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	<title>kellerabteil 2.0 &#187; Finanzkapital</title>
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	<description>notizen gegen die unaufhaltbarkeit des bewusstseinsstroms</description>
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		<title>SoZi 50&#124;09: WeltVernichtungsMaschine</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Dec 2009 10:02:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[alors, zwischen all die nicht abgetippten Sonntagszitate (vlg. Sozis) der letzten wie auch der kommenden Wochen, zwischen all die nicht abgetippten Passagen zur Festung_Europa, Gruppen zweiter Ordnung, den ISA&#8217;s und der Heimatschutzbewegung, dem Weltsystem im allgemeinen und der Semiperipherie im speziellen, zu Demokratietheorie und UnDemocrazy2.0 etc. etc. etc. &#8230; &#8230; hier zur Abwechslung wieder mal [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p><em>alors</em>, zwischen all die nicht abgetippten Sonntagszitate (vlg. <strong><a href="http://www.kellerabteil.org/beschlagwortung/sozi/" target="_blank">Sozis</a></strong>) der letzten wie auch der kommenden Wochen, zwischen all die nicht abgetippten Passagen zur <a href="http://www.kellerabteil.org/beschlagwortung/festungeuropa/" target="_blank">Festung_Europa</a>, <a href="http://www.kellerabteil.org/tag/gruppensoziologie/" target="_blank">Gruppen zweiter Ordnung</a>, den <a href="http://www.kellerabteil.org/tag/industriellenvereinigung/" target="_blank">ISA&#8217;s</a> und der <a href="http://www.kellerabteil.org/beschlagwortung/kulturelles-gedachtnis/" target="_blank">Heimatschutzbewegung</a>, dem <a href="http://www.kellerabteil.org/tag/immanuel-wallerstein/" target="_blank">Weltsystem im allgemeinen</a> und der <a href="http://www.kellerabteil.org/beschlagwortung/flaches-land/" target="_blank">Semiperipherie im speziellen</a>, zu <a href="http://www.kellerabteil.org/tag/demokratische-kultur/" target="_blank">Demokratietheorie</a> und <a href="http://www.kellerabteil.org/tag/web20/" target="_blank">UnDemocrazy2.0</a> etc. etc. etc. &#8230;</p>
<p>&#8230; hier zur Abwechslung wieder mal ein materialisiertes, abgetipptes, archiviertes SoZi:</p>
<p><span id="more-1162"></span></p>
<blockquote><p>Die Banken sollten aufhören zu behaupten, sie hätten mit einer so schweren Krise nicht rechnen können: Sie haben ja noch nicht einmal die Möglichkeit einer <em>moderaten</em> Rezession einkalkuliert. Die Häuserpreise würden nicht in Kalifornien (da) und Florida (dort) gleichzeitig sinken, dachten sie. Da haben sie sich getäuscht. Die Krise desavouiert auch – wie die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Long-Term_Capital_Management" target="_blank" class="broken_link">LTCM-Pleite 1998</a> – eine Philosophie, der zufolge man mithilfe computergestützer Modelle aus der Vergangenheit die Zukunft vorhersagen kann.</p>
<p>Was wäre gewesen, wenn der Staat besser beaufsichtigt hätte und die Banken vernünftiger gewesen wären? Es ist schwer, sich etwas Derartiges vorzustellen, das der Erfahrung völlig entgegengesetzt ist. [..]</p>
