Archiv für das 'Klassenkampf'-tag

Buchankündigung: ‘Soziale Bewegungen und Social Media’

gerade auf der zukünftigen Buchwebsite veröffentlicht, beziehungsweise jetzt noch am “provisorischen Buchproduktionsprozessblog” (und hier copy&paste auch eingestellt), mein Projekt der letzten Monate …
… und auch noch der nächsten mindestens zwei:

Die Vorschau: Inhalt und Struktur des Buches

Das sticky post1 unseres Blogs vermeldet seit gut drei Monaten:

Sowohl für die knapp gehaltene Ankündigung als auch für das Provisorium dieses Blogs rückt die Zeit näher, dem Platz zu machen, was hier eigentlich angekündigt wird. Und bei dem, was hier angekündigt wird, handelt es sich um ein Buch, das anwendungsorientierte Handbuch “Soziale Bewegungen und Social Media” mit dem Untertitel “Handbuch für den Einsatz von Web 2.0“. ‘Buchankündigung: ‘Soziale Bewegungen und Social Media’’ weiterlesen

  1. sticky post: ein Blogartikel, der an der Stelle des aktuellsten Blogeintrags “klebt”, unabhängig von seinem Veröffentlichungsdatum und anderen Artikeln, die vielleicht aktuelleren Datums sind. []

ein trfflchr kommentar von rainer nowak?

Ja eh, das leben bietet viele überraschungen. Also warum nicht diese?

Der anlass, den “trefflichen kommentar” zu lesen, der mir des nachmittags allenthalben in der twitter-timeline nahe gelegt wurde, ausgehend von Walter Gröbchen und einige male retweeted, der anlass war letztlich ein facebook-eintrag von Michel Reimon. Der verweist auch auf den Nowakschen kommentar und wieder auf Walter Gröbchen als quelle , und weil des Michels referenz für mich ein qualitätsmerkmal ist, les ich jetzt halt wieder mal Nowak. Nein, wie der einleitung wohl zu entnehmen, mach ich das nicht oft und schon gar nicht in der erwartung einer gewinnbringenden lektüre.

touché. Ich bin kein DiePresse fanboy.
Eingestanden.

next:

Bildschirmfoto 2010-07-17 um 21.56.50

dh. eigentlich überspringe ich da zwischenschritte: ‘ein trfflchr kommentar von rainer nowak?’ weiterlesen

ÖffentlichkeitsBeArbeiter und Gruppenselbstbetrug

es ist weniger Journalisten versus Blogger
als vielmehr
virtuelle Realität versus Realverhältnisse.
like … Ökonomie des Massenmedialensystems z.B.

Kreuztabelle Öffentlichkeitsarbeiter

… aus der Serie 4Feldertafeln zum “Selbst Befüllen”

Arbeitgeber vs. Arbeitnehmer: “Lohn-Preis-Spirale”-Argumentation

Der Altweibersommer kündigt sich an. (Lieblingsjahreszeit!)
Seit ein paar Tagen wird der erste Sturm der Saison in Kreide auf den Tafeln der Wirtshäuser angeschrieben. (Noch gar keinen getrunken, eh noch zu wenig Gärung.)
Und die Herbstlohnrunden kündigen sich an. (Hab ich letztes Jahr genug dazu geschrieben. Siehe ganz unten. )

Der Kreislauf von Werden und Wachsen, Reifen und Sterben, alles wie gehabt, die ewige Wiederkehr im jahreszeitlichen Rhythmus.

Wie s Amen im Gebet auch: die Interessensvertreter der Arbeitgeberseite “mahnen” (das muss ich schon unter Anführungszeichen setzen) “maßvolle Lohnrunden” ein. Soll heißen,

geht’s Bitte, findet’s euch damit ab, ihr werdet’s nichts rausholen. Es steht euch nichts zu, seid froh mit dem was ihr bekommt und das ist gut so.

Eröffnet hat das jährliche Spiel hierzulande … eh klar … Industrielobbyist (und nebenbei Bundesminister) Bartenstein. Hey, it’s the tradition, stupid!

