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	<title>kellerabteil 2.0 &#187; Privatisierung</title>
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	<description>notizen gegen die unaufhaltbarkeit des bewusstseinsstroms</description>
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		<title>ein trfflchr kommentar von rainer nowak?</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Jul 2010 21:24:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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Ähnliche Einträge:<ol>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2008/10/mythen-zum-wahlausgang-nrw08/' rel='bookmark' title='Mythen zum Wahlausgang NRW&#8217;08'>Mythen zum Wahlausgang NRW&#8217;08</a></li>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2010/06/genug-ist-schon-lang-ich-bin-dabei/' rel='bookmark' title='genug ist schon lang. ich bin dabei.'>genug ist schon lang. ich bin dabei.</a></li>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2010/11/buchankundigung-soziale-bewegungen-und-social-media/' rel='bookmark' title='Buchankündigung: &#8216;Soziale Bewegungen und Social Media&#8217;'>Buchankündigung: &#8216;Soziale Bewegungen und Social Media&#8217;</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja eh, das leben bietet viele überraschungen. Also warum nicht diese?</p>
<p>Der anlass, den <a href="http://twitter.com/Groebchen/status/18783878625" target="_blank" class="broken_link">&#8220;trefflichen kommentar&#8221;</a> zu lesen, der mir des nachmittags allenthalben in der twitter-timeline nahe gelegt wurde, ausgehend von Walter Gröbchen und einige male retweeted, der anlass war letztlich ein facebook-eintrag von <a href="http://reimon.net/" target="_blank" class="broken_link">Michel Reimon</a>. Der verweist auch auf den Nowakschen kommentar <em>–</em> und wieder auf Walter Gröbchen als quelle <em>–</em>, und weil des Michels referenz für mich ein qualitätsmerkmal ist, les ich jetzt halt wieder mal Nowak. Nein, wie der einleitung wohl zu entnehmen, mach ich das nicht oft und schon gar nicht in der erwartung einer gewinnbringenden lektüre.</p>
<p><em>touché</em>. Ich bin kein DiePresse fanboy.<br />
Eingestanden.</p>
<p>next: </p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter size-full wp-image-1360" style="margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" title="Bildschirmfoto 2010-07-17 um 21.56.50" src="http://www.kellerabteil.org/wp-content/dateien/Bildschirmfoto-2010-07-17-um-21.56.50.png" alt="Bildschirmfoto 2010-07-17 um 21.56.50" width="495" height="314" /></p>
<p>dh. eigentlich überspringe ich da zwischenschritte: <span id="more-1356"></span><br />
Die abfolge sieht mich zuerst den <a href="http://www.be24.at/blog/entry/643769" target="_blank" class="broken_link">trefflichen kommentar</a> überfliegend, dann bei Michel Reimons facebook-eintrag ein grummeln absetzen, dann in die küche zum pinienkerne anrösten ausweichen &#8230; <em>weitere zwischenschritte bis inkl. das olivenöl aus dem die ravioli verlustig gegangenen teller mit brot auftunken überspringe ich</em> &#8230;, schlußendlich immer noch im modus des unverständigen kopfschüttelns: den novak&#8217;schen erguss noch einmal, also ein zweites mal und genauer lesen. Jetzt erst kommt in der abfolge der geschehnisse der punkt, da mir das einen tweet wert erscheint. Then again, ich tweete auch schon mal über das wetter. Zudem ist alkohol im spiel. What shall&#8217;s ..</p>
<p><strong>Was kommentiert der Nowak also trefflich</strong><br />
Um das analytisch sauber und schritt für schritt zu exemplifizieren: den gleichen alten müll as usual. Tafelklässlergeschichtsklitterung für seinen angehimmelten primus. *<em>achselzuck</em>*</p>
<p>Utl.-Zusammenfassung/-paraphrase:</p>
<p><span style="color: #800000;"><em>Flaggensignal für alle Schüsselgroupies auf &#8216;Distanz zu KHG&#8217;. Der gehört nun endgültig nicht mehr zu uns. Wenn er den Wolferl irgendwie ins image patzt, werden wir böse und weitere maßnahmen ergreifen. Grasser ab jetzt frei zum abschuss</em>.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2010/07/ein-trfflchr-kommentar-von-rainer-nowak/#footnote_0_1356" id="identifier_0_1356" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Bitte, dementsprechend zu formulieren, zu nasalieren und zu agieren. Weitergeben.">1</a></sup></span></p>
