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	<title>kellerabteil 2.0 &#187; Michael Csoklich</title>
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	<description>notizen gegen die unaufhaltbarkeit des bewusstseinsstroms</description>
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		<title>Es gilt das Verursacherprinzip, stupid!</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Mar 2009 21:55:20 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[that&#8217;s why: Wir zahlen nicht für eure Krise! Denn warum sollte hier nicht auch das Verursacherprinzip gelten?1 Und während die Massenmedien halbtäglich die Aussendungen eines Vereins mit gerade mal 3.500 Mitgliedern in den scheinbar öffentlichen Raum verbreiten, gehen Zehntausend aus verschiedenen, gesellschaftspolitisch wichtigeren Vereinen in den öffentlichen Raum demonstrieren. Freilich, wenn Vereine wie attac und [...]
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<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2009/05/wir-verzichten-nicht-demonstration/' rel='bookmark' title='&#8216;Wir verzichten nicht!&#8217;-Demonstration'>&#8216;Wir verzichten nicht!&#8217;-Demonstration</a></li>
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<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2009/03/sollte-nicht-eigentlich-das-verursacherprinzip-gelten/' rel='bookmark' title='sollte nicht eigentlich das Verursacherprinzip gelten?'>sollte nicht eigentlich das Verursacherprinzip gelten?</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>that&#8217;s why:  <strong><em>Wir zahlen nicht für eure Krise</em></strong>!<br />
Denn <a href="http://www.kellerabteil.org/2009/03/sollte-nicht-eigentlich-das-verursacherprinzip-gelten/" target="_blank">warum sollte hier nicht auch das Verursacherprinzip gelten</a>?<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/03/es_gilt_das_verursacherprinzip_stupid/#footnote_0_596" id="identifier_0_596" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="klar, &amp;#8216;wir&amp;#8217; m&uuml;ssen die Krise so oder so zahlen und &amp;#8216;wir&amp;#8217; werden noch eine gute Zeit des &amp;#8216;Lebens in und mit der Depression&amp;#8216; brauchen &amp;#8211; inklusive der Sozialisierung der Verluste und Risiken -, bis &amp;#8216;wir&amp;#8217;, dh. nennenswerte Segmente der Gesellschaft ernsthaft zu wehren beginnen. I know, I know.">1</a></sup></p>
<p>Und während die Massenmedien halbtäglich die <a href="http://news.google.at/news?q=industriellenvereinigung&amp;oe=utf-8&amp;rls=org.mozilla:de:official&amp;client=firefox-a&amp;um=1&amp;ie=UTF-8&amp;sa=N&amp;hl=de&amp;tab=wn" target="_blank">Aussendungen eines Vereins mit gerade mal 3.500 Mitgliedern in den scheinbar öffentlichen Raum verbreiten</a>, gehen Zehntausend aus verschiedenen, gesellschaftspolitisch wichtigeren Vereinen in den öffentlichen Raum demonstrieren.<br />
Freilich, wenn Vereine wie <em><a href="http://www.attac.at/" target="_blank" class="broken_link">attac</a></em> und <em><a href="http://www.greenpeace.at/" target="_blank" class="broken_link">greenpeace</a></em> und <em>global 2000</em> und <em>die grünen</em> und die <em>Gewerkschaften</em> <a href="http://www.28maerz.at/index.php?id=buendnis" target="_blank" class="broken_link"><strong>et cetera et cetera et cetera</strong></a> am <a href="http://www.28maerz.at/" target="_blank" class="broken_link"><strong>28. März</strong></a> zu einer Demo aufrufen, dann ist das den unabhängigen, den ausgewogenen, den privaten und den öffentlich-rechtlichen Massenmedien kaum eine bis keine Meldung wert.</p>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: right;">[<a href="http://www.flickr.com/photos/kellerabteil/sets/72157616041039958/" target="_blank">fotoalbum auf flickr</a>]</p>
