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	<title>kellerabteil 2.0 &#187; Dieter Claessens</title>
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	<description>notizen gegen die unaufhaltbarkeit des bewusstseinsstroms</description>
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		<title>SoZi 22&#124;09: Tabus und Gruppenselbstbetrug</title>
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		<pubDate>Sun, 31 May 2009 20:18:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Sonntagszitat noch einmal als Fortsetzung des SoZi 19&#124;09 und des Feiertagszitats 21&#124;09 zur Gruppensoziologie. Allerdings gibt es noch nicht, wie eigentlich anvisiert und angekündigt, Zitatstellen zur &#8220;Gruppe zweiter Ordnung&#8221; sondern zuvor noch Passagen aus dem Kapitel: 5. Exkurs über &#8220;Gruppen-Tabus&#8221; und Gruppenselbstbetrug Die Analyse einer sich zusammenfindenden und dann aufbauenden Gruppe, dann der gruppe [...]
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<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2009/05/fezi-2109-die-bezugsgruppe/' rel='bookmark' title='FeZi 21|09: Die Bezugsgruppe'>FeZi 21|09: Die Bezugsgruppe</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das <a href="http://www.kellerabteil.org/beschlagwortung/sozi/">Sonntagszitat</a> noch einmal als Fortsetzung des <strong><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/05/sozi-1909-die-gruppe/" target="_blank">SoZi 19|09</a></strong> und des <strong><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/05/fezi-2109-die-bezugsgruppe/" target="_blank">Feiertagszitats 21|09</a></strong> zur Gruppensoziologie. Allerdings gibt es noch nicht, wie eigentlich anvisiert und angekündigt, Zitatstellen zur &#8220;Gruppe zweiter Ordnung&#8221; sondern zuvor noch Passagen aus dem Kapitel:</p>
<blockquote><p><strong>5. Exkurs über &#8220;Gruppen-Tabus&#8221; und Gruppenselbstbetrug</strong></p>
<p>Die Analyse einer sich zusammenfindenden und dann aufbauenden Gruppe, dann der gruppe in Aktion, bis zum möglichen Zerfall deckt eine Fülle von Feinverläufen auf, durch die Mitgliedsanwärter zu Gruppenmitgliedern, eine Versammlung von Anwärtern zu einer Gruppe gemacht werden. Von diesen Vorgängen treten einige bestimmte durchaus in deas Bewußtsein der Gruppe, das heißt, sie werden von den Gruppenmitgliedern als &#8220;Gruppe&#8221; registriert. Andere werden nur von einzelnen Mitgliedern bemerkt. Ene weitere Reihe von Prozessen wird &#8220;verdrängt&#8221;, darunter wiederum bestimmte stärker &#8220;tabuisiert&#8221;.</p></blockquote>
<p><span id="more-903"></span></p>
<blockquote><p>Tritt ein – zukünftiges – Mitglied in eine bereits bestehende Gruppe ein, dann registrieren einerseits die anderen durchaus genau, wer sich ihnen hier wie &#8220;vorstellt&#8221;. [..] Auch der dann erfolgende Angleichungsvorgang entzieht sich nicht <em>ganz</em> dem Bewußtsein des Neulings. [..] Das Bewußtsein von Machtlosigkeit oder von Einfluß im Gruppenprozeß kann durch aus relativ wach sein. Kleine Differenzen zwischen dem Binnenselbstverständnis der Gruppe und deren Außendarstellung werden der Aufmerksamkeit aller auch nicht entgehen; die Rollenverteilung wird im Prozeß der Bildung eines Rollengefüges beachtet und beobachtet; Solidarität wird bewußt erlebt; Gruppenerfolg freudig registriert; Spaltungstendenzen können und werden meist die Aufmerksamkeit steigern; eine praktisch geschehene Spaltung erzeugt höchste Wachsamkeit.<br />
Und dennoch deckt sich der Schleier einer zunehmenden Tabuisierung von Anfang an über das Gruppengeschehen:<br />
