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	<title>kellerabteil 2.0 &#187; Wahlkampf</title>
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	<description>notizen gegen die unaufhaltbarkeit des bewusstseinsstroms</description>
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		<title>Buchankündigung: &#8216;Soziale Bewegungen und Social Media&#8217;</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Nov 2010 21:19:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[gerade auf der zukünftigen Buchwebsite veröffentlicht, beziehungsweise jetzt noch am &#8220;provisorischen Buchproduktionsprozessblog&#8221; (und hier copy&#38;paste auch eingestellt), mein Projekt der letzten Monate &#8230; &#8230; und auch noch der nächsten mindestens zwei: Die Vorschau: Inhalt und Struktur des Buches Das sticky post1 unseres Blogs vermeldet seit gut drei Monaten: Sowohl für die knapp gehaltene Ankündigung als auch [...]
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<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2011/09/now-landing-sbsm/' rel='bookmark' title='now landing: #sbsm'>now landing: #sbsm</a></li>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2010/10/beim-s-w-i-r-zu/' rel='bookmark' title='beim s.w.i.r. zu &#8230;'>beim s.w.i.r. zu &#8230;</a></li>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2010/10/herbsttermine-buchankundigung/' rel='bookmark' title='Herbsttermine, Buchankündigung'>Herbsttermine, Buchankündigung</a></li>
</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>gerade auf der zukünftigen Buchwebsite veröffentlicht, beziehungsweise jetzt noch am &#8220;<em>provisorischen Buchproduktionsprozessblog</em>&#8221; (und hier copy&amp;paste auch eingestellt), mein Projekt der letzten Monate &#8230;<br />
&#8230; und auch noch der nächsten mindestens zwei:</p>
<p style="text-align: center;">Die <a href="http://www.sozialebewegungen.org/blog/2010/11/09/vorschau-inhalt-und-struktur-des-buches/" target="_blank" class="broken_link"><strong>Vorschau: Inhalt und Struktur des Buches</strong></a></p>
<p>Das <em>sticky post</em><sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2010/11/buchankundigung-soziale-bewegungen-und-social-media/#footnote_0_1482" id="identifier_0_1482" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="sticky post: ein Blogartikel, der an der Stelle des aktuellsten Blogeintrags &amp;#8220;klebt&amp;#8221;, unabh&auml;ngig von seinem Ver&ouml;ffentlichungsdatum und anderen Artikeln, die vielleicht aktuelleren Datums sind.">1</a></sup> unseres <a href="http://www.sozialebewegungen.org/" target="_blank" class="broken_link">Blogs</a> vermeldet seit gut drei Monaten:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="platzhalter" src="http://farm5.static.flickr.com/4116/4808616465_7e877cb2fd_o.png" alt="" width="346" height="155" /></p>
<p>Sowohl für die knapp gehaltene Ankündigung als auch für das Provisorium dieses Blogs rückt die Zeit näher, dem Platz zu machen, was hier eigentlich angekündigt wird. Und bei dem, was hier angekündigt wird, handelt es sich um ein Buch, das anwendungsorientierte Handbuch &#8220;<em><strong>Soziale Bewegungen und Social Media</strong></em>&#8221; mit dem Untertitel &#8220;<em><strong>Handbuch für den Einsatz von Web 2.0</strong></em>&#8220;. <span id="more-1482"></span><br />
Dass es hier um ein Buch geht, war wohl schon den letzten Einträgen wie z.B. jenem zum <a href="http://www.sozialebewegungen.org/klappentext/" target="_blank" class="broken_link">Klappentext</a> zu entnehmen. Heute möchten wir etwas mehr zur Struktur, zum Aufbau und dem Inhalt dieses Buchs verraten.</p>
<p>In den nächsten Tagen und Wochen hoffen wir noch einige interessante Einzelheiten zum Buchprojekt erzählen und dokumentieren zu können, bevor dieses Blog in dieser Form und an dieser Stelle schließlich einer übersichtlichen Website im Layout des Buches weichen wird. Auch zu der Website und der zu erwartenden Funktionalität gäbe es einiges anzukündigen und zu erzählen, vorerst geht es aber um &#8230;</p>
<h3>Struktur und Aufbau des Buchs</h3>
<p>Die Grundidee für das Buchprojekt findet sich bereits im <a href="http://www.sozialebewegungen.org/klappentext/" target="_blank" class="broken_link">Klappentext</a> kurz zusammengefasst: ein Handbuch für den Einsatz von Social Media zusammen zu stellen, das sich einmal nicht der überall behandelten Frage widmet &#8220;<em>Wie sie Social Media für ihr Unternehmen nützen können</em>&#8220;, sondern die Erfahrungen jener Aktivist_innen und Non Profit Organisationen behandelt, die im Zuge ihres gesellschaftlichen Engagements &#8220;soziale Medien&#8221; zu nutzen begonnen haben.</p>
<p>Das Zielpublikum unseres Handbuchs sind dementsprechend nicht die Professionist_innen, die mit der Aufgabe &#8220;<em>Public Relations</em>&#8221; betraut sind, die professionelle Kampagnen entwerfen und steuern oder die Pressearbeit für Organisationen bestreiten<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2010/11/buchankundigung-soziale-bewegungen-und-social-media/#footnote_1_1482" id="identifier_1_1482" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Diese B&uuml;cher gibt es bereits und diesen Publikationen wollen und k&ouml;nnen wir keine Konkurrenz machen.">2</a></sup>.</p>
<p>Unser &#8220;<strong>Handbuch für den Einsatz von Web 2.0</strong>&#8221; wendet sich an die vielfältige Schar der Aktivist_innen, die sich an diversen Fronten gesellschaftlich progressiv engagieren. Ihre Bedürfnisse liegen in der Dokumentation von Missständen oder im Aufbau schneller Mobilisierungsstrukturen, in der Etablierung einer eigenen Gegenöffentlichkeit oder in transnationaler Vernetzung, in der Organisation autonomer Kommunikationskanäle oder in der Sicherung von Datenschutz und Sicherheit, im besseren Transport ihrer Aktionen oder im partizipativen, kollaborativen Arbeiten an ihren Inhalten.</p>
<p>Um diesen diversen Bedürfnissen gerecht zu werden, versammelt das Buch eine ansehnliche Anzahl von Beitragenden, die Fallbeispiele erzählen, Anleitungen geben und ihre Visionen des Social Media Einsatzes im Feld des politischen Aktivismus entwickeln.</p>
<h3>Fallbeispiele</h3>
<p>Der erste Abschnitt des Buches &#8220;<strong>Sozialen Bewegungen und Social Media</strong>&#8221; bietet Fallbeispiele: vom Watchblog einer einzelnen Person über die lokale Bürgerinitiative bis hin zur Kampagne einer Gewerkschaft und zum Wahlkampf von Barack Obama.</p>
<p>Im Abschnitt der Fallbeispiele widmet sich <span style="color: #000000;"><strong><a href="http://www.misik.at" target="_blank" class="broken_link">Robert Misik</a></strong></span> dem <strong>Yes we can &#8211; Wahlkampf</strong>, berichtet <strong>Anne Roth</strong> von den Hintergründen ihres <strong><a href="http://annalist.noblogs.org/" target="_blank" class="broken_link">Annalist Blogs</a></strong>, gibt es ein Interview mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Lieb" target="_blank" class="broken_link"><strong>Wolfgang Lieb</strong></a> zu den <strong><a href="http://www.nachdenkseiten.de/" target="_blank" class="broken_link">NachDenkSeiten</a></strong>, geben <strong><a href="http://unibrennt.at" target="_blank" class="broken_link">#unibrennt</a></strong> Aktivist_innen aus der Presse AG Tipps für die Pressearbeit einer autonomen selbstorganisierten Bewegung, erzählen Aktivist_innen vom <a href="http://www.erlustigung.org/" target="_blank" class="broken_link"><strong>Widerstand einer kreativen Bürgerinitiative</strong></a> in Wien und andere von ihrem Projekt <strong><a href="http://www.fluegel.tv/" target="_blank" class="broken_link">Flügel.tv</a></strong> in Stuttgart. Weitere Fallbeispiele behandeln die Konflikte von Betriebsräten und Arbeitnehmer_innen mit Unternehmen und Ministern, die Tücken von Online-Kampagnen und manches mehr &#8230;</p>
<h3>Manuals</h3>
<p>Der zweite Abschnitt bietet Einführungen und Anleitungen, ohne weiterhin auf anschauliche Fallbeispiele zu verzichten. Der Manuals-Abschnitt ist nochmals in drei Blöcke unterteilt, einem<br />
(1) zum <strong>Aufbau der eigenen Medienarchitektur</strong> und von Kommunkationskanälen,<br />
(2) einem zum <strong>Bespielen der Sozialen Medien</strong>, zu Aktivitäten und Präsenz und<br />
(3) einem zur <strong>Steuerung</strong>, zum <strong>Monitoring</strong> und zur fortgeschrittenen Bewegung <strong>in den Social Media</strong>.</p>
<p>Die Manuals kommen aus dem Erfahrungsschatz von Social Media Expert_innen, Videofilmern, Organisatoren von Barcamps, erfahrenen Straßentheater Künstler_innen, Jurist_innen, Netzaktivisten und Codern, Journalistinnen und Pressearbeitern, Profis des viralen Marketings &#8230;</p>
<h3>NoBorders</h3>
<p>Ein eigener Abschnitt ist der transnationalen Zusammenarbeit und damit auch der transnationalen Struktur des Netzes gewidmet. Hier führt <strong><a href="http://reimon.net/" target="_blank" class="broken_link">Michel Reimon</a></strong> zu den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ministerkonferenz_der_Wirtschafts-_und_Handelsminister_der_WTO_in_Seattle_1999" target="_blank" class="broken_link">Seattle Protesten 1999</a> und zur Blütehzeit von <strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Indymedia" target="_blank" class="broken_link">indymedia</a></strong> zurück, erzählt ein Beitrag die Geschichte von <strong><a href="http://www.attac.at" target="_blank" class="broken_link">Attac Österreich</a></strong> und <a href="http://attac.de/" target="_blank" class="broken_link"><strong>Attac Deutschland</strong></a> als Geschichte des Aufbaus kollaborativer Kommunikationsstrukturen, führt ein Artikel in die grenzüberschreitende und gesamteuropäische Arbeit der Arbeitnehmervertreter_innen ein, geht es um <strong>Antirassismus Arbeit</strong> in und gegen die Festung Europa und um zivilgesellschaftliches und bürgerrechtliches <strong>Engagement für das Netz</strong> selbst.</p>
<h3><strong>Visionen</strong></h3>
<p>Den Abschluss und eine gewisse Abrundung erhält das &#8220;<strong>Handbuch für den Einsatz von Web 2.0</strong>&#8221; durch Aufsätze von <strong><a href="http://antjeschrupp.com/" target="_blank" class="broken_link">Antje Schrupp</a></strong> und <strong><a href="http://phsblog.at/" target="_blank" class="broken_link">Philipp Sonderegger</a></strong> und Betrachtungen zu <strong>Gewerkschaft 2.0</strong> und <strong>Gegenöffentlichkeit 2.0</strong>.</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p>&#8220;<strong>Soziale Bewegungen und Social Media. Handbuch für den Einsatz von Web 2.0</strong>&#8221; erscheint Anfang 2011 im <a href="http://www.oegbverlag.at" target="_blank" class="broken_link">ÖGB Verlag</a>.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1482" class="footnote"><strong>sticky post</strong>: ein Blogartikel, der an der Stelle des aktuellsten Blogeintrags &#8220;klebt&#8221;, unabhängig von seinem Veröffentlichungsdatum und anderen Artikeln, die vielleicht aktuelleren Datums sind.</li><li id="footnote_1_1482" class="footnote">Diese Bücher gibt es bereits und diesen Publikationen wollen und können wir keine Konkurrenz machen.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ach was muss ich oft von bösen Frauen hören oder lesen!</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2009/07/ach-was-muss-ich-oft-von-bosen-frauen-horen-oder-lesen/</link>
		<comments>http://www.kellerabteil.org/2009/07/ach-was-muss-ich-oft-von-bosen-frauen-horen-oder-lesen/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 20:20:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ich veröffentliche hier – mit Erlaubnis des Autors und einem zweifachen Dankeschön meinerseits1 – einen Leserbrief von Jochen Kugler an den Falter2] Nina Horaczeks Kommentar (&#8220;Jetzt leiden selbst grüne Softies unter Kastrations-Ängsten&#8220;) im Falter 25/09 hat wieder heftig in einer schmerzenden Wunde gebohrt: Seit der unsäglichen Diskussion um Voggenhubers &#8220;Nicht-Wahl&#8221; quälen mich als Grüner, emanzipierter, feministischer und [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="padding-left: 30px; text-align: right;"><span style="color: #993300;">[ich veröffentliche hier – mit Erlaubnis des Autors<br />
und einem zweifachen Dankeschön meinerseits<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/07/ach-was-muss-ich-oft-von-bosen-frauen-horen-oder-lesen/#footnote_0_996" id="identifier_0_996" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Danke erstens f&uuml;r den Text, n&auml;mlich inhaltlich und vor allem daf&uuml;r, DASS er geschrieben wurde. Ich habe ihn weitergeleitet bekommen, er scheint seine Runden gemacht zu haben. Ich habe den Autor angemailt, ob er sonst irgendwo ver&ouml;ffentlicht ist und ob ich ihn, wenn nicht, im kellerabteil2.0 ver&ouml;ffentlichen darf. Dank also zweitens f&uuml;r das Zur Verf&uuml;gung Stellen. &amp;gt;lg chr.">1</a></sup> –<br />