<p>Klar, die 3.500 Mitglieder der Industriellenvereinigung haben &#8211; wahrscheinlich jedes Mitglied für sich &#8211; mehr Kapital zur freien Verfügung als alle an der Demo beteiligten Vereine und deren Mitglieder zusammen.</p>
<p><span id="more-596"></span>Umgekehrt, da das Thema ja Krise ist &#8211; <em>Finanzkrise, Bankenkrise, Wirtschaftskrise, Krise im Allgemeinen, Krise des Kapitalismus</em> -, sollte da nicht wenigstens die Kompetenz doch etwas zählen, wenn es darum geht, ob die unabhängig sich nennenden Nachrichtenredaktionen der Massenmedien:<br />
von den Aussendungen der IV <em>schon</em>,<br />
von der Demo der Betroffenen aber <em>nicht</em> berichten?</p>
<p><strong>Wer hat jetzt recht gehabt?</strong><br />
Legen wir die Messlatte &#8220;Kompetenz&#8221; an, dh. volkswirtschaftliche Kompetenz, so liegt die Sache klar auf der Hand. Der Kurs der IV hat dieses Land, so wie der analoge Kurs anderswo andere Länder, in die Krise geführt. <em>Dank an der Stelle der Regierung Schüssel-Bartenstein-KHG für das vollständige Umsetzen des Regierungsprogramms, wie die Industriellenvereinigung es 1999 vorgelegt hat. Das hat die IV nicht unberechtigter Weise immer weiter und immer mehr fordern lassen, da ihren Wünschen gar so förderlich beigegeben wurde.</em><sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/03/es_gilt_das_verursacherprinzip_stupid/#footnote_1_596" id="identifier_1_596" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="&amp;#8230; und vielleicht hat das ja auch die Massenmedien dazu bewogen, schlie&szlig;lich jeden Mapf der IV auf allen Kan&auml;len zu bringen und die Proponenten der IV zu jedem Thema ins Studio und vor das Mikrofon zu laden? Can you hear me, &Ouml;1? Vielleicht steht Michael Csoklich gar nicht im Sold der IV oder ist in Bernhard Felderer und jeden K&auml;rntner Bonzen mit Namen Veit verliebt sondern glaubt nur ehrlich, wer mit nur 3.500 Vereinsmitgliedern die Politik &Ouml;sterreichs so nachhaltig bestimmen darf, der muss einfach &amp;#8230; &auml;hem &amp;#8230; gut sein?">2</a></sup><br />
Umgekehrt haben sich die Kernaussagen von Greenpeace, von Global 2000, von attac doch mittlerweile allgemein als im Grunde richtig erwiesen und sind durch die laufenden Entwicklungen auch belegt.</p>
<p>Sollte ein rational denkender Mensch da nicht endlich schlussfolgern, dass die IV in die Wüste geschickt und den Volkswirtschaftler der NGO&#8217;s das Mikro in die Hand gedrückt gehört? <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p><strong>Update</strong><br />
&#8230; hier gibt es einige weitere Fotos (klick):</p>
<p><a href="http://rsy.akis.at/gallerie_krise/index.php" target="_blank" class="broken_link"><img class="aligncenter" style="width: 500px; height: 165px;" title="Attac Demo" src="/images/wir zahlen nicht fuer eure krise.jpg" alt="" width="500" height="165" /></a></p>
<p>&#8230; und zwei wunderbare flickr-Alben mit tollen Bilder gibt es zu dem via <strong><a href="http://belvederegasse.wordpress.com/2009/03/29/wir-bezahlen-nicht-fur-eure-krise/" target="_blank"><strong>Belvederegasse-Blog</strong></a></strong> und <strong><a href="http://bildungsabteilung.wordpress.com/2009/03/29/demo-wir-zahlen-nicht-fur-die-krise-des-neoliberalismus/" target="_blank"><strong>Bildungsblog der GPA-djp</strong></a></strong>!</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_596" class="footnote">klar, &#8216;wir&#8217; müssen die Krise so oder so zahlen und &#8216;wir&#8217; werden noch eine gute Zeit des &#8216;<strong>Lebens in und mit der Depression</strong>&#8216; brauchen &#8211; inklusive der Sozialisierung der Verluste und Risiken -, bis &#8216;wir&#8217;, dh. nennenswerte Segmente der Gesellschaft ernsthaft zu wehren beginnen. I know, I know.