[..] Was da ausgeklammert, das heißt, was praktisch verdrängt wird, wird dem Untersuchenden deutlich, wenn er Gruppenmitglieder auf solche  – zwangsläufigen – Prozesse aufmerksam macht. Ihm schlägt meist  – mindestens zuerst – eine Welle von Ablehnung und/oder Mißtrauen entgegen. Sie zeigt, welch hohen Grad an Selbstverständlichkeit fundamentale und unabweisbare Prozesse in der Gruppe haben. Analog der &#8220;kulturellen Selbstverständlichkeit&#8221; in ganzen Gesellschaften/Kulturen, denen das Sprechen in &#8220;ihrer&#8221; Sprache, das Verhalten nach &#8220;ihren&#8221; Wertvorstellungen und Normen in &#8220;Fleisch und Blut&#8221; übergegangen ist, trifft der Hinweis darauf auf entsprechende Verwunderung und Ablehnung, wird häufig sofort und oft wortreich verdrängt. Gleiches gilt für die weiteren Gruppenprozesse, und zwar in zunehmenden Maße mit der Konsolidierung der Gruppe. [..]</p>
<p>Vehikel dieser Tabuisierungs-Prozesse ist in der Gruppe, wie allen anderen sozialen Formationen, bis hin zu den größten, die Mehrheitsbildung: Hat erst eine Mehrheit &#8220;eine Meinung&#8221;, dann hat auch die Minderheit diese Meinung zu vertreten, und überhaupt der einzelne. Ein &#8220;Terror der Mehrheit&#8221;, wie ihn Alexis de Tocqueville als bedeutende Gefahr für Demokratie warnend sah, ist für Gruppen konstitutiv! [..]</p>
<p>Zugehörigkeit zu einer Gruppe ist heute eine psychische, gesellschaftliche und politische Notwendigkeit. Probleme mangelnder Konfliktfähigkeit des einzelnen und Vereinzelten können in der kleinen Gruppe gelöst werden, Einsicht in Art und Weise des eigenen Verhaltens und seine Wirkungen auf andere kann gewonnen werden, Solidarität kann geübt werden, ein ungesichertes Identitätsverhältnis zu sich selbst kann der einzelne in der Gruppe stabilisieren; zudem ist eine Gruppe u. U. leistungsfähiger als eine Anzahl einzelner. Gerade die großen Möglichkeiten der Gruppe können aber auch der Entwicklung ihrer Mitglieder entgegenstehen. Der in der Gruppe zwangsläufig entstehende Homogenisierungsdruck, die einsetzende Angleichung von Meinungen, Haltungen, Ausdrucksformen, sie können dazu führen, daß sich die Gruppe – sofern das möglich ist – unmerklich von der Realität entfernt und ihre Pseudorealität selbst aufbaut. Je weiter dieser Prozeß, der hier mit &#8220;Gruppen-Selbstbetrug&#8221; bezeichnet werden soll, fortschreitet, desto empfindlicher wird die Gruppe, werden die Gruppenmitglieder gegenüber der Aufforderung reagieren, objektive Realität zu akzeptieren, sich an der Realität zu messen. Über Abwehrhaltungen kann in einer Gruppe schnell Einigkeit erzielt werden, oft auch ohne Worte: Scheinen die Interessen aller berührt zu sein, bedarf es  keiner Abstimmung, die Übereinstimmung ist einfach da. Da solche Abwehrhaltungen auch zugleich Investitionen bedeuten – so wie die Anstrengung des Verdrängens überhaupt –, sind sie um so schwieriger abzubauen, je länger sie sich verfestigt haben.</p></blockquote>
<p style="text-align: right;"><strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Claessens" target="_blank" class="broken_link">Claessens, Dieter</a></strong> (1995 [1977]):<br />
Gruppe und Gruppenverbände. Systematische Einführung in die Folgen von Vergesellschaftung</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
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		<item>
		<title>FeZi 21&#124;09: Die Bezugsgruppe</title>
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		<pubDate>Thu, 21 May 2009 14:02:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Etwas außerhalb der Reihenfolge gibt es hiermit ein &#8220;FeZi&#8221;. Statt des Sonntagszitats also ein Feiertagszitat. Letzten Sonntag habe ich ausgelassen, obwohl schon klar war, dass ich mit der Gruppensoziologie Claessens fortsetzen wollte. Die im SoZi 19&#124;09 zur &#8216;sozialen Gruppe&#8217; begonnene Miniserie widmet sich heute der Bezugs- und der Orientierungsgruppe. Die im SoZi 19&#124;09 dargestellten strukturellen [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Etwas außerhalb der Reihenfolge gibt es hiermit ein &#8220;FeZi&#8221;. Statt des Sonntagszitats also ein Feiertagszitat. Letzten Sonntag habe ich ausgelassen, obwohl schon klar war, dass ich mit der Gruppensoziologie Claessens fortsetzen wollte.</p>
