TV bringen, etwas entschärft. Es war Zufall, dass ich es seit Stunden kenne. Auf Twitter wird die Übertragung von CNN mit einem Triumphgeheul beantwortet, weil man als Crowd via Twitter CNN dazu bewegt habe. Ein Sieg für die Wahrheit.</p>
<p>Parallel beginnt der zunehmende Strom an Anklagen, warum Obama schweige, warum die USA nicht eingreife, warum den die immer so siegreiche U.S.Army nicht schon im Iran für demokratische Ordnung sorge. Obama wird Mörder genannt, Amis entschuldigen sich für ihr Land und bekennen, dass man in den USA offensichtlich keine Führung habe. Die Dynamik des schnellen web2.0 lässt diese Stimmung in minutensprüngen intensiver werden und binnen Stunden ein faszinierendes Maß des Ausdrucks emotional gestresseter Idiotie erreichen.</p>
<p>Ich bekomme das alles über <strong><a href="http://www.twazzup.com/search?q=%23iranelection&amp;l=all" target="_blank" class="broken_link">twazzup</a></strong> mit. Es ist beeindruckend. Die stupiden RT&#8217;erInnen sind bald von neuen Meldungen zu trennen. Die Störenfriede und TrittbrettfahrerInnen leicht ausgesiebt. Gewissheit gibt es deswegen auch keine. Die gab es freilich nie. Alles andere ist eine Illusion der Massenmedien, ihrer letzten Vertrauten und Fans, mit müdem Augenaufschlag zu quittieren. Die Nachrichtenredaktionen von CNN abwärts haben ihre Qualitäten. Ich schätze sie auch, aber sie überschätzen sich. Mensch muss immer noch ihre virtuelle Welt durch eigene Arbeit von dem Schmalz der auftragsmäßigen Epenmalerei freischälen.</p>
<p><strong>Wie mittendrin statt live dabei ist eine <em>twazzuped rebellion</em>?</strong><br />
Die emotionale Distanz ist schmerzhaft. Sie trennt mich gleichermaßen von dem, was und wer ich mit 17 Jahren war, als auch mit vielen, den meisten tweets, facebook-Einträgen etc.<br />
Mit 17 wollte mein ganzes Ich nach Peking. Sofort. Ich wollte helfen, klar, auch dabei sein, aber eigentlich helfen. Das lese ich dieser Tage nun wieder in hundert, in tausend Variationen. Plus der Hilfeschreie, warum wir denn nicht da wären, um zu helfen. Meine Fresse, du naives Ding, glaubst Du echt, nur Ihr sterbt da gerade, werdet unterdrückt, geschlagen und kämpft mit wenig Aussicht auf Erfolg für eine bessere Welt?</p>
<p>Nein, das denkst Du natürlich nicht. Deine Gedanken sind nicht bei den anderen Unterdrückten, ungerecht missbrauchten, jetzt gerade Sterbenden und Ermordeten. Deine Gedanken sind nicht bei den anderen, so wie &#8220;unsere&#8221; bei Dir sind. Aber Du sitzt auch nicht in Wien am Laptop mit Docking-Station und Wlan. Oder in irgendeinem Kaff in Europa oder den USA. Du hast wirklich Angst. Du hast vielleicht auch diffuse, aber konkrete Ängste.<br />
<em> Deine </em>Gesellschaft wird gerade traumatisiert, nach ein paar Tagen mittelruhigen Status Quo jetzt wohl gezielt mit brutalem und bewusst exemplarischen Massenmord traumatisiert auf zwei, drei weitere Generationen hinaus.</p>
<p>Du<em> </em>wirst gerade zur MittäterIn gemacht, weil <em>Du</em> damit umgehen wirst müssen (, wenn es Dich nicht kapput macht), in den nächsten Jahrzehnten in dieser Gesellschaft zu leben. Du wirst verdrängen müssen und nicht vergessen können, und Du wirst dem Selbstvorwurf, überlebt zu haben und nicht zerhackt worden zu sein, letzlich mit Verdrängung beantworten müssen. Du wirst das Regime und die Gesellschaft irgendwann irgendwo irgendwie verteidigen, weil diese Verteidigung der Gesellschaft, in der Du lebst, Dir eine psychologische Notwendigkeit zur Rechtfertigung Deines Überlebens sein wird, wo doch <em>Deine </em>Brüder und Schwestern ermordet wurden. <em>Du </em>wirst Dich immer schuldig fühlen, so wie die überlebenden Juden, so wie die Überlebenden der Generation vom Tian’anmen.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class=" " title="Toter vom BaharestanPlatz" src="/images/axe-wound.jpg" alt="Toter vom Baharestan Platz" width="480" height="360" /><p class="wp-caption-text">Toter vom Baharestan Platz (Bild aus diesem Bericht)</p></div>
<p>Aber Du bist vereint. Nicht nur Du wirst Dich schuldig fühlen, da Du nicht helfen konntest und nicht sterben durftest, auch die Täter werden durch ihre Tat für immer an diesen Moment gebunden sein. Sie werden auch verdrängen müssen. Ihr werdet in der gleichen Gesellschaft älter werden. Verbunden durch die Erinnerung an etwas, was eure Gesellschaft definieren und von ihr tabuisiert werden wird.</p>
<p>Ihr seid jetzt schon Verbündete, nein nicht freiwillig, nicht wissentlich, nur dass jene, die das Befohlen haben, das jetzt schon wissen und in ihren Kalkulationen einbezogen.</p>
<p><strong>Was heißt hier &#8216;unimaginable horror&#8217;?</strong><br />
Die Herrschaft des Totalitarismus hat (nur) wieder einmal ihre Fratze gezeigt, die Larve abgestreift und gezeigt, was ihre Mittel, Instrumente, Möglichkeiten sind, wenn sie sich angegriffen fühlt. Das macht es nicht weniger verabscheuenswürdig und unverzeichlich. Die Herrschaft des Totalitarismus hat ihre Krüppel herangezogen, gehortet und hat sie jetzt tatsächlich brauchen können. Sie hat die geschädigten, aufgehetzten Zukurzgekommen mit den Skrupellosen und den von ihrer Pflichtversessenheit Aufgesogenen zusammen in Gesichtslose Larven gesteckt und ihnen einen Feind gegeben, an dem ein Exempel zu statuieren sei.<br />
Das Exempel diene der Aufrechterhaltung der Ordnung. Der Aufrechterhaltung nicht irgendeiner Ordnung, sondern der, der Gesellschaft. Es ginge um das Wohl, um die Zukunft, um die Gesundheit der Gesellschaft. Das Exempel sei so zu vollziehen, dass es als eine saubere Operation betrachtet werden könne, dass keine weiteren Krankheitsherde mehr zurück blieben.<br />
Die Axt als Skalpel sei hier angebracht. Die Menschheit hat Übung, oder sagen wir wenigstens, Erfahrung darin.</p>
<p style="text-align: center;">
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=mEtVRgZ3Szw">www.youtube.com/watch?v=mEtVRgZ3Szw</a></p>
</p>
<p style="text-align: left;">Ich erspare mir die Bezüge zu Österreich, zum Mob gar nicht so entfernter Tage (die Traumatisierten aller Seiten leben noch) und zum Mob dieser Tage. Vor allem erspare ich mir den Bezug zu den totalitär geherrscht Habenden der gar nicht so entfernten Tage und zu den totalitär herrschen Wollenden dieser Tage.<br />
Wer hier, &#8216;<em>das kann man aber wohl nicht vergleichen schreit</em>&#8216;, denen ist so oder so kaum zu helfen. Schon gar nicht in einem BlogPost öffentlich privater Trauerarbeit.</p>
<p style="text-align: left;">In meiner Lebensspanne gehen sich noch zwei, drei und vielleicht viel Baharestan oder Tian’anmen Plätze aus. Und das Phänomen ist keines meiner Lebensspanne. Was heißt also schon &#8220;unglaublich&#8221; und &#8220;unvorstellbar&#8221; als Adjektiv vor dem substantiven Horror? Heißt es, dass wir nicht glauben wollen, dass wir es uns nicht vorstellen wollen? Oder heißt es, dass wir nicht glauben und uns nicht vorstellen können, was hier passiert?</p>
<p style="text-align: left;"><strong>&#8220;</strong><strong>Es ist krank&#8221; &#8230; reicht nicht</strong><br />
Das erinnert mich an eine traurige Erfahrung, an die ich mich aus anderen Gründen schon vor wenigen Wochen zurück erinnert habe: die Wochen und Monate nach 9/11. Damals war ich noch regelmäßiger und intensiver fm4-Hörer und v.a. -Leser. Fm4-Homepage that is.<br />
Nach dem Kollaps der Türme setzte mit geringer Pause umgehend eine kollektive Bewertung des Geschehenen ein. Die Artikel erklärten uns das Entsetzen und sie erklärten uns das Entsetzen als gerechtfertigt. Und dann erklärten sie uns das Entsetzen als einzige gerechtfertigte Reaktion und Umgangsform. Sie erklärten uns, dass wir alle Amerikaner seine, und scheiß auf den Konjunktiv, waren. Der wahre Kern wurde hinfällig, als jegliche Abweichung von dieser Position zur Widerwärtigkeit im Angesicht der Katastrophe ernannt wurde.</p>
<p style="text-align: left;">Die Attentäter hatten nicht nur krank zu sein, sie mussten über Monate hinweg nur und ausschließlich krank sein. Wer nicht ausreichend entsetzt oder wer nicht ausreichend verwundert war, war verdächtig. Das hieß in des <a href="http://fm4.orf.at/blumenau" target="_blank">Blumenau&#8217;s Welt</a> auch schon schuldig. Da war kein Platz für fm4-HörerInnen und -LeserInnen, die ebenso mit Joseph Conrad wie mit den Marvel Comics aufgewachsen waren, deren imaginäre Welt ebenso aus dem Karakorum wie aus dem Mittelwesten bereichert wurde, die gleichermaßen mit Rodney King wie mit Andrei Sacharow etwas anfangen konnten und die vielleicht weniger mit der Popkulturgeschichte vertraut als in der Geschichte Chorasans bewandert waren.</p>
<p style="text-align: left;">Ich bin nun doppelt schuldig, doppelt widerlich. Mir hat nicht nur die Euphorie grüngetünchten der <em>support-freedom-in-iran-communities</em> einen Stich versetzt, der mich an meine Euphorie angesichts des Frühlings am Tian’anmen erinnert hat, und an meine dümmlichen Anwandlungen als 17jähriger dort hinfliegen und helfen zu wollen. Was helfen? Ich hätte schon den Weg von einem Flughafen zum Tian’anmen ohne Hilfe nicht geschafft.<br />
Jetzt ist es auch noch so, dass ich mich bereits über unser aller, nicht einmal noch bewiesene Reaktion mißmutig äußere.<br />
Weit hergeholt ist es freilich auch nicht, dass wir zu Cola, Grünen Vorwahlen, Tatort und tagespolitischer Unterhaltungsindustrie zurückkehren werden. Ist kaum weit hergeholt, weil ja auch kaum jemand hochgeblickt hat von der tagespolitischen industriellen Unterhaltungsmaschinerie, von Sushi, Cola, Grünen Vorwahlen-Empörung und twitter-Selbstreferenz.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Einen Unterschied machen</strong><br />
Nope, das ist nicht mal eine abgeklärte Weisheit, dass sich die Welt weiterdreht, dass gut essen, schlafen und ficken immer noch das wichtigste im Leben ist. Es ist einfach und tatsächlich so. Der Widerspruch zu den Ereignissen am Baharestan und zum eigenen, hoffentlich guten Leben ist ein scheinbarer. Er lebt vom &#8216;<em>nicht-glauben-wollen</em>&#8216;, dass die Welt so oder so so ist und immer so war, immer so bleiben wird. Wenn wir nicht glauben wollen, was alle 20 Jahre drastisch über unleugbare Ereignisse bewiesen wird, dann kommt uns das ungeheuerlich vor. Als müsste die Welt stehen bleiben. Als müssten wir das anhalten können. Als müssten der U.S. Präsident doch jetzt bitte einschreiten und alles wieder gut machen. Schmecks, die Welt ist nicht gut. Genauso wenig wie schlecht.</p>
<p style="text-align: left;">Diese Woche streiten <a href="http://belvederegasse.wordpress.com/2009/06/23/solidaritat-mit-der-siemens-belegschaft/" target="_blank">tausende IT-lerInnen für gut 600 Arbeitsplätze</a>, weil der Firmenteil der Siemens schon seit Jahren geschröpft wird und auch jetzt die Milliardengewinne das Verständnis erschweren, warum mehr als 600 MitarbeiterInnen abgebaut werden müssen. Wen kratzt das? Deutlich weniger Menschen als das peinliche und ebenso arrogante wie verlogene Bierverbot im Muqua.</p>
<p style="text-align: left;">Woche für Woche müssen Menschen Österreich verlassen, inklusive der Existenz, die sie sich hier aufgebaut haben, inklusive der Freunde, die sie hier gewonnen haben. <a href="http://salzburg.orf.at/stories/367571/" target="_blank">Ganze Gemeinden, die ihre Abschiebung verhindern wollen</a>, weil sie die Abzuschiebenden als die Ihren ansehen. Woche für Woche werden Menschen abgeschoben, von denen uns die Massenmedien freilich nicht erzählen, wie es ihnen im fremden Land ergeht, in das sie <em>zurück</em> abgeschoben wurden. Ob sie dort auskommen, nicht auskommen, eingesperrt werden, zu Tode kommen.</p>
<p style="text-align: left;">Jahr für Jahr werden die mehr, die arbeiten aber nicht auskommen. Es werden die mehr, die sich für Leistungsträger halten, immer weniger für das Gemeinwohl beitragen, sich aber ernsthaft als Opfer einer rigiden Gesellschaft betrachten und Rechte einfordern. Ihnen fällt gar nicht auf, dass sie nicht die Schwachen in der Gesellschaft sind, sondern die Kaiser; dass der Umstand, dass ihnen die Medien aus der Hand fressen, dass allein das ein Indiz dafür sein könnte, dass sie unverhältnismäßig viele Rechte haben. Was hat diese Ungerechtigkeit hier mit jener dort zu tun? Was hat unser Wohlstand mit den Entwicklungsländern zu tun? Was hat <a href="http://futurezone.orf.at/stories/1607833/" target="_blank" class="broken_link">unser Handy mit der Überwachungtechnologie im Iran zu tun</a>? Was der Arbeitskampf der Angestellten bei Siemens mit der Wirtschaftskrise und dem Umstand zu tun, dass wir alle gemeinsam Wahlgang für Wahlgang noch unverhohlenere DiletanttInnen wählen und die Verantwortung für jegliche Misere immer unverhohlener auf stereotype Sündenböcke schieben?</p>
<p style="text-align: left;">Der Spiegel von Baharestan kann uns wenig über den Iran sagen. Wir könnten höchstens viel über unsere Gesellschaft, Situation, Lage und uns als Personen erfahren.<br />
Wird freilich anders kommen. Die Definition der Bedeutung von Baharestan wird eindeutig sein, die Emotionen werden tief greifen, die nicht angebrachten werden zurückgewiesen, die Reflektion auf die eigene Befindlichkeit und Gesellschaftssituation werden die Kommentatoren aber im Angesicht der Ereignisse zurückstellen und erst wieder für die wichtigen Ereignisse wie web2.o-Initiativen, kärntner Fürze und Kronen Zeitung Leserbriefe auspacken.<br />
Ich bitte um Entschuldigung, aber dies ist sowieso ein privates Blog, Psychohygiene ist eine Hype-Veranstaltung und ich bin müde, habe an der einheimischen Droge geschlürft und nie behauptet, dass ich gesund wäre.</p>
<p style="text-align: left;">Oh, und damit das nicht ungesagt bleibt, natürlich kann jeder von uns einen Unterschied machen.</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Anhang I:</strong><br />
Die hoffentlich nicht letzten tweets von <a href="http://twitter.com/persiankiwi" target="_blank"><strong>@persiankiwi</strong></a>, einem jener live und via Mobilephone aus dem Iran Berichtenden, dessen Tweets verifiziert werden konnten und für authentisch zu nehmen sind. Bevor ich heute abend weg gegangen bin, hatte @persiankiwi gerade begonnen, ziemlich beunruhigende und sehr gerne als übertrieben empfundene tweets abzusetzen.</p>
