
thx helga für den link zu diesem bild!
notizen gegen die unaufhaltbarkeit des bewusstseinsstroms
alors, zwischen all die nicht abgetippten Sonntagszitate (vlg. Sozis) der letzten wie auch der kommenden Wochen, zwischen all die nicht abgetippten Passagen zur Festung_Europa, Gruppen zweiter Ordnung, den ISA’s und der Heimatschutzbewegung, dem Weltsystem im allgemeinen und der Semiperipherie im speziellen, zu Demokratietheorie und UnDemocrazy2.0 etc. etc. etc. …
… hier zur Abwechslung wieder mal ein materialisiertes, abgetipptes, archiviertes SoZi:
Nun, nicht dass das jetzt noch allzu relevant erscheint, aber die Forderungen und Wünsche der BesetzerInnen des Audimax und das Programm von ‘lame duck‘ Wissenschaftsminister Hahn scheinen mir nicht unüberbrückbar weit auseinander zu liegen.
Ein Vergleich der Programme
Hier zuerst der Forderungskatalog der BesetzerInnen von #unsereuni, wie er am Freitag, dem 30. November 2009 mit diesem Stand der Forderungen zuletzt beschlossen wurde; basisdemokratisch durch das Plenum des Audimax:
Hier mal der eine, ÖVP-Generalsekretär Fritz Kaltenegger, ganz klar die prototypische innerparteiliche Öffentlichkeitsarbeitsschulung für  ÖVP-Generalsekretäre durchlaufen.
Inhalte, die als solcher zu Verbreiten sind:
Diffamierung, verlogene Schuldzuweisungen, irrlichternde Verlogenheit, Denunzieren und mit zynisch-bewusst zur Schau gestellten Dummheit der Pseudoargumentation:
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gesendet im ö1 Mittagsjournal, am Fr, 30.10.09.
Starker Tobac zwar, kein Grund sich zu ärgern, though.
Obige Aufzählung der Inhalte – hatte ich nicht recht? – ist nicht mehr als die nüchterne Analyse. Bitte nicht als Affront oder Getroffenheit mißverstehen.
Utl.: Plenum des Audimax beschließt einen Dreiervorschlag für die neue Wissenschaftsministerin und fordert baldige Entscheidung von Faymann und Pröll
Die StudentInnen der Universitäten Österreichs, die mit Wien beginnend in ganz Österreich Hörsäale der Hochschulen besetzt halten, legten der Regierung heute Samstag vormittag einen Dreiervorschlag für die Nachbesetzung des nach Brüssel weggelobten Wissenschaftsministers Hahn vor. Mit der Präsentation der Wunschkandidatinnen verbinden die seit gut einer Woche protestierenden HochschülerInnen die Forderung an Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Pröll, sich bald für eine Kandidatin zu entscheiden, damit diese sich an den Verhandlungstisch mit den StudentInnen, Lehrenden und WissenschafterInnen setzen könne.
Arbeitsgruppen zur Kandidatinnensuche
Weiterlesen ‘Dreiervorschlag: StudentInnen wählen Nachfolger für Minister Hahn’
Impressionen mit flickr-Bildern zu den tags “unsereuni” und “unibrennt“.
Mit dank an die vielen FotografInnen
und v.a.:
an die Bewegung und das von allen vorgelebte Engagement.
kudos!
… und hier die automatische Diashow: Weiterlesen ‘unsereuni impressionen’
aus aktuellem Anlass greife ich für’s Sonntagszitat mal nicht auf geduldiges Papier zurück, sondern auf ein bemerkenswertes Blog und auf einen dort eben erschienen Artikel. Betitelt mit:
Das Imperium schlägt zurück: ÖH soll Schäden zahlen
Freilich, zu den diese Woche 43|09 ausgebrochenen Uniprotesten gäbe es viel mehr zu sagen, zu schreiben, zu tippen, zu tweeten, zu bloggen.
Nur, folgendes Zitat says it all1. An die Adresse des Wissenschaftsministers Hahn, ist das das Treffendste, was mir bislang untergekommen ist. Speaks for itself:
Erst wenn der Protest der Studierenden ernst genommen wird und zu Konsequenzen, also zu besseren Studienbedingungen aller Bildungshungrigen führt, wird der Schaden, den die Inaktivität der bildungspolitisch verantwortlich Einflussreichen an der Gesellschaft anrichtet, wieder gut gemacht werden können.
Weiterlesen ‘SoZi 43|09: Ganz im Gegenteil, Minister Hahn’
hätte ihn aber zweifellos mit seiner ganzen Gruppe und der Organisation borderline-europe verdient.
der 1std. 22min Vortrag auf wahltotal
… ansonsten ohne Worte, so viel es hier auch zu schreiben, zu schreien, zu verlinken gäbe. Nur noch soviel:
Weiterlesen ‘Elias Bierdel hat den Friedensnobelpreis nicht bekommen’
just for the records, ich plädiere dafür, das Zigeunerschnitzel weiterhin “Zigeunerschnitzel” zu nennen.
ok?
