Tag Archiv zu 'Chauvinismus'

Elias Bierdel hat den Friedensnobelpreis nicht bekommen

hätte ihn aber zweifellos mit seiner ganzen Gruppe und der Organisation borderline-europe verdient.

der 1std. 22min Vortrag auf wahltotal

… ansonsten ohne Worte, so viel es hier auch zu schreiben, zu schreien, zu verlinken gäbe. Nur noch soviel:
Weiterlesen ‘Elias Bierdel hat den Friedensnobelpreis nicht bekommen’

Der Staatsterror bin Ich.

Maria Fekter

Zigeunerschnitzel

just for the records, ich plädiere dafür, das Zigeunerschnitzel weiterhin “Zigeunerschnitzel” zu nennen.

ok?

Wir müssen doch nicht ernsthaft breit darüber debattieren, ob diese Bezeichnung rassistisch ist! Nicht im ernst, oder? Genau, und dann vielleicht noch abstimmen, wer sich in der Debatte nach Ansicht der “community” wackerer geschlagen hat und davon die Antwort auf die Frage ableiten, ja?
Sollen die Pro’s und Con’s sich doch im web2.0 präsentieren und wir voten dann. Klick klick macht das kritische Volk.

Nääää, ob ein Ausdruck rassistisch ist oder nichts hat latürnich nichts damit zu tun, ob irgendeine Mehrheit dafür oder dagegen gefunden werden kann. Nope, hat ja nicht einmal was damit zu tun, wer besser schöner schlüssiger stringenter lauter oder nachhaltiger argumentiert, scherzt, echauffiert oder blöggt.

Tell you what, “Rassismus ist ein objektives Phänomen“. :shock:
Soviel mal meine Behauptung.1

Weiterlesen ‘Zigeunerschnitzel’

  1. Nachgetragen: hier ein aktueller Beitrag aus der Blogosphäre mit dieser Stoßrichtung der Behauptung, von Jana Herwig “Warum mir das Aida Logo aufstößt“. Ich denke zu mindest, dass hier eine synonyme Stoßrichtung gemeint ist, verstehe aber das “wider eine positivistische Definition” nicht. “Objektives Phänomen” und “wider positivistische Definition” scheinen sich doch zu widersprechen und ich bin mir daher nicht sicher, ob meine Annahme der synonymen Stoßrichtung nicht eine Unterstellung ist. []

Baharestan Platz, Teheran

Das Tian’anmen-Massaker liegt 20 Jahre zurück, zwei Jahrzehnte und ein paar Tage. Eine Generation. Einmal Mündigkeit, Abschluss der Schulbildung, Wehrpflicht. Einmal, in vielen Weltgegenden immer noch die Regel, vor nicht allzuvielen Jahrzehnten sowieso selbstverständlich: einmal von Geburt bis zur Elternschaft.
Die Bilder von Tian’anmen sind nicht vergessen.
Sickert jetzt die Gewißheit ein, dass es sich gerade wiederholt hat? →1

Im Juni 1989 war ich 17, übergewichtig, Außenseiter in der Sportklasse, wenigstens nicht mehr so im Eck, dass ich die Arschkarte gehabt hätte; aber halt Einzelgänger, unangenehm belesen, freilich null Ahnung in Popkultur, peinlich gewandet, aber Hauptsache mit ein wenig Weltliteratur vertraut, den Anderen ein Horror im Stadt-Land-Spiel, wenn s hoch kommt 3x mal nem Mädel selbst zusammen gestellte Musikkassetten geschenkt, ernsthaft geglaubt, Hippies waren intelligente philosophische Rebellen, meinen Vater verachtet, meine Mutter gehaßt und nicht gemerkt, dass ich sie verehre und es unerwiderte Liebe war, in Globalgeschichte weit über die eurozentristische Schreibung hinaus bewandert und die GymnasiallehrerInnen für fast jedes Fach außer Deutsch und Physik auslachend.
Den Weltschmerz hatte ich schon seit einigen Jahren jongliert, und in der Haltung des Kapitäns von Siegfried Lenz’ Feuerschiff hatte ich eine Position gefunden. Dass überall auf dem Planeten Menschen unterdrückt, gequält und ermordet wurden, nämlich laufend, das war mir bewusst. Und laufend hieß, nämlich auch unabhängig von gerade aktuellen, aber in meiner Jugend (und meiner Erinnerung) sowieso fast alltäglichen Bilder und Berichten von Putschen und Konterputschen in Afrika oder Lateinamerika.