<p style="text-align: left;">Nachdem ich wieder nach hause gekommen bin, sich die Berichte von einem &#8220;Massaker&#8221; zu verdichten begonnen haben, habe ich aktuelle tweets von @persiankiwi vermisst. Das muss noch nichts heißen, Zeitverschiebung und so. Andere machen sich aber offensichtlich auch Gedanken und Sorgen. Von <a href="http://aricmayer.blogspot.com/2009/06/turning-point-in-green-revolution.html" target="_blank" class="broken_link">dieser Aufstellung hier</a> hereinkopiert, chronologisch die letzten Meldungen vom 24. Juni 2009, der möglicherweise als  Tag der Baharestan Ereignisse in Geschichtsbücher eingehen wird:</p>
<ul>
<li>just in from Baharestan Sq &#8211; situation today is terrible &#8211; they beat the ppls like animals -</li>
</ul>
<ul>
<li>I see many ppl with broken arms/legs/heads &#8211; blood everywhere &#8211; pepper gas like war -</li>
</ul>
<ul>
<li>they were waiting for us &#8211; they all have guns and riot uniforms &#8211; it was like a mouse trap &#8211; ppl being shot like animals</li>
</ul>
<ul>
<li>saw 7/8 militia beating one woman with baton on ground &#8211; she had no defense nothing &#8211; #Iranelection sure that she is dead</li>
</ul>
<ul>
<li>so many ppl arrested &#8211; young &amp; old &#8211; they take ppl away -</li>
</ul>
<ul>
<li>ppl run into alleys and militia standing there waiting &#8211; from 2 sides they attack ppl in middle of alleys</li>
</ul>
<ul>
<li>all shops was closed &#8211; nowhere to go &#8211; they follow ppls with helicopters &#8211; smoke and fire is everywhere</li>
</ul>
<ul>
<li>phone line was cut and we lost internet &#8211; #Iranelection &#8211; getting more difficult to log into net -</li>
</ul>
<ul>
<li>rumour they are tracking high use of phone lines to find internet users &#8211; must move from here now &#8211; #Iranelection</li>
</ul>
<ul>
<li>reports of street fighting in Vanak Sq, Tajrish sq, Azadi Sq &#8211; now &#8211; #Iranelection &#8211; Sea of Green &#8211; Allah Akbar</li>
</ul>
<ul>
<li>in Baharestan we saw militia with axe choping ppl like meat &#8211; blood everywhere &#8211; like butcher &#8211; Allah Akbar -</li>
</ul>
<ul>
<li>they catch ppl with mobile &#8211; so many killed today &#8211; so many injured &#8211; Allah Akbar &#8211; they take one of us</li>
</ul>
<ul>
<li>they pull away the dead into trucks &#8211; like factory &#8211; no human can do this &#8211; we beg Allah for save us -</li>
</ul>
<ul>
<li>Everybody is under arrest &amp; cant move &#8211; Mousavi &#8211; Karroubi even rumour Khatami is in house guard</li>
</ul>
<ul>
<li>we must go &#8211; dont know when we can get internet &#8211; they take 1 of us, they will torture and get names &#8211; now we must move fast -</li>
</ul>
<ul>
<li>thank you ppls 4 supporting Sea of Green &#8211; pls remember always our martyrs &#8211; Allah Akbar &#8211; Allah Akbar &#8211; Allah Akbar</li>
</ul>
<ul>
<li>Allah &#8211; you are the creator of all and all must return to you &#8211; Allah Akbar -</li>
</ul>
<p>[<span style="text-decoration: underline;">Update:</span> die <strong>taz </strong>hat einen<strong> <a href="http://www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/wo-ist-persiankiwi/" target="_blank" class="broken_link">informativen Artikel zu @persiankiwi</a></strong> veröffentlicht.]</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p><strong>Anhang II:</strong><br />
Andrea Maria <a href="http://bureau.comandantina.com/archivos/2009/06/sea_of_green_iran_twitters_tubes_and_phones.php" target="_blank" class="broken_link"><strong>Dusls Eintrag zu Baharestan</strong></a>, auch sonst weitere Infos, Berichte, Links bei der <a href="http://bureau.comandantina.com/" target="_blank" class="broken_link">Comandantina Dusilova</a>.</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p><strong>Anhang III:</strong></p>
<p>Die taz am 30.6. zu einem <a href="http://www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/persiankiwi-wohl-in-sicherheit/" target="_blank" class="broken_link">kolportierten Lebenszeichen von @persianwiki, dem Baharestan Ereignissen</a> und mehr.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_945" class="footnote">ein Nachtrag: siehe dazu, dh. dazu, was am Folgetag als halbwegs überprüfbar verifiziert werden konnte<a href="http://iran.whyweprotest.net/news-current-events/2327-green-brief-8-a.html#post18505" target="_blank" class="broken_link"> die Analyse von NiteOwl</a>.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>SoZi 25&#124;09: Aberkennung der Menschenwürde</title>
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		<comments>http://www.kellerabteil.org/2009/06/sozi-2509-aberkennung-der-menschenwurde/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 21 Jun 2009 21:49:22 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Letzte Woche ausgefallen, diese Woche ohne weitere Einleitung, das Sonntagszitat (SoZi) der Woche. Dies benötigt freilich keine besondere Einleitung des Warum, Wer, Wieso gerade jetzt &#8230; Dehumanisierende Definitionen des Feindes sind nichts Neues in der Menschheitsgeschichte und schwerlich ein eigentümliches Merkmal der modernen Zeit. Sie haben die meisten Kriege begleitet, vielleicht jeden Krieg. Während der [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzte Woche ausgefallen, diese Woche ohne weitere Einleitung, das <strong><a href="http://www.kellerabteil.org/beschlagwortung/sozi/" target="_blank">Sonntagszitat (SoZi)</a></strong> der Woche.<br />
Dies benötigt freilich keine besondere Einleitung des <em>Warum</em>, <em>Wer</em>, <em>Wieso gerade jetzt</em> &#8230;</p>
<blockquote><p>Dehumanisierende Definitionen des Feindes sind nichts Neues in der Menschheitsgeschichte und schwerlich ein eigentümliches Merkmal der modernen Zeit. Sie haben die meisten Kriege begleitet, vielleicht jeden Krieg. Während der Schlacht waren sie wahrscheinlich unverzichtbar. Der Soldat mußte seine Aversion zu töten und zu verstümmeln unterdrücken, wenn er nicht selbst getötet oder verstümmelt werden wollte. [..]</p>
<p>Die alte Tradition, den Feind in der Schlacht zu dehumanisieren, die das Aufkommen der modernen Zeit sichtlich intakt überlebt hat, ist gleichwohl, wie alles übrige, durch die moderne Organisation und Technologie gründlich revolutioniert worden. Der Wettstreit individueller Fähigkeiten in der Schlacht .. wurde durch eine Massenvernichtung aus der Ferne ersetzt. [..] Moderne Waffen erfordern eine vollständige Auslöschung der moralischen Identität ihrer Opfer, bevor sie deren Körper vernichten.</p></blockquote>
<p><span id="more-942"></span><br />
<blockquote>Paul Fussel, Englischprofessor in Pennsylvania und ein Veteran des Pazifik-Krieges, erinnert sich, daß »unter Amerikanern die weitverbreitete Überzeugung herrschte, daß die Japaner wirklich untermenschliche, kleine gelbe Biester seien und die populäre Bildersprache sie als Läuse, Ratten, Fledermäuse, Vipern, Hunde und Affen beschrieb«. Armee- und Marine-Journale schrieben von der »gigantischen Aufgabe der Ausrottung« .. . Die Dehumanisierung des Feindes wurde natürlich von beiden Seiten betrieben. Ihre Fortdauer auf beiden Seiten, das gemeinsame Vergessen der Menschlichkeit auf der anderen Seite machten die Massaker möglich – wie sie auch den Teilnehmern erlaubten, sie eher als sanitäre Operationen denn als Mord anzusehen. [..]</p>
<p>Trotz all seiner modernen Innovationen bleibt der Krieg .. eine Situation, in der die Gegner das Recht auf Selbstdefinition behalten. Der Feind scheint <em>objektiv </em>ein Feind zu sein, wohingegen mein Versuch, ihm sein Recht, durch moralische Gebote geschützt zu sein, zu bestreiten, als eine Übung in <em>Reziprozität </em>erscheint. Anders beim Genozid. Hier wird das Objekt der Ausrottung <em>einseitig </em>definert. Keinerlei Symmetrie wird in irgendeiner Form angewendet oder unterstellt. Man mag seine Phantasie noch so anstrengen, die andere Seite ist kein Feind, sondern ein Opfer. Es ist für die Vernichtung freigegeben, weil die Logik der Ordnung, die die stärkere Seite zu etablieren wünscht, keinen Platz für seine Anwesenheit hat. [..]</p>
<p>Wer erklärt, daß eine bestimmte Kategorie von Menschen keinen Platz in der zukünftigen Ordnung habe, sagt damit, daß diese Kategorie hoffnungslos verloren ist – nicht reformier, angepaßt oder gezwungen werden kann, sich anzupassen. Der Andere ist kein Sünder, der seinen Lebenswandel noch bereuen oder verbessern kann. Er ist ein erkrankter Organismus, »sowohl krank wie ansteckend, beschädigt wie beschädigend«.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/06/sozi-2509-aberkennung-der-menschenwurde/#footnote_0_942" id="identifier_0_942" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Gilman, S.L.: Difference and Pathology, Stereotypes of Sexuality and Madness, 1985; S. 130">1</a></sup> Für ihn ist nur eine chirurgische Operation geeignet; noch besser Vergasung und Vergiftung. Er muß zerstört werden, damit der Rest des Gesellschaftskörpers siene Gesundheit behält. Seine Vernichtung ist eine Sache der Medizin und der Hygiene.</p>
<p>[..] Den Anderen als Ungeziefer zu definieren stellt tiefsitzende Ängste, Widerwillen und Ekel in den Dienst der Ausrottung. Aber es bringt auch, und mit viel weitreichenderen Folgen, den Anderen in eine große geistige Distanz, auf die hin moralische Rechte nicht länger erkennbar sind. Sobald er der Humanität beraubt und als Ungeziefer neu definiert ist, ist der Andere nicht länger ein Objekt moralischer Bewertung.</p>
<p>[..] Aber, fragt sie, »was hätte er denn machen sollen? Er hätte sich dem Teufel verkauft, um Geld für sein Institut und seine Forschung zu bekommen.«<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/06/sozi-2509-aberkennung-der-menschenwurde/#footnote_1_942" id="identifier_1_942" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Vgl. M&uuml;ller-Hill: T&ouml;dliche Wissenschaft; S. 131">2</a></sup> Und er verkaufte sich tatsächlich dem Teufel, und zwar bedenkenlos. Schließlich verteidigte er ja nur die Sache der Wissenschaft, ihre <em>Ressourcen</em>, ihren <em>Fortschritt</em>, die Freiheit der <em>Forschung </em>– und was er als Wissenschaftler tat, war, wie die Wissenschaft selbst, objektiv und deshalb moralischen Einwände gegenüber immun; es war gar kein moralisches Problem. [..]</p>
<p>[..] Wissenscahftler begrüßen Objektivität. Sie lehnen Werturteile ab und vermeiden sie. Wenn sie erst einmal soweit sind, ist der Rest eine Sache <strong>instrumenteller Rationalität</strong>. Wenn das Töten von Geisteskranken ökonomisch sinnvoll und technisch machbar ist, warum um Himmels willen sollte man es nicht tun? Oder warum sollte man die Chancen zur Förderung der Wissenschaft dadurch mindern, daß man sich weigert, das »Juden- und Zigeunermaterial« als Versuchstiere zu behandeln?</p>
<p>Unterstützt wird diese haltung dadurch, daß moderne Wissenschaftler selbst in einer bürokratischen Struktur organisiert sind mit ihrer vertikalen und horizontalen Arbeitsteilung .. . Selten beobachten die Experten die letzten Konsequenzen ihrer Handlungen. Noch seltener verfolgen sie ihre Entscheidungen bis zum logischen Ende. Ihre Beiträge stellen nur Teilfunktionen in einem komplexen Netzwerk verwobener Aktivitäten dar; als Funktionäre, als Einheiten in einer Totalität, die viel größer ist als ein einzelner von ihnen, fühlen sie sich eminent austauschbar; wenn sie nicht dieses oder jenes tun, tut es irgendein anderer. Auf diese Weise wird die personalität ihrer Handlungen zusammen mit der persönlichen Verantwortung so gut wie ausgelöscht. Vor allem stellen sie sich kaum jemals den Endergebnissen. Wenn sie wollen, können sie diese Resultate sogar ignorieren.</p></blockquote>
<p style="text-align: right;">aus: <strong><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Zygmunt_Bauman" target="_blank" class="broken_link">Bauman, Zygmunt</a></strong> (2005 [1991]):<br />
Moderne und Ambivalenz. Das Ende der Eindeutigkeit; S81f.</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_942" class="footnote">Gilman, S.L.: <em>Difference and Pathology, Stereotypes of Sexuality and Madness</em>, 1985; S. 130</li><li id="footnote_1_942" class="footnote">Vgl. Müller-Hill: Tödliche Wissenschaft; S. 131</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Fekter: Hinterfotzigkeit im Namen des Staates</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Jun 2009 12:40:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Mittwoch, 10. Juni findet eine Pressekonferenz der BMI Fekter statt. (Ja, diese Fekter.) Die PK ist kurzfristig angesetzt und noch dazu für einen seltsamen Zeitpunkt: 18.00 Uhr. Schnell informierte JournalistInnen zweifeln. Hektische Telefonate, ist das sicher? Um 18.00 ist der Redaktionsschluss der Zeitungen vorbei. Der nächste Tag ist ein Feiertag. Im Internet ist nichts [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Mittwoch, 10. Juni findet eine Pressekonferenz der BMI Fekter statt. (Ja, <a href="http://www.kellerabteil.org/2009/05/die-provokation-ist-maria-fekter/" target="_blank">diese Fekter</a>.)</p>
<p>Die PK ist kurzfristig angesetzt und noch dazu für einen seltsamen Zeitpunkt: 18.00 Uhr. Schnell informierte JournalistInnen zweifeln. Hektische Telefonate, ist das sicher? Um 18.00 ist der Redaktionsschluss der Zeitungen vorbei. Der nächste Tag ist ein Feiertag. Im Internet ist nichts zu finden.</p>
<p>Allerdings, es soll um nicht weniger als die Präsentation des Entwurfs des neuen Asyl- bzw. Fremdenrechtsgesetzes gehen. Die Ministerin präsentiert so eine heikle Materie also kurzfristig, fast heimlich um 18:00 vor einem Feiertag?</p>
<p><strong>Skandalöse Pseudo-Pressekonferenz</strong><br />
Vor dem Innenministerum ist es ungewöhnlich still. Wo sind die Massen an JournalistInnen, die sonst reihenweise zu einer solchen Veranstaltung strömen?</p>
