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	<title>kellerabteil 2.0 &#187; Kapitalismus</title>
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	<description>notizen gegen die unaufhaltbarkeit des bewusstseinsstroms</description>
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		<title>Der Designauftrag. Das Internet. Der Betriebsrat.</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Nov 2010 17:54:58 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[www.youtube.com/watch?v=sW_7i6T_H78 Banale Logik, logisches Denken. Der Designauftrag: das Ding sollte so designed und dann produziert werden, dass es die Haltbarkeit möglichst exakt der Gewährleistungsfrist plus ein Tag hat und dann auch in Teilen nicht weiterverwendet oder günstig repariert werden kann. Simple as that. Nebenbei bemerkt, jeder dieser utube clips der &#8220;utube ist besser als Fernsehen&#8220;Kategorie lässt [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=sW_7i6T_H78&#038;fmt=18">www.youtube.com/watch?v=sW_7i6T_H78</a></p>
</p>
<p>Banale Logik, logisches Denken. Der Designauftrag: <em>das Ding sollte so designed und dann produziert werden, dass es die Haltbarkeit möglichst exakt der Gewährleistungsfrist plus ein Tag hat und dann auch in Teilen nicht weiterverwendet oder günstig repariert werden kann</em>. Simple as that.</p>
<p>Nebenbei bemerkt, <span id="more-1488"></span>jeder dieser utube clips der &#8220;<strong>utube ist besser als Fernsehen</strong>&#8220;Kategorie lässt mich an die Debatten mit Betriebsrätinnen und Betriebsräten denken, die sich immer wieder im Zuge der Blog-Seminare ergeben.</p>
<p>Worum geht es da?</p>
<p>Nun, youtube.com ist in Unternehmensnetzwerken in aller Regel gesperrt, so wie Facebook auch und dies und das und allerlei. Die Begründung lautet in der Regel, dass youtube-Clips doch nur Spielerei und Zeitvertreib wären und in der Arbeit nichts verloren hätten. Soweit die Begründung, wenn überhaupt eine gegeben wird. Von nicht wenigen Betriebsräten wird das einfach zur Kenntnis genommen.</p>
<p>Nur ist da einiges falsch daran.</p>
<p>Zunächst wäre da bereits oben angesprochener Aspekt, dass auf Youtube und diversen Videoplattformen im Netz sicherlich &#8220;besseres&#8221; Programm zu finden ist, als in den diversen Fernsehsendern. Unter anderem auch Tutorials zu diversen Software Programmen, Politische Bildung und mittlerweile auch Informationssendungen der Betriebsräte selber.</p>
<p>Vor allem aber ist es falsch, dass wir so unisono annehmen, es wäre vollkommen rechtens, wenn Unternehmen in ihren Firmennetzwerken einfach mal ausgesuchte Websites sperren. Dazu bräuchte es nämlich eigentlich die Zustimmung der gesetzlichen Belegschaftsvertretung, also des Betriebsrats. Das Internet als Infrastruktur ist nämlich zustimmungspflichtig. Und damit auch Änderungen an dieser Struktur wie z.B. die Sperrung von Websites.</p>
<p>Das wird allerdings so gut wie nirgends so gehandhabt und sehr wenige Betriebsräte wissen überhaupt von diesen gesetzlichen Rahmenbedingungen. Ist das nicht seltsam?</p>
<p>Würde es wohl genauso gleichmütig akzeptiert werden, wenn Unternehmen Radiosender blockieren oder bestimmte Zeitungen auf ihrem Gelände untersagen würden?</p>
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		<title>Buchankündigung: &#8216;Soziale Bewegungen und Social Media&#8217;</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Nov 2010 21:19:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[gerade auf der zukünftigen Buchwebsite veröffentlicht, beziehungsweise jetzt noch am &#8220;provisorischen Buchproduktionsprozessblog&#8221; (und hier copy&#38;paste auch eingestellt), mein Projekt der letzten Monate &#8230; &#8230; und auch noch der nächsten mindestens zwei: Die Vorschau: Inhalt und Struktur des Buches Das sticky post1 unseres Blogs vermeldet seit gut drei Monaten: Sowohl für die knapp gehaltene Ankündigung als auch [...]
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<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2010/10/herbsttermine-buchankundigung/' rel='bookmark' title='Herbsttermine, Buchankündigung'>Herbsttermine, Buchankündigung</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>gerade auf der zukünftigen Buchwebsite veröffentlicht, beziehungsweise jetzt noch am &#8220;<em>provisorischen Buchproduktionsprozessblog</em>&#8221; (und hier copy&amp;paste auch eingestellt), mein Projekt der letzten Monate &#8230;<br />
&#8230; und auch noch der nächsten mindestens zwei:</p>
<p style="text-align: center;">Die <a href="http://www.sozialebewegungen.org/blog/2010/11/09/vorschau-inhalt-und-struktur-des-buches/" target="_blank" class="broken_link"><strong>Vorschau: Inhalt und Struktur des Buches</strong></a></p>
<p>Das <em>sticky post</em><sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2010/11/buchankundigung-soziale-bewegungen-und-social-media/#footnote_0_1482" id="identifier_0_1482" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="sticky post: ein Blogartikel, der an der Stelle des aktuellsten Blogeintrags &amp;#8220;klebt&amp;#8221;, unabh&auml;ngig von seinem Ver&ouml;ffentlichungsdatum und anderen Artikeln, die vielleicht aktuelleren Datums sind.">1</a></sup> unseres <a href="http://www.sozialebewegungen.org/" target="_blank" class="broken_link">Blogs</a> vermeldet seit gut drei Monaten:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="platzhalter" src="http://farm5.static.flickr.com/4116/4808616465_7e877cb2fd_o.png" alt="" width="346" height="155" /></p>
<p>Sowohl für die knapp gehaltene Ankündigung als auch für das Provisorium dieses Blogs rückt die Zeit näher, dem Platz zu machen, was hier eigentlich angekündigt wird. Und bei dem, was hier angekündigt wird, handelt es sich um ein Buch, das anwendungsorientierte Handbuch &#8220;<em><strong>Soziale Bewegungen und Social Media</strong></em>&#8221; mit dem Untertitel &#8220;<em><strong>Handbuch für den Einsatz von Web 2.0</strong></em>&#8220;. <span id="more-1482"></span><br />
Dass es hier um ein Buch geht, war wohl schon den letzten Einträgen wie z.B. jenem zum <a href="http://www.sozialebewegungen.org/klappentext/" target="_blank" class="broken_link">Klappentext</a> zu entnehmen. Heute möchten wir etwas mehr zur Struktur, zum Aufbau und dem Inhalt dieses Buchs verraten.</p>
<p>In den nächsten Tagen und Wochen hoffen wir noch einige interessante Einzelheiten zum Buchprojekt erzählen und dokumentieren zu können, bevor dieses Blog in dieser Form und an dieser Stelle schließlich einer übersichtlichen Website im Layout des Buches weichen wird. Auch zu der Website und der zu erwartenden Funktionalität gäbe es einiges anzukündigen und zu erzählen, vorerst geht es aber um &#8230;</p>
<h3>Struktur und Aufbau des Buchs</h3>
<p>Die Grundidee für das Buchprojekt findet sich bereits im <a href="http://www.sozialebewegungen.org/klappentext/" target="_blank" class="broken_link">Klappentext</a> kurz zusammengefasst: ein Handbuch für den Einsatz von Social Media zusammen zu stellen, das sich einmal nicht der überall behandelten Frage widmet &#8220;<em>Wie sie Social Media für ihr Unternehmen nützen können</em>&#8220;, sondern die Erfahrungen jener Aktivist_innen und Non Profit Organisationen behandelt, die im Zuge ihres gesellschaftlichen Engagements &#8220;soziale Medien&#8221; zu nutzen begonnen haben.</p>
<p>Das Zielpublikum unseres Handbuchs sind dementsprechend nicht die Professionist_innen, die mit der Aufgabe &#8220;<em>Public Relations</em>&#8221; betraut sind, die professionelle Kampagnen entwerfen und steuern oder die Pressearbeit für Organisationen bestreiten<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2010/11/buchankundigung-soziale-bewegungen-und-social-media/#footnote_1_1482" id="identifier_1_1482" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Diese B&uuml;cher gibt es bereits und diesen Publikationen wollen und k&ouml;nnen wir keine Konkurrenz machen.">2</a></sup>.</p>
<p>Unser &#8220;<strong>Handbuch für den Einsatz von Web 2.0</strong>&#8221; wendet sich an die vielfältige Schar der Aktivist_innen, die sich an diversen Fronten gesellschaftlich progressiv engagieren. Ihre Bedürfnisse liegen in der Dokumentation von Missständen oder im Aufbau schneller Mobilisierungsstrukturen, in der Etablierung einer eigenen Gegenöffentlichkeit oder in transnationaler Vernetzung, in der Organisation autonomer Kommunikationskanäle oder in der Sicherung von Datenschutz und Sicherheit, im besseren Transport ihrer Aktionen oder im partizipativen, kollaborativen Arbeiten an ihren Inhalten.</p>
<p>Um diesen diversen Bedürfnissen gerecht zu werden, versammelt das Buch eine ansehnliche Anzahl von Beitragenden, die Fallbeispiele erzählen, Anleitungen geben und ihre Visionen des Social Media Einsatzes im Feld des politischen Aktivismus entwickeln.</p>
<h3>Fallbeispiele</h3>
<p>Der erste Abschnitt des Buches &#8220;<strong>Sozialen Bewegungen und Social Media</strong>&#8221; bietet Fallbeispiele: vom Watchblog einer einzelnen Person über die lokale Bürgerinitiative bis hin zur Kampagne einer Gewerkschaft und zum Wahlkampf von Barack Obama.</p>
<p>Im Abschnitt der Fallbeispiele widmet sich <span style="color: #000000;"><strong><a href="http://www.misik.at" target="_blank" class="broken_link">Robert Misik</a></strong></span> dem <strong>Yes we can &#8211; Wahlkampf</strong>, berichtet <strong>Anne Roth</strong> von den Hintergründen ihres <strong><a href="http://annalist.noblogs.org/" target="_blank" class="broken_link">Annalist Blogs</a></strong>, gibt es ein Interview mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Lieb" target="_blank" class="broken_link"><strong>Wolfgang Lieb</strong></a> zu den <strong><a href="http://www.nachdenkseiten.de/" target="_blank" class="broken_link">NachDenkSeiten</a></strong>, geben <strong><a href="http://unibrennt.at" target="_blank" class="broken_link">#unibrennt</a></strong> Aktivist_innen aus der Presse AG Tipps für die Pressearbeit einer autonomen selbstorganisierten Bewegung, erzählen Aktivist_innen vom <a href="http://www.erlustigung.org/" target="_blank" class="broken_link"><strong>Widerstand einer kreativen Bürgerinitiative</strong></a> in Wien und andere von ihrem Projekt <strong><a href="http://www.fluegel.tv/" target="_blank" class="broken_link">Flügel.tv</a></strong> in Stuttgart. Weitere Fallbeispiele behandeln die Konflikte von Betriebsräten und Arbeitnehmer_innen mit Unternehmen und Ministern, die Tücken von Online-Kampagnen und manches mehr &#8230;</p>
<h3>Manuals</h3>
<p>Der zweite Abschnitt bietet Einführungen und Anleitungen, ohne weiterhin auf anschauliche Fallbeispiele zu verzichten. Der Manuals-Abschnitt ist nochmals in drei Blöcke unterteilt, einem<br />
(1) zum <strong>Aufbau der eigenen Medienarchitektur</strong> und von Kommunkationskanälen,<br />
(2) einem zum <strong>Bespielen der Sozialen Medien</strong>, zu Aktivitäten und Präsenz und<br />
(3) einem zur <strong>Steuerung</strong>, zum <strong>Monitoring</strong> und zur fortgeschrittenen Bewegung <strong>in den Social Media</strong>.</p>
<p>Die Manuals kommen aus dem Erfahrungsschatz von Social Media Expert_innen, Videofilmern, Organisatoren von Barcamps, erfahrenen Straßentheater Künstler_innen, Jurist_innen, Netzaktivisten und Codern, Journalistinnen und Pressearbeitern, Profis des viralen Marketings &#8230;</p>
<h3>NoBorders</h3>
<p>Ein eigener Abschnitt ist der transnationalen Zusammenarbeit und damit auch der transnationalen Struktur des Netzes gewidmet. Hier führt <strong><a href="http://reimon.net/" target="_blank" class="broken_link">Michel Reimon</a></strong> zu den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ministerkonferenz_der_Wirtschafts-_und_Handelsminister_der_WTO_in_Seattle_1999" target="_blank" class="broken_link">Seattle Protesten 1999</a> und zur Blütehzeit von <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Indymedia" target="_blank" class="broken_link">indymedia</a></strong> zurück, erzählt ein Beitrag die Geschichte von <strong><a href="http://www.attac.at" target="_blank" class="broken_link">Attac Österreich</a></strong> und <a href="http://attac.de/" target="_blank" class="broken_link"><strong>Attac Deutschland</strong></a> als Geschichte des Aufbaus kollaborativer Kommunikationsstrukturen, führt ein Artikel in die grenzüberschreitende und gesamteuropäische Arbeit der Arbeitnehmervertreter_innen ein, geht es um <strong>Antirassismus Arbeit</strong> in und gegen die Festung Europa und um zivilgesellschaftliches und bürgerrechtliches <strong>Engagement für das Netz</strong> selbst.</p>
<h3><strong>Visionen</strong></h3>