<p>Die Staatsschulden explodieren, gleichzeitig stehen immer mehr erfolglose Unternehmer Schlange, um sich beim Staat neues Kapital zu besorgen. Dabei wird eine Kleinigkeit übersehen: Staaten haben gar kein Kapital, da sie nichts produzieren. Sie können kein Kapital schaffen, sondern lediglich das vorhandene umverteilen, z.B. durch Steuern. Irgendjemand muss für all diese unsinnigen Staatsausgaben bezahlen, deshalb wird es nicht mehr lange dauern, bis in Deutschland die Mehrwertsteuer erhöht wird – und 25 Prozent sind erst der Anfang. In der Zwischenzeit borgt der Staat an den Kapitalmärkten. Aber auch dies ist kein Schaffen von Kapital, sondern bloß ein Umverteilen. Wenn der Staat 500 Milliarden Euro an den Kapitalmärkten aufnimmt, um es den Banken zu geben, steht diese Summe nicht mehr für Investitionen zur Verfügung.</p>
<p>[..]</p>
<p>Obwohl Konjunkturprogramme ökonomisch unsinnig sind, haben sie in der gegenwärtigen Lage vielleicht doch einen kleinen Nutzen: Wenn das Geld für sinnvolle Zwecke ausgegeben würde (ein großes Wenn), wären sie ein Mittel, Geld vor den Banken in Sicherheit zu bringen. Denn die Finanzindustrie ist wie das löchrige Fass der Danaiden. Nie wird es voll werden; was der Staat einfüllt, fließt im selben Augenblick wieder heraus. Bei der Drucklegung dieses Buches hatte allein die Hypo Real Estate schon über 100 Milliarden Euro verschlungen. Man diskutiert, ob der Staat Banken »enteignen« solle, obwohl es offensichtlich ist, dass die Banken es sind, die den Staat enteignen.</p></blockquote>
<p style="text-align: right;">aus: <strong>Frank, Stefan</strong> (2009):<br />
<a href="http://www.perlentaucher.de/buch/32264.html" target="_blank" class="broken_link"> Die Weltvernichtungsmaschine. Vom Kreditboom zur Wirtschaftskrise</a>; S. 190f.</p>
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		<title>SoZi 15&#124;09: die präbendale Gesellschaft</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Apr 2009 12:32:51 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das dieswöchige SoZi zur Form der «präbendalen Gesellschaft» bzw.: präbendalen Herrschaftsorganisation. Die «Präbenden», ist gleich, die Pfründe. Doch nicht die angekündigte direkte Anknüpfung an die «zerstreute Gesellschaft», die auf der Formebene «fascistische Gesellschaft». (Aber der Faden lässt sich jeder Zeit wieder aufnehmen.) Warum? Eine Analogie, ein Gedanke beschäftigt mich seit längerem und zunehmend. Wenn ich die besitzende Klasse der  Industriellen, [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das dieswöchige <strong><a href="http://www.kellerabteil.org/beschlagwortung/sozi/" target="_blank">SoZi</a></strong> zur Form der «<em>präbendalen Gesellschaft</em>» bzw.: präbendalen Herrschaftsorganisation. Die «<em>Präbenden</em>», ist gleich, die <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pfründe" target="_blank" class="broken_link">Pfründe</a></strong>.</p>
<p>Doch nicht die angekündigte direkte Anknüpfung an die «<strong><em>zerstreute Gesellschaft</em></strong>», die auf der Formebene «<em><strong><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/04/sozi-1409-die-zerstreute-gesellschaft/" target="_blank">fascistische Gesellschaft</a></strong></em>». (Aber der Faden lässt sich jeder Zeit wieder aufnehmen.)</p>
<p>Warum? Eine Analogie, ein Gedanke beschäftigt mich seit längerem und zunehmend. Wenn ich die besitzende Klasse der  Industriellen, der Banker, Finanzweltjongleure etc. betrachte, finde ich &#8211; klarerweise &#8211; jede Menge struktureller Entsprechungen zur herrschenden Klasse im Ausklang des europäischen Feudalismus.<br />
Genauer: mit der «<em><strong>höfischen Gesellschaft</strong></em>», wie sie <a href="http://de.wikibooks.org/wiki/Soziologische_Klassiker/_Elias,_Norbert" target="_blank" class="broken_link">Elias</a> in seinen soziogenetischen und psychogenetischen Studien analysiert und beschreibt.</p>
