Archiv für das 'telepolis'-tag

Der Eichinger-Aust-Komplex

Rüdiger Suchsland’ Filmkritik zur Bernd Eichinger Produktion “Der Baader-Meinhof-Komplex“. In telepolis.

soll heißen *räusper*:

Der sowieso empfehlens-
und immer lesenswerte
Rüdiger Suchsland
mit seiner
besonders lesenswerten
und
vielschichtig interessanten Kritik
Ab heute wird zurückgefilmt
anlässlich des Films
Der Baader-Meinhof-Komplex
aber vielmehr zum Thema
Der Eichinger-Aust-Komplex“,
seit heute im telepolis,
dem sowieso wichtigsten Online-Medium.

Nur ein Zitat, im fein lakonischen Suchsland-Ton:

Nachdem die RAF bisher kein Thema für den Schulunterricht war, wird sie es nun werden. Der Film hat das Zeug zum Schulpflichtfilm, weil er genau jener Großen Koalition der Geschmacklosigkeit in Kulturfragen entspricht, jener christ-sozialdemokratischen Vorstellung von “jugendaffinem” Programm, dass “die Jugendlichen” “da abholt”, wo sie schon vor zwanzig Jahren nicht mehr standen. Zur Einnerung: Eichinger wird 60, Aust ist schon 62.

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visualisierte Blogroll (update)

visualized blogroll, kind of:

Das Lied, falls es jemanden interessiert, ist von Funny van Dannen. Das Video ein Experiment, herumprobieren mit Freeware: VideoEditor ZS4. Sehr hilfreich dabei das Angebot von Tutorials. Merci.

Das Video basteln hat Spass gemacht. Und es hat sich bereits ausgezahlt, irgendwie. Weil, und das freut und ehrt mich, das Video ist auf das Blog der Kommunikationsguerilla gestellt worden. Und ich wiederum hab erst dadurch dieses herrliche Blog entdeckt.1

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  1. Das Video ist auf der Startseite der Kritischen Informatik gelandet. Yeah. []

flammenspeiende Drachen symbolisieren die Heuschrecken?

beim Lesen dieses telepolis-Artikels geht es mir in etwa so: ich bin belustigt, n bißchen ratlos und fühl mich angeregt unterhalten. Geht das? Egal.

Es handelt sich um eine Filmrezension, so ‘Legende von Beowulf‘ oder so. Eigentlich vollkommen uninteressanter Gack. Aber ;-) :

Eine politische Ebene ließe sich allenfalls für das deutsche Publikum ausmachen – mit Gerhard Schröder als Hrotgar und der momentan das Land regierenden ehemaligen FDJ-Sekretärin als Beowulf. Als mögliche Monster wären je nach politischer Präferenz Gewerkschaftsführer oder Arbeitgeberpräsidenten vorstellbar.

Und obig zitierter Absatz steht direkt unter diesem folgenden Bild, für den Autor ist der Film nämlich ein Kommentar zur großen Koalition in D-Land:

(quelle: der telepolis-artikel)

Tja, und wirklich abgerundet wird das ganze durch den kurz darauf folgenden Schlußsatz:

Alles in allem ist der Beowulf-Film, der heute in die Kinos kommt, so auf eine rätselhafte Art der perfekte Film für die Woche von Franz Münteferings Rücktritt.

… und so bin ich auf rätselhafte Art durch diese Rezension belustigt. :-)

Gewerkschaft erkämpft ein Debakel?

Ver.di erkämpft ein Debakel und geht mit festem Schritt auf die Selbstabschaffung zu

.. heißt es wenig erfreulich im Untertitel eines Kommentars zum Ausgang des großen ‘Deutsche Telekom-Streiks‘.

Der hat übrigens 6 Wochen gedauert und – korrigiert mich bitte, wenn ich da falsch liege – in österreichischen Medien ein Echo gegen Null gefunden.

Zurück zum Kommentar auf Telepolis, weiter heißt es da u.a.:

Nun ist es natürlich töricht, Herrn Schröder (Anmerk.: Verhandlungsführer seitens der Gewerkschaft) allein für dieses Debakel verantwortlich zu machen, denn jenseits aller persönlichen Motivationen handelt es sich hier um ein strukturelles Problem. Es hat damit zu tun, dass ver.di in der Tradition der Sozialpartnerschaft verwurzelt ist, jenem Nachkriegskonstrukt, das den abhängig Beschäftigten vorgaukeln sollte, sie würden als gleichberechtigte Partner in einem Bündnis zur Beförderung des allgemeinen Wohlstands gesehen.