Wir müssen doch nicht ernsthaft breit darüber debattieren, ob diese Bezeichnung rassistisch ist! Nicht im ernst, oder? Genau, und dann vielleicht noch abstimmen, wer sich in der Debatte nach Ansicht der “community” wackerer geschlagen hat und davon die Antwort auf die Frage ableiten, ja?
Sollen die Pro’s und Con’s sich doch im web2.0 präsentieren und wir voten dann. Klick klick macht das kritische Volk.
Nääää, ob ein Ausdruck rassistisch ist oder nichts hat latürnich nichts damit zu tun, ob irgendeine Mehrheit dafür oder dagegen gefunden werden kann. Nope, hat ja nicht einmal was damit zu tun, wer besser schöner schlüssiger stringenter lauter oder nachhaltiger argumentiert, scherzt, echauffiert oder blöggt.
Tell you what, “Rassismus ist ein objektives Phänomen“. ![]()
Soviel mal meine Behauptung.1
Weiterlesen ‘Zigeunerschnitzel’
[ich veröffentliche hier – mit Erlaubnis des Autors
und einem zweifachen Dankeschön meinerseits1 –
einen Leserbrief von Jochen Kugler an den Falter2]
Nina Horaczeks Kommentar (”Jetzt leiden selbst grüne Softies unter Kastrations-Ängsten“) im Falter 25/09 hat wieder heftig in einer schmerzenden Wunde gebohrt:
Seit der unsäglichen Diskussion um Voggenhubers “Nicht-Wahl” quälen mich als Grüner, emanzipierter, feministischer und (sic!) selbstbewusster Mann ständig die selben Fragen:
Warum muss ich mich damit abfinden, dass intelligente, reflexive und durchdachte Kommentare zur Causa Prima ausschließlich von Frauen kommen?
Warum kommen alle jenseitigen, beleidigten, unreflektierten Kommentare ausschließlich von Männern?
Was sagt es uns, dass die richtig beleidigten, wehleidigen und unreflektierten Kommentare mit einer erstaunlichen Häufigkeit von “aufgeschlossenen” Männern in der Nähe ihrer 50er kommen?
Weiterlesen ‘Ach was muss ich oft von bösen Frauen hören oder lesen!’
Letzte Woche ausgefallen, diese Woche ohne weitere Einleitung, das Sonntagszitat (SoZi) der Woche.
Dies benötigt freilich keine besondere Einleitung des Warum, Wer, Wieso gerade jetzt …
Dehumanisierende Definitionen des Feindes sind nichts Neues in der Menschheitsgeschichte und schwerlich ein eigentümliches Merkmal der modernen Zeit. Sie haben die meisten Kriege begleitet, vielleicht jeden Krieg. Während der Schlacht waren sie wahrscheinlich unverzichtbar. Der Soldat mußte seine Aversion zu töten und zu verstümmeln unterdrücken, wenn er nicht selbst getötet oder verstümmelt werden wollte. [..]
Die alte Tradition, den Feind in der Schlacht zu dehumanisieren, die das Aufkommen der modernen Zeit sichtlich intakt überlebt hat, ist gleichwohl, wie alles übrige, durch die moderne Organisation und Technologie gründlich revolutioniert worden. Der Wettstreit individueller Fähigkeiten in der Schlacht .. wurde durch eine Massenvernichtung aus der Ferne ersetzt. [..] Moderne Waffen erfordern eine vollständige Auslöschung der moralischen Identität ihrer Opfer, bevor sie deren Körper vernichten.
Am Mittwoch, 10. Juni findet eine Pressekonferenz der BMI Fekter statt. (Ja, diese Fekter.)
Die PK ist kurzfristig angesetzt und noch dazu für einen seltsamen Zeitpunkt: 18.00 Uhr. Schnell informierte JournalistInnen zweifeln. Hektische Telefonate, ist das sicher? Um 18.00 ist der Redaktionsschluss der Zeitungen vorbei. Der nächste Tag ist ein Feiertag. Im Internet ist nichts zu finden.
Allerdings, es soll um nicht weniger als die Präsentation des Entwurfs des neuen Asyl- bzw. Fremdenrechtsgesetzes gehen. Die Ministerin präsentiert so eine heikle Materie also kurzfristig, fast heimlich um 18:00 vor einem Feiertag?
Skandalöse Pseudo-Pressekonferenz
Vor dem Innenministerum ist es ungewöhnlich still. Wo sind die Massen an JournalistInnen, die sonst reihenweise zu einer solchen Veranstaltung strömen?
Beim Eingang gibt es dann eine Überraschung. Der Portier, kümmert sich diesmal nicht um die Presseausweise der JournalistInnen, sondern vielmehr um die Namen. Er geht eine Liste durch. Wer nicht darauf steht, wird zurückgewiesen.
Also, kein Zutritt, keine Fotos und keine Presseunterlagen für jene JournalistInnen, die nicht geladen wurden. Es gibt keinen Verhandlungsspielraum, Interventionen bei Zeitungen und Parteibüros helfen nichts.
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