<p>Der strukturelle Wandel va. von der zentralen Form des Familienunternehmens (neben den staatlichen Unternehmen und öffentlichen  Wirtschaftsbereichen) zur heute immer mehr bestimmenden Form der durch Shareholder geleiteten Unternehmen scheint mir unsere gesamte Gesellschaft nachhaltig zu strukturieren.<br />
<span id="more-673"></span>Und eben hier beschäftigt mich der Eindruck, dass viele strukturelle Bedingungen und &#8211; soziogenetische wie psychogenetische &#8211; Prozesse in diesem Zusammenhang <strong>heute</strong> &#8230; mit denen von Elias in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Über_den_Prozeß_der_Zivilisation" target="_blank" class="broken_link">Der Prozess der Zivilisation</a> beschriebenen Bedingungen und Prozessen vergleichbar sind (siehe z.B. Elias Beschreibung der «Konzentration», der «Ambivalenz zentrifugaler und zentripedaler Abhängigkeitsverhältnisse» etc.).</p>
<p>Ich vermute also, dass (1) die Analyse der Entwicklungen unseres Kapitalismus der Nachkriegszeit bis heute mit (2) dem methodischen Zugang von Elias und Blick auf  eine (3) historische Komparatistik va. der Strukturen, Dynamiken und aber auch «sozialen Felder» nicht nur spannend sondern äußerst gewinnbringend sein sollte.</p>
<p>In diesem übergeordneten Kontext kommt der Baustein «<strong>Präbendalismus</strong>» ins Spiel:</p>
<blockquote><p>Wir wollen mit dem Hinweis beginnen, den Weber zu den Folgen der beiden Formen der Desintegration eines Imperiums gibt: Feudalisierung wie in Westeuropa und Präbendalisierung wie in China.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/04/sozi-1509-die-prabendale-gesellschaft/#footnote_0_673" id="identifier_0_673" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Im Glossar zu Max Weber, The Religion of China, New York 1951, schreibt Hans Gerth: &nbsp;&raquo;Pr&auml;bende&laquo;: das Recht eines Amtsinhabers, aus Staats oder Kirchenland oder aus anderen &ouml;ffentlichen Eink&uuml;nften Gewinne zu erzielen. Weber bezeichnet solche Amtsinhaber als&nbsp;&raquo;Pr&auml;bendare&laquo;, also Amtspfr&uuml;nder. Ein politisches System auf der Grundlage einer K&ouml;rperschaft von Pr&auml;bendaren nennt Weber&nbsp;&raquo;Pr&auml;bendalismus&laquo;.">1</a></sup> Er führt an, dß ein gerade erst zentralisierter Staat sehr viel wahrscheinlicher aus einem feudalen als aus einem präbendalen System entsteht. Webers Begründung lautet:</p>
<p style="padding-left: 30px; ">Die occidentale Seigneurie entwickelte sich wie die orientalisch-indische durch Zersetzung der patrimonialstaatlichen Zentralgewalt, dort des Karolingerreichs, hier der Khalifen oder Maharadscha- und Großmoghul-Macht. Aber im Karolingerreich vollzog sich die Entwicklung auf der Basis stark vorwiegender Naturalwirtschaft und unter Benutzung der letztlich an das Gefolgschaftswesen anknüpfenden Vasallentreue zur Vernüpfung der zwischen König und Gemeinfreie tretenden Herrenschicht mit dem ersteren (<em>Anmerk.: = Feudalismus</em>). Feudalverhältnisse fanden sich, sahen wir, auch in Indien. Aber sie waren dort weder das für die Adels- noch für die Grundherrschafts-Bildung schließlich Ausschlaggebende. Im Orient überhaupt und so auch in Indien entwickelte sich vielmehr die dort typische Seigneurie aus der Steuerpacht und aus der Militär- und Steuerpfründe eines wesentlich stärker bürokratischen Staatswesens. Deshalb blieb sie dem Wesen nach »Pfründe« und wurde nicht »Lehen«: nicht eine Feudalisierung, sondern eine Präbendalisierung des Patrimonialstaats vollzog sich, die ihre occidentalen Analogien &#8211; wen auch solche von unterentwickelter Art &#8211; nicht im mittelalterlichen Lehen, sondern im Ämterkauf und der Präbenden etwa des päpstlichen Seicento oder der französichen Noblesse de Robe findet. [..]</p>