<p>Ansonsten &#8230;</p>
<h4>Übliche Satzblüten:</h4>
<blockquote><p><em><strong>Karl-Heinz Grasser wurde schon in hunderten Kommentaren und Aussagen verhaftet, verurteilt und ins Gefängnis gesteckt. In der Realität blieb er bisher hingegen ein freier, zumindest juristisch sauberer Mann.</strong></em></p></blockquote>
<p>&#8230; soll heißen: ich hab in der mittelschule darunter gelitten, <em>– </em>auch wenn ich versucht hab, mir nichts anmerken zu lassen, <em>– </em>dass die eloquenteren und cooleren mitschüler immer etwas mitleidig auf meine sprachbegabung herabgeschaut haben. Denen werd ich s zeigen.</p>
<p style="text-align: right;">&#8212;</p>
<h4>Versuche von Schmäh,</h4>
<p>hilflos:</p>
<blockquote><p><strong><em>Genießt er immerwährende Immunität? War Walter Meischberger gar nicht sein Trauzeuge? Oder ist das alles wirklich nur die Hetzkampagne kleiner Neider gegen den besten Finanzminister aller Zeiten</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; hey, ich hab gerade distanz zwischen mich und die buberlpartie, sowie zum KHG und auch zu dessen hetzenden neidern zusammengebracht. Dabei hab ich noch das schöne wort &#8220;immerwährende&#8221; untergebracht und das alles in zwei zeilen.</p>
<blockquote><p><strong><em>Der Personalmangel in der Staatsanwaltschaft, in der Justiz generell,  Sie verstehen!</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; &#8220;sie verstehen&#8221;, sie verstehen? Haha, jaja, souverän, gell?</p>
<p style="text-align: right;">&#8212;</p>
<h4>Hofhistorismus:</h4>
<blockquote><p><strong><em>Wolfgang Schüssel müsste eigentlich empört über seinen einstigen  Ziehsohn Karl-Heinz Grasser sein</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; aber er steht halt schon souverän über den Dingen, unser zu früh emeritierter Bundeskanzler. Wütend möcht man werden angesichts der undankbarkeit und frechheit des Grassers. Was hat der KHG dem Wolferl nicht alles zu verdanken und dann macht der nur schererein.<br />
Kein wunder wär&#8217;s, gar kein wunder wär&#8217;s nicht, wenn unser Wolferl &#8216;<em>das dreckige oarschloch</em>&#8216; schreien würd, in seinem heiligen zorn. Gerecht wärs! Und angemessen auch. Oh sein heiliger zorn! Aber nein, wir sollten uns nicht aufregen, der Wolferl regt sich auch nicht auf, ganz die staatsmännische contenance, zeigt er uns seine distanz zu diesen niederungen.</p>
<p>Trotzdem, es fuchst mich schon, dass der wolfi da irgendwie reingezogen werden könnt.</p>
<blockquote><p><strong><em>In einem kleinen Teil der Volkspartei, also im Büro Wolfgang Schüssels,  vertritt man eine nicht ganz unplausibel klingende These</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; jaja, dieses aremoricanisch aufrechte kaff hietzing, ich hab exklusiven zugang, ich bin idefix, ok., ich bin troubarix, sehet, welch freunde ich hab, ich will ja nicht prahlen, aber ganz nah am zaubertrank, manchmal bekomm ich auch &#8230;</p>
<blockquote><p><strong><em>Dass es durchaus irrationale und emotionale Vorbehalte gegen diese kurze Ära gibt, weiß jeder, der schon einmal bei Laura Rudas oder Michael Häupl auf Schüssel zu sprechen kam.</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; *schnieffff* .. *schluchz* so kurz &#8230; *räusper* .. ich nehm das mit der &#8220;<em>kurzen Ära</em>&#8221; zurück, das fällt vielleicht doch jemanden auf. Und dann hussen die linkslinken wieder. Was heißt da Ära und so, sagen s dann womöglich und wenn s ganz garstig sind, erklären sie, dass &#8220;Ära&#8221; eigentlich &#8220;Zeitalter&#8221; heißt. Aber echt, es war schon zu kurz zu kurz zu kurz zu kurz *schluchz* &#8230;. WOOOOLFÄÄÄRRL!!!!<br />
Die irrationalen, emotionalen nackerbatzerln!<br />
Was?<br />
Was? Ich dich mit der kleinen jungen Rudas in einem satz, &#8230; ah &#8230; ja &#8230; tschuldige &#8230; WOLFERL &#8230; dein heiliger zorn! Jaaaaa &#8230;. *schluchz*</p>
<blockquote><p><strong><em>Genau wegen dieser gnadenlosen, teils ungerechten Abrechnung der Schüssel-Jahre müsste Grasser das Lachen vergehen.</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; *rääääbäääähhhh*</p>