<p>Beim Eingang gibt es dann eine Überraschung. Der Portier, kümmert sich diesmal nicht um die Presseausweise der JournalistInnen, sondern vielmehr um die Namen. Er geht eine Liste durch. Wer nicht darauf steht, wird zurückgewiesen.<br />
Also, kein Zutritt, keine Fotos und keine Presseunterlagen für jene JournalistInnen, die nicht geladen wurden. Es gibt keinen Verhandlungsspielraum, Interventionen bei Zeitungen und Parteibüros helfen nichts.</p>
<p><span id="more-934"></span>Die Pressekonferenz eines Mitglieds der Bundesregierung dieses Staats, die Pressekonferenz der österreichischen Bundesinnenministerin zu einem wichtigen die Allgemeinheit beschäftigenden Gesetz, sie ist tatsächlich eine geschlossene Veranstaltung.<br />
Spätestens jetzt wird klar, warum die PK so kurzfristig angesetzt ist, entgegen allen Regeln nirgends im Internet angekündigt war, um diese seltsame Zeit nach Redaktionsschluss und vor einem Feiertag stattfinden muss. Man will nur ausgewählte JournalistInnen. Die mediale Öffentlichkeit soll präpariert werden, die umfangreichen Unterlagen zu der Pressekonferenz und zum Entwurf eines Bundesgesetzes sollen möglichst lange vor der Summe der JournalistInnen zurückgehalten werden, so dass die willfährigen einen Vorsprung erhalten und die Stimmung für die Ministerin aufbereiten können.</p>
<p><strong>Die Hinterfotzigkeit ist Maria Fekter</strong><br />
Der Höhepunkt der Chuzpe ist damit aber noch gar nicht erreicht. Aus dem Skandälchen<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/06/fekter-hinterfotzigkeit-im-namen-des-staates/#footnote_0_934" id="identifier_0_934" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wir haben uns an dieses Social Engeneering von Seiten der Regierenden ja schon gew&ouml;hnt, oder? Wen &uuml;berrascht ein solches Vorgehen noch, zumal bei dieser &Ouml;VP, zumal im Innenministerium?">1</a></sup> wird noch ein Skandal. Und es zeigt sich noch klarer, dass die unübliche und für ein Staatsorgan indiskutable Vorgangsweise genau geplant war. Es zeigt sich genau, warum das Innenministerium nur geladenen JournalistInnen die Informationen in die Hand gibt und andere sogar aussperrt.</p>
<p>Zuerst kommen am Donnerstag, Fronleichnahm, tröpfeln die ersten kritischen Presseaussendungen und Stimmen zum Entwurf der Frau Minister ein. Am Freitag, dem Fenstertag, hagelt es dann Kritik von Seiten der NGO&#8217;s. (Sicherlich haben es die einen oder anderen schon geschafft, das 200 Seiten Konvolut, das auf der PK nur &#8220;ausgesucht&#8221; und beschränkt weitergegeben wurde, über irgendwelche Kanäle und durch aufwändiges Telefonieren und Organisieren zu beschaffen.)</p>
<p>Spät, aber doch meldet sich am Freitag um 20:49 die Innenministerin in einer Presseaussendung zu Wort; und zwar unter dem Titel &#8220;<em>Offener Brief der Innenministerin Maria Fekter zur Fremdenrechtsnovelle</em>&#8220;.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/06/fekter-hinterfotzigkeit-im-namen-des-staates/#footnote_1_934" id="identifier_1_934" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ein &amp;#8220;Offener Brief&amp;#8221;, allein schon Chuzpe galore, wenn von einem Regierungsmitglied im Zuge ihrer eigentlichen T&auml;tigkeit als d&auml;mliche &Uuml;berschrift gew&auml;hlt. Dieses Versteckspiel und dieser Pathos wird aber leider immer mehr und &uuml;berall zum &uuml;blichen Manipulationsmittel der medialen &Ouml;ffentlichkeit.">2</a></sup><br />
Was vermeldet nun die Bundesministerin in einem &#8220;öffentlichen Brief&#8221; kurz vor Wochenende? Sie wendet sich an die bösen JournalistInnen:</p>
<blockquote><p><a href="http://www.ots.at/presseaussendung.php?mabo=1&amp;schluessel=OTS_20090612_OTS0222" target="_blank" class="broken_link">Sehr geehrte Damen und Herren,<br />
sehr geehrte Mitglieder der Redaktionen!</a></p>
<p><a href="http://www.ots.at/presseaussendung.php?mabo=1&amp;schluessel=OTS_20090612_OTS0222" target="_blank" class="broken_link">Ich habe ein klares Ziel: Österreich &#8211; das sicherste Land der Welt mit der höchsten Lebensqualität.</a></p></blockquote>
<p>&#8230; und dass sollen die Damen und Herren JournalistInnen auch gefälligst so an das Volk weitergeben!<br />
Und die Damen und Herren JournalistInnen sollen nicht auf NGO&#8217;s und ExpertInnen hören. Man wisse nämlich, dass die den Entwurf und die Presseunterlagen ja noch gar nicht in Händen halten können:</p>
<blockquote><p><a href="http://www.ots.at/presseaussendung.php?mabo=1&amp;schluessel=OTS_20090612_OTS0222" target="_blank" class="broken_link">Ich bitte die Kommentatoren und Berichterstatter sich tatsächlich mit den konkreten Vorschlägen auseinanderzusetzen und nicht Expertenmeinungen heranzuziehen, die den Begutachtungsentwurf noch nicht einmal in Händen hatten.</a></p></blockquote>
<p><strong>Taktische Spielchen um den Menschenrechtsbeirat auszustechen</strong><br />
Das Tarnen und Täuschen soll jedoch einem weiteren, unschönen Zweck dienen; und offensichtlich ist das der eigentliche. Bereits länger gepant und abzusehen soll nämlich am Dienstag dem 16. Juni eine Pressekonferenz des <a href="http://www.menschenrechtsbeirat.at/" target="_blank" class="broken_link">Menschenrechtsbeirats (MRB)</a> im Innenministerium stattfinden. Das passt der Ministerin und ihrem Kabinett freilich gar nicht, gehören diesem doch diese Nerv tötenden unbelehrbaren und aus einem unerfindlichen Grund kritischen ExpertInnen an.</p>
<p>Im Angesicht dieses anstehenden Termins, zu dem solche Personen des MRB wie der <a href="http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3856&amp;Alias=WZO&amp;cob=410726" target="_blank">UN-Sonderbeauftragte über Folter</a> oder bekannte Rechtsanwalt Georg Bürstmayr und ein Ersatzmitglied der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Venedig-Kommission" target="_blank" class="broken_link">Venedigkommission des Europarates</a> anlässlich des 10jährigen Bestehens des MRB eine Bilanz ziehen werden, im Angesicht eines solchen Termins dachte sich das menschenrechtsferne Kabinett wohl, wir müssen diese Menschenrechtsfuzzis vor vollendete Tatsachen stellen.</p>
<p><strong>Was sollte bei der PK des Menschenrechtsbeirats erörtert werden?</strong></p>
<blockquote><p><a href="http://www.ots.at/presseaussendung.php?mabo=1&amp;schluessel=OTS_20090612_OTS0203" target="_blank" class="broken_link">Welche Schwerpunkte hat der MRB in dieser Zeit gesetzt? Inwieweit hat das Bundesministerium/der Bundesminister auf seine Empfehlungen reagiert? Welche strukturellen Veränderungen aus dem Gesichtspunkt der Menschenrechte sind in dieser Zeit in der Polizei zu beobachten gewesen? Inwieweit hat sich die Einrichtung bewährt und könnte sie als Modell für andere Ministerien dienen?</a></p></blockquote>
<p>Nun, das kann die Schottermitzi natürlich nicht wollen. Mit ihren neuen, zuerst an ihr wohlgefällige Medienvertreter verteilten Entwürfen stellt das BMI den Menschenrechtsbeirat vor vollendete Tatsachen und lenkt die Diskussion vor Ort bei der PK des MRB in eine andere Richting als dieser wohl geplant hatte.</p>
<p>Das alles erinnert manche hinter den Kulissen frappant an die Taktik, die das BMI schon einmal in der Materie Fremden- und Asylgesetze angewandt hat. Damals hatte das Pressechor der BMI die kurzfristig angesetzte eigene PK allerdings noch ordnungsgemäß über die APA und die eigene Homepage angekündigt.<br />
Diesen &#8220;taktischen Schnitzer&#8221; hat das Kabinett Fekter diesmal nicht mehr gemacht. Mensch ist ja lernfähig im Manipulieren der Öffentlichkeit.</p>
<p>So sehr diese Provokation namens Fekter nur <a href="http://www.kellerabteil.org/beschlagwortung/platter/" target="_blank">eine logische Konsequenz ihrer VorgängerInnen</a> ist, so sehr mensch sich an diese Hinterfotzigkeit im Namen des Staates schon gewöhnt hat, <strong>diese Frau ist rücktrittsreif und ein Affront für unser Land, die Republik, unsere Demokratie</strong>.</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p><strong>Anhang:</strong><br />
In der Zwischenzeit sind die Gestzesvorschläge öffentlich zugänglich: <a href="http://www.bmi.gv.at/cms/bmi_begutachtungen/" target="_blank" class="broken_link">Gesetzesvorschlag zur Begutachtung</a>.<br />
Und das, was das Pressechor der Innenministerin den ausgesuchten eingeladenen JournalistInnen in die Hände gedrückt hat, das findet sich im Nachhinein auch <a href="http://www.bmi.gv.at/cms/BMI/aus_dem_inneren/files/Fremdenwesen.pdf" target="_blank" class="broken_link">auf der Website des BMI hier (PDF)</a>.</p>
<p>&#8230; und wenn irgend jemand auf die Idee kommen sollte, sich per Email, Telefon oder Brief informieren zu wollen; oder auch zu protestieren:</p>
<p><strong>Pressesprecher der Bundesministerin<br />
<span style="font-weight: normal;">Mag. Martin Brandstötter<br />
Telefon: +43-(0)1-53126-2027</span></strong></p>
<p>Mag. Gregor Schütze<br />
Telefon: +43-(0)1-53126-2017</p>
<p><strong>Abteilung Öffentlichkeitsarbeit<br />
<span style="font-weight: normal;">Telefon: +43-(0)1-53126 &#8211; 2488<br />
E-Mail: infopoint@bmi.gv.at</span></strong></p>
<p><strong>Sprecher des Ministeriums</strong></p>
<p>Mag. Rudolf Gollia, Oberst<br />
Telefon: +43-(0)1-53126 &#8211; 2490<br />
Mobil: +43 (0)664-183 39 38<br />
E-Mail: rudolf.gollia@bmi.gv.at</p>
<p>Mag. Alexander Marakovits<br />
Telefon: +43-(0)1 53126 &#8211; 2358<br />
Mobil: +43-(0)664-813 21 00<br />
E-Mail: alexander.marakovits@bmi.gv.at</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_934" class="footnote">Wir haben uns an dieses Social Engeneering von Seiten der Regierenden ja schon gewöhnt, oder? Wen überrascht ein solches Vorgehen noch, zumal bei dieser ÖVP, zumal im Innenministerium?</li><li id="footnote_1_934" class="footnote">Ein &#8220;Offener Brief&#8221;, allein schon Chuzpe galore, wenn von einem Regierungsmitglied im Zuge ihrer eigentlichen Tätigkeit als dämliche Überschrift gewählt. Dieses Versteckspiel und dieser Pathos wird aber leider immer mehr und überall zum üblichen Manipulationsmittel der medialen Öffentlichkeit.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>ein simples wie klares solidarisches &#8216;Fuck You&#8217;</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2009/06/ein-simples-wie-klares-solidarisches-fuck-you/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Jun 2009 13:33:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Um aus dem Kopfschütteln wieder rauszukommen, ich wiederhole mal meinen Twittereintrag von vor ein paar Minuten: penetrante selbstanmaßung scheint die trendsportart des frühlings zu sein Ansonsten wär ich beinahe sprachlos. Hybris galore. Gestern nacht, nach hause kommend und tweets1 nachlesen, wollte ich ja noch an eine halblustige &#8220;Kunstaktion&#8221; und Intervention im onlinemedialen Bereich glauben. Da [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um aus dem Kopfschütteln wieder rauszukommen, ich wiederhole mal meinen Twittereintrag von vor ein paar Minuten:</p>
<blockquote><p><a href="http://twitter.com/kellerabteil/status/2041795201" target="_blank">penetrante selbstanmaßung scheint die trendsportart des frühlings zu sein</a></p></blockquote>
<p>Ansonsten wär ich beinahe sprachlos. Hybris galore. Gestern nacht, nach hause kommend und <strong><em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Twitter" target="_blank" class="broken_link">tweets</a></em></strong><sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/06/ein-simples-wie-klares-solidarisches-fuck-you/#footnote_0_913" id="identifier_0_913" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Kurznachrichten &uuml;ber den web2.0-Dienst Twitter, der das abonnieren von anderen Benutzern sehr einfach und praktisch m&ouml;glich macht.">1</a></sup> nachlesen, <a href="http://twitter.com/kellerabteil/status/2035251464" target="_blank">wollte ich ja noch an eine halblustige &#8220;Kunstaktion&#8221; und Intervention im onlinemedialen Bereich glauben</a>.</p>
<p>Da konstituiert sich ein selbst ernannter &#8220;<a href="http://www.atmedia.at/news/online/Online-Sitten-W%EF%BF%BDchter/05-06-2009/5781/" target="_blank" class="broken_link">Online-Sitten-Wächter</a>&#8220;-Club und Vorstand, ua. mit einem Generalsekretär, der mir noch als Spammer unangenehm in Erinnerung ist.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/06/ein-simples-wie-klares-solidarisches-fuck-you/#footnote_1_913" id="identifier_1_913" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich hatte irgendwann mal&nbsp;Ritchie B. Pettauer als Follower auf Twitter, habe festgestellt, dass dieser mit dem bekannten Datenschmutz-Blog einiges Renom&eacute;e hat und habe daraufhin meinerseits auf &amp;#8216;Follow&amp;#8217; geklickt. Im &uuml;brigen trotz des Eindrucks eher uninteressanter Tweets mit noch dazu einiger EigenPromo. Allerdings bekam ich dann irgendwann bald &amp;#8216;Direct Messages&amp;#8217; mit Eigenwerbung des Herrn Pettauer, den ich ansonsten ja nicht kenne. Ein klarer Fall von Unh&ouml;flichkeit und Spam. Seit dem habe ich diesen Twitter-Account auch wieder entfollowed. Jetzt stellt sich selbige Person als Sittenw&auml;chter f&uuml;r das Internet dar?">2</a></sup> Will die Gruppe humorvoll und mit Techniken der Kommunikationsguerilla auf die zunehmende Dämonisierung des Internet und auf laufende Zensurabsichten durch Regierungen aufmerksam machen, die sich damit zu Erfüllungsgehilfen von Großkonzernen mit klar ökonomischen Absichten machen? Oder was soll das?</p>
<p><strong>Der angemaßte Sitten-Wächter-Auftrag scheint ernst gemeint zu sein</strong><br />
&#8230; und erinnern mich an Karl Rove und Dick Cheney, wie sie für die Klassifikation von guten Demokratien, nicht so guten &#8220;alten Demokratien&#8221; und Achsen der Bösen stehen.<br />
&#8230; erinnern mich an die rassistische FPÖ, wie sie für Bürgerwehren und für Recht und Ordnung eintritt.<br />
&#8230; erinnert mich an die Erfindung von Kontrollinstanzen gegen einen unverantwortlich agierenden Finanzmarkt, die dann mit Investment-Bankern und Apologeten des deregulierten Selbstbedienungskapitalmarkts besetzt werden.<br />
