Monatsarchiv für Juni 2007

‘think tank’ der Industriellenvereinigung (IV)

ladies n gentlemen,
may I introduce
:

Der ‘FÖHRENBERGKREIS: wissen worauf es ankommt’

Was ist das? Wen interessiert der? Was passiert da? Und warum gibt es hier keinen Link zu einem ‘Föhrenbergkreis’-Eintrag auf Wikipedia? (wenn ich doch sonst so gerne Links zur Wikipedia setze, also?)

Die Antwort auf die letzte Frage zuerst: es gibt keinen Wikipedia-Eintrag.

Der ThinkTank in der Selbstbeschreibung

Den Föhrenberg-Kreis gibt es seit 1992. Eine Runde von offenen, kritischen Unternehmern, Führungskräften, Politikern verschiedener Parteien, Freiberuflern, Universitätslehrern stellt sich Fragen, die – wie wir schmerzlich erfahren mußten – nicht überall gestellt werden und auf Problembewußtsein treffen. Wir stellen diese Fragen aus der Sorge um das “Unternehmen Österreich”, dem eine Neuorientierung gut täte.

Wir sind unabhängig, parteiunabhängig – wenn auch politisch engagiert. Unser Versuch geht dahin, die richtigen Fragen zu stellen. Fertige, vorschnelle Antworten muten wir uns – und Ihnen – nicht zu.

So sieht eine der Selbstdarstellungen dieses think tanks aus, wie sie in den eigenen Broschüren nachlesbar ist. Sehr selbstverliebt, nicht?1

‘‘think tank’ der Industriellenvereinigung (IV)’ weiterlesen

  1. Ja gut, wer schreibt nicht einen hochtrabenden PR-Text über die eigene Gruppe, Tätigkeit und/oder Zielsetzung. []

Recherche im WWW via ‘del.icio.us’

Ich habe eine neue, leistungsfähige Art der Recherche für mich entdeckt. Sehr fein und mit teilweise viel besseren Ergebnissen als die Websuche per Google. Eine Empfehlung!

Schritt 1

Ich geh’ auf die del.icio.us-Seite.
(del.icio.us: ist eine Dienst für Lesezeichen, und zwar für die sogenannten social bookmarks.)

Das geht bei mir mittlerweile besonders schnell und einfach, weil ich mit der Nutzung eines accounts (Benutzerkonto) auch eigene Symbole im Webbrowser integriert habe.

Meine del.icio.us-Lesezeichen sind darüber hinaus schon im Kellerabteil eingebunden, rechts in der Leiste:
automatisiert immer aktuell gehalten und ein weiterer Weg, direkt zu del.icio.us.

Schritt 2

Ich gebe meinen Suchbegriff dort im Suchfeld ein.
Z.B. «Monsanto», weil ich zu diesem Konzern recherchiere, der für so viele Verbrechen bekannt ist.

Was passiert nun:
Ich durchsuche mit meinem Suchbegriff alle Lesezeichen anderer NutzerInnen von del.icio.us danach, ob die ihrerseits Lesezeichen mit meinem Suchbegriff beschlagwortet haben.

Schritt 3

Ich erhalte eine Liste mit Lesezeichen (URLs), die mit meinem Suchbegriff indiziert wurden.
Im Fall meine «Monsanto»-Recherche erhalte ich:
672 Treffer mit interessanten (meist) Artikeln, über Monsanto.
(Die meisten, wenig überraschend und das ist freilich ein Unterschied zur Google-Suche: zu den Verbrechen des Konzerns. Stand 28. Juli 2007)

Schritt 4 (optional)

Die Treffer kann ich durch angebotene weitere Schlagworte (Tags) weiter gruppieren und gezielt durchforsten.
Und ich kann von anderen gespeicherte Lesezeichen zu meinem Recherche-Interesse sofort in meine eigenen Lesezeichen übernehmen.

Bonus

Sehr praktisch und fein ist nun noch folgende Option: das deppeneinfache Ablegen und ‘Griffbereit Halten’ sowie Weiterleiten von Rechercheergebnissen.
Einfach den Link, der sich bei del.icio.us im Zuge des Einsatzes der Beschlagwortung (Tags) ergibt verwenden (speichern, senden, …).

Z.B.: http://del.icio.us/kellerabteil/monsanto

Resümee

Funktioniert für manche Recherchezwecke besser als googlen! I like it!

Gewerkschaft erkämpft ein Debakel?

Ver.di erkämpft ein Debakel und geht mit festem Schritt auf die Selbstabschaffung zu

.. heißt es wenig erfreulich im Untertitel eines Kommentars zum Ausgang des großen ‘Deutsche Telekom-Streiks‘.

Der hat übrigens 6 Wochen gedauert und – korrigiert mich bitte, wenn ich da falsch liege – in österreichischen Medien ein Echo gegen Null gefunden.

Zurück zum Kommentar auf Telepolis, weiter heißt es da u.a.:

Nun ist es natürlich töricht, Herrn Schröder (Anmerk.: Verhandlungsführer seitens der Gewerkschaft) allein für dieses Debakel verantwortlich zu machen, denn jenseits aller persönlichen Motivationen handelt es sich hier um ein strukturelles Problem. Es hat damit zu tun, dass ver.di in der Tradition der Sozialpartnerschaft verwurzelt ist, jenem Nachkriegskonstrukt, das den abhängig Beschäftigten vorgaukeln sollte, sie würden als gleichberechtigte Partner in einem Bündnis zur Beförderung des allgemeinen Wohlstands gesehen.

Wiederaufführung des Stücks bald auch in Österreich?
‘Gewerkschaft erkämpft ein Debakel?’ weiterlesen

Der Mensch ist die Ideologie für die Unmenschlichkeit.