<blockquote><p><strong><em>Jetzt fehlt nur noch, dass Ernst Strasser in Brüssel einmal ins Büro geht, die Zeitung liest, sich mit seiner unnachahmlichen Zurückhaltung einbringt, und von der alten Schüssel-Mannschaft arbeiten alle mit, ihr politisches Erbe restlos zu zerstören</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; kacke, jetzt nicht mehr schlafen können. Der horror, der horror. Wenn ich keine psychopharmaka bekomm, dreh ich durch, ich halt das nicht mehr aus, ein ventil! Ein kommentar! Eine huldigung! Fleischhacker, ich muss .. ein .. kommentar .. Rudas .. unfähr &#8230;</p>
<p style="text-align: right;">&#8212;</p>
<h4>Singen des Heldenepos:</h4>
<blockquote><p><strong><em>Die aus der Perspektive des Schüssel&#8217;schen Schreibtischs gewaltige vereinte Linke versuche durch die Attacken gegen Grasser die einstige Rechtskoalition und ihre Erfolge – ja, die gab es – zunichtezumachen</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; lassen wir uns durch meine, entschuldigt &#8211; JA MICHAEL! &#8211; UNSERE laufende verächtlich machung der linkslinken chaoten mittig der dollfußverehrer nicht einlullen. Natürlich sind sie gefährlich. Ich bau mal schnell ironie ein.<br />
Die perspektive des schüssel&#8217;schen schreibtisches, ha! Genial. Eine abgrenzung, keiner soll sagen ich wäre irgendwie irgendwo .. ich mein &#8230; unabhängig seit 1848, vertreten wir die unabhängigkeit von politischen parteien &#8230; aber genau da ist ja auch, der Wolferl ist ja nicht, er ist das aufrechte kleine, in der minderheit, das aremoricanische widerstandsnest der aufrechten. Aus der perspektive ist die linke gewaltig, sind alle linke. Gnadenlose Rudase &#8230; scheiße, schon wieder panikattacke!</p>
<blockquote><p><strong><em>Es war ein anderer Kopf der alten schwarz-blauen Expedition, der dies  verhinderte</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; schade immer wieder, dass im printformat die musikalische untermalung nicht fixierbar ist. Aber die worte expedition und verhindert und &#8220;der kopf&#8221; sollten in eurer aller imagination bombastische filmmusiken und heroische chöre zu phantastischen bildern evozieren lassen. Sagt mir nicht, dass meine worte das nicht können. Es gilt! Männer, ihr wisst!</p>
<blockquote><p><strong><em>Nur wenn man Glück hatte, marschierte nicht gleich der Schutzbund auf.</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; hihi *kicher*, das hilft immer gegen meine panikattacken, verlässlich. Hehe. *luftauslass*</p>
<p style="text-align: right;">&#8212;</p>
<h4>Allderweil voll der Ausgewogenheit,</h4>
<p>um nicht gleich von Salomonischer größe zu tippen:</p>
<blockquote><p><strong><em>Sollte Grasser die Käuferentscheidung tatsächlich beeinflusst haben –  wenn nicht, dann verdient Grasser unser volles Mitleid – wäre diese auch ein politischer Verrat.</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; Heilige oder Hure, wir werden entscheiden.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2010/07/ein-trfflchr-kommentar-von-rainer-nowak/#footnote_1_1356" id="identifier_1_1356" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ja, Heilige oder Hure tippe ich gro&szlig;, das sind eigennamen, oder?">2</a></sup></p>
<blockquote><p><strong><em>Wenn genau der Mann, der Privatisierungen zu Recht als politische Notwendigkeit pries und durchsetzte, ebendiese demolierte, ist er der Sargnagel des zarten Wirtschaftsliberalismus in Österreich.</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; wissenschaftlich erwiesen, ich hab s jetzt nicht extra dazugetippt, weil so glasklar, ohne privatisierungen wäre der untergang des abendlandes hier schon angebrochen! Definitiv.</p>
<blockquote><p><strong><em>Andreas Khols einziges wahres Verdienst, wie es die Freund-Feinde der  ÖVP nennen. Die Linien innerhalb der vermeintlich Konservativen sind  dieser Tage nämlich unübersichtlich. Eine Diskussion um ein paar hundert Euro mehr oder weniger Politikergehalt reicht aus, dass Wilhelm Molterer via  „Presse“-Leserbrief eine Attacke gegen seinen Altkollegen und  Kolumnisten Andreas Khol reitet. Weil der sich gegen die  Politiker-Nulllohnrunde ausgesprochen hatte. „Eines ehemaligen  Nationalratspräsidenten unwürdig“, schreibt Molterer da. (Inhaltlich hat  er recht.)</em></strong></p></blockquote>