einen Leserbrief von Jochen Kugler an den Falter<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2009/07/ach-was-muss-ich-oft-von-bosen-frauen-horen-oder-lesen/#footnote_1_996" id="identifier_1_996" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Jochen Kugler hat den Leserbrief f&uuml;r den Falter verfasst, der sich mit den &quot;Gr&uuml;nen Kastrations&auml;ngsten&quot; in Nina Horaceks Kommentar zur Causa Voggenhuber, das &quot;Frauenproblem&quot; und den Gr&uuml;nen M&auml;nnern besch&auml;ftigt. Da der Leserbrief durch die starke K&uuml;rzung sehr an Bedeutung und Inhalt verloren hat, wurde er in voller L&auml;nge &uuml;ber andere Wege verbreitete.">2</a></sup>]</span></p>
<p>Nina Horaczeks Kommentar (&#8220;<em>Jetzt leiden selbst grüne Softies unter Kastrations-Ängsten</em>&#8220;) im <strong><a href="http://www.falter.at/" target="_blank" class="broken_link">Falter</a></strong> 25/09 hat wieder heftig in einer schmerzenden Wunde gebohrt:<br />
Seit der unsäglichen Diskussion um Voggenhubers &#8220;Nicht-Wahl&#8221; quälen mich als Grüner, emanzipierter, feministischer und (sic!) selbstbewusster Mann ständig die selben Fragen:</p>
<p>Warum muss ich mich damit abfinden, dass intelligente, reflexive und durchdachte Kommentare zur Causa Prima ausschließlich von Frauen kommen?<br />
Warum kommen alle jenseitigen, beleidigten, unreflektierten Kommentare ausschließlich von Männern?</p>
<p>Was sagt es uns, dass die richtig beleidigten, wehleidigen und unreflektierten Kommentare mit einer erstaunlichen Häufigkeit von &#8220;aufgeschlossenen&#8221; Männern in der Nähe ihrer 50er kommen?<br />
<span id="more-996"></span>Könnte es sein, dass hier jeMANNdem im Zweifelsfall doch eher die Ego-Jacke näher als das Gleichberechtigungs-Hemd ist? Dass hier Menschen, nein sprechen wir es aus, MÄNNER, schön in der 68er Frauen-Gleichberechtigungs-Bewegung mit geschwommen sind, sich ihre Posten mit wohlmeinenden Parolen gesichert haben und nun die Panik bekommen, weil sie den Zahltag wittern?</p>
<p>Es ist doch unglaublich: Wie keine andere Partei setzen sich die Grünen seit Jahren für die echte Gleichberechtigung der Geschlechter ein. Bis vor kurzem an ihrer (medialen) Spitze Van der Bellen, Voggenhuber, Pilz, Chorherr, Kogler, &#8230; Lauter Männer? Tja, nein, da gibt es doch auch noch &#8230;</p>
<p>Die &#8220;liberalen&#8221; Blätter unseres Landes unterstützen die Grünen natürlich in Ihren Anliegen. Die Chefredaktionen und Chefkommentatoren dieser Blätter: überwiegend Männer? Ups, das kann doch nur ein Zufall sein, oder? Aber für die &#8220;Frauensache&#8221; kann MANN doch auch sein, oder? Doch! Könnten Mann. Müsste Mann.</p>
<p>Die anderen Parteien ergehen sich in Solidaritätsbekundungen, weil: Gleichberechtigung ist auf jeden Fall wichtig. Klar! Aber zwingen? Nein, zwingen können wir natürlich niemanden zu irgendetwas. Parteispitze, Klubobmänner (!), Spitzenkandidaten für Nationalrat wie Europäisches Parlament bei SPÖ, ÖVP, FPÖ, BZÖ &#8211; beinahe ausschließlich Männer? Tja, so ist das halt mit der Politik. Da ist es einfach schwer, qualifizierte Frauen zu finden, für diesen harten und schmutzigen Job.<br />
Sieht mann ja: Die Frauen, die sich das antun, werden dann &#8220;frustriert&#8221; und &#8220;gehen auf die Männer&#8221; los.</p>
<p><strong>So weit die Vorgeschichte. Was ist dann passiert?</strong><br />
Da leisten sich die Grünen doch echt den Luxus ihrer Liste für die Europawahlen wirklich demokratisch wählen zu lassen und nicht (von Männern?) in geheimen Parteizirkeln. Und da treten dann unter anderem 3 Kandidatinnen (Lunacek, Lichtenegger, Vana) und ein Kandidat (Voggenhuber) an. Allesamt versierte und engagierte EuropapolitikerInnen. Alle (oder zumindest zwei) wollen SpitzenkandidatIn werden. Und dann wählen über 200 anwesenden Menschen (Männlein wie Weiblein, die berühmte &#8220;kritische Basis&#8221;), dass sie Lunacek gerne auf Platz 1 hätten.<br />
Voggenhuber hat diese Abstimmung verloren. Die normale (weibliche?) Reaktion: Niederlage verschmerzen, für Platz 2 kandidieren, sich für die gemeinsame Sache zurücknehmen und (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) wieder ins EU-Parlament einziehen.</p>
<p>Aber: in welcher Welt lebe ich denn? Wir reden hier von Voggenhuber. Der ist nicht irgendein Politiker! Er ist die EU. Er ist die Grünen! Und er ist: ein Mann! Und der kann – das geht ja schon mal gar nicht – auf Platz 2 kandidieren! Wie soll sein Ego das verkraften?<br />
Da muss wutentbrannt abgezogen werden. Da muss die Öffentlichkeit informiert werden, über die Machenschaften der Parteispitze (Natürlich: die FRAUEN!), die Intrigen der Partei gegen den &#8220;Unbequemen&#8221;, die Machtübernahme der Frauen bei den Grünen. Das &#8220;Ende&#8221; der Männer bei den Grünen. <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_rolleyes.gif' alt=':roll:' class='wp-smiley' />  Da muss sofort Vorsorge getroffen werden, die unglaubliche falsche und natürlich gelenkte Wahl zu korrigieren. Am besten damit, dass mann die Probleme medial aufzeigt und danach auf das demokratische Mittel der Vorzugsstimmen setzt (und ein klein wenig auf mediale Erpressung der Partei. Aber wo gehobelt wird,  &#8230;)</p>
<p>Natürlich – Versprochen! – ohne Schmutzkampagne gegen die eigene Partei. Wir sitzen doch alle im selben Boot, oder? Und ohne Voggenhuber – das weiß niemand besser als Voggenhuber – werden wir darin untergehen.</p>
<p><strong>Die Aufgeschlossenheit der aufgeschlossenen Medien</strong><br />
Das geht natürlich nicht. Da springen dann die &#8220;links-liberalen Medien&#8221; ein. Da müssen die Männer in diesen Medien vor. Da müssen die &#8220;strategischen Probleme&#8221; besprochen werden, die die Grünen mit einer &#8220;ausschließlichen Frauenspitze&#8221; haben. Stelle sich nur einer vor: da sitzen doch tatsächlich an der Partei- UND an der EU-Spitze der Grünen AUSSCHLIESSLICH Frauen. Da werden verdiente, &#8220;unbequeme&#8221; Männer einfach &#8220;entsorgt&#8221;, schlicht weil sie &#8220;keine Titten&#8221; haben (was ja – wie wir zufällig <a href="http://www.kellerabteil.org/2008/12/von-efgani-donmez-und-elisabeth-gehrer/" target="_blank">von einem Mann erfahren</a> haben – als Qualifikation nicht ausreicht).<br />
Natürlich wurde &#8220;der Mann&#8221; nicht &#8220;entsorgt&#8221;, weil er sich in einer Frage (EU-Reformvertrag ohne Wenn und Aber) zu sehr exponiert hatte und dafür keine Mehrheit als Spitzenkandidat gefunden hatte.</p>
<p>Gleichberechtigung sei ja wirklich wichtig (so die wohlmeinenden Kommentatoren). Aber was &#8220;die Grünen Frauen&#8221; hier mit dem armen und allerbesten Johannes Voggenhuber gemacht haben, das geht ja wohl wirklich nicht! Das wird den Grünen noch auf den Kopf fallen. Das werden wir euch so lange ins mediale Stammbuch schreiben, bis es auch die letzten Grünwähler glauben. Als Team antreten? Voggenhubers EU-Kompetenz mit Lunaceks Erfahrung als Sprecherin der Europäischen Grünen zusammentun? Pah! Schmecks!<br />
<em>Wer nicht für mich ist, ist gegen mich!</em></p>
<p><strong>Also welche Dynamiken sind hier am wirken?</strong><br />
Kann mich irgendjemand vor meiner Analyse retten, dass das alles Paradefälle &#8220;männlicher Verhaltensweise&#8221; sind? Kann mich irgendjemand vom Gedanken abbringen, dass  Frauen so etwas nicht tun würden?<br />
Kann mir irgendjemand aus dem moralischen Dilemma befreien, dass die &#8220;Besserwisser&#8221;, denen die Angst vor Machtverlust aus jeder Körperpore dringt, fast ausschließlich Männer waren und sind? Sei es grün-intern (Voggenhuber, Pilz, Chorherr, Van der Bellen) oder von Seiten der &#8220;wohlwollenden Öffentlichkeit&#8221; (von Rauscher bis – ja ich kann es nicht ausnehmen – Armin Thurnherr)?</p>
<p>Kann mit bitte jemand erklären, warum (auch bei den Grünen) immer nur die Männer Mord und Totschlag schreien, wenn sie eine interne Wahl verlieren. Oder können Sie sich an mediale Kampagnen von Ulrike Lunacek erinnern, als sie in den letzten Jahren nicht Spitzenkandidatin für die EU wurde? Können Sie sich an mediale Diskurse über die ausschließlich männliche Parteispitze der Grünen erinnern (Van der Bellen in Ö und Voggenhuber in der EU) als die Grünen Verluste bei der letzten NR-Wahl einfuhren? Hat jemand über männliche Verschwörungen beim Wechsel von Petrovic auf Van der Bellen gesprochen?</p>
<p>Und kann mir bitte jemand erklären, warum sich bis dato kein einziger Mann gefunden hat, der diese Unglaublichkeiten der &#8220;alten Männer&#8221; kommentiert? Kein Grüner, kein Linker, kein &#8220;liberaler Journalist&#8221;.<br />
Warum die &#8220;linken Männer&#8221; hier bestenfalls schweigen, und es den &#8220;linken Frauen&#8221; überlassen, die Dinge auf den Punkt zu bringen?<br />
Jenen Frauen, denen mann dann getrost &#8220;zwischen den Zeilen&#8221; mitteilen kann, dass sie ja &#8220;nur Probleme mit den Männer&#8221; haben?</p>
<p>Kann es sein, dass es wirklich ausschließlich Aufgabe der Frauen ist, darauf hinzuweisen, dass die Machtzentren ALLER österreichischen Parteien außer der Grünen ausschließlich von Männer gelenkt werden (SPÖ: Kanzler, EU-Delegations-Spitze, Klubobmann, alle wichtigen Minister, ÖVP: Vizekanzler, Klubobmann, Parteichef, EU-Delegations-Spitze, von F und BZÖ wollen wir hier gar nicht reden)?<br />
Und dass es in diesem Zusammenhang schon einem gerüttelten Maß (männlicher) Unverfrorenheit bedarf, um ernsthaft das &#8220;Problem&#8221; von zwei Frauen in Spitzenfunktionen bei den Grünen medial zu diskutieren?</p>
<p><strong>Es wird weh tun. Und es wird gut sein!</strong><br />
Ja liebe Männer, gleiche Rechte und gleicher Lohn, gleiche Teilhabe und gleiche Macht für Männer und Frauen müssen selbstverständliche Forderungen aller aufgeklärter Menschen sein. Und:<br />
Ja, liebe Männer, das wird bei uns zu Machtverlust führen!</p>
<p>Ja, die Frauen werden nicht aufhören ihre Rechte einfordern. Aber wir werden auf selbstverständlich geglaubte Machtpositionen verzichten müssen. Es wird schmerzen. Es wird nicht toll sein. Aber es wird sich lohnen. Spätestens wenn unsere Kindern (Töchter wie Söhne) uns als Väter einmal fragen, was wir eigentlich damals getan haben, als Chefetagen, Aufsichtsräte, Parteivorstände, Professuren, Chefredaktionen, Gewerkschaften und Interessenvertretungen – schlicht alle Machtgremien unseres Landes – von Männern besetzt waren. Damals &#8230;</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Jochen Kugler<br />
Ehemaliger Sozialreferent der Wr. Grünen<br />
Einziger männlicher Soziologe in einem ansonsten weiblichen Forschungsteam</em></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_996" class="footnote">Danke erstens für den Text, nämlich inhaltlich und vor allem dafür, DASS er geschrieben wurde. Ich habe ihn weitergeleitet bekommen, er scheint seine Runden gemacht zu haben. Ich habe den Autor angemailt, ob er sonst irgendwo veröffentlicht ist und ob ich ihn, wenn nicht, im kellerabteil2.0 veröffentlichen darf. Dank also zweitens für das Zur Verfügung Stellen. <em>&gt;lg chr.</em></li><li id="footnote_1_996" class="footnote">Jochen Kugler hat den Leserbrief für den Falter verfasst, der sich mit den "Grünen Kastrationsängsten" in Nina Horaceks Kommentar zur Causa Voggenhuber, das "Frauenproblem" und den Grünen Männern beschäftigt. Da der Leserbrief durch die starke Kürzung sehr an Bedeutung und Inhalt verloren hat, wurde er in voller Länge über andere Wege verbreitete.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2010/11/demokratie-oder-mediokratur/' rel='bookmark' title='Demokratie oder Mediokratur'>Demokratie oder Mediokratur</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Wo is n jetzt die verfickte Pietät?</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Oct 2008 16:20:48 +0000</pubDate>
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Boy oh boy, der Wahlkampf &#8217;08 hat <a href="http://wissenbelastet.com/2008/09/22/wahl08-rueckblick-online-webmontag-zu-web20-und-die-wahl/" target="_blank" class="broken_link"><em>web2.0</em> in Österreich</a> ja einen ziemlichen Boost verschafft. Aber für die Ankurbelung von Vernetzung und <em>traffic</em> in den schönen web2.0-Strukturen, hey, da <strong>geht doch nichts über den Heldentod eines Volkstribunen</strong>, ha? Oder? Ha?<br />
<em>big-time-boost!!</em></p>
<p>War&#8217;s ein Attentat? Und wenn, wer war&#8217;s? <a href="http://www.misik.at/sonstige/die-schonsten-verschworungstheorien-banker-haben-haider-umgebracht.php" target="_blank" class="broken_link">Mossad? Raiffeisen? Die Ostküste?</a></p>
<p>Oder müsste man gut 180km/h mal 1.8 Promille (das treibt den <em>Evil Knievel-Quotienten</em> auf stolze 330) bei einem 58jährigen Pensionsberechtigten eher Selbstmord nennen?</p>
<p>Wie ist der Verunglückte posthum zu würdigen?</p>
<p>Hab ich in meinem Posting, Kommentar oder Blogartikel auch sicher irgendwie die Notwendigkeit der Pietät eingebaut?</p>