<p>Den Abschluss und eine gewisse Abrundung erhält das &#8220;<strong>Handbuch für den Einsatz von Web 2.0</strong>&#8221; durch Aufsätze von <strong><a href="http://antjeschrupp.com/" target="_blank" class="broken_link">Antje Schrupp</a></strong> und <strong><a href="http://phsblog.at/" target="_blank" class="broken_link">Philipp Sonderegger</a></strong> und Betrachtungen zu <strong>Gewerkschaft 2.0</strong> und <strong>Gegenöffentlichkeit 2.0</strong>.</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p>&#8220;<strong>Soziale Bewegungen und Social Media. Handbuch für den Einsatz von Web 2.0</strong>&#8221; erscheint Anfang 2011 im <a href="http://www.oegbverlag.at" target="_blank" class="broken_link">ÖGB Verlag</a>.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1482" class="footnote"><strong>sticky post</strong>: ein Blogartikel, der an der Stelle des aktuellsten Blogeintrags &#8220;klebt&#8221;, unabhängig von seinem Veröffentlichungsdatum und anderen Artikeln, die vielleicht aktuelleren Datums sind.</li><li id="footnote_1_1482" class="footnote">Diese Bücher gibt es bereits und diesen Publikationen wollen und können wir keine Konkurrenz machen.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Demokratie oder Mediokratur</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2010/11/demokratie-oder-mediokratur/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Nov 2010 18:32:54 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ein Workshop, das ich diesen Samstag in der Grünen Bildungswerkstatt (gbw) insubordinieren darf, angekündigt mit obigem Titel und der eigentlich relevanten, fortführenden Frage &#8220;Wie demokratisch dürfen (Massen-)Medien sein?&#8220;. Der weitere Ankündigungstext auf der gbw-Seite: In der Selbstbeschreibung sehen die Massenmedien sich als notwendige Kontrollinstitution und Bedingung für das Funktionieren des demokratischen Systems. Die Kommunikationswissenschaften postulieren [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Workshop, das ich diesen Samstag in der Grünen Bildungswerkstatt (gbw) insubordinieren darf, angekündigt mit obigem Titel und der eigentlich relevanten, fortführenden Frage &#8220;<strong><em>Wie demokratisch dürfen (Massen-)Medien sein?</em></strong>&#8220;.</p>
<p>Der weitere<strong> <a href="http://gbw-wien.at/article659.htm" target="_blank" class="broken_link">Ankündigungstext auf der gbw-Seite</a></strong>:</p>
<blockquote><p>In der Selbstbeschreibung sehen die Massenmedien sich als notwendige Kontrollinstitution und Bedingung für das Funktionieren des demokratischen Systems. Die Kommunikationswissenschaften postulieren seit Jahrzehnten die soziale Orientierungs-, Bildungs-, Kritik- und Kontrollfunktion der Massenmedien.</p>
<p>Auf der anderen Seite der Medaille stehen die, auch bald ein Jahrhundert alten Analysen Karl Kraus‘, unsere Erfahrungen von systematischen Lügen und zuletzt Studien, die den klassischen Medien weniger Glaubwürdigkeit als Facebook oder Google zubilligen.</p></blockquote>
<p><span id="more-1467"></span></p>
<blockquote><p>Im Workshop gehen wir von dieser Ambivalenz und dem Wissen aus: Medien sind in unserer kapitalistischen Gesellschaft nicht wegzudenken. Doch welche Rolle und Funktion haben sie? Wie definieren sie unsere Kultur und welche gesellschaftlich(en) Gruppe(n) stützen sie? In welchem Spannungsverhältnis arbeiten JournalistInnen? Wie demokratisch können Medien sein?</p>
<p>Wir arbeiten uns zum Kern des Mediensystems vor und gehen von der inneren Logik dann wieder ein Stück hin zu den Spielräumen. Was könnten öffentlich-rechtliche Medien sein? Wie könnten freie Medien gestaltet sein? Was ist Gegenöffentlichkeit und wie kann sie funktionieren? Wie lernen und lehren wir jene Medienkompetenz, bei der die Mediokratur ins Leere läuft?</p></blockquote>
<p>Ist eigentlich nicht irgendein Workshop sondern mein Lieblingsworkshop.</p>
<p>Und eines, das ich jetzt schon wieder 3 Jahre nicht gehalten hab. Freu mich also schon sehr drauf, ist immer recht spannend mit systemischer Aufstellung, kleinen phänomenologischen Analysespielen und sicher sehr viel Debatten. <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Werden uns die Gegenstände der Begriffe erarbeiten für:</p>
<p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Manufacturing_Consent:_The_Political_Economy_of_the_Mass_Media" target="_blank" class="broken_link"><em>Massenmedien</em></a><em>, <a href="http://www.kellerabteil.org/2009/04/sozi-1409-die-zerstreute-gesellschaft/" target="_blank">fascistische Medien</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96ffentlich-rechtlich" target="_blank" class="broken_link">öffentlich-rechtliche</a> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Medium" target="_blank" class="broken_link">Medien</a>, <a href="http://michaelschmid.at/tag-der-freien-medien-ohne-freie-medien/" target="_blank" class="broken_link">Freie</a> oder <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Alternative_media" target="_blank" class="broken_link">Alternative Medien</a><sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2010/11/demokratie-oder-mediokratur/#footnote_0_1467" id="identifier_0_1467" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="nein, das ist nicht schwierig und &amp;#8220;das geht nur schwammig&amp;#8221; zu definieren">1</a></sup>, <a href="http://www.kellerabteil.org/2007/07/rupert-murdochs-krieg-gegen-den-journalismus/" target="_blank">Privatmedien</a>, <a href="http://www.kellerabteil.org/2008/05/informations-dienst-zur-verbreitung-unterbliebener-nachrichten/" target="_blank">Gegenöffentlichkeit</a>, <a href="http://www.kellerabteil.org/2009/05/aktiv-im-politischen-feld/" target="_blank">bürgerliche Öffentlichkeit und politische Debatte</a>, <a href="http://www.kellerabteil.org/2008/05/1-mai-die-traditionelle-folklore/" target="_blank">kulturelles Gedächtnis</a>, <a href="http://www.grundrisse.net/grundrisse16/16nemo_klee.htm" target="_blank" class="broken_link">Archiv</a>, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Tactical_media" target="_blank" class="broken_link">Taktische Medien</a>, <a href="http://www.thedailyshow.com/" target="_blank" class="broken_link">Medienkompetenz</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Edward_Bernays" target="_blank" class="broken_link">Werbeindustrie</a>, <a href="http://www.rote-ruhr-uni.com/cms/Kulturindustrie.html" target="_blank" class="broken_link">Kulturindustrie</a> usw.</em> &#8230;</p>
<p>Anmeldungen stehen &#8211; glaub ich &#8211; bei 18 Teilnehmer_innen, also noch Raum für die eine oder andere Interessierte <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1467" class="footnote">nein, das ist nicht schwierig und &#8220;das geht nur schwammig&#8221; zu definieren</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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		<title>Aufzeichnung eines Club2 bei der Ars Electronica mit #unibrennt Beteiligung</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 20:18:01 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[im netz gefunden, sehr interessant, gute ansätze, kluge ideen1 &#8230; jedenfalls: eine Club 2 Aufzeichnung zu einem wichtigen Thema, den Kritiker_Innen in der Gesellschaft, aus der Perspektive der EliteUni ISTA. Live gesendet oder aufgezeichnet direkt von der Ars Electronica 2010 mit dem Motto &#8220;REPAIR &#8211; sind wir noch zu retten&#8221; aus der Tabakfabrik zu Linz: [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>im netz gefunden, sehr interessant, gute ansätze, kluge ideen<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2010/09/aufzeichnung-eines-club2-bei-der-ars-electronica-mit-unibrennt-beteiligung/#footnote_0_1398" id="identifier_0_1398" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="wie die web2.0 dummunity das nennen w&uuml;rde">1</a></sup> &#8230;</p>
<p>jedenfalls:</p>
<p>eine Club 2 Aufzeichnung zu einem wichtigen Thema, den Kritiker_Innen in der Gesellschaft, aus der Perspektive der <a href="http://ista.co.at" class="broken_link">EliteUni ISTA</a>.<br />
Live gesendet oder aufgezeichnet direkt von der Ars Electronica 2010 mit dem Motto &#8220;<em>REPAIR &#8211; sind wir noch zu retten</em>&#8221; aus der Tabakfabrik zu Linz:</p>
<p><object width="480" height="270"><param name="movie" value="http://unibrennt.tv/embed_q_id/1009"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://unibrennt.tv/embed_q_id/1009" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="270"></embed></object></p>
<p>weiß nicht wie alt das ist, weil das ja untypisch und selten ist, dass eine orf bildungsauftragsendung im netz aufrufbar ist &#8230; jedenfalls interessant.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1398" class="footnote">wie die web2.0 dummunity das nennen würde</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>ein trfflchr kommentar von rainer nowak?</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Jul 2010 21:24:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja eh, das leben bietet viele überraschungen. Also warum nicht diese?</p>
<p>Der anlass, den <a href="http://twitter.com/Groebchen/status/18783878625" target="_blank" class="broken_link">&#8220;trefflichen kommentar&#8221;</a> zu lesen, der mir des nachmittags allenthalben in der twitter-timeline nahe gelegt wurde, ausgehend von Walter Gröbchen und einige male retweeted, der anlass war letztlich ein facebook-eintrag von <a href="http://reimon.net/" target="_blank" class="broken_link">Michel Reimon</a>. Der verweist auch auf den Nowakschen kommentar <em>–</em> und wieder auf Walter Gröbchen als quelle <em>–</em>, und weil des Michels referenz für mich ein qualitätsmerkmal ist, les ich jetzt halt wieder mal Nowak. Nein, wie der einleitung wohl zu entnehmen, mach ich das nicht oft und schon gar nicht in der erwartung einer gewinnbringenden lektüre.</p>
<p><em>touché</em>. Ich bin kein DiePresse fanboy.<br />
Eingestanden.</p>
<p>next: </p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1360" style="margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Bildschirmfoto 2010-07-17 um 21.56.50" src="http://www.kellerabteil.org/wp-content/dateien/Bildschirmfoto-2010-07-17-um-21.56.50.png" alt="Bildschirmfoto 2010-07-17 um 21.56.50" width="495" height="314" /></p>
<p>dh. eigentlich überspringe ich da zwischenschritte: <span id="more-1356"></span><br />
Die abfolge sieht mich zuerst den <a href="http://www.be24.at/blog/entry/643769" target="_blank" class="broken_link">trefflichen kommentar</a> überfliegend, dann bei Michel Reimons facebook-eintrag ein grummeln absetzen, dann in die küche zum pinienkerne anrösten ausweichen &#8230; <em>weitere zwischenschritte bis inkl. das olivenöl aus dem die ravioli verlustig gegangenen teller mit brot auftunken überspringe ich</em> &#8230;, schlußendlich immer noch im modus des unverständigen kopfschüttelns: den novak&#8217;schen erguss noch einmal, also ein zweites mal und genauer lesen. Jetzt erst kommt in der abfolge der geschehnisse der punkt, da mir das einen tweet wert erscheint. Then again, ich tweete auch schon mal über das wetter. Zudem ist alkohol im spiel. What shall&#8217;s ..</p>
<p><strong>Was kommentiert der Nowak also trefflich</strong><br />
Um das analytisch sauber und schritt für schritt zu exemplifizieren: den gleichen alten müll as usual. Tafelklässlergeschichtsklitterung für seinen angehimmelten primus. *<em>achselzuck</em>*</p>
<p>Utl.-Zusammenfassung/-paraphrase:</p>
<p><span style="color: #800000;"><em>Flaggensignal für alle Schüsselgroupies auf &#8216;Distanz zu KHG&#8217;. Der gehört nun endgültig nicht mehr zu uns. Wenn er den Wolferl irgendwie ins image patzt, werden wir böse und weitere maßnahmen ergreifen. Grasser ab jetzt frei zum abschuss</em>.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2010/07/ein-trfflchr-kommentar-von-rainer-nowak/#footnote_0_1356" id="identifier_0_1356" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Bitte, dementsprechend zu formulieren, zu nasalieren und zu agieren. Weitergeben.">1</a></sup></span></p>
<p>Ansonsten &#8230;</p>
<h4>Übliche Satzblüten:</h4>
<blockquote><p><em><strong>Karl-Heinz Grasser wurde schon in hunderten Kommentaren und Aussagen verhaftet, verurteilt und ins Gefängnis gesteckt. In der Realität blieb er bisher hingegen ein freier, zumindest juristisch sauberer Mann.</strong></em></p></blockquote>
<p>&#8230; soll heißen: ich hab in der mittelschule darunter gelitten, <em>– </em>auch wenn ich versucht hab, mir nichts anmerken zu lassen, <em>– </em>dass die eloquenteren und cooleren mitschüler immer etwas mitleidig auf meine sprachbegabung herabgeschaut haben. Denen werd ich s zeigen.</p>
<p style="text-align: right;">&#8212;</p>
<h4>Versuche von Schmäh,</h4>
<p>hilflos:</p>