</li><li id="footnote_1_596" class="footnote">&#8230; und vielleicht hat das ja auch die Massenmedien dazu bewogen, schließlich jeden Mapf der IV auf allen Kanälen zu bringen und die Proponenten der IV zu jedem Thema ins Studio und vor das Mikrofon zu laden? Can you hear me, Ö1? Vielleicht steht Michael Csoklich gar nicht im Sold der IV oder ist in Bernhard Felderer und jeden Kärntner Bonzen mit Namen Veit verliebt sondern glaubt nur ehrlich, wer mit nur 3.500 Vereinsmitgliedern die Politik Österreichs so nachhaltig bestimmen darf, der muss einfach &#8230; ähem &#8230; gut sein?</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2009/05/wir-verzichten-nicht-demonstration/' rel='bookmark' title='&#8216;Wir verzichten nicht!&#8217;-Demonstration'>&#8216;Wir verzichten nicht!&#8217;-Demonstration</a></li>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Kopfschütteln über Michael Csoklich</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2008/01/kopfschutteln-uber-michael-csoklich/</link>
		<comments>http://www.kellerabteil.org/2008/01/kopfschutteln-uber-michael-csoklich/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Jan 2008 12:14:20 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Damn it Janet, dieser Ausfall und Ausrutscher des ORF Wirtschaftsjournalisten Michael Csoklich ist schon wieder eine Woche her. Aber gut, wenigstens kann mir kein Ringen um Tagesaktualität vorgeworfen werden. Ablegen und archivieren muss ich das jetzt dennoch hier im Kellerabteil, wenn auch knappest und ohne in der Breite und Tiefe auf darauf einzugehen. Aber der [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Damn it Janet</em>, dieser Ausfall und Ausrutscher des ORF Wirtschaftsjournalisten <a target="_blank" href="http://kundendienst.orf.at/unternehmen/menschen/personalia/csoklich.html">Michael Csoklich</a> ist schon wieder eine Woche her. Aber gut, wenigstens kann mir kein Ringen um Tagesaktualität vorgeworfen werden.<br />
Ablegen und archivieren muss ich das jetzt dennoch hier im Kellerabteil, wenn auch knappest und ohne in der Breite und Tiefe auf darauf einzugehen. Aber der Reihe nach, worum geht es.</p>
<p>Vor gut einer Woche wird in Oberösterreich ein geplanter Börsegang abgesagt. An die Börse gebracht werden sollte nach dem Willen der im Lande regierenden VP die landeseigene <a target="_blank" href="http://konzern.energieag.at/eagat/page/257501226587649392_266074234944190959~266262557448960808_266262557448960808,de.html" class="broken_link">Energie AG Oberösterreich</a>.<br />
Am 9.1., einen Monat vor dem anvisierten Termin für den Börsegang,<a target="_blank" href="http://ooe.orf.at/stories/248196/"> sagt Landeshauptmann Pühringer diesen Teilbörsegang ganz ab</a>.</p>
<p><span id="more-140"></span>Im darauffolgenden Ö1 Mittagsjournal des 10.1.: eine Tirade von Michael Csoklich, wie peinlich das nicht alles ist, wie populistisch, wie schlimm. Der Wirtschaftsredakteur bringt eine Tour de Force, in angenehmer ruhiger Radiostimme vorgetragen, mit einem leicht resignativ weinerlichem Ton, vernichtend und herablassend präpotent. Anklageschrift, Verteidigungsversuch und Verurteilung, alles in Einem und abgehandelt in 3 Minuten.</p>
<p><a target="_blank" href="http://oe1.orf.at/inforadio/85595.html?filter=0" class="broken_link"><span style="font-weight: bold">Kopfschütteln über Oberösterreich</span></a>,<br />
nennt der Leiter des Wirtschaftsressorts in der ORF-Radio-Information seinen Beitrag. Nun ja, selbst nachschauen, anhören (im Beitrag oben &#8216;AUDIO&#8217; anklicken), ein Bild machen.<br />
Übrigens, <em>Beitrag</em>? Nie und nimmer. Es handelt sich um keinen Beitrag, keinen Bericht, keine Information, keine der &#8220;objektive&#8221; journalistischen Textsorten. Ein Kommentar?<br />
Ich habe das ganze Mittagsjournal gleich aufgenommen, die Tirade des Wirtschaftsredakteurs wird als <em>Analyse </em>angekündigt. Genau.</p>