<p>Hab ich eh nicht vergessen, der Familie des Verunglückten in jedem hintersten Eck von <a href="http://de.search.wordpress.com/?q=haider" target="_blank"><em>wordpress.org</em></a>, <a href="http://search.twitter.com/search?q=haider" target="_blank"><em>twitter</em></a>, <a href="http://derstandard.at/?id=1220460652139" target="_blank"><em>derstandard.at</em></a> und weißgottnochwo meine Anteilnahme zu versichern?<br />
Hey, sie werden&#8217;s sicher lesen und sich freuen!</p>
<p><span id="more-208"></span>Wer hätte das gedacht, das schnucklig-verträumte Österreich, diese Hochburg des morbiden Katholizismus wird überschwemmt von einem ungeheuren Konformitätsdruck zur <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Bild:Pietro_Perugino_063.jpg&amp;filetimestamp=20050520074501" target="_blank" class="broken_link"><strong><em>pietas</em></strong></a>. Das Volk der Austriarker konvertiert ein halbes Jahrtausend nach der Gegenreformation zum Pietismus und hebt damit auf einen Schlag seine moralische Überlegenheit in schwindelnde Höhen.<br />
&#8220;<em>Steine und Ächtung!</em>&#8221; für alle, die hierin Bigotterie entdecken. <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_redface.gif' alt=':oops:' class='wp-smiley' /> </p>
<h3><strong>Ein Monument für das kollektive Gedächtnis</strong></h3>
<p>Herrschaftszeiten, jetzt ist mal was los.<br />
Wir werden noch in 10 Jahren zurückdenken &#8211; und <em>la massmedia </em>wird zum Anlass sondersenden &#8211; und uns fragen, was ist den da passiert und los gewesen?</p>
<p>Da dastesst sich der &#8216;<a href="http://www.joerghaider.at/" target="_blank" class="broken_link">Karawanken Dr. No</a>&#8216; mit seinem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Phaeton" target="_blank" class="broken_link">Phaeton</a> und was passiert? Es gibt ein kollektives Nachholen des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutschland._Ein_Sommerm%C3%A4rchen" target="_blank" class="broken_link">Sommermärchens</a>, das Österreich schon so lange verwehrt blieb. Ein ganz Österreich und alle Menschen erfassendes Event! So wie Deutschland vom Sommermärchen 2006 erfasst wurde und was in Österreich zur Euro leider ausblieb: umfassende Emotionalität!</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://flickr.com/photos/neelaa/2868253300/in/photostream/"><img class="alignnone size-full wp-image-546 aligncenter" title="wahlplakat_neelaa2" src="http://electrobabe.files.wordpress.com/2008/09/wahlplakat_neelaa2.jpg?w=500&amp;h=178" alt="" width="500" height="178" /></a></p>
<p style="text-align: right;">(via <a href="http://electrobabe.at/2008/09/24/wahlplakate-mal-anders-teil-2/" target="_blank" class="broken_link">elektrobabe</a>)</p>
<p>Notgedrungen läuft das in Österreich anders als beim deutschen Sommermärchen 2006. Die Welle der Emotionen rollt hier nicht anlässlich einer Fussball-WM. Und was da rollt, das ist nicht glückselige Begeisterung und &#8216;<em>Wir sind Deutschland</em>&#8216;-Emotion.<br />
Aber die Gefühle sind ähnlich tief und aufwühlend. Der kollektive Druck, einzustimmen und die Stimmung nicht zu verderben ist ähnlich hoch. Das Erlebnis der Verbindung mit den anderen, dieses Gefühl des gleichschwingenden Kollektivs, das Wir-Erlebnis, das ist nach dem gleichen Muster gestrickt. Und die mediale Inszenierung und Verstärkung laufen genau gleich ab.</p>
<p>Freilich, das ist Österreich. Mit Fussball ist da kein großes Wir-Gefühl zustande zu bringen. Und wenn &#8220;Österreich&#8221; mal Literaturnobelpreisträgerin wird, also das geht in einer Gartenzwergrepublik gar nicht; bzw. nach hinten los.<br />
Aber kleine Nationen haben einen großen Hang zur Tragik. Österreich hat eine Tradition des Morbiden. Und auch abseits dieses Mythos, der Tod und das Todengedenken hat immer schon und überall eine zentrale Rolle in der <a href="http://www.amazon.de/Das-kulturelle-Ged%C3%A4chtnis-Jan-Assmann/dp/3406421075" target="_blank"><em><strong>Organisation des kulturellen Gedächtnisses</strong></em></a> gespielt.</p>
<p>Und darum geht&#8217;s hier ja wohl. Nicht um den Volkstribun, nicht um seine Fett&#8217;n und seine Phaeton, nicht um ein Vermächtnis, das dem tatsächlichen Leben und Wirken des Verunfallten zu tun hätte, sondern um das Vermächtnis, das jetzt gestrickt wird.</p>
<p>Das ist eine große Sache. Jede und jeder kann mitmachen. Und in 10 Jahren zurückdenken und sagen, ich war dabei. Damals, als der Haider sich da&#8217;stessn hat und was los war in Österreich.</p>
<h3><strong>Die Identifikation mit dem Happening</strong></h3>
<p>In den letzten Tagen häufen sich wenigstens die geäußerten Verstörungen über die Ausmaße, die das annimmt. Der österreichische Altweibersommertraum, so zu sagen. &#8216;<strong><em>Wir sind Jörgi</em></strong>&#8216;.</p>
<p>&#8216;<em>Jörg</em>&#8216; war ja immer schon eine Marke, das heißt bald nach 1986. Aber jetzt wo Jörg selber nicht mehr an der Marke basteln kann, jetzt gehört sie anderen und wird noch viel größer. &#8216;<em>Jörg</em>&#8216;: das ist &#8220;unser Lebensmensch&#8221;. &#8216;<em>Jörg</em>&#8216;: das unvergleichliche Talent, der Veränderer von Österreich, der Kämpfer gegen den Proporz, die Etablierten und die große Koalition. (Humbug zwar, aber wen kümmert das. Coca Cola hat ja auch nichts mit &#8220;Freiheit&#8221; zu tun und wird erfolgreich damit konnotiert.)</p>
<p>Vor allem muss &#8216;<em>Jörg</em>&#8216; groß gewesen sein, weil wie wäre sonst das alles zu erklären, was da jetzt an kollektiver Ergriffenheit abgeht.</p>
<blockquote><p><a href="http://www.social-innovation.org/?p=804" target="_blank" class="broken_link">Die Reaktion auf Haiders Tod ist ein soziales Phänomen, das wir analysieren müssen. Diese Hysterie ist eine Warnung. Ihre Gefühlswucht macht im ersten Moment nachgerade fassungslos. [...] Zweierlei ist denkbar. Entweder es gibt eine Identifikation mit dem Angreifer. So erklärt die Psychoanalyse die paradoxe Sympathie, die Opfer von Gewalt mitunter für die Täter fühlen. Das scheint fraglich, denn Basis dieses Mechanismus ist ein Gefühl großer Ohnmacht, die im Fall der Kritik an Haider nicht gegeben war.</a></p></blockquote>
<p>Nope, ich hab da einen anderen Zugang, einen anderen Erklärungsansatz. Siehe oben, Stichwort &#8216;<em>Sommermärcheneuphorie</em>&#8216; bzw. &#8216;<em>Altweibersommertrauerspiel</em>&#8216;.</p>
<p>Um das, was da abgeht zu verstehen, braucht es keine Analyse der Marke &#8216;<em>Jörg</em>&#8216; und auch keine Psychoanalyse der österreichischen Seele. Das aktuell stattfindende Happening hat vor allem nicht viel damit zu tun, was der &#8216;<em>Jörg</em>&#8216; irgendwelchen Menschen bedeutet hat. (Klar, das spielt wohl mit, reicht aber als Erklärung nicht aus.)<br />
Es hat viel mehr mit der Dynamik des Happenings selbst zu tun, mit der Eigendynamik der kollektiven Betroffenheitswelle.</p>
<h3><strong>Betroffenheitswelle lädt zum Surfen ein</strong></h3>
<p>Wie sonst ließe sich erklären, dass seit letzter Woche marodierende Horden von SurferInnen durch das WWW ziehen und herumsuchen, um Orte ausfindig zu machen, wo irgendetwas über des &#8216;<em>Jörg</em>&#8216; Tod geschrieben steht?<br />
Diese Suche hat nichts mit der eigenen Betroffenheit zu tun, sondern mit der Sehnsucht nach dem großen Ereignis in der eigenen kleinen Welt. Mit jedem Satz,</p>
<blockquote><p>unsere Gedanken haben bei der Familie und der Mutter zu sein</p></blockquote>
<p>und mit jeder gelesen Forderung nach Pietät steigert sich das Gefühl der Wichtigkeit des Ereignisses. Und es steigert sich das Gefühl, dass man jetzt selbst irgendwo Pietät einfordern kann. Moral einfordern. Andere kontrollieren. Wichtig sein. Lust an der strukturellen Gewalt haben, die da durch eine absurde Konvention immer mehr und ins Absurde aufgebaut wird.</p>
<p><em>Hehe, da soll nur wer was falsches schreiben, dann poste ich die Pietätskeule. Na warte nur</em>. <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_twisted.gif' alt=':twisted:' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Und weiter durchs WWW gesurft, es ist was los. Man muss der Familie das Beileid aussprechen und kontrollieren, ob alle der Familie das Beileid aussprechen.<br />
So war s ja immer schon. Als Douglas Adams gestorben ist, da ist im Netz überall seiner Familie gedacht worden. Als der Sinowatz Fredi von uns gegangen ist, haben wir nicht alle seinen Angehörigen gedacht? Nachdem vorgestern an zwei Stellen im 2. Bezirk an verschiedenen Stellen RadfahrerInnen von LKW&#8217;s niedergerollt wurden, haben da nicht auch alle geschrieben und gepostet, was für ein tragischer Unfall das nicht jeweils war?</p>
<p>Pietät in die letzten Ritzen eines alpinen WWWs zu schreien<br />
und alles nach Verstößen gegen die Pietätsordnung zu durchsuchen<br />
und drohend Ergriffenheit einfordern<br />
&#8230; aaaaahhhh &#8230; <em><strong>was für Hampelmänner</strong></em> <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' /> </p>
<p>alors, ich muss jetzt. Muss aufhören und wieder durch&#8217;s <em>WWW</em> streifen. Auf der Pirsch nach <a href="http://www.freeguestbooks.net/mg/multi.pl?33452" target="_blank" class="broken_link"><strong>Pietätsordnungsverletzern</strong></a>. Abmahnen. Abmahnen. Abmahnen.</p>
<p>Hier übrigens der &#8211; wie ich finde &#8211; beste Beitrag zur Trauerbewältigung so far:</p>
<div style="text-align: center;"><a href="http://de.youtube.com/watch?v=eYGrVTJkS_s" target="_blank"><img src="/images/bassena.png" alt="Ein Volk trauert um seinen Führer" /></a></div>
<p>&#8230; und nachdem der tragisch sich dastessen habende, abgetretene Volkstribun nun dem Ulrichsberge übergeben wurde, lasst uns Mut fassen und im Gedenken fröhlich sein.</p>
<p>dem Andenken gewidmet. &amp; welche Weise könnte hier passender sein:</p>
<p style="text-align: center;">
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=gViaOYgV8yI">www.youtube.com/watch?v=gViaOYgV8yI</a></p>
</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p><strong>ps:</strong> Ich habe mich selbst aufrichtig befragt. Ja, ich wäre auch pietätvoll gewesen. Pietät sehe ich als etwas, das sich nur in konkreten Handlungen gegenüber konkreten Menschen im direkten Kontakt ausdrücken kann.</p>
<p>Und ja, wäre mir des Haider Jörgs Mutter in den letzten Tagen über den Weg gelaufen, ich hätte es mir verbissen, Sie zu fragen, was ihr denn so gefallen hat an der Nazizeit.<br />
Das hätte ich mir dieser Tage aus Pietät verbissen, obwohl ich sie das früher schon gefragt hätte, hätten wir uns getroffen.<br />
Ja, das ist Pietät.</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p><strong>pps:</strong></p>
<h3 style="text-align: center;"><span style="color: #003300;"><strong>Aufgrund der großen Anzahl an pietätlosen, Pietät einfordernden Postings sieht sich das Kellerabteil gezwungen, zu diesem Artikel ausnahmsweise die Kommentarfunktion zu deaktivieren.</strong></span></h3>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
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		<title>erste Hochrechnung NRW &#8217;08</title>
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		<comments>http://www.kellerabteil.org/2008/09/erste-hochrechnung-nrw-08/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 27 Sep 2008 15:00:39 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Nachdem es draußen mehr auf November als auf Altweibersommer macht, nachdem die Uhr passender Weise gerade 17:00 anzeigt und nachdem Endorsement &#8217;08 bereits mehr oder weniger Geschichte ist, hab ich mal meine eigene keine Hochrechnung gemacht. Das heißt, eigentlich, um mich wieder paar Minuten von der Arbeit abzulenken, die sich so gar nicht von selbst [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://feuerhaken.org/2008-09-27/hilfe-bei-der-wahlentscheidung-endorsement-08/" target="_blank" class="broken_link"><img class="alignright" style="float: right; margin-left: 10px; margin-right: 10px;" src="http://feuerhaken.org/wordpress/wp-content/uploads/2008/09/endorsement12345.jpg" alt="Endorsement 08" width="138" height="109" /></a>Nachdem es draußen mehr auf November als auf Altweibersommer macht, nachdem die Uhr passender Weise gerade 17:00 anzeigt und nachdem <a href="http://feuerhaken.org/2008-09-27/hilfe-bei-der-wahlentscheidung-endorsement-08/" target="_blank" class="broken_link"><strong>Endorsement &#8217;08</strong></a> bereits mehr oder weniger Geschichte ist, hab ich mal meine eigene keine Hochrechnung gemacht.<br />
Das heißt, eigentlich, um mich wieder paar Minuten von der Arbeit abzulenken, die sich so gar nicht von selbst machen will heute &#8230; <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_confused.gif' alt=':???:' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Jedenfalls ist die Hochrechnung super <em><span style="text-decoration: underline;"><span style="color: #ff0000;"><strong>Exklusiv!</strong></span></span></em>. Die Zahlen hat nicht mal noch der Fellner, geschweige denn <a href="http://www.sora.at/de/start.asp?ID=1014" target="_blank" class="broken_link">SORA</a>.</p>