<blockquote><p><strong><em>Genießt er immerwährende Immunität? War Walter Meischberger gar nicht sein Trauzeuge? Oder ist das alles wirklich nur die Hetzkampagne kleiner Neider gegen den besten Finanzminister aller Zeiten</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; hey, ich hab gerade distanz zwischen mich und die buberlpartie, sowie zum KHG und auch zu dessen hetzenden neidern zusammengebracht. Dabei hab ich noch das schöne wort &#8220;immerwährende&#8221; untergebracht und das alles in zwei zeilen.</p>
<blockquote><p><strong><em>Der Personalmangel in der Staatsanwaltschaft, in der Justiz generell,  Sie verstehen!</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; &#8220;sie verstehen&#8221;, sie verstehen? Haha, jaja, souverän, gell?</p>
<p style="text-align: right;">&#8212;</p>
<h4>Hofhistorismus:</h4>
<blockquote><p><strong><em>Wolfgang Schüssel müsste eigentlich empört über seinen einstigen  Ziehsohn Karl-Heinz Grasser sein</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; aber er steht halt schon souverän über den Dingen, unser zu früh emeritierter Bundeskanzler. Wütend möcht man werden angesichts der undankbarkeit und frechheit des Grassers. Was hat der KHG dem Wolferl nicht alles zu verdanken und dann macht der nur schererein.<br />
Kein wunder wär&#8217;s, gar kein wunder wär&#8217;s nicht, wenn unser Wolferl &#8216;<em>das dreckige oarschloch</em>&#8216; schreien würd, in seinem heiligen zorn. Gerecht wärs! Und angemessen auch. Oh sein heiliger zorn! Aber nein, wir sollten uns nicht aufregen, der Wolferl regt sich auch nicht auf, ganz die staatsmännische contenance, zeigt er uns seine distanz zu diesen niederungen.</p>
<p>Trotzdem, es fuchst mich schon, dass der wolfi da irgendwie reingezogen werden könnt.</p>
<blockquote><p><strong><em>In einem kleinen Teil der Volkspartei, also im Büro Wolfgang Schüssels,  vertritt man eine nicht ganz unplausibel klingende These</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; jaja, dieses aremoricanisch aufrechte kaff hietzing, ich hab exklusiven zugang, ich bin idefix, ok., ich bin troubarix, sehet, welch freunde ich hab, ich will ja nicht prahlen, aber ganz nah am zaubertrank, manchmal bekomm ich auch &#8230;</p>
<blockquote><p><strong><em>Dass es durchaus irrationale und emotionale Vorbehalte gegen diese kurze Ära gibt, weiß jeder, der schon einmal bei Laura Rudas oder Michael Häupl auf Schüssel zu sprechen kam.</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; *schnieffff* .. *schluchz* so kurz &#8230; *räusper* .. ich nehm das mit der &#8220;<em>kurzen Ära</em>&#8221; zurück, das fällt vielleicht doch jemanden auf. Und dann hussen die linkslinken wieder. Was heißt da Ära und so, sagen s dann womöglich und wenn s ganz garstig sind, erklären sie, dass &#8220;Ära&#8221; eigentlich &#8220;Zeitalter&#8221; heißt. Aber echt, es war schon zu kurz zu kurz zu kurz zu kurz *schluchz* &#8230;. WOOOOLFÄÄÄRRL!!!!<br />
Die irrationalen, emotionalen nackerbatzerln!<br />
Was?<br />
Was? Ich dich mit der kleinen jungen Rudas in einem satz, &#8230; ah &#8230; ja &#8230; tschuldige &#8230; WOLFERL &#8230; dein heiliger zorn! Jaaaaa &#8230;. *schluchz*</p>
<blockquote><p><strong><em>Genau wegen dieser gnadenlosen, teils ungerechten Abrechnung der Schüssel-Jahre müsste Grasser das Lachen vergehen.</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; *rääääbäääähhhh*</p>
<blockquote><p><strong><em>Jetzt fehlt nur noch, dass Ernst Strasser in Brüssel einmal ins Büro geht, die Zeitung liest, sich mit seiner unnachahmlichen Zurückhaltung einbringt, und von der alten Schüssel-Mannschaft arbeiten alle mit, ihr politisches Erbe restlos zu zerstören</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; kacke, jetzt nicht mehr schlafen können. Der horror, der horror. Wenn ich keine psychopharmaka bekomm, dreh ich durch, ich halt das nicht mehr aus, ein ventil! Ein kommentar! Eine huldigung! Fleischhacker, ich muss .. ein .. kommentar .. Rudas .. unfähr &#8230;</p>
<p style="text-align: right;">&#8212;</p>
<h4>Singen des Heldenepos:</h4>
<blockquote><p><strong><em>Die aus der Perspektive des Schüssel&#8217;schen Schreibtischs gewaltige vereinte Linke versuche durch die Attacken gegen Grasser die einstige Rechtskoalition und ihre Erfolge – ja, die gab es – zunichtezumachen</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; lassen wir uns durch meine, entschuldigt &#8211; JA MICHAEL! &#8211; UNSERE laufende verächtlich machung der linkslinken chaoten mittig der dollfußverehrer nicht einlullen. Natürlich sind sie gefährlich. Ich bau mal schnell ironie ein.<br />
Die perspektive des schüssel&#8217;schen schreibtisches, ha! Genial. Eine abgrenzung, keiner soll sagen ich wäre irgendwie irgendwo .. ich mein &#8230; unabhängig seit 1848, vertreten wir die unabhängigkeit von politischen parteien &#8230; aber genau da ist ja auch, der Wolferl ist ja nicht, er ist das aufrechte kleine, in der minderheit, das aremoricanische widerstandsnest der aufrechten. Aus der perspektive ist die linke gewaltig, sind alle linke. Gnadenlose Rudase &#8230; scheiße, schon wieder panikattacke!</p>
<blockquote><p><strong><em>Es war ein anderer Kopf der alten schwarz-blauen Expedition, der dies  verhinderte</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; schade immer wieder, dass im printformat die musikalische untermalung nicht fixierbar ist. Aber die worte expedition und verhindert und &#8220;der kopf&#8221; sollten in eurer aller imagination bombastische filmmusiken und heroische chöre zu phantastischen bildern evozieren lassen. Sagt mir nicht, dass meine worte das nicht können. Es gilt! Männer, ihr wisst!</p>
<blockquote><p><strong><em>Nur wenn man Glück hatte, marschierte nicht gleich der Schutzbund auf.</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; hihi *kicher*, das hilft immer gegen meine panikattacken, verlässlich. Hehe. *luftauslass*</p>
<p style="text-align: right;">&#8212;</p>
<h4>Allderweil voll der Ausgewogenheit,</h4>
<p>um nicht gleich von Salomonischer größe zu tippen:</p>
<blockquote><p><strong><em>Sollte Grasser die Käuferentscheidung tatsächlich beeinflusst haben –  wenn nicht, dann verdient Grasser unser volles Mitleid – wäre diese auch ein politischer Verrat.</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; Heilige oder Hure, wir werden entscheiden.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2010/07/ein-trfflchr-kommentar-von-rainer-nowak/#footnote_1_1356" id="identifier_1_1356" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ja, Heilige oder Hure tippe ich gro&szlig;, das sind eigennamen, oder?">2</a></sup></p>
<blockquote><p><strong><em>Wenn genau der Mann, der Privatisierungen zu Recht als politische Notwendigkeit pries und durchsetzte, ebendiese demolierte, ist er der Sargnagel des zarten Wirtschaftsliberalismus in Österreich.</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; wissenschaftlich erwiesen, ich hab s jetzt nicht extra dazugetippt, weil so glasklar, ohne privatisierungen wäre der untergang des abendlandes hier schon angebrochen! Definitiv.</p>
<blockquote><p><strong><em>Andreas Khols einziges wahres Verdienst, wie es die Freund-Feinde der  ÖVP nennen. Die Linien innerhalb der vermeintlich Konservativen sind  dieser Tage nämlich unübersichtlich. Eine Diskussion um ein paar hundert Euro mehr oder weniger Politikergehalt reicht aus, dass Wilhelm Molterer via  „Presse“-Leserbrief eine Attacke gegen seinen Altkollegen und  Kolumnisten Andreas Khol reitet. Weil der sich gegen die  Politiker-Nulllohnrunde ausgesprochen hatte. „Eines ehemaligen  Nationalratspräsidenten unwürdig“, schreibt Molterer da. (Inhaltlich hat  er recht.)</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; das ist für die journalistenschule geschrieben, lehrbeispiel für differenziertheit. Und wie ich da etwaige gräben wunderheile, sehet und lernt, inhaltlich ist das eine, beleidigen etwas anderes und wir sind wir. Uns trennt nichts, wir sind so bewusst, wir können uns sogar in diePresse was ausrichten, untereinander, so wegen ein paar hundert euro, aber das zeigt den luschen da draußen nur unsere differenzierte stärke.</p>
<p>Ich hätte diese beschmutzkübelung einer attacke eines ungerechtfertigten, irrationalen und emotionalen angriffes nicht abgedruckt als leserbrief. Obwohl, inhaltlich stimmt s schon. Jedenfalls der Michael liebt ja die händel. Scheißt sich nichts. Meine güte, wie er sein und nicht so viel schiss haben &#8230; verdammt, jetzt keine panikattacke bitte &#8230;</p>
<p style="text-align: right;">&#8212;</p>
<p>Trefflicher kommentar, ok. <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_rolleyes.gif' alt=':roll:' class='wp-smiley' /> </p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1356" class="footnote">Bitte, dementsprechend zu formulieren, zu nasalieren und zu agieren. Weitergeben.</li><li id="footnote_1_1356" class="footnote">Ja, Heilige oder Hure tippe ich groß, das sind eigennamen, oder?</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Was soll das sein, &#8216;Geistesbarbarei&#8217;?</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2010/05/was-soll-das-sein-geistesbarbarei/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 May 2010 20:36:38 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ablage der gallenbelastenden assoziationen eben beim ansehen unten eingebetteter doku, der abscheu halber nicht in text transponiert. Abgelegt und &#8211; ich bin diesbzgl guter dinge &#8211; damit aus dem denken, aus dem sinn. Selbstverteidigung für die möglichkeit schöner träume. www.youtube.com/watch?v=sMJKqktfNuA www.youtube.com/watch?v=umEoHGZb4fo www.youtube.com/watch?v=gvLsGNHmE8Y www.youtube.com/watch?v=whjpJoNMGPk www.youtube.com/watch?v=k3CTyiP0RNg Bilderquellen: Wahlkampfplakat, Kickl bei &#8220;bundespräsident-in&#8221; (flickr), Loub bei Loub (flickr), Martin [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ablage der gallenbelastenden assoziationen eben beim ansehen unten eingebetteter doku, der abscheu halber nicht in text transponiert.</p>
<p>Abgelegt und &#8211; ich bin diesbzgl guter dinge &#8211; damit aus dem denken, aus dem sinn. Selbstverteidigung für die möglichkeit schöner träume.</p>
<p style="text-align: center;">
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=sMJKqktfNuA">www.youtube.com/watch?v=sMJKqktfNuA</a></p>
</p>
<p style="text-align: center;"><a rel="lightbox" href="http://www.kellerabteil.org/images/strache_moelzer.jpg"><img title="andreas mölzer" src="/images/strache_moelzer.jpg" alt="andreas mölzer, aka chefideologe der die terminologie des dritten reichs gerne weiter verwendenden, und der drei bier heinz christian" width="200" height="280" /></a></p>
<p><span id="more-1233"></span></p>
<p style="text-align: center;">
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=umEoHGZb4fo">www.youtube.com/watch?v=umEoHGZb4fo</a></p>
</p>
<p style="text-align: center;"><a rel="lightbox" href="http://farm5.static.flickr.com/4047/4533968367_53de5dc9c1.jpg"><img class="aligncenter" title="Herbert Kickl" src="http://farm5.static.flickr.com/4047/4533968367_53de5dc9c1.jpg" alt="Herbert Kickl, als intellektueller Kopf hinter der Wahlkampfliteratur der FP anerkannt, erinnert viele BeobachterInnen an den jungen Goebbels" width="250" height="180" /></a></p>
<p style="text-align: center;">
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=gvLsGNHmE8Y">www.youtube.com/watch?v=gvLsGNHmE8Y</a></p>
</p>
<p style="text-align: center;"><a rel="lightbox" href="http://farm5.static.flickr.com/4044/4457701788_0f28a361f0.jpg" target="_blank"><img class="aligncenter" title="loub gerhard" src="http://farm5.static.flickr.com/4044/4457701788_0f28a361f0.jpg" alt="sich gegen die Anerkennung einer als klerikalfaschistisch wahrgenommenen Linie mit Klagsdrohungen verwehrender @svejk; hat aber schließlich auch ein bakk. und ein ehrenkreuz der jvp gewonnen." width="250" height="165" /></a></p>
<p style="text-align: center;">
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=whjpJoNMGPk">www.youtube.com/watch?v=whjpJoNMGPk</a></p>
</p>
<p style="text-align: center;"><a rel="lightbox" href="http://www.politwatch.at/static/politwatch/images/Graf2.jpg" target="_blank" class="broken_link"><img class="aligncenter" title="martin graf" src="http://www.politwatch.at/static/politwatch/images/Graf2.jpg" alt="Ponypferd der das Verbotsgesetz offensiv betrauerden wohl-wahrscheinlich-gern-bekennen-Würdenden" width="200" height="200" /></a></p>
<p style="text-align: center;">
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=k3CTyiP0RNg">www.youtube.com/watch?v=k3CTyiP0RNg</a></p>
</p>
<p>Bilderquellen:<br />
Wahlkampfplakat, Kickl bei <a href="http://www.flickr.com/photos/bundespraesident-in/4533968367/" target="_blank">&#8220;bundespräsident-in&#8221; (flickr)</a>, Loub bei <a href="http://www.flickr.com/photos/loub_gerhard/sets/72157623553961093/" target="_blank">Loub (flickr)</a>, Martin Graf gefunden bei Freund <a href="http://www.politwatch.at/stories/der-grenz-zieher/" target="_blank" class="broken_link">Politwatch</a></p>