<p>Die im <strong><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/05/sozi-1909-die-gruppe/" target="_blank">SoZi 19|09</a></strong> zur &#8216;sozialen Gruppe&#8217; begonnene Miniserie widmet sich heute der<strong> Bezugs- und der Orientierungsgruppe</strong>. Die im <strong><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/05/sozi-1909-die-gruppe/" target="_blank">SoZi 19|09</a></strong> dargestellten strukturellen Zwänge gelten weiter und müss(t)en für diese Fortsetzung der Thematik eigentlich weiter gedacht werden.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/05/fezi-2109-die-bezugsgruppe/#footnote_0_838" id="identifier_0_838" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="ps: dieser Eintrag zur Bezugsgruppe passt nicht nur als Kommentar zur &amp;#8216;Gr&uuml;nen Vorwahlen&amp;#8217;-Initiative wie das letzte SoZi sondern erst recht:
Allgemein auf unsere aktuelle gesellschaftliche Situation und im Speziellen auf die Parteienmobilisierungen und -demobilisierungen. Das politische Feld ist voller Gruppen, die sich abgrenzen m&uuml;ssen, an einander orientieren und sowohl koalieren als auch im Streit miteinander liegen.">1</a></sup><br />
Mit dem nächsten <a href="http://www.kellerabteil.org/beschlagwortung/sozi/" target="_blank"><strong>SoZi</strong></a> möchte ich mich dann der Gruppen zweiter Ordnung zuwenden.</p>
<p><img class="aligncenter" title="Bezugsgruppe" src="/images/Bezugsgruppentheorie.jpg" alt="Bezugsgruppe" width="470" height="350" /></p>
<p><span id="more-838"></span></p>
<blockquote><p><strong>c) Stagnation, Zerfall, Spaltung, Polarisierung</strong><br />
Stagnation ist ein Prozeß. Seine eine Seite erscheint als Stabilisierung auf einem erreichten Niveau der Interaktion.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/05/fezi-2109-die-bezugsgruppe/#footnote_1_838" id="identifier_1_838" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Merke, merke, merke: Stabilit&auml;t eines Systems, Hom&ouml;ostase, hat nichts mit &amp;#8216;es passiert nichts&amp;#8217; zu tun. Auch Stabilit&auml;t, Stagnation ist nur durch Arbeit, durch Investitionen erreicht bzw. erhalten. Versuch: in einem stagnierenden System die Arbeitsaufw&auml;nde &amp;#8211; Investitionen &amp;#8211; zu erkennen, separieren, zu erkl&auml;ren, die zur Aufrechterhaltung der scheinbaren oder tats&auml;chlichen Stagnation notwendig sind und setze sie in Beziehung zu den ebenfalls notwendigen, erkennbaren, separierbaren Investitionen, die auf Systemver&auml;nderung dr&auml;ngen und abzielen.">2</a></sup> Insofern hat Stagnation auch attraktive Seiten: Es ist nichts Neues zu befürchten; Investitionen sind bekannt, entsprechend bekannt sind die vom einzelnen zu leistenden Anstrengungen. [..] Der (.. <em>u.a. in der Ambivalenz der Rahmenbedingungen angelegte</em> ..) Veränderungsdruck erfordert für Stagnation soviel Gegenbewegung, daß die erneute Bewegung der Gruppe sozusagen vor der Tür steht; die innere, dauernd laufende Veränderung/Gegenveränderung &#8220;schlägt nach außen durch&#8221;, in der Gruppe wächst das Gefühl, &#8220;das etwas geschehen muß&#8221;. Wird der Gruppe nicht von außen geholfen, so ist diese nächste – sichtbare – Bewegung die auf <em>Zerfall</em> hin.<br />
[..]<br />
Einem &#8220;Zerfall&#8221; als quasi natürlicher Auflösung steht die Auflösung auf Grund innerer, von den Mitgliedern nicht mehr verkraftbarer Spannungen gegenüber. [..]<br />
Ein Sonderfall des Zerfalls ist die <em>Spaltung</em>, deren klassische Variante wiederum die <em>Polarisierung</em> ist. [..]</p>
<p><strong>4. Bezugs- und Orientierungsgruppen</strong><br />
Gruppenprozesse können ohne systematische Berücksichtigung von <em>Bezugs</em>- und <em>Orientierungsgruppen </em>nicht voll verstanden werden. Das Ergebnis eines Spaltungsprozesses in der Form der Polarisierung liefert zur Unterscheidung besonders gute Kriterien. [..]<br />