<p>Die Logik in Webers Argumentation läuft ungefähr so: [..] Langfristig kann eine bräbendale landbeherrschende Klasse dem Entstehen einer wirklich zentralisierten Monarchie besser Widerstand leisten als eine feudale landbesitzende Klasse: denn das feudale Wertsystem kann vom König insofern benutzt werden, als er sich selbst zur Spitze eines einzigen hierarchishen Systems feudaler Beziehungen machen kann, um ein auf sich selber gerichtetes Loyalitätssystem zu errichten. Dieses System kann einfach die personalen Elemente abwerfen und zur Loyalität einer Nation gegenüber werden, die der König verkörpert. <strong>Der Präbendalismus, der viel mehr ein vertragliches System als der Feudalismus ist, kann durch solch mystische Bindungen nicht überlistet werden</strong>.<br />
[..]</p>
<p style="padding-left: 30px;">Es war daher eine allgemeine Folge des orientalischen Patrimonialismus und seiner Geldpfründen: daß regelmäßig nur militärische Eroberungen des Landes oder erfolgreiche Militär- oder religiöse Revolutionen <strong>das feste Gehäuse der Pfründerinteressen</strong> sprengten, ganz neue Machtverteilungen und damit neue ökonomische Bedingungen schaffen konnten, <strong>jeder Versuch einer Neugestaltung von innen aber an jenen Widerständen scheiterte</strong>. Die große historische Ausnahme bildet, wie gesagt, der moderne europäische Okzident. Zunächst deshalb, weil er der Befriedung in einem einheitlichen Reich entbehrte. Wir erinnern uns, daß die gleichen Staatspfrünerschicht, welche im Weltreich die rationalisierung der Verwaltung hemmte, dereinst in den Teilstaaten ihr mächtigster Förderer gewesen war. Aber der Anreiz war nun fortgefallen. <em>Wie die Konkurrenz um den Markt die Rationalisierung der privatwirtschaftlichen Betriebe erzwang, so erzwang bei uns und indem China der Teilstaatenzeit die Konkurrenz um die politische Macht die Rationalisierung der staatlichen Wirtschaft und Wirtschaftspolitik</em>.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/04/sozi-1509-die-prabendale-gesellschaft/#footnote_1_673" id="identifier_1_673" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Weber, Max: Wirtschaftsethik der Weltreligionen. Konfuzianismus und Taoismus, T&uuml;bingen 1920">2</a></sup></p>
<p>[..]</p></blockquote>
<p><strong>Anmerkung, versuchsweise:</strong><br />
&#8230; ersetze &#8220;Steuerpfründe&#8221; mit &#8220;Aktiengesellschaft&#8221; und mit &#8220;Geschäftsführung privatisierter bzw. liberalisierter Unternehmen&#8221;<br />
&#8230; ersetze &#8220;Lehen&#8221; mit &#8220;Unternehmen im Familienbesitz, mit GmbH etc.&#8221;<br />
&#8230; ersetze &#8220;Ämterkauf&#8221; mit &#8220;Aktienpaketkauf&#8221; und mit &#8220;Werbebudget&#8221;<br />
&#8230; ersetze &#8220;Pfründerinteressen&#8221; mit &#8220;Shareholderinteressen&#8221;<br />
&#8230; ersetze &#8220;Staatspfrünerschicht&#8221; mit &#8220;Managerkaste&#8221;</p>
<p>und weiter <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  :</p>