<p><strong>Nachtrag</strong>:<br />
Dieselben Gestalten sind mir kurz nach meinem Versuch, meine Assoziationen abzulegen, hier wieder untergekommen: die <a href="http://martinjuen.wordpress.com/2010/05/08/burschenschaft-oberosterreicher-germanen-kranzniederlegung-am-heldenplatz-wien-08-05-2010/" target="_blank">Trauergemeinde der den Tag der Befreiung vom Naziterror zur Niederlage stilisierenden Burschen und Schaften</a>. Ich erspare mir die weiteren Links zu den Seiten, Namen und Ansichten, die alle auch leicht per Suchmaschine selbst aufzufinden sind, wenn mensch da weiter recherchiert &#8230;</p>
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		<title>wanna see them enterprises n brands crumblin?</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Apr 2010 21:10:06 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Etwas vom inglorious bastards effect. Das im filmischen erleben, was nicht realistisch ist und kaum zu denken gewagt wird, im erleben des sehens aber spürbar wird und erfahren wird als etwas schönes, das viele sich wünschen: Logorama from Marc Altshuler &#8211; Human Music on Vimeo. This is a short film that was directed by the [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Etwas vom <em>inglorious bastards effect</em>. Das im filmischen erleben, was nicht realistisch ist und kaum zu denken gewagt wird, im erleben des sehens aber spürbar wird und erfahren wird als etwas schönes, das viele sich wünschen:</p>
<p><object width="500" height="331"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="movie" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=10149605&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=ff9933&amp;fullscreen=1" /><embed src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=10149605&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=ff9933&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="500" height="331"></embed></object></p>
<p><a href="http://vimeo.com/10149605">Logorama</a> from <a href="http://vimeo.com/user3365583">Marc Altshuler &#8211; Human Music</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p><span id="more-1213"></span>
<p>This is a short film that was directed by the French animation collective H5, François Alaux, Hervé de Crécy + Ludovic Houplain.  It was presented at the Cannes Film Festival 2009. It opened the 2010 Sundance Film Festival and won a 2010 academy award under the category of animated short.  </p>
<p>In this film there are two pieces of licensed music, in the beginning and in the end. All the other music and sound design are original. The opening track (Dean Martin &#8220;Good Morning Life&#8221;) and closing track (The Ink Spots &#8220;I don&#8217;t want to send the world on fire&#8221;) songs are licensed pre-existing tracks. All original music and sound design is by, human (www.humanworldwide.com)</p>
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		<title>SoZi 50&#124;09: WeltVernichtungsMaschine</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2009/12/sozi-5009-weltvernichtungsmaschine/</link>
		<comments>http://www.kellerabteil.org/2009/12/sozi-5009-weltvernichtungsmaschine/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 Dec 2009 10:02:23 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[alors, zwischen all die nicht abgetippten Sonntagszitate (vlg. Sozis) der letzten wie auch der kommenden Wochen, zwischen all die nicht abgetippten Passagen zur Festung_Europa, Gruppen zweiter Ordnung, den ISA&#8217;s und der Heimatschutzbewegung, dem Weltsystem im allgemeinen und der Semiperipherie im speziellen, zu Demokratietheorie und UnDemocrazy2.0 etc. etc. etc. &#8230; &#8230; hier zur Abwechslung wieder mal [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p><em>alors</em>, zwischen all die nicht abgetippten Sonntagszitate (vlg. <strong><a href="http://www.kellerabteil.org/beschlagwortung/sozi/" target="_blank">Sozis</a></strong>) der letzten wie auch der kommenden Wochen, zwischen all die nicht abgetippten Passagen zur <a href="http://www.kellerabteil.org/beschlagwortung/festungeuropa/" target="_blank">Festung_Europa</a>, <a href="http://www.kellerabteil.org/tag/gruppensoziologie/" target="_blank">Gruppen zweiter Ordnung</a>, den <a href="http://www.kellerabteil.org/tag/industriellenvereinigung/" target="_blank">ISA&#8217;s</a> und der <a href="http://www.kellerabteil.org/beschlagwortung/kulturelles-gedachtnis/" target="_blank">Heimatschutzbewegung</a>, dem <a href="http://www.kellerabteil.org/tag/immanuel-wallerstein/" target="_blank">Weltsystem im allgemeinen</a> und der <a href="http://www.kellerabteil.org/beschlagwortung/flaches-land/" target="_blank">Semiperipherie im speziellen</a>, zu <a href="http://www.kellerabteil.org/tag/demokratische-kultur/" target="_blank">Demokratietheorie</a> und <a href="http://www.kellerabteil.org/tag/web20/" target="_blank">UnDemocrazy2.0</a> etc. etc. etc. &#8230;</p>
<p>&#8230; hier zur Abwechslung wieder mal ein materialisiertes, abgetipptes, archiviertes SoZi:</p>
<p><span id="more-1162"></span></p>
<blockquote><p>Die Banken sollten aufhören zu behaupten, sie hätten mit einer so schweren Krise nicht rechnen können: Sie haben ja noch nicht einmal die Möglichkeit einer <em>moderaten</em> Rezession einkalkuliert. Die Häuserpreise würden nicht in Kalifornien (da) und Florida (dort) gleichzeitig sinken, dachten sie. Da haben sie sich getäuscht. Die Krise desavouiert auch – wie die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Long-Term_Capital_Management" target="_blank" class="broken_link">LTCM-Pleite 1998</a> – eine Philosophie, der zufolge man mithilfe computergestützer Modelle aus der Vergangenheit die Zukunft vorhersagen kann.</p>
<p>Was wäre gewesen, wenn der Staat besser beaufsichtigt hätte und die Banken vernünftiger gewesen wären? Es ist schwer, sich etwas Derartiges vorzustellen, das der Erfahrung völlig entgegengesetzt ist. [..]</p>
<p>Die Staatsschulden explodieren, gleichzeitig stehen immer mehr erfolglose Unternehmer Schlange, um sich beim Staat neues Kapital zu besorgen. Dabei wird eine Kleinigkeit übersehen: Staaten haben gar kein Kapital, da sie nichts produzieren. Sie können kein Kapital schaffen, sondern lediglich das vorhandene umverteilen, z.B. durch Steuern. Irgendjemand muss für all diese unsinnigen Staatsausgaben bezahlen, deshalb wird es nicht mehr lange dauern, bis in Deutschland die Mehrwertsteuer erhöht wird – und 25 Prozent sind erst der Anfang. In der Zwischenzeit borgt der Staat an den Kapitalmärkten. Aber auch dies ist kein Schaffen von Kapital, sondern bloß ein Umverteilen. Wenn der Staat 500 Milliarden Euro an den Kapitalmärkten aufnimmt, um es den Banken zu geben, steht diese Summe nicht mehr für Investitionen zur Verfügung.</p>
<p>[..]</p>
<p>Obwohl Konjunkturprogramme ökonomisch unsinnig sind, haben sie in der gegenwärtigen Lage vielleicht doch einen kleinen Nutzen: Wenn das Geld für sinnvolle Zwecke ausgegeben würde (ein großes Wenn), wären sie ein Mittel, Geld vor den Banken in Sicherheit zu bringen. Denn die Finanzindustrie ist wie das löchrige Fass der Danaiden. Nie wird es voll werden; was der Staat einfüllt, fließt im selben Augenblick wieder heraus. Bei der Drucklegung dieses Buches hatte allein die Hypo Real Estate schon über 100 Milliarden Euro verschlungen. Man diskutiert, ob der Staat Banken »enteignen« solle, obwohl es offensichtlich ist, dass die Banken es sind, die den Staat enteignen.</p></blockquote>
<p style="text-align: right;">aus: <strong>Frank, Stefan</strong> (2009):<br />
<a href="http://www.perlentaucher.de/buch/32264.html" target="_blank" class="broken_link"> Die Weltvernichtungsmaschine. Vom Kreditboom zur Wirtschaftskrise</a>; S. 190f.</p>
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		<title>Elias Bierdel hat den Friedensnobelpreis nicht bekommen</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Oct 2009 21:42:36 +0000</pubDate>
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		<guid isPermaLink="false">http://www.kellerabteil.org/?p=1061</guid>
		<description><![CDATA[hätte ihn aber zweifellos mit seiner ganzen Gruppe und der Organisation borderline-europe verdient. der 1std. 22min Vortrag auf ichmachpoltik.at &#8230; ansonsten ohne Worte, so viel es hier auch zu schreiben, zu schreien, zu verlinken gäbe. Nur noch soviel: (1) Dank an Georg Schütz von ichmachpolitik.at (2) bitte anschauen und weiter verbreiten, darüber reden, verlinken, bloggen [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>hätte ihn aber zweifellos mit seiner ganzen Gruppe und der Organisation <strong><em><a href="http://borderline-europe.de/" target="_blank" class="broken_link">borderline-europe</a></em></strong> verdient.</p>
<p align="center"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="484" height="388" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://ichmachpolitik.at/embed_q_id/523" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="484" height="388" src="http://ichmachpolitik.at/embed_q_id/523" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p align="right">der <a href="http://ichmachpolitik.at/questions/523" class="broken_link"><strong>1std. 22min Vortrag auf ichmachpoltik.at</strong></a></p>
<p>&#8230; ansonsten ohne Worte, so viel es hier auch zu schreiben, zu schreien, zu verlinken gäbe. Nur noch soviel:<br />
<span id="more-1061"></span>(1) Dank an Georg Schütz von <strong><a href="http://ichmachpolitik.at/" class="broken_link">ichmachpolitik.at</a></strong><br />
(2) bitte anschauen und weiter verbreiten, darüber reden, verlinken, bloggen &#8230; und bei den nächsten Wahlen mal darüber nachdenken, inwieferne das da mit denen da zu tun haben mag, die zur Wahl stehen &#8230;</p>
<p><strong>Update:</strong><br />
Georg Schütz interviewt Bierdel nach dessen Vortrag und siehe da, schwups, wird eine weitere grundlegende, aber mit viel Verdrängungsarbeit kollektiv verleugnete Symptomatik unseren gesamtgesellschaftlichen Systems angesprochen und klar in den Raum gestellt<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/10/elias-bierdel-hat-den-friedensnobelpreis-nicht-bekommen/#footnote_0_1061" id="identifier_0_1061" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="ja, ich rede &uuml;ber die Logik des Massenmediensystems und seines Journalismus&amp;#8217;.">1</a></sup>:</p>
<p align="center"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="484" height="388" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://ichmachpolitik.at/embed_q_id/524" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="484" height="388" src="http://ichmachpolitik.at/embed_q_id/524" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p align="center">&#8212;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1061" class="footnote">ja, ich rede über die Logik des Massenmediensystems und seines Journalismus&#8217;.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>SoZi 15&#124;09: die präbendale Gesellschaft</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2009/04/sozi-1509-die-prabendale-gesellschaft/</link>
		<comments>http://www.kellerabteil.org/2009/04/sozi-1509-die-prabendale-gesellschaft/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 12 Apr 2009 12:32:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das dieswöchige SoZi zur Form der «präbendalen Gesellschaft» bzw.: präbendalen Herrschaftsorganisation. Die «Präbenden», ist gleich, die Pfründe. Doch nicht die angekündigte direkte Anknüpfung an die «zerstreute Gesellschaft», die auf der Formebene «fascistische Gesellschaft». (Aber der Faden lässt sich jeder Zeit wieder aufnehmen.) Warum? Eine Analogie, ein Gedanke beschäftigt mich seit längerem und zunehmend. Wenn ich die besitzende Klasse der  Industriellen, [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das dieswöchige <strong><a href="http://www.kellerabteil.org/beschlagwortung/sozi/" target="_blank">SoZi</a></strong> zur Form der «<em>präbendalen Gesellschaft</em>» bzw.: präbendalen Herrschaftsorganisation. Die «<em>Präbenden</em>», ist gleich, die <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pfründe" target="_blank" class="broken_link">Pfründe</a></strong>.</p>
<p>Doch nicht die angekündigte direkte Anknüpfung an die «<strong><em>zerstreute Gesellschaft</em></strong>», die auf der Formebene «<em><strong><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/04/sozi-1409-die-zerstreute-gesellschaft/" target="_blank">fascistische Gesellschaft</a></strong></em>». (Aber der Faden lässt sich jeder Zeit wieder aufnehmen.)</p>
<p>Warum? Eine Analogie, ein Gedanke beschäftigt mich seit längerem und zunehmend. Wenn ich die besitzende Klasse der  Industriellen, der Banker, Finanzweltjongleure etc. betrachte, finde ich &#8211; klarerweise &#8211; jede Menge struktureller Entsprechungen zur herrschenden Klasse im Ausklang des europäischen Feudalismus.<br />