<p>&#8230; das ist für die journalistenschule geschrieben, lehrbeispiel für differenziertheit. Und wie ich da etwaige gräben wunderheile, sehet und lernt, inhaltlich ist das eine, beleidigen etwas anderes und wir sind wir. Uns trennt nichts, wir sind so bewusst, wir können uns sogar in diePresse was ausrichten, untereinander, so wegen ein paar hundert euro, aber das zeigt den luschen da draußen nur unsere differenzierte stärke.</p>
<p>Ich hätte diese beschmutzkübelung einer attacke eines ungerechtfertigten, irrationalen und emotionalen angriffes nicht abgedruckt als leserbrief. Obwohl, inhaltlich stimmt s schon. Jedenfalls der Michael liebt ja die händel. Scheißt sich nichts. Meine güte, wie er sein und nicht so viel schiss haben &#8230; verdammt, jetzt keine panikattacke bitte &#8230;</p>
<p style="text-align: right;">&#8212;</p>
<p>Trefflicher kommentar, ok. <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_rolleyes.gif' alt=':roll:' class='wp-smiley' /> </p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1356" class="footnote">Bitte, dementsprechend zu formulieren, zu nasalieren und zu agieren. Weitergeben.</li><li id="footnote_1_1356" class="footnote">Ja, Heilige oder Hure tippe ich groß, das sind eigennamen, oder?</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2008/10/mythen-zum-wahlausgang-nrw08/' rel='bookmark' title='Mythen zum Wahlausgang NRW&#8217;08'>Mythen zum Wahlausgang NRW&#8217;08</a></li>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2010/06/genug-ist-schon-lang-ich-bin-dabei/' rel='bookmark' title='genug ist schon lang. ich bin dabei.'>genug ist schon lang. ich bin dabei.</a></li>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2010/11/buchankundigung-soziale-bewegungen-und-social-media/' rel='bookmark' title='Buchankündigung: &#8216;Soziale Bewegungen und Social Media&#8217;'>Buchankündigung: &#8216;Soziale Bewegungen und Social Media&#8217;</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kopfschütteln über Michael Csoklich</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2008/01/kopfschutteln-uber-michael-csoklich/</link>
		<comments>http://www.kellerabteil.org/2008/01/kopfschutteln-uber-michael-csoklich/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Jan 2008 12:14:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Damn it Janet, dieser Ausfall und Ausrutscher des ORF Wirtschaftsjournalisten Michael Csoklich ist schon wieder eine Woche her. Aber gut, wenigstens kann mir kein Ringen um Tagesaktualität vorgeworfen werden. Ablegen und archivieren muss ich das jetzt dennoch hier im Kellerabteil, wenn auch knappest und ohne in der Breite und Tiefe auf darauf einzugehen. Aber der [...]
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<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2009/12/sozi-5009-weltvernichtungsmaschine/' rel='bookmark' title='SoZi 50|09: WeltVernichtungsMaschine'>SoZi 50|09: WeltVernichtungsMaschine</a></li>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2008/02/wohin-steuert-die-demokratie/' rel='bookmark' title='Wohin steuert die Demokratie?'>Wohin steuert die Demokratie?</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Damn it Janet</em>, dieser Ausfall und Ausrutscher des ORF Wirtschaftsjournalisten <a target="_blank" href="http://kundendienst.orf.at/unternehmen/menschen/personalia/csoklich.html">Michael Csoklich</a> ist schon wieder eine Woche her. Aber gut, wenigstens kann mir kein Ringen um Tagesaktualität vorgeworfen werden.<br />
Ablegen und archivieren muss ich das jetzt dennoch hier im Kellerabteil, wenn auch knappest und ohne in der Breite und Tiefe auf darauf einzugehen. Aber der Reihe nach, worum geht es.</p>
<p>Vor gut einer Woche wird in Oberösterreich ein geplanter Börsegang abgesagt. An die Börse gebracht werden sollte nach dem Willen der im Lande regierenden VP die landeseigene <a target="_blank" href="http://konzern.energieag.at/eagat/page/257501226587649392_266074234944190959~266262557448960808_266262557448960808,de.html" class="broken_link">Energie AG Oberösterreich</a>.<br />