Weiterlesen ‘Baharestan Platz, Teheran’

  1. ein Nachtrag: siehe dazu, dh. dazu, was am Folgetag als halbwegs überprüfbar verifiziert werden konnte die Analyse von NiteOwl. []

Weltsicht

die Perspektive auf das, was Weltsicht genannt wird, wird immer zuerst ästhetisch gewählt; in der Phase der Adoleszenz.
Das negiert nicht die vielen Einflüsse des Umfelds, die Wahl findet im Rahmen der Angebote statt.

Das mit der Arbeit, das ist dann eine andere Geschichte.

Kreuztabelle Weltsicht

… aus der Serie 4Feldertafeln zum “Selbst Befüllen”

die Esel von der NVP

bei meiner Kurzvisite in Linz über den Weg gelaufen …

NVP - Esel

bin nicht der einzige gewesen, der angesichts dieser darbietung seinen fotoapparat rausgeholt hat.

natürlich war die esel-crew auch mit einer videokamera ausgerüstet und hat ihrerseits die esel-fotographierenden passantinnen und passanten gefilmt und dokumentiert.
vielleicht arbeiten die esel ja an einer datenbank der fotographInnen von eseln? “dokumentationsarchiv derer, die wos uns fotografiern tuan“?  :twisted:

Weiterlesen ‘die Esel von der NVP’

FPÖ: die soziale Sicherheit, die sie meinen

Die glückselige Botschaft an seine Klientel:

Der soziale Versorgungs-Strache

Jobs, Posten, Mandate und “Versorgungssicherheit für das rechte Lager“;
… für selbstgerechte Rassisten beiderlei Geschlechts, aggressive ChauvinistInnen, gewalttätige Rabauken und schlagende Burschenschafter, dämliche Rechtsextremisten, menschenverachtende Ewiggestrige, für Neo-, Keller- und ‘leider nur inoffziell, weil Verbotsgesetz‘-Nazis, “patriotische Volksdeutsche” usw.

Weiterlesen ‘FPÖ: die soziale Sicherheit, die sie meinen’

Die Wahrhaftigkeit der Bildung

«Bildung durch Schulbildung» – Teil II
Zweiter Teil einer – geplanten – kleinen Serie über
die gesellschaftliche Funktion der Schulbildung für
die soziale Institution “Bildung” allgemein;
und über die österreichische Schulbildung im Speziellen.

Im ersten Teil dieser Serie von Betrachtungen zu ‘Bildung‘ bin ich von Maria Theresia (1717-1780) ausgegangen, bzw. von dem populären Bild, diese “österreichische Kaiserin” habe 1774 die Schulpflicht für alle eingeführt. Das scheint halb richtig, halb falsch zu sein1.
Mit nur einem Mindestmaß an nüchternem Abstand betrachtet ist es nur mehr Humbug. Halb richtig erzeugt eben nicht halbwegs stimmige sondern ganz falsche Bilder.