<em>Bezugsgruppe</em> meint also den unvermeidlichen Bezug auf eine andere Gruppe, mit der man sich notwendigerweise auseinandersetzen muss, ob man will oder nicht. Bezugsgruppen umgeben alle Gruppen, Gruppenverbände, &#8220;Großaggregate&#8221;, wie Unternehmen, Länder, Staaten. Es sind die sozialen Formationen eigener Identität, mit eigenem Souveränitätsanspruch, mit deren Dasein man einfach zu rechnen hat, da sie einen wesentlichen Teil der &#8220;Realität&#8221; darstellen. Eine Gruppe <em>reagiert </em>also auf die Tatsache von Bezugsgruppen; insofern sie selbst Bezugsgruppe für andere Gruppen ist, wirkt sie selbstverständlich auch nach außen. Solange aber die sie umgebenden Gruppen nicht in besonderer Weise auf sie einwirken und sie selbst nicht in das System anderer Gruppen eingreift, bleiben solche Beziehungen innerhalb der als &#8220;Rahmenbedingungen&#8221; zu bezeichnenden Gesamtumstände, in die die Gruppe eingebettet ist. [..]</p>
<p><em>Orientierungsgruppen </em>im eigentlichen Sinn sind dagegen solche Gruppen, von denen eine Gruppe ihre Orientierung <em>grundsätzlich </em>bezieht! Die – notwendige – Orientierung einer Gruppe auf ein Ziel oder mehrere Ziele und die darin enthaltenen emotionalen, sachlichen, informatorischen Dimensionen leitet sich zuerst von den in die Gruppe mitgebrachten Vorstellungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten ab. Mehr oder minder unbewußt, sozusagen im Hintergrund, häufig direkter und bewußter, entnimmt aber eine Gruppe Teile ihrer Syntax einer anderen Gruppe (oder der Vorstellung von ihr), das heißt, sie macht sie zur Orientierungsgruppe. [..]</p>
<p>Gruppen müssen daher in der Regel in zwei Abhängigkeiten gesehen werden, die für ihr Selbstverständins (Binnenselbstverständnis) und ihre Außendarstellung wichtig sind: In der Abhängigkeit von der (oder den) Bezugsgruppe(n) und von der (oder den) Orientierungsgruppe(n). [..]</p>
<p>Die Notwendigkeit von Zusammenarbeit mit anderen, &#8220;gleichgesinnten&#8221; Gruppen bedeutet andererseits eine Unterwerfung unter die – nun gemeinsam verbindliche – Syntax &#8220;Solidarität&#8221; und damit einen <em>Verlust </em>von Selbstständigkeit! Verlust von Selbstständigkeit bedeutet aber auch Verlust von Konfliktfähigkeit im Hinblick auf die je ganz <em>eigenen </em>Interessen der Gruppe, die nun untergeordnet werden müssen. [..]</p>
<p>Diese Ambivalenz, daß die solidarischen Gruppen die Solidarität auch als Selbstständigkeits<em>einbuße</em> erleben müssen, verweist also darauf, daß Gruppensolidarität feine Haarrisse aufweisen <em>muß</em>, gerade solange der innere Zusammenhalt der gegenseitigen Orientierungsgruppen, die hier gemeinsam handeln, <em>nicht </em>in Frage gestellt ist. Andererseits wird die – feindliche – Bezugsgruppe eben unter diesem Aspekt des notwendigen Zusammenhaltes mehrerer Gruppen konstitutiv in dem Sinne, daß an ihrem Erhalten (als Katalysator für Selbstständigkeit) Interesse bestehn <em>muß</em>. Paradoxerweise können also Bezugs- und Orientierungsgruppen auch und gerade im drohenden Konfliktfall den gleichen Stellenwert für eine Gruppe haben, ja der Feind kann mehr geschätzt werden als der Bundesgenosse!</p></blockquote>
<p style="text-align: right;"><strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Claessens" target="_blank" class="broken_link">Claessens, Dieter</a></strong> (1995 [1977]):<br />
Gruppe und Gruppenverbände. Systematische Einführung in die Folgen von Vergesellschaftung</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_838" class="footnote"><strong>ps</strong>: dieser Eintrag zur Bezugsgruppe passt nicht nur als Kommentar zur &#8216;Grünen Vorwahlen&#8217;-Initiative wie das letzte SoZi sondern erst recht:<br />
