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Urbaner öffentlicher Raum. [im Ausverkauf]

Eine tolle Diplo­mar­beit. Ich freue mich. Und, autsch, gute 300 Seit­en stark! ((Bei all der bemerkenswerten Qual­ität der Diplo­mar­beit ist die Quan­tität der Seit­en freilich ein klares Scheit­ern der Betreu­ungsar­beit. 🙁 Wiedere­in­mal. Drei­hun­dert Seit­en sind qua­si The­men­ver­fehlung für die Anforderung: “Diplo­mar­beit”. Viel zu viel. My bad, mea cul­pa und sor­ry Boris.))
Dafür mit ein­er Vielzahl an inter­es­san­ten Aspek­ten, für sich ste­hen­den Kapiteln, Inhal­ten. Da geht es ua. um öffentlichen Raum, hal­böf­fentliche Räume, die Fab­rika­tion des Rück­zugs ins Pri­vate als logis­che Kon­se­quenz unser­er Gesellschaftsstruk­tur und kap­i­tal­is­tis­chen Organ­i­sa­tion. Kon­trolle und Herrschaft­sanspruch.

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Da geht es um die Übergänge und Tran­si­tion­sräume zwis­chen dem konkreten pri­vat­en und konkreten öffentlichen Raum. Es geht um die ökonomis­chen, sym­bol­is­chen, poli­tis­chen, architek­tonis­chen Ein­griffe, wie öffentliche, hal­böf­fentliche und Tran­si­tion­sRäume gestal­tet wer­den, also um die Bedin­gung der Möglichkeit öffentlichen Raumes selb­st.

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g|o politisch

Fekter: Hinterfotzigkeit im Namen des Staates

Am Mittwoch, 10. Juni find­et eine Pressekon­ferenz der BMI Fek­ter statt. (Ja, diese Fek­ter.)

Die PK ist kurzfristig ange­set­zt und noch dazu für einen selt­samen Zeit­punkt: 18.00 Uhr. Schnell informierte Jour­nal­istIn­nen zweifeln. Hek­tis­che Tele­fonate, ist das sich­er? Um 18.00 ist der Redak­tion­ss­chluss der Zeitun­gen vor­bei. Der näch­ste Tag ist ein Feiertag. Im Inter­net ist nichts zu find­en.

Allerd­ings, es soll um nicht weniger als die Präsen­ta­tion des Entwurfs des neuen Asyl- bzw. Frem­den­rechts­ge­set­zes gehen. Die Min­is­terin präsen­tiert so eine heik­le Materie also kurzfristig, fast heim­lich um 18:00 vor einem Feiertag?

Skan­dalöse Pseu­do-Pressekon­ferenz
Vor dem Innen­min­is­terum ist es ungewöhn­lich still. Wo sind die Massen an Jour­nal­istIn­nen, die son­st rei­hen­weise zu ein­er solchen Ver­anstal­tung strö­men?

Beim Ein­gang gibt es dann eine Über­raschung. Der Porti­er, küm­mert sich dies­mal nicht um die Presseausweise der Jour­nal­istIn­nen, son­dern vielmehr um die Namen. Er geht eine Liste durch. Wer nicht darauf ste­ht, wird zurück­gewiesen.
Also, kein Zutritt, keine Fotos und keine Presse­un­ter­la­gen für jene Jour­nal­istIn­nen, die nicht geladen wur­den. Es gibt keinen Ver­hand­lungsspiel­raum, Inter­ven­tio­nen bei Zeitun­gen und Parteibüros helfen nichts.

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instruktiv

ORF.at-Foren

Die soge­nan­nte ORF.at-Foren sind ja bekan­nter Weise gruselig, gruseliger, am gruselig­sten. Die Vorherrschaft des aggres­siv­en Chau­vin­is­mus ist noch das ger­ing­ste Prob­lem dieser “Öffentlichkeit”, der “Foren” unseres öffentlich-rechtlichen Massen­medi­ums im WWW.

Die nor­ma­tive Selb­st­beschrei­bung, wie sie unter ORF.at-Artikeln ste­ht, sieht so aus:

Die ORF.at-Foren sind all­ge­mein zugängliche, offene und demokratis­che Diskur­splat­tfor­men.

Unter dieser wun­der­bar klin­gen­den Formel fol­gen sofort appel­lierende Sätze, desil­lu­sion­ierende Sätze, die ganz gut zeigen, wie viel von der behaupteten “Diskur­splat­tform” zu erwarten ist:

Bitte bleiben Sie sach­lich und bemühen Sie sich um eine faire und fre­undliche Diskus­sion­sat­mo­sphäre. Die Redak­tion übern­immt kein­er­lei Ver­ant­wor­tung für den Inhalt der Beiträge, behält sich aber das Recht vor, krass unsach­liche, rechtswidrige oder moralisch beden­kliche Beiträge sowie Beiträge, die dem Anse­hen des Medi­ums schaden, zu löschen und nöti­gen­falls User aus der Debat­te auszuschließen.

Manch­mal, d.h. eigentlich ziem­lich oft und immer öfter, find­et sich anstatt dieser “Diskur­splat­tform”-Anpreisung ein einzel­ner etwas selt­samer und vor allem desil­lu­sion­ierend symp­to­ma­tis­ch­er Satz:

Zu diesem tragischen  Ereignis kann nicht gepostet werden.