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13. Dezember 2009 in
Abschöpfung, IV, Managementtools, SoZi, SoziologieBlog, g|o, instruktiv, kapitalistisch, politisch and watchblog.
Tags: Banken, Bankenkrise, Entwicklung, Finanzkapital, Finanzkrise, Finanzwelt, Kapital, Kapitalismus, Peripherie, Staatsausgaben, Stefan Frank, Wachstum, weltsystem, Wirtschaft, Wirtschaftselite, Wirtschaftsjournalismus, Wirtschaftswachstum.
alors, zwischen all die nicht abgetippten Sonntagszitate (vlg. Sozis) der letzten wie auch der kommenden Wochen, zwischen all die nicht abgetippten Passagen zur Festung_Europa, Gruppen zweiter Ordnung, den ISA’s und der Heimatschutzbewegung, dem Weltsystem im allgemeinen und der Semiperipherie im speziellen, zu Demokratietheorie und UnDemocrazy2.0 etc. etc. etc. …
… hier zur Abwechslung wieder mal ein materialisiertes, abgetipptes, archiviertes SoZi:
Weiterlesen ‘SoZi 50|09: WeltVernichtungsMaschine’
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25. Oktober 2009 in
*uuar#rgr%§h*, Abschöpfung, Bildung, Managementtools, SoZi, Wien, Willkür2.0, gewerkschaftlich, g|o, kapitalistisch, politisch, social web, watchblog and webloggen.
Tags: akademie, Betriebsrat, BetriebsratsBlog, externe LektorInnen, Hahn, malen nach zahlen, MedizinUni, MedUni, ÖVP, unibrennt, uniprotest, universität, Universitätsgesetz, unsereuni.
aus aktuellem Anlass greife ich für’s Sonntagszitat mal nicht auf geduldiges Papier zurück, sondern auf ein bemerkenswertes Blog und auf einen dort eben erschienen Artikel. Betitelt mit:
Das Imperium schlägt zurück: ÖH soll Schäden zahlen
Freilich, zu den diese Woche 43|09 ausgebrochenen Uniprotesten gäbe es viel mehr zu sagen, zu schreiben, zu tippen, zu tweeten, zu bloggen.
Nur, folgendes Zitat says it all. An die Adresse des Wissenschaftsministers Hahn, ist das das Treffendste, was mir bislang untergekommen ist. Speaks for itself:
Erst wenn der Protest der Studierenden ernst genommen wird und zu Konsequenzen, also zu besseren Studienbedingungen aller Bildungshungrigen führt, wird der Schaden, den die Inaktivität der bildungspolitisch verantwortlich Einflussreichen an der Gesellschaft anrichtet, wieder gut gemacht werden können.
Weiterlesen ‘SoZi 43|09: Ganz im Gegenteil, Minister Hahn’
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20. September 2009 in
Bildung, SoZi, instruktiv, video, visualisierung and webloggen.
Tags: Albert Camus, Denken, Lesen, Medienphilosophie, Philosophie, rebell.tv, Technologie.
… heut wieder mal mit sms zitat hölzerl zugeworfen. In anbetracht untenstehender aussage und natürlich auch stefans antwort eigentlich perfide, odr?
Aber wie so oft, die paradoxie ist eine billige, eine scheinbare.
Anyway, sch ist sonntag. Hier ist wieder x ein SoZi.
Und es kommt diesmal mit schönem scan und lieben dank an Eva. Sie hatte eine debatte einmal an einem punkt durch davoneilen unterbrochen, nachdem ich etwas gesagt hatte, und ist nach etwas wühlen mit einem kuvert zurück, dem sie das entnommen hat:
Weiterlesen ‘SoZi 38|09: denken, ohne sich in der Deckung der Rücken von Riesen zu verkrallen’
inspiriert – das stupide abtippen untenstehenden textes nämlich -
von meiner reise/raumerkundung in der ostschweiz,
den begegnungen mit dani ‘ubu’ fels und stefan ’sms’ seydel.
for you.