Weiterlesen ‘Die Wahrhaftigkeit der Bildung’

  1. Richtig, Die allgemeine Schulordnung für die deutschen Normal-, Haupt- und Trivialschulen in sämmtlichen Kayserl. Königl. Erbländern wurde unterzeichnet. Richtig auch, das ist ein wichtiges Datum und bedeutete einen bedeutenden Reformschub.
    Falsch, die Vorstellung, dass damit auch nur annähernd wirklich ein durchgesetztes Schulwesen für alle durchgesetzt wurde oder auch nur die notwendige Basis geschaffen wurde. Falsch, die Vorstellung, dass dahinter die Intention eines Zugangs zu Bildung für die Bevölkerung gestanden hat; sondern vielmehr die Kontrolle eines relevant werdenden Bürgertums in den Städten. Falsch, die Vorstellung, dass das österreichische Kaiserhaus damit historisch früh nennenswerte Schritte in Richtung eines organisierten und breiten Schulwesens gesetzt hätte. Im Vergleich mit z.B. England wird deutlich, dass dort wohl zwar keine “allgemeine Verordnung” unterzeichnet wird, dafür ganz im Gegensatz zum Habsburgerreich sehr wohl ernsthaft Schulen gebaut und Lehrer beschäftigt und bezahlt werden []

Ein feiner Offener Brief …

… und eine schonungslose, gute Analyse von den Betreibern des “Österreich-Blogs” an die Redaktion des Schundheftels (vulgo Möchtegern-Zeitung) namens “Österreich”.

Hier geht s zu diesem Offenen Brief: Mail an die Redaktion.

.. außerdem ein erfrischendes Beispiel dafür, wie Medien – hier der Österreich-Blog – doch ein bißchen etwas von der viel beschworenen “Kontrollfunktion der Massenmedien in der Demokratie1 wahrnehmen können. Diese Kontrollfunktion wird schließlich seit Jahr und Tag in den Kommunikationswissenschaften, in politischer Bildung und aus den Redaktionsstuben selbst postuliert.

Wie viel’s damit auf sich hat? *skeptisches Stirnrunzeln*

Aber halt! Was tu ich?
Als wär der Österreich-Blog ein Massenmedium und als hätt’ Das Massenmedium im Sinn demokratischer Kontrolle PolitikerInnen, Unternehmen oder dem Militär auf die Finger geklopft. Nope, nichts dergleichen.
Das Massenmedium wird kritisch “kontrolliert”! Und so soll s auch sein, so muss es auch sein, angesichts … #§%grmpfl&#! … .

Das Medium des Weblogs für angewandte Medienkritikkontrolle zu verwenden, das ist hierzulandeorts immerhin schon eine sich durchsetzende Qualität (siehe z.B. auch den Krone-Blog oder – leider ohne rss-feed – die Seite Gegensatz).

Schlußwort:
Danke Fishbine & Johnson
keep up the good work!

  1. Das ist übrigens ein lustiges Spiel: man/frau gebe mal “medien” und “kontrollfunktion” in google ein .. []

ORF.at-Foren

Die sogenannte ORF.at-Foren sind ja bekannter Weise gruselig, gruseliger, am gruseligsten. Die Vorherrschaft des aggressiven Chauvinismus ist noch das geringste Problem dieser “Öffentlichkeit”, der “Foren” unseres öffentlich-rechtlichen Massenmediums im WWW.

Die normative Selbstbeschreibung, wie sie unter ORF.at-Artikeln steht, sieht so aus:

Die ORF.at-Foren sind allgemein zugängliche, offene und demokratische Diskursplattformen.

Unter dieser wunderbar klingenden Formel folgen sofort appellierende Sätze, desillusionierende Sätze, die ganz gut zeigen, wie viel von der behaupteten “Diskursplattform” zu erwarten ist:

Bitte bleiben Sie sachlich und bemühen Sie sich um eine faire und freundliche Diskussionsatmosphäre. Die Redaktion übernimmt keinerlei Verantwortung für den Inhalt der Beiträge, behält sich aber das Recht vor, krass unsachliche, rechtswidrige oder moralisch bedenkliche Beiträge sowie Beiträge, die dem Ansehen des Mediums schaden, zu löschen und nötigenfalls User aus der Debatte auszuschließen.

Manchmal, d.h. eigentlich ziemlich oft und immer öfter, findet sich anstatt dieser “Diskursplattform“-Anpreisung ein einzelner etwas seltsamer und vor allem desillusionierend symptomatischer Satz:

Zu diesem tragischen  Ereignis kann nicht gepostet werden.