Genauer: mit der «<em><strong>höfischen Gesellschaft</strong></em>», wie sie <a href="http://de.wikibooks.org/wiki/Soziologische_Klassiker/_Elias,_Norbert" target="_blank" class="broken_link">Elias</a> in seinen soziogenetischen und psychogenetischen Studien analysiert und beschreibt.</p>
<p>Der strukturelle Wandel va. von der zentralen Form des Familienunternehmens (neben den staatlichen Unternehmen und öffentlichen  Wirtschaftsbereichen) zur heute immer mehr bestimmenden Form der durch Shareholder geleiteten Unternehmen scheint mir unsere gesamte Gesellschaft nachhaltig zu strukturieren.<br />
<span id="more-673"></span>Und eben hier beschäftigt mich der Eindruck, dass viele strukturelle Bedingungen und &#8211; soziogenetische wie psychogenetische &#8211; Prozesse in diesem Zusammenhang <strong>heute</strong> &#8230; mit denen von Elias in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Über_den_Prozeß_der_Zivilisation" target="_blank" class="broken_link">Der Prozess der Zivilisation</a> beschriebenen Bedingungen und Prozessen vergleichbar sind (siehe z.B. Elias Beschreibung der «Konzentration», der «Ambivalenz zentrifugaler und zentripedaler Abhängigkeitsverhältnisse» etc.).</p>
<p>Ich vermute also, dass (1) die Analyse der Entwicklungen unseres Kapitalismus der Nachkriegszeit bis heute mit (2) dem methodischen Zugang von Elias und Blick auf  eine (3) historische Komparatistik va. der Strukturen, Dynamiken und aber auch «sozialen Felder» nicht nur spannend sondern äußerst gewinnbringend sein sollte.</p>
<p>In diesem übergeordneten Kontext kommt der Baustein «<strong>Präbendalismus</strong>» ins Spiel:</p>
<blockquote><p>Wir wollen mit dem Hinweis beginnen, den Weber zu den Folgen der beiden Formen der Desintegration eines Imperiums gibt: Feudalisierung wie in Westeuropa und Präbendalisierung wie in China.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/04/sozi-1509-die-prabendale-gesellschaft/#footnote_0_673" id="identifier_0_673" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Im Glossar zu Max Weber, The Religion of China, New York 1951, schreibt Hans Gerth: &nbsp;&raquo;Pr&auml;bende&laquo;: das Recht eines Amtsinhabers, aus Staats oder Kirchenland oder aus anderen &ouml;ffentlichen Eink&uuml;nften Gewinne zu erzielen. Weber bezeichnet solche Amtsinhaber als&nbsp;&raquo;Pr&auml;bendare&laquo;, also Amtspfr&uuml;nder. Ein politisches System auf der Grundlage einer K&ouml;rperschaft von Pr&auml;bendaren nennt Weber&nbsp;&raquo;Pr&auml;bendalismus&laquo;.">1</a></sup> Er führt an, dß ein gerade erst zentralisierter Staat sehr viel wahrscheinlicher aus einem feudalen als aus einem präbendalen System entsteht. Webers Begründung lautet:</p>
<p style="padding-left: 30px; ">Die occidentale Seigneurie entwickelte sich wie die orientalisch-indische durch Zersetzung der patrimonialstaatlichen Zentralgewalt, dort des Karolingerreichs, hier der Khalifen oder Maharadscha- und Großmoghul-Macht. Aber im Karolingerreich vollzog sich die Entwicklung auf der Basis stark vorwiegender Naturalwirtschaft und unter Benutzung der letztlich an das Gefolgschaftswesen anknüpfenden Vasallentreue zur Vernüpfung der zwischen König und Gemeinfreie tretenden Herrenschicht mit dem ersteren (<em>Anmerk.: = Feudalismus</em>). Feudalverhältnisse fanden sich, sahen wir, auch in Indien. Aber sie waren dort weder das für die Adels- noch für die Grundherrschafts-Bildung schließlich Ausschlaggebende. Im Orient überhaupt und so auch in Indien entwickelte sich vielmehr die dort typische Seigneurie aus der Steuerpacht und aus der Militär- und Steuerpfründe eines wesentlich stärker bürokratischen Staatswesens. Deshalb blieb sie dem Wesen nach »Pfründe« und wurde nicht »Lehen«: nicht eine Feudalisierung, sondern eine Präbendalisierung des Patrimonialstaats vollzog sich, die ihre occidentalen Analogien &#8211; wen auch solche von unterentwickelter Art &#8211; nicht im mittelalterlichen Lehen, sondern im Ämterkauf und der Präbenden etwa des päpstlichen Seicento oder der französichen Noblesse de Robe findet. [..]</p>
<p>Die Logik in Webers Argumentation läuft ungefähr so: [..] Langfristig kann eine bräbendale landbeherrschende Klasse dem Entstehen einer wirklich zentralisierten Monarchie besser Widerstand leisten als eine feudale landbesitzende Klasse: denn das feudale Wertsystem kann vom König insofern benutzt werden, als er sich selbst zur Spitze eines einzigen hierarchishen Systems feudaler Beziehungen machen kann, um ein auf sich selber gerichtetes Loyalitätssystem zu errichten. Dieses System kann einfach die personalen Elemente abwerfen und zur Loyalität einer Nation gegenüber werden, die der König verkörpert. <strong>Der Präbendalismus, der viel mehr ein vertragliches System als der Feudalismus ist, kann durch solch mystische Bindungen nicht überlistet werden</strong>.<br />
[..]</p>
<p style="padding-left: 30px;">Es war daher eine allgemeine Folge des orientalischen Patrimonialismus und seiner Geldpfründen: daß regelmäßig nur militärische Eroberungen des Landes oder erfolgreiche Militär- oder religiöse Revolutionen <strong>das feste Gehäuse der Pfründerinteressen</strong> sprengten, ganz neue Machtverteilungen und damit neue ökonomische Bedingungen schaffen konnten, <strong>jeder Versuch einer Neugestaltung von innen aber an jenen Widerständen scheiterte</strong>. Die große historische Ausnahme bildet, wie gesagt, der moderne europäische Okzident. Zunächst deshalb, weil er der Befriedung in einem einheitlichen Reich entbehrte. Wir erinnern uns, daß die gleichen Staatspfrünerschicht, welche im Weltreich die rationalisierung der Verwaltung hemmte, dereinst in den Teilstaaten ihr mächtigster Förderer gewesen war. Aber der Anreiz war nun fortgefallen. <em>Wie die Konkurrenz um den Markt die Rationalisierung der privatwirtschaftlichen Betriebe erzwang, so erzwang bei uns und indem China der Teilstaatenzeit die Konkurrenz um die politische Macht die Rationalisierung der staatlichen Wirtschaft und Wirtschaftspolitik</em>.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/04/sozi-1509-die-prabendale-gesellschaft/#footnote_1_673" id="identifier_1_673" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Weber, Max: Wirtschaftsethik der Weltreligionen. Konfuzianismus und Taoismus, T&uuml;bingen 1920">2</a></sup></p>
<p>[..]</p></blockquote>
<p><strong>Anmerkung, versuchsweise:</strong><br />
&#8230; ersetze &#8220;Steuerpfründe&#8221; mit &#8220;Aktiengesellschaft&#8221; und mit &#8220;Geschäftsführung privatisierter bzw. liberalisierter Unternehmen&#8221;<br />
&#8230; ersetze &#8220;Lehen&#8221; mit &#8220;Unternehmen im Familienbesitz, mit GmbH etc.&#8221;<br />
&#8230; ersetze &#8220;Ämterkauf&#8221; mit &#8220;Aktienpaketkauf&#8221; und mit &#8220;Werbebudget&#8221;<br />
&#8230; ersetze &#8220;Pfründerinteressen&#8221; mit &#8220;Shareholderinteressen&#8221;<br />
&#8230; ersetze &#8220;Staatspfrünerschicht&#8221; mit &#8220;Managerkaste&#8221;</p>
<p>und weiter <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  :</p>
<blockquote><p>Um [im Ming-China] ihre Karriere zu fördern, machte sich ein erheblicher Teil der gebildeten Klassen, die aus der Mittelklasse stammten, freiwillig zu Kastraten. Dank ihrer Bildung konnten sie eine hervorragende Rolle spielen, und in Wirklichkeit wurde das Reich von diesen Eunuchen regiert.</p>
<p>Nachdem sie einmal hohe Posten erlangt hatten, unterstützten sie ihre Familien und schufen sich durch Verteilung von Ämtern und Lehen eine Klientel und wurden so zu wahren Mächten innerhalb des Reiches. Daher scheint die wichtige Rolle, die die Eunuchen gespielt haben, eine Funktion des Aufstiegs der Bourgeoisie zu sein. Die Fürsten von Geblüt und die bedeutenden Männer (<em>les grands</em>) suchten sich durch die Schaffung einer Klientel zu verteidigen, die ebenfalls aus Gebildeten aus der Mittelklasse bestand und die sie dann im öffentlichen Dienst schneller voranbrachten. [..] Diese Kämpfe (zwischen der traditionellen Eunuchenschicht, den Adligen und der Ming-Dynastie) waren um so ernsthafter, da die Fürsten von Geblüt, die wichten Männer und die Eunuchen alle eine Machtbasis als Landaufseher (<em>maîtres du sol</em>) hatten. Die Mings hatten versucht, ihre Position durch die Schaffung einer Art Feudalismus aus Verwandten und Anhängern wieder zu stärken. [..] Bei diesem Stand der Dinge waren die Bauern die Opfer.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/04/sozi-1509-die-prabendale-gesellschaft/#footnote_2_673" id="identifier_2_673" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Mousnier, Roland: Histoire G&eacute;n&eacute;rale des Civilisations, Paris 1954">3</a></sup></p></blockquote>
<p>&#8230; ersetze &#8220;Eunuchenklientel&#8221; mit &#8220;Funktionäre aus den Apparaten der Volksparteien&#8221;<br />
&#8230; ersetze &#8220;Fürsten von Geblüt&#8221; mit &#8220;Geldadel&#8221;<br />
&#8230; ersetze &#8220;Ming-Dynastie&#8221; mit &#8220;Staat&#8221;<br />
&#8230; ersetze &#8220;Landaufseher&#8221; mit &#8220;Aufsichtsrat&#8221;<br />
&#8230; ersetze &#8220;Bauern&#8221; mit &#8230;</p>
<p style="text-align: right; ">aus: <strong><a href="http://de.wikibooks.org/wiki/Soziologische_Klassiker/_Wallerstein,_Immanuel" target="_blank" class="broken_link">Wallerstein, Immanuel</a></strong> (2004 [1974]):<br />
Das moderne <a href="http://www.praxisphilosophie.de/weltsystem.htm" target="_blank" class="broken_link">Weltsystem</a> I, S. 64-65</p>
<p style="text-align: center; ">&#8212;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_673" class="footnote">Im Glossar zu Max Weber,<em> The Religion of China</em>, New York 1951, schreibt Hans Gerth:  »Präbende«: das Recht eines Amtsinhabers, aus Staats oder Kirchenland oder aus anderen öffentlichen Einkünften Gewinne zu erzielen. Weber bezeichnet solche Amtsinhaber als »Präbendare«, also Amtspfründer. <strong>Ein politisches System auf der Grundlage einer Körperschaft von Präbendaren nennt Weber »Präbendalismus«</strong>.</li><li id="footnote_1_673" class="footnote">Weber, Max: Wirtschaftsethik der Weltreligionen. Konfuzianismus und Taoismus, Tübingen 1920</li><li id="footnote_2_673" class="footnote">Mousnier, Roland: Histoire Générale des Civilisations, Paris 1954</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Bildungsfernsehen: Wie funktioniert Geld?</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2008/07/bildungsfernsehen-wie-funktioniert-geld/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Jul 2008 17:39:11 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[&#8220;Wie funktioniert Geld?&#8220;, Trickfilm (ca. 15 min), Diplomarbeit 2005 von Max von Bock 10 Punkte Plan zu effizienten Ausbeutung eines Planeten mit halbintelligenten Lebensformen: ok, das Einbetten der Videos funzt nicht mehr, wurde unterbunden. Also selber auf youtube klicken (Teil 1, 2, 3). sowieso noch besser: &#8230; das Video, auf das sms von rebell.tv hingewiesen [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;<strong>Wie funktioniert Geld?</strong>&#8220;,<br />
Trickfilm (ca. 15 min), Diplomarbeit 2005 von <a target="_blank" href="http://www.maxvonbock.de/" class="broken_link">Max von Bock</a></p>
<p>10 Punkte Plan zu effizienten Ausbeutung eines Planeten mit halbintelligenten Lebensformen:<br />
ok, das Einbetten der Videos funzt nicht mehr, wurde unterbunden. Also selber auf youtube klicken (Teil <a target="_blank" href="http://de.youtube.com/watch?v=9BrLrwbkQWQ"><strong>1</strong></a>, <a target="_blank" href="http://de.youtube.com/watch?v=aK2yZlHk4cA"><strong>2</strong></a>, <a target="_blank" href="http://de.youtube.com/watch?v=0VOtdQrCoyk"><strong>3</strong></a>).</p>
<p>sowieso noch besser: &#8230; das Video, auf das <strong><em>sms</em></strong> von <strong><a target="_blank" href="http://rebell.tv/" class="broken_link">rebell.tv</a></strong> hingewiesen hat! thanks!:</p>
<div align="center">
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=MRRWHSY7ZwI">www.youtube.com/watch?v=MRRWHSY7ZwI</a></p>
</div>
<p>und ebenfalls besser: <a href="http://workflex.wordpress.com/2008/01/27/was-ist-arbeit/">Was ist Arbeit?</a></p>
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		<pubDate>Mon, 04 Feb 2008 20:09:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[wieder mal die Dokumentation eines Seminars. Die Verweise und Materialien sind in die ursprüngliche Seminarankündigung eingearbeitet: 27.-29. Februar 2008, Seminar-Park-Hotel Hirschwang Politische Praxis in Österreich II Die Produktion von sozialer Unsicherheit &#8212; Seminarankündigung Mit dem Gefühl von Unsicherheit wird seit jeher Politik gemacht, mit der Verunsicherung, mit dem in Unsicherheit halten, mit dem Unterlassen von [...]
