Archiv für das 'ÖVP-Plakate'-tag

Der Staatsterror bin Ich.

Maria Fekter

Wer will mich?

Sein Name ist Willi.
Will sucht Sicherheit. Kann ihm bitte jemand helfen? (Wir können diese verängstigten Augen, den hilfesuchenden Blick nicht mehr aushalten. So traurig.)
Willi ist ganz harmlos, sauber und ruhig. Er leidet vielleicht hie und da unter Selbstüberschätzung, macht aber keine Probleme …

Wer kann ihm die Sicherheit geben, die er sucht und braucht?

Willi Molterer sucht Sicherheit

Aber ernsthaft, was soll das? Zuerst diese dümmlichen Plakate mit dümmlichsten Sprüchen auf rotem und blauen Hintergrund. Rot-blauer Hintergrund?
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Es reicht!

enough is enough. Ja, soweit gehen wir d’accord.
Nur dass ich den Spruch nicht aus PR-Planungsgründen pathetisch präsentiere. Nein, ich steh zu copy&paste. ;-)
Nur dass ich nicht versuche so zu tun, als ob mir der Satz gerade so eingefallen wäre. Quasi auf “authentisch” ins Mikro heulen, was vorab geplant der Wahlkampf-Slogan werden soll.

es reicht Schüssel

Nur das ich den Satz auch inhaltliche auf etwas anderes beziehe. Und dass es mir nicht jetzt erst reicht. Sondern schon geraume Zeit länger …

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Der Mensch ist die Ideologie für die Unmenschlichkeit.

Gerade wieder an diesen Plakaten vorbeigegangen1:

Österreich. Menschen. Stark. Blödsinn.

Der Text sagt das eine, das Bild das Gegenteil.

Den Menschen im Wort? Wohl eher:
um jeden Preis, es muss das Wort ‘Mensch’ in den Slogan!

Genau, und bei jeder Gelegenheit, in jedes Mikrophon, egal welcher Partei (oder auch der Kirche) zugehörig, trainiert haben wir s ja alle:
(salbungsvoller Ton) “wir müssen wieder mehr auf die Menschen schauen, und was die wollen“,
(vorwurfsvoller Ton) “Wir müssen Politik für die Menschen machen“,
(versuchen, ehrlich und ernsthaft zu klingen) “Weil wir hören nämlich auf die Menschen“,
(lachen unterdrücken) “Uns sind die Menschen wichtig
u.s.w.

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  1. Damit meine ich nicht einmal so sehr diese konkreten ÖVP-Plakate. Ich habe das Gefühl, dass diese Art von Plakaten – im Sinne von solche - Plakate in den letzten 2 Jahren laufend mehr oder weniger “neu” entworfen, ausgetauscht und recycled werden. Der gemeinsame Nenner quer durch – fast – alle Parteien ist, es muss irgendwie das Wort “Mensch” vorkommen. []

Werte des Wahren, Schönen und Guten

«Bildung durch Schulbildung» – Teil III
Dritter Teil der – geplanten – kleinen Serie über
die gesellschaftliche Funktion der Schulbildung für
die soziale Institution “Bildung” allgemein;
und über die österreichische Schulbildung im Speziellen.

Im zweiten Teil der Serie habe ich ein wenig aus Joseph Roth’s Radetzkymarsch zitiert. Mit ein paar weiteren Zitaten möchte ich noch aufwarten.
Wir erinnern uns, der Hauptmann Trotta hatte das k&k-Lesebuch1 für Schüler in die Hände bekommen, etwas darin geblättert und zu seiner Überraschung sich selbst darin wiedergefunden. Aber wie?
Der Zorn schüttelte ihn, wie der Sturm einen schwachen Strauch, heißt es bei Joseph Roth. Nachdem er das Lesestück seiner Frau gezeigt hatte, nahm er den Säbel vom Haken, schnallte den Gurt mit einem bösen und heftigen Ruck um den Leib und verließ mit wilden und langen Schritten das Haus. Er war auf dem Weg, sich mit seinem Schachpartner und Vertrauten im Kaffeehaus zu beraten.

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  1. Einen Eintrag zur Bildungsperiode der Lesebücher sollte es in dieser Serie auch irgendwann einmal geben. []



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