Allgemein auf unsere aktuelle gesellschaftliche Situation und im Speziellen auf die Parteienmobilisierungen und -demobilisierungen. Das politische Feld ist voller Gruppen, die sich abgrenzen müssen, an einander orientieren und sowohl koalieren als auch im Streit miteinander liegen.</li><li id="footnote_1_838" class="footnote"><strong>Merke, merke, merke:</strong> Stabilität eines Systems, Homöostase, hat nichts mit &#8216;es passiert nichts&#8217; zu tun. Auch Stabilität, Stagnation ist nur durch Arbeit, durch Investitionen erreicht bzw. erhalten. <strong>Versuch:</strong> in einem stagnierenden System die Arbeitsaufwände &#8211; Investitionen &#8211; zu erkennen, separieren, zu erklären, die zur Aufrechterhaltung der scheinbaren oder tatsächlichen Stagnation notwendig sind und setze sie in Beziehung zu den ebenfalls notwendigen, erkennbaren, separierbaren Investitionen, die auf Systemveränderung drängen und abzielen.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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		<title>SoZi 19&#124;09: Die Gruppe</title>
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		<pubDate>Mon, 11 May 2009 10:03:18 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Aus einem Buch, welches ich persönlich gerne zum Klassiker erheben möchtete; und das ich noch lieber als Pflichtprogramm sähe für StudentInnen der Soziologie, aber auch weiterer Sozialwissenschaften ebenso wie für in Wirklichkeit sowieso alle. Ein Buch, das z.B. einen perfekten Einstieg in sozialwissenschaftliches Wissen für Jugendliche bieten würde. Sagen wir vielleicht &#8216;Schulstufe 6&#8242;: Die soziale [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus einem Buch, welches ich persönlich gerne zum Klassiker erheben möchtete; und das ich noch lieber als Pflichtprogramm sähe für StudentInnen der Soziologie, aber auch weiterer Sozialwissenschaften ebenso wie für in Wirklichkeit sowieso alle. <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Ein Buch, das z.B. einen perfekten Einstieg in sozialwissenschaftliches Wissen für Jugendliche bieten würde.</p>
<p>Sagen wir vielleicht &#8216;Schulstufe 6&#8242;:<br />
<strong>Die soziale Gruppe und Gruppenverbände</strong><br />
<em>Systematische Einführung in die Folgen von Vergesellschaftung</em></p>
<p>Ach ja! Und dieses SoZi – mit verspätetem Erscheinungstermin <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_rolleyes.gif' alt=':roll:' class='wp-smiley' />  – hat übrigens kurzfristig und aus gegebenen Anlass ein anderes, ursprünglich hier vorgesehenes verdrängt. Der Anlass:<br />
die in der Blogosphäre, auf <a href="http://twitter.com/#search?q=%23GruneVW" target="_blank">Twitter</a> und also allgemein in web2.0-Strukturen geführten <a href="http://wissenbelastet.com/2009/05/10/die-gruenen-der-banner-und-das-boese-internet/" target="_blank" class="broken_link">Diskussionen(?)</a> rund um die &#8220;<a href="http://www.gruenevorwahlen.at/" target="_blank" class="broken_link">Grüne Vorwahlen</a>&#8220;-Initiative.</p>
<p>Ein Lehrbeispiel von Zwangsprozessen (siehe unten)<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/05/sozi-1909-die-gruppe/#footnote_0_757" id="identifier_0_757" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="&amp;#8230; und freilich ist da mehr, und vl. auch ein weiteres Sonntagszitat n&auml;chste Woche zu Orientierungs- und Bezugsgruppen, vl. irgendwann zu Gruppen zweiter Ordnung.">1</a></sup>, also solchen, die in der sozialen Formierung unumgänglich sind, was nicht das &#8220;<em>wie</em>&#8221; sondern das &#8220;<em>dass</em>&#8221; meint. Dass mir das &#8220;wie&#8221; nicht sonderlich sympathisch ist, mag ich nicht mehr verhehlen und hab das auch hier <a href="http://wissenbelastet.com/2009/05/10/die-gruenen-der-banner-und-das-boese-internet/#comment-5251" target="_blank" class="broken_link">zuletzt kommentiert</a>.</p>
<p>Ob ich die letzte Nacht gemachten 3seitigen Notizen noch Online stelle, dazu geben ich mir sicherheitshalber noch ne weitere Nacht Bedenkzeit. Hier jetzt einfach das SoZi zur Woche:</p>
<p><span id="more-757"></span></p>
<blockquote><p><strong>1. Kleine Gruppen als &#8220;Russelsche Strukturen&#8221;</strong><br />