‘Arbeitgeber vs. Arbeitnehmer: “Lohn-Preis-Spirale”-Argumentation’ weiterlesen

Informations-Dienst zur Verbreitung unterbliebener Nachrichten

… ein Zeitdokument aus jenem Jahrzehnt, da der Begriff der Gegenöffentlichkeit Zeitgeist war:

erklärung des kollektivs
Informations-Dienst (ID)
zur Verbreitung unterbliebener Nachrichten
1

… und hier eine Abschrift des Textes dieser Erklärung des
kollektivs ID vom 14.10.1973:

‘Informations-Dienst zur Verbreitung unterbliebener Nachrichten’ weiterlesen

  1. aus: ID-Archiv im Internationalen Institut für Sozialgeschichte: Projekt Gedächtnis. ID-Artikel aus den Jahren ’73-’81; Amsterdam 1988 []

Maulkorberlass für MitarbeiterInnen-Blog?

Heute ist ein interessanter Beitrag auf einem kleinen unscheinbaren Blog online gegangen, ein – wie ich finde – hochinteressanter Beitrag. Ein kryptischer, sich nicht auf den ersten Blick erschließender Beitrag. Liest man etwas weiter und die vorangegangenen

Das Blog?
Jenes des Angestelltenbetriebsrats der Tchibo Manufacturing Austria GmbH.

Der Beitrag?
Hier ein Screenshot des Beitrags von heute, just in case. Und so und so möchte das schon allein vor dem Hintergrund archiviert werden, da es dieses Betriebsrats-Weblog nicht mehr lang geben wird. Aber dazu gleich mehr … (Klicken zum Vergrößern)

Der Beitrag ‘Sitz, platz, soo ist´s brav….‘ findet sich hier.

Was hat es damit nun auf sich? Warum finde ich den Eintrag ‘hochinteressant’?

‘Maulkorberlass für MitarbeiterInnen-Blog?’ weiterlesen

Seminar: Politik machen mit der “Unsicherheit”

wieder mal die Dokumentation eines Seminars. Die Verweise und Materialien sind in die ursprüngliche Seminarankündigung eingearbeitet:

27.-29. Februar 2008, Seminar-Park-Hotel Hirschwang

Politische Praxis in Österreich II
Die Produktion von sozialer Unsicherheit

Seminarankündigung
Mit dem Gefühl von Unsicherheit wird seit jeher Politik gemacht, mit der Verunsicherung, mit dem in Unsicherheit halten, mit dem Unterlassen von Absicherungen. Unsicherheit wird allerdings nicht nur nicht abgesichert, wo es durchaus möglich wäre, Unsicherheit wird auch gezielt produziert. Es geht uns also um die Produktion von sozialer Unsicherheit. Weil, soziale Unsicherheit ist nicht einfach gegeben. Auch hat es wenig Erklärungswert, wenn wir im Zusammenhang von sozialer Unsicherheit und Ungleichheit von göttlichen oder natürlichen Ordnungen sprechen.

Mit diversen Unsicherheiten lässt sich Politik machen:

  • mit der Unsicherheit, ob unsere Kinder gleiche Chancen in der Gesellschaft haben werden,
  • mit der Unsicherheit, ob wir bei Krankheit und Verletzung erstens auf leistbare gesundheitlich Versorgung bauen und zweitens den Ausfall unserer Arbeitskraft ökonomisch überleben können,
  • mit der Unsicherheit, ob die Lebens- und Genußmittel, mit denen wir uns ernähren, unserer Gesundheit schaden können

(IM SEMINAR kurz angesprochen: für die interessierten KollegInnen der Link zu einem berühmten Film über einen berühmt-berüchtigten Konzern: “Monsanto, mit Gift und Genen”; der Film “Tote Ernte – Der Krieg ums Saatgut”; ein Link zum Film “Arme Sau – Doku über Genfood”. Alle Filme online im WWW anschaubar!)

  • mit der Unsicherheit, ob wir nach Einbruch der Dunkelheit auf die Straße gehen können, ohne einen Übergriff zu riskieren,
  • mit der Unsicherheit, ob unsere Gewohnheiten und unser Verhalten nicht in großen Datenbanken gespeichert und die Daten dann teuer an Unternehmen verkauft werden, (Links ad Datenschutz)
  • mit der Unsicherheit, ob die Leistung, die wir im Beruf erbringen nicht anhand reduzierter und uneinsehbarer statistisch zusammengeführter Kennzahlen bewertet wird, die uns sogar den Job kosten können,

  • mit der Unsicherheit, ob unsere Kinder oder Enkel gar möglicherweise wieder in einen Krieg geschickt werden können
  • u.s.w. …

Unsicherheit – Absicherung | Verunsicherung – Versicherung

Wir sehen schon, erstens lässt sich die Geschichte unseres europäischen Sozialstaates als eine Geschichte der Absicherung gegen viele soziale Unsicherheiten lesen, zweitens, dass viele dieser Absicherung seit langer Zeit in der Demontage befindlich sind.