<p>hier mein Tipp:</p>
<p><img class="aligncenter" style="margin-top: 10px; margin-bottom: 10px;" src="/images/Hochrechnung_NRW08.png" alt="Hochrechnung Nationalratswahl 08" /></p>
<p>Lieber <a href="http://laurenzennser.twoday.net/" target="_blank" class="broken_link">Laurenz</a>, wenn Du das bitte noch in die <a href="http://laurenzennser.twoday.net/20080917/" target="_blank" class="broken_link">Erfassung der Prognosen</a> aufnimmst. Die Wissenschaftlichkeit ist absolut gesichert.<br />
Hier nochmals die Zahlen (auf 2 Kommastellen und die Bewegung zur NRW 06):</p>
<p><span id="more-203"></span></p>
<p style="padding-left: 30px;">SPÖ 28,13% (-7,21%),<br />
ÖVP 24,67% (-9,66),<br />
Grüne 11,89% (+0,85%),<br />
FPÖ 18,64% (+7,61%),<br />
BZÖ 7,91% (+3,8%),<br />
LIF 4,18% (zur NRW 06 nicht angetreten).</p>
<p>So, und was mach ich jetzt mit den Eingeweiden vom Fisch?</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p>Andere Einträge zum Wahlkrampf 08:</p>
<ul>
<li><a href="/?p=185">Es reicht!</a></li>
<li><a href="/?p=199">Wer will mich?</a></li>
<li><a href="/?p=187">Fuhrmann: “uns fehlt es an Substanz”</a></li>
<li><a href="/?p=197">Derbystimmung bei LIF gegen Grüne?</a></li>
<li><a href="/?p=189">FPÖ: die soziale Sicherheit, die sie meinen</a></li>
<li><a href="/?p=202">Erde an Hausverstand, Erde an Hausverstand!</a></li>
</ul>
<div style="text-align: center;">&#8212;</div>
<p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Erde an Hausverstand, Erde an Hausverstand!</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2008/09/erde-an-hausverstand-erde-an-hausverstand/</link>
		<comments>http://www.kellerabteil.org/2008/09/erde-an-hausverstand-erde-an-hausverstand/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 26 Sep 2008 14:57:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lieber Hausverstand, wie oft soll ich es Dir noch sagen, es funktioniert nicht! Wenn auf den Billa Kautschukknödeln noch fünfmal &#8220;Knusprige Laugensemmel&#8221; draufsteht, von allen Adjektiven nämlich &#8220;Knusprige&#8220;!, dann bleiben es deswegen immer noch gatscherte und bis in die Ewigkeit und drei Tage elastische Teigklumpen. Einsatzmöglichkeit sonder Zahl. Auf Anhieb fiele mir etwa Wärmedämmung ein. [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Hausverstand, wie oft soll ich es Dir noch sagen, es funktioniert nicht!</p>
<p>Wenn auf den Billa Kautschukknödeln noch fünfmal &#8220;<strong><em>Knusprige Laugensemmel</em></strong>&#8221; draufsteht, von allen Adjektiven nämlich &#8220;<strong><em>Knusprige</em></strong>&#8220;!, dann bleiben es deswegen immer noch gatscherte und bis in die Ewigkeit und drei Tage elastische Teigklumpen. Einsatzmöglichkeit sonder Zahl. Auf Anhieb fiele mir etwa Wärmedämmung ein. Aber Essen?<br />
Von wegen <strong><em>knusprig</em></strong>, da hilft kein Toasten und kein kein Grillen. Try Holzkohle, try 180° Heißluft, try offenes Lagerfeuer, da hilft nix auch nur ein bißchen. Die Teile kann man vielleicht panieren und herausbacken, aber selbst dann bleibt der Mantsch letschert. Maximal 2 Millimeter Kruste Panier. The rest stays the same.</p>
<p><img style="margin: 2px 2px 5px 20px; float: right;" src="/images/billa.png" alt="ja, natürlich ..." width="200" height="150" />ABER: überhaupt von wegen &#8220;<strong><em>Aktion!</em></strong>&#8220;.<br />
Lieber Hausverstand, es ist keine &#8220;<strong><em>Aktion!</em></strong>&#8220;, wenn vier hatscherte Weckerln zusammen 30 Cent weniger kosten würden als der Multiplikator 4 mal dem Einzelpreis ergibt. Nicht wenn die &#8220;<strong><em>Aktion!</em></strong>&#8221; vierer hatscherter Weckerln auf mehr kommt, als ein halbwegs genießbares Brot kosten sollte.<br />
(Hat sowie so alles die Konsitenz von MacDonalds Food.)</p>
<p><span id="more-202"></span>Übrigens Herr Hausverstand, die superduper Steigerung &#8220;<strong><em>Frisch, Frischer, Superfrisch</em></strong>&#8221; für pasteurisierte und homogenisierte Milchprodukte aus den verschiedenen Ecken Europas &#8230; äh, wie soll ich sagen, <strong>Nein!</strong> Is nicht. Kommt in etwa so fruchtig daher wie das Wort &#8220;Emulgator&#8221;.<br />
Aber ernsthaft, wo kann mensch eigentlich Sprachverwaltigung anzeigen?</p>
<p>Und mit Common Sense, Herr Hausverstand, mit <em>Common Sense</em> haben Sie nichts zu tun. Gar nichts. Glauben Sie nicht, dass sie da irgendjemand verwechselt, weil die Herren von Rewe ihnen penetrante Mengen an Sendezeit und Plakatfläche einräumen.</p>
<p>Potemkin&#8217;sche Kuhaufsteller umschmeissen, ja. Sehr schön. In der Werbung die Werbung kritisieren, voll-kom-men glaub-wür-dig! Jessas, und das zwei Spots nachdem ihr Kollege mit einem Ferkel geredet hat! Das man auf den Almboden raufschaffen musste für den Spot. Im Hintergrund der Hubschrauber, das Kamerateam und ein Artdirector, der sich einen abschwitzt vor so viel Natur. <em>Ja natürlich</em>, sehr schön. Hallo? Erde an Hausverstand, Erde an Hausverstand?</p>
<p>Kommt so lächerlich-sinnig wie der Name, den sich die Werbungsindustrie selbst gibt: &#8220;Kreativwirtschaft&#8221;. Wie sagt der Hausverstand? &#8220;<strong><em>Ja, natürlich</em></strong>.&#8221; <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' /><br />
(Uhh, da fällt mir auch wieder diese kreativwirtschaftliche Kreativitätsdetonation ein, die Anrufung des &#8220;<em><a href="/?p=192" target="_blank">Unternehmergeistes</a></em>&#8220;. Ährg!)</p>
<p>A propos Hausverstand, Du Hausverstand, das geb ich Dir ja gerne zu, eine Mehrwertsteuersenkung würden Deine Auftraggeber und ihre Kollegenschaft der Handelsketteneigner <em><strong>ja, natürlich</strong></em> voll weitergeben. Sicher. Na voll! Das sagt ja schon der Hausverstand. Und der Bruder vom Herrn Hausverstand, der Faymann. Ihr seht&#8217;s euch eh ähnlich.<br />
Selbe Outfit-Berater, mmh? Dacht ich doch.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.raketa.at/index.php?id=7371&amp;rid=293" target="_blank" class="broken_link"><img src="http://www.raketa.at/images/4688f881700076e3a5ad80256d6dd759.JPG" alt="Faymann" width="400" height="185" /></a></p>
<p>Lieber Hausverstand, das mit dem Hausverstand Deines Zwillings geht ja nur deswegen halbwegs rein, weil die &#8220;<strong>Es reicht</strong>&#8220;-Ministrantenclique sowieso den noch schwereren Hieb hat. Quasi &#8220;<em>schwarz, schwerer, gehrerschwerer Hieb</em>&#8220;.<br />
Die nehmen das Wort zwar besonders gerne in den Mund, am liebsten diese <a href="http://karinsweblog.holzweg.com/index.php" target="_blank" class="broken_link">Parade-Almkuh-Kulisse von Karin Hakl</a>, hussen dabei aber aus derart abartigen Regionen des Dumpfsinns, dass eine Mehrwertsteuersenkung dagegen wirklich noch als sinnig durchginge. Die VP erinnert mich Jahr für Jahr mehr an den Bible Belt in den USA. Weiß selber nicht warum, ehrlich.</p>
<p>Ach ja, Wahlkrampf Argumentation 08. Der pure Hausverstand. Weil selbst wenn der Kaviar da irgendeine Rolle spielen würden, wir kaufen pro Monate nämlich alle immer recht gleich viel Kaviar wie Milch und Brot und das schöne Brausepulver, das so kitzelt, wo man immer so lachen muss und 10 Minuten ganz vergisst, was man grad hätt&#8217; machen wollen oder sollen, gell? Also 10 Liter Milch, 10 mal das Aktionsabgebot von 4 Gummiweckerln, 10 Dosen Kaviar und, ok., 12 Packungen Brausetabletten im Monat. Klar, da erspart sich der Hausverstand beim Kaviar am meisten! Weil das <strong><em>ja, natürlich</em></strong> weitergegeben wird.</p>
<p>Irgendwie, irgendwo sollte Sprachvergewaltigung gerächt werden können, damned!</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
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		<title>Derbystimmung bei LIF gegen Grüne?</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Sep 2008 20:18:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor ein, zwei Wochen hatte ich den Eindruck, laufend Erörterungen zu lesen und zu hören, warum das LIF wählbar sei. Diese Betrachtungen schienen mir auf die Conclusio hinauszulaufen, dass das LIF wählbar ist, also für die ErörterInnen selber offenbar eine interessante Option darstellt. Bißchen komisch dabei, dass da immer wieder so etwas wie Überraschung mitzuschwingen [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor ein, zwei Wochen hatte ich den Eindruck, laufend Erörterungen zu lesen und zu hören, <strong><em>warum das LIF wählbar sei</em></strong>. Diese Betrachtungen schienen mir auf die Conclusio hinauszulaufen, <strong><em>dass </em></strong>das LIF wählbar ist, also für die ErörterInnen selber offenbar eine interessante Option darstellt.<br />
Bißchen komisch dabei, dass da immer wieder so etwas wie Überraschung mitzuschwingen schien. Oder mitschwingen sollte. <em>Hey, jetzt sieh an, schau, das LIF ist ja wählbar</em>. <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_eek.gif' alt=':shock:' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Nun, das ist keine Erklärung, <strong><em>warum </em></strong>mensch das LIF nun wählen <em><strong>sollte</strong></em>. Die ist mir bislang auch noch nicht untergekommen.</p>
<p>Heißt das eigentlich dann, <strong>dass das LIF hauptsächlich ein <em>ProtestwählerInnen-Angebot</em> darstellt?</strong><br />
&#8230; für urbane gebildete Liberale, die über das erträgliche Maß von der Peinsamkeit austriarkischer Politik angewidert sind?</p>
<h3><strong>Das sind wir nicht gewöhnt!</strong></h3>
<p>Diese gewohnte Peinsamkeit (mindestens seit 1997) wird wohl auch für die angesprochene Stimmungslage verantwortlich sein, diese Stimmungslage einer &#8220;leicht perplexen Überraschung&#8221;, dass es da jetzt ein solches Angebot gibt.<br />
Ein Angebot abseits der ermüdenden Provinzpossen und chauvinistischen Kasperltheater. Ein Angebot in Abgrenzung zur <em>sozialdemokratielosen Ich-bin-so-verloren SPÖ</em>. Ganz etwas anders als die foxterrierhafte LandeierÖVP. Vor allem: welch Erholung, wenn mensch ständig diese Billigprogramme aushalten muss, den 7ten Aufguss der Big Brother-haften Goldketterl- und SonnenstudioBuberlpartien.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2008/09/derbystimmung-bei-lif-gegen-grune/#footnote_0_197" id="identifier_0_197" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wie war das, was ich da mal gelesen hab? &amp;#8220;Solariumnationalisten&amp;#8220;? genial. Obwohl, vl. eher &amp;#8220;Nationalsolariumisten&amp;#8221; &amp;#8230;">1</a></sup></p>
<p><em>That&#8217;s all ya need for a hype here</em>: <strong>Dankbarkeit!</strong><br />
<span id="more-197"></span><br />
Endlich wieder Interviews und mediale Debattenaufführungen, die sich deutlich vom allgegenwärtigen SportreporterInnenniveau abheben. Wenn das kein Grund für eine Dosis Euphorie ist. <em>Hey, then nothing is</em>. Das ist Wien, mein Guter. 2 Mille Wasserkopf eines 8 Mille Alpentourismusressorts. Da sind wir ganz zurecht dankbar für eine Heide Schmidt; im <a href="http://blog.sebmos.com/2008/08/20/beeindruckende-heide-schmidt-im-report/" target="_blank" class="broken_link"><em>Report</em></a>, in <em>Ö1</em>, im <em>derStandard-Chat</em>, im <a href="http://www.zwischenruf.at/?p=823" target="_blank" class="broken_link"><em>Profil</em></a> usw.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2008/09/derbystimmung-bei-lif-gegen-grune/#footnote_1_197" id="identifier_1_197" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wo sie &amp;#8211; denke ich &amp;#8211; jetzt auch nur wahlkampfbedingt so vorkommt. Mit nix Wahlkampf und ohne das Flair des Besonderen nach der l&auml;ngeren Abwesenheit ginge es ihr wie den Gr&uuml;nen. Everyday life, kurze Statements an dritter, vierter, f&uuml;nfter Stelle in den Medien, kaum die M&ouml;glichkeit f&uuml;r diese Profilsch&auml;rfung, die jetzt in dieser besonderen Konstellation gelingt.">2</a></sup><br />
Verdammt, Berlin hat gute 4 Mille, D-Land über 80 Millionen Einwohner und deren Politlandschaft ist kaum weniger peinsam.</p>
<p>It just shows where we are, right? Diese Dankbarkeit für die Stimme Heide Schmidts in der Kakophonie des öffentlichen Raums, sie sagt viel über unsere Zeit, unser Mediensystem und den Zustand unserer Gesellschaft aus. (Ach ja, und um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: <em>diese absolut berechtigte und von mir vorbehaltlos geteilte Dankbarkeit</em>!<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2008/09/derbystimmung-bei-lif-gegen-grune/#footnote_2_197" id="identifier_2_197" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Aber ich bezweifle ernsthaft, dass diese Dankbarkeit irgendetwas mit der &amp;#8220;Partei&amp;#8221; LIF zu tun hat.">3</a></sup></p>