Kleine Gruppen, d.h. soziale Formationen von mehreren bis ca. 25 Menschen, treten als vororganisierte Zwangsgruppen oder sich organisierende freie Gruppen, d.h. als &#8220;strukturiert&#8221; auf: Sie werden zu &#8220;Strukturen&#8221; geformt oder formen sich zu &#8220;Strukturen&#8221;. Struktur meint dabei einen geregelten Aufbau, der im &#8220;Funktionieren&#8221; der Gruppe zum Ausdruck kommt. So glauben wir meistens eine &#8220;Familie&#8221; zu erkennen, wenn wir zwei gegengeschlechtliche Erwachsene mit zwei &#8220;Kindern&#8221; sehen; auf der Straße marschierende Reihen Uniformierter werden als militärische oder paramilitärische Gruppe identifiziert. Was sehen wir aber &#8220;eigentlich&#8221;? Wir sehen einzelne Menschen, sozusagen &#8220;Elemente&#8221; einer sich abzeichnenden sozialen Formation, die als solche Elemente auf einen bestimmten Zusammenhang (der in unserer Kultur bekannt ist) verweisen. [..]<br />
Dieser &#8220;Zusammenhang&#8221; ist, soziologisch angesprochen, nichts anderes als &#8220;verbindliche Verhaltensanweisung&#8221; (Norm). Setzt man hierfür &#8220;Syntax&#8221; (Zusammenordnung von Wörtern, Bedeutungsbestandteilen, Teilen, Verhaltensweisen) so ergibt sich, daß wir &#8220;Gruppen&#8221; identifizieren, indem wir in ihnen <em>Elemente </em>erkennen, die nach einer bestimmten <em>Syntax</em> zueinandergeordnet sind, das heißt bei Menschen: sich ihr – unfreiwillig oder freiwillig – unterwerfen. [..]<br />
Damit erkennen wir Gruppen als &#8220;Russelsche Strukturen&#8221;, das heißt Strukturen, die sich über einer Basis bilden, die aus Elemten besteht, die nach einer Syntax angeordnet sind. Oder: Die kleine konkret auftretende Gruppe ist <em>eine </em>Variante begrenzter <em>Möglichkeiten</em>.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/05/sozi-1909-die-gruppe/#footnote_1_757" id="identifier_1_757" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wie &uuml;brigens alle weiteren gr&ouml;&szlig;eren sozialen Verb&auml;nde bis zum &amp;#8220;Staat&amp;#8221; hinauf.">2</a></sup></p>
<p><strong>2. Weitere formierende Faktoren</strong><br />
Eingelagert in diejenigen Lebensformen und Verhaltensprozesse, die von der gesellschaftlich bestimmten, oft kulturell vorgegebenen Basis  (Elemente und Syntax) sich typisch ableiten lassen, sind Prozesse mit einem gewissen Zwangscharakter. [..]</p>
<p><strong>Zwang zur Selbstdarstellung</strong><br />
[..] Die Selbstdarstellung – als ein Zwang für alle Mitglieder einer Gruppe – ist konstituierend oder kennzeichnend für den Druck, den Gruppenbildung auf die Beteiligten ausübt und ausüben wird: den Druck in Richtung auf eine Homogenisierung auf mittlerem Niveau. [..]</p>
<p><strong>Zwang, den anderen registrieren zu müssen</strong><br />
[..] In diesem Klärungsprozess der beteiligten &#8220;Charaktere&#8221; geschieht aber auch notwendig ein Annäherungsprozess. [..] Es muss ein &#8220;Erwartungsgefüge&#8221; entstehen, an dem &#8220;man&#8221; sich gegenseitig orientieren kann. [..]</p>
<p>Zwang zur Bildung eines Binnenselbstverständnisses<br />
[..] Zu dieser gegenseitigen Bestätigung hilft in hervorragendem Maße die Bildung einer &#8220;Gruppensprache&#8221;. [..]</p>
<p><strong>Zwang zur Außendarstellung gegenüber der Umwelt</strong><br />
[..] Am deutlichsten werden mögliche Differenzen zwischen Binnenselbstverständnis und Außendarstellung dort, wo sich Gruppen ihrem Binnenselbstverständnis nach ausdrücklich gegen Normen oder auch &#8220;herrschende&#8221; Werte der Umgebenden Gesellschaft stellen, im Extremfall dagegen zu agieren bereit sind, zum Beisptiel be sogenannten &#8220;konspirativen&#8221; Gruppen. Deren Basis ist besonders klar: Ihre Elemente haben ausschließlich aus eindeutig &#8220;zuverlässigen&#8221;, das heißt hier: ideologisch zuverlässigen, Mitgliedern zu bestehen; auch &#8220;fachlich&#8221; notwendigerscheindende Kompetenzen mitbringende, das heißt besonders in dieser Dimension erwünschte Mitglieder müssen voll und ganz &#8220;auf der Linie&#8221; sein (was zu erheblichen Problemen führen kann). [..]</p>
<p><strong>&#8220;Investitionen&#8221;</strong><br />