Wiederaufführung des Stücks bald auch in Österreich?
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Zensur oder Widerstand gegen die Unterhaltungsindustrie?

Ein wichtiger Artikel ist eben bei Telepolis erschienen, der die Frage aufwirft, ob es sich da um undemokratische Zensur bzw. Beschneidung der Pressefreiheit handelt oder um ein begründetes Eingreifen des Staats gegenüber einem unlauteren Wirtschaftsunternehmen im Bereich der Massenmedien, dass seine Macht und eine staatliche Frequenz für Manipulation und Desinformation im großen Stil missbraucht.

Thema ist die Demokratie gefährdende Macht der großen riesigen Medienkonzerne, Medienmogule und Großunternehmer mit Kontrolle über Fernsehsender und Presse.
Anlass ist der Entzug der Sendelizenz für einen venezuelanischen Fernsehsender durch Chávez Regierung:

Gefahr für die Meinungsfreiheit?
… fragt Harald Neuber (, der noch mehr zu dem Thema geschrieben hat, was über diese Seite nachzulesen ist).

Als “wichtig” bezeichne ich diesen Artikel übrigens, weil er eine seltene und rare Gegendarstellung im Chor der ahnungslosen und uninteressierten Stimmen darstellt. Damit ist dieser Artikel ein Beispiel für Meinungsfreiheit und hat selbst mit seinem eigenen Thema zu tun.

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Haben Sie auch eine Arbeiterklasse?

Diese Frage wird im Laufe eines Interviews gestellt, das der stv. Chefredakteur des Falter Klaus Nüchtern mit dem Schriftsteller Julian Barnes geführt hat. Ich liebe diese Frage! Sie wird übrigens nicht vom Interviewer sondern vom Interviewten als Rückfrage gestellt. Das ganze Interview ist hier nachlesbar.

Im Vorfeld zu dieser Frage wird über Sport, Fußball und großartige Spieler geplaudert. Und Nüchtern bemerkt, dass englische Männer sportlicher wären als österreichische. Und dass man das schon in der U-Bahn sehen könne. Klaus Nüchtern stellt dazu auch gleich eine interessante Hypothese auf:
Vielleicht liegt es daran, dass körperliche Arbeit in England noch eine größere Rolle spielt.

Darauf entspannt sich ein ebenso schöner wie interessanter Dialog, der mit Barnes herrlichen Rückfrage ansetzt:

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whoa, jetzt geht’s aber los

Dieses Ding, das B.L.O.G.-Ding, das rennt ja nun schon seit geraumer Zeit. Aber DAS, das bringt’s jetzt natürlich auf ein neues Level: Misik bloggt!

Ich glaub zumindest, dass es “bloggt” und nicht “blogt” heißt. Robert Misik bloggt also; erstens überhaupt im allgemeinen und er bloggt jetzt im speziellen, dass er morgen ganz exklusiv und ganz früh aus aktuellem Anlass bloggen wird. Und man solle also gleich vorbei schauen, wenn’s Einen interessiert!
Gebloggtes Blog-Aviso quasi. :-)

Na, wenn das keine Einladung ist! Und um das gleich klar zu stellen, ich werde morgen gleich vorbei schauen.

Vor allem aber:
Wenn das kein Signal für den technologisch-medialen Quantensprung ist, den wir hierzulande gerade teilhaftig werden!

For the records, die Meldung in dem Misik seinem Blog, dem kick-ass downright hottest Misik-Blog of all the austrian political and intellectual blogs von hier bis Attnang-Puchheim, lautet:

Es ist verdammt schwierig geworden, eine rationale Position zu Chávez einzunehmen, gerade weil so Viele so eindeutige Meinungen zu seinem „bolivarischen Experiment“ haben. Einen Kommentar zur Venezuela-Wahl finden Sie hier am Montag, 4. Dezember, unmittelbar nach Veröffentlichung des Ergebnisses. Schauen Sie vorbei.
Tags: Chavez
Posted by Robert Misik on 03.12.06 18:30 … dann der
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