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FestungEuropa instruktiv kapitalistisch medienkritik politisch unspezifisch

Eurofighter-Ausschuss

Scheib­n­er, Grass­er, Barten­stein, Plat­ter, und vor allem Schüs­sel – das sind die Poli­tik­er, denen Öster­re­ich die Vergeudung von mehr als vier Mil­liar­den Euro zu ver­danken hat. Acht Monate lang haben die Abge­ord­neten von SPÖ und FPÖ gemein­sam mit uns Grü­nen gegen den erbit­terten Wider­stand der ÖVP jedes Detail des Deals unter­sucht. Wir haben gemein­sam vieles gefun­den und zu dritt einen Bericht­sen­twurf erar­beit­et. Seit weni­gen Tagen weiß die SPÖ nicht mehr, ob sie ihrem eige­nen Bericht zus­tim­men kann.

Die Geschichte (Farce? Lehrstück?) um das mil­itärische Gerät zu unser­er Repub­lik Schutz, um die Anschaf­fung von Pro­duk­ten aus der weltweit bedeuten­sten, ein­flussre­ich­sten und gefährlich­sten Branche, um dilet­tan­tis­che Poli­tik­erIn­nen und über­forderte Beamte, um die Selb­stver­ständlichkeit von Lob­by­ing, den Geruch von Kor­rup­tion und die ver­lo­gene Moral viel­er — zumeist schwarz­er — Beteiligter (sowie nicht zu vergessen die Präpotenz viel­er — häu­fig schwarz­er — Beteiligter), um strate­gis­che Wahlver­sprechen und pein­liche Möchte­gern­son­nenkan­zler, um die Bedeu­tung von checks n bal­ance und das trau­rige Schaus­piel der Regierungsparteien auf der Medi­en­bühne (und wohl erst recht dahin­ter?) …
… diese Geschichte kann vielfältigst erzählt und zusam­menge­fasst wer­den.

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politisch unspezifisch Visualisierung

hc “möbelix” strache?

Selt­samer ver­dacht ver­fol­gt mich seit tagen.
Gibt es eine verbindung zwis­chen dem hc stra­che-max­erl und dem werbe­maskottchen von möbe­lix?

Also abge­se­hen davon, dass bei­de pein­lich und grindig sind, sehen die bei­den com­ic-fig­uren sich nicht nur ver­dammt ähn­lich son­dern benehmen sich auch ziem­lich gle­ich!!!
Das muss doch schon so manchem aufge­fall­en sein. Stell nur ich mir solche fra­gen? Das muss doch viele men­schen in unserem land beun­ruhi­gen, oder spinn ich.

Ich finde, irgend­je­mand sollte der sache nachge­hen. Ern­sthaft!
Vielle­icht Geschwis­ter?
Korps-Brüder?
Und, gibt s noch mehr von denen? Was haben sie vor?
Kann da nicht wer eine par­la­men­tarische Anfrage vor­bere­it­en, ein Unter­suchungsauss­chuss wäre auch nicht schlecht. Wehret den Anfän­gen!!

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unspezifisch

lange zeit hatte ich eine datei auf meinem desktop …

Den namen weiß ich noch, daher kon­nte ich sie auch noch find­en, es gibt sie also immer noch.

Die datei auf dem desk­top hieß ’notes’ und genau diesen zweck erfüllte sie auch. Ein word-doku­ment, das ich jed­erzeit schnell öff­nen kon­nte, um etwas zu notieren.
Nach einem ein­trag musste immer eine waa­grechte (rahmen-)linie die notiz abschließen. Näch­ster ein­trag. Näch­ste lin­ie.
Gut, viele ein­träge sind es alles in allem nicht gewor­den, dafür dass ’notes’ für jahre auf dem desk­top lag. So sieht es in mein­er erin­nerung zumin­d­est aus, dass es jahre gewe­sen sein müssen. Und vor allem “jahre her”. Alles zusam­men 8 seit­en stelle ich nun fest.
Der blick auf eigenschaften/statistik zeigt

erstellt am: 1. Okto­ber 2001 10:42:00″.

Kommt mir länger vor. Den­noch, immer­hin gute 5 jahre. Seit damals hat sich nicht nur bezüglich desk­top viel geän­dert, pc’s sind gekom­men und gegan­gen, fest­plat­ten von einem gehäuse in andere gewan­dert. Ich weiß noch, die ’notes’-datei musste immer mit. Erin­nerung fes­thal­ten. Hat jeden aus­mis­tan­fall über­lebt.

Heute:
anlässlich des aktuellen prob­lems “Das Weblog braucht einen ersten Ein­trag” (damit ich das mal aus­pro­biert hab und seh’, wie das optisch und so ..) kommt die erin­nerung an die ’notes’-datei zurück.
Biss­chen gesucht, schnell gefun­den, also tat­säch­lich auch auf den lap­top über­spielt. Lustige ein­träge. Zitate. Worterk­lärung. Gedanken. Ein buchti­tel. Zwis­chen­drin’ eine seite pro­gram­ma­tis­ch­er gedanken zu “sozi­olo­gie”. Sozi­olo­gie wie ich sie mir wün­sche. Dh. wie ich sie mir damals gewün­scht habe.

Nett. Prinzip­iell knüpf ich da noch heute an, nur liegt fast das ganze studi­um dazwis­chen.

Dann ein hyper­link ins www. Damals wusst ich sich­er noch gar nicht, wie man “hyper­link ein­fü­gen” kann. Später hab ich der­gle­ichen unter­richtet.
Dann ein lied­text. Nick cave. Ship song. Weit­ere zitate, gedanken, werksver­weise, “apho­ris­men”.

Vor allem, der ein­trag, an den ich mich wie keinen anderen erin­nert habe, von dem ich stein und bein geschworen hätte, dass er in ’notes.doc’ an vorder­er stelle vorkommt, der beitrag ist gar nicht drin.
Kann ihn aber noch auswendig. Ist viel älter, viel viel älter als ’notes’: die elek­tro­n­is­che datei.
Stammt noch aus ein­er zeit, in der richtig mit hand und blei oder mit kuli in heftln geschrieben wurde. Was ich zettel vollgeschmiert und immer auf­be­hal­ten hab.

Zetteln, die waren immer dann notwendig, wenn ich etwas partout nicht dem unaufhalt­samen bewusst­seinsstrom zum drüber­weg­walzen über­lassen wollte. Wenn ich s als schatz bewahren wollte, sen­ti­men­tal. Pauli­na sagt, pathetisch. Heute gibt’s für die kurzen notes zwis­chen­durch blogs und ich werd’ wohl ab jet­zt hier notieren … (was Pauli­na nicht min­der pathetisch find­et).

Ach ja, mein die jahre über­dauert­er geschätzter satz! Der hieß:

Ich liebe die Wörter sub­til, frag­il und sub­lim.