[..] Die Selbstdarstellung zur eigenen Integration in eine Zwangsgruppe oder eine freiwilliger gebildete Gruppe ist bereits unter dem Aspekt der Investitionen zu sehen: Schon das bloße Erscheinen bedeutet eine Investition von Zeit, von Entschluß, konkret &#8220;da&#8221; sein, Zeit-daran-Geben, Sprechen, Bleiben, Mitmachen. Investition ist aber auch das – unvermeidliche – Registrieren der anderen, das Sich-mit-ihnen-Beschäftigen, Sie-in-sie-Einordnen, Auf-sie-Eingehen, Sich-zu-ihnen-Abstimmen. Investition erfolgt also gegenseitig. Typisch steigert sich dabei die Investitions<em>intensität</em>, zugleich vermehrt sich auch die Investitions<em>masse</em>. [..]</p>
<p><strong>Realitätsverhältnis</strong><br />
[..] Die Gruppe beginnt eine Grenze um sich zu ziehen, wird konfliktfähig, &#8220;institutionalisiert&#8221; sich. Dieser Vorgang des Sicheinigens auf ein &#8220;Weltbild&#8221; oder eine Weltansicht, welcher Konzentration, Innenstabilisierung/Institutionalisierung, höhere Konfliktfähigkeit, eigene und Gruppenidentität umfaßt, kann mit dem Begriff der &#8220;Insulation&#8221; gekennzeichnet werden. Die sich gegen außen abgrenzende Gruppe entwickelt ihr eigenes Innenklima, das charakteristisch von der Umwelt abweicht, sich gegen sie absetzt. [..]</p></blockquote>
<p style="text-align: right;"><strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dieter_Claessens" target="_blank" class="broken_link">Claessens, Dieter</a></strong> (1995 [1977]):<br />
Gruppe und Gruppenverbände. Systematische Einführung in die Folgen von Vergesellschaftung</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_757" class="footnote">&#8230; und freilich ist da mehr, und vl. auch ein weiteres Sonntagszitat nächste Woche zu <em>Orientierungs- und Bezugsgruppen</em>, vl. irgendwann zu Gruppen zweiter Ordnung.</li><li id="footnote_1_757" class="footnote">Wie übrigens alle weiteren größeren sozialen Verbände bis zum &#8220;Staat&#8221; hinauf.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2009/05/sozi-2209-tabus-und-gruppenselbstbetrug/' rel='bookmark' title='SoZi 22|09: Tabus und Gruppenselbstbetrug'>SoZi 22|09: Tabus und Gruppenselbstbetrug</a></li>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2009/05/fezi-2109-die-bezugsgruppe/' rel='bookmark' title='FeZi 21|09: Die Bezugsgruppe'>FeZi 21|09: Die Bezugsgruppe</a></li>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>/sms&#8217;sens blogstöckchen im kellerabteil gelandet.?!</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2008/02/smssens-blogstockchen-im-kellerabteil-gelandet/</link>
		<comments>http://www.kellerabteil.org/2008/02/smssens-blogstockchen-im-kellerabteil-gelandet/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 29 Feb 2008 18:42:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
				<category><![CDATA[freudiges Ereignis]]></category>
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		<description><![CDATA[Blogstöckchen? Ein Blogstöckchen ist eine Art Schneeballsystem Kettenbrief Vernetzungsspiel Frage-Antwort Rechercheunternehmen in der Blogosphäre für die Blogosphäre und um die Blogosphäre herum. Oder so. Das Anführungszeichen Stöckchen verweist dabei begrifflich visualisierend auf das Staffelholz im Staffellauf. Eine BloggerIn erörtert eine Frage in einem Blogeintrag und gibt diese Fragestellung – das Blogstöckchen – mit diesem Eintrag [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Blogstöckchen?</strong></p>
<blockquote><p><em>Ein Blogstöckchen ist eine Art Schneeballsystem Kettenbrief Vernetzungsspiel Frage-Antwort Rechercheunternehmen in der Blogosphäre für die Blogosphäre und um die Blogosphäre herum. Oder so.<br />
Das Anführungszeichen <strong>Stöckchen</strong> verweist dabei begrifflich visualisierend auf das Staffelholz im Staffellauf.</em></p>
<p>Eine BloggerIn erörtert eine Frage in einem Blogeintrag und gibt diese Fragestellung – das <strong>Blogstöckchen </strong>– mit diesem Eintrag darüber hinaus an – meist fünf – andere BloggerInnen zur weiteren Erörterung weiter. Diese nehmen die Frage- bzw. Aufgabenstellung wie ein Staffelholz auf und laden ihrerseits – meist fünf – weitere BloggerInnen zur weitergehenden Behandlung der Materie ein.<br />