Acht-Punkte-Proklamation des poetischen Actes (1953)
Es gibt einen Satz, der unangreifbar ist, nämlich der, dass man Dichter sein kann, ohne auch irgenjemals ein Wort geschrieben oder gesprochen zu haben.
Vorbedingung ist aber der mehr oder minder gefühlte Wunsch, poetisch handeln zu wollen. Die alogische Geste selbst kann, derart ausgeführt, zu einem Act ausgezeichneter Schönheit, ja zum Gedicht erhoben werden. Schönheit allerdings ist ein Begriff, der sich hier in einem sehr geweiteten Spielraum bewegen darf.
Weiterlesen ‘SoZi 36|09: Acht-Punkte-Proklamation des poetischen Actes’
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19. Juli 2009 in
SoZi, Wien, kulturelles Gedächtnis and prekär.
Tags: Artmann, Francois Villon, Gegenöffentlichkeit, Geschichte, hc artmann, Hoat und Zoat, politische Bildung, Prekariat, Prekarisierung, Prekarität.
Die letzten 1½, 2 Monate waren .. wüst, arg, heftig. So, dass nichts an mir einfallenden Adjektiven mir passend erschiene.
Die letzten 2 Wochen waren da noch locker eine Draufgabe. Me: at a loss of adjectives. Darunter einige Begegnungen, manches Ausgesprochene, … oft ist sie heftig, die Unaufhaltsamkeit des Bewusstseinsstroms.
Manchmal ist “Bewusstsein” ein zu großes Wort.
Notizen gegen die Unaufhaltsamkeit; manchmal nicht angebracht und lächerlich.
Dieses SoZi etwas aus dem bisherigen Rahmen. Back to my roots, zurück zu meinem Lehrer. Meditationen einmal nicht über einen wissenschaftlichen Text; obwohl der Dichtersmann doch auch Wissenschaftler war, eigentlich.
Stilles Sonntagszitat in Geheimsprache:
Weiterlesen ‘SoZi 29|09: Ballade für die verlorenen Kinder’
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28. Juni 2009 in
Ideologie, SoZi, SoziologieBlog, instruktiv, kapitalistisch and kulturelles Gedächtnis.
Tags: Christentum, Foucault, Geschichte, Gouvernementalität, Kirche, Kritik, Macht, Michel Foucault, Pastoralmacht.
Wer könnte unter dieser Überschrift anderer zu erwarten sein als der Foucault Michel.
Also wieder ein Anlass evoziertes Sonntagszitat.
Am 25. Juni jährte sich sein Todestag zum 24ten mal, bereits ein Vierteljahrhundert also müssen (u.a.) die Sozialwissenschaften ohne neue Interventionen durch diesen Unbestechlichen, Philosophen, Psychologen, Historiker, Samurai, Rebellen, Empiriker, Archäologen und Forensiker, Vortragenden, Kritiker, Lehrer, Ideengeber, Theoretiker, … auskommen;
und ein Vierteljahrhundert arbeiten wir uns quer durchs Gemüsebeet schon an seinem Werk ab und das Werk wird noch lange ausreichend Widerständigkeit an den Tag legen, dass ein Ende des Abarbeitens nicht abzusehen ist.
Hier zwei kurze Passagen aus dem Werk:
Weiterlesen ‘SoZi 26|09: Die Macht und die Kritik’
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21. Juni 2009 in
*uuar#rgr%§h*, Ideologie, SoZi, SoziologieBlog, g|o, kulturelles Gedächtnis, politisch and prekär.
Tags: Asyl, Faschismus, Fekter, Fremdengesetz, Fremdenrecht, Genozid, HC Strache, instrumentelle Rationalität, Massenmord, Rassismus, Zygmunt Bauman.
Letzte Woche ausgefallen, diese Woche ohne weitere Einleitung, das Sonntagszitat (SoZi) der Woche.