&#8230; erinnert mich an europäische Lebensmittelkontrollbehörden, in denen die Lobbyisten der Pharmaindustrie und Lebensmitteldesigner sitzen.</p>
<p><span id="more-913"></span>Bizarr bis zum geht nicht mehr. Und als Vorbild scheint die Selbstkontrolle einer Branche zu dienen, die wie kaum eine andere ihren Kontrollfunktionen nicht nachkommt. Jep, ich rede vom Massenmediensystem.</p>
<p><strong>In 24Stunden ein katastrophales Bild abliefern</strong><br />
Das haben die selbst ernannten Sittenwächter zumindest bei mir geschafft:</p>
<ul>
<li>Einfach tausend Twitteraccounts abonnieren noch <a href="http://internetrat.at/2009/oesterreichischer-internetrat-unter-beschuss/" target="_blank" class="broken_link">bevor die eigene Webpräsenz auch nur mit Missionstatement</a> und <a href="http://twitter.com/pirchner/status/2016356360" target="_blank">Impressum ausgestattet ist</a>.</li>
<li>Mit dem Begriff <a href="http://twitter.com/internetrat/statuses/2016455316" target="_blank">unethisch herumwerfen</a>; und zwar in einer Art und Weise, dass sich die Vermutung aufdrängt, die handelnden Personen (wer auch immer das ist) haben keinen Tau von dem Begriff. Siehe auch  <a href="http://twitter.com/internetrat/statuses/2028008432" target="_blank">&#8220;Selbstethik&#8221;</a>.</li>
<li>Hauptsache mal e<a href="http://internetrat.at/2009/internetrat-geht-mit-gutem-beispiel-voran-verfuegt-erste-selbsteingabe-spricht-empfehlungen-aus/" target="_blank" class="broken_link">ine hilflose &#8220;Selbsteingabe&#8221; machen</a> und machen müssen, sehr zurecht nämlich.</li>
</ul>
<ul>
<li>Aber der Höhepunkt ist wohl das:</li>
</ul>
<p>Allen möglichen Personen unangenehm auffallen, in Stillosigkeit auf andere Füße steigen und dann <a href="http://internetrat.at/2009/neues-design-autorenbilder-ehrenruehrigkeiten/" target="_blank" class="broken_link">auch noch einen peinsamen Pranger hervor holen</a>, wenn da jemand soweit geht, das peinliche Spektakel angemessen und ungeschminkt zu kommentieren.</p>
<p style="text-align: center;"><a title="ein Pranger im Internet dank angemaßtem 'ZUSTÄNDIGKEITSBEREICH'" rel="lightbox" href="/images/TwitterSkandal um Internetrat.png"><img class="aligncenter" src="/images/TwitterSkandal um Internetrat.png" alt="" width="227" height="232" /></a></p>
<p>&#8230; mensch (bzw. RAT) entblödet sich nicht von einem &#8220;<em><strong>Zuständigkeitsbereich</strong></em>&#8221; zu schreiben und die Andeutung einer Klage wegen &#8220;<em><strong>Beleidigung sowie ruf- und kreditschädigende Äußerungen</strong></em>&#8221; in den Raum zu stellen. <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_rolleyes.gif' alt=':roll:' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Das ist nun nicht mehr nur indiskutabel sondern nur mehr jenseitig, Willkür2.0, und verdient meiner Meinung nach nur eine angegezeigte Reaktion:</p>
<blockquote><p><strong>ein simles wie solidarisches FUCK YOU</strong></p></blockquote>
<p>&#8230; nebst Abbestellung des Abonnements der Twitterkonten der beteiligten Personen, die für diese Intervention verantwortlich zeigen. Das lege ich niemanden nahe und ist nur meine Entscheidung. Twitter verpflichtet schließlich nicht dazu, sich ärgern zu müssen.</p>
<p>Das solidarische FUCK YOU lege ich anderen allerdings schon nahe und finde, das gehörte sich. Ethisch.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/06/ein-simples-wie-klares-solidarisches-fuck-you/#footnote_2_913" id="identifier_2_913" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Dazu muss das Fuck you weder meine Wahl der Ausdrucksform sein, noch hei&szlig;e ich die Ausdrucksweise vom Zwischenrufer recht. Ich habe sogar meine Probleme mit einigen seiner Aussagen via Twitter und der Art, wie er sie formuliert. Allerdings w&uuml;rde ich ihm das pers&ouml;nlich sagen und mich erkl&auml;ren, was mir an diesen Aussagen nicht passt. Die Anma&szlig;ung eines virtuellen Prangers aus der Position moralischer Selbstanma&szlig;ung, noch dazu garniert mit fachlicher Bed&uuml;rftigkeit, kann aber kaum anders beantwortet werden, als sich mit der an den Pranger gestellten Aussage &ouml;ffentlich zu solidarisieren.">3</a></sup></p>
<p><strong>Dennoch auch ein Dank an den Internetrat</strong><br />
Ich habe freilich etwas, das ich diesem sogenannten Internetrat persönlich hoch anrechne. Ich habe keine Meldung erhalten, dass mir diese &#8220;Online-Sitten-Wächter&#8221; nun via Twitter folgen, wie so vielen anderen. Dafür bin ich dankbar und ganz offen, ich hätte eine Benachrichtigung, dass mir dieser Verein folgt als sittenwidrigen Spam betrachtet.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_913" class="footnote">Kurznachrichten über den web2.0-Dienst Twitter, der das abonnieren von anderen Benutzern sehr einfach und praktisch möglich macht.</li><li id="footnote_1_913" class="footnote">Ich hatte irgendwann mal Ritchie B. Pettauer als Follower auf Twitter, habe festgestellt, dass dieser mit dem bekannten Datenschmutz-Blog einiges Renomée hat und habe daraufhin meinerseits auf &#8216;Follow&#8217; geklickt. Im übrigen trotz des Eindrucks eher uninteressanter Tweets mit noch dazu einiger EigenPromo. Allerdings bekam ich dann irgendwann bald &#8216;Direct Messages&#8217; mit Eigenwerbung des Herrn Pettauer, den ich ansonsten ja nicht kenne. Ein klarer Fall von Unhöflichkeit und Spam. Seit dem habe ich diesen Twitter-Account auch wieder entfollowed. Jetzt stellt sich selbige Person als Sittenwächter für das Internet dar?</li><li id="footnote_2_913" class="footnote">Dazu muss das Fuck you weder meine Wahl der Ausdrucksform sein, noch heiße ich die Ausdrucksweise vom Zwischenrufer recht. Ich habe sogar meine Probleme mit einigen seiner Aussagen via Twitter und der Art, wie er sie formuliert. Allerdings würde ich ihm das persönlich sagen und mich erklären, was mir an diesen Aussagen nicht passt. Die Anmaßung eines virtuellen Prangers aus der Position moralischer Selbstanmaßung, noch dazu garniert mit fachlicher Bedürftigkeit, kann aber kaum anders beantwortet werden, als sich mit der an den Pranger gestellten Aussage öffentlich zu solidarisieren.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2007/12/spindoktoren-und-illusionskunstler/' rel='bookmark' title='Spindoktoren und Illusionskünstler'>Spindoktoren und Illusionskünstler</a></li>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2008/09/politik-als-beruf/' rel='bookmark' title='Politik als Beruf'>Politik als Beruf</a></li>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2008/10/mythen-zum-wahlausgang-nrw08/' rel='bookmark' title='Mythen zum Wahlausgang NRW&#8217;08'>Mythen zum Wahlausgang NRW&#8217;08</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Strasser-Emails – der Alltag der Korruption</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2009/05/die-strasser-emails-der-alltag-der-korruption/</link>
		<comments>http://www.kellerabteil.org/2009/05/die-strasser-emails-der-alltag-der-korruption/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 31 May 2009 13:03:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am vergangenen Mi, 27. 5. fand die öffentliche Lesung der Strasser-Mails &#8220;Wie säubert man ein Ministerium?&#8220; durch drei &#8220;Liebhaber der angewandten Literatur&#8221; statt; ein Kulturtermin, der auch ein wenig von politischer Relevanz war. Beziehungsweise wäre.1 Wie Peter Pilz eingangs der Lesung bemerkt, «Strasser wollte, dass seine Werke veröffentlicht werden». Seine Computer waren Spenden von Firmen. Der [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am vergangenen Mi, 27. 5. fand die öffentliche Lesung der Strasser-Mails <a href="http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20090525_OTS0247&amp;ch=politik" target="_blank" class="broken_link">&#8220;</a><strong><a href="http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20090525_OTS0247&amp;ch=politik" target="_blank" class="broken_link">Wie säubert man ein Ministerium?</a></strong><a href="http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20090525_OTS0247&amp;ch=politik" target="_blank" class="broken_link">&#8220;</a> durch drei &#8220;<em>Liebhaber der angewandten Literatur</em>&#8221; statt; ein Kulturtermin, der auch ein wenig von politischer Relevanz war.<br />
Beziehungsweise <em>wäre</em>.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/05/die-strasser-emails-der-alltag-der-korruption/#footnote_0_892" id="identifier_0_892" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Der Umstand, dass Ernst Strasser allem Anschein und aller Evidenz nach, sowohl als Innenminister unf&auml;hig war und Korruption im eigenen Kabinett bef&ouml;rderte, als auch als Lobbyist fragw&uuml;rdige Gesch&auml;fts- und Abgrenzungspraktiken pflegt, dass wird freilich nichts daran &auml;ndern, dass er in das Europ&auml;ische Parlament gew&auml;hlt werden wird.">1</a></sup></p>
<p>Wie Peter Pilz eingangs der Lesung bemerkt, «<em>Strasser wollte, dass seine Werke veröffentlicht werden</em>».</p>
<blockquote><p>Seine Computer waren Spenden von Firmen. Der Innenminister ließ sich elektronisch von Firmen aushalten. Ein Teil dieser Computer ist einfach verschwunden, ein anderer Teil wurde ohne professionelle Löschung der Festplatten an die Firmen zurückgegeben.<br />
Als Strasser vom BIA zu seinen e-mails befragt wurde, musste er Peinliches zugeben. Die Festplatte war nicht verschlüsselt. Die Daten waren nicht einmal durch ein password gesichert. Wer zum Computer kam, konnte alles lesen und kopieren. Jeder in seinem Kabinett hatte unbeschränkten Zugriff. Firmen hatte Zugriff. Alle in der ÖVP, die einen herumstehenden Strasser-Computer begegneten, hatten Zugriff.</p></blockquote>
<p>&#8230; <strong><a href="http://www.peterpilz.at/html/tageb.php?jahr=2009&amp;monat=4" target="_blank" class="broken_link">schreibt Pilz hierzu in seinem Tagebuch</a> </strong>(Eintrag vom 3.4.09). Dass Strasser nun &#8220;<em>Diebstahl</em>&#8221; riefe, kann also nur als Koketterie und Scham des Autors ob des großen Erfolgs seiner Korrespondenz-Literatur verstanden werden, ist darüber hinaus aber nicht nachvollziehbar:</p>
<p><span id="more-892"></span>
<p style="text-align: center;">
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=NKv8a1X4USQ">www.youtube.com/watch?v=NKv8a1X4USQ</a></p>
</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p>Zur Kunst und den Aktionen des Lebenskünstlers und &#8216;Hans Dampf in allen Gassen&#8217; Ernst Strasser gibt es weitere interessante wie auch sehenswerte Videos.</p>
<p><strong>Noch aus dem Jahre 2008 ein Schaffensrückblick</strong>:</p>
<p style="text-align: center;">
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=WWJyc8NNSRQ">www.youtube.com/watch?v=WWJyc8NNSRQ</a></p>
</p>
<p>und v.a. eine aktuelle &#8230;<br />
<strong>Würdigung des Schaffens Strassers als Lobbyist</strong>:</p>
<p style="text-align: center;">
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=cpOrh-KrI78">www.youtube.com/watch?v=cpOrh-KrI78</a></p>
</p>
<p>Dazu siehe auch diesen <strong><a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1242317070690" target="_blank">Artikel auf derStandard.at</a></strong> &#8230;</p>
<p>Mir fällt dazu ein, was ich vor nicht allzu langer Zeit getweetet habe (also via <a href="http://twitter.com/kellerabteil" target="_blank">Twitter verzapft</a>):</p>
<blockquote><p><a href="http://twitter.com/kellerabteil/status/1969870657" target="_blank">Consulting Firmen sind das perfekte Vehikel für Korruption. Massig Kohle für die Behauptung, beraten zu haben bzw. zu werden. #Politiker-Job</a></p></blockquote>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p><strong>Die &#8220;<em>Strasser und sein Kabinett Emails</em>&#8220;-Kollektion</strong><br />
Die gesammelten Werke gibt es übrigens weiterhin hauptsächlich beim Peter Pilz Versand unter <a href="http://www.peterpilz.at/" target="_blank" class="broken_link">peterpilz.at</a>; und zwar immerhin auch zum kostenlosen d/l und inkl. booklets und Erklärungen zu den Rahmenbedingungen des Schaffens der Künstler. Dabei konzentriert sich der Kulturkritiker Pilz v.a. auf Strasser und noch eingehender auf <strong>Michael &#8220;Kloibi&#8221; Kloibmüller</strong>, den Vielschreiber und Mann im Hintergrund für die BMI Strasser und Fekter.<br />
Die eingehende Beschäftigung des Kritikers mit dem Werk <a href="http://www.peterpilz.at/html/tageb.php?jahr=2009&amp;monat=1" target="_blank" class="broken_link">beginnt mit Jänner 2009</a> und durchzieht die weiteren Monate.</p>
<p style="text-align: center;"><img src="/images/strasser emails.png" alt="Ernst Strasser tippt" /><br />
beim Tippen geübt, Ex-BMI Ernst Strasser</p>
<p>Eine subjektive <a href="http://www.divshare.com/folder/552168-225" target="_blank" class="broken_link">best-of Sammlung steht hier zum d/l</a> zur Verfügung.</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p>Längere (und bessere) Aufnahmen von der öffentliche Lesung der Strasser-Mails am 27.5.2009 sind auch auf der <strong><a href="http://wahltotal.at/" target="_blank" class="broken_link">wahltotal</a></strong> Plattform &#8216;ICH MACH POLITIK.AT&#8217; gepostet:</p>
<p style="text-align: center;"><embed height="388" width="480" pluginspage="http://www.macromedia.com/go/getflashplayer" allownetworking="all" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" type="application/x-shockwave-flash" bgcolor="111111" scale="noscale" src="http://wahltotal.at/swf/FlowPlayerLight.swf?config=%7Bembedded%3Atrue%2CbaseURL%3A%27http%3A%2F%2Fwahltotal%2Eat%2Fswf%27%2CvideoFile%3A%27%2E%2E%2Fflv_embeds%2F427%2Eflv%3Fembed_v%3D20080915%27%2CinitialScale%3A%27fit%27%2CshowMenu%3Afalse%2Cloop%3Afalse%2CautoPlay%3Afalse%2CautoBuffering%3Afalse%2CsplashImageFile%3A%27http%3A%2F%2Fwahltotal%2Eat%2Fflv_thumbs%2F427_480x360%2Ejpg%27%2CcontrolBarGloss%3A%27low%27%7D" /></p>