<p><strong>Die Analytik eines beleidigten <a target="_blank" href="http://www.edemokratie.ch/archives/329" class="broken_link">Ökonomisten</a></strong><br />
Titel suggeriert Eindeutigkeit, wertet ab, traut sich nicht den Adressaten der Kritik zu nennen, spricht das Urteil über ein ganzes Land. Klar, im Hintergrund dräut damit gleich die Warnung, die da <em>Standortwettbewerb </em>heißt.<br />
Blödes OÖ du, selbst schuld, du wolltest ja nicht hören. Der Csoklich hat&#8217;s dir gesagt. Einhelliges Kopfschütteln allerorts. Mhm.<br />
Wie?<br />
Alle möglichen Leute haben sich gefreut? ATTAC hat gejubelt? Das Unternehmen kann gut damit leben?</p>
<p>Der Schuldige wird im ersten Satz ausgemacht. <em>Abgeblasen </em>hat er. Ein schönes Verb, wenn mitschwingen soll: vergebene Chance und Weichei. Das ist  ganz klar, der Schuldige ist jetzt ein <em>begossener Pudel</em>. Begossene Pudel, das heißt ja <em>selbst-schuld</em>, selbst-eingebrockt und Bild eines Jammerlappens, die Schuld steht dem Pudel ins Gesicht, in den Körper eingeschrieben.<br />
Halt!, das hat nicht der Csoklich gesagt, der Bachmayer hat das gesagt. (Vl. in einem anderen Zusammenhang aber was soll&#8217;s.)<br />
Der Csoklich hat nur den Satz ein bißchen gegen die übliche Form umgebaut. Normalerweise hieße es im Qualitätsjournalismus des Ö1 Inforadio:</p>
<blockquote><p><em>Meinungsforscher Wolfgang Bachmayer analysiert, der Landeshauptmann steht in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit jetzt ein wenig wie ein begossener Pudel da.</em></p></blockquote>
<p>Csoklich bringt&#8217;s halt nur ein bißchen pointierter. Aber die Analyse kommt erst richtig in die Gänge. Das waren erst Titel und Einleitungssatz, die Basis, der Rahmen, die Stimmungseröffnung. Jetzt geht es los:</p>
<p><strong>Karpow vs. Kasparow auf oberösterreichisch!</strong></p>
<blockquote><p><em>Doch für Pühringer war es wohl der <strong>einzige Ausweg</strong> aus der Doppelmühle seines Kontrahenten Erich Haider (SPÖ). Dieser nämlich zog <strong>alle Register des Populismus</strong> und mit diesen gegen den geplanten Börsegang der Energie AG ins Feld.</em></p></blockquote>
<p>Gibt&#8217;s denn so was? Der arme Pühringer, der gefinkelte Haider, eine Doppelmühle und alle Register des Populismus. Mir scheint, da ist uns einiges entgangen in den oberösterreichischen Landen, das klingt ja <em>su-per-span-nend</em>!<br />
Karpow gegen Kasparow auf höchstem spielerischen und taktischen Niveau; samt der obligatorischen psychologischen Kriegsführung in so einem Monsterduell. Wobei mit Populismus &#8230;, gilt das?</p>
<p>Csoklich findet, das gilt nicht. Erich Haider <em>sammelte 91.000 Unterschriften</em> (er allein?) und wollte eine Volksbefragung. Darüber, dass das Volk befragt werden sollte, darüber hat Erich Haider (SPÖ) gar <em>gejubelt</em>, berichtet Csoklich. Gejubelt! Über eine Volksbefragung, die nach dem geplanten Börsegangtermin stattgefunden hätte. <em>Dieser #$§&#038;%##!</em>, bin ich versucht auszurufen. Jubelt über 91.000 Unterschriften und eine Volksbefragung.<br />
<em>Wie?</em><br />
Oh, das sind die Eigentümer der Energie AG, die Bevölkerung. Ach so. <em>Die</em> sollten befragt werden? <em>Schweinerei</em>.<br />
<em>Wie?</em><br />
Börsengänge von Volkseigentum schon des öfteren daneben gegangen? Wirtschaftlich nicht sinnvoll und riskant? <em>Populismus</em>!!</p>
<blockquote><p><em>Nicht zufällig bezeichnet die Presse Haider als Populist und Nervensäge.</em></p></blockquote>
<p>Na das sitzt. Die pseudounabhängige &#8216;Die Presse&#8217;. Eine Autorität, Herr Csoklich?</p>
<p><strong>Was bleibt, ist ein journalistisches Desaster</strong></p>
<ol>
<li>Der Redakteur nennt einen <em>Deal</em>, wo es gerade <em>keinen Deal</em> mehr gibt.</li>