Am 9.1., einen Monat vor dem anvisierten Termin für den Börsegang,<a target="_blank" href="http://ooe.orf.at/stories/248196/"> sagt Landeshauptmann Pühringer diesen Teilbörsegang ganz ab</a>.</p>
<p><span id="more-140"></span>Im darauffolgenden Ö1 Mittagsjournal des 10.1.: eine Tirade von Michael Csoklich, wie peinlich das nicht alles ist, wie populistisch, wie schlimm. Der Wirtschaftsredakteur bringt eine Tour de Force, in angenehmer ruhiger Radiostimme vorgetragen, mit einem leicht resignativ weinerlichem Ton, vernichtend und herablassend präpotent. Anklageschrift, Verteidigungsversuch und Verurteilung, alles in Einem und abgehandelt in 3 Minuten.</p>
<p><a target="_blank" href="http://oe1.orf.at/inforadio/85595.html?filter=0" class="broken_link"><span style="font-weight: bold">Kopfschütteln über Oberösterreich</span></a>,<br />
nennt der Leiter des Wirtschaftsressorts in der ORF-Radio-Information seinen Beitrag. Nun ja, selbst nachschauen, anhören (im Beitrag oben &#8216;AUDIO&#8217; anklicken), ein Bild machen.<br />
Übrigens, <em>Beitrag</em>? Nie und nimmer. Es handelt sich um keinen Beitrag, keinen Bericht, keine Information, keine der &#8220;objektive&#8221; journalistischen Textsorten. Ein Kommentar?<br />
Ich habe das ganze Mittagsjournal gleich aufgenommen, die Tirade des Wirtschaftsredakteurs wird als <em>Analyse </em>angekündigt. Genau.</p>
<p><strong>Die Analytik eines beleidigten <a target="_blank" href="http://www.edemokratie.ch/archives/329" class="broken_link">Ökonomisten</a></strong><br />
Titel suggeriert Eindeutigkeit, wertet ab, traut sich nicht den Adressaten der Kritik zu nennen, spricht das Urteil über ein ganzes Land. Klar, im Hintergrund dräut damit gleich die Warnung, die da <em>Standortwettbewerb </em>heißt.<br />
Blödes OÖ du, selbst schuld, du wolltest ja nicht hören. Der Csoklich hat&#8217;s dir gesagt. Einhelliges Kopfschütteln allerorts. Mhm.<br />
Wie?<br />
Alle möglichen Leute haben sich gefreut? ATTAC hat gejubelt? Das Unternehmen kann gut damit leben?</p>
<p>Der Schuldige wird im ersten Satz ausgemacht. <em>Abgeblasen </em>hat er. Ein schönes Verb, wenn mitschwingen soll: vergebene Chance und Weichei. Das ist  ganz klar, der Schuldige ist jetzt ein <em>begossener Pudel</em>. Begossene Pudel, das heißt ja <em>selbst-schuld</em>, selbst-eingebrockt und Bild eines Jammerlappens, die Schuld steht dem Pudel ins Gesicht, in den Körper eingeschrieben.<br />
Halt!, das hat nicht der Csoklich gesagt, der Bachmayer hat das gesagt. (Vl. in einem anderen Zusammenhang aber was soll&#8217;s.)<br />
Der Csoklich hat nur den Satz ein bißchen gegen die übliche Form umgebaut. Normalerweise hieße es im Qualitätsjournalismus des Ö1 Inforadio:</p>
<blockquote><p><em>Meinungsforscher Wolfgang Bachmayer analysiert, der Landeshauptmann steht in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit jetzt ein wenig wie ein begossener Pudel da.</em></p></blockquote>
<p>Csoklich bringt&#8217;s halt nur ein bißchen pointierter. Aber die Analyse kommt erst richtig in die Gänge. Das waren erst Titel und Einleitungssatz, die Basis, der Rahmen, die Stimmungseröffnung. Jetzt geht es los:</p>
<p><strong>Karpow vs. Kasparow auf oberösterreichisch!</strong></p>
<blockquote><p><em>Doch für Pühringer war es wohl der <strong>einzige Ausweg</strong> aus der Doppelmühle seines Kontrahenten Erich Haider (SPÖ). Dieser nämlich zog <strong>alle Register des Populismus</strong> und mit diesen gegen den geplanten Börsegang der Energie AG ins Feld.</em></p></blockquote>
<p>Gibt&#8217;s denn so was? Der arme Pühringer, der gefinkelte Haider, eine Doppelmühle und alle Register des Populismus. Mir scheint, da ist uns einiges entgangen in den oberösterreichischen Landen, das klingt ja <em>su-per-span-nend</em>!<br />
Karpow gegen Kasparow auf höchstem spielerischen und taktischen Niveau; samt der obligatorischen psychologischen Kriegsführung in so einem Monsterduell. Wobei mit Populismus &#8230;, gilt das?</p>
<p>Csoklich findet, das gilt nicht. Erich Haider <em>sammelte 91.000 Unterschriften</em> (er allein?) und wollte eine Volksbefragung. Darüber, dass das Volk befragt werden sollte, darüber hat Erich Haider (SPÖ) gar <em>gejubelt</em>, berichtet Csoklich. Gejubelt! Über eine Volksbefragung, die nach dem geplanten Börsegangtermin stattgefunden hätte. <em>Dieser #$§&#038;%##!</em>, bin ich versucht auszurufen. Jubelt über 91.000 Unterschriften und eine Volksbefragung.<br />