<p style="text-align: center;"><embed height="388" width="480" pluginspage="http://www.macromedia.com/go/getflashplayer" allownetworking="all" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" type="application/x-shockwave-flash" bgcolor="111111" scale="noscale" src="http://wahltotal.at/swf/FlowPlayerLight.swf?config=%7Bembedded%3Atrue%2CbaseURL%3A%27http%3A%2F%2Fwahltotal%2Eat%2Fswf%27%2CvideoFile%3A%27%2E%2E%2Fflv_embeds%2F426%2Eflv%3Fembed_v%3D20080915%27%2CinitialScale%3A%27fit%27%2CshowMenu%3Afalse%2Cloop%3Afalse%2CautoPlay%3Afalse%2CautoBuffering%3Afalse%2CsplashImageFile%3A%27http%3A%2F%2Fwahltotal%2Eat%2Fflv_thumbs%2F426_480x360%2Ejpg%27%2CcontrolBarGloss%3A%27low%27%7D" /></p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_892" class="footnote">Der Umstand, dass Ernst Strasser allem Anschein und aller Evidenz nach, sowohl als Innenminister unfähig war und Korruption im eigenen Kabinett beförderte, als auch als Lobbyist fragwürdige Geschäfts- und Abgrenzungspraktiken pflegt, dass wird freilich nichts daran ändern, dass er in das Europäische Parlament gewählt werden wird.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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		<title>SchwarzBlau ist keine Emulsion</title>
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		<pubDate>Sat, 16 May 2009 18:43:09 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[SchwarzBlau hat sich seit 1999 nicht mehr getrennt, wie das bei einer Emulsion längst der Fall hätte sein müssen. Die wenigen liberalen Segmente der ÖVP bleiben kaltgestellt und driften immer weiter in eine innerparteiliche Belanglosigkeit und das Ausgedinge ab; soferne das überhaupt noch geht. Gesellschaftspolitisch hat die weltoffenere und konsensuale Wirtschaftskammer das Heft bereits lange [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>SchwarzBlau</strong> hat sich seit 1999 nicht mehr getrennt, wie das bei einer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Emulsion" target="_blank" class="broken_link">Emulsion</a> längst der Fall hätte sein müssen. Die wenigen liberalen Segmente der ÖVP bleiben kaltgestellt und driften immer weiter in eine innerparteiliche Belanglosigkeit und das Ausgedinge ab; soferne das überhaupt noch geht.</p>
<p>Gesellschaftspolitisch hat die weltoffenere und konsensuale Wirtschaftskammer das Heft bereits lange an die <a href="http://delicious.com/kellerabteil/industriellenvereinigung" target="_blank" class="broken_link">radikale Industriellenvereinigung</a> abgegeben. Die Überraschung, dass die <strong><a href="http://www.kellerabteil.org/2007/10/industriellenvereinigung-vor-dem-aus/" target="_blank">IV</a></strong> durch den Abgang der Schüssel-Junta hier nicht geschwächt und die Wirtschaftskammer nicht gestärkt hervorgegangen ist, zeigt mehr als alles andere die waren Kräfteverhältnisse im konservativen Spektrum.</p>
<p>Dort, wo die ÖVP nicht mit der FPÖ zu einem ideologischen Konglomerat verdichtet ist, dort retardiert sie in Richtung der Christlich-Sozialen der Johann Schober und Ignaz Seipel Epoche.</p>
<p><span id="more-810"></span>Wer sich über die FPÖ erregt und angesichts des Machtzuwachs der Neo-Nazis, der schlagenden Burschenschaften und FPÖ verzweifelt, wer fassunglos die Performance der &#8216;<em><strong><a href="http://www.kellerabteil.org/2008/08/die-soziale-sicherheit-die-sie-meinen/" target="_blank">Wären-gerne-bekennende-Nazis-wenn-das-Verbotsgesetz-nicht-wäre</a></strong></em>&#8216;-Parlamentarier mitverfolgt mit deren gleichzeitigem &#8216;<strong><em>Wir-profitieren-herrlich-von-der-Verbotsgesetz-Drahtseilakt-Ästhetik</em></strong>&#8216;-Grinser : cool: , wer angewidert und ratlos den Kopf schüttelt über die eigene Heimat, die sich da immer weiter zu entfremden scheint, der möge sich daran erinnern, wer dieses blau übermalte Braun in den Porsche geholt hat.</p>
<p><strong>Das SchwarzBlau Amalgam</strong><br />
Das Amalgam wurde im Vorfeld von 1999/2000 gebildet und von der Industriellenvereinigung <a href="http://www.industriemagazin.at/index.php?id=im-artikel&amp;tx_ttnews[tt_news]=2625" target="_blank" class="broken_link">in Netzwerkarbeit gemischt</a>. Damals haben <a href="http://www.kellerabteil.org/2007/06/think-tank-der-industriellenvereinigung-iv/" target="_blank">Lorenz Fritz</a>, <a href="http://www.kellerabteil.org/2007/05/repeat-sozial-ist-was-arbeit-schafft-repeat/" target="_blank">Schüssel und Bartenstein</a> und die Raiffeisen-Paten die Sozialpartnerschaft auf die Prinzhörner genommen, um die roten Anteile aus allen Entscheidungsgremien auszutreiben und deren Widerstand gegen eine Neustrukturierung der österreichischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Governance" class="broken_link"><strong>Governancesphäre</strong></a><strong> </strong>zu verunmöglichen.</p>
<p>Es wurde weniger &#8220;umgefärbt&#8221; als <a href="http://www.kellerabteil.org/2007/06/einseitige-interessenspolitik/" target="_blank">vielmehr neu reguliert</a>; was anschließend freilich auch ziemlich überall andere Farbverhältnisse mit sich brachte<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/05/schwarzblau-ist-keine-emulsion/#footnote_0_810" id="identifier_0_810" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="siehe etwa die zuerst Integration der Zollwache in die&nbsp;Gendarmerie&nbsp;und die anschlie&szlig;ende Polizeireform mit Zusammenlegung von Gendarmerie und Polizei.">1</a></sup>, klar, nur dass dieser Umstand allein die tatsächlich vollbrachte Revolution verharmlost.</p>
<p>Revolution, nur zur Erinnerung, das war ursprünglich ein Begriff aus der Astronomie und meinte, dass die Objekte, die einmal oben waren, durch die <em>revolutio </em>nach unten kämen; also ein Austausch und Wechsel der Körper, die oben und unten waren.</p>
<p><strong>Die Ordnung der Verwaltung auf den Kopf gestellt</strong><br />
Genau solches, die <em>revolutio</em>, ist in vielen Sphären des Landes passiert. Die Sozialversicherungen und das Arbeitsmarktservice werden jetzt von den Arbeitgebern und nicht mehr von den Arbeitnehmern regiert. Für das Hochschulsystem gilt ebenso, dass die Industrie das Sagen hat, in der Forschungspolitik sowieso.</p>
<p>Auch die Unternehmen, die die öffentliche Infrastruktur bestellen sollen, sind mittlerweile nicht mehr dem Staat verantwortlich sondern der Industrie. Etc. etc. etc.</p>
<p>Einen Ausdruck fand diese <em>revolutio </em>ua. in der Zusammenlegung der Ministerien Arbeit und Wirtschaft, wobei angesichts der Wahl des Wirtschafts(- und Arbeits-)Ministers freilich nie ein Zweifel darüber herrschen konnte, was da wem untergeordnet war. Der passende ästhetische Ausdruck muss fast in den ungeschminkt gemeinsamen Pressekonferenzen von <a href="http://www.kellerabteil.org/tag/bartenstein/" target="_blank">Minister Bartenstein</a>, <a href="http://www.kellerabteil.org/tag/bernhard-felderer/" target="_blank">Berni &#8216;the finger&#8217; Felderer</a> und <a href="http://www.kellerabteil.org/tag/veit-sorger/" target="_blank">Veit Sorger</a> im &#8216;<strong><a href="http://www.flickr.com/photos/kellerabteil/3528463909/in/set-72157618101516530/" target="_blank">Haus der Industrie</a></strong>&#8216; gesehen werden.</p>
<p>Das alles ist nun nicht Geschichte, da die ÖVP sich – scheinbar ein wenig – vom giftigen Schüsselkurs abgesetzt und eine Regierung mit der SPÖ gebildet hat. Genauso wenig war die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Amalgam" target="_blank" class="broken_link">Amalgamierung</a> von <strong>SchwarzBlau</strong> nie auf den gemeinsamen Governance-Umbau beschränkt, sondern immer ein gesellschaftspolitisches <em>Gemeinsam-ins-Bett-Gehen</em>.</p>
<p><strong>Kein Deut von Rückbesinnung oder Kurswechsel</strong><br />
Und dabei ist es bis dato geblieben. Die lange Reihe die Menschenrechte verachtende und gleichzeitig kompetenzmäßig grandios dilettierende Innenminister legt Tag für Tag auf s neue Rechnung darüber ab, wo die ÖVP steht. Die <a href="http://www.kellerabteil.org/2009/05/die-provokation-ist-maria-fekter/" target="_blank">stammelnde Provokation Fekter</a> steht dem <a href="http://www.kellerabteil.org/beschlagwortung/platter/" target="_blank">stammelnden Platter</a> um nichts nach, der um nichts besser oder weniger schlimmer als die stammelnde Prokop war.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/05/schwarzblau-ist-keine-emulsion/#footnote_1_810" id="identifier_1_810" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Was &uuml;berhaupt nicht die rechte Politik der SP&Ouml; und der Arbeitnehmervertretungen in vielen Fragen besch&ouml;nigen soll, schon gar nicht das beredte Schweigen der ehemaligen Sozialdemokraten auf gesellschaftspolitischer Ebene. Dennoch ist eines sehr offensichtlich: w&auml;hrend die &Ouml;VP sich radikalisiert, geht die SP&Ouml; eher den Weg in jegliche g&auml;hnende Belanglosigkeit; und das auch noch vorgetragen mit Schlumpfstimme.">2</a></sup></p>
<p>Der stammelnde Innenminister vor Prokop ist all seiner Hypotheken zum Trotz nun auch wieder da. Und erinnert uns alle, so wie auch seine eigene Partei (<a href="http://www.politwatch.at/stories/verpatzter-start/" target="_blank" class="broken_link">think Karas</a>), wo der niederösterreichische Bartl den Most herholt:</p>
<div style="text-align: center;"><a title="Ich frage mich wahrlich: wie kann diese ÖVP im Angesichts solcher - wiederholter! - Entgleisungen bei der eigenen Stammwählerschaft eigentlich noch wählbar sein?" rel="lightbox[roadtrip]" href="/images/OeVP Inserat gegen EU-Asylrichtlinie.jpg"><img src="/images/OeVP Inserat gegen EU-Asylrichtlinie.jpg" alt="" width="451" height="245" /></a></div>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_810" class="footnote">siehe etwa die zuerst Integration der Zollwache in die Gendarmerie und die anschließende Polizeireform mit Zusammenlegung von Gendarmerie und Polizei.</li><li id="footnote_1_810" class="footnote">Was überhaupt nicht die rechte Politik der SPÖ und der Arbeitnehmervertretungen in vielen Fragen beschönigen soll, schon gar nicht das beredte Schweigen der ehemaligen Sozialdemokraten auf gesellschaftspolitischer Ebene. Dennoch ist eines sehr offensichtlich: während die ÖVP sich radikalisiert, geht die SPÖ eher den Weg in jegliche gähnende Belanglosigkeit; und das auch noch vorgetragen mit Schlumpfstimme.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Provokation ist Maria Fekter</title>
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		<pubDate>Wed, 13 May 2009 20:30:07 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf die <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1241622414594" target="_blank">neonazistischen Schmähungen und Übergriffe bei einer Gedenkfeier</a> in der KZ-Gedenkstätte in Ebensee reagiert die Innenministerin unseres Landes damit, verharmlosend von &#8220;<a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1241622414594" target="_blank">gegenseitigen Provokationen</a>&#8221; zu brabbeln.<br />
Ob auch diese Zur-Schau-Stellung von minderbemittelter Intelligenz der Maria Fekter (ÖVP)<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/05/die-provokation-ist-maria-fekter/#footnote_0_765" id="identifier_0_765" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ist sie nicht beeindruckend die lange Liste der &Ouml;VP-Innenminister?">1</a></sup> wieder durch ihre bekannterweise mangelhafte Beherrschung der deutschen Sprache erklärt werden soll?</p>
<p><a href="http://www.peterpilz.at/perm/2009_5_12/" target="_blank" class="broken_link">Peter Pilz</a> fragt sich ähnliches:</p>
<blockquote><p>Die letzte Frage bleibt offen: Was geht in Fekter vor? Was ist in diesem Kopf? Wolf Biermann hat die Antworten auf diese Frage auf zwei Möglichkeiten eingegrenzt: Dreck oder Stroh. Aber wenn es beides ist?</p></blockquote>
<p>Nun, dazu eine Visualisierung samt Warnhinweis:<br />
<span id="more-765"></span></p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" src="/images/BMI Maria Fekter.jpg" alt="Kreuztabelle Weltsicht" /></p>
<p>siehe auch die BlogPosts von Peter Steinberger &#8216;<a href="http://petersteinberger.net/2009/05/12/welche-provokation-frau-fekter/" target="_blank" class="broken_link">Welche Provokation Frau Fekter?</a>&#8216; und Dominik Leitner &#8216;<a href="http://polilog.wordpress.com/2009/05/10/neonazis-in-ebensee/" target="_blank">Neonazis in Ebensee</a>&#8216;.</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_765" class="footnote">Ist sie nicht beeindruckend die lange Liste der ÖVP-Innenminister?</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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		</item>
		<item>
		<title>sollte nicht eigentlich das Verursacherprinzip gelten?</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2009/03/sollte-nicht-eigentlich-das-verursacherprinzip-gelten/</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Mar 2009 22:24:15 +0000</pubDate>
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<p style="text-align: center;">
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=lezhgUU6Kg8">www.youtube.com/watch?v=lezhgUU6Kg8</a></p>
</p>
<p>und sensationell Gerhard Polt: <span id="more-602"></span></p>
<p style="text-align: center;">
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=13SeWzUrRj0">www.youtube.com/watch?v=13SeWzUrRj0</a></p>
</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
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		<title>Es gilt das Verursacherprinzip, stupid!</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Mar 2009 21:55:20 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[wir zahlen nicht für eure krise]]></category>

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		<description><![CDATA[that&#8217;s why: Wir zahlen nicht für eure Krise! Denn warum sollte hier nicht auch das Verursacherprinzip gelten?1 Und während die Massenmedien halbtäglich die Aussendungen eines Vereins mit gerade mal 3.500 Mitgliedern in den scheinbar öffentlichen Raum verbreiten, gehen Zehntausend aus verschiedenen, gesellschaftspolitisch wichtigeren Vereinen in den öffentlichen Raum demonstrieren. Freilich, wenn Vereine wie attac und [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>that&#8217;s why:  <strong><em>Wir zahlen nicht für eure Krise</em></strong>!<br />