<blockquote><p><a href="http://laurenzennser.twoday.net/stories/5134320/" target="_blank" class="broken_link">&#8230; und da ist es mir – zum wiederholten mal in den vergangenen wochen – aufgefallen: heide schmidt gebührt ein großes danke allein dafür, dass sie durch ihre mediale präsenz in erinnerung ruft, an welches niveau der politischen auseinandersetzung wir uns schon gewöhnt haben.</a></p></blockquote>
<h3><strong>Wo sind da die Grünen?</strong></h3>
<p>Nun ja, die finden sich in den Erörterungen des öfteren als &#8220;<em>die langweiligen Anderen</em>&#8221; wieder. Nebendarsteller. Kennen wir schon. Und &#8220;<a href="http://blog.sebmos.com/2008/08/20/beeindruckende-heide-schmidt-im-report/" target="_self" class="broken_link"><em>schade, die haben niemanden vom Kaliber einer Heide Schmidt</em></a>&#8220;.</p>
<p>Well, niemand außerhalb der ÖVP hat einen Schüssel, niemand außerhalb der FPÖ einen Strache, niemand &#8230; ahhh, also &#8230; was für eine Argumentationsebene &#8230; <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_neutral.gif' alt=':neutral:' class='wp-smiley' /><br />
Und niemand außerhalb der Grünen hat eine Ulrike Lunacek, einen Karl Öllinger, Kurt Grünewald oder Christoph Chorherr. Außerdem gibt&#8217;s keine zwei Haselsteiners. Nur wenige Häupls. Die Grünen haben auch glücklicherweise keinen Zach. (Zumindest nicht in so prominenter Rolle.) Die ÖVP umgekehrt, die hat jede Menge Missethons und mindestens zwei Pröllse. <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_rolleyes.gif' alt=':roll:' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Jedenfalls, mit der Wahrnehmung haben sie zu kämpfen, die Grünen, dass sie die Nicht-Neuen sondern etablierten sind.<br />
Da gibt es ein überraschendes Comeback &#8211; auch schon wieder Comeback nummero due &#8211; und das zieht nicht nur Aufmerksamkeit auf sich, sondern zieht auch Aufmerksamkeit von den Grünen ab. Das Angebot, weil so erfrischend, lässt die Platzhirsche der &#8220;<em>nicht-dermaßen-wie-bei-den-anderen-peinsame-Politikinszenierung</em>&#8221; alt aussehen. Die Grünen wiederum, sie kommen hier einerseits recht unbeteiligt zum Handkuss. Andererseits haben sie sich die Suppe zu einem guten Teil selbst eingebrockt. Mit der lauwarmen Strategie des &#8220;<em>im Hintergrund Abwartens</em>&#8220;, während sich alle anderen Parteien und ProponentInnen im laufenden Selbstdesavoiern ergehen. Die Grünen wollten sich beim Abstinken raushalten. Motto: Fehlervermeidung. Lauwarme Strategie.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2008/09/derbystimmung-bei-lif-gegen-grune/#footnote_3_197" id="identifier_3_197" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Lauwarm ist zumindest in einem Punkt eigentlich kein Vorwurf, der berechtigt w&auml;re. Stichwort &amp;#8220;Bleiberecht&amp;#8221;, Bleiberechtsdemo und Widerstand gegen den Abbau der Menschenrechte. Also auch noch Stichwort &amp;#8220;&Uuml;berwachungsstaat&amp;#8221;.">4</a></sup> Backfires now. Selbst Schuld.</p>
<blockquote><p><a href="http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/410115/index.do" target="_blank">Bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass Heide Schmidts LIF das größte Wachstumspotenzial hat. 14 Prozent der bisherigen SPÖ-Wähler könnten sich vorstellen, diesmal die Liberalen zu wählen, bei den ÖVP-Anhängern sind es immerhin 13 Prozent. Sorgen sollten sich Alexander Van der Bellens Grüne machen: Satte 39 Prozent ihrer Sympathisanten ziehen in Betracht, diesmal für das LIF zu stimmen. Einen derartigen Aderlass zu einer der Kleinparteien hat sonst keiner der größeren Player zu befürchten.</a></p></blockquote>
<p style="text-align: right;">(Die Presse am 29. 8. 08)</p>
<h3><strong>Das LIF, die besseren Grünen?</strong></h3>
<p>&#8230; <a href="http://www.heide-schmidt-blog.at/2008/08/das-lif-die-besseren-grunen/" target="_blank" class="broken_link">titelt ein BlogEintrag</a> im Heide Schmidt Blog. &#8220;<em>Gastkommentar</em>&#8221; freilich. Genau. Anyway, die versuchte rationale Argumentation dieses Eintrags ist dürftiger alsblass, aber das Wahlkampfpalaver gibt es freilich hüben wie drüben so.<br />
<strong>Wahlkampf</strong>: es zählt die Bildwirkung.</p>
<p><em><strong>Politik ist das Spiel mit dem Imaginären</strong></em>.<br />
Die Entscheidungen sind ästhetische, werden <em>ex post</em> mit rationaler Argumentation fundiert. Das Ganze ist <a href="http://feuerhaken.org/2008-09-08/gruene-gegen-lif/" target="_blank" class="broken_link">angriffig</a>. No na ned. Und eigentlich auch wieder &#8220;friedlich&#8221;, selbst wenn der <a href="http://marco-schreuder.at/2008/09/armin-wolff-bloggt.html" target="_blank" class="broken_link">Vorwurf</a> des <a href="http://www.orf.at/060226-96898/96902txt_story.html" target="_blank"><em>dirty campaigning</em></a> hin- und <a href="http://www.pohoryles.at/2008/09/08/jenseits-von-fairness-und-politischer-kultur-der-neue-van-der-bellen/" target="_blank" class="broken_link">hergeschoben</a> wird. Ein Blick auf den us-amerikanischen Wahlkampf relativiert den Eindruck eines heftigen Hick Hacks sehr schnell und nachhaltig.</p>
<p>Und toll, wenn das LIF reinkäme, da sind sich immerhin praktisch alle einig. Auch die Grünen selbst. Deprimierend wäre nur, wenn sich die LIF-Rechnung knapp nicht ausginge. &#8220;<em>Verlorene Stimmen</em>&#8220;, heißt es dann. Aber die Rechnung auf der <em>greenside </em>stimmt höchstens, wenn die LIF-Stimmen tatsächlich Grüne-Stimmen wären.<br />
(Was auf der Hand zu liegen scheint, aber deswegen noch lange nicht stimmen muss.)</p>
<p>Vor allem stimmt die Rechnung von den verlorenen Stimmen nur, wenn wir den Blick schön kurzsichtig auf die anstehende Wahl richten und keine drei, vier, fünf Jahre weiter. Ein &#8220;Liberales Forum&#8221; &#8211; ob es das jetzt ist oder nicht &#8211;  hat in Österreich kein ausreichendes WählerInnenpotential. Nicht für einen dauerhaften Verbleib im Nationalrat.</p>
<p><strong>LIF <em>minus </em>Heide Schmidt <em>minus </em>Dankbarkeit ist</strong> &#8230; vl. drei Kommentare der Anderen im Standard. That&#8217;s it.</p>
<p style="padding-left: 30px;">(<strong>Exkurs:</strong> Das ist wie mit dem potentiellen, möglichen, vielleicht vorhandenen Potential einer &#8220;Linken&#8221; in Österreich. Hallo? Guten morgen!! Schon mal die Landkarte Österreichs angeschaut? Viel flaches Land und eine Stadt, mmh?<br />
Schon mal aufgefallen, dass Ösi-Alpenland nicht Deutschland ist? Kein Ruhrgebiet, kein Niedersachsen, Saarland oder Osten. Österreich ist ein kleineres Bayern. Wo soll da eine Potential für eine &#8220;Linke&#8221; oder ein &#8220;LIF&#8221; herkommen? Hä? Hall in Tirol? Güssing? Die Plattenbausiedlungen in den Banlieus zwischen den Vororten der Agglomeration von Steyr? Ich höre &#8230; ja? &#8230; ich warte &#8230; nun &#8230;)</p>
<p>Also so viel zu den &#8220;<strong>besseren Grünen</strong>&#8221; bzw. den verlorenen Stimmen<em> <strong>für</strong></em><strong> </strong>die Grünen <strong><em>wenn </em></strong>man/frau denn LIF wählen <strong><em>würde</em></strong>. In einer Legislaturperiode (oder zwei halberten) hat sich das Thema von selbst erledigt. Bis dahin haben wir eine nette Bereicherung: Heide Schmidt in den Medien.</p>
<h3><strong>Und wo gibt&#8217;s da denn tatsächlich Überschneidungen?</strong></h3>
<p>Die interessanteste Erörterung dazu war mir eine im <a href="http://feuerhaken.org/" target="_blank" class="broken_link">Feuerhaken-Blog</a> von Thomas <em>&#8216;quitzlipochtli&#8217; </em>Knapp: <a href="http://feuerhaken.org/2008-08-31/kampf-um-die-linke-vernunft/" target="_blank" class="broken_link"><em><strong>Kampf um die (linke) Vernunft</strong></em></a>.<br />
Verwendung findet das schöne Lebensstil-/Milieukonstrukt der &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bobo_(Gesellschaft)" target="_blank" class="broken_link"><strong>Bobos</strong></a>&#8220;:</p>
<blockquote><p>Es würde sich auch kaum eine andere soziale Schicht finden lassen, die sowohl wirtschafts- als auch sozial- und gesellschaftsliberalen Positionen in einem hohen Ausmaß zustimmen kann. Zu sehr haben sich diese über eine lange Zeit, auch in ihren realen Auswirkungen, als Gegensätze dargestellt. Wer für sozialen Ausgleich kämpfte, für Verteilungsungerechtigkeit, verband dies, zumindest mit Worten, mit einer offen zur Schau gestellten Wirtschaftsfeindlichkeit. Wer dagegen Unternehmensfreundlichkeit an den Tag legt, und den Standort und die Unternehmen förderte, ignorierte die sozialen Auswirkungen, die viele der dazu angewandten Maßnahmen (Lockerung sozialer Absicherung, Kürzung sozialer Abgaben, Abschaffung sozialer Rechte) gerade auf die Einkommensschwachen hatten.</p></blockquote>
<p>Wenn s diese Bevölkerungsgruppe sein soll, um die sich LIF und Grüne rittern, von wie vielen tausend im Endeffekt als gültig abgegebenen Stimmen reden wir dann? Würde das wirklich gerne wissen. Möglicherweise irre ich mich, ich bin aber skeptisch, dass es hier um quantitativ relevante WählerInnenzahlen geht.</p>
<p>Die sogenannten <em>vielen </em>Überschneidungen zwischen <span style="color: #008000;"><strong>Grün</strong></span> und <span style="color: #ffff00;"><strong>Gelb</strong></span>, was fällt da zu aller erst ein? Für meinen Teil komme ich da immer wieder auf das klare und unmissverständliche Bekenntnis zu den Menschenrechten. Das heißt im Falle der Grünen und des LIF:</p>
<ul>
<li>glaubhaftes Bekenntnis und <em><strong>aktives Eintreten</strong></em> für die Menschenrechte,</li>
<li>Bereitschaft zur <em><strong>aktiven Verteidigung</strong></em> der Menschenrechte und</li>
<li>Initiativen zum <em><strong>Ausbau und der Erweiterung der Menschenrechte</strong></em>.</li>
</ul>
<p>Jetzt könnte mensch formulieren &#8220;<em>das ist anzuerkennen</em>&#8220;. ABER HALLO! Sollte das nicht selbstverständlich sein? Nein, leider nicht.<br />
Wir wissen und müssen konstatieren &#8211; bzw. sehen wir in Österreich lieber weg, wenn NGOs und internationale Organisationen das feststelllen -, das schon das Bekenntnis zu den Menschenrechten nicht selbstverständlich ist; nämlich nicht mal zum Minimalkonsens.</p>
<p>Wir wissen und haben es schriftlich, haben es beglaubigt: Unsere Regierungen mindestens seit 2000, unsere Verwaltung, der Staat Österreich verletzt laufend, wissentlich und sogar mit arrogantem Stolz fundamentale Menschenrechte.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2008/09/derbystimmung-bei-lif-gegen-grune/#footnote_4_197" id="identifier_4_197" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="und damit nebenbei bemerkt auch noch die Verfassung der Republik &Ouml;sterreich.">5</a></sup> Das von Parteien, die sich als &#8220;bürgerlich&#8221; generieren und teilweise sehr bestimmt auf 1848 zurückbeziehen. Das von einer SPÖ, die sich als sozialdemokratisch definiert und auf eine lange Geschichte der Arbeiterbewegungskämpfe stolz ist.</p>
<p>Diese Überschneidung der Grünen und des LIF, <em><strong>dass</strong></em> sie <em><strong>aktiv </strong></em>für Menschenrechte eintreten &#8230; schön. Und traurig, dass darin eine hervorzuhebende Überschneidung gesehen wird; und viele offenbar daraus folgern, dass diese beiden Parteien austauschbar wären, dass sie im gleichen, kleinen WählerInnen-Pool fischen. Also <a href="http://www.zwischenruf.at/?p=1033" target="_blank" class="broken_link">Derbystimmung</a>.</p>
<h3><strong>Grüne vs. LIF: das ist Rapid gegen Austria</strong></h3>
<p>Daran erinnert es mich zumindest am öftesten. Klar, dass der Vergleich hinkt. Mittlerweile ist der Mäzen auch weitergewandert und nicht mehr die Austria Wien der Magna-Retortenverein sondern Austria Salzburg der RedBull-Retortenverein. <em>But I think you get the picture, you know what I mean</em>.</p>
<p>Für mich ist das LIF absolut unwählbar, ohne dass das meine Dankbarkeit über das Antreten des LIFs, meine Dankbarkeit ob der vernehmbaren Stimme Heide Schmidts irgendwie schmälert. Ist auch kein Widerspruch zur Hoffnung, dass das LIF es ins Parlament schafft.<br />
Es ist halt nur eine Retortenpartei, der ich wenig Chancen für einen konstanten Verbleib im Parlament einräume. Es ist halt nur eine Retortenpartei, von der ich mir gerade über drei bis vier ExponentInnen eine etwas fundiertere Meinung machen konnte (und da steht es 2:2 punkto Plus und Minus). Es ist halt nur eine Retortenpartei, die mir zwar leidlich sympatisch ist und die für mich weltanschaulich wählbar wäre, bei der ich allerdings immer noch keinen einzigen Grund gefunden hätte, <em><strong>warum </strong></em>ich sie wählen <em><strong>sollte</strong></em>?</p>
<p>Und es ist nicht so, dass das LIF das einzige Angebot darstellen würde in einem Angebot ansonsten (für mich) unwählbarer Parteien. In dem Fall, freilich, dann würden obige Gründe zwar weiter gelten, ich aber trotzdem LIF wählen.<br />
