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Buchankündigung: ‘Soziale Bewegungen und Social Media’

ger­ade auf der zukün­fti­gen Buch­web­site veröf­fentlicht, beziehungsweise jet­zt noch am “pro­vi­sorischen Buch­pro­duk­tion­sprozess­blog” (und hier copy&paste auch eingestellt), mein Pro­jekt der let­zten Monate …
… und auch noch der näch­sten min­destens zwei:

Die Vorschau: Inhalt und Struk­tur des Buch­es

Das sticky post ((sticky post: ein Blog­a­r­tikel, der an der Stelle des aktuell­sten Blo­gein­trags “klebt”, unab­hängig von seinem Veröf­fentlichungs­da­tum und anderen Artikeln, die vielle­icht aktuelleren Datums sind.)) unseres Blogs ver­meldet seit gut drei Monat­en:

Sowohl für die knapp gehal­tene Ankündi­gung als auch für das Pro­vi­so­ri­um dieses Blogs rückt die Zeit näher, dem Platz zu machen, was hier eigentlich angekündigt wird. Und bei dem, was hier angekündigt wird, han­delt es sich um ein Buch, das anwen­dung­sori­en­tierte Hand­buch “Soziale Bewe­gun­gen und Social Media” mit dem Unter­ti­tel “Hand­buch für den Ein­satz von Web 2.0″.
Dass es hier um ein Buch geht, war wohl schon den let­zten Ein­trä­gen wie z.B. jen­em zum Klap­pen­text zu ent­nehmen. Heute möcht­en wir etwas mehr zur Struk­tur, zum Auf­bau und dem Inhalt dieses Buchs ver­rat­en.

In den näch­sten Tagen und Wochen hof­fen wir noch einige inter­es­sante Einzel­heit­en zum Buch­pro­jekt erzählen und doku­men­tieren zu kön­nen, bevor dieses Blog in dieser Form und an dieser Stelle schließlich ein­er über­sichtlichen Web­site im Lay­out des Buch­es weichen wird. Auch zu der Web­site und der zu erwartenden Funk­tion­al­ität gäbe es einiges anzukündi­gen und zu erzählen, vor­erst geht es aber um …

Struktur und Aufbau des Buchs

Die Grun­didee für das Buch­pro­jekt find­et sich bere­its im Klap­pen­text kurz zusam­menge­fasst: ein Hand­buch für den Ein­satz von Social Media zusam­men zu stellen, das sich ein­mal nicht der über­all behan­del­ten Frage wid­met “Wie sie Social Media für ihr Unternehmen nützen kön­nen”, son­dern die Erfahrun­gen jen­er Aktivist_innen und Non Prof­it Organ­i­sa­tio­nen behan­delt, die im Zuge ihres gesellschaftlichen Engage­ments “soziale Medi­en” zu nutzen begonnen haben.

Das Zielpub­likum unseres Hand­buchs sind dementsprechend nicht die Professionist_innen, die mit der Auf­gabe “Pub­lic Rela­tions” betraut sind, die pro­fes­sionelle Kam­pag­nen entwer­fen und steuern oder die Pressear­beit für Organ­i­sa­tio­nen bestre­it­en ((Diese Büch­er gibt es bere­its und diesen Pub­lika­tio­nen wollen und kön­nen wir keine Konkur­renz machen.)).

Unser “Hand­buch für den Ein­satz von Web 2.0″ wen­det sich an die vielfältige Schar der Aktivist_innen, die sich an diversen Fron­ten gesellschaftlich pro­gres­siv engagieren. Ihre Bedürfnisse liegen in der Doku­men­ta­tion von Missstän­den oder im Auf­bau schneller Mobil­isierungsstruk­turen, in der Etablierung ein­er eige­nen Gegenöf­fentlichkeit oder in transna­tionaler Ver­net­zung, in der Organ­i­sa­tion autonomer Kom­mu­nika­tion­skanäle oder in der Sicherung von Daten­schutz und Sicher­heit, im besseren Trans­port ihrer Aktio­nen oder im par­tizipa­tiv­en, kol­lab­o­ra­tiv­en Arbeit­en an ihren Inhal­ten.