<blockquote><p>Um [im Ming-China] ihre Karriere zu fördern, machte sich ein erheblicher Teil der gebildeten Klassen, die aus der Mittelklasse stammten, freiwillig zu Kastraten. Dank ihrer Bildung konnten sie eine hervorragende Rolle spielen, und in Wirklichkeit wurde das Reich von diesen Eunuchen regiert.</p>
<p>Nachdem sie einmal hohe Posten erlangt hatten, unterstützten sie ihre Familien und schufen sich durch Verteilung von Ämtern und Lehen eine Klientel und wurden so zu wahren Mächten innerhalb des Reiches. Daher scheint die wichtige Rolle, die die Eunuchen gespielt haben, eine Funktion des Aufstiegs der Bourgeoisie zu sein. Die Fürsten von Geblüt und die bedeutenden Männer (<em>les grands</em>) suchten sich durch die Schaffung einer Klientel zu verteidigen, die ebenfalls aus Gebildeten aus der Mittelklasse bestand und die sie dann im öffentlichen Dienst schneller voranbrachten. [..] Diese Kämpfe (zwischen der traditionellen Eunuchenschicht, den Adligen und der Ming-Dynastie) waren um so ernsthafter, da die Fürsten von Geblüt, die wichten Männer und die Eunuchen alle eine Machtbasis als Landaufseher (<em>maîtres du sol</em>) hatten. Die Mings hatten versucht, ihre Position durch die Schaffung einer Art Feudalismus aus Verwandten und Anhängern wieder zu stärken. [..] Bei diesem Stand der Dinge waren die Bauern die Opfer.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/04/sozi-1509-die-prabendale-gesellschaft/#footnote_2_673" id="identifier_2_673" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Mousnier, Roland: Histoire G&eacute;n&eacute;rale des Civilisations, Paris 1954">3</a></sup></p></blockquote>
<p>&#8230; ersetze &#8220;Eunuchenklientel&#8221; mit &#8220;Funktionäre aus den Apparaten der Volksparteien&#8221;<br />
&#8230; ersetze &#8220;Fürsten von Geblüt&#8221; mit &#8220;Geldadel&#8221;<br />
&#8230; ersetze &#8220;Ming-Dynastie&#8221; mit &#8220;Staat&#8221;<br />
&#8230; ersetze &#8220;Landaufseher&#8221; mit &#8220;Aufsichtsrat&#8221;<br />
&#8230; ersetze &#8220;Bauern&#8221; mit &#8230;</p>
<p style="text-align: right; ">aus: <strong><a href="http://de.wikibooks.org/wiki/Soziologische_Klassiker/_Wallerstein,_Immanuel" target="_blank" class="broken_link">Wallerstein, Immanuel</a></strong> (2004 [1974]):<br />
Das moderne <a href="http://www.praxisphilosophie.de/weltsystem.htm" target="_blank" class="broken_link">Weltsystem</a> I, S. 64-65</p>
<p style="text-align: center; ">&#8212;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_673" class="footnote">Im Glossar zu Max Weber,<em> The Religion of China</em>, New York 1951, schreibt Hans Gerth:  »Präbende«: das Recht eines Amtsinhabers, aus Staats oder Kirchenland oder aus anderen öffentlichen Einkünften Gewinne zu erzielen. Weber bezeichnet solche Amtsinhaber als »Präbendare«, also Amtspfründer. <strong>Ein politisches System auf der Grundlage einer Körperschaft von Präbendaren nennt Weber »Präbendalismus«</strong>.</li><li id="footnote_1_673" class="footnote">Weber, Max: Wirtschaftsethik der Weltreligionen. Konfuzianismus und Taoismus, Tübingen 1920</li><li id="footnote_2_673" class="footnote">Mousnier, Roland: Histoire Générale des Civilisations, Paris 1954</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Es gilt das Verursacherprinzip, stupid!</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Mar 2009 21:55:20 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[that&#8217;s why: Wir zahlen nicht für eure Krise! Denn warum sollte hier nicht auch das Verursacherprinzip gelten?1 Und während die Massenmedien halbtäglich die Aussendungen eines Vereins mit gerade mal 3.500 Mitgliedern in den scheinbar öffentlichen Raum verbreiten, gehen Zehntausend aus verschiedenen, gesellschaftspolitisch wichtigeren Vereinen in den öffentlichen Raum demonstrieren. Freilich, wenn Vereine wie attac und [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>that&#8217;s why:  <strong><em>Wir zahlen nicht für eure Krise</em></strong>!<br />