Aber es gibt nun mal die Grünen. Und die sind keine Retortenpartei. Die haben ihre Probleme, aber ihr größtes ist vielleicht, dass sie für ihre kritischen potentiellen WählerInnen immer perfekt sein müssen.</p>
<p style="padding-left: 30px;">(nochmals <strong>Exkurs</strong>: Der SPÖ wird laufend weiß-Gott-was verziehen. Mit der wegwerfenden Bewegung des nonchalanten &#8220;<em>ja aber &#8230;</em>&#8220;. Sozialdemokratie?<em> Nah</em>, sozial da oder dort vielleicht noch, für die Arbeiteraristokratieklientel, aber demokratisch? Wissenschaftliche Weltauffassung? <em>Nah,</em> ausgelagert ins Renner-Institut und ausgesuchte Zirkel. Menschenrechte? <em>Nah</em>, die haben grad keine Konjunktur. Selbstkritik und Arbeit an zukunftsgerichteten Konzepten? *prust* Lachanfall. Gusenbauer bei seiner &#8220;programmatischen Rede&#8221; vor ausgesuchtem Publikum: &#8220;<em>Einkommen unter 10.000 Euro im Jahr zahlen keine Steuern und tragen damit nichts zur Finanzierung des Staats bei</em>&#8220;. Ohne Worte.)</p>
<p>Also, da gibt es die Grünen, die auf jeder Ebene mehr leisten als das LIF. Was jetzt freilich unfair klingt, weil das LIF ja noch nichts leisten konnte. Ich fände es umgekehrt aber unfair, auf der Grünen Kampf <a href="/?cat=32" target="_blank">gegen die AsylantInnen-Hetze</a> zu vergessen, ihr Eintreten <a href="/?p=112" target="_blank">gegen die ALVG-Novelle</a>, gegen die <a href="http://ug02.wordpress.com/" target="_blank">Unireformen nach IV-Facon</a>, gegen den <a href="http://www.freenet.at/" target="_blank" class="broken_link">Überwachungsstaat-Wahnsinn</a>, für eine <a href="http://www.gruene.at/soziales_arbeit/grundsicherung/" target="_blank" class="broken_link">den Namen verdienende Grundsicherung</a>, gegen die Unterordnung aller Lebensbereiche und des öffentlichen Raums unter die Herrschaft des Automobils, die Arbeit gegen die <a href="http://www.peterpilz.at/" target="_blank" class="broken_link">Vertuschung von Korruption in Ministerien, bei der Polizei, der Justiz und den Finanzmarkt kontrollierenden Instanzen</a> usw. usw. usw.<br />
&#8230; und last but not least, war da nicht was mit &#8220;<a href="http://www.helge.at/2008/09/darum-waehle-ich-diesmal-gruen-und-nicht-lif/" target="_blank" class="broken_link">Energie</a>&#8220;, &#8220;Öl&#8221;, &#8220;ökologischem Fussabdruck&#8221;, &#8220;Erderwärmung&#8221; etc.?</p>
<p>Was ich damit also in Erinnerung rufen möchte: ich sehe da ein eklatantes Missverhältnis, wenn es um Gründe ginge, warum mensch die Grünen oder warum das LIF wählen sollte.</p>
<p>Für das LIF spricht manches, im Kern ist es aber vor allem &#8220;<strong>Dankbarkeit</strong>&#8220;. Für die Grünen spricht vieles mehr, im Kern ist es <strong>die Arbeit</strong>, die sie seit Jahren <strong>auf vielen Gebieten</strong> leisten; und die alles in allem eine gute Arbeit ist.</p>
<p>Gegen das LIF spricht, dass Dankbarkeit und eine Retortenpartei ein bißchen wenig ist. Für mich jedenfalls zu wenig selbst für Vorschusslorbeeren.<br />
Gegen die Grünen spricht vieles, im Kern ist es aber: die Arbeit, dies sie seit Jahren auf vielen Gebieten leisten; und die alles in allem eine gute Arbeit ist. (Soll heißen, alles in allem gute Arbeit wird immer auch Angriffspunkte liefern. Ich bin ein kritischer Mensch und will natürlich Ergebnisse sehen. Die Grünen sind selbst schuld, wenn sie höhere Erwartungen wecken, oder?)</p>
<p>Ein bißchen Kontextualisierung tut doch gut. Ich empfehle z.B. die Übung:<br />
Aufstellung, was sind eigentlich wirklich Gründe für &#8220;Unwählbarkeit&#8221; pro wahlwerbender Partei, was sind die Gründe, die für eine wahlwerbende Partei sprechen, welche der Gründe für oder wider habe ich aus eigener Anschauung und welche aus dem Debattenstrom übernommen, was weiß ich und was vermute ich nur &#8230; und dann das alles Kontextualisieren. <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_idea.gif' alt=':idea:' class='wp-smiley' /> </p>
<h3><strong>Kein Grund das LIF abzulehnen: Haselsteiner</strong></h3>
<p>Abschließend ist es mir noch ein Anliegen so viel klarzustellen, ich finde das allzu populäre Haselsteiner-Bashing von Seiten der Grünen reichlich deplaziert. Ich nenne das LIF eine Retortenmannschaft und habe es gerade mit Magna Austria oder Red Bull Austria verglichen. Nun, ich werfe dem Herrn Haselsteiner sein Engagement und seine finanzielle Potenz sicher nicht vor. Nebenbei gesagt finde ich es auch reichlich deplaziert, den Herren Stronach oder Mateschitz ihr finanzielles Engagement für Fussball vorzuwerfen.</p>
<p>In meinen Augen verdient Haselsteiner alle Achtung für sein Engagement, fein. Ein Grund für eine Stimmabgabe sollte das halt nicht sein. Dann ist der Herr Haselsteiner weiters ein Bautycoon. Sein Konzern Strabag ist mir by the way verdammt unsympatisch. Und ein weiterer Großindustrieller in einer Regierung, klar ist das mehr als problematisch.</p>
<p>Allerdings fuckt mich diese Bigotterie im Haselsteiner-Bashing an. Warum wird gleichzeitig immer schön vermieden dazuzusagen, dass selbiger Haselsteiner die seltene Spezies eines Industriellen darstellt, der gegen Stiftungsprivilegien auftritt, für Vermögensbesteuerung und eine höhere Besteuerung der Reichen, für eine Grundsicherung und sozialstaatliche Absicherungssysteme. Das ist eine Stimme, die fast noch unwahrscheinlicher als jene von Heide Schmidt ist. Mit dem Mann könnte mensch diskutieren anstatt sich an einem undifferenzierten Schwarzweiß-Bild abzumühen, samt Dämonisierungsversuchen.<br />
Der Mann bzw. der Konzern Strabag operiert im internationalen Gewerbe der Baubranche. Hey, <em>Baubranche</em>! Was soll jetzt die naive Empörung? Könnten wir zurück zur Kontextualisierung kommen? Vl. widmen wir uns mal ein bißchen mehr den Strukturen dieser und anderer Branchen, vl. schauen wir mehr, was die IV macht, die Stadt Wien, der Herr Bartenstein oder ein Landeshauptmann Haider, Van Staa und Pröll etc.</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_197" class="footnote">Wie war das, was ich da mal gelesen hab? &#8220;<em>Solariumnationalisten</em>&#8220;? genial. Obwohl, vl. eher &#8220;Nationalsolariumisten&#8221; &#8230;</li><li id="footnote_1_197" class="footnote">Wo sie &#8211; denke ich &#8211; jetzt auch nur wahlkampfbedingt so vorkommt. Mit nix Wahlkampf und ohne das Flair des Besonderen nach der längeren Abwesenheit ginge es ihr wie den Grünen. Everyday life, kurze Statements an dritter, vierter, fünfter Stelle in den Medien, kaum die Möglichkeit für diese Profilschärfung, die jetzt in dieser besonderen Konstellation gelingt.</li><li id="footnote_2_197" class="footnote">Aber ich bezweifle ernsthaft, dass diese Dankbarkeit irgendetwas mit der &#8220;Partei&#8221; LIF zu tun hat.</li><li id="footnote_3_197" class="footnote">Lauwarm ist zumindest in einem Punkt eigentlich kein Vorwurf, der berechtigt wäre. Stichwort &#8220;Bleiberecht&#8221;, Bleiberechtsdemo und Widerstand gegen den Abbau der Menschenrechte. Also auch noch Stichwort &#8220;Überwachungsstaat&#8221;.</li><li id="footnote_4_197" class="footnote">und damit nebenbei bemerkt auch noch die Verfassung der Republik Österreich.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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		<title>Wer will mich?</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Sep 2008 18:23:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sein Name ist Willi. Will sucht Sicherheit. Kann ihm bitte jemand helfen? (Wir können diese verängstigten Augen, den hilfesuchenden Blick nicht mehr aushalten. So traurig.) Willi ist ganz harmlos, sauber und ruhig. Er leidet vielleicht hie und da unter Selbstüberschätzung, macht aber keine Probleme &#8230; Wer kann ihm die Sicherheit geben, die er sucht und [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Sein Name ist Willi.<br />
Will sucht Sicherheit. Kann ihm bitte jemand helfen? (Wir können diese verängstigten Augen, den hilfesuchenden Blick nicht mehr aushalten. So traurig.)<br />
Willi ist ganz harmlos, sauber und ruhig. Er leidet vielleicht hie und da unter Selbstüberschätzung, macht aber keine Probleme &#8230;</p>
<p>Wer kann ihm die <strong>Sicherheit </strong>geben, die er sucht und braucht?</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/kellerabteil/2853902728/in/set-72157607269739501/" target="_blank"><img class="aligncenter" src="http://farm4.static.flickr.com/3060/2853073349_83596fdde4.jpg" alt="Willi Molterer sucht Sicherheit" /></a></p>
<p>Aber ernsthaft, was soll das? Zuerst diese dümmlichen Plakate mit dümmlichsten Sprüchen auf rotem und blauen Hintergrund. Rot-blauer Hintergrund?<br />
<span id="more-199"></span><a href="http://www.flickr.com/photos/kellerabteil/2853062407/in/set-72157607269739501/" target="_blank"><img style="margin: 2px 2px 5px 20px" class="alignright" src="http://farm4.static.flickr.com/3144/2853062407_2ae99e7d9b_m.jpg" alt="rot-blauer Hintergrund für ÖVP-Plakate?" width="150" height="200" /></a> Hä? Was soll uns denn das vermitteln?</p>
<p>Dann sind die rot-blauen ÖVP-Plakate nach recht kurzer Zeit wieder weg. Haben offensichtlich nicht gefunzt. Alors, so was aber auch.</p>
<p>Und dann kömmt endlich der Spitzenkandidat.<br />
(Siehe oben. Ja, genau der, das ist er.)</p>
<p>ABER mit welch einem Foto, bitte schön? <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':D' class='wp-smiley' />  Haben sie keines mit noch verschreckterem Gesichtsausdruck gefunden? <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_rolleyes.gif' alt=':roll:' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: center;"><strong>Bid-de! <em> </em></strong><em>*seufz*</em> <strong><em> </em>Nimm mich!!!</strong></p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
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		<title>FPÖ: die soziale Sicherheit, die sie meinen</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Aug 2008 14:19:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die glückselige Botschaft an seine Klientel: Jobs, Posten, Mandate und &#8220;Versorgungssicherheit für das rechte Lager&#8220;; &#8230; für selbstgerechte Rassisten beiderlei Geschlechts, aggressive ChauvinistInnen, gewalttätige Rabauken und schlagende Burschenschafter, dämliche Rechtsextremisten, menschenverachtende Ewiggestrige, für Neo-, Keller- und &#8216;leider nur inoffziell, weil Verbotsgesetz&#8216;-Nazis, &#8220;patriotische Volksdeutsche&#8221; usw. Aus gegebenen Anlass tippe ich hier mal ein paar Kurzbeschreibungen von [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die glückselige Botschaft an seine Klientel:</p>
<div style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Der soziale Versorgungs-Strache" src="/images/VersorgungsStrache.jpg" alt="Der soziale Versorgungs-Strache" width="500" height="350" /></div>
<p>Jobs, Posten, Mandate und &#8220;<strong>Versorgungssicherheit für das rechte Lager</strong>&#8220;;<br />
&#8230; für selbstgerechte Rassisten beiderlei Geschlechts, aggressive ChauvinistInnen, gewalttätige Rabauken und schlagende Burschenschafter, dämliche Rechtsextremisten, menschenverachtende Ewiggestrige, für Neo-, Keller- und &#8216;<em>leider nur inoffziell, weil Verbotsgesetz</em>&#8216;-Nazis, &#8220;patriotische Volksdeutsche&#8221; usw.</p>
<p><span id="more-189"></span>Aus gegebenen Anlass tippe ich hier mal ein paar Kurzbeschreibungen von FP-Granden aus einem <strong><a href="http://www.falter.at/web/print/detail.php?id=734" target="_blank" class="broken_link">Falter-Artikel</a></strong> ab.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2008/08/die-soziale-sicherheit-die-sie-meinen/#footnote_0_189" id="identifier_0_189" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Nina Horaczek: Die Freiheit, die sie meinen; Falter Nr. 29/08">1</a></sup> Dieser Sammlung ausgezeichneter Kröpfe werden gute Chancen ausgerechnet, bei einer Regierungsbeteiligung der FPÖ zu MinisterInnenehren und -gehältern zu kommen.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2008/08/die-soziale-sicherheit-die-sie-meinen/#footnote_1_189" id="identifier_1_189" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="&amp;#8230; und der FP&Ouml; werden guten Chancen auf eine Regierungsbeteiligung ausgerechnet &amp;#8230; *uaaarrgrrfhhh*">2</a></sup></p>
<blockquote><p><strong><span style="color: blue;">Martin Graf</span></strong><br />
dieser Mann ist Retro: Er bekennt sich zur &#8220;deutschen Volks- und Kulturgemeinschaft&#8221;, kritisiert das NS-Verbotsgesetz und ist begeisterter Burschenschafter.</p>
<p><strong><span style="color: blue;">Harald Vilimsky</span></strong><br />
Der FPÖ-Generalsekretär hat schon Preise abgeräumt: Seine seltsame Wortneuschöpfung einer &#8220;Negativ-Zuwanderung wurde zum &#8220;Unwort des Jahres&#8221; gewählt. Gilt als eisener Vertreter der Law &amp; Order-Front.</p>
<p><strong><span style="color: blue;">Barbara Rosenkranz</span></strong><br />