Wir denken an die Pensionsversicherung, die Sozialversicherungen, das Arbeitslosengeld, …

Drittens sehen wir, an zweieinhalb Seminartagen, also fünf Halbtagen, da lässt sich nur ein Ausschnitt der oben angerissenen Felder anreissen.

Hier das Programm für 5 Halbtage, entstanden in Zusammenarbeit mit Lukas Wurz, Stand Herbst 07:

  1. Die Produktion von sozialen Unsicherheiten: das Geschäft mit der Verunsicherungkurzer Streifzug durch die letzten 200 Jahre in Beispielen und vor dem Hintergrund des Gesamtthemas; Entwicklung Nationalstaat und Funktion des äußeren und inneren Feindes; Kapitalismus und die “soziale Frage”; die Nützlichkeit von Arbeitslosigkeit und die Zerstörung und Schaffung von Solidaritäten;(passend und sehr interessant dazu Wolfgang Kochs Kleine Wiener Stadtgeschichte, nachlesbar im WWW!)
  2. Vom Proletariat zum Prekariat: nützlich für Politik und Wirtschaft?Was heißt da “Prekariat”? Welche ideologischen Überlegungen stecken heute hinter der Produktion von Unsicherheit; Die Rolle der Politik, der Medien, der Interessensverbände; Wie viel Unsicherheit ist gerade richtig für einen perfekt geschmierten Kapitalismus;(Texte und Materialien dazu hier …)
  3. Die Aushöhlung sozialer Sicherheitssysteme: Privatisierung der VorsorgePensions-, Kranken-, Unfall-, Lebens-, …-versicherungen; Wie wir aus den staatlichen Absicherungssystemen und in die Arme der privaten Versicherungen getrieben werden; Der Umbau der staatlichen Sicherungssysteme;
  4. Die Aushöhlung von Solidarität: Shareholder-Value vs. ArbeitnehmerinteressenDie absurden Interessenkonflikte durch Mitarbeiterbeteiligungen; Der Mythos der Lohnnebenkosten und die Besteuerung des Faktors Arbeit; Der Mythos des Standortwettbewerbs; Was bedeuten Privatisierung und Liberalisierung für die Finanzwirtschaft und was für Beschäftigte und Kunden;
  5. Datenschutz: War on Terror, der gläserne Bürger und transparente KonsumentWas heißt Innere Sicherheit?; Was hat es mit der “Festung Europa” auf sich?; Wieso lassen wir uns soviel gefallen, obwohl niemand die Begründung “War on Terror” glaubt; Wozu dient der “Agent Provocateur”; Welche ökonomischen Interessen stecken hinter dem gläsernen Bürger (RFID);Link zum “Film” PANOPTI.COM und ein Radiofeature zum Thema RFID:

Lukas’ Literaturliste

Prekarisierung – atypische Beschäftigung – Produktion von Unsicherheit

Historischer Teil

Eric Hobsbawm, Nationen und Nationalismus. Mythos und Realität seit 1780, FfM 2004.

Harald Hitz (Hg.), Johann Georg Grasel. Räuber ohne Grenzen, Horn 1999.

Margarete Grandner/Gerald Stourzh, Historische Wurzeln der Sozialpartnerschaft, in: Wiener Beiträge zur Geschichte der Neuzeit Band 12/13, Wien 1986.

Markus Cerman/Sheilagh C. Ogilvie (Hg.), Protoindustriealisierung in Europa. Industrielle Produktion vor dem Fabrikszeitalter, Wien 1994.

Wolfgang Häusler, Von der Massenarmut zur Arbeiterbewegung. Demokratie und soziale Frage in der Wiener Revolution von 1848, Wien 1979.

Karl Vocelka, Geschichte Österreichs. Kultur – Geschichte – Politik, München 2004.

E. Talos/W. Neugebauer (Hg.), „Austrofaschismus“. Beiträge über Politik, Ökonomie und Kultur 1934 -1938, Wien 2005. (ein weiter Link)

Götz Aly, Hitlers Volksstaat. Raub, Rassenkrieg und nationaler Sozialismus, Hamburg 2005.