Gerade wieder an diesen Plakaten vorbeigegangen1:

Österreich. Menschen. Stark. Blödsinn.

Der Text sagt das eine, das Bild das Gegenteil.

Den Menschen im Wort? Wohl eher:
um jeden Preis, es muss das Wort ‘Mensch’ in den Slogan!

Genau, und bei jeder Gelegenheit, in jedes Mikrophon, egal welcher Partei (oder auch der Kirche) zugehörig, trainiert haben wir s ja alle:
(salbungsvoller Ton) “wir müssen wieder mehr auf die Menschen schauen, und was die wollen“,
(vorwurfsvoller Ton) “Wir müssen Politik für die Menschen machen“,
(versuchen, ehrlich und ernsthaft zu klingen) “Weil wir hören nämlich auf die Menschen“,
(lachen unterdrücken) “Uns sind die Menschen wichtig
u.s.w.

‘Der Mensch ist die Ideologie für die Unmenschlichkeit.’ weiterlesen

  1. Damit meine ich nicht einmal so sehr diese konkreten ÖVP-Plakate. Ich habe das Gefühl, dass diese Art von Plakaten – im Sinne von solche - Plakate in den letzten 2 Jahren laufend mehr oder weniger “neu” entworfen, ausgetauscht und recycled werden. Der gemeinsame Nenner quer durch – fast – alle Parteien ist, es muss irgendwie das Wort “Mensch” vorkommen. []

Zygmunt Baumans Soziologie der Moderne

.. so heißt das Werk.

Im Untertitel:
Eine wissenssoziologische Untersuchung
.

JAAAaaaa!!!!!! :-) Jajaja!! Meine bessere Hälfte hat fertig!!! :-) GRATULATION!! :-)

Diplomarbeit gebunden, Diplomprüfung auch schon erledigt. Fertig. Nix mehr Studentin.
Paulina: Große Freude. Berechtigter Stolz. Ein bißchen Erleichterung.
Bei mir: Große, große Freude. Stolz. Ein bißchen Erleichterung.

‘Zygmunt Baumans Soziologie der Moderne’ weiterlesen

Einseitige Interessenspolitik

Die hier gleich zitierte Auflistung spricht Bände!
Gefunden hab’ ich sie im Blog des ‘Besitzstandswahrers’.

Die Liste erzählt die Geschichte eines ziemlichen Überhangs der Arbeitgeberseite in der Interessenspolitik. Und sie ist sicherlich noch um einige Punkte erweiterbar:

  • Verlängerung der Lebensarbeitszeit auf 67 Jahre
  • Verlängerung der Wochenarbeitszeit aller Orts auf z.T. über 40 Stunden
  • Einschränkung des Anspruches auf Arbeitslosengeld und Sozialhilfe
  • Zunahme der ArbeitnehmerInnen ohne Sozialversicherungspflicht
  • Kürzungen bei Wohngeld, sozialen Wohnungsbau sowie Eigenheimzulage
  • Einschränkungen beim Kündigungsschutz
  • Erhöhung der Mehrwertsteuer
  • Streichungen von Weihnachts- und Urlaubsgeld
  • Lohnsteigerungen unterhalb der Inflationsrate
  • Bekämpfung des Einflusses von Arbeitnehmervertretern
  • Privatisierung von Wasser-, Energieversorgern sowie Abfallentsorgern
  • Privatisierung von Krankenhäusern
  • Privatisierung der Bahn
  • Gebühren für Bildung
  • Privatisierung der Bildung
  • Privatisierung von Wohnungen und anderen Immobilien
  • Zahllose Private-Public-”Partnerships” mit Kosten/Risiken für den Staat und Gewinnen für die Privatwirtschaft
  • ‘Einseitige Interessenspolitik’ weiterlesen

    Satchmo in Ibo Alfaro

    la vie en rose

    hasta la vista. hasta la vista.1

    simpel as that:

    das Dasein ist OK, aber Wegsein ist OKer.

    yeah. keep it up ‘fanny’.

    hasta la vista, ‘van dannen’. y gracias.

    1. selbst produziertes video aus vielen fotos, immer wieder von der selben stelle auf unserer terrasse über viele tage hinweg aufgenommen. AU!!! fernweh!! []

    Zensur oder Widerstand gegen die Unterhaltungsindustrie?

    Ein wichtiger Artikel ist eben bei Telepolis erschienen, der die Frage aufwirft, ob es sich da um undemokratische Zensur bzw. Beschneidung der Pressefreiheit handelt oder um ein begründetes Eingreifen des Staats gegenüber einem unlauteren Wirtschaftsunternehmen im Bereich der Massenmedien, dass seine Macht und eine staatliche Frequenz für Manipulation und Desinformation im großen Stil missbraucht.

    Thema ist die Demokratie gefährdende Macht der großen riesigen Medienkonzerne, Medienmogule und Großunternehmer mit Kontrolle über Fernsehsender und Presse.
    Anlass ist der Entzug der Sendelizenz für einen venezuelanischen Fernsehsender durch Chávez Regierung:

    Gefahr für die Meinungsfreiheit?
    … fragt Harald Neuber (, der noch mehr zu dem Thema geschrieben hat, was über diese Seite nachzulesen ist).

    Als “wichtig” bezeichne ich diesen Artikel übrigens, weil er eine seltene und rare Gegendarstellung im Chor der ahnungslosen und uninteressierten Stimmen darstellt. Damit ist dieser Artikel ein Beispiel für Meinungsfreiheit und hat selbst mit seinem eigenen Thema zu tun.

    ‘Zensur oder Widerstand gegen die Unterhaltungsindustrie?’ weiterlesen




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