Archiv für das 'Karl Öllinger'-tag

FPÖ und Neonazis haben sich heftig blamiert

Das Verhältnis war in etwa – so meine Schätzung, die der Medien kann ich so wie viele andere nicht nachvollziehen (siehe unten):

Polizei zu Summe der GegendemonstrantInnen zu Neonazi-Demo
1 zu ⅔ zu ½ ;-)

… und das bei der ganzen Mobilisierung diverser Neonazi-Seiten im Web und der ganzen FPÖ, die so stolz ist, der angeblich unabhängigen “Bürgerinitiative Dammgasse” die Homepage zu zahlen.

Link zum Album inkl. Bildtexten hier.

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Anschlag auf Generationen-Solidarität

Die Pensionserhöhungen sind ein Anschlag auf die Generationen – Solidarität!

Das sagt Thomas Kloiber vom Katholischen Familienverband. Und das Ö1 Inforadio macht damit eine Meldung auf. Und von der Aussage her ist es genau das, was sich manche andere Experten, Organisationen und Journalisten ebenfalls hinaus zu posaunen bemüßigt fühlen.

Nun gilt hier im Kellerabteil der Katholische Familienverband nicht gerade als Autorität. Der ist eher so auf dem Niveau von Silvia Fuhrmann von der Jungen ÖVP angesiedelt. Also minus 9 auf der achtteiligen Relevanzskala.

Ein wenig anders sieht es bei den Herrn und Frauen ExpertInnen, halt streichen wir das, bei den Herrn Experten aus. Wenn etwa ein Theodor Tomandl für den Mediengebrauch zur bildhaften Sprache greift ‘Man sägt hier am Generationvertrag1, oder wenn ein Sozialexperte Bernd Marin die Zahlungsunfähigkeit des österreichischen Staats als nicht mehr abwendbar ansieht, ‘Die Regierung mache dauerhafte Zusagen, die gar nicht bezahlt werden können.‘, nun, dann handelt es sich nicht um das Silvia Fuhrmann – Relevanzniveau sondern um tatsächlich wichtige “Meinungsmacher” und um so genannte “Multiplikatoren“.

Der tatsächliche Anschlag auf die Solidarität
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  1. Die identische Formulierung kommt auch vom Bund der Steuerzahler. Wer da von wem abgeschrieben hat weiß ich nicht. Vielleicht liegen diese Phrasen – eingeübt sind sie ja – schon derart auf der Hand, dass idente Formulierungen sich daraus erklären. Oder man beschäftigt die gleichen Pressetextschreiber? Egal. []

Ein neuer negativer Höhepunkt in dieser Welt, die sich Österreich nennt.

Einen schwachen Tag nachdem eine österreichische Spitzenpolitikerin, ihrerseits nichts weniger als Innenministerin, den Plan zu einer gewissen “A-Card” präsentiert. Das heißt, sich bitte eine A-Card für die Zuwanderer wünscht, für diese lästigen Unneddigen.

Einen Tag darauf hört man im Ö1-Morgenjournal, wie “Österreich” unschuldige Mütter, Kinder, Familien ausnützt, schikaniert, ihnen ihre Rechte vorenthält, sie gewaltsam in existenzgefährdende Gefahrenlagen drängt.
Dazu fällt einem nichts mehr ein. Das macht sprachlos, Kopfschütteln. Und dazu fällt einem viel ein. Ich möcht’ darüber reden, diskutieren, mich austauschen, und so geht es freilich vielen: Ein Grenze ist überschritten, Widerstand. No pasarán!

Jedenfalls findet diese Meldung ausnahmsweise einmal nur breite Empörung. DerStandard.at-Artikel wird seit dem frühen Vormittag minütlich und mit ziemlich einhelligem Tenor bepostet: “Zum Speiben. Zum Kotzen.” (Das ist mittlerweile schon herausragend angesichts der Regelmäßigkeit und zunehmenden Dichte brauner, rassistischer, chauvinistischer Postings.)

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