Denn <a href="http://www.kellerabteil.org/2009/03/sollte-nicht-eigentlich-das-verursacherprinzip-gelten/" target="_blank">warum sollte hier nicht auch das Verursacherprinzip gelten</a>?<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/03/es_gilt_das_verursacherprinzip_stupid/#footnote_0_596" id="identifier_0_596" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="klar, &amp;#8216;wir&amp;#8217; m&uuml;ssen die Krise so oder so zahlen und &amp;#8216;wir&amp;#8217; werden noch eine gute Zeit des &amp;#8216;Lebens in und mit der Depression&amp;#8216; brauchen &amp;#8211; inklusive der Sozialisierung der Verluste und Risiken -, bis &amp;#8216;wir&amp;#8217;, dh. nennenswerte Segmente der Gesellschaft ernsthaft zu wehren beginnen. I know, I know.">1</a></sup></p>
<p>Und während die Massenmedien halbtäglich die <a href="http://news.google.at/news?q=industriellenvereinigung&amp;oe=utf-8&amp;rls=org.mozilla:de:official&amp;client=firefox-a&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;sa=N&amp;hl=de&amp;tab=wn" target="_blank">Aussendungen eines Vereins mit gerade mal 3.500 Mitgliedern in den scheinbar öffentlichen Raum verbreiten</a>, gehen Zehntausend aus verschiedenen, gesellschaftspolitisch wichtigeren Vereinen in den öffentlichen Raum demonstrieren.<br />
Freilich, wenn Vereine wie <em><a href="http://www.attac.at/" target="_blank" class="broken_link">attac</a></em> und <em><a href="http://www.greenpeace.at/" target="_blank" class="broken_link">greenpeace</a></em> und <em>global 2000</em> und <em>die grünen</em> und die <em>Gewerkschaften</em> <a href="http://www.28maerz.at/index.php?id=buendnis" target="_blank" class="broken_link"><strong>et cetera et cetera et cetera</strong></a> am <a href="http://www.28maerz.at/" target="_blank" class="broken_link"><strong>28. März</strong></a> zu einer Demo aufrufen, dann ist das den unabhängigen, den ausgewogenen, den privaten und den öffentlich-rechtlichen Massenmedien kaum eine bis keine Meldung wert.</p>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: right;">[<a href="http://www.flickr.com/photos/kellerabteil/sets/72157616041039958/" target="_blank">fotoalbum auf flickr</a>]</p>
<p>Klar, die 3.500 Mitglieder der Industriellenvereinigung haben &#8211; wahrscheinlich jedes Mitglied für sich &#8211; mehr Kapital zur freien Verfügung als alle an der Demo beteiligten Vereine und deren Mitglieder zusammen.</p>
<p><span id="more-596"></span>Umgekehrt, da das Thema ja Krise ist &#8211; <em>Finanzkrise, Bankenkrise, Wirtschaftskrise, Krise im Allgemeinen, Krise des Kapitalismus</em> -, sollte da nicht wenigstens die Kompetenz doch etwas zählen, wenn es darum geht, ob die unabhängig sich nennenden Nachrichtenredaktionen der Massenmedien:<br />
von den Aussendungen der IV <em>schon</em>,<br />
von der Demo der Betroffenen aber <em>nicht</em> berichten?</p>
<p><strong>Wer hat jetzt recht gehabt?</strong><br />
Legen wir die Messlatte &#8220;Kompetenz&#8221; an, dh. volkswirtschaftliche Kompetenz, so liegt die Sache klar auf der Hand. Der Kurs der IV hat dieses Land, so wie der analoge Kurs anderswo andere Länder, in die Krise geführt. <em>Dank an der Stelle der Regierung Schüssel-Bartenstein-KHG für das vollständige Umsetzen des Regierungsprogramms, wie die Industriellenvereinigung es 1999 vorgelegt hat. Das hat die IV nicht unberechtigter Weise immer weiter und immer mehr fordern lassen, da ihren Wünschen gar so förderlich beigegeben wurde.</em><sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/03/es_gilt_das_verursacherprinzip_stupid/#footnote_1_596" id="identifier_1_596" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="&amp;#8230; und vielleicht hat das ja auch die Massenmedien dazu bewogen, schlie&szlig;lich jeden Mapf der IV auf allen Kan&auml;len zu bringen und die Proponenten der IV zu jedem Thema ins Studio und vor das Mikrofon zu laden? Can you hear me, &Ouml;1? Vielleicht steht Michael Csoklich gar nicht im Sold der IV oder ist in Bernhard Felderer und jeden K&auml;rntner Bonzen mit Namen Veit verliebt sondern glaubt nur ehrlich, wer mit nur 3.500 Vereinsmitgliedern die Politik &Ouml;sterreichs so nachhaltig bestimmen darf, der muss einfach &amp;#8230; &auml;hem &amp;#8230; gut sein?">2</a></sup><br />
Umgekehrt haben sich die Kernaussagen von Greenpeace, von Global 2000, von attac doch mittlerweile allgemein als im Grunde richtig erwiesen und sind durch die laufenden Entwicklungen auch belegt.</p>
<p>Sollte ein rational denkender Mensch da nicht endlich schlussfolgern, dass die IV in die Wüste geschickt und den Volkswirtschaftler der NGO&#8217;s das Mikro in die Hand gedrückt gehört? <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p><strong>Update</strong><br />
&#8230; hier gibt es einige weitere Fotos (klick):</p>
<p><a href="http://rsy.akis.at/gallerie_krise/index.php" target="_blank" class="broken_link"><img class="aligncenter" style="width: 500px; height: 165px;" title="Attac Demo" src="/images/wir zahlen nicht fuer eure krise.jpg" alt="" width="500" height="165" /></a></p>
<p>&#8230; und zwei wunderbare flickr-Alben mit tollen Bilder gibt es zu dem via <strong><a href="http://belvederegasse.wordpress.com/2009/03/29/wir-bezahlen-nicht-fur-eure-krise/" target="_blank"><strong>Belvederegasse-Blog</strong></a></strong> und <strong><a href="http://bildungsabteilung.wordpress.com/2009/03/29/demo-wir-zahlen-nicht-fur-die-krise-des-neoliberalismus/" target="_blank"><strong>Bildungsblog der GPA-djp</strong></a></strong>!</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_596" class="footnote">klar, &#8216;wir&#8217; müssen die Krise so oder so zahlen und &#8216;wir&#8217; werden noch eine gute Zeit des &#8216;<strong>Lebens in und mit der Depression</strong>&#8216; brauchen &#8211; inklusive der Sozialisierung der Verluste und Risiken -, bis &#8216;wir&#8217;, dh. nennenswerte Segmente der Gesellschaft ernsthaft zu wehren beginnen. I know, I know.</li><li id="footnote_1_596" class="footnote">&#8230; und vielleicht hat das ja auch die Massenmedien dazu bewogen, schließlich jeden Mapf der IV auf allen Kanälen zu bringen und die Proponenten der IV zu jedem Thema ins Studio und vor das Mikrofon zu laden? Can you hear me, Ö1? Vielleicht steht Michael Csoklich gar nicht im Sold der IV oder ist in Bernhard Felderer und jeden Kärntner Bonzen mit Namen Veit verliebt sondern glaubt nur ehrlich, wer mit nur 3.500 Vereinsmitgliedern die Politik Österreichs so nachhaltig bestimmen darf, der muss einfach &#8230; ähem &#8230; gut sein?</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Farce des degoutanten Poseurertums</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2009/03/die-farce-des-degoutanten-poseurertums/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Mar 2009 17:24:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
				<category><![CDATA[*uuar#rgr%§h*]]></category>
		<category><![CDATA[FestungEuropa]]></category>
		<category><![CDATA[flaches Land]]></category>
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		<category><![CDATA[Die Presse]]></category>
		<category><![CDATA[Fleischhacker]]></category>
		<category><![CDATA[Horst Pirker]]></category>
		<category><![CDATA[Norbert Mayer]]></category>
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		<description><![CDATA[Bilderstrecke einer Bilderstrecke: Die Bilderstrecke ist ein &#8211; in Werbung eingebetteter &#8211; Bilderstreckenbericht der DiePresse.com von einer Werbeaktion der DiePresse.com für das Unternehmen DiePresse.com unter Beteiligung von Angestellten der DiePresse.com. Bitte kaufen Sie die Die Presse am Sonntag. Fleischhacker, Styria und die Werbewirtschaft werden es Ihnen danken. Noch besser allerdings, wenn Sie über die Die [...]
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<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2008/03/maulkorberlass-fur-mitarbeiterinnen-blog/' rel='bookmark' title='Maulkorberlass für MitarbeiterInnen-Blog?'>Maulkorberlass für MitarbeiterInnen-Blog?</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bilderstrecke einer Bilderstrecke:</p>
<div style="text-align: center;"><a title="Fleischhacker mag Misik nicht mögen, aber er hat seinen Misik gelesen und verstanden: 'Spiel mit den Symbolen, sinnentleere die Phrasen und bastle dir eine Ästhetik zusammen'. Und was kommt cooler, als wenn ein verzottetes konservatives Blatt sich den Anstrich von 'Revoluzzertum' und 'Aktionismus' gibt, dass mit unverhohlen wehleidiger und aggressiver Reaktion befüllt. Eine Revolution des Qualitätsjournalismus?" rel="lightbox[roadtrip]" href="/images/Demo und Feier 01.png"><img src="/images/Demo und Feier 01.png" alt="" width="480" height="290" /></a></div>
<p><a title="Qualitätsjournalismus heißt ja nicht viel in einer Medienlandschaft und Zeit, in der solcher nur sporadisch als Systemstörung 'passieren' kann. Aber 'Qualitätsjournalismus' durch schiere werbeliniengerechte Behauptung beweisen zu wollen, das ist der blanke Widerspruch zum Anspruch." rel="lightbox[roadtrip]" href="/images/Demo und Feier 02.png"><img src="/images/Demo und Feier 02.png" alt="" width="90" height="50" /></a> <a title="Fleischhacker, der Verantwortliche: Poseur in eigener Angelegenheit und Poseur für die kleine Heerschar der zu kurz gekommenen und leider nur leidlich intelligenten Bourgeoisen." rel="lightbox[roadtrip]" href="/images/Demo und Feier 03.png"><img src="/images/Demo und Feier 03.png" alt="" width="90" height="50" /></a> <a title="Der Poseur, Posierer und Angestellte. Ich frage mich, wie viele der hier versammelten ArbeitnehmerInnen die pseudoaktionistische Marketingfarce insgeheim auch degoutant finden?" rel="lightbox[roadtrip]" href="/images/Demo und Feier 04.png"><img src="/images/Demo und Feier 04.png" alt="" width="90" height="50" /></a> <a title="Und stark fühlt sich, wer anderen die Sprachregelung aufzwingen kann, dass sie 'geschlossen und zusammen stünden'." rel="lightbox[roadtrip]" href="/images/Demo und Feier 05.png"><img src="/images/Demo und Feier 05.png" alt="" width="90" height="50" /></a> <a title="Freudig stehen sie hinter ihrem Fleischhacker; und tun wie Ihnen befohlen." rel="lightbox[roadtrip]" href="/images/Demo und Feier 06.png"><img src="/images/Demo und Feier 06.png" alt="" width="90" height="50" /></a> <a title="Ach ja, mit der Inanspruchnahme des Feuilletons - und dem Outsourcing von Textproduktion an qualifiziertere Kräfte außerhalb der Redaktion - sucht der Journalismus - ebenso trickreich wie verzweifelt - den Anspruch als 'Qualitätsjournalismus' zu retten." rel="lightbox[roadtrip]" href="/images/Demo und Feier 07.png"><img src="/images/Demo und Feier 07.png" alt="" width="90" height="50" /></a> <a title="Das 'Schaufenster' ist wohl auch 'Qualitätsjournalismus'." rel="lightbox[roadtrip]" href="/images/Demo und Feier 08.png"><img src="/images/Demo und Feier 08.png" alt="" width="90" height="50" /></a> <a title="Was sieht die DiePresse.com denn als 'gebührende' Feier an? Dass ein Eigentümervertreter bei einer wichtigen und riskanten Produktvorstellung zu dem Anlass vorbeikommt." rel="lightbox[roadtrip]" href="/images/Demo und Feier 09.png"><img src="/images/Demo und Feier 09.png" alt="" width="90" height="50" /></a> <a title="lol. Ist denn das Poseurertum so ansteckend? Welche Losungen mag der Chef von den umkämpften revolutionären Palisaden gerufen haben? War er Unterberger gleich? War er wertorientiert oder Wert orientiert?" rel="lightbox[roadtrip]" href="/images/Demo und Feier 10.png"><img src="/images/Demo und Feier 10.png" alt="" width="90" height="50" /></a> <a title="Bitte, liebe Mitarbeiterinnen, mir bräucht ma euch als Aufputz für unsere Bilderstrecke ..." rel="lightbox[roadtrip]" href="/images/Demo und Feier 11.png"><img src="/images/Demo und Feier 11.png" alt="" width="90" height="50" /></a> <a title="Und euch bräucht ma auch noch als Aufputz für unsere Bilderstrecke ... Posieren ist nicht mir Poseur zu verwechseln." rel="lightbox[roadtrip]" href="/images/Demo und Feier 12.png"><img src="/images/Demo und Feier 12.png" alt="" width="90" height="50" /></a> <a title="Posieren. Sehr schön." rel="lightbox[roadtrip]" href="/images/Demo und Feier 13.png"><img src="/images/Demo und Feier 13.png" alt="" width="90" height="50" /></a> <a title="Qualitätsjournalismus kostet ... Aber wenn man/Mann sich verpflichtet fühlt ..." rel="lightbox[roadtrip]" href="/images/Demo und Feier 14.png"><img src="/images/Demo und Feier 14.png" alt="" width="90" height="50" /></a></p>
<p><span id="more-574"></span>Die Bilderstrecke ist ein &#8211; in Werbung eingebetteter &#8211; Bilderstreckenbericht der <em>DiePresse.com</em> von einer Werbeaktion der <em>DiePresse.com</em> für das Unternehmen <em>DiePresse.com</em> unter Beteiligung von Angestellten der <em>DiePresse.com</em>. <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_rolleyes.gif' alt=':roll:' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Bitte kaufen Sie die <strong>Die Presse am Sonntag</strong>. Fleischhacker, Styria und die Werbewirtschaft werden es Ihnen danken. Noch besser allerdings, wenn Sie über die Die Presse und über den Fleischhacker reden und noch besser, streiten und sich echauffieren in die eine oder andere Richtung. Dann reihen Sie sich auch noch in die Werbestrategie produktiv ein.</p>
<p><em>ok. hiermit erledigt.</em></p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Von Efgani Dönmez und Elisabeth Gehrer</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2008/12/von-efgani-donmez-und-elisabeth-gehrer/</link>
		<comments>http://www.kellerabteil.org/2008/12/von-efgani-donmez-und-elisabeth-gehrer/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Dec 2008 22:32:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
				<category><![CDATA[*uuar#rgr%§h*]]></category>
		<category><![CDATA[FestungEuropa]]></category>
		<category><![CDATA[flaches Land]]></category>
		<category><![CDATA[g|o]]></category>
