Archiv für die 'webforen' Kategorie

best of #mehdorn tweets

Hartmut Mehdorn, Hauptverantwortlicher für Stasi-Bespitzelmethoden, Lug und Trug bei der im Staatsbesitz befindlichen Deutschen Bahn, hatte endlich seinen Rücktritt als Bahnchef bekannt gegeben. Dass er das getan habe, das hatten die Massenmedien berichtet.

Jetzt verlangt Hartmut Mehdorn Millionen Euro als Abfindung, was wohl niemanden überrascht. Und: PolitikerInnen wie BürgerInnen entblöden sich nicht, Mehdorn zu mehr Fingerspitzengefühl zu gemahnen. Als ob Fingerspitzengefühl irgendein relevantes Kriterium dieser Gesellschaft wäre.

Anyway, ich nehm’ die prototypischen Vorgänge rund um Mehdorn, den Managerfeudalismus, die Kontrollgesellschaft und das Kriterium des Fingerspitzengefühls zum Anlass einer persönlichen Best of Tweets‘-Liste zum Stichwort Mehdorn.1

Hier meine Auswahl als Bildstrecke:
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  1. Tweets: Meldungen von Benutzern von Twitter, dem Mikro-Blogging-Dienst der Stunde. Soll heißen, sms-lange Ausrufe, die via www weltweit abrufbar, durchsuchbar und im www archiviert sind. Es gibt Hunderte Tweets – Meldungen via Twitter – zu Mehdorn … []

notizen zu ‘amateure im netz’ buchvorstellung/podiumsdiskussion

@stormgrass hat mir im vorfeld den auftrag erteilt,
die definition von ‘amateure im netz‘,
die bei der veranstaltung im depot-café bemüht würde,
mit zu kartographieren.

… und dann zu twittern …

Well. Had me laptop on my knees and happend to hammer down notices all throughout the presentation and following discussion. Can’t make that into 140 characters.
I was pissed of. Only the last 15 minutes made any sense and had me calmed down.

funny thing, this may have been the first such event, where I didn’t join the discussion. Can’t keep me mouth shut; normally.
This time, no chance. No idea, where to start, if I had taken the mike. To much on my list of notes …

… but that’s exactly why I now publish my whole remarks here.

So, without further ado, here’s what I typed down into ‘amateure im netz.txt’. Not edited, not nice. Maybe I’ll get back to it and will write a little bit more about this evening, the evenings discussion and the dynamic of this talk.

— amateure im netz.txt —

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Arbeitgeber vs. Arbeitnehmer: “Lohn-Preis-Spirale”-Argumentation

Der Altweibersommer kündigt sich an. (Lieblingsjahreszeit!)
Seit ein paar Tagen wird der erste Sturm der Saison in Kreide auf den Tafeln der Wirtshäuser angeschrieben. (Noch gar keinen getrunken, eh noch zu wenig Gärung.)
Und die Herbstlohnrunden kündigen sich an. (Hab ich letztes Jahr genug dazu geschrieben. Siehe ganz unten. )

Der Kreislauf von Werden und Wachsen, Reifen und Sterben, alles wie gehabt, die ewige Wiederkehr im jahreszeitlichen Rhythmus.

Wie s Amen im Gebet auch: die Interessensvertreter der Arbeitgeberseite “mahnen” (das muss ich schon unter Anführungszeichen setzen) “maßvolle Lohnrunden” ein. Soll heißen,

geht’s Bitte, findet’s euch damit ab, ihr werdet’s nichts rausholen. Es steht euch nichts zu, seid froh mit dem was ihr bekommt und das ist gut so.

Eröffnet hat das jährliche Spiel hierzulande … eh klar … Industrielobbyist (und nebenbei Bundesminister) Bartenstein. Hey, it’s the tradition, stupid!