<li>Er trauert dem Börsengang nach und gibt die Position &#8216;<em>Privatisierung gut, öffentliche Hand schlecht</em>&#8216; als einzig vernünftige Wahrheit aus. Nicht der Hauch von objektiver Unabhängigkeit, wie es dem öffentlich-rechtlichen an stünde.</li>
<li>Er ignoriert damit nicht nur andere Sichtweisen, wissenschaftliche Expertise, jede Menge widersprechende Evidenz sondern <em>last but not least</em> den demokratischen Entscheid und Willen des Eigentümers. Er stellt – um es auf den Punkt zu bringen – die neoliberale und ökonomistische Ideologie wieder mal über die Souveränität der BürgerInnen und über die Demokratie.</li>
<li>Er suggeriert, dass eine Bank – die <a target="_blank" href="http://ooe.kpoe.at/news/article.php/20060219180745129" class="broken_link">Raiffeisen Landesbank Oberösterreich</a> – Pühringer und die ÖVP einfach so mal<em> rettet</em>, weil der ja ungeschickter weise in ein Damengambit oder eine Doppelmühle geraten ist.<br />
Genau, weil Banken die <em>Großherzigkeit in Organisation</em> sind.</li>
<li>Er suggeriert damit gleichzeitig, dass der Verkauf von Anteilen an z.B. die Raiffeisen Landesbank Oberösterreich, was im übrigen von vielen Seiten genauso kritisiert und bekämpft wird, nichts mit einer Privatisierung zu tun hätte.<br />
Nämlich gar nichts. <em>Mhm</em>.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2008/01/kopfschutteln-uber-michael-csoklich/#footnote_0_140" id="identifier_0_140" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Es gibt da im &uuml;brigen auch keinen Zusammenhang what so ever zwischen Raiffeisen und der &amp;#8216;Die Presse&amp;#8217;, genauso wenig wie es einen zwischen dem Standard, der Presse und der Banken- und Finanzwelt allgemein gibt. Gar keinen. Genau, nicht den geringsten, Baron M&uuml;nchhausen.">1</a></sup></li>
<li>Er qualifiziert das ganze zu einem <em>&#8216;wirtschaftlichen Disaster</em>&#8216;. Ohne weitere Erklärung. Außer mensch nimmt die neoliberale Lehre als Indiz und folgert, Csoklich gehört dieser Kirche an, glaubt so innig, dass ihn auch nicht in die Lehre passende Evidenzen nicht stören, ist so in der Kirche eingebettet, dass seine Loyalitäten dort liegen müssen, noch vor seinem Auftrag als Redakteur des öffentlich-rechtlichen Inforadios.</li>
<li>Er behauptet, dass die operative Führung des Unternehmens Energie AG <em>sich überfahren fühlt</em>. Sich überfahren fühlt. (Sowieso eine seltsame Beurteilungskategorie. Ja was denn, wenn die zuvorderste strategische Führung, wenn die Eigentümer etwas vorgibt, dann ist die operative Führung dazu da, das um zu setzen. Seit wann ist das eine Kategorie, wie andere sich dabei fühlen? Wie fühlt sich die Belegschaft?)<br />
Die Unternehmensführung hat zwar vermeldet, sie habe damit kein Problem, aber Michael Csoklich weiß offensichtlich mehr. Oder er weiß es besser. Allerdings gibt er keine weiteren Informationen preis.<br />
Hat er mit Personen aus dem oberen Management Interviews geführt? Hat er&#8217;s in seinem Urin gespürt? Wer weiß es?</li>
<li>Csoklich weiß! Csoklich weiß:</li>
</ol>
<p><strong>there is no alternativ</strong><br />
<a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tina-Prinzip" class="broken_link">TINA</a>!, hatte schon Margarete Thatcher immer wiederholt.</p>
<blockquote><p><em>Denn ein Börsegang hätte das Unternehmen effizienter, schlanker und transparenter gemacht.</em></p></blockquote>
<p>Kann er in die Zukunft sehen? Ist er <em>der </em>ausgesuchte Kenner des Unternehmens Energie AG Oberösterreich schlechthin? Hatte er Insiderinformationen von der Börse?<br />
Oder hat er einfach nur diesen Satz nachgeplappert und variiert, diesen Satz, der seit den 80iger Jahren überall prominent verkauft wird und der weiter geplappert wird, weil er sich auszahlt, nicht weil er wahr wäre oder sich als wahr erwiesen hätte.</p>