		<category><![CDATA[Ideologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Er gilt als eine zwangsläufige Rahmenbedingung der Gesellschaft bzw. der Formen der Vergesellschaftung: der strukturelle Widerspruch zwischen &#8220;Stadt&#8221; und &#8220;Land&#8220;. Vergleichbar ist dieser strukturelle Widerspruch zwischen Stadt/Land etwa mit jenem zwischen &#8220;Lohnarbeit&#8221; und &#8220;Kapital&#8220;. In beiden Fällen handelt es sich um historisch entwickelte, zwangsläufig sich auswirkende Rahmenbedingungen, die freilich in jeder Gesellschaft unterschiedlichen Ausdruck finden [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Er gilt als eine zwangsläufige Rahmenbedingung der Gesellschaft bzw. der Formen der Vergesellschaftung: der strukturelle Widerspruch zwischen &#8220;<em>Stadt</em>&#8221; und &#8220;<em>Land</em>&#8220;.<br />
Vergleichbar ist dieser strukturelle Widerspruch zwischen Stadt/Land etwa mit jenem zwischen &#8220;<em>Lohnarbeit</em>&#8221; und &#8220;<em>Kapital</em>&#8220;. In beiden Fällen handelt es sich um historisch entwickelte, zwangsläufig sich auswirkende Rahmenbedingungen, die freilich in jeder Gesellschaft unterschiedlichen Ausdruck finden kann.</p>
<p>In den modernen Gesellschaften kann recht pauschal zusammengefasst werden: die Stadt herrscht über das Land. In Österreich habe ich laufend das Gefühl, wir sind eine Ausnahme. Hier herrscht spätestens seit 1934 das Land, das Rurale über die Stadt, das Urbane.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2008/12/von-efgani-donmez-und-elisabeth-gehrer/#footnote_0_216" id="identifier_0_216" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und das Rurale hat &amp;#8211; paradoxerweise &amp;#8211; eine Stadt als symbolisches Zentrum: das Salzburg der Karajan Festspiele. Der Symbolismus der siegreichen verbliebenen Elite des Landes, nachdem 1934 und vor allem 1938 alle anderen, urbanen Eliten vertrieben oder ermordet wurden; und 1945 im Gro&szlig;en und Ganzen an der R&uuml;ckkehr und einem wiedererstarken gehindert.">1</a></sup></p>
<p>Österreich: <strong>die Herrschaft des flachen Landes</strong>.</p>
<p>Da wird die <a href="http://derstandard.at/?id=1227288871643" target="_blank">Weltklasse-Liesl von ihrem &#8220;Clan&#8221; befeiert</a> und <em>derstandart.at</em> präsentiert das stundenlang als &#8220;relevantestes&#8221; Ereignis des 16.12.2008:</p>
<blockquote><p><em>Ich werde jetzt das Hohelied einer hohen Frau singen, und das wird nicht ohne ein paar Weihrauchkörner und Lobpreisungen gehen. </em>(Wolfi &#8216;Rumpelstilzchen&#8217; <strong>Schüssel</strong>)</p></blockquote>
<p>Da versucht sich ein <a href="http://www.efganidoenmez.blogspot.com/" target="_blank" class="broken_link">oberösterreichischer Grüner</a> zum wiederholten Mal für sich selbst ein &#8220;kantiges Profil&#8221; zu basteln, es gelingen ihm aber wieder nur dürftig dämliche Plattheiten und was passiert?<br />
Er wird darauf hin als differenziert an tatsächliche Probleme herangehender &#8220;Realo&#8221; gefeiert. Aus seinem absurden Unsinn wird in Verteidigungsreden plötzlich ein gehaltvolles Programm.</p>
<blockquote><p><em>meiner meinung nach hat dönmez durchaus klare ansichten und teilt sie ohne den schleier der politiker-etikette der welt mit. sind es nicht gerade solche menschen, die wir in der politik so dringend brauchen?</em> (Standard-Poster &#8220;<strong>Seifenblase</strong>&#8220;)</p></blockquote>
<p><span id="more-216"></span><strong>Provenzialismus und Lodenseeligkeit galore!</strong></p>
<p>Mixed together ergibt das die bekannt-bewährte Melange: austriarkischen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chauvinismus" target="_blank" class="broken_link">Chauvinismus</a> à la <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Seeger" target="_blank" class="broken_link">Robert &#8216;Norweger Pulli&#8217; Seeger</a>. Die Kennzeichen sind die herablassenden Ressentiments, notdürftig mit pseudorationaler Argumentation kaschiert und bei etwas näherem Hinsehen meist wehleidigen Minderwertigkeitserfahrungen der eigenen Ahnungslosigkeit entspringend.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2008/12/von-efgani-donmez-und-elisabeth-gehrer/#footnote_1_216" id="identifier_1_216" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Siehe auch die qualitativ so fundierte Einstellung von uns &Ouml;sterreicherInnen zur EU.">2</a></sup></p>
<p>Die Lieblingsausdrucksform dieses Chauvinismus ist die locker lässige Denunziation. Marke &#8216;<em>Geh, eh nicht so gemeint, gell!?!</em>&#8216;<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2008/12/von-efgani-donmez-und-elisabeth-gehrer/#footnote_2_216" id="identifier_2_216" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und all das ist laufend vorgef&uuml;hrt wird das im Staatsfernsehen des ORF und der weiteren assoziierten Medienlandschaft. Stotternd-stammelnde MinisterInnen und stotternd-stammelnde SportreporterInnen, it&amp;#8217;s all the same, it&amp;#8217;s our culture, our identity.">3</a></sup></p>
<p>Da gibt es auch eine der offensichtlichen Parallelen zwischen der Weltklasse-Liesl und dem Jung-Bundesrat Realo-Efi. Beide machen das ganz gerne bzw. verwenden die locker-lässige, spielerische Denunziation als gewichtiges Mittel, um sich zu etablieren, zu provozieren, sich selbst darzustellen.<br />
Beide fallen idR nur dadurch auf, so dass die unerfreuliche Vermutung nahe liegt, dass sie abgesehen von diesem Spiel nichts weiter zu bieten haben.</p>
<p>UND!: beide werden <a href="http://weblogs.oevp.at/blogs/mojzis/archive/2007/11/29/gerechtigkeit-f-r-liesl.aspx" target="_blank" class="broken_link">allzu gerne in Schutz genommen</a> und zu symbolischen Figuren gegen die &#8220;Intellektualität&#8221; stilisiert. Täter-Opfer-Umkehrung:</p>
<blockquote><p><strong>Dönmez&#8230;</strong><br />
ein intelligenter Mensch, der versteht, dass man mit einem Programm für neureiche Grosstadtbobos mit DG im 7. Bezirk kein Staat zu machen ist und keine Wahl zu gewinnen ist.<br />
Er spricht die Probleme differenziert und detailliert an (siehe auch die anderen Interviews im Standard).<br />
Wenn Sie das intellektuell nicht aufnehmen können und gerne die nach der nächsten Wahl einen Kanzler Strache haben, dann unterstützen Sie weiterhin eine völlig realitätsfremde Politik, die einzig und allein den Rechten Stimmen bringt. (Standard-Poster &#8220;<strong>cantanto</strong>&#8220;)</p></blockquote>
<p>&#8230; lautet ein exemplarisches Posting von vielen vergleichbaren. Alle ihre Balken weisen massive Zustimmung, kaum Ablehnung ab.</p>
<p>Efgani Dönmez ist einer, der <em>bodenständig</em> ist, so wie mensch das von der Liesl gesagt hat, <em>endlich einer, der sagt, wie&#8217;s ist</em>. Ein <em>realistischer Mensch</em>, der sich wohltuend gegen die &#8220;<em>Realitätsverweigerer</em>&#8221; abhebt.</p>
<p>Und: er ist das offensichtlich, aufgrund seiner Wortäußerungen. Aufgrund von Aussagen wie dieser hier:</p>
<blockquote><p>Regelverstöße müssen Folgen haben. Jemand der unsere Demokratie oder unseren Rechtsstaat infrage stellt oder mit kriminellen Absichten zu uns kommt, ist inakzeptabel. Denen, die Mist bauen, müssen wir auf die Finger klopfen und sie in kürzester Zeit ausweisen.</p></blockquote>
<p>Gemünzt ist das &#8211; nur zur Erinnerung &#8211; auf Asylwerber. (<a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1227288614322" target="_blank"><strong>Interview im derstandard.at</strong></a>)</p>
<p>Das ist der erlösende Realismus, der als solcher bejubelt wird. KritikerInnen wird da Gegenteil vorgeworfen: Abgehobenheit.<br />
Ihnen wird empfohlen &#8211; vielfach und überall &#8211; das Interview nochmals und genau zu lesen. Ihnen wird vorgeworfen, nicht lesen zu können.</p>
<p><strong>Zweite Lesung</strong><br />
Nun, da ich auch zu den Kritikern solcher Sprüche gehöre<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2008/12/von-efgani-donmez-und-elisabeth-gehrer/#footnote_3_216" id="identifier_3_216" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich finde sie keine Emp&ouml;rung wert und nehme an, dass sich Herr D&ouml;nmez halt ganz gerne als etwas darstellen will und dabei aber simpel zu ungeschickt oder dumm ist, das auch zu schaffen.">4</a></sup>, lesen wir halt nochmals und lesen wir genau:</p>
<ul>
<li>&#8220;<em>Regelverstöße müssen Folgen haben.</em>&#8220;</li>
</ul>
<p>Ja, na no na ned. Da sind wir uns wohl alle einig. <em>Regelverstöße</em> haben Folgen. Die Folgen heißen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sanktion" target="_blank" class="broken_link"><em>Sanktionen</em></a>. Es gibt Schulen, die &#8220;Regeln&#8221; sogar allein danach definieren, dass sie an &#8220;Sanktionen&#8221; erkennbar sind, in dem Moment, da sie verletzt werden.</p>
<p>Wenn wir von strafrechtlich (oder verwaltungsrechtlichen) Regeln und Sanktionen reden, da ist genauso bzw. erst recht klar, dass das gelten muss. Und das tut es ja auch. Wenn Herr Dönmez oder ich oder ein Asylant das geltende Recht verletzt, gelten für uns alle die gleichen Regeln für Sanktionen.</p>
<p>Heißt nichts anderes als: die rechtsstaatlichen Regeln gelten bereits heute &#8211; Geheimnis! &#8211; auch für AsylantInnen.<br />
(Es gibt sogar jede Menge Evidenz dafür, dass AsylantInnen deutlich weniger rechtsstaatliche Rechte und deutlich weniger Schutz haben als &#8220;Wir&#8221;.)</p>
<p>Alles in allem: <strong>der Satz ist sinnlos</strong>!</p>
<ul>
<li><em>&#8220;Jemand der unsere Demokratie oder unseren Rechtsstaat infrage stellt &#8230;, ist inakzeptabel.&#8221;</em></li>
</ul>
<p>Welche AsylantInnen stellen unsere Demokratie oder unseren Rechtsstaat infrage? In wie ferne ist diese ein sinnvoller Satz?</p>
<p>Nochmals langsam:<br />
&#8220;AsylantInnen&#8221; nennen wir Menschen, die um Asyl ansuchen. Asylgründe heutzutage: Krieg, Vertreibung, Verfolgung etc. Diese Menschen leiden darunter, dass in ihren Herkunftsländern keine Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu finden sind; in Tschetschenien, in Afghanistan, Nigeria, dem Iran usw. oder zu Zeiten der Balkankriege und -massaker in Bosnien, im Kosovo usw.<br />
Sie stellen den Rechtsstaat nicht infrage sondern flüchten in einen solchen, dh. ganz konkret in den Schutz eines Rechtsstaats. Er ist ihre Rettung.((Darin wiederholt sich, was vor 70 Jahren bei uns passiert ist.))</p>
<p>Hinzu käme die Frage, wie die AsylantInnen das den tun sollten: die Demokratie und den Rechtsstaat in Frage stellen?<br />
Sie haben nicht die Infrastruktur, Kundgebungen am Viktor-Adler-Markt abzuhalten.</p>
<p>Was wird da eigentlich mit Infragestellung des Rechtsstaates angedeutet? Ist das Nicht-Zahlen von Steuern nicht z.B. eine Infragestellung des Rechtsstaates? Oder das Umgehen von Verfassungsverordnungen? Da fallen mir zuerst einige FPÖler, manche ÖVPler, die einen oder anderen JournalistInnen und Interessensvertreter der Industriellenvereinigung usw. ein, die sich in dieser Übung gefallen: &#8220;<em>Rechtsstaat-Infragestellung</em>&#8220;.</p>
<p>Aber ganz ehrlich und bei allem aufrichtigen Bemühen, ich komme nie auf &#8220;AsylantInnen&#8221;, die unsere Demokratie oder unseren Rechtsstaat infrage stellen?<br />
Lese ich nur die falschen Massenmedien?<br />
Oder machen die das schon qua ihres &#8220;fremdländischen Aussehens&#8221;? Ist das Kopftuch eine &#8220;Rechtsstaat-Infragestellung&#8221;?</p>
<p>Also auch hier: <strong>der Satz ist sinnlos</strong>.</p>
<ul>
<li><em>Jemand, der &#8230; mit kriminellen Absichten zu uns kommt, ist inakzeptabel.</em></li>
</ul>
<p>Soso, das überrascht mich jetzt. Aber ok. Klingt schon nach einem eminenten und realistischen Problem, dem mensch sich widmen sollte.</p>
<p>Ein Problem sehe ich darin: nachdem der Satz immer noch auf AsylantInnen gemünzt ist &#8230;, das hieße ja wohl, ÖsterreicherInnen (bzw. EU-Bürger) mit kriminellen Absichten sind ok, oder?</p>
<p>Oh, noch ein Problem, welches ich sehe. Was heißt und was folgert aus &#8220;<em>inakzeptabel</em>&#8220;?<br />
Sanktionen?<br />
Die müssten ja wieder für alle gelten so wie es ja heute schon so ist, dass in unserem Rechtsstaat die Regeln für alle gelten.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2008/12/von-efgani-donmez-und-elisabeth-gehrer/#footnote_4_216" id="identifier_4_216" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Das soll doch wohl nicht infrage gestellt werden.">5</a></sup></p>
<p>Shit, noch ein Problem: &#8220;<em>Absichten</em>&#8220;? Wenn wir jetzt Absichten als Kriterium hernehmen, dann sind wir endlich bei der Gedankenpolizei. Allerdings faktisch fast unmöglich zu eruieren und zu verfolgen.</p>
<p>Vl. doch nicht so &#8220;realo&#8221; und doch wieder: <strong>ein sinnloser Satz</strong>!</p>
<ul>
<li>&#8220;<em>Denen, die Mist bauen, müssen wir auf die Finger klopfen und sie in kürzester Zeit ausweisen.</em>&#8220;</li>
</ul>
<p>Tja, wer soll sie nehmen unsere ÖIAG-ManagerInnen, unsere Flachzangen-MinisterInnen, unsere Anlage- und VermögensberaterInnen und das österreichische Fussballnationalteam? Mhm? Schon mal daran gedacht, dass die niemand will?<br />
Die einzigen Mist-ProduzentInnen, die wo anders Aufnahme fänden, wären die Mistbauern.</p>
<p>AsylantInnen allerdings, selbst wenn sie Mist bauen und ohne weiter darauf einzugehen, was denn das sein soll &#8220;Mist bauen&#8221;, die dürfen wir nicht abschieben. Wir sollten uns nämlich der Menschenrechtskonvention verpflichtet fühlen. Nicht zuletzt schon deswegen, weil wir ihr verpflichtet sind.<br />
Diese Forderung ist als eine Infragestellung des Rechtsstaats, nicht?<br />
Sie ist wenigstens und jedenfalls eine Infragestellung der bislang erkämpften Menschenrechte!</p>
<blockquote><p>Die Europäische Menschenrechtskonvention enthält das Verbot von Todesstrafe, Folter, Sklaverei, Zwangsarbeit. Ist ein Asylverfahren rechtskräftig negativ, heißt das noch lange nicht, dass der / dem Betroffenen nicht doch diese Dinge drohen bei Ausweisung oder Abschiebung. Somit stellt diese Forderung einen Verstoß gegen die EMRK dar.</p></blockquote>