Um diesen diversen Bedürfnis­sen gerecht zu wer­den, ver­sam­melt das Buch eine ansehn­liche Anzahl von Beitra­gen­den, die Fall­beispiele erzählen, Anleitun­gen geben und ihre Visio­nen des Social Media Ein­satzes im Feld des poli­tis­chen Aktivis­mus entwick­eln.

Fallbeispiele

Der erste Abschnitt des Buch­es “Sozialen Bewe­gun­gen und Social Media” bietet Fall­beispiele: vom Watch­blog ein­er einzel­nen Per­son über die lokale Bürg­erini­tia­tive bis hin zur Kam­pagne ein­er Gew­erkschaft und zum Wahlkampf von Barack Oba­ma.

Im Abschnitt der Fall­beispiele wid­met sich Robert Misik dem Yes we can — Wahlkampf, berichtet Anne Roth von den Hin­ter­grün­den ihres Annal­ist Blogs, gibt es ein Inter­view mit Wolf­gang Lieb zu den Nach­Denk­Seit­en, geben #uni­bren­nt Aktivist_innen aus der Presse AG Tipps für die Pressear­beit ein­er autonomen selb­stor­gan­isierten Bewe­gung, erzählen Aktivist_innen vom Wider­stand ein­er kreativ­en Bürg­erini­tia­tive in Wien und andere von ihrem Pro­jekt Flügel.tv in Stuttgart. Weit­ere Fall­beispiele behan­deln die Kon­flik­te von Betrieb­sräten und Arbeitnehmer_innen mit Unternehmen und Min­is­tern, die Tück­en von Online-Kam­pag­nen und manch­es mehr …

Manuals

Der zweite Abschnitt bietet Ein­führun­gen und Anleitun­gen, ohne weit­er­hin auf anschauliche Fall­beispiele zu verzicht­en. Der Man­u­als-Abschnitt ist nochmals in drei Blöcke unterteilt, einem
(1) zum Auf­bau der eige­nen Medi­en­ar­chitek­tur und von Kom­munka­tion­skanälen,
(2) einem zum Bespie­len der Sozialen Medi­en, zu Aktiv­itäten und Präsenz und
(3) einem zur Steuerung, zum Mon­i­tor­ing und zur fort­geschrit­te­nen Bewe­gung in den Social Media.

Die Man­u­als kom­men aus dem Erfahrungss­chatz von Social Media Expert_innen, Vide­ofilmern, Organ­isatoren von Bar­camps, erfahre­nen Straßenthe­ater Künstler_innen, Jurist_innen, Net­za­k­tivis­ten und Codern, Jour­nal­istin­nen und Pressear­beit­ern, Profis des viralen Mar­ket­ings …

NoBorders

Ein eigen­er Abschnitt ist der transna­tionalen Zusam­me­nar­beit und damit auch der transna­tionalen Struk­tur des Net­zes gewid­met. Hier führt Michel Rei­mon zu den Seat­tle Protesten 1999 und zur Blüte­hzeit von indy­media zurück, erzählt ein Beitrag die Geschichte von Attac Öster­re­ich und Attac Deutsch­land als Geschichte des Auf­baus kol­lab­o­ra­tiv­er Kom­mu­nika­tion­sstruk­turen, führt ein Artikel in die gren­züber­schre­i­t­ende und gesam­teu­ropäis­che Arbeit der Arbeitnehmervertreter_innen ein, geht es um Anti­ras­sis­mus Arbeit in und gegen die Fes­tung Europa und um zivilge­sellschaftlich­es und bürg­er­rechtlich­es Engage­ment für das Netz selb­st.

Visionen

Den Abschluss und eine gewisse Abrun­dung erhält das “Hand­buch für den Ein­satz von Web 2.0″ durch Auf­sätze von Antje Schrupp und Philipp Son­dereg­ger und Betra­ch­tun­gen zu Gew­erkschaft 2.0 und Gegenöf­fentlichkeit 2.0.

Soziale Bewe­gun­gen und Social Media. Hand­buch für den Ein­satz von Web 2.0″ erscheint Anfang 2011 im ÖGB Ver­lag.

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