Für die niederösterreichische FPÖ-Landesrätin ist Asylmissbrauch &#8220;nicht die Ausnahme, sondern die Regel&#8221;. Darf laut Europäischem Gerichtshof für Menschenrechte als &#8220;Kellernazi&#8221; bezeichnet werden.</p>
<p><strong><span style="color: blue;">Lutz Weinzinger</span></strong><br />
Der oberösterreichische FPÖ-Chef ist gegen Englischunterricht für Volksschüler, nennt Asylwerberheime &#8220;Trainingsstrecken für Handtaschendiebe&#8221; und meint, <a href="http://laurenzennser.twoday.net/stories/5194559/" target="_blank" class="broken_link">eine gute Frau kriegt zumindest drei Kinder</a>.</p>
<p><strong><span style="color: blue;">Andreas Mölzer</span></strong><br />
Einst veröffentlichte er &#8220;Jörg, der Eisbrecher&#8221;, nun knallt der EU-Parlamentarier Strache aufs Cover und schreibt &#8220;Neue Männer braucht das Land&#8221;.<br />
Netzwerker der europäischen Rechten vom Vlaams Belang bis zur NPD.</p></blockquote>
<p><a href="http://www.doew.at/frames.php?/projekte/rechts/chronik/2004_06/moelzer.html" target="_blank" class="broken_link">DÖW-Eintrag zu Mölzer</a></p>
<blockquote><p><strong><span style="color: blue;">Herbert Kickl</span></strong><br />
Straches Haus- und Hof-Dichter. Der FPÖ-Generalsekretär reimte &#8220;Daham statt Islam&#8221; und &#8220;Pummerin statt Muezzin&#8221;. Einziger Nachteil: Keinerlei Burschenschafter-Schmisse und niedriger Neonazi-Faktor.</p>
<p><strong><span style="color: blue;">Johann Gudenus</span></strong><br />
Freiheitliche Jugendhoffnung mit skurrillen Ideen wie der Kondomsteuer zur Hebung der Geburtenrate. Kämpft für die Zukunft seiner &#8220;deutschen Heimat&#8221; und wettert gerne gegen die drohende &#8220;Umvolkung&#8221; im Land.</p>
<p><strong><span style="color: blue;">Harald Stefan</span></strong><br />
Der Notar, Oberstleutnant und FPÖ-Politiker in Wien kämpft gegen Subventionen für das &#8220;Dokumentationsarchiv ds österreichischen Widerstands&#8221; udn für die Ehre des NS-Fliegermajors Walter Nowotny.</p></blockquote>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<p>Ein bißchen etwas dazu, wie das bisher funktionierte (bzw. nicht funktionierte):</p>
<blockquote><p>In der öffentlichen Wirtschaft gibt es nur mehr wenige Blaue als Chefs, die unter der Zeit der Mitregierung der FPÖ auf ihre Posten gehievt wurden &#8211; etwa Arnold Schiefer und Gilbert Trattner in der ÖBB.<br />
Das Forschungszentrum Seibersdorf war zeitweise Tummelplatz freiheitlicher Burschenschafter.</p></blockquote>
<p>Leo Szemeliker, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 30./31.8.2008,<br />
dort auch,</p>
<blockquote><p>&#8230; der damalige Bundespräsident Thomas Klestil lehnte Prinzhorn als Finanzminister in der Regierung Schüssel I wegen umstrittener Äußerungen ab. Stattdessen wurde Prinzhorn zuerst Zweiter, nach 2002 Dritter Nationalratspräsident, zog aber weiter die Fäden. So galt Kurzzeit-Infrastrukturministerin Monika Forstinger, von der nicht mehr blieb als der berühmte &#8220;Stöckelschuh-Erlass&#8221;, als Prinzhorn-Erfindung.</p></blockquote>
<div style="text-align: center;">&#8212;</div>
<p>Aus dem Artikel &#8220;<a href="http://aua.blogsport.de/2008/03/20/rechtswalzer/" target="_blank" class="broken_link"><em>Rechtswalzer</em></a>&#8221; zum Ball des <a href="http://www.doew.at/projekte/rechts/chronik/2002_04/burschen.html" target="_blank" class="broken_link">Wiener Korporationsringes</a>:</p>
<blockquote><p>Unvermeidlich riefen die kritischen Stimmen gegen den Ball jedoch die üblichen Verdächtigen auf den Plan. Der Ballausschuss ließ verlauten, dass seine Aktivitäten „parteipolitisch ungebunden“ und „nicht auf die Nähe zu irgendeiner politischen Bewegung ausgerichtet“ seien. Die Zusammensetzung des Ausschusses belegte diese Aussage denn auch eindrucksvoll: Obmann Udo Guggenbichler war fraglos rein irrtümlich auf die Unterstützerliste für den Europa-Wahlkampf Andreas Mölzers (in dessen Zur Zeit Guggenbichler gelegentlich schreibt) und auf die Kandidat*innenlisten der FPÖ für die Nationalratswahlen 2006 gerutscht (die 10 Vorzugsstimmen, die er in Wien erreichte, sind mutmaßlich seinen Bundesbrüdern von der Wiener Albia und dem von ihm präsidierten Pennälerring zu verdanken). Freilich ein Einzelfall, an dem die einschlägigen parteipolitischen Aktivitäten von mindestens fünf weiteren der insgesamt sieben österreichischen Ausschussmitglieder rein gar nichts ändern. So ist <a href="http://www.doew.at/frames.php?/projekte/rechts/chronik/2004_05/moelzer.html" target="_blank" class="broken_link">Alexander Pawkowicz</a> FP-Bezirksrat in Wien XII, geschäftsführender Bezirksparteiobmann sowie Mitglied der Landesparteileitung; Christian Ebner war Mitarbeiter im Kabinett Gorbach, Ex-FP-Gemeinderat in Salzburg sowie Kandidat für die Europawahlen 1999; in Gorbachs Kabinett werkte auch Herbert Rauch von den Freiheitlichen Akademikerverbänden; <a href="http://www.wno.org/newpages/par42c.html" target="_blank" class="broken_link">Reimer Timmel</a>, ebenfalls Mitglied im Mölzer-Personenkommitee, Obmann der Freiheitlichen Akademikerverbände Wien/NÖ/Burgenland und bekennender Fan des Antisemiten, Neonazis und Holocaustleugners <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Horst_Mahler" target="_blank" class="broken_link">Horst Mahler</a>, kandidierte bei der Wien-Wahl 2005 für die FP, Michael Podesser tat selbiges im heimatlichen Kärnten/Koroška. Diesem Bundesland entstammt auch ein weiteres Ballausschussmitglied – ein vorbestrafter Neonazi.</p>
<p><strong></strong>Nichtsdestotrotz kann kein Zweifel bestehen, dass die Erklärung des Ausschusses, wonach die Ballgäste „in allen drei traditionellen politischen Lagern zu finden“ seien, in gutem Glauben erfolgt war. Dass sich dann doch größtenteils „Freiheitliche“ (aber durchaus auch Vertreter ausländischer Rechtsparteien) einfinden würden, hatte vorher ja wohl niemand wissen können. Folgerichtig ergingen sich Andreas Mölzers Zur Zeit und die NFZ („beim Einzug waren sämtliche freiheitliche [sic] Mandatare vertreten“) in langatmigen Aufzählungen der anwesenden FP-Prominenz, die sich – von Strache und Rosenkranz bis hin zu den beiden Gudenüssen – auf dem Ehrenpodium drängte, während Parteigänger*innen anderer Fraktionen auch von den freiheitlichen Hofberichterstattern nicht ausgemacht werden konnten. Den „Ehrenschutz“ hatte Ex-Staatssekretär <a href="http://www.falter.at/web/print/detail.php?id=347" target="_blank" class="broken_link">Reinhart Waneck</a> übernommen, der es sich nicht nehmen ließ, mit dem in nicht-österreichischen politischen Kulturen ob seiner rassistischen und antisemitischen Ausfälle verfemten Jean-Marie Le Pen für Fotos zu posieren. Strache und Mölzer ließen sich für Zur Zeit unterdessen mit der Gattin von Le Pens Nummer 2 im Front National, dem 2004 wegen Holocaust-relativierender Aussagen vorübergehend von seiner Lyoner Universität mit Betretungsverbot belegten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bruno_Gollnisch" target="_blank" class="broken_link">Bruno Gollnisch</a> ablichten.</p></blockquote>
<p>siehe dazu auch die Aufstellung: <a href="http://aua.blogsport.de/images/Scharnier.pdf" target="_blank" class="broken_link"><strong>Deutschnationale Studentenverbindungen in Österreich: Scharnier zwischen parteiförmig-legalem Rechtsextremismus und militantem Rechtsextremismus/Neonazismus</strong></a> (PDF), herunterladbar vom Blog der <a href="http://aua.blogsport.de/" target="_blank" class="broken_link"><strong>AuA!</strong></a>.</p>
<p style="text-align: center;">&#8212;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_189" class="footnote"><a href="http://www.falter.at/web/print/liste.php?author_id=42" target="_blank" class="broken_link">Nina Horaczek</a>: <em>Die Freiheit, die sie meinen</em>; Falter Nr. 29/08</li><li id="footnote_1_189" class="footnote">&#8230; und der FPÖ werden guten Chancen auf eine Regierungsbeteiligung ausgerechnet &#8230; *uaaarrgrrfhhh*</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2008/09/die-esel-von-der-nvp/' rel='bookmark' title='die Esel von der NVP'>die Esel von der NVP</a></li>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2010/11/buchankundigung-soziale-bewegungen-und-social-media/' rel='bookmark' title='Buchankündigung: &#8216;Soziale Bewegungen und Social Media&#8217;'>Buchankündigung: &#8216;Soziale Bewegungen und Social Media&#8217;</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Es reicht!</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Aug 2008 18:00:18 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[enough is enough. Ja, soweit gehen wir d&#8217;accord. Nur dass ich den Spruch nicht aus PR-Planungsgründen pathetisch präsentiere. Nein, ich steh zu copy&#38;paste. Nur dass ich nicht versuche so zu tun, als ob mir der Satz gerade so eingefallen wäre. Quasi auf &#8220;authentisch&#8221; ins Mikro heulen, was vorab geplant der Wahlkampf-Slogan werden soll. Nur das [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>enough is enough</em>. Ja, soweit gehen wir d&#8217;accord.<br />
Nur dass ich den Spruch nicht aus PR-Planungsgründen pathetisch präsentiere. Nein, ich steh zu <em>copy</em>&amp;<em>paste</em>. <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /><br />
Nur dass ich nicht versuche so zu tun, als ob mir der Satz gerade so eingefallen wäre. Quasi auf &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Authentizit%C3%A4t#Authentizit.C3.A4t_von_Personen" target="_blank" class="broken_link">authentisch</a>&#8221; ins Mikro heulen, was vorab geplant der Wahlkampf-Slogan werden soll.</p>
<div style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="es-reicht-system-schussel" src="/images/es_langt_mit_dem_System_Schuessel.png" alt="es reicht Schüssel" /></div>
<p>Nur das ich den Satz auch inhaltliche auf etwas anderes beziehe. Und dass es mir nicht jetzt erst reicht. Sondern schon geraume Zeit länger &#8230;</p>
<p><span id="more-185"></span></p>
<div style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="es-reicht-system-bartenstein" src="/images/es_langt_Pension.png" alt="es reicht Bartenstein" /></div>
<p>&#8230; <em>sag ich mal</em>.  <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_rolleyes.gif' alt=':roll:' class='wp-smiley' /> </p>
<div style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="es-reicht-Umverteilung" src="/images/es_langt_Umverteilung.png" alt="es reicht Umverteilung" /></div>
<p>&#8230; und vl. kommen da noch ein paar Statements dazu. Ideen hätt&#8217; ich genug.<br />
Beteiligung gern gesehen, take part &#8230;  <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=':wink:' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>UPDATE</strong>:<br />
<strong>raketa.at</strong> hat ebenfalls einige ÖVP Werbeplakate ausgestellt, von sympathisierenden Amateuren entworfen: <strong><em><a href="http://raketa.at/index.php?id=7316&amp;rid=293" target="_blank" class="broken_link">hier</a></em></strong>!</p>
<p>nochmals <strong>UPDATE</strong>:<br />
Die ÖVP mit knappsten Mitteln bildtechnisch auf den Punkt gebracht hat <a href="http://www.einfach-uebel.com/" target="_blank" class="broken_link"><strong>David &#8216;Übel&#8217; Sowka</strong></a>. Nothing much to add, des Pudels Kern herausgeschält: &#8220;<a href="http://www.einfach-uebel.com/2008/08/22/die-neuen-plakate-der-oevp/" target="_blank" class="broken_link"><strong>Das neue Plakat der ÖVP</strong></a>&#8220;.</p>
<p>Erinnert mich an das geniale <a href="http://bureau.comandantina.com/archivos/der_zeichenraum/falter_covers/" class="broken_link">Dusl-Cover</a> für den Falter:</p>
<blockquote><p><a href="http://bureau.comandantina.com/archivos/2008/07/es_reicht_2.php" target="_blank" class="broken_link">Die begeisterte Bevölkerung entbietet ihrem Befreier Wilhelm Molterer ihren tiefgefühlten Dank für das Geschenk der baldigen Neuwahlen!</a></p></blockquote>
<div style="text-align: center;">&#8212;</div>
<p><strong>some further UPDATE:</strong><br />
Die bloggenden Politikkommentatoren, Medienbeobachter und zukünftig nicht mehr aus der österreichischen Medienlandschaft nicht mehr wegzudenkenden Journalisten <strong>Tom Schaffer</strong> und <strong>Georg Pichler</strong> haben sich ebenfalls mit der VP&#8217;schen Plakatlichkeit auseinandersetzen müssen.<sup><a href="http://www.kellerabteil.org/2008/08/es-reicht/#footnote_0_185" id="identifier_0_185" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Es geht wirklich nicht, im Angesicht dieser Visualisierungen VP&amp;#8217;schen Chauvinismuses nicht zu rotzen. Ehrlich. Ich h&auml;tt&amp;#8217;s ja versucht.">1</a></sup></p>
<p>Teil der Auseinandersetzung auf <strong><em><a href="http://www.rigardi.org/?p=380" target="_blank" class="broken_link">rigardi.org</a></em></strong> hier und <strong><em><a href="http://zurpolitik.com/?p=829" target="_blank" class="broken_link">Zur Politik.com</a></em></strong> hier sind auch eigene Plakatverbesserungen und -korrekturen.<br />