<em>Wie?</em><br />
Oh, das sind die Eigentümer der Energie AG, die Bevölkerung. Ach so. <em>Die</em> sollten befragt werden? <em>Schweinerei</em>.<br />
<em>Wie?</em><br />
Börsengänge von Volkseigentum schon des öfteren daneben gegangen? Wirtschaftlich nicht sinnvoll und riskant? <em>Populismus</em>!!</p>
<blockquote><p><em>Nicht zufällig bezeichnet die Presse Haider als Populist und Nervensäge.</em></p></blockquote>
<p>Na das sitzt. Die pseudounabhängige &#8216;Die Presse&#8217;. Eine Autorität, Herr Csoklich?</p>
<p><strong>Was bleibt, ist ein journalistisches Desaster</strong></p>
<ol>
<li>Der Redakteur nennt einen <em>Deal</em>, wo es gerade <em>keinen Deal</em> mehr gibt.</li>
<li>Er trauert dem Börsengang nach und gibt die Position &#8216;<em>Privatisierung gut, öffentliche Hand schlecht</em>&#8216; als einzig vernünftige Wahrheit aus. Nicht der Hauch von objektiver Unabhängigkeit, wie es dem öffentlich-rechtlichen an stünde.</li>
<li>Er ignoriert damit nicht nur andere Sichtweisen, wissenschaftliche Expertise, jede Menge widersprechende Evidenz sondern <em>last but not least</em> den demokratischen Entscheid und Willen des Eigentümers. Er stellt – um es auf den Punkt zu bringen – die neoliberale und ökonomistische Ideologie wieder mal über die Souveränität der BürgerInnen und über die Demokratie.</li>
<li>Er suggeriert, dass eine Bank – die <a target="_blank" href="http://ooe.kpoe.at/news/article.php/20060219180745129" class="broken_link">Raiffeisen Landesbank Oberösterreich</a> – Pühringer und die ÖVP einfach so mal<em> rettet</em>, weil der ja ungeschickter weise in ein Damengambit oder eine Doppelmühle geraten ist.<br />
Genau, weil Banken die <em>Großherzigkeit in Organisation</em> sind.</li>
<li>Er suggeriert damit gleichzeitig, dass der Verkauf von Anteilen an z.B. die Raiffeisen Landesbank Oberösterreich, was im übrigen von vielen Seiten genauso kritisiert und bekämpft wird, nichts mit einer Privatisierung zu tun hätte.<br />
Nämlich gar nichts. <em>Mhm</em>.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2008/01/kopfschutteln-uber-michael-csoklich/#footnote_0_140" id="identifier_0_140" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Es gibt da im &uuml;brigen auch keinen Zusammenhang what so ever zwischen Raiffeisen und der &amp;#8216;Die Presse&amp;#8217;, genauso wenig wie es einen zwischen dem Standard, der Presse und der Banken- und Finanzwelt allgemein gibt. Gar keinen. Genau, nicht den geringsten, Baron M&uuml;nchhausen.">1</a></sup></li>
<li>Er qualifiziert das ganze zu einem <em>&#8216;wirtschaftlichen Disaster</em>&#8216;. Ohne weitere Erklärung. Außer mensch nimmt die neoliberale Lehre als Indiz und folgert, Csoklich gehört dieser Kirche an, glaubt so innig, dass ihn auch nicht in die Lehre passende Evidenzen nicht stören, ist so in der Kirche eingebettet, dass seine Loyalitäten dort liegen müssen, noch vor seinem Auftrag als Redakteur des öffentlich-rechtlichen Inforadios.</li>
<li>Er behauptet, dass die operative Führung des Unternehmens Energie AG <em>sich überfahren fühlt</em>. Sich überfahren fühlt. (Sowieso eine seltsame Beurteilungskategorie. Ja was denn, wenn die zuvorderste strategische Führung, wenn die Eigentümer etwas vorgibt, dann ist die operative Führung dazu da, das um zu setzen. Seit wann ist das eine Kategorie, wie andere sich dabei fühlen? Wie fühlt sich die Belegschaft?)<br />
Die Unternehmensführung hat zwar vermeldet, sie habe damit kein Problem, aber Michael Csoklich weiß offensichtlich mehr. Oder er weiß es besser. Allerdings gibt er keine weiteren Informationen preis.<br />
Hat er mit Personen aus dem oberen Management Interviews geführt? Hat er&#8217;s in seinem Urin gespürt? Wer weiß es?</li>
<li>Csoklich weiß! Csoklich weiß:</li>
</ol>
<p><strong>there is no alternativ</strong><br />
<a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tina-Prinzip" class="broken_link">TINA</a>!, hatte schon Margarete Thatcher immer wiederholt.</p>
<blockquote><p><em>Denn ein Börsegang hätte das Unternehmen effizienter, schlanker und transparenter gemacht.</em></p></blockquote>