<p>&#8230; zitiere ich hier eine grünen Parteikollegen von Herrn Dönmez.</p>
<p>Wiederum: <strong>ein sinnloser, um nicht zu sagen dummer Satz</strong>!</p>
<p>Aber ich gehe hier vl. noch einen Interviewabschnitt zurück. Hier beginnt Herr Dönmez das Thema zu besprechen:</p>
<blockquote><p><strong> </strong><em>Jene Asylwerber, die vor 2003 nach Österreich gekommen sind, unbescholten und integriert sind, sollen bleiben dürfen und einen Zugang zum Arbeitsmarkt erlangen. Alle anderen laufen durch das Asylverfahren.</em></p></blockquote>
<p>Anhand dieses Satzes lässt sich möglicherweise einiges klären, macht er doch manches sichtbar:</p>
<ul>
<li>Asylwerber von vor 5 Jahren haben offensichtlich oft immer noch keinen Bescheid. Das heißt möglicherweise, dass unsere Demokratie, die Verwaltung des Rechtsstaates nicht ausreichend mit Ressourcen ausstattet, Asylverfahren in angebrachter Zeit zu erledigen.</li>
</ul>
<ul>
<li>Gleichfalls erinnert der Satz, dass Menschen, die seit Jahren in Österreich weilen, weil sie in ihren Herkunftsländern verfolgt wurden und ihrer Lebensgrundlage beraubt, dass die all die Zeit in Österreich nicht arbeiten durften und dürfen.?!</li>
</ul>
<ul>
<li>Nehmen wir an, ein(e) AsylwerberIn ist nicht mehr unbescholten, sie ist allerdings aus einem Land wie dem Iran, Nigeria oder Russland geflohen, wo ihr die politische Verfolgung und der Tod drohen. Sie hat also Anrecht auf Asyl. In den letzten 5 Jahren hat sie allerdings eine Vorstrafe ausgefasst, sagen wir z.B. einen Verkehrsunfall.<br />
Will uns Herr Dönmez jetzt sagen, die Person muss abgeschoben werden? Ist das der Realismus, der bodenständige?</li>
</ul>
<ul>
<li>Gleiches gilt für die Voraussetzung der Integration. Wer bestimmt denn das (in diesem bodenständigen Klima)? Angenommen es stehen Todesgefahr und Krieg im Herkunftsland gegen die Ansicht, die Person ist &#8220;nicht integriert&#8221;. Abschieben, Herr Dönmez?</li>
</ul>
<p>Wenn eine Person Anrecht auf Asyl hat &#8211; (1) moralisch, weil es ihr z.B. ergangen ist wie vor 70 Jahren in Österreich den Juden, Homosexuellen, den Roma, den Behinderten usw. und (2) rechtlich, weil sie den durch die Menschenrechte festgeschriebenen Anspruch darauf hat -, wenn also eine Person Anrecht auf Asyl hat, dann ist das so, egal ob sie &#8220;unbescholten/bescholten&#8221; oder &#8220;integriert/nicht integriert&#8221; ist.<br />
Alles andere würde den Rechtsstaat infrage stellen.</p>
<p>Wenn nun aber eine Person nicht unbescholten ist, dann gelten für sie die gleichen Regeln wie für ÖsterreicherInnen. Und das jetzt schon.</p>
<p>Wenn nun aber die Person nicht integriert ist, dann gelten für sie die gleichen Regeln wie für ÖsterreicherInnen. Und das jetzt schon.</p>
<p>Und schon stellt sich heraus, dass auch dieser Satz aus dem vorangegangenen Interviewabschnitt von Herrn Dönmez sinnlos ist.</p>
<p>Dass all diese sinnlosen Sätze als Beleg für bodenständigen Realismus verkannt werden, das sagt mehr über diese InterpretInnen als über Herrn Dönmez aus.<br />
Und es erinnert wieder einmal schmerzlich daran, dass es in Österreich seit 1934 de facto keine Politische Bildung gibt. <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_evil.gif' alt=':evil:' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Wo ist der Sinn im Haufen sinnloser Sätze?</strong><br />
Wenn einer sinnlose Sätze tut, dann heißt das meist, dass er eine sinnhafte Absicht damit verfolgt. Aber welche?</p>
<p>~ eine wohlwollende Vermutung:<br />
Herr Dönmez will tatsächlich die Themen Migration und Integration differenziert und abseits von Schwarzweiß-Zeichnungen ansprechen. Freilich, für die Vermutung gibt es keine Indizien und es bliebe so oder so die Frage, warum redet er dann von AsylantInnen?</p>
<p>Warum redet Herr Dönmez nicht von der zweiten und der dritten Generation der GastarbeiterInnen<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2008/12/von-efgani-donmez-und-elisabeth-gehrer/#footnote_5_216" id="identifier_5_216" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die, wir erinnern uns, teilweise Anreize bekamen, doch bitte ins Land zu kommen.">6</a></sup>, von MigrantInnen und den Provinzverhafteten ÖsterreicherInnen, die das Schriftdeutsch in jeder Situtation verweigern oder dem gar nicht mächtig sind.<br />
Vor allem, falls er differenziert argumentieren will, warum tut er es nicht und spricht von den ambivalenten Seiten der Integration. Warum tut er das Gegenteil?<br />
Unfähigkeit?</p>
<p>~ eine bodenständig realistische Vermutung:<br />
Herr Dönmez möchte sich als etwas etablieren, was er bereits ist, worin er sich aber nicht &#8220;vollständig&#8221; fühlt. Er möchte Österreicher sein.</p>
<p>Das ist ein den Sozialwissenschaften allzu bekanntes Phänomen: etabliertere ZuwanderInnen, erst recht der zweiten oder dritten Generation, haben oft das Bedürfnis, sich gegenüber ihrer Herkunft und Vergangenheit der Zuwanderung soweit abzugrenzen, dass sie einerseits &#8220;Parade- und Vorzeigeeinheimische&#8221; sein wollen und andererseits diese Abgrenzung vor allem gegenüber jüngeren ZuwanderInnen in Ablehnung ausdrücken. (Übrigens ein Thema vieler Western.)<br />
Diese Reaktion ist jener vieler KleinbürgerInnen vergleichbar, die den größten Indentitätsgewinn dadurch erlangen, dass sie sich massiv von der Arbeiterschaft abgrenzen. (Aufgestiegene Gewerkschaftsfunktionäre lieben es ja geradezu, sich vom Lumpenprotelariat, heute Prekariat, abzugrenzen.)</p>
<p>Aber selbst angesichts dieser realistischen Vermutung bleibt immer noch offen, warum Herr Dönmez nicht eigene sinnlose Sätze oder sinnvoll abgrenzende Sätze oder eigene Vorurteile verwendet?<br />
Warum bedient er sich der sinnlosen Sätze von HC Strache, Westenthaler und Platter?</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p>Andere BlogPosts zum Thema:</p>
<ul>
<li><a href="http://marco-schreuder.at/2008/12/schreuder-interview-regelverste-die.html" target="_blank" class="broken_link">Marco Schreuder</a></li>
<li><a href="http://franzjoseph.twoday.net/stories/5388321/" target="_blank" class="broken_link">Franz Joseph</a></li>
<li><a href="http://feuerhaken.org/2008-12-16/grune-turkenschlacht/" target="_blank" class="broken_link">Feuerhaken</a> (<a href="http://feuerhaken.org/2008-12-15/leben-oder-tod/" target="_blank" class="broken_link">und hier</a>)</li>
<li><a href="http://www.rigardi.org/?p=945" target="_blank" class="broken_link">rigardi.org</a></li>
</ul>
<div style="text-align: center;">&#8212;</div>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_216" class="footnote">Und das Rurale hat &#8211; paradoxerweise &#8211; eine Stadt als symbolisches Zentrum: das Salzburg der Karajan Festspiele. Der Symbolismus der siegreichen verbliebenen Elite des Landes, nachdem 1934 und vor allem 1938 alle anderen, urbanen Eliten vertrieben oder ermordet wurden; und 1945 im Großen und Ganzen an der Rückkehr und einem wiedererstarken gehindert.</li><li id="footnote_1_216" class="footnote">Siehe auch die qualitativ so fundierte Einstellung von uns ÖsterreicherInnen zur EU.</li><li id="footnote_2_216" class="footnote">Und all das ist laufend vorgeführt wird das im Staatsfernsehen des ORF und der weiteren assoziierten Medienlandschaft. Stotternd-stammelnde MinisterInnen und stotternd-stammelnde SportreporterInnen, <em>it&#8217;s all the same, it&#8217;s our culture, our identity</em>.</li><li id="footnote_3_216" class="footnote">Ich finde sie keine Empörung wert und nehme an, dass sich Herr Dönmez halt ganz gerne als etwas darstellen will und dabei aber simpel zu ungeschickt oder dumm ist, das auch zu schaffen.</li><li id="footnote_4_216" class="footnote">Das soll doch wohl nicht infrage gestellt werden.</li><li id="footnote_5_216" class="footnote">Die, wir erinnern uns, teilweise Anreize bekamen, doch bitte ins Land zu kommen.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2008/10/mythen-zum-wahlausgang-nrw08/' rel='bookmark' title='Mythen zum Wahlausgang NRW&#8217;08'>Mythen zum Wahlausgang NRW&#8217;08</a></li>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2008/10/wo-is-n-jetzt-die-verfickte-pietat/' rel='bookmark' title='Wo is n jetzt die verfickte Pietät?'>Wo is n jetzt die verfickte Pietät?</a></li>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2009/03/die-farce-des-degoutanten-poseurertums/' rel='bookmark' title='Die Farce des degoutanten Poseurertums'>Die Farce des degoutanten Poseurertums</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Chomsky, Agitation und austriarkischer Dumpfbacken-Journalismus</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Dec 2008 15:42:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Jean Ziegler]]></category>
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		<category><![CDATA[Noam Chomsky]]></category>
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		<guid isPermaLink="false">http://www.unet.univie.ac.at/~a9005396/php/weblog/?p=214</guid>
		<description><![CDATA[Noam Chomsky begeht heute seinen 80ten Geburtstag; geboren am 7. Dezember 1928. Dazu bringt ORF.On folgendes auf seiner Titelseite: Der folgende, freilich anonyme Artikel schwingt sich zum moralischen Urteil über den &#8220;Agitator&#8221; (WIkipedia) auf: Bis zuletzt hat Chomsky auch nicht aufgehört, seine Kampfschriften verfassen. [..] Schwarz-Weiß-Malerei würde er betreiben, vielfach Plattitüden bis hin zu Verschwörungstheorien [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Noam_Chomsky" target="_blank" class="broken_link"><strong>Noam Chomsky</strong></a> begeht heute seinen 80ten Geburtstag; geboren am 7. Dezember 1928.</p>
<p>Dazu bringt <strong>ORF.On</strong> folgendes auf seiner Titelseite:</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 499px"><a href="http://www.orf.at/081206-32543/index.html" target="_blank"><img style="vertical-align: middle; margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Chomsky der Agitator" src="/images/081207_ORFon.PNG" alt="" width="489" height="343" /></a><p class="wp-caption-text">Für den Artikel, Klick auf das Bild</p></div>
<p>Der folgende, freilich anonyme Artikel schwingt sich zum moralischen Urteil über den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Agitation" target="_blank" class="broken_link">&#8220;<strong>Agitator</strong>&#8221; (WIkipedia)</a> auf:</p>
<blockquote><p><em>Bis zuletzt hat Chomsky auch nicht aufgehört, seine Kampfschriften verfassen.</em> [..] <em>Schwarz-Weiß-Malerei würde er betreiben, vielfach Plattitüden bis hin zu Verschwörungstheorien verbreiten. Und wirklich neu und überraschend seien mittlerweile die wenigsten seiner Argumente.</em> [..] <em>Seine weiße Weste als moralische Instanz hatte damals einige Flecken abbekommen.</em></p></blockquote>
<p>Ja, das ist halt das Standard-Niveau unseres ORF-Journalismus (ha, wie doppelsinnig &#8220;<em>Standard</em>-Niveau&#8221;! <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_twisted.gif' alt=':twisted:' class='wp-smiley' />  ). So gesehen könnte der Eintrag auch lauten ORF-Niveau vs. <a href="http://www.srg-ssr.ch/" target="_blank" class="broken_link">SRG</a>-Niveau; siehe dann unten.</p>
<p><strong>Agitation ist das Geschäft des Mediensystems</strong><br />
Der Dumpfbackenjournaille ließe sich ja leicht der Spiegel vorhalten.  Wie konsistent ist es denn, einem anerkannten Kritiker, der in Büchern und Zeitschriften publiziert Agitation zu unterstellen, wenn die Massenmedien selbst zu den Kriegen &#8211; think z.B. Irak &#8211; und Krisen &#8211; think z.B. Finanzsystem &#8211; aufrufen.</p>
<p><span id="more-215"></span>Allerdings müsste mensch dazu dem Realsystem &#8216;Journalismus&#8217; ja das Bestreben um konsistente Argumentation bzw. Berichterstattung unterstellen.<br />
Was wohl nichts anderes als naiver Blödsinn wäre.</p>
<p><strong>Jean Ziegler zu Chomsky</strong><br />
Stattdessen hier der Hinweis &#8211; thanks to <a href="http://friendfeed.com/ugugu" target="_blank" class="broken_link">ugugu</a> &#8211; auf ein Tondokument. Ebenfalls aus Anlass zu Chomskys Achtziger, ein Interview von <a href="http://io1.blogspot.com/" target="_blank" class="broken_link">Patrik Tschudin</a> mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jean_Ziegler" target="_blank" class="broken_link">Jean Ziegler</a> zu Chomsky.<br />
(Ein Interview übrigens &#8211; auch &#8211; eines Journalisten, auch eines öffentlich-rechtlichen Massenmediums.)</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong><a href="http://io1.blogspot.com/2008/12/jean-ziegler-ber-noam-chomsky.html" target="_blank" class="broken_link">Link zum BlogEintrag mit mp3</a>.</strong></p>
<p>Und da schließen sich ja manche Kreise. Chomsky der Kritiker des Mediensystems, der empirische Analyst der Mediensystemlogik. Die Mediensystemlogik, die Dumpfbacken braucht und Dumpfbacken produziert.</p>
<p>Btw, hat dieser ORF, oder irgendjemand in diesem ORF, eigentlich schon einmal HC Strache als Agitator bezeichnet? Oder Haider? Oder <a href="http://www.unet.univie.ac.at/~a9005396/php/weblog/?tag=bernhard-felderer" target="_blank" class="broken_link">Berni &#8216;der erhobene Zeigefinger der Nation&#8217; Felderer</a>? Oder <a href="http://www.unet.univie.ac.at/~a9005396/php/weblog/?p=62" target="_blank" class="broken_link">Rupert Murdoch</a>? oder &#8230;</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p>Ähnliche Einträge:<ol>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2008/05/weiterhin-iv-belangsendungen-im-o1-inforadio/' rel='bookmark' title='weiterhin IV-Belangsendungen im Ö1 Inforadio'>weiterhin IV-Belangsendungen im Ö1 Inforadio</a></li>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2008/01/kopfschutteln-uber-michael-csoklich/' rel='bookmark' title='Kopfschütteln über Michael Csoklich'>Kopfschütteln über Michael Csoklich</a></li>
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</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kellerabteil.org/2008/12/chomsky-agitation-und-austriarkischer-dumpfbacken-journalismus/feed/</wfw:commentRss>
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