<p>Da müsste Michael Csoklich nur seinen eigenen Sender hören und manchen der hervorragenden <em>Features </em>ein wenig folgen, um zu wissen, wie dümmlich die behauptete Evidenz ist, wie dümmlich und falsch das sprachlich-visualisierende Bild von der <em>Schlankheit </em>und der <em>Transparenz</em>.</p>
<p><em>Er</em> ist noch nicht fertig. Ich auch nicht.</p>
<p><strong>Der Schlusssatz</strong><br />
Ich übergehe, dass Csoklich doch noch Evidenzen aufzählt (das Wort hab ich noch einmal unterbringen müssen. Rekord, viermal in einem Beitrag <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> !). Das wäre noch mal eine eigene Debatte wert, diese Äpfel und Birnen <em>&#8220;Zermantsche</em>&#8220;.<br />
Der Schlusssatz:</p>
<blockquote><p><em>Und bezeichnend, dass es wieder die Politik ist, die an den Ängsten der Bevölkerung, mit denen sie Politik macht, einen erheblichen Anteil hat.</em></p></blockquote>
<p>Schlusssatz und Höhepunkt! Da steckt drinnen: <em>dumme manipulierbare Bevölkerung</em>. Da steckt drinnen: <em>die böse gefährliche Politik</em>, hier jetzt Karpow und Kasparow in einer Einheit vereint. Da steckt drinnen: <em>die Welt wäre eine bessere, wenn die Politik nicht wäre und alles nur Wirtschaft</em>.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2008/01/kopfschutteln-uber-michael-csoklich/#footnote_1_140" id="identifier_1_140" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Hallo &Ouml;konomismus, hallo Idiotie!! &amp;#8230; klassisch griechischer Wortsinn; der Idiot ist der, der nicht am politischen Leben teilnimmt.">2</a></sup><br />
Da steckt drinnen: <em>ich weiß es besser</em>, ich steh&#8217; über diesen Deppen und der Bevölkerung, der Politik, den Populisten. Vielleicht steckt da auch drinnen: <em>habt ihr gesehen wie ich das mache und alle Register hegemonialer Sprachregelung ziehe</em>?<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2008/01/kopfschutteln-uber-michael-csoklich/#footnote_2_140" id="identifier_2_140" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich habe wieder eine Auszeichnung verdient, einen von einer Bank gesponserten Preis. Ich wei&szlig;, was ich zu tun habe.">3</a></sup></p>
<p>Jedenfalls steckt da die Realität nicht drinnen: <em>die ständige absurde Angstmacherei der Wirtschaftseliten, der Populismus der Interessensvertreter der Industrie und des Finanzkapitals</em>.<br />
Das: <em>das könnte unseren Aufschwung gefährden</em>.<br />
Das: <em>das könnte Arbeitsplätze kosten</em>.<br />
Das: <em>das können wir uns nicht leisten</em>.<br />
&#8230; etc. &#8230;<br />
(Siehe u.a. die Liste ähnlicher Einträge unten.)<br />
Das steckt nicht drinnen. Das <em>ist </em>genau wieder diese Schiene.</p>
<p><strong>ORF Kundendienst</strong><br />
Tel: (01) 870 70-30<br />
(täglich von 8.00 bis 24.00 Uhr)</p>
<p>Email: <a target="_blank" href="mailto:kundendienst@orf.at">kundendienst@orf.at</a></p>
<p><em>just in case &#8230; </em></p>
<div align="center">&#8212;</div>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_140" class="footnote">Es gibt da im übrigen auch keinen Zusammenhang <em>what so ever</em> zwischen Raiffeisen und der &#8216;Die Presse&#8217;, genauso wenig wie es einen zwischen dem Standard, der Presse und der Banken- und Finanzwelt allgemein gibt. Gar keinen. Genau, nicht den geringsten, Baron Münchhausen.</li><li id="footnote_1_140" class="footnote">Hallo Ökonomismus, hallo <a target="_blank" href="http://wwwut.wordpress.com/plitik/">Idiotie</a>!! &#8230; klassisch griechischer Wortsinn; der Idiot ist der, der nicht am politischen Leben teilnimmt.</li><li id="footnote_2_140" class="footnote">Ich habe wieder eine Auszeichnung verdient, einen von einer <a target="_blank" href="http://wien.orf.at/stories/114801/">Bank gesponserten Preis</a>. Ich weiß, was ich zu tun habe.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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