Dies benötigt freilich keine besondere Einleitung des Warum, Wer, Wieso gerade jetzt …
Dehumanisierende Definitionen des Feindes sind nichts Neues in der Menschheitsgeschichte und schwerlich ein eigentümliches Merkmal der modernen Zeit. Sie haben die meisten Kriege begleitet, vielleicht jeden Krieg. Während der Schlacht waren sie wahrscheinlich unverzichtbar. Der Soldat mußte seine Aversion zu töten und zu verstümmeln unterdrücken, wenn er nicht selbst getötet oder verstümmelt werden wollte. [..]
Die alte Tradition, den Feind in der Schlacht zu dehumanisieren, die das Aufkommen der modernen Zeit sichtlich intakt überlebt hat, ist gleichwohl, wie alles übrige, durch die moderne Organisation und Technologie gründlich revolutioniert worden. Der Wettstreit individueller Fähigkeiten in der Schlacht .. wurde durch eine Massenvernichtung aus der Ferne ersetzt. [..] Moderne Waffen erfordern eine vollständige Auslöschung der moralischen Identität ihrer Opfer, bevor sie deren Körper vernichten.
Weiterlesen ‘SoZi 25|09: Aberkennung der Menschenwürde’
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7. Juni 2009 in
Ideologie, Managementtools, SoZi, SoziologieBlog, g|o, instruktiv and politisch.
Tags: Bürokratie, demokratische Kultur, Gruppensoziologie, Gruppenverbände, Immanuel Wallerstein, instrumentelle Rationalität, Macht, Massenmedien, Max Weber, Organisation, organische Intellektuelle, Peripherie, weltsystem.
… gestern Nacht beim Lesen von Immanuel Wallersteins berühmter Studie über diese Passage gestolpert. Sie zeigt knapp und präzis einen entscheidendes Kriterium von Macht und Legitimität an, das sich wohl auch bei Max Weber nirgends so konzis dargestellt findet.
Der erste relevante und banal erscheinende Schritt ist, Legitimität als immer partielle Legitimität zu begreifen:
Politische Organismen sind immer stabiler, sofern sie wenigstens partielle Legitimität erreichen. In den Analysen über den Prozeß der Legitimation wird das Problem oft eher verdunkelt, weil der Blick fast ausschließlich auf das Verhältnis von Regierungen zu der Masse der Bevölkerung gerichtet wird.
Die daran anschließenden Sätze sind typische Beispiele Wallerstein’scher Nüchternheit. Sie erscheinen sarkastisch, wie von (schwarzem?) Humor getragen und sind doch eher nur nüchterne, von euphemistischen Anflügen freie Darstellung:
Es ist fraglich, ob in der Geschichte der Menschheit sehr viele Regierungen von der Mehrheit derer, die von ihren Regierungen ausgebeutet, unterdrückt und mißhandelt wurden, für »legitim« gehalten wurden. Die Massen mögen sich ihrem Schicksal überlassen oder trotzig widerspenstig sein, sich über ihr zeitweiliges Wohlergehen wundern oder sich aktiv auflehnen. Regierungen aber werden in der Regel ertragen, weder geschätzt noch bewundert, noch geliebt, noch nicht einmal unterstützt.
Es folgt die analytische Differenz: Weiterlesen ‘SoZi 23|09: Legitimation betrifft nicht die Massen, sondern die Kader’
Das Sonntagszitat noch einmal als Fortsetzung des SoZi 19|09 und des Feiertagszitats 21|09 zur Gruppensoziologie. Allerdings gibt es noch nicht, wie eigentlich anvisiert und angekündigt, Zitatstellen zur “Gruppe zweiter Ordnung” sondern zuvor noch Passagen aus dem Kapitel:
5. Exkurs über “Gruppen-Tabus” und Gruppenselbstbetrug
Die Analyse einer sich zusammenfindenden und dann aufbauenden Gruppe, dann der gruppe in Aktion, bis zum möglichen Zerfall deckt eine Fülle von Feinverläufen auf, durch die Mitgliedsanwärter zu Gruppenmitgliedern, eine Versammlung von Anwärtern zu einer Gruppe gemacht werden. Von diesen Vorgängen treten einige bestimmte durchaus in deas Bewußtsein der Gruppe, das heißt, sie werden von den Gruppenmitgliedern als “Gruppe” registriert. Andere werden nur von einzelnen Mitgliedern bemerkt. Ene weitere Reihe von Prozessen wird “verdrängt”, darunter wiederum bestimmte stärker “tabuisiert”.