Denn <a href="http://www.kellerabteil.org/2009/03/sollte-nicht-eigentlich-das-verursacherprinzip-gelten/" target="_blank">warum sollte hier nicht auch das Verursacherprinzip gelten</a>?<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/03/es_gilt_das_verursacherprinzip_stupid/#footnote_0_596" id="identifier_0_596" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="klar, &amp;#8216;wir&amp;#8217; m&uuml;ssen die Krise so oder so zahlen und &amp;#8216;wir&amp;#8217; werden noch eine gute Zeit des &amp;#8216;Lebens in und mit der Depression&amp;#8216; brauchen &amp;#8211; inklusive der Sozialisierung der Verluste und Risiken -, bis &amp;#8216;wir&amp;#8217;, dh. nennenswerte Segmente der Gesellschaft ernsthaft zu wehren beginnen. I know, I know.">1</a></sup></p>
<p>Und während die Massenmedien halbtäglich die <a href="http://news.google.at/news?q=industriellenvereinigung&amp;oe=utf-8&amp;rls=org.mozilla:de:official&amp;client=firefox-a&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;sa=N&amp;hl=de&amp;tab=wn" target="_blank">Aussendungen eines Vereins mit gerade mal 3.500 Mitgliedern in den scheinbar öffentlichen Raum verbreiten</a>, gehen Zehntausend aus verschiedenen, gesellschaftspolitisch wichtigeren Vereinen in den öffentlichen Raum demonstrieren.<br />
Freilich, wenn Vereine wie <em><a href="http://www.attac.at/" target="_blank" class="broken_link">attac</a></em> und <em><a href="http://www.greenpeace.at/" target="_blank" class="broken_link">greenpeace</a></em> und <em>global 2000</em> und <em>die grünen</em> und die <em>Gewerkschaften</em> <a href="http://www.28maerz.at/index.php?id=buendnis" target="_blank" class="broken_link"><strong>et cetera et cetera et cetera</strong></a> am <a href="http://www.28maerz.at/" target="_blank" class="broken_link"><strong>28. März</strong></a> zu einer Demo aufrufen, dann ist das den unabhängigen, den ausgewogenen, den privaten und den öffentlich-rechtlichen Massenmedien kaum eine bis keine Meldung wert.</p>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: right;">[<a href="http://www.flickr.com/photos/kellerabteil/sets/72157616041039958/" target="_blank">fotoalbum auf flickr</a>]</p>
<p>Klar, die 3.500 Mitglieder der Industriellenvereinigung haben &#8211; wahrscheinlich jedes Mitglied für sich &#8211; mehr Kapital zur freien Verfügung als alle an der Demo beteiligten Vereine und deren Mitglieder zusammen.</p>
<p><span id="more-596"></span>Umgekehrt, da das Thema ja Krise ist &#8211; <em>Finanzkrise, Bankenkrise, Wirtschaftskrise, Krise im Allgemeinen, Krise des Kapitalismus</em> -, sollte da nicht wenigstens die Kompetenz doch etwas zählen, wenn es darum geht, ob die unabhängig sich nennenden Nachrichtenredaktionen der Massenmedien:<br />
von den Aussendungen der IV <em>schon</em>,<br />
von der Demo der Betroffenen aber <em>nicht</em> berichten?</p>
<p><strong>Wer hat jetzt recht gehabt?</strong><br />