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<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2008/02/kennen-sie-schon-eliza-boltanski/' rel='bookmark' title='Kennen Sie schon Eliza Boltanski?'>Kennen Sie schon Eliza Boltanski?</a></li>
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: right; padding-left: 30px;">wieder mal die Dokumentation eines Seminars. Die Verweise und Materialien sind in die ursprüngliche Seminarankündigung eingearbeitet:</p>
<p>27.-29. Februar 2008, <a href="http://www.seminarparkhotel.at" target="_blank" class="broken_link">Seminar-Park-Hotel Hirschwang</a></p>
<p><strong>Politische Praxis in Österreich II</strong><br />
<strong><em>Die Produktion von sozialer Unsicherheit</em></strong></p>
<div style="text-align: center;">&#8212;</div>
<p><strong>Seminarankündigung</strong><br />
Mit dem Gefühl von Unsicherheit wird seit jeher Politik gemacht, mit der Verunsicherung, mit dem in Unsicherheit halten, mit dem Unterlassen von Absicherungen. Unsicherheit wird allerdings nicht nur nicht abgesichert, wo es durchaus möglich wäre, Unsicherheit wird auch gezielt produziert. Es geht uns also um die <em>Produktion von sozialer Unsicherheit</em>. Weil, soziale Unsicherheit ist nicht einfach gegeben. Auch hat es wenig Erklärungswert, wenn wir im Zusammenhang von sozialer Unsicherheit und Ungleichheit von göttlichen oder natürlichen Ordnungen sprechen.</p>
<p><strong>Mit diversen Unsicherheiten lässt sich Politik machen</strong>:</p>
<ul>
<li>mit der Unsicherheit, <a href="http://www.kellerabteil.org/?p=101" target="_blank">ob wir im Alter auf einen ausreichenden Lebensunterhalt zählen können</a>,</li>
</ul>
<ul>
<li>mit der Unsicherheit, ob unsere Kinder gleiche Chancen in der Gesellschaft haben werden,</li>
</ul>
<div align="center">
<div style="width:425px;text-align:left" id="__ss_261635"><object style="margin:0px" width="425" height="355"><param name="movie" value="http://static.slideshare.net/swf/ssplayer2.swf?doc=11-2007-einkommensgerechtigkeit-1202753854164333-4"/><param name="allowFullScreen" value="true"/><param name="allowScriptAccess" value="always"/><embed src="http://static.slideshare.net/swf/ssplayer2.swf?doc=11-2007-einkommensgerechtigkeit-1202753854164333-4" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="355"></embed></object></div>
</div>
<ul>
<li>mit der Unsicherheit, ob wir bei Krankheit und Verletzung erstens auf leistbare gesundheitlich Versorgung bauen und zweitens den Ausfall unserer Arbeitskraft ökonomisch überleben können,</li>
</ul>
<ul>
<li>mit der Unsicherheit, ob die Lebens- und Genußmittel, mit denen wir uns ernähren, unserer Gesundheit schaden können</li>
</ul>
<p style="padding-left: 30px;">(<strong>IM SEMINAR</strong> kurz angesprochen: für die interessierten KollegInnen der Link zu einem berühmten Film über einen berühmt-berüchtigten Konzern: <strong><a href="http://video.google.com/videosearch?q=Monsanto+-+Mit+Gift+und+Genen#" target="_blank" class="broken_link">&#8220;Monsanto, mit Gift und Genen&#8221;</a></strong>; der Film <strong><a href="http://video.google.com/videoplay?docid=-7992855588272035000&amp;q=saatgut+bauern&amp;ei=pEw5SO_wMYWK2wLEufDaAw" target="_blank" class="broken_link">&#8220;Tote Ernte &#8211; Der Krieg ums Saatgut&#8221;</a></strong>; ein Link zum Film <strong><a href="http://video.google.com/videoplay?docid=-5599944742624470002&amp;q=Arme%20+Sau+is%3Afree" target="_blank" class="broken_link">&#8220;Arme Sau &#8211; Doku über Genfood&#8221;</a></strong>. Alle Filme online im WWW anschaubar!)</p>
<div align="center">
<embed id="VideoPlayback" style="width:400px;height:326px" flashvars="" src="http://video.google.com/googleplayer.swf?docid=-7992855588272035000&#038;hl=de" type="application/x-shockwave-flash"></embed></div>
<ul>
<li>mit der Unsicherheit, ob wir nach Einbruch der Dunkelheit auf die Straße gehen können, ohne einen Übergriff zu riskieren,</li>
</ul>
<ul>
<li>mit der Unsicherheit, ob unsere Gewohnheiten und unser Verhalten nicht in großen Datenbanken gespeichert und die Daten dann teuer an Unternehmen verkauft werden, (<a href="http://del.icio.us/kellerabteil/datenschutz" target="_blank" class="broken_link">Links ad Datenschutz</a>)</li>
</ul>
<ul>
<li>mit der Unsicherheit, ob die Leistung, die wir im Beruf erbringen nicht anhand reduzierter und uneinsehbarer statistisch zusammengeführter Kennzahlen bewertet wird, die uns sogar den Job kosten können,</li>
</ul>
<p style="text-align: center;">
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=W3zXioK_zkI">www.youtube.com/watch?v=W3zXioK_zkI</a></p>
</p>
<ul>
<li>mit der Unsicherheit, ob unsere Kinder oder Enkel gar möglicherweise wieder in einen Krieg geschickt werden können</li>
</ul>
<ul>
<li>u.s.w. &#8230;</li>
</ul>
<div style="text-align: center;">&#8212;</div>
<p><strong>Unsicherheit &#8211; Absicherung | Verunsicherung &#8211; Versicherung</strong></p>
<p>Wir sehen schon, erstens lässt sich die <em>Geschichte unseres europäischen Sozialstaates</em> als eine <em>Geschichte der Absicherung gegen viele soziale Unsicherheiten</em> lesen, zweitens, dass viele dieser Absicherung seit langer Zeit in der <em>Demontage </em>befindlich sind.</p>
<p>Wir denken an die Pensionsversicherung, die Sozialversicherungen, das <a href="http://www.kellerabteil.org/?p=112" target="_blank">Arbeitslosengeld</a>, &#8230;</p>
<p>Drittens sehen wir, an zweieinhalb Seminartagen, also fünf Halbtagen, da lässt sich nur ein Ausschnitt der oben angerissenen Felder anreissen.</p>
<p>Hier das Programm für 5 Halbtage, entstanden in Zusammenarbeit mit Lukas Wurz, Stand Herbst 07:</p>
<div style="text-align: center;">&#8212;</div>
<ol>
<li><strong>Die Produktion von sozialen Unsicherheiten: das Geschäft mit der Verunsicherung</strong><em>kurzer Streifzug durch die letzten 200 Jahre in Beispielen und vor dem Hintergrund des Gesamtthemas; Entwicklung Nationalstaat und Funktion des äußeren und inneren Feindes; Kapitalismus und die &#8220;soziale Frage&#8221;; die Nützlichkeit von Arbeitslosigkeit und die Zerstörung und Schaffung von Solidaritäten;</em>(passend und sehr interessant dazu <strong><a href="http://www.kellerabteil/?p=156" target="_blank" class="broken_link">Wolfgang Kochs Kleine Wiener Stadtgeschichte</a></strong>, nachlesbar im WWW!)</li>
<li><strong>Vom Proletariat zum Prekariat: nützlich für Politik und Wirtschaft?</strong><em><a href="http://www.kellerabteil/?p=143" target="_blank" class="broken_link"><strong>Was heißt da &#8220;Prekariat&#8221;?</strong></a> Welche ideologischen Überlegungen stecken heute hinter der Produktion von Unsicherheit; Die Rolle der Politik, der Medien, der Interessensverbände; Wie viel Unsicherheit ist gerade richtig für einen perfekt geschmierten Kapitalismus;</em>(<a href="http://santaprecaria.wordpress.com/ad-prekaritat/" target="_blank" class="broken_link">Texte und Materialien dazu hier &#8230;</a>)</li>
<li><strong>Die Aushöhlung sozialer Sicherheitssysteme: <a href="http://www.kellerabteil.org/?p=119" target="_blank">Privatisierung der Vorsorge</a></strong><em>Pensions-, Kranken-, Unfall-, Lebens-, &#8230;-versicherungen; Wie wir aus den staatlichen Absicherungssystemen und in die Arme der privaten Versicherungen getrieben werden; Der Umbau der staatlichen Sicherungssysteme;</em>
<div>
<div id="__ss_185004" style="width: 425px; text-align: left;"><object width="425" height="355" data="http://static.slideshare.net/swf/ssplayer2.swf?doc=mackenroththeorem-1196302054409826-2" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://static.slideshare.net/swf/ssplayer2.swf?doc=mackenroththeorem-1196302054409826-2" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></div>
</div>
</li>
<li><strong>Die Aushöhlung von Solidarität: Shareholder-Value vs. Arbeitnehmerinteressen</strong><em>Die absurden Interessenkonflikte durch Mitarbeiterbeteiligungen; Der Mythos der Lohnnebenkosten und die Besteuerung des Faktors Arbeit; Der Mythos des Standortwettbewerbs; Was bedeuten Privatisierung und Liberalisierung für die Finanzwirtschaft und was für Beschäftigte und Kunden; </em></li>
<li><strong><a href="http://www.kellerabteil.org/?p=130" target="_blank">Datenschutz</a>: War on Terror, der gläserne Bürger und transparente Konsument</strong><em>Was heißt Innere Sicherheit?; Was hat es mit der &#8220;Festung Europa&#8221; auf sich?; Wieso lassen wir uns soviel gefallen, obwohl niemand die Begründung &#8220;War on Terror&#8221; glaubt; Wozu dient der &#8220;Agent Provocateur&#8221;; Welche ökonomischen Interessen stecken hinter dem gläsernen Bürger (<a href="http://www.foebud.org/rfid" target="_blank" class="broken_link">RFID</a>);</em>Link zum &#8220;Film&#8221; <strong><a href="http://panopti.com.onreact.com/swf/index.htm" target="_blank" class="broken_link">PANOPTI.COM</a></strong> und ein Radiofeature zum Thema RFID:
<p><object width="335" height="85" data="http://www.divshare.com/flash/playlist?myId=4580710-ff0" type="application/x-shockwave-flash"><param name="id" value="divplaylist" /><param name="src" value="http://www.divshare.com/flash/playlist?myId=4580710-ff0" /><param name="name" value="divplaylist" /></object></li>
</ol>
<div style="text-align: center;">&#8212;</div>
<h3>Lukas&#8217; Literaturliste</h3>
<p><em>Prekarisierung – atypische Beschäftigung – Produktion von Unsicherheit</em></p>
<div style="text-align: center;"><a rel="lightbox[roadtrip]" title="Die Bücher, die Lukas zur Illustration unseres Streifzugs durch die Geschichte des Kapitalismus als laufendem Produktionsverhältnis von immer wieder neuen Unsicherheiten mitgebracht hat." href="/images/Literatur_LukasWurz.jpg"><img src="/images/Literatur_LukasWurz.jpg" alt="" width="450" height="248" /></a></div>
<p><strong>Historischer Teil</strong></p>
<p>Eric Hobsbawm, <em><a href="http://www.perlentaucher.de/buch/19959.html" target="_blank" class="broken_link">Nationen und Nationalismus. Mythos und Realität seit 1780</a></em>, FfM 2004.</p>
<p>Harald Hitz (Hg.), <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Grasel" target="_blank" class="broken_link">Johann Georg Grasel. Räuber ohne Grenzen</a></em>, Horn 1999.</p>
<p>Margarete Grandner/Gerald Stourzh, <em>Historische Wurzeln der Sozialpartnerschaft</em>, in: <em><a href="http://www.univie.ac.at/Geschichte/WBGN/wbgn.html" target="_blank" class="broken_link">Wiener Beiträge zur Geschichte der Neuzeit</a> Band 12/13</em>, Wien 1986.</p>
<p>Markus Cerman/Sheilagh C. Ogilvie (Hg.), <em><a href="http://vgs.univie.ac.at/VGS_alt/HSK5.html" target="_blank" class="broken_link">Protoindustriealisierung in Europa. Industrielle Produktion vor dem Fabrikszeitalter</a></em>, Wien 1994.</p>
<p>Wolfgang Häusler, <em>Von der Massenarmut zur Arbeiterbewegung. Demokratie und soziale Frage in der Wiener Revolution von 1848</em>, Wien 1979.</p>
<p>Karl Vocelka, <em><a href="http://www.amazon.de/Geschichte-%C3%96sterreichs-Kultur-Gesellschaft-Politik/dp/3453216229" target="_blank">Geschichte Österreichs. Kultur – Geschichte – Politik</a></em>, München 2004.</p>
<p>E. Talos/W. Neugebauer (Hg.), <em><a href="http://www.amazon.de/Austrofaschismus-Politik-%C3%96konomie-Kultur-1933-1938/dp/3825877124" target="_blank">„Austrofaschismus“. Beiträge über Politik, Ökonomie und Kultur 1934 -1938</a></em>, Wien 2005. (ein <a href="http://www.austrofaschismus.at/" target="_blank" class="broken_link">weiter Link</a>)</p>
<p>Götz Aly, <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hitlers_Volksstaat" target="_blank" class="broken_link">Hitlers Volksstaat. Raub, Rassenkrieg und nationaler Sozialismus</a></em>, Hamburg 2005.</p>
<p>Botz/Oxaal/Pollak/Scholz, <em><a href="http://buecher.hagalil.com/czernin/wien-1.htm" target="_blank" class="broken_link">Eine zerstörte Kultur. Jüdisches Leben und Antisemitismus in Wien seit dem 19. Jahrhundert</a></em>, Wien 2004.</p>
<p><strong>Produktion von Sicherheit/Unsicherheit heute &#8211; Prekarisierung in der Gegenwart</strong></p>
<p>Anette Treibel, <em><a href="http://www.amazon.de/Migration-modernen-Gesellschaften-Einwanderung-Grundlagentexte/dp/3779903997" target="_blank">Migration in modernen Gesellschaften. Soziale Folgen von Einwanderung, Gastarbeit und Flucht</a></em>, München 1999.</p>
<p>Pierre Bordieu, <em><a href="http://www.vsa-verlag.de/vsa/books/mehr.php?para=3-87975-605-8" target="_blank" class="broken_link">Die verborgenen Mechanismen der Macht</a></em>, Hamburg 1992.</p>
<p>Ronald Barazon, <em>Kampf dem Kapitalismus</em>, Salzburg 2006.</p>
<p>Bernd Senf, <em><a href="http://www.berndsenf.de/BlindenFleckenOekonomie.htm" target="_blank" class="broken_link">Die blinden Flecken der Ökonomie. Wirtschaftstheorien in der Krise</a></em>, München 2001.</p>
<p>Komlosy/Parnreither/Stacher/Zimmermann (Hg.), <em><a href="http://www.amazon.de/Ungeregelt-unterbezahlt-informelle-Sektor-Weltwirtschaft/dp/386099171X" target="_blank">Ungeregelt und unterbezahlt. Der informelle Sektor in der Weltwirtschaft</a></em>, FfM 1997.</p>
<p>Blätter für deutsche und internationale Politik (Hg.), <em><a href="http://www.google.at/url?sa=t&amp;ct=res&amp;cd=1&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.blaetter.de%2Fglobalisierung.php&amp;ei=OFE5SNTjKKO--QLV18TACg&amp;usg=AFQjCNHYBquzgvA0YRJ8hA50KpwjFGL_4g&amp;sig2=Dk_y-R940Diqt5L-XCtHpw" target="_blank" class="broken_link">Der Sound des Sachzwangs. Der Globalisierungs-Reader</a></em>, Bonn 2006.</p>
<p>Kathrin Röggla, <em>wir schlafen nicht</em>, FfM 2004.</p>
<p>Wilfried Glißmann/Klaus Peters, <em>Mehr Druck durch Freiheit. Die neue Autonomie in der Arbeit und ihre paradoxen Folgen</em>, Hamburg 2001.</p>
