Archiv für das 'demokratische Kultur'-tag

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Was bringt die Partnerschaft mit DiePresse für #unsereuni?

In diesen Stunden bekommt diepresse.com wieder eine erkleckliche Anzahl an Klicks geschenkt. Weil es scheinbar gilt, eine “Abstimmung” zu Gunsten der Uniproteste zu beeinflussen.

Die Tage davor haben die der katholischen Kirche1 gehörende DiePresse und ihr Chefredakteurpopsternchen wieder viel Aufmerksamkeit und Erwähnungen in ua. der Blogosphäre generieren können.
Warum? Weil der Chefredakteur mit dem rebellischen Schick die freilich erwartbare Linie des konservativen Blatts – wie bei ihm üblich – in scheinbar differenzierten und fast irgendwie wohl gesonnenen Humbug verpackt?

Ich frage mich ernsthaft, ob es für #unsereuni sinnvoll ist, die “Diskursangebote” von DiePresse anzunehmen?

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  1. Die ‘Styria Medien AG‘  gehört dem ‘Katholischen Medien Verein‘, dieser wiederum der ‘Katholischer Medien Verein Privatstiftung‘ und die dem Vernehmen nach der “Katholischen Kirche in der Steiermark“, der Diözese Graz-Seckau. []

Der Staatsterror bin Ich.

Maria Fekter

ÖffentlichkeitsBeArbeiter und Gruppenselbstbetrug

es ist weniger Journalisten versus Blogger
als vielmehr
virtuelle Realität versus Realverhältnisse.
like … Ökonomie des Massenmedialensystems z.B.

Kreuztabelle Öffentlichkeitsarbeiter

… aus der Serie 4Feldertafeln zum “Selbst Befüllen”

SoZi 23|09: Legitimation betrifft nicht die Massen, sondern die Kader

… gestern Nacht beim Lesen von Immanuel Wallersteins berühmter Studie über diese Passage gestolpert. Sie zeigt knapp und präzis einen entscheidendes Kriterium von Macht und Legitimität an, das sich wohl auch bei Max Weber nirgends so konzis dargestellt findet.

Der erste relevante und banal erscheinende Schritt ist, Legitimität als immer partielle Legitimität zu begreifen:

Politische Organismen sind immer stabiler, sofern sie wenigstens partielle Legitimität erreichen. In den Analysen über den Prozeß der Legitimation wird das Problem oft eher verdunkelt, weil der Blick fast ausschließlich auf das Verhältnis von Regierungen zu der Masse der Bevölkerung gerichtet wird.

Die daran anschließenden Sätze sind typische Beispiele Wallerstein’scher Nüchternheit. Sie erscheinen sarkastisch, wie von (schwarzem?) Humor getragen und sind doch eher nur nüchterne, von euphemistischen Anflügen freie Darstellung1:

Es ist fraglich, ob in der Geschichte der Menschheit sehr viele Regierungen von der Mehrheit derer, die von ihren Regierungen ausgebeutet, unterdrückt und mißhandelt wurden, für »legitim« gehalten wurden. Die Massen mögen sich ihrem Schicksal überlassen oder trotzig widerspenstig sein, sich über ihr zeitweiliges Wohlergehen wundern oder sich aktiv auflehnen. Regierungen aber werden in der Regel ertragen, weder geschätzt noch bewundert, noch geliebt, noch nicht einmal unterstützt.

Es folgt die analytische Differenz: ‘SoZi 23|09: Legitimation betrifft nicht die Massen, sondern die Kader’ weiterlesen

  1. ich muss bei solchen Passagen trotzdem grinsen … []

SchwarzBlau ist keine Emulsion

SchwarzBlau hat sich seit 1999 nicht mehr getrennt, wie das bei einer Emulsion längst der Fall hätte sein müssen. Die wenigen liberalen Segmente der ÖVP bleiben kaltgestellt und driften immer weiter in eine innerparteiliche Belanglosigkeit und das Ausgedinge ab; soferne das überhaupt noch geht.

Gesellschaftspolitisch hat die weltoffenere und konsensuale Wirtschaftskammer das Heft bereits lange an die radikale Industriellenvereinigung abgegeben. Die Überraschung, dass die IV durch den Abgang der Schüssel-Junta hier nicht geschwächt und die Wirtschaftskammer nicht gestärkt hervorgegangen ist, zeigt mehr als alles andere die waren Kräfteverhältnisse im konservativen Spektrum.

Dort, wo die ÖVP nicht mit der FPÖ zu einem ideologischen Konglomerat verdichtet ist, dort retardiert sie in Richtung der Christlich-Sozialen der Johann Schober und Ignaz Seipel Epoche.

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FPÖ und Neonazis haben sich heftig blamiert

Das Verhältnis war in etwa – so meine Schätzung, die der Medien kann ich so wie viele andere nicht nachvollziehen (siehe unten):

Polizei zu Summe der GegendemonstrantInnen zu Neonazi-Demo
1 zu ⅔ zu ½ ;-)

… und das bei der ganzen Mobilisierung diverser Neonazi-Seiten im Web und der ganzen FPÖ, die so stolz ist, der angeblich unabhängigen “Bürgerinitiative Dammgasse” die Homepage zu zahlen.

Link zum Album inkl. Bildtexten hier.

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Weltsicht

die Perspektive auf das, was Weltsicht genannt wird, wird immer zuerst ästhetisch gewählt; in der Phase der Adoleszenz.
Das negiert nicht die vielen Einflüsse des Umfelds, die Wahl findet im Rahmen der Angebote statt.

Das mit der Arbeit, das ist dann eine andere Geschichte.

Kreuztabelle Weltsicht

… aus der Serie 4Feldertafeln zum “Selbst Befüllen”

Wohin steuert die Demokratie?

… ein ausgezeichnetes Radiofeature von Ö1, welches ich hier teilen möchte:

Wohin steuert die Demokratie?
Ein Radiokolleg von Martin Adel, der für viele ausgezeichnete features verantwortlich ist. Dafür ist ihm und Ö1 zu danken. Bildungsauftrag at its best!
Besonders hervorheben muss ich in diesem Zusammenhang übrigens die Themenauswahl der Radiokollegs von Martin Adel. Die ist erstens nicht selbstverständlich sondern eher außergewöhnlich im Strom der Medienlogik, und zweitens ist sie “to the point”. Gesellschaftlich relevant mit hoher Sensibilität für eine Form der Aktualität, die nichts mit der schnelldrehenden Tagesaktualität zu schaffen hat, aber viel mit dem Gespür für prinzipielle und in die Zukunft weisende Bezogenheit auf gegenwärtige Gegenwart.

hier mein Mit- und Zusammenschnitt (90 Minuten):

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