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prekäre kommunikation, prekäre situation (web2.0-style)

love that one:

comic

hier gefunden, gesehen, gelacht … bei maluca

Nachtrag Tagebucheinträge 87a bis 89c

  • letzten Fr, 30. November 2007 gab es ein BloggerInnen-Treffen in Wien 7. Angezettelt vom umtriebigen RokkerMur alias der vergessene Diktator alias vanKosel alias Warteschlange (aber nur wenn diese sich nicht ausgeloggt hat und die Accounts durch einander geraten) alias …
    Ich hatte mir vorgenommen, dort die Nase reinzustecken und mal Hallo zu sagen. Wollte den umtriebigen und Mythen umwobenen Wolfgang leibhaftig erleben.
    Jedenfalls, obwohl dieses Wort so einen hatscherten Klang hat – “BloggerTreffen” – war es sehr sehr nett. D.h. v.a.: die versammelten und plaudernden Leute waren allesamt eine überraschend nette, höflich interessierte und freundlich lustige Gesellschaft. Das vor dem Hintergrund, dass ich mir natürlich nette und freundliche Menschen erwartet habe und keine unangenehmen Mitmenschen. Und erst recht von der Erwartungshaltung aus, freundliche interessante Menschen zu treffen, war ich nochmal sehr angenehm überrascht. Manche bloggen seit vielen Jahren. Ein ahnungsloser Jungspund bin ich da dagegen. War mindestens so überfordert wie hidden.

Liebe Grüße Euch Allen!

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AlVG: Arbeitslosenversicherungsgesetz

und jetzt zu etwas ganz anderem.
Ein Schnipsel, das nicht eingebettet sondern zitiert wird. Aus einem internen, nicht ganz öffentlichen Forum. Ich hoffe, ich verärgere niemanden.

Hier eine Einschätzung einer Person, die wie wenige weiß, wovon sie spricht, wenn sie eine solche Einschätzung zu einem in Begutachtung befindlichen Gesetzesentwurf abgibt:

Es ist gerade eine unsägliche Novelle in Diskussion, die neben ein, zwei Verbesserungen im Prinzip die gesamte Judikatur des VwGH zum Schutz Lohnarbeitsloser menschen “overrult”.
1. die so genannten Zumutbarkeitsbestimmungen, ohnehin die schärfsten Europas, werden in sehr extremer weise verschärft,

2. der Rechtsschutz der Betroffenen faktisch eingeschränkt und

3. über einen neuen Arbeitsbegriff bzw. über eine Art Mindestzeiterfordernis Menschen aus der AL-Versicherung verdrängt.

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Eingebettet mit ‘copy&paste’: das ist web2.0-Kultur

nein, keine web2.0 Erörterung1 an dieser Stelle. Da mag jede und jeder selbst googlen.
Maximal ein link ins befreundete Ausland.2

Embedded Code statt embedded journalists
Wann hat das eigentlich angefangen? Und was lässt sich mittlerweile nicht mehr einbetten?
Dieses ‘ein Jahr Kellerabteil’ ist nicht zuletzt durch diese Dimension bestimmt. Dass mensch nämlich nicht mehr nur seinen/ihren eigenen Ramsch ins Kellerabteil vergraben kann/muss, sondern dass wir alle jede Menge Ramsch verschiedenster Provenienz leihweise auch in unsere Kellerabteile einschlichten können.

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  1. Und meine persönliche Perspektive auf web2.0 wird eher nicht hier, sondern auf ‘Gegenöffentlichkeit2.0‘ veröffentlicht. Wenn sich das überhaupt ausgeht. []
  2. Samt Mahnung! Was ist nun, ich warte seit Äonen auf die Fortsetzung! Bitte. Und überhaupt, Kollege sms, das genial schöne feine und nochmal schöne mp3 mit der Lesung von Flusser. Das hab ich nicht d/l können! Das will ich aber mit mir herumtragen können. Können wir mal Flusser mit verteilten Rollen lesen? Oder Koschorke. Oder Latour Bruno? []

Gegen Ausgrenzung

zwei Hinweise, d.h. zwei doppelte Hinweise, Empfehlungen, Shout Outs, Aufrufe zur Unterstützung und Solidarität.

1. Es gibt da jemanden, der heißt Franz Alois Michael Tfirst. Der Name, vermute ich jedenfalls, tut nichts zur Sache. Der Name sagt nichts über die Person. Der Name erzählt keine Geschichte. Dem Namen gilt nicht meine Solidarität. Der Name mag meinetwegen auch erfunden sein.

Die Geschichte zur Person Michael Tfirst erzählt dieser selbst. Hier. Die Geschichte erzählt nicht wirklich etwas über die Person Michael Tfirst sondern darüber was dieser Person M.T. angetan wurde. Die Geschichte erzählt in dem Sinne viel mehr von anderen Personen, von Personen, Organisationen und Weltbildern, und davon, was sie alle Michael Tfirst und vielen anderen angetan haben.
Die Geschichte erzählt von Kirchenbrüdern und der katholischen Kirche.

