Archiv für das 'Massenmedien'-tag

Gegenüberstellung #unsereuni – Gio Hahn

Nun, nicht dass das jetzt noch allzu relevant erscheint, aber die Forderungen und Wünsche der BesetzerInnen des Audimax und das Programm von ‘lame duck‘ Wissenschaftsminister Hahn scheinen mir nicht unüberbrückbar weit auseinander zu liegen.

Ein Vergleich der Programme
Hier zuerst der Forderungskatalog der BesetzerInnen von #unsereuni, wie er am Freitag, dem 30. November 2009 mit diesem Stand der Forderungen zuletzt beschlossen wurde; basisdemokratisch durch das Plenum des Audimax:

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SoZi 23|09: Legitimation betrifft nicht die Massen, sondern die Kader

… gestern Nacht beim Lesen von Immanuel Wallersteins berühmter Studie über diese Passage gestolpert. Sie zeigt knapp und präzis einen entscheidendes Kriterium von Macht und Legitimität an, das sich wohl auch bei Max Weber nirgends so konzis dargestellt findet.

Der erste relevante und banal erscheinende Schritt ist, Legitimität als immer partielle Legitimität zu begreifen:

Politische Organismen sind immer stabiler, sofern sie wenigstens partielle Legitimität erreichen. In den Analysen über den Prozeß der Legitimation wird das Problem oft eher verdunkelt, weil der Blick fast ausschließlich auf das Verhältnis von Regierungen zu der Masse der Bevölkerung gerichtet wird.

Die daran anschließenden Sätze sind typische Beispiele Wallerstein’scher Nüchternheit. Sie erscheinen sarkastisch, wie von (schwarzem?) Humor getragen und sind doch eher nur nüchterne, von euphemistischen Anflügen freie Darstellung1:

Es ist fraglich, ob in der Geschichte der Menschheit sehr viele Regierungen von der Mehrheit derer, die von ihren Regierungen ausgebeutet, unterdrückt und mißhandelt wurden, für »legitim« gehalten wurden. Die Massen mögen sich ihrem Schicksal überlassen oder trotzig widerspenstig sein, sich über ihr zeitweiliges Wohlergehen wundern oder sich aktiv auflehnen. Regierungen aber werden in der Regel ertragen, weder geschätzt noch bewundert, noch geliebt, noch nicht einmal unterstützt.

Es folgt die analytische Differenz: ‘SoZi 23|09: Legitimation betrifft nicht die Massen, sondern die Kader’ weiterlesen

  1. ich muss bei solchen Passagen trotzdem grinsen … []

Gewalt

Gewaltmonopol(e)
Gewalt im öffentliche Raum, im privaten Raum, Gewalt im symbolischen Raum …
Massenmediale Gewalt, kulturelle Gewalt, …

Kreuztabelle Weltsicht

… aus der Serie 4Feldertafeln zum “Selbst Befüllen”

Change, Social Change and Velocity

Noch ein Blick auf die ‘zerstreute, auf die strukturell “fascistische” Gesellschaft‘ …

… aus der bekannten ‘what does it mean‘-Reihe ein Video u.a. zur Geschichte der Bündelung durch Terminals. Geschichte der terminalistischen Bündelung?

Evoziert das Video bei euch auch sofort den Gedanken, dass unser Bildungssystem ebenso wie das Verständnis von Bildung abgrundtief antiquiert, va. aber hilflos ist; ergo quasi zwangsläufig hilflose Menschenen masse programmiert?

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SoZi 13|09: Das Leben der Bilder

Zum abschluss der woche 13 hätte ein kurzes, einigermaßen berühmtes und auf fetzig machendes zitat gepasst, va. weil thematisch die letzten einträgen hier im kellerabteil2.o ideal rahmend; die beiträge:
zum ‘degoutanten Poseur Fleischhacker‘ und seiner unästhetischen, auf ästhetiken aufsetzenden peinlichkeit einerseits,
sowie zu den Fotos von der Demo der ansonsten in der Öffentlichkeit der Stadt kaum repräsentierten Organisationen, Gruppen und Menschen andererseits.

Allerdings hab’ ich das zitat von Baudrillard, das mir da vorschwebt, schon vor 1½ jahren im kellerabteil abgelegt. Den eintrag hab’ ich anlässlich dessen gerade wiedergefunden. Und siehe, er passt auf heute sogar noch besser als auf damals. Handelt er doch – fast prophetisch – von der:
Wiederaufführung eines Klassikers. ;-)

Damit nun aber zum aktuellen SoZi der Woche 13:
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Ein feiner Offener Brief …

… und eine schonungslose, gute Analyse von den Betreibern des “Österreich-Blogs” an die Redaktion des Schundheftels (vulgo Möchtegern-Zeitung) namens “Österreich”.

Hier geht s zu diesem Offenen Brief: Mail an die Redaktion.

.. außerdem ein erfrischendes Beispiel dafür, wie Medien – hier der Österreich-Blog – doch ein bißchen etwas von der viel beschworenen “Kontrollfunktion der Massenmedien in der Demokratie1 wahrnehmen können. Diese Kontrollfunktion wird schließlich seit Jahr und Tag in den Kommunikationswissenschaften, in politischer Bildung und aus den Redaktionsstuben selbst postuliert.

Wie viel’s damit auf sich hat? *skeptisches Stirnrunzeln*

Aber halt! Was tu ich?
Als wär der Österreich-Blog ein Massenmedium und als hätt’ Das Massenmedium im Sinn demokratischer Kontrolle PolitikerInnen, Unternehmen oder dem Militär auf die Finger geklopft. Nope, nichts dergleichen.
Das Massenmedium wird kritisch “kontrolliert”! Und so soll s auch sein, so muss es auch sein, angesichts … #§%grmpfl&#! … .

Das Medium des Weblogs für angewandte Medienkritikkontrolle zu verwenden, das ist hierzulandeorts immerhin schon eine sich durchsetzende Qualität (siehe z.B. auch den Krone-Blog oder – leider ohne rss-feed – die Seite Gegensatz).

Schlußwort:
Danke Fishbine & Johnson
keep up the good work!

  1. Das ist übrigens ein lustiges Spiel: man/frau gebe mal “medien” und “kontrollfunktion” in google ein .. []



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