Legen wir die Messlatte &#8220;Kompetenz&#8221; an, dh. volkswirtschaftliche Kompetenz, so liegt die Sache klar auf der Hand. Der Kurs der IV hat dieses Land, so wie der analoge Kurs anderswo andere Länder, in die Krise geführt. <em>Dank an der Stelle der Regierung Schüssel-Bartenstein-KHG für das vollständige Umsetzen des Regierungsprogramms, wie die Industriellenvereinigung es 1999 vorgelegt hat. Das hat die IV nicht unberechtigter Weise immer weiter und immer mehr fordern lassen, da ihren Wünschen gar so förderlich beigegeben wurde.</em><sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/03/es_gilt_das_verursacherprinzip_stupid/#footnote_1_596" id="identifier_1_596" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="&amp;#8230; und vielleicht hat das ja auch die Massenmedien dazu bewogen, schlie&szlig;lich jeden Mapf der IV auf allen Kan&auml;len zu bringen und die Proponenten der IV zu jedem Thema ins Studio und vor das Mikrofon zu laden? Can you hear me, &Ouml;1? Vielleicht steht Michael Csoklich gar nicht im Sold der IV oder ist in Bernhard Felderer und jeden K&auml;rntner Bonzen mit Namen Veit verliebt sondern glaubt nur ehrlich, wer mit nur 3.500 Vereinsmitgliedern die Politik &Ouml;sterreichs so nachhaltig bestimmen darf, der muss einfach &amp;#8230; &auml;hem &amp;#8230; gut sein?">2</a></sup><br />
Umgekehrt haben sich die Kernaussagen von Greenpeace, von Global 2000, von attac doch mittlerweile allgemein als im Grunde richtig erwiesen und sind durch die laufenden Entwicklungen auch belegt.</p>
<p>Sollte ein rational denkender Mensch da nicht endlich schlussfolgern, dass die IV in die Wüste geschickt und den Volkswirtschaftler der NGO&#8217;s das Mikro in die Hand gedrückt gehört? <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p><strong>Update</strong><br />
&#8230; hier gibt es einige weitere Fotos (klick):</p>
<p><a href="http://rsy.akis.at/gallerie_krise/index.php" target="_blank" class="broken_link"><img class="aligncenter" style="width: 500px; height: 165px;" title="Attac Demo" src="/images/wir zahlen nicht fuer eure krise.jpg" alt="" width="500" height="165" /></a></p>
<p>&#8230; und zwei wunderbare flickr-Alben mit tollen Bilder gibt es zu dem via <strong><a href="http://belvederegasse.wordpress.com/2009/03/29/wir-bezahlen-nicht-fur-eure-krise/" target="_blank"><strong>Belvederegasse-Blog</strong></a></strong> und <strong><a href="http://bildungsabteilung.wordpress.com/2009/03/29/demo-wir-zahlen-nicht-fur-die-krise-des-neoliberalismus/" target="_blank"><strong>Bildungsblog der GPA-djp</strong></a></strong>!</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_596" class="footnote">klar, &#8216;wir&#8217; müssen die Krise so oder so zahlen und &#8216;wir&#8217; werden noch eine gute Zeit des &#8216;<strong>Lebens in und mit der Depression</strong>&#8216; brauchen &#8211; inklusive der Sozialisierung der Verluste und Risiken -, bis &#8216;wir&#8217;, dh. nennenswerte Segmente der Gesellschaft ernsthaft zu wehren beginnen. I know, I know.</li><li id="footnote_1_596" class="footnote">&#8230; und vielleicht hat das ja auch die Massenmedien dazu bewogen, schließlich jeden Mapf der IV auf allen Kanälen zu bringen und die Proponenten der IV zu jedem Thema ins Studio und vor das Mikrofon zu laden? Can you hear me, Ö1? Vielleicht steht Michael Csoklich gar nicht im Sold der IV oder ist in Bernhard Felderer und jeden Kärntner Bonzen mit Namen Veit verliebt sondern glaubt nur ehrlich, wer mit nur 3.500 Vereinsmitgliedern die Politik Österreichs so nachhaltig bestimmen darf, der muss einfach &#8230; ähem &#8230; gut sein?</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>OOD Private Equity Ltd.: ?????</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2008/01/ood-private-equity-limited-adresse-unbekannt/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Jan 2008 00:16:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