Auch anschauen (bzw. lesen).</p>
<div style="text-align: center;">&#8212;</div>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_185" class="footnote">Es geht wirklich nicht, im Angesicht dieser Visualisierungen VP&#8217;schen Chauvinismuses nicht zu rotzen. Ehrlich. Ich hätt&#8217;s ja versucht.</li></ol><p>Ähnliche Einträge:<ol>
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<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2008/08/fuhrmann-uns-fehlt-es-an-substanz/' rel='bookmark' title='Fuhrmann: &#8220;uns fehlt es an Substanz&#8221;'>Fuhrmann: &#8220;uns fehlt es an Substanz&#8221;</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Fuhrmann: &#8220;uns fehlt es an Substanz&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Aug 2008 14:19:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Freudscher Versprecher. Sagen wollte sollte(?) Silvia Fuhrmann beim gemeinsamen Wahlkampftermin mit Chef Molterer: &#8220;uns geht es um Substanz statt Pflanz&#8220;. An sich schon ein peinsam peinlicher Spruch. Schön im FPÖ-Duktus. Vorzeigephrase. Aber dann stottert die noch Nationalratsabgeordnete im nächsten Satz tatsächlich ihrerseits, &#8220;&#8230; ich glaube leere Worthülsen ah und ah zerplatzte Seifenblasen, SPÖ-Versprechen haben wir [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Freudscher Versprecher.<br />
Sagen <span style="text-decoration: line-through;">wollte</span> sollte(?) <a href="http://www.silviafuhrmann.at/" target="_blank" class="broken_link">Silvia Fuhrmann</a> beim gemeinsamen Wahlkampftermin mit Chef <a href="/?p=185" target="_blank"><strong>Molterer</strong></a>: &#8220;<em>uns geht es um Substanz statt Pflanz</em>&#8220;.  <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_mrgreen.gif' alt=':mrgreen:' class='wp-smiley' /><br />
An sich schon ein peinsam peinlicher Spruch. Schön im FPÖ-Duktus. Vorzeigephrase. Aber dann stottert die noch Nationalratsabgeordnete im nächsten Satz tatsächlich ihrerseits,</p>
<blockquote><p>&#8220;<em>&#8230; ich glaube <strong>leere Worthülsen</strong> ah und ah zerplatzte Seifenblasen, SPÖ-Versprechen haben wir genug gehört &#8230;</em>&#8220;</p></blockquote>
<p>lol *schnief* Und damit schiesst sie in diesem Soundschnipsel nicht mal den Vogel ab. Lachen musste ich schon vorher. Hier ein kurzer Mitschnitt aus dem Ö1 Mittagsjournal von heute:</p>
<p><span id="more-187"></span></p>
<p>Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Freudscher_Versprecher" target="_blank" class="broken_link">Freudsche</a> des Moderators ist wahrlich noch herber. Freudscher Versprecher <em>deluxe</em>. *schnief* Sorry. Über Silvia Fuhrmann sollte man &#8230; *schnief* &#8230; nicht lachen. Sorry.<br />
*schnief*</p>
<p>so geil &#8230;</p>
<p>ps: <strong>natürlich</strong> ist der Mittagsjournal-Beitrag auch unabhängig der beiden freudschen Versprecher interessant und gehaltvoll.  <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_lol.gif' alt=':lol:' class='wp-smiley' /> </p>
<p>pp: Sekunde 17, 18.</p>
<div style="text-align: center;">&#8212;</div>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>der Nachricht einen &#8216;Spin&#8217; geben</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2007/11/der-nachricht-einen-spin-geben/</link>
		<comments>http://www.kellerabteil.org/2007/11/der-nachricht-einen-spin-geben/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Nov 2007 12:56:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dass es so etwas gibt &#8216;SpinDoktoren&#8216;, das ist landauf landab seit geraumer Zeit bekannt. Nur, was darunter vorstellen? Ein Antwortversuch: Stellen Sie sich vor es ist Wahlkampf. Heiße Phase. Stellen Sie sich vor, es ist gerade das letzte Fernsehduell der beiden SpitzenkandidatInnen. Wir wissen, zum &#8220;Duell&#8221; ist es hochstilisiert. Dass es das &#8220;entscheidende&#8221; Duell ist, [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass es so etwas gibt &#8216;<strong>SpinDoktoren</strong>&#8216;, das ist landauf landab seit geraumer Zeit bekannt. Nur, was darunter vorstellen?</p>
<p>Ein <strong>Antwortversuch</strong>:</p>
<blockquote><p>Stellen Sie sich vor es ist Wahlkampf. Heiße Phase. Stellen Sie sich vor, es ist gerade das letzte Fernsehduell der beiden SpitzenkandidatInnen. Wir wissen, zum &#8220;Duell&#8221; ist es <em>hochstilisiert</em>. Dass es das &#8220;entscheidende&#8221; Duell ist, dafür haben wir null Beleg, aber das wird überall behauptet. Und so schauen wir zu.</p>
<p>Die DuellantInnen schwitzen sich im Fernsehstudio an, die &#8220;Menschen&#8221; hängen an den Bildschirmen (, weil es ja das herausposaunt &#8220;entscheidende&#8221; Duell ist, oder?). Ganz gute Einschaltquoten. Die Zeitungen am nächsten Tag werden ebenso ganz gute Auflage haben. Schließlich wird schon im Vorfeld allerorts erklärt, es ginge eigentlich punkto Auswirkung des &#8220;entscheidenden Duelles&#8221; gar nicht so sehr um das Duell selbst, und wie sich die DuellantInnen da anstellen. Es geht vielmehr (nur) um die Rezeption des Duelles in den Medien. Es geht darum, was nachher geschrieben und gesagt wird, wer denn besser ausgesehen hätte.<br />
<span id="more-110"></span>Sogar die Online-Medien sind mit im Spiel und keineswegs an den Rand gedrängt durch die Einschaltquoten des TV und die Auflagen der Printmedien. Schließlich: Live-Ticker, Postings, Abstimmungen im Web, Wahlaktienspiele etc.<br />
Jedenfalls, wo waren wir? Genau.<br />
Stellen Sie sich vor, es ist gerade Duell. Für uns alle unsichtbar sitzen die wichtigen JournalistInnen nicht unweit des Fernseh-Studios, wo das alles schwitzend stattfindet, da sitzen die alle in einem Raum mit großem Bildschirm und Tischen und Internetanschluss für ihre Laptops. (Solche Räumlichkeiten kann mensch immer wieder mal <a target="_blank" href="http://www.unet.univie.ac.at/~a9005396/php/weblog/?p=84" class="broken_link">in Videos von der Daily Show</a> sehen.) Also da sitzen die und verfolgen das Schauspiel am großen Bildschirm hinter ihren Laptops sitzend. Wenn das Duell zu Ende ist werden sie gleich in ihre Laptops zu hämmern beginnen.</p>
<p><strong>Auftritt &#8220;SpinDoktoren&#8221;.</strong><br />
&#8220;<em>Das hat er (oder sie) aber geschickt gesagt, das bringt Punkte.</em>&#8220;, raunt da einer. Obwohl die Wirkung der Aussage für fast alle im Raum eher eindeutig anders war.<br />
Da setzt sich der Doktor dann zwischen zwei JournalistInnen, RedakteurInnen? Ein Gespräch ergibt sich, &#8220;<em>Also ich war von ihm (ihr) eigentlich enttäuscht. Ja, schon souverän, aber eigentlich haben wir uns alle mehr erwartet, oder? Na, ich weiß nicht.</em>&#8221; und &#8220;<em>Für uns war wohl sie (er) besser, aber wir verfolgen Politik auch durchgehend, für breite Teile der Bevölkerung muss das eigentlich so &#8230; angekommen sein.</em>&#8220;</p></blockquote>
<p><strong><br />
SpinDoktoren bearbeiten MultiplikatorInnen</strong>, allen voran JournalistInnen.<br />
Sie versuchen der Wahrnehmung (Sicherheit der Wahrnehmung, der Selbstsicherheit bzw. Verunsicherung) der JournalistInnen, die gerade eine Sache, eine Meldung, eine Pressekonferenz usw. verfolgen, einen &#8220;Spin&#8221; in die Richtung zu geben, die ihren Auftraggebern zu Gute kommt oder, was möglicherweise leichter ist, den GegnerInnen ihrer Auftraggeber schadet.</p>
<p>Ein <strong>besserer Antwortversuch</strong>:</p>
<p>Das Weblog &#8216;<strong><em><a target="_blank" href="http://www.spindoktor.de/" class="broken_link">Der Spindoktor</a></em></strong>&#8216; lesen. Vl. abonnieren. Drastisches Beispiel, der Spindoktor <a target="_blank" href="http://www.spindoktor.de/2007/11/kriegsberichterstattung-im-freien-fall.html" class="broken_link">seinerseits hier die Süddeutsche zitierend</a>:</p>
<blockquote><p>
<em>Es gingen Gerüchte um, dass die serbischen Scharfschützen mit Kopfprämien für Kinder und Frauen bezahlt wurden. Und angeblich waren die höchsten Prämien für Journalisten ausgesetzt worden. Später stellte sich heraus, dass die Kopfprämiengerüchte von der amerikanischen PR-Firma Ruder &#038; Finn in die Welt gesetzt worden waren, die von der kroatischen Regierung 18.000 Dollar im Monat erhielt, um das Image der Kroaten aufzupolieren.</em>
</p></blockquote>
<p>Oder &#8216;Bahn-Streik&#8217; der deutschen Lokführer.</p>
<blockquote><p><em><a target="_blank" href="http://www.spindoktor.de/2007/10/bahn-streik-spinning-per-kaudawelsch.html" class="broken_link">Im Konflikt zwischen der Deutschen Bahn AG und der Lokführer-Gewerkschaft GdL wird mit allen Bandagen gekämpft. Vor allem geht es darum, die Hoheit über die öffentliche Meinung zu gewinnen. Wer schlechter da steht, muss sich gegenüber den Bahnkunden für sein Verhalten rechtfertigen. Deshalb ist Sprache von zentraler Bedeutung in dem Kommunikationsstreit zu Streikzeiten.</a></em></p></blockquote>
<p>und kürzlich noch einmal der &#8216;Bahn-Streik&#8217;:</p>
<blockquote><p><em><a target="_blank" href="http://www.spindoktor.de/2007/11/bahn-erfolgloses-streik-spinning.html" class="broken_link">Dabei hatte </em>(Bahnchef) <em>Mehdorn eine andere Strategie. Über die Medien wollte er Konterpart Manfred Schell diffarmieren. Er bot einen &#8220;eigenen&#8221; Tarifvertrag an, anstatt den geforderten &#8220;eigenständigen&#8221; Tarifvertrag. Er schaltete ganzseitige Anzeigen, um gegen die kleine Gewerkschaft zu wettern.</a></em></p></blockquote>
<div align="center">&#8212;</div>
<p>Ähnliche Einträge:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.unet.univie.ac.at/~a9005396/php/weblog/?p=132" class="broken_link">Spindoktoren und Illusionskünstler</a></li>
<li><a href="http://www.unet.univie.ac.at/~a9005396/php/weblog/?p=121" class="broken_link">Zur Geschichte des politischen Verbalradikalismus</a></li>
<li><a href="http://www.unet.univie.ac.at/~a9005396/php/weblog/?p=140" class="broken_link">Kopfschütteln über Michael Csoklich</a></li>
<li><a href="http://www.unet.univie.ac.at/~a9005396/php/weblog/?p=145" class="broken_link">Wohin steuert die Demokratie?</a></li>
<li><a href="http://www.unet.univie.ac.at/~a9005396/php/weblog/?p=95" class="broken_link">schmutzige Kampagne der INSM</a></li>
</ul>
<div align="center">&#8212;</div>
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<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2008/09/derbystimmung-bei-lif-gegen-grune/' rel='bookmark' title='Derbystimmung bei LIF gegen Grüne?'>Derbystimmung bei LIF gegen Grüne?</a></li>
<li><a href='http://www.kellerabteil.org/2009/05/die-strasser-emails-der-alltag-der-korruption/' rel='bookmark' title='Die Strasser-Emails – der Alltag der Korruption'>Die Strasser-Emails – der Alltag der Korruption</a></li>
</ol></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kellerabteil.org/2007/11/der-nachricht-einen-spin-geben/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Fasching &amp; Freistaat vs. Nestroy &amp; Satire</title>
		<link>http://www.kellerabteil.org/2007/02/fasching-freistaat-vs-nestroy-satire/</link>
		<comments>http://www.kellerabteil.org/2007/02/fasching-freistaat-vs-nestroy-satire/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 14 Feb 2007 11:30:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hc voigt</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist höchst an der Zeit in diesem Blog, der sich immerhin dem Hintergrund verdankt, für die gewerkschaftliche Schulung die Möglichkeiten dieses Mediums zu testen, es ist also höchst an der Zeit: endlich einmal einen Link zu einem anderen Blogeintrag in einem anderen Blog zu setzen. Warum? Weil das verlinken von Blogs zu Blogs zu [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist höchst an der Zeit in diesem Blog, der sich immerhin dem Hintergrund verdankt, für die gewerkschaftliche Schulung die Möglichkeiten dieses Mediums zu testen, es ist also höchst an der Zeit: endlich einmal einen Link zu einem anderen Blogeintrag in einem anderen Blog zu setzen.<br />
Warum?<br />
Weil das verlinken von Blogs zu Blogs zu den Grundideen dieses Mediums gehört und dieses Medium <em>Weblog</em> durch die <strong>Interaktion in der Blogosphäre</strong> einen Gutteil seiner Wirkungsmächtigkeit erzielt.</p>
<p>Hier nun ein link zu einem <a href="http://www.kraehwinkel.at/freistaat_karnten_mit_heringsalat.php" class="broken_link">aktuellen Kräwinkel-post</a>. Zum Brüllen komisch und zum Kopfschüttlen peinlich. <img src='http://www.kellerabteil.org/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Krähwinkel rules sowieso!<br />
Sind am besten in Wahlkampfzeiten, und dann ein absolutes Muss!</p>
<p><em>PS: hier im Kellerabteil folgt in Kürze ein Eintrag über die komplementäre Seite des aktiven Bloggens, das &#8211; vl. ebenso aktive &#8211; Abonnieren von Blogs.</em>
</p>
<div style="text-align: center;">&#8212;</div>
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