Botz/Oxaal/Pollak/Scholz, Eine zerstörte Kultur. Jüdisches Leben und Antisemitismus in Wien seit dem 19. Jahrhundert, Wien 2004.

Produktion von Sicherheit/Unsicherheit heute – Prekarisierung in der Gegenwart

Anette Treibel, Migration in modernen Gesellschaften. Soziale Folgen von Einwanderung, Gastarbeit und Flucht, München 1999.

Pierre Bordieu, Die verborgenen Mechanismen der Macht, Hamburg 1992.

Ronald Barazon, Kampf dem Kapitalismus, Salzburg 2006.

Bernd Senf, Die blinden Flecken der Ökonomie. Wirtschaftstheorien in der Krise, München 2001.

Komlosy/Parnreither/Stacher/Zimmermann (Hg.), Ungeregelt und unterbezahlt. Der informelle Sektor in der Weltwirtschaft, FfM 1997.

Blätter für deutsche und internationale Politik (Hg.), Der Sound des Sachzwangs. Der Globalisierungs-Reader, Bonn 2006.

Kathrin Röggla, wir schlafen nicht, FfM 2004.

Wilfried Glißmann/Klaus Peters, Mehr Druck durch Freiheit. Die neue Autonomie in der Arbeit und ihre paradoxen Folgen, Hamburg 2001.

Armutskonferenz/ATTAC/Beigewum, Was Reichtümer vermögen. Gewinner und VerliererInnen in europäischen Wohlfahrtsstaaten, Wien 2004.

Beigewum, Mythen der Ökonomie, Hamburg 2005.

Lohoff/Trenkle/Wölflingseder/Lewed, Dead Men Working, Gebrauchsanweisung zur Arbeits- und Sozialkritik in Zeiten des kapitalistischen Amoklaufs, Münster 2004.

Wiederaufführung eines vergessenen Klassikers


Das kann mensch sich hier basteln, bei notcelebrity.co.uk

established some hundred years ago, blocked out through the last two decades, on the verge of becoming hip again. In a theatre near you? :-)
NOT IN YOUR CINEMAS, BUT EVERYWHERE ELSE.

ich weiß schon, das findet aber auch niemand irgendwie lustig außer mir, mais oui :lol: , what shall’s.1

Die Seite Das Service von ‘notcelebrity.co.uk‘ übrigens gefunden via siniweiler! Don’t forget to pump up the volume, btw!

Draufgabe
Dazu noch ein Zitat, weil s so schön passt zu Bier, Feuerwerk und der Wiederaufführung eines vergessenen Klassikers.
Vom Baudrillard Jean (nicht dass der ein vergessener Klassiker wäre, aber das Zitat, das passt zur Wiederaufführung):

Einst war die Stadt vorrangig der Ort der Produktion und Realisation von Ware, der Ort industrieller Konzentration und Ausbeutung. Heute ist sie vorrangig der Ort der Exekution des Zeichens als eines Urteils über Leben und Tod.
Wir leben nicht mehr in einer von roten Gürteln aus Fabriken und an der Peripherie gelegenen Arbeitersiedlungen umgebenen Stadt. In jene Stadt schrieb sich noch … die historische Dimension des Klassenkampfes ein. Heute ist zwar die Fabrik als Modell der Vergesellschaftung durch das Kapital nicht verschwunden, aber in der allgemeinen Strategie tritt sie ihren Platz ab an die gesamte Stadt als Raum des Codes. Die Matrix des Urbanen ist nicht mehr die der Realisierung einer Kraft (der Arbeitskraft), sondern die der Realisierung einer Differenz (der Operation des Zeichens).

Jean Baudrillard (1978): Kool Killer oder Der Aufstand der Zeichen

well

à votre santé

cause when we pretend that we’re dead ;-)
(L7)

  1. this post is dedicated to mr. rokkermur. in style and content. []

Misik ziemlich gerade heraus

Der Mann scheint sauer zu sein. Aber zugegeben, folgt mensch seinem Argumentationsstrang dann ist das auch verdammt verständlich. Also, no offense!
Hier ein Exempel:

Pointiert gesagt:
Es gibt Gewerkschafter in diesem Land, die dafür streiken, dass die neue Unterklasse in ihrem Unterklassendasein festgehalten wird. Könnte es sein, dass die Herrschaften den Gewerkschaftsgedanken ein wenig falsch verstanden haben?