<p>Armutskonferenz/ATTAC/Beigewum, <em><a href="http://www.armutskonferenz.at/armutskonferenz-armutsforschung-reichtum-verteilung-reichtuemer.htm" target="_blank" class="broken_link">Was Reichtümer vermögen</a>. Gewinner und VerliererInnen in europäischen Wohlfahrtsstaaten</em>, Wien 2004.</p>
<p><a href="http://www.beigewum.at/" target="_blank" class="broken_link">Beigewum</a>, <em><a href="http://science.orf.at/science/news/137319" target="_blank">Mythen der Ökonomie</a></em>, Hamburg 2005.</p>
<p>Lohoff/Trenkle/Wölflingseder/Lewed, <em><a href="http://www.unrast.org/unrast,2,136,7.html" target="_blank" class="broken_link">Dead Men Working, Gebrauchsanweisung zur Arbeits- und Sozialkritik in Zeiten des kapitalistischen Amoklaufs</a></em>, Münster 2004.</p>
<div style="text-align: center;">&#8212;</div>
<div style="text-align: center;"><iframe width="450" height="450" src="http://www.flickr.com/slideShow/index.gne?set_id=72157605244378253" frameBorder="" scrolling=""></iframe></div>
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		<item>
		<title>Das deutsche «prekär» ist nicht das gleiche wie das französische «précaire»</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Feb 2008 19:57:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zu viel komm&#8217; ich hier weiterhin &#038; immernoch nicht. Das tut mir erstens leid1 und wird sich zweitens einige Zeit lang nicht ändern. Nachdem ich heute aber immerhin einen längeren Artikel geschrieben hab&#8217;, nur um ihn dann auf einem anderen Blog – dem San Precarios-Blog – freizuschalten, kopiere ich den Text hier wenigstens rein: &#8212; [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu viel komm&#8217; ich hier weiterhin &#038; immernoch nicht. Das tut mir erstens leid<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2008/02/das-deutsche-%c2%abprekar%c2%bb-ist-nicht-das-gleiche-wie-das-franzosische-%c2%abprecaire%c2%bb/#footnote_0_143" id="identifier_0_143" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="u.a. auch, weil ich eine Debatte angefangen hab und nicht weiterf&uuml;hren kann. Ich wollt&amp;#8217; sie zwar nicht anzetteln, hab weitere Ausf&uuml;hrungen allerdings noch vollmundig angek&uuml;ndigt. Sorry, ich hab&amp;#8217;s nicht vergessen.">1</a></sup> und wird sich zweitens einige Zeit lang nicht ändern.</p>
<p>Nachdem ich heute aber immerhin einen längeren Artikel geschrieben hab&#8217;, nur um ihn dann auf einem anderen Blog – dem <strong><a target="_blank" href="http://precarios.wordpress.com/">San Precarios-Blog</a></strong> – freizuschalten, kopiere ich den Text hier wenigstens rein:</p>
<div align="center">&#8212;</div>
<div align="center"><b><a target="_blank" href="http://precarios.wordpress.com/2008/02/03/%c2%abprecaire%c2%bb-%e2%89%a0-%c2%abprekar%c2%bb/">«précaire», das ist nicht gleich «prekär»</a></b></div>
<p><i>Über die jüngere Karriere eines facettenreichen Begriffes, der über den Umweg aus dem Französischen verstärkten Eingang in den aktiven Wortschatz deutscher Sprache findet, dabei allerdings Federn hat lassen müssen.</i></p>
<p>Wenn wir heute von <i>prekären Verhältnissen</i> sprechen, und wenn das Adjektiv «<i>prekär</i>» in unserem deutschen Sprachgebrauch langsam aber doch zu einem Schlüssel- und Symbolbegriff wird, so hat das wenig damit zu tun, dass die deutsche Sprache seit langem über das Adjektiv «<i>prekär</i>» verfügt und viel damit, dass wir einen französischen Begriff einbürgern.</p>
<p><span id="more-143"></span>Wenn wir heute von <i>prekären Verhältnissen</i> sprechen, so hat das kaum damit zu tun, dass die Häufung wenig <i>abgesicherter </i>bis <i>ungesicherter </i>und im weiteren Sinne <i>unsicherer Lebens- und Arbeitsverhältnisse</i> ein historisches Novum darstellen würde oder im Kapitalismus nicht immer schon eine strukturlogische Konsequenz des kapitalistischen Systems gewesen wäre, sondern viel mehr damit, dass in unserer neoliberalisierten Welt die <b><i>Prekarisierung </i></b>unserer Lebens- und Arbeitsverhältnisse betrieben wird.</p>
<p>In diesem Sinne könnten wir auch von der <i>Re</i>-Prekarisierung der Lebens- und Arbeitsverhältnisse sprechen. Und wir können außerdem den Hintergrund dieser Entwicklung genauer beim Namen nennen: es ist der neoliberale Umbau der Gesellschaft und es sind – noch ein Stück dezidierter ausgesprochen – jene Institutionen, Organisationen und Personen, die den neoliberalen Umbau der Gesellschaft fordern, fördern und betreiben, die sich die (Re-)Prekarisierung der Lebens- und Arbeitsverhältnisse vorgenommen haben und sie seit Jahrzehnten erfolgreich umsetzen.<br />
Prekarisierung ist ein Gebot neoliberaler <strike>Ideologie</strike> <strike>Religion</strike> Theorie, und zwar ein zentrales Gebot und übrigens nicht im mindestens ein geheim gehaltenes oder verdeckt betriebenes.</p>
<p>Übrigens, <strong>Exkurs</strong>, hier ein Video von <a target="_blank" href="http://de.youtube.com/user/augustinTV">Augustin.tv</a> zur etymologischen Begriffsherleitung:</p>
<div align="center">
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=fX-LaK_S05U">www.youtube.com/watch?v=fX-LaK_S05U</a></p>
</div>
<div align="center">&#8212;</div>
<p><b>«précaire» enthält <i>&#8220;Prekarisierung&#8221;</i>, «prekär» nicht</b><br />
Damit ist eines der Dilemata des Begriffs <i>prekär</i> im deutschsprachigen Gebrauch bereits deutlich geworden. Im Adjektiv <i>prekär</i> ist der Prozess der <i>Prekarisierung </i>nicht enthalten, die vielschichtigen Facetten des sozialen und politischen Hintergrunds schwingen im Wort <i>prekär</i> nicht mit. Man muss dazusagen, dass prekäre Bedingungen prekarisierte Bedingungen meint.<br />
Mit dem französischen <i>précaire </i>ist das anders. Der Kontext und die sozialen Folgen produzierter Unsicherheit sind dem <i>adjectiv</i> als Dimensionen des Begriffs eingeschrieben.</p>
<p>Woran liegt das? Zum einen hat das sicherlich mit den unterschiedlichen Sprachtraditionen selbst zu tun. Während wir im Deutschen Eigenschaften meist <i>essentialistisch</i> als  einer Sache innewohnend denken, <i>ewig </i>und <i>eigentlich</i>, wird im Französischen eine Eigenschaft eher als Wirkung einer Konstellation gedacht, <i>potentiell veränderbar </i>und <i>produziert</i>.</p>
<p>Zum anderen hat das mit den Debatten zu tun, aus denen die aktuelle Karriere des Begriffes erklärt werden muss; und diese Debatten sind französischen und sind sozialwissenschaftlichen Ursprungs. So analysiert und bespricht die französische Soziologie die <b>Transformationen der Arbeitswelt</b> schon seit den späten 1970er Jahren hauptsächlich unter dem Gesichtspunkt und mit dem Fokus auf <i>précarité de l&#8217;emloi</i>. Darin unterscheidet sich die französische Debatte in den Sozialwissenschaften und in der politischen Öffentlichkeit klar vom international üblichen Zugang.</p>
<p><b>Der lange Schatten Bourdieus</b><br />
<b><a href="http://www.cee-recherche.fr/fr/fiches_chercheurs/barbier.htm" target="_blank" class="broken_link">Jean-Claude Barbier</a></b> hat 2004 in einer <a href="http://www.cee-recherche.fr/fr/fiches_chercheurs/texte_pdf/barbier/BarbierEmpPrecFeb2004.pdf" target="_blank" class="broken_link">vergleichenden Studie &#8216;<i>prekärer Beschäftigung in Europa</i>&#8216;</a> ein Stück dieser Begriffsgeschichte nachgezeichnet.<br />
Bei Pierre Bourdieu lässt sich die Verwendung des Begriffs <i>précarité </i>gar in die frühen 1960er Jahre und dessen <a href="http://www.eurozine.com/articles/2006-07-18-schultheis-de.html" target="_blank" class="broken_link">algerische Studien</a> zurück verfolgen. Der Begriff beschrieb damals am ehesten eine <i>conditio humana</i>, den Menschen, als in ungesicherten Bedingungen existierend und daher nur hoffen könnend bzw. zu Gott oder Göttern beten müssen. Bourdieu verwendet ihn freilich schon, um auf die radikale soziale Kluft zwischen auf permanenten Arbeitsverhältnissen aufgebauten Leben und Existenzen hinzuweisen, die durch die Gelegenheitsarbeiten geprägt sind.</p>
<p>Mit den späten 70er Jahren findet der Begriff &#8220;<i>précarité</i>&#8221; nicht nur Eingang in die politischen Debatten sondern auch in die Alltagssprache. PolitikerInnen aller Lager, GewerkschaftlerInnen, Sozialpartner und Medien verwenden in häufig und selbstverständlich. Er findet eingang in die Literatur. Von Rechts bis Links erklärt man, gegen &#8220;<i>précarité</i>&#8221; zu sein oder zumindest gegen eine weitere &#8220;<i>précarisation</i>&#8220;.<br />
Der Widerstand gegen die Aufweichung arbeitsrechtlicher Schutzbestimmungen organisiert sich ab den frühen 80er Jahren unter diesen Schlagwort. Der Terminus wird zu einem zentralen Begriff in Programmen, Verwaltungspapieren, Gesetzen und Studien.</p>
<p>Dieser intensive und schlagworthafte Gebrauch verändert und definiert konsequenter weise die Bedeutung.  In verschiedenen Studien wird Prekarität unterschiedlich definiert und abgegrenzt.<br />
Der Fokus liegt mal auf prekarisierten Haushalten und Milieusstrukturen, dann auf prekären Anstellungsverhältnissen und davon unterschieden auf prekären Arbeitsbedingungen, auf der Prekarisierung ganzer Bevölkerungsschichten im Zuge der Modernisierung sowie die Prekarität von Identitätskonzeptionen unter solchen Bedingungen und schließlich auf der Analyse der gegenwärtigen Gesellschaft, die durch die zunehmende Prekarisierung bereits hauptsächlich charakterisiert wird.</p>
<p><b>Flexibilität und Prekarität, zwei Seiten einer Medaille</b><br />
Die Debatten und Untersuchungen der <i>Transformationen der Arbeitswelt</i> finden inzwischen außerhalb Frankreichs unter ganz anderen Vorzeichen statt. Der zentrale und international die Perspektive bestimmende Begriff lautet &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flexibilisierung" target="_blank" class="broken_link"><b><i>Flexibilität</i></b></a>&#8220;.<br />
Wir brauchen nur an österreichische Debatten zu denken, Flexibilität ist ein Gebot der Stunde seit Jahrzehnten, also seit vielen Stunden. Und worum geht es heute gerade? Um <a href="http://www.eu2006.gv.at/de/News/Background_Information/2001bartensteinbeso2.html" target="_blank" class="broken_link"><b><i>Flexicurity</i></b></a>. (Und uns ist bewusst, es handelt sich kaum um eine Erfindung Martin Bartensteins.)</p>
<p><i>Flexibilität</i> und <i>Prekarität</i> erscheinen als komplementäre Begriffe, als zwei Aspekte einer Dynamik. Etwas provokant könnten wir schlussfolgern, dass es hier wie dort immer um das selbe ging und geht.<br />
Der wesentliche Unterschied ist möglicherweise dieser:<br />
Im Begriff <i>&#8220;Flexibilität&#8221;</i> zeigt sich der tendenziell affirmative Zugang, während <i>&#8220;Prekarität&#8221;</i> auf die problematischen Folgen der <i>Flexibilität</i> verweist.</p>
<p>Nun würde diese These ein Stück weit erklären, warum es außerhalb Frankreichs zu Versuchen gekommen ist und weiterhin kommt, die Begrifflichkeit <i>prekär – Prekarität – Prekarisierung</i> in nationale Debatten überzuführen. Weil es hier eine sozialwissenschaftliche Konzeption gibt, die Flexibilisierung nicht vorauseilend affirmativ wertet und im Gegenteil sensibel für die problematischen Folgwirkungen ist.</p>
<p><b>prekäre Beschäftigung – Prekarität – Prekarisierung</b><br />
Barbier zeigt in seiner Studie aus dem Jahre 2004, das Verbreitung des französischen Begriffsverständnisses nur punktuell und partiell gelungen ist.<br />
Für Spanien und Italien stellt er fest, dass Begriffe wie <i>empleo precario</i>, <i>precaridad laboral</i> bzw. <i>precarietà del lavoro</i>, <i>impiego precario</i> in den allgemeinen Sprachgebrauch bereits seit längerem eingang gefunden haben. So hat sich die letztlich italienische Erfindung des <a href="http://precarios.wordpress.com/geschichte/" target="_blank"><b>San Precario</b></a> auch in Windeseile in allen romanischen Ländern Europas verbreitet.</p>
<p>Für den deutschsprachigen Raum erhebt Barbier bis in das Jahr 2004 höchstens ein marginales Auftreten des Terminus Prekarität in wenigen akademischen Texten.<br />
Eine Erklärung dafür sieht er in der früheren und stärkeren Verankerung des &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Normalarbeitsverh%C3%A4ltnis" target="_blank" class="broken_link"><b><i>Normalarbeitsverhältnisses</i></b></a>&#8221; im deutschschprachigen Raum. Während in Spanien etwa 30% der Arbeitsverhältnisse <i>prekär </i>sind und in Frankreich und Italien jeweils über 15%, so erhebt er für den deutschsprachigen Raum nur 5-6% &#8220;<a href="http://orf.at/060803-2420/index.html" target="_blank"><i>atypischer</i></a>&#8221; Arbeitsverhältnisse, die zudem öfter als in den romanischen Ländern den Charakter von Zuverdiensten haben.<br />
Gleichzeitig, so schreibt er, <i>beginnt sich ein Bewusstsein für die verschiedenen sich bildenden Formen </i>der &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Scheinselbstst%C3%A4ndigkeit" target="_blank" class="broken_link"><b><i>Scheinselbstständigkeit</i></b></a>&#8221; gerade herauszubilden.</p>
<p>In Großbritannien ist die Begrifflichkeit übrigens überhaupt nicht angekommen. Hier wird simpel von &#8220;bad jobs&#8221; gesprochen. Interessant ist dabei sicherlich, dass für Großbritannien entgegen der öffentlichen Wahrnehmung und Erwartung nur etwa 6-7% an flexibilisierten und prekären Arbeitsverhältnissen erhoben wurden.<br />
In Dänemark, dem Land, in dem <i><a href="http://precarios.wordpress.com/2008/02/02/flexicurity-in-osterreich-workfare-prekarisierung-und-staat/" target="_blank"><b>Flexicurity</b></a> </i>erfunden wurde, ist das begriffliche Konzept der <i>Prekarität </i>2004 gänzlich unbekannt.</p>
<p><b>Hartz IV, Alvg Novelle 2008 &amp; «Fair statt prekär!»</b><br />