<p>Kann er in die Zukunft sehen? Ist er <em>der </em>ausgesuchte Kenner des Unternehmens Energie AG Oberösterreich schlechthin? Hatte er Insiderinformationen von der Börse?<br />
Oder hat er einfach nur diesen Satz nachgeplappert und variiert, diesen Satz, der seit den 80iger Jahren überall prominent verkauft wird und der weiter geplappert wird, weil er sich auszahlt, nicht weil er wahr wäre oder sich als wahr erwiesen hätte.</p>
<p>Da müsste Michael Csoklich nur seinen eigenen Sender hören und manchen der hervorragenden <em>Features </em>ein wenig folgen, um zu wissen, wie dümmlich die behauptete Evidenz ist, wie dümmlich und falsch das sprachlich-visualisierende Bild von der <em>Schlankheit </em>und der <em>Transparenz</em>.</p>
<p><em>Er</em> ist noch nicht fertig. Ich auch nicht.</p>
<p><strong>Der Schlusssatz</strong><br />
Ich übergehe, dass Csoklich doch noch Evidenzen aufzählt (das Wort hab ich noch einmal unterbringen müssen. Rekord, viermal in einem Beitrag <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> !). Das wäre noch mal eine eigene Debatte wert, diese Äpfel und Birnen <em>&#8220;Zermantsche</em>&#8220;.<br />
Der Schlusssatz:</p>
<blockquote><p><em>Und bezeichnend, dass es wieder die Politik ist, die an den Ängsten der Bevölkerung, mit denen sie Politik macht, einen erheblichen Anteil hat.</em></p></blockquote>
<p>Schlusssatz und Höhepunkt! Da steckt drinnen: <em>dumme manipulierbare Bevölkerung</em>. Da steckt drinnen: <em>die böse gefährliche Politik</em>, hier jetzt Karpow und Kasparow in einer Einheit vereint. Da steckt drinnen: <em>die Welt wäre eine bessere, wenn die Politik nicht wäre und alles nur Wirtschaft</em>.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2008/01/kopfschutteln-uber-michael-csoklich/#footnote_1_140" id="identifier_1_140" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Hallo &Ouml;konomismus, hallo Idiotie!! &amp;#8230; klassisch griechischer Wortsinn; der Idiot ist der, der nicht am politischen Leben teilnimmt.">2</a></sup><br />
Da steckt drinnen: <em>ich weiß es besser</em>, ich steh&#8217; über diesen Deppen und der Bevölkerung, der Politik, den Populisten. Vielleicht steckt da auch drinnen: <em>habt ihr gesehen wie ich das mache und alle Register hegemonialer Sprachregelung ziehe</em>?<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2008/01/kopfschutteln-uber-michael-csoklich/#footnote_2_140" id="identifier_2_140" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich habe wieder eine Auszeichnung verdient, einen von einer Bank gesponserten Preis. Ich wei&szlig;, was ich zu tun habe.">3</a></sup></p>
<p>Jedenfalls steckt da die Realität nicht drinnen: <em>die ständige absurde Angstmacherei der Wirtschaftseliten, der Populismus der Interessensvertreter der Industrie und des Finanzkapitals</em>.<br />
Das: <em>das könnte unseren Aufschwung gefährden</em>.<br />
Das: <em>das könnte Arbeitsplätze kosten</em>.<br />
Das: <em>das können wir uns nicht leisten</em>.<br />
&#8230; etc. &#8230;<br />
(Siehe u.a. die Liste ähnlicher Einträge unten.)<br />
Das steckt nicht drinnen. Das <em>ist </em>genau wieder diese Schiene.</p>
<p><strong>ORF Kundendienst</strong><br />
Tel: (01) 870 70-30<br />
(täglich von 8.00 bis 24.00 Uhr)</p>
<p>Email: <a target="_blank" href="mailto:kundendienst@orf.at">kundendienst@orf.at</a></p>
<p><em>just in case &#8230; </em></p>
<div align="center">&#8212;</div>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_140" class="footnote">Es gibt da im übrigen auch keinen Zusammenhang <em>what so ever</em> zwischen Raiffeisen und der &#8216;Die Presse&#8217;, genauso wenig wie es einen zwischen dem Standard, der Presse und der Banken- und Finanzwelt allgemein gibt. Gar keinen. Genau, nicht den geringsten, Baron Münchhausen.</li><li id="footnote_1_140" class="footnote">Hallo Ökonomismus, hallo <a target="_blank" href="http://wwwut.wordpress.com/plitik/">Idiotie</a>!! &#8230; klassisch griechischer Wortsinn; der Idiot ist der, der nicht am politischen Leben teilnimmt.</li><li id="footnote_2_140" class="footnote">Ich habe wieder eine Auszeichnung verdient, einen von einer <a target="_blank" href="http://wien.orf.at/stories/114801/">Bank gesponserten Preis</a>. Ich weiß, was ich zu tun habe.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2008/02/wohin-steuert-die-demokratie/' rel='bookmark' title='Wohin steuert die Demokratie?'>Wohin steuert die Demokratie?</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Einseitige Interessenspolitik</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2007/06/einseitige-interessenspolitik/</link>
