Archiv für das 'Armin Thurnher'-tag

Ach was muss ich oft von bösen Frauen hören oder lesen!

[ich veröffentliche hier – mit Erlaubnis des Autors
und einem zweifachen Dankeschön meinerseits1 –
einen Leserbrief von Jochen Kugler an den Falter2]

Nina Horaczeks Kommentar (”Jetzt leiden selbst grüne Softies unter Kastrations-Ängsten“) im Falter 25/09 hat wieder heftig in einer schmerzenden Wunde gebohrt:
Seit der unsäglichen Diskussion um Voggenhubers “Nicht-Wahl” quälen mich als Grüner, emanzipierter, feministischer und (sic!) selbstbewusster Mann ständig die selben Fragen:

Warum muss ich mich damit abfinden, dass intelligente, reflexive und durchdachte Kommentare zur Causa Prima ausschließlich von Frauen kommen?
Warum kommen alle jenseitigen, beleidigten, unreflektierten Kommentare ausschließlich von Männern?

Was sagt es uns, dass die richtig beleidigten, wehleidigen und unreflektierten Kommentare mit einer erstaunlichen Häufigkeit von “aufgeschlossenen” Männern in der Nähe ihrer 50er kommen?
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  1. Danke erstens für den Text, nämlich inhaltlich und vor allem dafür, DASS er geschrieben wurde. Ich habe ihn weitergeleitet bekommen, er scheint seine Runden gemacht zu haben. Ich habe den Autor angemailt, ob er sonst irgendwo veröffentlicht ist und ob ich ihn, wenn nicht, im kellerabteil2.0 veröffentlichen darf. Dank also zweitens für das Zur Verfügung Stellen. >lg chr. []
  2. Jochen Kugler hat den Leserbrief für den Falter verfasst, der sich mit den "Grünen Kastrationsängsten" in Nina Horaceks Kommentar zur Causa Voggenhuber, das "Frauenproblem" und den Grünen Männern beschäftigt. Da der Leserbrief durch die starke Kürzung sehr an Bedeutung und Inhalt verloren hat, wurde er in voller Länge über andere Wege verbreitete. []

“seinesgleichen geschieht”

So lautet die wöchentliche Kolumne bzw. der Leitartikler von Armin Thurnher, einem der wenigen Unabhängigen in der bananenrepublikhaften Medienlandschaft Österreichs.

Ich muss den ersten Absatz der Ausgabe Falter 25/08 einfach zitieren:

Das muss eine Partei erst einmal zusammenbringen. Da verliert der schwarze Tiroler Landeshauptmann spektakulär die Wahl, und alle reden nur von den Verlusten der Roten. Da streiken die mehrheitlich schwarzen Ärzte, schwarze Abgeordnete rebellieren, weil die schwarze Gesundheitsministerin keine Reform zusammenbringt, und alle tun so, als wäre das ein Problem der Roten. Da bringt ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss den schwarzen Innenminister in Bedrängnis, und niemand schaut hin. Da erreicht die Euro mit dem Spiel Österreich gegen Deutschland den ersehnten patriotischen Höhe- und Endpunkt, und endlich blicken alle auf den Kanzler. Aber nicht auf den mit dem rotweißroten Schal, sondern auf den, der gerade von der eigenen Parteil als Parteivorsitzender demontiert wurde.

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