RokkerMur schreibt ‘zu dem Fall’,

Opfer tauchen selten auf, Opfer gehören geschützt.
Die meisten Opfer solcher Scheußlichkeiten gehen still und leise indem sie sich umbringen.

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Recherche im WWW via ‘del.icio.us’

Ich habe eine neue, leistungsfähige Art der Recherche für mich entdeckt. Sehr fein und mit teilweise viel besseren Ergebnissen als die Websuche per Google. Eine Empfehlung!

Schritt 1

Ich geh’ auf die del.icio.us-Seite.
(del.icio.us: ist eine Dienst für Lesezeichen, und zwar für die sogenannten social bookmarks.)

Das geht bei mir mittlerweile besonders schnell und einfach, weil ich mit der Nutzung eines accounts (Benutzerkonto) auch eigene Symbole im Webbrowser integriert habe.

Meine del.icio.us-Lesezeichen sind darüber hinaus schon im Kellerabteil eingebunden, rechts in der Leiste:
automatisiert immer aktuell gehalten und ein weiterer Weg, direkt zu del.icio.us.

Schritt 2

Ich gebe meinen Suchbegriff dort im Suchfeld ein.
Z.B. «Monsanto», weil ich zu diesem Konzern recherchiere, der für so viele Verbrechen bekannt ist.

Was passiert nun:
Ich durchsuche mit meinem Suchbegriff alle Lesezeichen anderer NutzerInnen von del.icio.us danach, ob die ihrerseits Lesezeichen mit meinem Suchbegriff beschlagwortet haben.

Schritt 3

Ich erhalte eine Liste mit Lesezeichen (URLs), die mit meinem Suchbegriff indiziert wurden.
Im Fall meine «Monsanto»-Recherche erhalte ich:
672 Treffer mit interessanten (meist) Artikeln, über Monsanto.
(Die meisten, wenig überraschend und das ist freilich ein Unterschied zur Google-Suche: zu den Verbrechen des Konzerns. Stand 28. Juli 2007)

Schritt 4 (optional)

Die Treffer kann ich durch angebotene weitere Schlagworte (Tags) weiter gruppieren und gezielt durchforsten.
Und ich kann von anderen gespeicherte Lesezeichen zu meinem Recherche-Interesse sofort in meine eigenen Lesezeichen übernehmen.

Bonus

Sehr praktisch und fein ist nun noch folgende Option: das deppeneinfache Ablegen und ‘Griffbereit Halten’ sowie Weiterleiten von Rechercheergebnissen.
Einfach den Link, der sich bei del.icio.us im Zuge des Einsatzes der Beschlagwortung (Tags) ergibt verwenden (speichern, senden, …).

Z.B.: http://del.icio.us/kellerabteil/monsanto

Resümee

Funktioniert für manche Recherchezwecke besser als googlen! I like it!

ORF.at-Foren

Die sogenannte ORF.at-Foren sind ja bekannter Weise gruselig, gruseliger, am gruseligsten. Die Vorherrschaft des aggressiven Chauvinismus ist noch das geringste Problem dieser “Öffentlichkeit”, der “Foren” unseres öffentlich-rechtlichen Massenmediums im WWW.

Die normative Selbstbeschreibung, wie sie unter ORF.at-Artikeln steht, sieht so aus:

Die ORF.at-Foren sind allgemein zugängliche, offene und demokratische Diskursplattformen.

Unter dieser wunderbar klingenden Formel folgen sofort appellierende Sätze, desillusionierende Sätze, die ganz gut zeigen, wie viel von der behaupteten “Diskursplattform” zu erwarten ist:

Bitte bleiben Sie sachlich und bemühen Sie sich um eine faire und freundliche Diskussionsatmosphäre. Die Redaktion übernimmt keinerlei Verantwortung für den Inhalt der Beiträge, behält sich aber das Recht vor, krass unsachliche, rechtswidrige oder moralisch bedenkliche Beiträge sowie Beiträge, die dem Ansehen des Mediums schaden, zu löschen und nötigenfalls User aus der Debatte auszuschließen.

Manchmal, d.h. eigentlich ziemlich oft und immer öfter, findet sich anstatt dieser “Diskursplattform“-Anpreisung ein einzelner etwas seltsamer und vor allem desillusionierend symptomatischer Satz:

Zu diesem tragischen  Ereignis kann nicht gepostet werden.



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