				<category><![CDATA[*uuar#rgr%§h*]]></category>
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		<description><![CDATA[Das ist nicht schlecht. Also hier folgt gleich eine bemerkenswerte Passage, die ich mir zu zitieren nicht verkneifen kann. Zuerst aber noch der Kontext: Im niederösterreichischen Industrieviertel hat ein Maschinenhersteller Konkurs anmelden müssen. Eine Firma &#8216;Battenfeld in Kottingbrunn&#8216; steht mit &#8216;20 bis 30 Mio. Euro&#8216;, die MitarbeiterInnen hatten im Dezember schon keinen Lohn bekommen. Jetzt [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist nicht schlecht. Also hier folgt gleich eine bemerkenswerte Passage, die ich mir zu zitieren nicht verkneifen kann. Zuerst aber noch der Kontext:<br />
Im niederösterreichischen Industrieviertel hat ein Maschinenhersteller Konkurs anmelden müssen. Eine Firma &#8216;<a target="_blank" href="http://oe1.orf.at/inforadio/85327.html?filter=" class="broken_link"><em>Battenfeld in Kottingbrunn</em>&#8216; steht mit &#8216;<em>20 bis 30 Mio. Euro</em>&#8216;, <em>die MitarbeiterInnen hatten im Dezember schon keinen Lohn bekommen</em></a>.</p>
<p>Jetzt die Passage, die unabhängig von diesem konkreten Schicksal dieses Betriebes interessant und wohl bezeichnend ist. Aus einem Artikel von ORFon Niederösterreich (Hervorhebung von mir):</p>
<blockquote><p><em>Die Battenfeld-Geschäftsführung sei, so die NÖN, im Dezember von einem Münchner Notar überraschend informiert worden, dass der deutsche Eigentümer alle Geschäftsanteile an die britische <strong>OOD Private Equity Limited</strong> verkauft habe.<br />
Der neue Eigentümer habe sich noch nicht zur Zukunft geäußert, heißt es. Diese Firma gibt es <strong>überhaupt erst seit November</strong>. ORF Niederösterreich <strong>hat in Erfahrung bringen können, dass der Firmensitz in London ist</strong>. Außer der Firmenanschrift konnten <strong>keine weiteren Kontaktdaten</strong> ausfindig gemacht werden.</em>
</p></blockquote>
<p>(Quelle: <a target="_blank" href="http://noe.orf.at/stories/246905/">Artikel auf ORFon NÖ</a>)</p>
<p>Happy New Year im entfesselten <strike>Pseudo</strike>-Freien Markt!<br />
<span id="more-136"></span>Keine Angst, der neoliberale Umbau aller wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Struktur ist noch lange nicht beendet. Es gibt noch viel zu tun. Lasst uns unsere heimischen Propheten befragen. Wir sind säumig geworden, wie in allen monotheistischen Religionen folgt die eindeutige Strafe sofort. Der Freie Markt ist ein zorniger Gott. Lauschen wir wieder andächtiger unseren Priestern und Weisen: Bartenstein, Bernhard Felderer, MoltoSchüssi, Veit Sorger und Prinzhorn. Dann wird alles wieder gut.</p>
<p>Ach ja, &#8220;<a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Privates_Beteiligungskapital" class="broken_link"><em>Private Equity</em></a>&#8220;, auf Wikipedia kann bei Interesse jede(r) selbst &#8230;</p>
<div align="center">&#8212;</div>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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