2004 ist schon wieder lange her, zumindest was die <i>Transformation der Arbeitswelt</i> im deutschsprachigen Raum betrifft. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Agenda_2010" target="_blank" class="broken_link">Schröders Agenda 2010</a> hat Deutschland umgekrempelt und erschüttert. In der austriakischen Kleinheit und Provinz geht inzwischen alles etwas leiser, schneller, langsamer, jedenfalls unaufgeregter, parallel und doch anders, prinzipiell genauso, unter anderen Vorzeichen, eigenständig kopiert, husch pfusch und dafür nur ein bißchen.</p>
<p>All diese Bedingungen eines auch bei uns ankommenden Strukturwandels <i>– <a href="http://workflex.wordpress.com/2008/01/30/prekare-arbeit-in-osterreich-ppt/" target="_blank">wir stehen bereits bei gut einem Viertel in &#8220;<b>prekärer Beschäftigung</b>&#8220;</a> – </i>reichen aus, dass die Begrifflichkeit und das Bewusstsein um die Prekarisierung im deutschsprachigen Raum anzukommen scheint.<br />
Den Begriff hat man außerhalb akademischer Zirkel bereits gehört. Von einer breiten Debatte kann nicht geredet werden. <i>Noch</i> nicht.</p>
<p><img src="/images/prekarisierungstheorie.jpg" alt="Archäologie der Prekarisierung" /></p>
<p>Etwas ist angekommen, etwas ist verloren gegangen. Der facettenreiche Begriff aus dem Französischen hat bei der Einbürgerung in unseren aktiven Wortschatz Federn lassen müssen. Schon im Transfer des Begriffskonzepts in die anderen romanischen Sprachen ist aus einer viel weitergehend verstandenen Prekarität fast nur die Einengung auf <i>prekäre Beschäftigung</i> übrig geblieben.</p>
<p>In Österreich ist vor allem das Eigenschaftswort angekommen. <i>Prekär</i>, das sind zugegebener Maßen manche Arbeitsverhältnisse.<br />
<i>Prekäre Beschäftigungsverhältnisse</i>, naja, das <i>ist </i>halt so.</p>
<p>Deine Verhältnisse sind <i>prekär</i>, das ist ein Urteil und Stigma. Diese Verhältnisse sind <i>prekär</i>, das ist wahrscheinlich eine Notwendigkeit, gut so, auch nicht zu ändern.</p>
<p>&#8220;<i>Prekär</i>&#8220;, das klingt nach Vorwurf und nach &#8216;<i>bittschön ned übertreiben</i>, <i>ned aufregen&#8217;</i>.</p>
<p>Prekär, das ist ein Modewort. Ein Begriff, mit dem sich Intellektuelle aufbuddeln und wichtig machen. Prekär, das ist so eine neue Idee, erstens geklaut und zweitens nur für die Apparatschiks da, um wieder dagegen zu sein und in der &#8220;sozialen Hängematte&#8221; verbleiben zu können.</p>
<p><b>«</b><b>prekär</b><b>», das ist nicht gleich «</b><b>précaire</b><b>»</b><br />
In Österreich ist dem Eigenschaftswort «<i>prekär</i>» die inhärente Dimension der gesellschaftlichen Hintergründe und Folgen amputiert worden, die im Französischen «<i>précaire</i>» mitschwingt. Bei uns gilt weiterhin, was 2003 in den Anmerkungen zur Übersetzung von <a href="http://www.misik.at/die-grossen-interviews/was-ist-der-neue-geist-des-kapitalismus-frau-chiapello.php" target="_blank" class="broken_link"><b>Der neue Geist des Kapitalismus</b></a> steht:</p>
<blockquote><p>Der französische Begriff <i>emploi précaire</i> und seine Derivate <i>précarité </i>und vor allem <i>précarisation </i>verweisen genauso wie der deutsche Begriff <i>geringfügige Beschäftigung</i> auf die arbeitsmarktpolitischen Konsequenzen unternehmerischer Flexibilisierung. Während die französischen Termini jedoch die Unsicherheit und Ungewissheit der Arbeits- und Lebensverhältnisse in den Mittelpunkt stellen, blendet der deutsche Ausdruck die sozialen Konsequenzen aus. Insofern könnte es durchaus sein, dass sich ein Begriff wie der der <i>Prekarisierung</i>, der hier weitestgehenst vermieden wurde, aufgrund seines größeren Bedeutungsspektrums und seiner Prägnanz im Deutschen einbürgert.</p></blockquote>
<div align="center">&#8212;</div>
<h3><b><a target="_blank" href="http://santaprecaria.wordpress.com/"><font color="blue">29.2.: Aktionsstag zur Prekarisierung</font></a></h3>
<p></b><br />
Am 29. Februar 2008 nächster Anlauf um klarzustellen,<br />
<i><u>wir leben und arbeiten nicht in prekären Verhältnissen sondern in aktiv und gezielt prekarisierten Verhältnissen!</u></i></p>
<div align="center">&#8212;</div>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_143" class="footnote">u.a. auch, weil ich eine <a target="_blank" href="http://www.rigardi.org/?p=119" class="broken_link">Debatte angefangen hab</a> und nicht weiterführen kann. Ich wollt&#8217; sie zwar nicht anzetteln, hab weitere Ausführungen allerdings noch vollmundig angekündigt. Sorry, ich hab&#8217;s nicht vergessen.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>OOD Private Equity Ltd.: ?????</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jan 2008 00:16:29 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das ist nicht schlecht. Also hier folgt gleich eine bemerkenswerte Passage, die ich mir zu zitieren nicht verkneifen kann. Zuerst aber noch der Kontext: Im niederösterreichischen Industrieviertel hat ein Maschinenhersteller Konkurs anmelden müssen. Eine Firma &#8216;Battenfeld in Kottingbrunn&#8216; steht mit &#8216;20 bis 30 Mio. Euro&#8216;, die MitarbeiterInnen hatten im Dezember schon keinen Lohn bekommen. Jetzt [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist nicht schlecht. Also hier folgt gleich eine bemerkenswerte Passage, die ich mir zu zitieren nicht verkneifen kann. Zuerst aber noch der Kontext:<br />
Im niederösterreichischen Industrieviertel hat ein Maschinenhersteller Konkurs anmelden müssen. Eine Firma &#8216;<a target="_blank" href="http://oe1.orf.at/inforadio/85327.html?filter=" class="broken_link"><em>Battenfeld in Kottingbrunn</em>&#8216; steht mit &#8216;<em>20 bis 30 Mio. Euro</em>&#8216;, <em>die MitarbeiterInnen hatten im Dezember schon keinen Lohn bekommen</em></a>.</p>
<p>Jetzt die Passage, die unabhängig von diesem konkreten Schicksal dieses Betriebes interessant und wohl bezeichnend ist. Aus einem Artikel von ORFon Niederösterreich (Hervorhebung von mir):</p>
<blockquote><p><em>Die Battenfeld-Geschäftsführung sei, so die NÖN, im Dezember von einem Münchner Notar überraschend informiert worden, dass der deutsche Eigentümer alle Geschäftsanteile an die britische <strong>OOD Private Equity Limited</strong> verkauft habe.<br />
Der neue Eigentümer habe sich noch nicht zur Zukunft geäußert, heißt es. Diese Firma gibt es <strong>überhaupt erst seit November</strong>. ORF Niederösterreich <strong>hat in Erfahrung bringen können, dass der Firmensitz in London ist</strong>. Außer der Firmenanschrift konnten <strong>keine weiteren Kontaktdaten</strong> ausfindig gemacht werden.</em>
</p></blockquote>
<p>(Quelle: <a target="_blank" href="http://noe.orf.at/stories/246905/">Artikel auf ORFon NÖ</a>)</p>
<p>Happy New Year im entfesselten <strike>Pseudo</strike>-Freien Markt!<br />
<span id="more-136"></span>Keine Angst, der neoliberale Umbau aller wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Struktur ist noch lange nicht beendet. Es gibt noch viel zu tun. Lasst uns unsere heimischen Propheten befragen. Wir sind säumig geworden, wie in allen monotheistischen Religionen folgt die eindeutige Strafe sofort. Der Freie Markt ist ein zorniger Gott. Lauschen wir wieder andächtiger unseren Priestern und Weisen: Bartenstein, Bernhard Felderer, MoltoSchüssi, Veit Sorger und Prinzhorn. Dann wird alles wieder gut.</p>
<p>Ach ja, &#8220;<a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Privates_Beteiligungskapital" class="broken_link"><em>Private Equity</em></a>&#8220;, auf Wikipedia kann bei Interesse jede(r) selbst &#8230;</p>
<div align="center">&#8212;</div>
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		<title>Einseitige Interessenspolitik</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2007/06/einseitige-interessenspolitik/</link>
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		<pubDate>Sun, 17 Jun 2007 22:49:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die hier gleich zitierte Auflistung spricht Bände! Gefunden hab&#8217; ich sie im Blog des &#8216;Besitzstandswahrers&#8217;. Die Liste erzählt die Geschichte eines ziemlichen Überhangs der Arbeitgeberseite in der Interessenspolitik. Und sie ist sicherlich noch um einige Punkte erweiterbar: Verlängerung der Lebensarbeitszeit auf 67 Jahre Verlängerung der Wochenarbeitszeit aller Orts auf z.T. über 40 Stunden Einschränkung des [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die hier gleich zitierte Auflistung spricht Bände!</strong><br />
Gefunden hab&#8217; ich sie im <a href="http://besitzstandswahrer.de/blog/eintrag/228-Haltet-den-Dieb!.html" class="broken_link">Blog des &#8216;Besitzstandswahrers&#8217;</a>.</p>
<p>Die Liste erzählt die Geschichte eines ziemlichen Überhangs der Arbeitgeberseite in der Interessenspolitik. Und sie ist sicherlich noch um einige Punkte erweiterbar:</p>
<blockquote>
<li><em>Verlängerung der Lebensarbeitszeit auf 67 Jahre</em></li>
<li><em>Verlängerung der Wochenarbeitszeit aller Orts auf z.T. über 40 Stunden</em></li>
<li><em>Einschränkung des Anspruches auf Arbeitslosengeld und Sozialhilfe</em></li>
<li><em>Zunahme der ArbeitnehmerInnen ohne Sozialversicherungspflicht</em></li>
<li><em>Kürzungen bei Wohngeld, sozialen Wohnungsbau sowie Eigenheimzulage</em></li>
<li><em>Einschränkungen beim Kündigungsschutz</em></li>
<li><em>Erhöhung der Mehrwertsteuer</em></li>
<li><em>Streichungen von Weihnachts- und Urlaubsgeld</em></li>
<li><em>Lohnsteigerungen unterhalb der Inflationsrate</em></li>
<li><em>Bekämpfung des Einflusses von Arbeitnehmervertretern</em></li>
<li><em>Privatisierung von Wasser-, Energieversorgern sowie Abfallentsorgern</em></li>
<li><em>Privatisierung von Krankenhäusern</em></li>
<li><em>Privatisierung der Bahn</em></li>
<li><em>Gebühren für Bildung</em></li>
<li><em>Privatisierung der Bildung</em></li>
<li><em>Privatisierung von Wohnungen und anderen Immobilien</em></li>
<li><em>Zahllose Private-Public-&#8221;Partnerships&#8221; mit Kosten/Risiken für den Staat und Gewinnen für die Privatwirtschaft</em></li>
<p><span id="more-47"></span><em>Dem Ganzen stellen wir gegenüber:<br />
</em></p>
<li><em>Unternehmens-Renditen deutlich über der Inflationsrate</em></li>
<li><em>Senkungen bei Unternehmenssteuern</em></li>
<li><em>Mögliche Absenkungen bei der Erbschaftssteuer</em></li>
<li><em>Steuerfreiheit von Veräußerungsgewinnen</em></li>
<li><em>Abgeltungssteuer (=Senkung der Steuer auf Einkünfte aus Kapitalvermögen)</em></li>
<li><em>Senkung des Spitzensteuersatzes</em></li>
<li><em>Senkungen der <a href="http://www.kellerabteil.org/2007/11/lohnnebenkosten-erklart/" target="_blank">Lohnnebenkosten</a></em></li>
<li><em>Subventionen für die Privatwirtschaft</em></li>
<li><em>Einführung einer privaten Rentenversicherung</em></li>
<li><em>Einführung einer privaten Krankenzusatzversicherung</em></li>
<li><em>Kein Interesse Steuerschlupflöcher zu stopfen</em></li>
<li><em>Kein Interesse weitergehende Steuerüberprüfung einzuführen</em></li>
<li><em>Erhöhung der Ausgaben für innere Sicherheit und Militär</em></li>
</blockquote>
<p>Interessant zu bemerken ist freilich, dass diese Auflistung fast beliebig und mit den allerwenigsten Einschränkungen auf alle möglichen Länder anwendbar ist.</p>
<p>Notwendig zu bemerken ist zudem, dass sie mehr eine Bestandsaufnahme für die aktuelle Phase des neoliberalen Umbaus darstellt, als dass wir davon ausgehen könnten, das wäre schon der Schlussstrich &#8230;</p>
<div style="text-align: center;">&#8212;</div>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Geld oder Leben</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2007/05/geld-oder-leben/</link>
		<comments>http://www.kellerabteil.org/2007/05/geld-oder-leben/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 May 2007 19:36:39 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wir treten für eine Demokratie ein, die es Menschen gestattet, den politischen Rahmen und ihr Umfeld zu gestalten und mitzubestimmen. Wir treten für eine menschliche, ökologische und soziale Wirtschaft ohne Konzerne und eine solidarische, freie, emanzipatorische Gesellschaft ein. Unsere Forderungen richten sich an keine herrschende Elite. Wir rufen zu einem öffentlichen Diskurs und zu einer [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Wir treten für eine Demokratie ein, die es Menschen gestattet, den politischen Rahmen und ihr Umfeld zu gestalten und mitzubestimmen. Wir treten für eine menschliche, ökologische und soziale Wirtschaft ohne Konzerne und eine solidarische, freie, emanzipatorische Gesellschaft ein.</p>
<p>Unsere Forderungen richten sich an keine herrschende Elite. Wir rufen zu einem öffentlichen Diskurs und zu einer neuen freien Bewegung auf. Mit dieser Aktion setzen wir ein Zeichen gegen das derzeitige System. Alle, die mit dem Bestehenden unzufrieden ist und die Hoffnung auf eine freie bessere Gesellschaft nicht aufgegeben hat, rufen wir auf, Widerstand zu leisten.</p>
<p>Geld oder Leben </p></blockquote>
<p style="text-align: center;"><a title="Der deutsche Reichstag in Berlin am 27.4.2007" href="/images/ddw.jpg"><img src="/images/ddw_klein.jpg" alt="" /></a></p>
<p>Links dazu <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/25/25246/1.html" target="_blank">hier</a>, <a href="http://geldoderleben.blogsport.de/" target="_blank" class="broken_link">hier</a> und <a href="http://de.indymedia.org/2007/04/174278.shtml" target="_blank" class="broken_link">hier</a> &#8230;</p>
<p style="text-align: center;">
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=eo0_3h7OBc8">www.youtube.com/watch?v=eo0_3h7OBc8</a></p>
</p>
<p align="left"><em>respekt</em></p>
<div style="text-align: center;">&#8212;</div>
<p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
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