Zuletzt ist mir Misik eigentlich nur mehr mit Eigen-PR aufgefallen und hat bei mir damit jedes potentielle Interesse an seinem neuen Buch im Keim erstickt.
Dass ihn das Buch zuletzt voll und ganz in Anspruch genommen hat, klar, die Promotiontermine im Zuge einer Buchveröffentlichung werden’s in sich haben. Auch diesbezüglich, no offense.

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GPA-djp setzt immer häufiger Trackbacks

Was sagt mensch denn zu dieser Schlagzeile, mmh?

Hier der Artikel dazu. Eine interessante und spannende APA-Meldung aus dem Jahre 2010. Genauer: vom 12. September 2010. ;-)

Der Titel des Artikels, wie er von einigen Medien übernommen wurde, lautet:

GPA-djp setzt immer häufiger Trackbacks.
Utl.: Betriebsratskörperschaften und Gewerkschaften mit Öffentlichkeitsarbeit und Arbeitnehmerberatung über Blogs immer erfolgreicher

(Drei Jahre zuvor, im Herbst 2007 war das noch eine Vision von ein paar wenigen komischen Vögeln. But hey, the times, they are changin.1 Also, der Artikel:)
‘GPA-djp setzt immer häufiger Trackbacks’ weiterlesen

  1. wie der Zimmermann Robbie schon sang. Siehe hier auf youtube. Damals Krieg, heute Krieg. Ein Unterschied vl., dass Protest damals cool, hip und substantiell. Heute uncool, peinlich und integriert. []

Gewerkschaft erkämpft ein Debakel?

Ver.di erkämpft ein Debakel und geht mit festem Schritt auf die Selbstabschaffung zu

.. heißt es wenig erfreulich im Untertitel eines Kommentars zum Ausgang des großen ‘Deutsche Telekom-Streiks‘.

Der hat übrigens 6 Wochen gedauert und – korrigiert mich bitte, wenn ich da falsch liege – in österreichischen Medien ein Echo gegen Null gefunden.

Zurück zum Kommentar auf Telepolis, weiter heißt es da u.a.:

Nun ist es natürlich töricht, Herrn Schröder (Anmerk.: Verhandlungsführer seitens der Gewerkschaft) allein für dieses Debakel verantwortlich zu machen, denn jenseits aller persönlichen Motivationen handelt es sich hier um ein strukturelles Problem. Es hat damit zu tun, dass ver.di in der Tradition der Sozialpartnerschaft verwurzelt ist, jenem Nachkriegskonstrukt, das den abhängig Beschäftigten vorgaukeln sollte, sie würden als gleichberechtigte Partner in einem Bündnis zur Beförderung des allgemeinen Wohlstands gesehen.

Wiederaufführung des Stücks bald auch in Österreich?
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Einseitige Interessenspolitik

Die hier gleich zitierte Auflistung spricht Bände!
Gefunden hab’ ich sie im Blog des ‘Besitzstandswahrers’.

Die Liste erzählt die Geschichte eines ziemlichen Überhangs der Arbeitgeberseite in der Interessenspolitik. Und sie ist sicherlich noch um einige Punkte erweiterbar:

  • Verlängerung der Lebensarbeitszeit auf 67 Jahre
  • Verlängerung der Wochenarbeitszeit aller Orts auf z.T. über 40 Stunden
  • Einschränkung des Anspruches auf Arbeitslosengeld und Sozialhilfe
  • Zunahme der ArbeitnehmerInnen ohne Sozialversicherungspflicht
  • Kürzungen bei Wohngeld, sozialen Wohnungsbau sowie Eigenheimzulage
  • Einschränkungen beim Kündigungsschutz
  • Erhöhung der Mehrwertsteuer
  • Streichungen von Weihnachts- und Urlaubsgeld
  • Lohnsteigerungen unterhalb der Inflationsrate
  • Bekämpfung des Einflusses von Arbeitnehmervertretern
  • Privatisierung von Wasser-, Energieversorgern sowie Abfallentsorgern
  • Privatisierung von Krankenhäusern
  • Privatisierung der Bahn
  • Gebühren für Bildung
  • Privatisierung der Bildung
  • Privatisierung von Wohnungen und anderen Immobilien
  • Zahllose Private-Public-”Partnerships” mit Kosten/Risiken für den Staat und Gewinnen für die Privatwirtschaft
  • ‘Einseitige Interessenspolitik’ weiterlesen




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