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		<pubDate>Sun, 17 Jun 2007 22:49:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die hier gleich zitierte Auflistung spricht Bände! Gefunden hab&#8217; ich sie im Blog des &#8216;Besitzstandswahrers&#8217;. Die Liste erzählt die Geschichte eines ziemlichen Überhangs der Arbeitgeberseite in der Interessenspolitik. Und sie ist sicherlich noch um einige Punkte erweiterbar: Verlängerung der Lebensarbeitszeit auf 67 Jahre Verlängerung der Wochenarbeitszeit aller Orts auf z.T. über 40 Stunden Einschränkung des [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die hier gleich zitierte Auflistung spricht Bände!</strong><br />
Gefunden hab&#8217; ich sie im <a href="http://besitzstandswahrer.de/blog/eintrag/228-Haltet-den-Dieb!.html" class="broken_link">Blog des &#8216;Besitzstandswahrers&#8217;</a>.</p>
<p>Die Liste erzählt die Geschichte eines ziemlichen Überhangs der Arbeitgeberseite in der Interessenspolitik. Und sie ist sicherlich noch um einige Punkte erweiterbar:</p>
<blockquote>
<li><em>Verlängerung der Lebensarbeitszeit auf 67 Jahre</em></li>
<li><em>Verlängerung der Wochenarbeitszeit aller Orts auf z.T. über 40 Stunden</em></li>
<li><em>Einschränkung des Anspruches auf Arbeitslosengeld und Sozialhilfe</em></li>
<li><em>Zunahme der ArbeitnehmerInnen ohne Sozialversicherungspflicht</em></li>
<li><em>Kürzungen bei Wohngeld, sozialen Wohnungsbau sowie Eigenheimzulage</em></li>
<li><em>Einschränkungen beim Kündigungsschutz</em></li>
<li><em>Erhöhung der Mehrwertsteuer</em></li>
<li><em>Streichungen von Weihnachts- und Urlaubsgeld</em></li>
<li><em>Lohnsteigerungen unterhalb der Inflationsrate</em></li>
<li><em>Bekämpfung des Einflusses von Arbeitnehmervertretern</em></li>
<li><em>Privatisierung von Wasser-, Energieversorgern sowie Abfallentsorgern</em></li>
<li><em>Privatisierung von Krankenhäusern</em></li>
<li><em>Privatisierung der Bahn</em></li>
<li><em>Gebühren für Bildung</em></li>
<li><em>Privatisierung der Bildung</em></li>
<li><em>Privatisierung von Wohnungen und anderen Immobilien</em></li>
<li><em>Zahllose Private-Public-&#8221;Partnerships&#8221; mit Kosten/Risiken für den Staat und Gewinnen für die Privatwirtschaft</em></li>
<p><span id="more-47"></span><em>Dem Ganzen stellen wir gegenüber:<br />
</em></p>
<li><em>Unternehmens-Renditen deutlich über der Inflationsrate</em></li>
<li><em>Senkungen bei Unternehmenssteuern</em></li>
<li><em>Mögliche Absenkungen bei der Erbschaftssteuer</em></li>
<li><em>Steuerfreiheit von Veräußerungsgewinnen</em></li>
<li><em>Abgeltungssteuer (=Senkung der Steuer auf Einkünfte aus Kapitalvermögen)</em></li>
<li><em>Senkung des Spitzensteuersatzes</em></li>
<li><em>Senkungen der <a href="http://www.kellerabteil.org/2007/11/lohnnebenkosten-erklart/" target="_blank">Lohnnebenkosten</a></em></li>
<li><em>Subventionen für die Privatwirtschaft</em></li>
<li><em>Einführung einer privaten Rentenversicherung</em></li>
<li><em>Einführung einer privaten Krankenzusatzversicherung</em></li>
<li><em>Kein Interesse Steuerschlupflöcher zu stopfen</em></li>
<li><em>Kein Interesse weitergehende Steuerüberprüfung einzuführen</em></li>
<li><em>Erhöhung der Ausgaben für innere Sicherheit und Militär</em></li>
</blockquote>
<p>Interessant zu bemerken ist freilich, dass diese Auflistung fast beliebig und mit den allerwenigsten Einschränkungen auf alle möglichen Länder anwendbar ist.</p>
<p>Notwendig zu bemerken ist zudem, dass sie mehr eine Bestandsaufnahme für die aktuelle Phase des neoliberalen Umbaus darstellt, als dass wir davon ausgehen könnten, das wäre schon der Schlussstrich &#8230;</p>
<div style="text-align: center;">&#8212;</div>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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