Monatsarchiv für Juli 2009

Zigeunerschnitzel

just for the records, ich plädiere dafür, das Zigeunerschnitzel weiterhin “Zigeunerschnitzel” zu nennen.

ok?

Wir müssen doch nicht ernsthaft breit darüber debattieren, ob diese Bezeichnung rassistisch ist! Nicht im ernst, oder? Genau, und dann vielleicht noch abstimmen, wer sich in der Debatte nach Ansicht der “community” wackerer geschlagen hat und davon die Antwort auf die Frage ableiten, ja?
Sollen die Pro’s und Con’s sich doch im web2.0 präsentieren und wir voten dann. Klick klick macht das kritische Volk.

Nääää, ob ein Ausdruck rassistisch ist oder nichts hat latürnich nichts damit zu tun, ob irgendeine Mehrheit dafür oder dagegen gefunden werden kann. Nope, hat ja nicht einmal was damit zu tun, wer besser schöner schlüssiger stringenter lauter oder nachhaltiger argumentiert, scherzt, echauffiert oder blöggt.

Tell you what, “Rassismus ist ein objektives Phänomen“. :shock:
Soviel mal meine Behauptung.1

‘Zigeunerschnitzel’ weiterlesen

  1. Nachgetragen: hier ein aktueller Beitrag aus der Blogosphäre mit dieser Stoßrichtung der Behauptung, von Jana Herwig “Warum mir das Aida Logo aufstößt“. Ich denke zu mindest, dass hier eine synonyme Stoßrichtung gemeint ist, verstehe aber das “wider eine positivistische Definition” nicht. “Objektives Phänomen” und “wider positivistische Definition” scheinen sich doch zu widersprechen und ich bin mir daher nicht sicher, ob meine Annahme der synonymen Stoßrichtung nicht eine Unterstellung ist. []

50er Jahre Kiosk, Grenzgebiet Favoriten Simmering

Grenzgebiet Favoriten Simmering Arsenalgründe

SoZi 29|09: Ballade für die verlorenen Kinder

Die letzten 1½, 2 Monate waren .. wüst, arg, heftig. So, dass nichts an mir einfallenden Adjektiven mir passend erschiene.

Die letzten 2 Wochen waren da noch locker eine Draufgabe. Me: at a loss of adjectives. Darunter einige Begegnungen, manches Ausgesprochene, … oft ist sie heftig, die Unaufhaltsamkeit des Bewusstseinsstroms.
Manchmal ist “Bewusstsein” ein zu großes Wort.
Notizen gegen die Unaufhaltsamkeit; manchmal nicht angebracht und lächerlich.

Dieses SoZi etwas aus dem bisherigen Rahmen. Back to my roots, zurück zu meinem Lehrer. Meditationen einmal nicht über einen wissenschaftlichen Text; obwohl der Dichtersmann doch auch Wissenschaftler war, eigentlich.

Stilles Sonntagszitat in Geheimsprache:
‘SoZi 29|09: Ballade für die verlorenen Kinder’ weiterlesen

Ach was muss ich oft von bösen Frauen hören oder lesen!

[ich veröffentliche hier – mit Erlaubnis des Autors
und einem zweifachen Dankeschön meinerseits1 –
einen Leserbrief von Jochen Kugler an den Falter2]

Nina Horaczeks Kommentar (”Jetzt leiden selbst grüne Softies unter Kastrations-Ängsten“) im Falter 25/09 hat wieder heftig in einer schmerzenden Wunde gebohrt:
Seit der unsäglichen Diskussion um Voggenhubers “Nicht-Wahl” quälen mich als Grüner, emanzipierter, feministischer und (sic!) selbstbewusster Mann ständig die selben Fragen:

Warum muss ich mich damit abfinden, dass intelligente, reflexive und durchdachte Kommentare zur Causa Prima ausschließlich von Frauen kommen?
Warum kommen alle jenseitigen, beleidigten, unreflektierten Kommentare ausschließlich von Männern?

Was sagt es uns, dass die richtig beleidigten, wehleidigen und unreflektierten Kommentare mit einer erstaunlichen Häufigkeit von “aufgeschlossenen” Männern in der Nähe ihrer 50er kommen?
‘Ach was muss ich oft von bösen Frauen hören oder lesen!’ weiterlesen

  1. Danke erstens für den Text, nämlich inhaltlich und vor allem dafür, DASS er geschrieben wurde. Ich habe ihn weitergeleitet bekommen, er scheint seine Runden gemacht zu haben. Ich habe den Autor angemailt, ob er sonst irgendwo veröffentlicht ist und ob ich ihn, wenn nicht, im kellerabteil2.0 veröffentlichen darf. Dank also zweitens für das Zur Verfügung Stellen. >lg chr. []
  2. Jochen Kugler hat den Leserbrief für den Falter verfasst, der sich mit den "Grünen Kastrationsängsten" in Nina Horaceks Kommentar zur Causa Voggenhuber, das "Frauenproblem" und den Grünen Männern beschäftigt. Da der Leserbrief durch die starke Kürzung sehr an Bedeutung und Inhalt verloren hat, wurde er in voller Länge über andere Wege verbreitete. []



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