Durch die <strong>trackback</strong> Funktion – &#8220;die Spur führt zurück&#8221; – wird eine komplexe Diskussionsstruktur und vielbloggige Erörterung einer Fragestellung quer durch das WWW verfolg- und zurückverfolgbar.</p></blockquote>
<p align="right">&#8216;<strong>Blogstöckchen</strong>&#8216;-Eintrag in einem noch zu schreibenden Web2.0-Lexikon</p>
<p>Nun, während ich seminaristischer Weise in Hirschwang im Angesicht einer tatsächlich mit Schnee bezuckerten Rax war, landete in meinem Kellerabteil ein solches Blogstöckchen aus dem geschätzt-verehrten <strong><a href="/?p=100" target="_blank">rebell.tv</a></strong>.</p>
<p><span id="more-150"></span><strong>nimm das nächst liegend buch. schlage es auf seite 123 &#8230;</strong><br />
Zufälligerweise dieses Blogstöckchen schon zwei Wochen vorher im meinerseits abonnierten <em><a href="http://www.sozlog.de/?p=662" target="_blank" class="broken_link">sozlog</a></em> von Tina Guenther ansichtig geworden. Die Nase gerümpft. Jetzt ist selbiges Staffelholz via des ebenfalls abonnierten <a href="http://bucklicht-maennlein.de/blog1/?p=430" target="_blank" class="broken_link"><em>odradek</em></a> bei <em>rebell.tv</em> (<a href="http://blog.rebell.tv/p7109.html" target="_blank" class="broken_link">Eintrag 7109</a>) und von dort ins Kellerabteil geworfen bei mir gelandet. Jetzt fühl ich mich geehrt &amp; freu mich!</p>
<p><strong>Die Aufgabenstellung</strong></p>
<blockquote><p><em>nimm das nächst liegend buch.<br />
schlage es auf seite 123 auf.<br />
notiere die sätze 6 &#8211; 8 in dein blog!<br />
und bitte 5 blogger, das gleiche zu tun.</em></p></blockquote>
<p><strong>Die Aufgabenerfüllung</strong><br />
Aus dem eben heute angekommenen Paket – <em>Ich liebe den ZVAB!!!</em> – des Antiquariats im Pankow Park, Berlin:<br />
Dieter Claessens: <em>Angst, Furcht und gesellschaftlicher Druck und andere Aufsätze</em>; Dortmund 1966</p>
<blockquote><p>Eine derartige Auffassung von Rationalität hat sich nun doch ein gutes Stück entfernt von der Definition der Rationalität als eines hochberechnenbaren und rechnenden Verhaltens. Vielmehr stellt sie sich nun als eine Art der Weltbetrachtung dar, der die Weltinhalte eigentlich gleichgültig, d.h. in ihrem Wertanspruch g l e i c h <span style="color: #ffffff;">-</span>g ü l t i g geworden sind. Da nun ein Wertanspruch aber schon aus rein pragmatischen, im tieferen Sinne anthropologischen Gründen, nämlich: um Handeln überhaupt zu ermöglichen, um dem &#8220;besoin de faire quelque chose&#8221; des Menschen ein Ziel oder Ziele zu setzen, notwendig ist, kamm man auch sagen, daß diese Weltansicht die Welt als b e l i e b i g ansieht.</p></blockquote>
<p><strong>tina fragte: odradek fragte: rebell.tv fragte: kellerabteil</strong><br />
so versuche ich das stöckchen nun weiterzugeben an:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.rigardi.org/" target="_blank" class="broken_link"><strong>Georg Pichler</strong></a> [<a href="http://www.rigardi.org/?p=145" target="_blank" class="broken_link">Eintrag</a>]</li>
<li><a href="http://www.florianklenk.com/" target="_blank" class="broken_link"><strong>Florian Klenk</strong></a></li>
<li><a href="http://warteschlange.twoday.net/" target="_blank" class="broken_link"><strong>RokkerMur</strong></a></li>
<li><a href="http://adresscomptoir.twoday.net/" target="_blank" class="broken_link"><strong>Anton Tantner</strong></a> [<a href="http://adresscomptoir.twoday.net/stories/4751259/" target="_blank" class="broken_link">Beitrag</a>]</li>
<li><a href="http://teacher.twoday.net/" target="_blank" class="broken_link"><strong>teacher</strong></a> [<a href="http://teacher.twoday.net/stories/4741125/#comments" target="_blank" class="broken_link">Kommentar</a>]</li>
</ul>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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