Weiterlesen ‘SoZi 22|09: Tabus und Gruppenselbstbetrug’
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21. Mai 2009 in
SoZi, SoziologieBlog, gewerkschaftlich, g|o, imagGemeinschaften and instruktiv.
Tags: Ambivalenz, Autonomie, Dieter Claessens, Gruppensoziologie, Interessen, Realität, Selbstständigkeit, Solidarität, sozialen Gruppe.
Etwas außerhalb der Reihenfolge gibt es hiermit ein “FeZi”. Statt des Sonntagszitats also ein Feiertagszitat. Letzten Sonntag habe ich ausgelassen, obwohl schon klar war, dass ich mit der Gruppensoziologie Claessens fortsetzen wollte.
Die im SoZi 19|09 zur ’sozialen Gruppe’ begonnene Miniserie widmet sich heute der Bezugs- und der Orientierungsgruppe. Die im SoZi 19|09 dargestellten strukturellen Zwänge gelten weiter und müss(t)en für diese Fortsetzung der Thematik eigentlich weiter gedacht werden.
Mit dem nächsten SoZi möchte ich mich dann der Gruppen zweiter Ordnung zuwenden.

Weiterlesen ‘FeZi 21|09: Die Bezugsgruppe’
Aus einem Buch, welches ich persönlich gerne zum Klassiker erheben möchtete; und das ich noch lieber als Pflichtprogramm sähe für StudentInnen der Soziologie, aber auch weiterer Sozialwissenschaften ebenso wie für in Wirklichkeit sowieso alle.
Ein Buch, das z.B. einen perfekten Einstieg in sozialwissenschaftliches Wissen für Jugendliche bieten würde.
Sagen wir vielleicht ‘Schulstufe 6′:
Die soziale Gruppe und Gruppenverbände
Systematische Einführung in die Folgen von Vergesellschaftung
Ach ja! Und dieses SoZi – mit verspätetem Erscheinungstermin
– hat übrigens kurzfristig und aus gegebenen Anlass ein anderes, ursprünglich hier vorgesehenes verdrängt. Der Anlass:
die in der Blogosphäre, auf Twitter und also allgemein in web2.0-Strukturen geführten Diskussionen(?) rund um die “Grüne Vorwahlen“-Initiative.
Ein Lehrbeispiel von Zwangsprozessen (siehe unten), also solchen, die in der sozialen Formierung unumgänglich sind, was nicht das “wie” sondern das “dass” meint. Dass mir das “wie” nicht sonderlich sympathisch ist, mag ich nicht mehr verhehlen und hab das auch hier zuletzt kommentiert.
Ob ich die letzte Nacht gemachten 3seitigen Notizen noch Online stelle, dazu geben ich mir sicherheitshalber noch ne weitere Nacht Bedenkzeit. Hier jetzt einfach das SoZi zur Woche:
Weiterlesen ‘SoZi 19|09: Die Gruppe’
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3. Mai 2009 in
Bildung, Ideologie, SoZi, SoziologieBlog, g|o, instruktiv and kulturelles Gedächtnis.
Tags: Ariès, Bürgertum, charlie chaplin, deschooling, Illich, Kinderarbeit, Kindheit, Renaissance, Schule, the kid.
Das Sonntags Zitat (SoZi) diesmal von einem der ganz wenigen Kritiker der bürgerlichen Bildung und der Schule:
Die Schule teilt die Menschen nach ihren Lebensaltern ein. Diese Einteilung beruhrt auf drei Voraussetzungen, die nicht in Frage gestellt werden. Kinder gehören in die Schule. Kinder lernen in der Schule. Nur in der Schule kann man die Kinder lehren. Diese einfach hingenommenen Voraussetzungen verdienen ernstlich in Frage gestellt zu werden.
Weiterlesen ‘SoZi 18|09: Schule und Kindheit’
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